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Thorens TD 320 zu leise

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MrNovember
Schaut ab und zu mal vorbei
#1 erstellt: 10. Sep 2010, 16:48
Hallo,

nachdem ich dieses Forum schon mehrmals als Anlaufstelle für Fragen genutzt habe, muss ich nun eine Stelle auf die ich keine Antwort finden konnte.

Ich habe einen Thorens TD 320 erstanden (er hat einwandfrei funktioniert).

Nun habe ich ihn bei mir an einem harman/kardon hk 630 in Betrieb genommen. Er ist ordnungsgemäß am Phonoeingang angeschlossen und auch geerdet, jedoch ist er viel zu leise. Überhaupt sind nur Höhen zu hören und keinerlei Bässe. Auch ist beim Aufdrehen des Verstärkers noch ein deutliches rauschen zu hören. Ich bin ein wenig ratlos. Vor Inbetriebnahme habe ich ihn auch noch einmal justiert und die Auflagekraft gemessen.
Wo muss ich das Problem suchen? In der Verkabelung oder vielleicht beim System, welches im übrigen ein Ortofon OM System mit Ersatznadel ist.

Das wäre es dann auch. Vielen Dank schon einmal für hoffentlich aufschlussreiche Antworten.
Albus
Inventar
#2 erstellt: 10. Sep 2010, 19:24
Tag,

"nur Höhen und keinerlei Bässe" = der Phono-Entzerrerverstärker ist defekt. - Bei Herstellung werden die Höhen (>2120 Hz) angehoben (um bis zu >20 dB), die Tiefen (<500 Hz) werden abgesenkt (um bis zu >20 dB), die mittleren Frequenzen bleiben unverändert. Im Entzerrerverstärker des Phono-Zweiges werden die normierten 'Verzerrungen' ausgeglichen: Tiefen angehoben, Höhen abgesenkt; was in Deinem Fall offenbar nicht geschieht, ferner bleiben die mittleren Frequenzen ohne die im Entzerrer-Verstärker zu erfolgende Verstärkung um typisch 35-40 dB (d.i. 50-100-fach). Daher: nur Höhen, keine Bässe, sehr viel zu leise, so dass bei Volume weit geöffnet das typische Rauschen markant zu hören ist.

Der Phono-Zweig des Verstärkers HK 630 ist von gängiger Audio-Qualität, so sagt ein Tester bei tnt (eine britische 'community' von HiFi-Enthusiasten).

Dein Tonabnehmer von Ortofon ist vom MM-Typ (falls hier die Nachfrage kommt), wenn in Ordnung, dann sollte es am HK 630 taugliche Phono-Wiedergabe geben.

Sitzt der Nadeleinschub richtig drauf auf dem Systemkörper? Fragliche Kontakte sitzen fest?

Gegenprobe: Stecke die Stecker von Phono ab, und auf AUX drauf - und höre, ob es sich wie von Phono anhört, was sein sollte, denn dort ist kein Entzerrerverstärker vorhanden. Bedeutet: Phono ist defekt.

Freundlich
Albus
MrNovember
Schaut ab und zu mal vorbei
#3 erstellt: 11. Sep 2010, 08:49
Ich habe nun einen Dual 503, welchen ich noch im Keller hatte, angeschlossen. Der Entzerrzverstärker scheint einwandfrei zu funktionieren.
Ich vermute die Ursache nun vielleicht in der Headshellverkabelung mein Problem ist nur, dass ich die ganze Zeit das Gefühl habe die Kabel nicht mehr richtig angeordnet zu bekommen. Gibt es dafür einen Trick?
Albus
Inventar
#4 erstellt: 11. Sep 2010, 10:34
Tag,

die Kabel gehören nach folgender Markierung verbunden:
1. Rot ist Rechts Plus, auch R+ oder nur R
2. Grün ist Rechts Minus, auch R- oder RG
3. Weiß ist Links Plus, auch L+ oder nur L
4. Blau ist Links Minus, auch L- oder LG

RG, LG = Rechts Ground (Masse) bzw. Links Ground (Masse). Wenn nur G oberhalb zweier Pin-Stifte steht, dann gilt die Rechts/Links Markierung der Plusanschlüsse (R, L) auch für die Minusanschlüsse (G)

Die beiden Plus Kontakte sind (für gewöhnlich) auf einer Höhe nebeneinander angeordnet, so die beiden Minus Kontakte. Die Seitenorientierungen stimmen aber an Tonabnehmern und Tonarmende nicht stets überein: bedeutet, die Kabel müssen sich zwischen Tonabnehmer und Tonarmende einmal kreuzen.

