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Tonabnehmer kaputt, Kaufempfehlung für neue?

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Autor
Beitrag
PatrickG
Neuling
#1 erstellt: 11. Aug 2011, 10:48
Guten Tag!
Ich bin begeisterter Schallplattenhörer, allerdings noch ziemlich auf dem niedrigsten Niveau, mit relativ wenig Wissen über die Technik.
Nun, jetzt brauche ich eure Hilfe: Mein Tonabnehmer ist kaputt, die Masse für den linken Ausgang ist defekt... (Ja, es liegt am tonabnehmer :D). Nun mal zum "System", sofern man es als solches bezeichnen kann:
Ich besitze einen Pro- Ject 1.2 P Plattenspieler, mit mir unbekanntem Tonabnehmer... (Vermutlich Standard).
Verstärker wäre ein Denon Denon PMA-700V, mit dazu eher schlechten Lautsprechern (Bessere kommen bald, jetzt will ich erstmal wieder normal Musik hören :)).

Meine Frage: ICh habe bei meinem jetztigen System ein leichtes Rauschen gehabt, an der Masse kann es nicht liegen, da konstant. Ich schwanke nun zwischen dem Audio Technica AT 95 E, dem Ortofon OM 10 und dem Ortofon OMP10 (Kann man den überhaupt an meinen Plattenspieler anschließen ?).
Würde mich über auskünfte freuen, welcher jetzt wirklich gut für den Preis ist, und über eventuelle Vorschläge anderer Tonabnehmer.
Hören tue ich praktisch alles, bis auf Metal: Das geht von Klassik bis Rock rüber zu Trance, also doch recht viel wird abgedeckt. Gibts da einen passablen Allrounder?
Freue mich auf Hilfe
8erberg
Inventar
#2 erstellt: 11. Aug 2011, 13:27
Hallo,

klarer eindeutiger Tip: da Ortofon OM 10 (besser: das OM 10 Super)
Mit der Zeit könntest Du eine Verbesserung durch Verwendung der 20er Nadel bekommen, das ist dann schon richtig was Feines.
Ein T4P-Abnehmer kannst Du bei Deinem Plattenspieler nämlich nicht anschliesen und das AT 95E ist m.M. nach nicht der Oberbrüller.

Prüfe aber vorher mal: Wenn Du mit einem Durchgangsprüfer zwischen Rot und Grün keinen Durchgang hast bzw. zwischen Blau und Weiß ist die entsprechende Wicklung im Generator kaputt. Sonst kann eigentlich bei einem Tonabnehmer nix kaputtgehen.
Dann würde ich die Verdrahtung im Plattenspieler bzw. die Chinch-Kabel checken.

Peter


[Beitrag von 8erberg am 11. Aug 2011, 13:43 bearbeitet]
PatrickG
Neuling
#3 erstellt: 11. Aug 2011, 14:24
Oh, keine Sorge, ich hab schon geprüft, der Tonabnehmer ist put :(, wird wohl die Wicklung sein, wie du erklärt hast!

Wie groß ist der unterschied zwischen dem OM10 und dem OM10 Super? Kenne mich darin nicht so gut aus..., gäbe es in dem Preissegment eventuell bessere Tonabnehmer?
Auf alle Fälle vielen Dank für die bisherige Hilfe!
LG
rorenoren
Hat sich gelöscht
#4 erstellt: 11. Aug 2011, 16:47
Moin,

versuche mal ein Shure M92 zu bekommen.
Alternativ wäre auch ein M44 evtl. für den Arm geeignet, dann aber die Version mit 0,75-1,5g Auflagekraft.

