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Thorens TD160 welches Anschlußkabel ?

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linuxschmied
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 26. Sep 2010, 15:31
Hallo, habe vor einigen Monaten einen Thorens TD160 mit Audio Technica AT 120 System erstanden. Bis auf den TA ist das Gerät anscheinend im Originalzustand. Nachdem ich häufiger Aussetzer zu beklagen hatte, habe ich bereits die Headshellkabel getauscht und es wurde besser.

Jetzt habe ich noch ein gebrauchtes Dynavector Highoutput-MC System besorgt und würde in dem Zuge auch gerne das original NF-Kabel austauschen.

Phono-Vorstufe ist zur Zeit eine Pro-Ject Phono Box II, aber der nächste Trödelmarkt kommt bestimmt, es wird also wahrscheinlich nicht bei diesem Gerät bleiben.

Meine Frage wäre jetzt, mit welchem NF-Kabel ich das Originalkabel am besten ersetze, sodass es auch noch klingt ?

Über eure Unterstützung wäre ich als Vinyl-Anfänger sehr dankbar
silberfux
Inventar
#2 erstellt: 26. Sep 2010, 16:21
Hi, ziemlich gut ist das Sommer Albedo. Sind denn die Aussetzer wirklich ganz vorbei? Sonst musst Du wohl auch noch das Tonarminnenkabel testen.

BG konrad
linuxschmied
Ist häufiger hier
#3 erstellt: 26. Sep 2010, 16:32
Hmm, also es handelte sich eher um Anlaufschwirigkeiten, der Plattenspieler lief häufig zu Beginn nur auf einem Kanal, wenn ich dann mal die Kanäle am Vorverstärker getauscht und wieder zurück getauscht habe, dann waren und blieben beide Kanäle da.
Mit den "neuen" Kabeln (aus dem Müll)tritt es nur noch extrem selten auf, aber ich traue dem Tonabnehmer und den alten Anschlußkabeln nicht.

Vielen Dank jedenfalls, für die freundliche Unterstützung :-)
Hörbert
Moderator
#4 erstellt: 26. Sep 2010, 17:28
Hallo!

Wahrscheinlich liegt es eher an den alten vergossenen Cinchsteckern des Phonokabels. Genau hier bricht das Kabel am Häufigsten. An deiner Stelle würde ich erstmal die beiden alten Stecker einige Zentimeter über den Steckern abschneiden und neue Stecker anlöten. Damit sind bei ca. 80-90% aller dieser Fälle das Problem behoben. Bei den restlicheen Fällen sitzt der Kabelbruch zumeist an der Stelle wo das Kabel die Zarge verläßt. Wenn du eines der normalen Thorenskabel verbaut hast dann ist das etwa 1,20 Meter lang, auch hier kannst du dann kürzen und neu am Tonarm anlöten.

MFG Günther
linuxschmied
Ist häufiger hier
#5 erstellt: 26. Sep 2010, 18:10
Also die Cinchstecker zu tauschen wäre kein Problem, damit habe ich auch andere Plattenspieler schon wieder gängig gemacht, aber es hieß, dass ich bei diesen Geräten das komplette Kabel austauschen sollte.

Würde es denn klanglich einen Zugewinn bringen, wenn ich das Kabel austauschen würde ?
Hörbert
Moderator
#6 erstellt: 26. Sep 2010, 18:26
Hallo!

Wieso sollte es das? Die alten Thorens-Ingenieure wussten mit einiger Sicherheit was sie taten.

Das Phonokabel ist mit Sicherheit kapazitätsarm genug um damit auch kritischere MM-Systeme nutzen zu können.

Andere Kabelparameter die einen klanglichen Einfluß haben könnten sind hier nicht vorhanden.

