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Hilfe! Klangvergleich Technics P30/Ortofon20

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DarkMidKnight
Neuling
#1 erstellt: 19. Apr 2011, 19:36
Hallo Zusammen,

ich bin neu hier, habe bereits diverse Umbau- und Reparaturanleitungen hier im Forum gefunden (vielen Dank an dieser Stelle schonmal für die wirklich detaillierten Darstellungen)und habe auf eine für mich wichtige Frage bisher keine Antwort gefunden.

Ich habe bei der Auswahl meiner Dreher für das Wohnzimmer festgestellt, dass das P30-System meines Technics SL-D 30 anscheinend mehr Höhen liefert als es sollte (oder es ist das Beste, was ich habe). Ich betreibe es mit einer Nachbaunadel und war mit dem Klang bisher zufrieden.

Aufgefallen ist mir die Sache, als ich ein gebrauchtes Ortofon OMP 20 einbaute und weniger Höhen geliefert wurden. Die Nadel ist m. E. in Ordnung. Ich habe dann auch noch einen Dual mit Shure-System und neuer Nachbaunadel zum Vergleich gehört und dem fehlten ebenfalls die Höhen.

Ich habe eine Schallplatte mit einer CD im direkten Vergleich gehört (gleiche Aufnahme, gleicher Start und dann immer den Quellschalter umgeschaltet). Beim Ortofon und beim Shure stimmen die Höhen der Schallplatte mit denen auf der CD ziemlich überein.

Das alte P30-System liefert jedoch deutlich mehr Höhen als die CD!

Jetzt stellt sich die Frage, ob ich für das Ortofon-System eine neue Nadel (vielleicht eine 30er anstelle der 20er) kaufen soll oder aber, ob der Klang von dem Dual und dem Ortofon-System normal ist...

Kann es sein, dass die Nachbaunadel im Technics P30 einfach übertriebene Höhen abliefert?? Wenn man jahrelang so gehört hat, hat man sich an den Klang gewöhnt und weiß vielleicht nicht, was gut ist.....

Ich bin ratlos und bräuchte Hilfe, sonst werd ich noch verrückt! Ich habe berets stundenlange Umstöpsel-, Cinch-Anlöt- und Vergleichshör-Orgien hinter mir und weiss nicht, welchen Player ich aufrüsten und im Wohnzimmer lassen soll. Würde mich sehr über Antworten und Erfahrungen freuen...


P.S.:
Ich höre meist 70er Prog-Rock, ansonsten Jazz (60er+70er Jahre), Rock, Pop keine Klassik
Meine aktuelle Kette: Denon PMA 1020, Technics SL-D 30, Elac EL 110 II
Meine sonstigen Baustellen: Dual 1218 und Elac Miracord 630
Haiopai
Inventar
#2 erstellt: 19. Apr 2011, 20:01
Moin und willkommen im Forum Martin .

Als erstes mal der Rat von mir , hör auf Schallplatte und CD auf diese Art und Weise zu vergleichen , bringt nix und verwirrt nur .

1) Auch gleiche Scheiben können auf beiden Medien völlig unterschiedlich abgemischt sein , Parallelen oder Unterschiede in der klanglichen Wahnehmung sind da eher dem Zufall geschuldet .

2) Nur per Quellschalter lassen sich unterschiedliche Quellgeräte nicht vergleichen , da es zu erheblichen Pegelunterschieden kommt , die lautere Quelle gewinnt dabei praktisch immer .

Desweiteren würde ich mir keinen Kopf um allgemeine Richtigkeit machen ,ob da nun das Technics zuviel oder die anderen zu wenig Höhen liefern , kann man von hieraus schon mal gar nicht beurteilen , muss man auch nicht .

Mach es dir nicht selber schwer und wähle einfach den Dreher mit dem System aus , welcher dir am besten gefällt ,Thema durch .
Gerade bei Schallplattenwiedergabe ist die entgültige und allgemeine Wahrheit nahezu ein Ding der Unmöglichkeit, hunderttausend einzelne subjektive Beurteilungen dagegen die Regel .

