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Identifizierung Nachbau-Nadel

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sschall
Stammgast
#1 erstellt: 23. Sep 2010, 13:37
Hallo,
kann mir jemand sagen, von welcher Firma die abgebildete Nachbau-Nadel auf dem Shure V15 III ist? Das Zeichen sieht aus wie ein "Q" - oder so ähnlich.
Danke und GrußIdentifizierung Nachbaunadel
sschall
Stammgast
#2 erstellt: 24. Sep 2010, 18:46
Ja - wie denn, was denn - habe ich einen so exotischen Nachbau, daß keiner der Experten ihn kennt? Sollte ich mit dieser Frage eventuell im Bereich "Hifi-Klassiker" besser aufgehoben sein? Also ran ihr Kenner, laßt mich von Eurem profunden Wissen profitieren.....
Fhtagn!
Inventar
#3 erstellt: 24. Sep 2010, 19:28
Anhand des Nadelschutzes kann man nicht bestimmen, was das für ein Nachbau das ist.
Überhaupt ist das sehr schwer, nur die einfachen Pfeiffer Nadeln fallen durch ihren dünnen und recht langen Nadelträger auf.

MfG
Haakon
sschall
Stammgast
#4 erstellt: 24. Sep 2010, 20:48
Einige Nachbauten kann man durchaus an ihrem Nadelträger identifizieren - daher hatte ich gehofft, daß das auch bei diesem der Fall sein würde.
richi44
Hat sich gelöscht
#5 erstellt: 25. Sep 2010, 06:31
Es ist unbestritten ein Nachbau. Ob es da von Belang ist von wem der stammt?...
Tatsache ist, dass es bei den Nachbauten gute und schlechte gibt. Und da ein Händler für Nadeln normalerweise einen Lieferanten hat, weiss er nicht, woher die Nachbauten stammen.
Und solche Nadel-Grosshändler liefern nicht an Privatkunden, sondern an den Einzelhandel. Daher wirst Du vielleicht bei deiner Q-Nadel fündig, nicht aber wenn gar nichts drauf stehen würde.

Der generelle Unterschied zwischen Original und Nachbau ist einmal der Nadelschliff und zweitens die bewegte Masse. Wenn Du Dir eine Nadel des Shure M75-6 anschaust und das Original der V15, so ist deren Trägerröhrchen deutlich dünner als bei der N75 und auch der Magnet ist schlanker. Dies verringert die bewegte Masse und daher kann die Nadel leichter der Rille folgen. Oder sie macht gleich viele Verzerrungen, aber bei geringerem Auflagegewicht.
Zum zweiten kann man mit einem guten Mikroskop den Schliff anschauen. Konische Schliffe sind kein Problem, also ist oft der Nachbau einer N75-6 genau so gut wie das Original.
Bei eliptischen Nadeln aber gibt es die Originale, die im Querschnitt wirklich eliptisch sind und es gibt Nachbauten, bei welchen konische Nadeln einfach an der Front- und Rückseite flach geschliffen wurden. Die eigentlichen Laufflächen sind nach wie vor konisch. Und würden die Übergänge von konisch zu flach die Rille abtasten (das sind dann messerscharfe Kanten!), so würde die Platte beschädigt.

Wenn es sich also um ein preiswertes System handeln würde, wäre ein Nachbau kein Problem (aber auch kein preislicher Vorteil), weil das Original nicht besser wäre. Handelt es sich aber wie beim V15 um eine gehobene Klasse, muss der Nachbau runter, egal wie er heisst und wer ihn produziert hat.
Ein Nachbau ist für den Handel nur interessant, wenn er billiger ist, sonst ist es leichter das Original zu verkaufen. Ein Nachbau kommt also nur dort in Frage, wo es keine Originale mehr gibt. Aber dann würde ich das System wechseln und mich nicht auf derlei Experimente einlassen.
kölsche_jung
Inventar
#6 erstellt: 25. Sep 2010, 07:02

richi44 schrieb:
.... Ein Nachbau kommt also nur dort in Frage, wo es keine Originale mehr gibt. Aber dann würde ich das System wechseln und mich nicht auf derlei Experimente einlassen.

Aber gerade beim V15III sind -denke ich- genug Erfahrungen mit der Jico-SAS-Nadel gemacht ... der Nachbau stellt wohl kein "Experiment" mehr dar.
... wobei ich dir ansonsten Recht gebe ...
Bepone
Inventar
#7 erstellt: 25. Sep 2010, 07:04
Hallo,


sschall schrieb:
Einige Nachbauten kann man durchaus an ihrem Nadelträger identifizieren - daher hatte ich gehofft, daß das auch bei diesem der Fall sein würde.


OK, zeig' doch bitte mal ein Bild vom Nadelträger (den sieht man bis jetzt nämlich nicht, sondern nur den Nadelschutz )
Da kann man zumindest auf die Verarbeitungsqualität schließen.


Gruß
Benjamin
Hörbert
Moderator
#8 erstellt: 25. Sep 2010, 08:50
Hallo!

@richi44



Ein Nachbau kommt also nur dort in Frage, wo es keine Originale mehr gibt. Aber dann würde ich das System wechseln und mich nicht auf derlei Experimente einlassen.


Das ist generell richtig, aber gerade für das Shure V-15/III gibt es mittlerweile eine gute Nachbaunadel der Firma Jico und auch einige Retippings mit Shibata-Schliff die recht gute Ergebnisse liefern. Diese Nachbaunadeln respektive retippte Nadeln sind aber ebenso teuer oder sogar teuerer als die Originalnadeln waren.

Auch für einige anderen Systeme (z.B. Technics EPC-205, alle Varianten) gibt es mittlerweile hochwertige Nachbauten die dem Original Qualitativ entsprechen.

Allerdings sind das biaslange noch Sonderfälle und die Regel lieber ein neues hochwertiges System zu verwenden anstatt eines ehemals teueres System mit Nachbaunadel gilt für das Gros der Nachbaunadeln nach wie vor.

MFG Günther
sschall
Stammgast
#9 erstellt: 25. Sep 2010, 10:45
Na also, Leute, geht doch . Zunächst einmal Dank für Eure Beiträge - ist einfach ein prima Forum.
@bepone: Du hast natürlich recht, meine Formulierung bezüglich des Nadelträgers war Quatsch - ich meinte natürlich den Nadelschutz, anhand dessen man manche Hersteller von Nachbauten erkennen kann.
@richi44:
Ich habe die Frage deshalb gestellt, weil mir dieser "Q"-Nachbau etwas besser gefällt als der eines Bucht-Anbieters aus der Schweiz, den ich auch besitze. Sollte ich noch einmal einen "Q"-Nachbau kaufen wollen (diesen habe ich nicht selbst erworben, sonst wüßte ich natürlich trotz meines fortgeschrittenen Alters noch, wo ich ihn gekauft habe ), müßte ich natürlich eine Adresse/Herstellerfirma haben.
Mal schauen, ob nicht doch noch jemand das Teil kennt. Ansonsten bin ich durchaus wieder ein wenig schlauer geworden...
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