Das M92 klingt schon recht erwachsen und macht einen guten Bass.
Es ist zwar ein T4P Stecksystem, hat aber den nötigen Adapter im Lieferumfang dabei.
Sieht nicht hübsch aus, klingt dafür gut und ist auch bei Klassik erträglich.
(das sind die Billigsysteme (AT95, AT91, Birdie) eher nicht)
Es sollte nicht viel mehr als etwa 40 Euro kosten.
(Ebay)
Das M44 kostet ca 45-50 Euro.
(ich kenne es nicht persönlich, das M92 schon)

Für 20 Euro gibt es m.E. nichts wirklich brauchbares, evtl. noch das Audio Technics AT91, aber das ist weitaus schlechter als das M92.

Für 75 Euro gibt es das Shure M97xE, das noch etwas besser als das M92 sein sollte.
(kenne ich wieder nicht persönlich)

Welches System hast du jetzt dran, und wie hat dir das klanglich gefallen?
Evtl. gibt es einen Body ohne Nadel günstigst.
(z.B. OMBxx gab´s für 3 Euro oder so ohne Nadel)

Ortofon hat/te öfter mal Unterbrechungen einer Wicklung.
(schon bei div. Dual (ULM, Hersteller Ortofon) und OMB Systemen erlebt)

Gruss, Jens
PatrickG
Neuling
#5 erstellt: 11. Aug 2011, 22:11
Eben, ich kenne den Tonabnehmer nicht, ich habe den Plattenspieler defekt erhalten und wieder in Stand gesetzt :/
Es steht auch nicht oben, welcher das ist, kann mir wer sagen wo man eventuell nachschauen könnte?
Das Aussehen ist mir herzlich egal...
Gut, wäre das geklärt: Ich würde jetzt zwischen dem Shure M97xE und dem Ortofon OM10 Super entscheiden, welcher wäre jetzt wirklich der bessere zum Thema Vielseitigkeit?
WO liegen jetzt genau Stärken und Schwächen, kennt sich noch wer aus^^, der muss dann nämlich die nächsten Jahre am Project drangeschraubt bleiben
LG
rorenoren
Hat sich gelöscht
#6 erstellt: 12. Aug 2011, 05:52
Moin,

das OM10 Super kenne ich nicht, aber das OM10 ohne Super klingt nicht besonders gut.
Die Aufrüstnadeln kosten ähnlich viel wie ein komplettes System mit der enmtsprechend besseren Nadel.
So gesehen ist es zwar komfortabel (keine Neujustage), aber finanziell kein Vorteil.

Das M97xE ist für den Preis wohl schon ein sehr gutes System.
(wie gesagt, ich kenne es nicht persönlich)
Es ist übrigens auch aufrüstbar, und zwar mit einer Jico SAS Nadel.
(gibt es in Japan, kostet ca. 130 Euro?)

Ich würde schon das M92 dem OM10 (ohne Super) unbedingt vorziehen.
Es ist m.E. deutlich besser.

Wenn du ein Foto von deinem System einstellst, könnte man vermutlich erkennen, was das ist.

Gruss, Jens
8erberg
Inventar
#7 erstellt: 12. Aug 2011, 07:48
Hallo,

hat Ortofon keine Qualitätssicherung mehr? Sooo übel waren die OM 10, die mir bisher über "die Ohren gelaufen" sind nicht. OK, besser geht immer - aber für etwa 30,- Euronen...

Das OM 10 Super hat selektierte Bodies, für den Preis von knapp 65,- Euro halte ich es für ein wirklich gutes System, vor allen Dingen für Jazz und Klassik.

Peter
rorenoren
Hat sich gelöscht
#8 erstellt: 12. Aug 2011, 10:19
Moin,

das OMB10/OM10 tastet recht sauber ab und verzerrt wenig.
Es klingt relativ ausgewogen, lässt aber jede Menge Details vermissen und ist zumindest bei mir ziemlich leblos.
(in allen Drehern in denen ich es hatte)
Selbst das AT95 ist lebendiger, allerdings auch nerviger auf die Dauer.
Wirklich schlimm sind beide nicht, aber z.B. das M92 ist schon deutlich "erwachsener".
Natürlich ist alles abghängig davon, in was für einer Konfiguration es betrieben wird, und wie der Geschmack des Hörers ist.