Freundlich
Albus
Wolfgang_K.
Inventar
#5 erstellt: 11. Sep 2010, 16:02
Was auch sein kann bei Deinem Plattenspieler dass die Cinch-Stecker korrodiert sind - überprüfe das doch einfach einmal.

Es gibt Phonovorverstärker die haben einen Wahlschalter zwischen MM und MC. Wenn bei einem MM-System der Wahlschalter am Phono-pre auf MC steht, dann kommt es zu einer sehr leisen Wiedergabe.....

Gruß Wolfgang
MrNovember
Schaut ab und zu mal vorbei
#6 erstellt: 11. Sep 2010, 18:32
So, die Kabel habe ich neu verbunden und der Phonoeingang hat auch keinen Wählschalter.
Es ist alles nach wie vor viel zu leise und der rechte Kanal ist nun kaum noch zu hören.
Die Cinchstecker sehen in der Tat nicht mehr besonders gut aus. Womit bringt man diese am besten wieder in Schuss? Vielleicht mit Never Dull?
Kann so ein Fehler sonst auch beim System selbst liegen? Denn das soll sowieso ausgetauscht werden.

Gruß,
Mr November
Wolfgang_K.
Inventar
#7 erstellt: 11. Sep 2010, 20:02
Ich würde Dir raten gleich komplett die alten Cinch-Stecker gegen neue auszutauschen. Ist auch möglich das im Inneren der Kabel die Anschlussdrähte zu den Cinchsteckern auch schon korrodiert sind und zu hohe Widerstandswerte aufweisen. Über einen Systemaustausch würde ich erst dann nachdenken, wenn die anderen Maßnahmen alle nichts bringen.

Ich weiss ja nichts über Deine handwerklichen Fähigkeiten in Punkto Löten - es wäre ideal den Plattenspieler zu öffnen und von dort aus die Kabel komplett zu tauschen.

Gruß Wolfgang
MrNovember
Schaut ab und zu mal vorbei
#8 erstellt: 11. Sep 2010, 21:00
Meine Handwerklichen Fähigkeiten sind in dem Bereich eher beschränkt, jedoch würde ich dafür eine gute Anlaufstelle haben.
Um noch einmal auf die Headshell Verkabelung zurückzukommen. Ich bin dort immer noch recht verunsichert, wie genau die Überkreuzung gemeint ist? Sollte die Anordnung also einfach gleich sein wenn ich von vorne auf den Torarm und von hinten auf das System gucken würde?

Vielen Dank noch einmal für die schon sehr hilfsreichen Antworten
Albus
Inventar
#9 erstellt: 12. Sep 2010, 10:22
Tag,

nein, nicht in jedem Fall von Tonarm und Tonabnehmer gleich; vielmehr gelten die Farben als Maß - wie oben aufgeschrieben. Die Drähte sind doch farbig, wenn neben den Pin-Stiften am Tonabnehmer Farbmarken sind, dann gelten diese: Roter Draht an Pin mit roter Marke, grün an Pin mit grüner Markierung, und so weiter. Wenn an den Pin-Stiften keine Farbmarken sind, dann sind dort aber Buchstaben; dann gelten die Buchstaben entsprechend der Zusammenstellung wie oben aufgeschrieben (1.-4.).

Die eventuelle Überkreuzung von Drähten muss man eben so hinbekommen, dass dies ohne einen scharfen Knick (Bruchgefahr) gelingt. - Hersteller sind in der Positionierung der Pins am Tonabnehmer frei.

Freundlich
Albus


[Beitrag von Albus am 12. Sep 2010, 10:24 bearbeitet]
MrNovember
Schaut ab und zu mal vorbei
#10 erstellt: 12. Sep 2010, 12:49
Die Anordnung am Tonabnehmer habe ich auch gut verstanden beim Ortofon OM ist diese von oben links angefangen und dann im Uhrzeigersinn: Weiß, grün, blau, rot.
Beim Tonarm kann ich jedoch keinerlei Beschriftung erkennen, daher die Frage, wie ich das Schema am Tonarm erkenne.