MFG Günther
linuxschmied
Ist häufiger hier
#7 erstellt: 26. Sep 2010, 18:43
Es war halt die Rede vom grauen Bröselkabel Naja, so übermäßig hochwertig sieht es ja auch nicht aus, aber wenn es klanglich nicht nachteilig wirkt, dann werde ich es natürlich dran lassen und nur die Stecker tauschen. Mehr Geld kann man schließlich nicht sparen
Hörbert
Moderator
#8 erstellt: 26. Sep 2010, 18:52
Hallo!

Brüchige Isolierung wäre allerdings ein Grund das Phonokabel zu tauschen. Allerdings kenne ich dieses berühmte graue Phonokabel das Thorens, Dual und viele andere Hersteller in den 70gern und 80gern verbaut haben recht gut und mir ist bislang noch keines mit brüchiger Isolierung untergekommen. Deines wäre das erste von dem ich höre.

Natürlich kannst du aus Lust und Laune jederzeit das verbaute Kabel gegen ein neues tauschen, echte Vorteile hast du davon zwar nicht aber eventuell das gute Gefühl alles erdenkliche getan zu haben, das sollte man auch nicht unterschätzen.

Ein Gleichwertiges Kabel sollte halt etwa 80 Pikofarad/Meter haben. Damit wäre der Originalzustand bei ca. 1,20 Metern wieder hergestellt.

MFg Günther
Wuhduh
Inventar
#9 erstellt: 26. Sep 2010, 22:03
Nabend !

Konrad's Empfehlung ist schon ganz okay, obwohl ich persönlich andere Strippen letztendlich bevorzuge.

Die Kabelgeschichte ist diffizil. Vom positiven Aha-Effekt bis zum Fluchanfall-mit-Hängebacken kann alles passieren. Steckertausch bringt schon was.

Viel Spaß mit dem 160er ,
Erik
linuxschmied
Ist häufiger hier
#10 erstellt: 27. Sep 2010, 07:49
Ich habe das hier alles extrem ungünstig angestellt, sodass es ein Riesenaufwand ist den Plattenspieler rauszuholen. Daher hatte ich gedacht, dass es bei der Gelegenheit vielleicht sinnvoll wäre das Kabel zu tauschen.

Das Albedo hat eine Kapazität von 65pF, wäre das noch ok ?

Vielen Dank,
Max
linuxschmied
Ist häufiger hier
#11 erstellt: 27. Sep 2010, 07:50
torbi
Inventar
#12 erstellt: 27. Sep 2010, 08:36
Ein schöner Plattenspieler ist das, den hatte ich mal und trauere ihm ein wenig nach.

Das Anschlusskabel würde ich lassen, da kann ich mich den Vorrednern anschliessen. Der Wackelkontakt hört sich nach Probleme bei den Cinchsteckern an. Klangliche Vorteile sind durch einen Kabeltausch nicht zu erwarten (echt nicht ).

Was aber Sinn macht:

- Subchassis einstellen ("kolbenförmiges" Schwabbeln)
- Lager reinigen und Ölen
- neuer Riemen
- MDF-Scheibe zur Bedämpfung des Innentellers
(gibts alles bei Joel)

Auf die Konstruktion mit der Marmorplatte kann man mE verzichten. Ich habe gute Erfahrungen damit gemacht, die Zarge zu versteifen, indem man eine massive Bodenplatte einbaut (MDF). Darunter Spikes und fertig.

Lg, Torben

PS: Alternative: Direkt einen dicken Dual kaufen, hinstellen und Ruhe ist


[Beitrag von torbi am 27. Sep 2010, 08:37 bearbeitet]
linuxschmied
Ist häufiger hier
#13 erstellt: 28. Sep 2010, 18:09
Also, von dem Kabeltausch werde ich dann wohl vorerst Abstand nehmen, es scheint ja nichts zu bringen

Aber den Riemen wollte ich ohnehin mal tauschen, habe noch einen zweiten, defekten TD 160 mit gutem Riemen.
Dann wird es allerdings schwieriger, das Thema Lagerölen habe ich mir auch schon mal angesehen, laut meinem Meister sollte es ein etwas schwereres Feinmechaniköl sein. Das würde ich bei der Gelegenheit dann auch machen.
Ein Subchassis habe ich noch nie eingestellt, ist bei mir aber sicherlich mal fällig, irgendwie sah das ganze immer schon asymmetrisch aus Dem Thema muss ich mich dann wohl auch mal widmen.