Genieße einfach deine Scheiben mit dem Dreher und dem System welches dir am besten gefällt und mach dir nicht unnötig nen Kopp drüber , ob du denn auch "richtig" hörst .

Gruß Haiopai


[Beitrag von Haiopai am 19. Apr 2011, 20:02 bearbeitet]
Radiologe
Inventar
#3 erstellt: 19. Apr 2011, 21:00
hallo,
dem was Haiopai schreibt ist nichts hinzu zu fügen.

Ich habe hier die CD und Vinyl Happiness von Hurts.
Die CD ist dunkler als die Nacht,die Vinyl dagegen brilliant und klar.Die Dynamik der Platte ist zudem nicht so komprimiert wie auf der CD.

Dagegen klingen meine Vinyls von Schiller bis auf Dynamikunterschiede fast genau so wie die CD.

Gruß Markus
DarkMidKnight
Neuling
#4 erstellt: 20. Apr 2011, 18:32
Hallo und vielen Dank Euch beiden für die Antworten.

Ich habe verstanden.

Beim Vergleichhören habe ich beim Umschalten die Lautstärke manuell angepasst. Ich fand das Vergleichshören mit der CD die einzige Möglichkeit, um eine feste Konstante als "Referenz" zu erhalten, denn beim umstöpseln der Dreher vergeht wieder Zeit und das Ohr vergisst dabei. Eigentlich bräuchte man für so was einen Verstärker mit 2 Phonoeingängen...

Na wie dem auch sei, ich werd mich nun nicht mehr verrückt machen.

Ein klein wenig wundert es mich aber schon, dass ein Plastikbomber mit Standardsystem und einer Nachbaunadel so gut klingt...

Bin halt immer noch auf der Suche nach einem Vintage-Dreher, welcher hübsch anzusehen ist und mir ein ähnliches Klangspektrum liefert. Kommt Zeit kommt Dreher...

Danke + Gruß
Haiopai
Inventar
#5 erstellt: 20. Apr 2011, 19:14
Hi Martin , das muss dich nicht wundern ,die direkt angetriebenen Technics sind normal durchweg solide Konstruktionen , auch wenn die späten Modelle mit T4P die Systemauswahl einschränken und der zunehmende Leichtbau das Ganze etwas klappriger anmuten lässt .

Rumpel und Gleichlaufwerte sind aber gut beim Technics und dem Leichtbau kann man durch eine sowieso sinnvolle Maßnahme , nämlich den Dreher auf ein Wandregal platzieren ,wirkungsvoll entgegen wirken .
Zu 90 % macht eh das System die Musik und das OMP 20 was du da noch hast ist übrigens auch nicht übel .

Wenn du lieber was haptisch solideres haben möchtest , bieten sich die älteren Technics Direktläufer mit Halbzoll Systemen an .

Als relativ günstige echte Rarität kann ich dir den empfehlen , den ich auch zu Hause stehen hab , den allerersten SL 1200 ohne MK Kürzel hintendran .
Hat auch den Pitch Schieberegler noch nicht , wie die späteren Modelle .

Ein schlichtes aber sehr massives Laufwerk aus Aludruckguss und einen Tonarm , der auch höhenverstellbar ist , sprich richtig Raum zum experimentieren mit unterschiedlichen Systemen bietet .
Im Gegensatz zum MK2/MK5 bekommt man das Urmodell aber für um die 100-150 € mit ein wenig Glück .

Gruß Haiopai
Detektordeibel
Inventar
#6 erstellt: 21. Apr 2011, 00:58

Ein klein wenig wundert es mich aber schon, dass ein Plastikbomber mit Standardsystem und einer Nachbaunadel so gut klingt...


Mich auch nicht, wenn man Glück hat und eine bessere Nadel mal erwischt.