Gruß,
Mr November
Großmogul
Stammgast
#11 erstellt: 12. Sep 2010, 14:05

Wolfgang_K. schrieb:
Was auch sein kann bei Deinem Plattenspieler dass die Cinch-Stecker korrodiert sind - überprüfe das doch einfach einmal.

Es gibt Phonovorverstärker die haben einen Wahlschalter zwischen MM und MC. Wenn bei einem MM-System der Wahlschalter am Phono-pre auf MC steht, dann kommt es zu einer sehr leisen Wiedergabe.....

Gruß Wolfgang



Korrodierte Cinchstecker als Grund für massive Frequenzgangfehler mag ich mir nicht vorstellen. Eher für Knacken und Aussetzer.
Wenn bei einem MM System der Wahlschalter auf MC steht wird die Verstärkung zu hoch (ca. plus 20 dB) und es wird laut. Evtl. wird dann die Eingangstufe übersteuert ud es kommt zu Verzerrungen. Aber das hört man dann.

Wenn die Kabel richtig angeschlossen sind (s. Beiträge von Albus) scheint es eine fehlenden Entzerrung/Vorverstärkung zu sein. Wurde der Thorens mal an einen anderen Eingang des HK angeschlossen? Hat der Dual evtl. einen Phonopre eingebaut (auch wenn das normalerweise nicht der Fall sein sollte)?

Gruß
Großmogul
Albus
Inventar
#12 erstellt: 12. Sep 2010, 15:57
Tag,

"am Tonarm keinerlei Beschriftung" - am Tonarm gelten die Farben der Kabel. Wenn die Kabelenden, d.h. deren Ummantelung, nicht farblich gekennzeichnet sein sollten, also die Ummantelung ist irgend neutral oder durchsichtig oder grau oder in einem Einheitsfarbton, dann hat da der Voreigner Mist gebaut. Um die korrekte Kombination zu finden, bedarf es alsdann eines Meßgerätes (oder einen Vierer im Lotto).

Nachsatz: Falls die Headshell (Tonkopfträger) mit Kabeln ohne den Farbcode versehen sein sollte, typisch gilt dann dieses Arrangement: Von vorn gesehen - Links oben = L+, Weiß, Rechts oben = R+, Rot, Links unten = L-, Blau, Rechts unten = R-, grün.

Freundlich
Albus


[Beitrag von Albus am 12. Sep 2010, 16:40 bearbeitet]
MrNovember
Schaut ab und zu mal vorbei
#13 erstellt: 12. Sep 2010, 17:07
Mit Glücksspielen hatte ich noch nie so sehr. Also der Tonarm ist ein standardmäßiger TP 16 MK IV. Ich habe mal ein Bild angefügt (entschuldigt die schlechten Lichtverhältnisse). Der müsste doch eigentlich wie jeder andere Tonarm der Baureihe verkabelt sein.
Und zu Großmoguls Frage: Ich habe es mal ausprobiert und das Ergebnis war ein schreckliches Brummen und ein noch leiseres Signal.

Gruß,
Mr November


http://s10.directupload.net/images/100912/pi43gqkn.jpg
Albus
Inventar
#14 erstellt: 12. Sep 2010, 18:48
Tag erneut,

ja, nach internationaler Farbcodierung sollte die Headshell dann auch dazugehörig mit Litzendrähten versehen sein. Du zeigst die Headshell (Tonkopfträger) nicht, so kann man davon ausgehen, dass die Litzen zum Anschluss an den Tonabnehmer korrekt farbcodiert sind wie beschrieben. Der Steckkontakt zwischen HS und Tonarm dann wie schon ausgeführt: L+/Weiß, R+/Rot oben, dort von links nach rechts, darunter L-/Blau, R-/Grün.