Handelt es sich bei dem MDF-Scheibe um eine zusätzliche Versteifung der Zarge ?

Vielen Dank für eure Mühen, ich freue mich auch schon richtig darauf, alles umzusetzen
torbi
Inventar
#14 erstellt: 28. Sep 2010, 20:03
Hi,

neuer Riemen schadet nie.

Die richtigen Produkte zum Reinigen, Polieren und Ölen des Lagers bekommst du bei dem berühmten Joel. Hier im Forum als "violette" angemeldet; das ist direkt von der Quelle, der Herr hat früher bei Thorens gearbeitet. Lass Dich einfach mal beraten.

Beim "Thema MDF" habe ich mich etwas mißverständlich ausgedrückt. Es sind 2 Sachen:

1. Eine kleine runde MDF-Scheibe, die von innen an den Innenteller geklemmt wird. Dies verhindert das Klingeln des Innentellers (sofern aus Metall). Beim größeren TD125 sitzt das wohl die Stroboskopscheibe, die beim TD160 eingespart wurde. So wird der TD125-Zustand wiederhergestellt. Macht sich mE klanglich bemerkbar

2. Die von Dir schon vermutete Versteifung der Zarge: Den alten Pappboden einfach durch eine MDF-Platte (>10mm) ersetzen, das kann man sich genau zuschneiden lassen. Der "neue" TD160 hat an dieser Stelle zB eine Bodenplatte aus RDC. Kann man machen, aber ich finde, MDF tut's auch.

Dann würde ich noch die Kontakte am Headshell reinigen (bei meinem Exemplar gabs da auch schonmal Wackler).

Die EInstellung des Subchassis kannst du so überprüfen:
a) Ist der Teller gerade? Wenn ja, schonmal gut
b) Platte auflegen, ggf. Zusatzgewicht / Stabilzer drauf (falls verwendet - eben so, wie du Platten hörst)
c) Tonarm entriegeln und über die Platte schwenken. Nicht absenken.
d) Den Teller niederdrücken, etwa an einer Stelle in der Mitte auf der gedachten Linie zwischen Mitteldorn und Tonarmbasis, also etwas ausserhalb der Mitte
e) Loslassen und gucken, ob es wild oder konisch (gleichmäßig) wabbelt.

Wenn alles ok ist, ist der TD160 gut eingestellt und kann 10 Jahre lang in Ruhe gelassen werden. Ansonsten heisst es: Subchassis justieren, das ist eine furchtbare Fummelei.

Das in Ruhe-Lassen des Geräts ist wichtig, um nicht überall noch "Verbesserungspotential" auszumachen und wochenlang nur noch an dem Teil rumzuschrauben und zu -justieren. Das bringt dann alles nichts mehr, bitte glaub mir - ich habs gemacht damals

Lg. Torben

PS: Warum ich so viel Zeit habe, das zu schreiben: Ich sitze auf dem Sofa und bediene meinen Braun P4 (klanglich top) über die Fernbedienung


[Beitrag von torbi am 28. Sep 2010, 20:10 bearbeitet]
Wuhduh
Inventar
#15 erstellt: 29. Sep 2010, 16:08

torbi schrieb:


Klangliche Vorteile sind durch einen Kabeltausch nicht zu erwarten (echt nicht ).

...

PS: Alternative: Direkt einen dicken Dual kaufen, hinstellen und Ruhe ist :L


Ersteres ist zwar eine erhebliche Fehlaussage, aber ich möchte weder streiten noch philosophieren. Jeder hat so seine Meinung.

Zweitens: Äh, wie sieht denn Deiner Meinung nach ein dicker DUAL aus ? Ich kenne keine Geräte, die man mit Orischinalzarge als Dickschiff bezeichnen könnte.