Das Technics P30 war zwar damals ein Standardsystem aber das zeigt nur das die Standards mal höher waren als heute.
Mit elliptischer Nadel war es durchaus auch im Mittelklasselineup von Technics vertreten.

Wenn dir der P30 klang besser gefällt als der "Ortofon Sound" kannst du es ja mit einer Jico-SAS Nadel nochmal deutlich aufwerten (was den Generator angeht scheint es ja bis nach oben hin zum EPC 540 identisch zu sein), würde mich gar nicht überraschen wenn dir das sogar mehr als ein OM30/40 zusagen würde.

Grad bei deiner Musikrichtung spielen diese Technics-Systeme mit ihrem "japanischen" Sound ihre Stärken aus, die sind quasi für Jazz und Fusion entwickelt worden.

Gibt übrigens auch schöne schwere Dreher mit T4P System, die schweren Tangentialen SL-7 SL-10, oder die SL-M Reihe. (SL-M2 grad bei Ebay z.B..) Technics SL-QX200/300. Pioner 707 usw.


[Beitrag von Detektordeibel am 21. Apr 2011, 01:10 bearbeitet]
Passat
Moderator
#7 erstellt: 21. Apr 2011, 09:19
Die Ursache für das "Problem" könnte eine rel. hohe Eingangskapazität des Phonoeingangs sein.

MM-Systeme reagieren darauf unterschiedlich.
Die Ortofon-Systeme kommen damit rel. gut zurecht, andere Systeme reagieren darauf mit einem starken Anstieg des Hochtons mit anschließendem starkem Abfall des Superhochtons.

Hier sieht man das schön:


Evtl. reagiert das Technics darauf deutlich empfindlicher als das Ortofon.

So etwas lässt sich rel. einfach mit einer Testschallplatte ermitteln.

Bei vielen hochwertigeren Geräten lässt sich deswegen auch die Eingangskapazität des Phonoeingangs umschalten.

Grüsse
Roman


[Beitrag von Passat am 21. Apr 2011, 09:28 bearbeitet]
DarkMidKnight
Neuling
#8 erstellt: 23. Apr 2011, 21:26
Hallo nochmal,

und Danke für Eure Antworten. Meine Entscheidung: Der Technics bleibt vorerst im Wohnzimmer und wird aufgewertet.

@ Haiopai: Danke fürs Mutmachen und für die Tipps

@ Detektordeibel: Schöne Idee mit der Jico-SAS-Nadel. Entweder werde ich mein System hiermit aufwerten oder aber für in etwa das gleiche Geld beim Willy ein "New Old Stock"-System bestellen (entweder Technics P540 oder Empire 1080 LT). Das schöne ist, dass ich das System auch auf einen anderen Dreher problemlos umschrauben kann (ich habe ja auch noch zwei andere Japaner mit T4 in Reserve).

@ Passat: Ich habe das gleiche Phänomen auch an meinem Yamaha AX 892 gehabt; ob die kapazitiven Eingangswerte an MM gleich sind, weiß ich nicht. Der Eingangswiderstand ist jedenfalls identisch. Aber die Testschallplatte ist auch eine schöne Idee (auch wenn die Gefahr besteht, sich noch mehr jeck zu machen). Mal sehen, ob ich eine finde.

Hat denn von Euch schon einer Erfahrungen mit einem "NOS"-System gemacht? Habe gelesen, dass die erst eingespielt werden müssen, da sie ein wenig verhärtet sein können...

Gruß in die Nacht!


[Beitrag von DarkMidKnight am 23. Apr 2011, 21:29 bearbeitet]
Detektordeibel
Inventar
#9 erstellt: 24. Apr 2011, 00:54
Ich würde die Jico einer Nos-Nadel in speziell diesem Fall vorziehen, der Nadelschliff ist dem Originalschliff technisch auf jeden Fall überlegen.

Wenn die NOS Systeme ordentlich gelagert wurde sollte es wegen Verhärtungen eigentlich keine Probleme geben - eigentlich.
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