Freundlich
Albus
Albus
Inventar
#15 erstellt: 13. Sep 2010, 09:05
Tag,

ich möchte doch noch etwas hinzufügen. - Probe: Tonabnehmer ist farbcodiert korrekt montiert, Tonkopfträger ist korrekt auf den langen Hebelarm montiert, das Verbindungskabel des PL ist korrekt aufgesteckt, RCA/Cinch-Stecker am Verstärker, die Masseverbindung steht ebenfalls. Verstärker Input-Selector steht auf Phono, Verstärker ON, Plattenspieler ON, Teller dreht ohne Platte, der Tonarm wird so bis Mitte eingeschwenkt, liegt auf der Liftbank auf. Darum geht es jetzt: Volumesteller auf 10:00 Uhr (-28 dB bei Skala) - zu beobachten ist der Brumm unter zwei Bedingungen. Erstens: Ausgangsposition wie oben; zweitens: der RCA/Cinch-Stecker wird angefasst. Wegen der Vermutung von Kabelbruch oder Durchoxidation von alten Lötstellen diese Probe. Anschließend wiederholen mit Volume 14:00 Uhr (Skala -8 dB).

Nimmt der Brumm bei Berührung zu, dann ist die Vermutung wie oben gestützt. Daraus folgte die Notwendigkeit, den Pfad vom Tonabnehmer bis Stecker durch zu messen. Tonabnehmerkörper altern fast nicht, da vergossen.

Freundlich
Albus
MrNovember
Schaut ab und zu mal vorbei
#16 erstellt: 13. Sep 2010, 14:40
Vielen Dank für die Erläuterungen. In der Tat wird das Brummen lauter, jedoch nicht allzu stark. mit was für einem Gerät würde man diese Messungen denn vornehmen?

Gruß,
MrNovember
Albus
Inventar
#17 erstellt: 13. Sep 2010, 18:34
Tag,

gut, dann ist ein Schritt der Annäherung an die Bedingungen der Fehlfunktion getan. - Als Kontroll-/Meßgerät kommt jedes Mulitmeter in Frage, typisch ein DMM, Digitales Multimeter, aber auch ein analoges Multimeter für € 20-30 taugt für den einfachen Zweck, zu finden im üblichen Fachhandel, wie Conrad electronic oder Reichelt.

Kann der Stecker vielleicht gar aufgeschraubt werden, für einen Blick auf die Drahtenden im Lötklumpen?

Freundlich
Albus
MrNovember
Schaut ab und zu mal vorbei
#18 erstellt: 14. Sep 2010, 14:05
Ich habe mir das nun ein wenig überlegt, aus klangtechnischer Sicht sollte der Einbau neuer Cinchkabel bzw eines Cinchterminals ohnehin eine Verbesserung darstellen. Daher werde ich dies wohl machen lassen. Muss ich mir dann noch sorgen machen, dass eventuell der defekt in der Tonarmverkabelung liegen könnte. Oder kann ich dies durch Messungen mit einem Multimeter ausschließen. Was wird denn überhaupt gemessen?

Gruß,
MrNovember
Albus
Inventar
#19 erstellt: 14. Sep 2010, 16:25
Tag,

wenn ein Kabelabschnitt erneuert wird, wie gemeint, vom PlSpieler-Board bis Verstärker, dann gehört ein Durchmessen der gesamten Kabelstrecke zum Handwerk. - Gemessen wird der Widerstand zwischen Anfang und Ende; wenn in Ordnung, dann wenige Ohm, wenn defekt, dann zwischen x und unendlich.

Wer's dann machte, derjenige kann auch den Tonabnehmer kurz prüfen, messtechnisch.

Freundlich
Albus


[Beitrag von Albus am 14. Sep 2010, 16:26 bearbeitet]
MrNovember
Schaut ab und zu mal vorbei
#20 erstellt: 18. Sep 2010, 12:20
Um das zu Ende zu führen:
Der defekt lag beim System. Habe heute ein neues Ortofon VM Red in Betrieb genommen. Und es hört sich schon sehr gut an.
Das Kabel werde ich aber trotzdem wohl noch erneuern lassen.
Vielen Dank für die Hilfe noch einmal.

Gruß,

Mr November
Albus
Inventar
#21 erstellt: 18. Sep 2010, 12:53
Tag,

tja, dann viel Freude mit den Schallplatten und dem wiederbelebten Plattenspieler.

Freundlich
Albus


[Beitrag von Albus am 18. Sep 2010, 12:54 bearbeitet]
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