Neuer Dreher: Pro-Ject RPM 1.3

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Metal-Max
Inventar
#1 erstellt: 08. Mrz 2011, 18:53
Hallo zusammen,

ich hab länger nicht mehr hier gepostet, was keineswegs daran lag, dass ich der HiFi-Religion im Allgemeinen und dem Vinyl-Kult im Speziellen abgeschworen hätte.

Jedenfalls habe ich eben einen schicken kleinen Dreher geordert, den Pro-Ject RPM 1.3. Das mitgelieferte Ortofon 2M Red werde ich wohl wieder unter die Leute bringen (Interessenten?) und dafür mal schauen, wie mein altbewährtes Ortofon MC NrII mit dem mittelschweren Arm harmoniert. Resonanzfrequenz läge im grünen Bereich (10,6 Hz), mal gucken.

Der Dreher ist mein erstes Neugerät aus dem HiFi-Bereich, alle anderen Komponenten sind entweder gebraucht oder ich trage die Sachen meines alten Herrn auf.
Dementsprechend bin ich aufgeregt wie ein kleiner Junge am Heiligabend.

Nur meiner besseren Hälfte muss ich das noch verkaufen, dürfte aber angesichts des schicken Designs im Vergleich zu den 70er-Jahre-Plastikbombern in ihren Augen eine klare Verbesserung sein.

Fotos werde ich nach Inbetriebnahme im entsprechenden Thread posten.

Gruß,
Max
J.Bond
Hat sich gelöscht
#2 erstellt: 08. Mrz 2011, 22:21
Erst einmal Glückwunsch das du Platten hörst!

Persönlich ziehe ich andere Dreher vor. Wenn
ich z.B. so was lese fühle ich mich schon
leicht veralbert!

Also ,am muss den Riemen mechanisch von 33 auf 45
umlegen und gegen Aufpreis geht das elektronisch!

Sorry aber da fühle ich mich als Kunde leicht verarscht!
afireinside1988
Stammgast
#3 erstellt: 08. Mrz 2011, 22:28
Wieso? Nicht jeder braucht eine Umschaltung von 33 auf 45 (ich habe z.B. nicht eine einzige 45er Platte)

Klar ist es insgesamt ein recht geringer Gegenwert für das ausgegebene Geld und mir persönlich macht der RPM 1.3 zu viele Kompromisse, aber er sieht zweifelsohne totschick aus und sollte Schallplatten auch halbwegs vernünftig wiedergeben können. Zumal für den Verkaufspreis schon ein recht guter Tonabnehmer montiert ist. Bei Thorens bekommt man selbst beim 700€ teuren TD295 MK4 noch ein AT95 angedreht.
J.Bond
Hat sich gelöscht
#4 erstellt: 08. Mrz 2011, 22:46
Da hast du sicher Recht wenn man nur eine
Plattensorte hört.
Allerdings war das eben zur Plattenhochzeit
einfach Standard ohne mechanisch einzugreifen
beide Varianten zu hören und das bei den billigsten
Drehern.
Detektordeibel
Inventar
#5 erstellt: 08. Mrz 2011, 23:14
Nicht gleich die Laune vermießen.

Platten hören kann man damit, das es für ein gutes P/L Verhältnis 100€ zu teuer sein mag ist ne andere Geschichte. Aber die Optik wiegt das halt bei manchen auf.

Manche wollen halt Partout kein Gerät das nach DJ-Dreher oder High-Tech aussieht.
Metal-Max
Inventar
#6 erstellt: 08. Mrz 2011, 23:37
Was die fehlende elektronische Umschaltmöglichkeit angeht:
Ich habe tatsächlich 99,9% 33er Platten, die werde ich nicht vermissen.

Das P/L-Verhältnis darf man natürlich nicht mit Geräten aus der TT-Hochzeit vergleichen, die Stückzahlen sind einfach ungleich geringer. Das P/L-Verhältnis gemessen an heutigen Maßstäben dürfte durchaus in Ordnung gehen, auch wenns nicht der in der Fachpresse erwähnte "Knaller" ist.

Bisher hatte ich Vollautomaten und vollziehe diesen Wechsel zum Purismus und modernerem Design hin ganz bewusst. Sollte mich der Dreher nicht überzeugen, also klanglich weit hinter meinen bisherigen zurückbleiben, geht er einfach wieder zurück.

Wenn der Tonarm aber mit dem Ortofon MC Nr II einigermaßen harmoniert, kann im Grunde genommen nicht viel schief gehen.

Ich bin jedenfalls gespannt.
J.Bond
Hat sich gelöscht
#7 erstellt: 09. Mrz 2011, 00:23
Ja würde mich freuen wenn du eine ehrliche
Meinung zu dem Dreher schreibst!
johnny78
Stammgast
#8 erstellt: 09. Mrz 2011, 02:25

Metal-Max schrieb:
Wenn der Tonarm aber mit dem Ortofon MC Nr II einigermaßen harmoniert, kann im Grunde genommen nicht viel schief gehen.


Sehe ich genauso, alles andere - Haptik und Optik betreffend - ist eine Frage des persönlichen Geschmacks.
In den meisten Fällen dürfte es äußerst schwer sein in einem Blindtest bei gleichem TA - vorausgesetzt natürlich TA und Tonarm harmonieren miteiander - zwischen Deinem Pro-Ject und anderen Vintage-PS Klangunterschiede herauszuhören.