Gruss, Jens
PatrickG
Neuling
#9 erstellt: 12. Aug 2011, 13:13
Das ist der Tonabnehmer..., mit Spendernadel, da der Plattenspieler, als ich ihn gekrigt habe, keine Nadel hatte...
EIne kleine Frage zum Project 1.2 P: Hat er einen Leichten oder eher schweren Tonarm?
Tonabnehmer
rorenoren
Hat sich gelöscht
#10 erstellt: 12. Aug 2011, 13:26
Moin,

die Nadel ist vermutlich ein Nachbau.
Sie dürfte für das Excel 70 System gedacht sein.
In dein System passt dann auch eine Shure M75 Nadel.
(vorausgesetzt, die Excel Nadel sitzt gut)

Die Excel Nadel lässt sich wegen des Plastikkragens um den Einschub nicht weit genug einführen.
Möglich, dass es deshalb nicht geht.

Es handelt sich vermutlich ebenfalls um ein Excel oder Jelco System.

Das Armgewicht steht nicht einmal in der Bedienungsanleitung:

http://www.mwaudio.de/assets/own/manual_project_12.pdf

Er dürfte aber weder sehr leicht noch sehr schwer sein.

Mit einer Compliance von etwa 20 solltest du gut im optimalen Bereich liegen.

Gruss, Jens
PatrickG
Neuling
#11 erstellt: 12. Aug 2011, 14:50
Whuhu, wir haben heir wirklich Profis am Werk
Joa, der Tonabnehmer hatte, wie gesagt, keine Nadel. Deshalb hab ich mir von irgendwoher eine besorgt, und es war eben eine von Excel =D
Da mir klar war, dass ich sowieso in nächster Zukunft einen neuen Tonabnehmer kaufen werde, war es mir auch recht egal, aber es regt mich einfach auf mit nur einem Kanal zu hören..., es klingt einfach nach nichts Und ja, der Tonabnehemr ist Put, das Ohmmeter zeigt null durhgang zwischen Masse und Leiter an..., der Rechte Kanal wiederum hat einen Durchgang zur dazugehörigen Masse.

Das Compliance, kann mir wer vernünftige Tonabnehmer nennen? So langsam bin ich ein bisschen verwirrt ;D. Habe letztens auch von Resonanzen zum Tonarm gelesen, dass bestimmte TOnabnehmer auf bestimmten Tonarmen schlechter klingen, als andere..., kann mir da wer sagen, ob das Shure M97xE oder Ortofon OM10 Super das bessere wäre? Eben Klassik ist nicht so wichtig, ich höre das ja relativ selten, Hauptaugenmerk ist eben Elektronik: Vangelis, JMJ, Kraftwerk. Und im Hintergrund stehen alle anderen Genre.
Hätte mich wohl was deutlicher Ausdrücken müssen xD
LG, und danke für die bisherige Hilfe!
rorenoren
Hat sich gelöscht
#12 erstellt: 12. Aug 2011, 16:36
Moin,

wenn der Unterschied zwischen "Super" und nicht Super wirklicvh nur der enger tolerierte Body ist, kann das M97xE nicht schlechter sein.
Dieses ist durch die Bürste am Nadelschutz auch universell einsetzbar.
Mit heruntergeklappter Bürste wird es "härter", d.h. die Compliance sinkt, ohne dass die Nadel selbst "schwerer geht".
Du hast damit 2 unterschiedliche Rsonanzfrequenzen in einem System.
So gesehen kannst du da nichts falschmachen.