MfG,
Erik
torbi
Inventar
#16 erstellt: 29. Sep 2010, 16:47
Hallo Erik,

ich denke, Kabelthemen sind genug diskutiert worden :)Wenn die serienmässigen Kabel die richtigen Parameter haben, warum nicht lassen?

Zu den Duals: Ich hatte das Modell 701 und habe aktuell noch einen 731q, beides hervorragende Player (mit passendem System, bei mir V15 III). Die Zarge tut da nichts zur Sache, da Direktantrieb. Den 701 hatte ich mal in eine Massivholzzarge verpflanzt, die für einen 1219 vorgesehen war - kein Unterschied im Klang.

Ferner hatte ich die Modelle 1019 und 1219 - mit Originalzarge. Der 1219 ist mE ein herrliches Gerät, wenn er in Ordnung ist und ruhig läuft. Der war in der Massivholzzarge eine Augen- und Ohrenweide. Schade, dass ich ihn in der Bucht verkauft habe

Reibradgetriebene Modelle können tatsächlich von einer stabileren Zarge profitieren, beispielsweise habe ich einen "eingesargten" Lenco L76S (mit S-Arm). Der klingt erst nach dem "Umzug" hervorragend mit viel Drive und Ruhe, vorher ziemlich nervös.

Mittlerweile finde ich, dass Arm und System bei WEITEM am wichtigsten sind. Als Antrieb nehme ich nur noch DD, weil am leisesten. Derzeit habe ich einen Braun P4 mit originalem AT30E (Braun MC-2e) - am Klang gibts nix auszusetzen, und ich werde das Gehäuse bestimmt nicht mit Bitumenmatten auskleiden oder schlimmeres...

Der Thorens ist so interessant, weil man an ihm so schön basteln kann - und warum auch nicht.

Viele Grüße, Torben


[Beitrag von torbi am 29. Sep 2010, 17:03 bearbeitet]
linuxschmied
Ist häufiger hier
#17 erstellt: 10. Okt 2010, 19:25
Also, ich habe jetzt endlich den "neuen" Tonabnehmer drauf und die Originalstecker gegen Oehlbach Cinch-Stecker getauscht.

Beim abendlichen, ersten Test zu später Stunde war noch alles ok. Heute wollte ich dann mal alles richtig einstellen und Probehören und schon trat der alte Fehler wieder auf.
Das Gerät lief wieder nur auf einen Kanal, nach dem Umdrehen von rechts und links spielt er wieder einwandfrei.

Ich hoffe mal, dass es am Anschlußkabel liegt und nicht am Tonarmkabel ?

Vielen Dank für eure Hilfe!
Grüße, Max
germi1982
Moderator
#18 erstellt: 10. Okt 2010, 20:20
Anschlusskabel kannst du auch RG 174 nehmen, zwei Meter davon kosten beim Conrad etwas mehr als zwei Euro. In der Mitte durchschneiden, bei jedem Stück an einem Ende ein Cinchstecker dran und schon passt das...Kapazitiv bist du dort bei ca. 100 pF pro Meter, ordentlich geschirmt ist das auch, das ist eigentlich für HF-Anwendungen vorgesehen.
linuxschmied
Ist häufiger hier
#19 erstellt: 19. Okt 2010, 03:58
Da ich vom Sommer Albedo hier viel gutes gelesen habe, würde ich gerne mein, vermutlich defektes Kabel, gegen dieses NF-Kabel tauschen.

Jetzt habe ich mir das Kabel angesehen und komme mit dem mechanischen Aufbau so spontan nicht zurecht. Es handelt sich ja um ein symmetrisches Kabel, demnach dürfte ich ja auch eigentlich nur eins für eine Stereoverbindung benötigen, oder ? Wie soll man das Ganze denn dann konfektionieren, so mit zwei Cinchsteckern an einem Kabel?

Vielen Dank!

Grüße, Max
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