Bin auf Deinen Bericht gespannt.

Gruß
Christian
Metal-Max
Inventar
#9 erstellt: 10. Mrz 2011, 00:13
So, der Dreher ist heute gekommen. Eben hab ich ihn aufgebaut und den Tonabnehmer gewechselt (etwas fummelig, weil Headshell nicht abnehmbar) und justiert, dann direkt losgelegt.
Erster Eindruck: keineswegs enttäuschend, er kann locker mit meinen anderen Geräten mithalten, auch wenn er etwas anders klingt.

Am Anfang hatte ich kurz ein Schreckmoment, ich hörte ein Motorgeräusch, das aber nicht aus den Lautsprechern kam. Schnell hatte ich meine Unterlage (ein ordinäres IKEA-Lack-Produkt) als den Verursacher identifiziert. Flugs den Motorblock von der Oberfläche entkoppelt, Geräusch vollständig weg, alles klar.

Für meine Ohren ist die Auflösung sehr gut, die Bässe schön punchig und in der richtigen Mischung zwischen trocken und fett, die Detail-Höhen und knochigen Hochmitten sind voll da. Einzig in den Tiefmitten ist er für manch einen vielleicht etwas zu schlank, das ist aber reine Geschmackssache (und im Zweifelsfall per EQ-Anpassung zu ändern).

Was die Verarbeitung angeht: die ist sehr ordentlich, ich habe nichts zu meckern oder zu beanstanden. Die Verpackung war sicher und sauber. Im Lieferumfang waren ein ordentlich verarbeitetes NF-Kabel, eine Justage-Schablone, zwei Innensechskant-Schlüssel.

Weitere Eindrücke und Bilder folgen, bis jetzt siehts gut aus.
afireinside1988
Stammgast
#10 erstellt: 10. Mrz 2011, 00:19
Na dann Glückwunsch zum neuen Dreher.
Der RPM 1.3 Genie ist schon wirklich ein sehr schicker Dreher.

Was die Verarbeitungsqualität angeht kann ich dir nur beipflichten. Auch mein neuer Pro-Ject Xpression III ist tadellos verarbeitet, da gibts absolut nix zu meckern. Da scheint sich in den letzten Jahren also einiges bei Pro-Ject in der Qualitätssicherung getan zu haben.

Liebe Grüße
Robin
Metal-Max
Inventar
#11 erstellt: 10. Mrz 2011, 11:26
Hab eben vor der Arbeit mal kurz die neue Volbeat-Scheibe aufgelegt, da konnte ich auch nichts mehr von schlanken Tiefmitten feststellen, es war alles da.
Muss gestern Abend der erste Eindruck gewesen sein und die Anstrengung, etwas zum Bemängeln zu finden, hat mich das wohl hören lassen.

Jedenfalls klang er eben mit ausgeschlafenen Ohren einfach wunderbar, für meine Musikgewohnheiten geradezu perfekt. Untenrum etwas fetter als meine alten Dreher, sehr fein für Stromgitarrenmusik.

Auf jeden Fall sieht der Dreher auf meinem "Rack" totschick aus, Frauchen war ebenfalls begeistert.
Mal sehen, ob ich das mit den Bildern noch heute Abend schaffe, könnte knapp werden, bin noch auf einem schönen Kneipenkonzert.
Ansonsten am Wochenende.ö
Alex-Hawk
Inventar
#12 erstellt: 10. Mrz 2011, 11:36
Glückwunsch zum Pro-Ject.

Der RPM 1.3 stand vor kurzem auch auf meiner Liste. Ich hatte auch einfach Lust auf einen Dreher aus diesem Jahrtausend. Es wurde dann ein Rega P3/2000. Meiner Freundin gefällt dieses Brettdesign.

Die manuelle Bedienung ist für mich absolut kein Problem. Wünschen würde ich mir höchstens eine Endabschaltung.

Auch sonst genügt der Rega voll meinen Ansprüchen. Gehen mußte dafür übrigens mein Dual CS-1229. Schade, aber er hat einen neues Zuhause hier im Forum.

Also weiter viel Spaß mit dem Pro-Ject.

Metal-Max
Inventar
#13 erstellt: 13. Mrz 2011, 20:49
So, ich hatte mittlerweile Zeit, mich richtig einzuhören.
Ich bin weiterhin mehr als zufrieden mit dem Gerät und bereue den Kauf absolut nicht, ganz im Gegenteil.

Das MC Nr 2 harmoniert hervorragend mit dem Arm. Ich bin dazu übergegangen, die Auflagekraft etwas überhalb der empfohlenen zu fahren. 23,5mN sind eingestellt, Ortofon empfiehlt 22. Das hat die Abtastung in der Innenrille nochmal deutlich verbessert, nichts mehr zu hören von Verzerrungen bei S-Lauten.

Ein Großteil meiner Plattensammlung stellt eine Abtastsystem durchaus vor Herausforderungen, bei Death Metal kann bei minderwertiger Hardware auch schonmal nur Matsch rauskommen. Aber meine Kombo geht souverän mit jeglichem Material um, von Brei nichts zu hören.

Für meine Ohren und Hörgewohnheiten habe ich jedenfalls die richtige Entscheidung getroffen.
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