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Frage zu v.d.Hul TA MC One special

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4-Kanal
Stammgast
#1 erstellt: 05. Mrz 2011, 12:20
Nachdem ich die Verträglichkeit mit dem SME-Tonarm in einem anderen Thread erkundet habe, hier meine Frage zu dem Tonabnehmer selbst. Ich stellte bei dem Neukauf fest, daß der Cantilever (das Röhrchen) viel zu steil angewinkelt ist - dazu auch die Nadel. Es waren eher 30° anstelle 20° und auch die Nadel zeigte nicht senkrecht zur Rille, sondern war auch stark nach hinten geneigt. Ich habe das reklamiert, was mich zusätzlich € 300 gekostet hat. Es sieht aber danach nicht viel anders aus. Ich habe auch das Gefühl, daß speziell Bläsergruppen (Jazz) etwas brazzelig klingen anstelle klarer Durchzeichnung). Das läßt sich ja auch erklären, wenn eine Nadel mit den schrägen bzw. geneigten Flanken senkrechte Rillenauslenkungen abtastet. Daher habe ich auch keine Lust, einen noch teueren v.d.Hul TA zu testen. Ich verwende MC TA von Elac mit v.d. Hul Nadel zur größten Zufriedenheit. Dort sind die Nadel und der Winkel des Cantilecvers auch vorschriftsmässig eingebaut. Ich wollte auch nur mal sehen, was die TA-Technik nach all der Schwärmerei in der Hi-Fi Presse so nach ca. 20 Jahren an Verbesserungen vorzuweisen hat - mit zweifelhaftem Erfolg. Wie sind andere Erfahrungen - speziell mit v.d.Hul?

Dietrich
Albus
Inventar
#2 erstellt: 05. Mrz 2011, 19:15
Tag,

vdH erfordert gemäß Patentschrift senkrechten Fallwinkel in die Rille, dabei sieht der Nadelträger ziemlich schräg aus; der Diamant hat vorn einen 20° Anschliff. Sofern der Winkel des Einfalls nicht hinkommen sollte, dann ist empfohlen, den Tonarm hinten schlicht um das erforderliche Maß höher zu stellen, wenn auch einige Millimeter (4-8 mm). Mein Exemplar benötigte 2,0 g statt der empfohlenen 1,5 g (vdH: mindestens aber 1,3 g). Die Abtastfähigkeit reichte bei 300 Hz bis 90 µm nominal (tatsächlich 95 µm, DHFI Nr. 2).

Meine Summe war: das kann auch ein Ortofon MC 25 FL.

Freundlich
Albus
4-Kanal
Stammgast
#3 erstellt: 05. Mrz 2011, 22:28
Hallo Albus,
Du meinst also, daß die Nadel bei v.d.Hul bzw. deren Seitenflächen durch einen speziell asymmetrischen Schliff quasi senkrecht stehen, obwohl die Nadelachse ca. 30 nach hinten geneigt ist? Ich habe auch mal so etwas in einer Sysemzeichnung gesehen. Das muß früher aber anders gewesen sein, denn bei den ersten Berichten und Abbildungen der v.d. Hul Nadel war der Schliff symmetrisch im gleichschenkligen Dreieck der Nadel.
So wie das Metallröhrchen und der draufgeklebte Diamant des neue v.d.Hul Systems von der Seite aussehen, würde man eher das Headshell etwas nach oben biegen, so daß der TA ebenfalls vorne angehoben wird und sich der Winkel damit verringert.

Dietrich
Albus
Inventar
#4 erstellt: 06. Mrz 2011, 13:04
Tag,

ich setze hier auf die Patentschrift, deren Figur 8, nebst den Erläuterungen im Text dazu:
http://www.freepatentsonline.com/4416005.pdf

Ich hatte damals (vor Monaten erst) einen Einfallswinkel von anschaulich zwischen 95 und 91 Grad beim Einbau angepeilt; die Funktionen waren danach in Ordnung (Abtasten - aber erhöhte AK von 2,0 g, Kanaltrennung, Differenztonverzerrungen - per Ortofon Test-Record No. 0002).

Freundlich
Albus
4-Kanal
Stammgast
#5 erstellt: 07. Mrz 2011, 08:41
Hallo Albus,
ich habe jetzt mal zur genauen Kontrolle für die Abwicklung der Nadel den TA unter ein Stereo-Mikroskop geschmissen und es von der Seite betrachtet. Obwohl es mit bloßen Auge oder auch mit Vergrösserungsglas so aussieht, als sei die Nadel stark von der Senkrechten abgewichen, steht sie in der starken Vergrösserung doch ziemlich senkrecht zur gedachten LP-Oberfläche. Die optische Täuschung kommt vielleicht von dem Klebematerial um den Diamanten herum.
Somit kann ich also auch das v.d.Hul beruhigt einsetzen. Vor dem Umnau nach meiner Reklamation war die N adel aber doch stark abweichend. Ich hatte auch eine Zeichnung über den idealen Stand der Nadel mitgeschickt, woran sich der Herr v.d.Hul auch erinnerte, als ich ihn auf der vorigen High End auf dieses Problem ansprach.

Dietrich
Albus
Inventar
#6 erstellt: 07. Mrz 2011, 15:10
Tag,
und Tag Dietrich,

gut ist es, steht ein Stereo-Mikroskop zur Verfügung, mir privat leider nicht, einst nur im Geschäft. - Nun, mittlerweile sind die Antriebe in dieser Richtung dann auch abgeflaut. Aber gehabt hätte ich Derartiges einst gern.

Freundlich
Albus


[Beitrag von Albus am 07. Mrz 2011, 15:11 bearbeitet]
4-Kanal
Stammgast
#7 erstellt: 07. Mrz 2011, 19:05
ich habe mein Stereomikroskop über Ebay erworben , aber als Neugerät. Der Preis "ging" einigermaßen.

Dietrich
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