Das mit der Compliance geht ungefähr so:

Tonarm leicht:
System mit hoher Nadelnachgiebigkeit (Compliance)hat am niedrigen Gewicht des Armes eine Rsonanz, die im optimalen Bereich zwischen 8 und 12 Hertz liegt. (oder so?)
Mit niedrigerer Nadelnachgiebigkeit ist die Resonanzfrequenz hoch und kann den Bereich hörbarer Frequenzen deutlich beeinflussen.
(z.B. Verzerrungen und Verbiegungen des Frequenzganges)

Am schweren Arm ist die Resonanz mit dem System niedrigerer Nachgiebigkeit gut.
Das "weiche" System "schwabbelt" über die Platte, weil es den Arm nicht korrekt mitnehmen kann.
D.h. die Resonanz liegt sehr niedrig, so niedrig, dass die Nadel schon bei nur leicht welligen Platten springen kann.
Es klingt ausserdem unpräzise, weil durch die nie 100%ige Zentrierung der Platte eine Hin- und Herbewegung der Nadel entsteht.

So ist das im Groben.
Es gibt Berechnungsmöglichkeiten, welches System in welchem Arm welche Resonanz hat.
Optimal ist der Bereich von ca. 8- 13 Hertz.

Habe gerade noch eine bessere Erklärung gefunden:

http://www.hifi-foru...ad=9822&postID=14#14

Gruss, Jens
PatrickG
Neuling
#13 erstellt: 13. Aug 2011, 10:58
Puh, das klingt fürs erste ziemlich kompliziert ;D
Doch müsste ich wissen, was ich für einen TOnarm habe, ob er leicht, mittelschwer, schwer ist, und wlecher Tonabnehmer jetzt dazu passt.
Würden die Tonabnehmer Shure M97xE oder Ortofon OM10 Super keine Probleme bereiten? Wie siehts denn mit dem Shure M92 und M44 aus?
Thehe, wenn ich so lese, verstehe ich auch, wieso die PLatten ab und zu "komisch" geklungen haben!
Freue mich auf Antwort, und ich danke schon mal für die geleistete Hilfe, und auch Verwirrung!
;D
rorenoren
Hat sich gelöscht
#14 erstellt: 13. Aug 2011, 16:29
Moin Patrick,

vorausgesetzt der Pro Ject 1.2 hat den selben arm wie der 1.2P, sollte die effektive Armmasse 9,5g sein.

Hier steht das zumindest:

http://www.hifi-regl...2f7524fd26940bb9e2c3

Damit kannst du rechnen.
(ich bin zu blöd dazu und schätze nur grob)

Hier kannst du die Liste für 9,5g Arme sehen:

http://www.vinylengi...ss=9.5&submit=Submit

Du kannst also Compliancen von 14-19 in jedem Fall verwenden, weitere abhängig vom Gewicht des Systems.
(eher mehr, da nur 8-10 Hertz vorgegeben sind)

Für andere Massen:

http://www.vinylengine.com/cartridge_resonance_evaluator.php

einfach eingeben.

Die Zahlen oben geben das Gewicht von System und Schrauben an.

Gruss, Jens
PatrickG
Neuling
#15 erstellt: 14. Aug 2011, 17:02
Danke sehr für die Hilfe.
Somit habe ich mich für den SHURE M97xE entschieden, der eine hohe Compliance besitzt, ich hoffe ich fahre damit gut.
Sollte ich jetzt einen ernsthafte Fehler machen, bitte reinwerfen und mir bescheid sagen, da ich in den nächsten Tagen bestellen werde
LG
rorenoren
Hat sich gelöscht
#16 erstellt: 14. Aug 2011, 17:20
Moin,

das Shure soll zum Hochton hin etwas abfallen, also etwas wärmer spielen.
Wenn dir das gefällt, machst du sicher keinen Fehler.
Mit einer anderen Anpassung an den Vorverstärker lässt sich das auch noch glattbügeln.
(Eingangswiderstand soll wohl idealerweise 62 kOhm betragen)

Es hat hier allerdings schon jemand das M97xE gegen ein Audio Technica AT95 "getauscht", also weggegeben, weil es ihm doch nicht so gut gefallen hat.

Es kommt halt sehr auf die Anlage und den persönlichen Geschmack an.

Gruss, Jens
Pizza_66
Inventar
#17 erstellt: 14. Aug 2011, 18:41
Stimmt, das Shure passt gut auf deinen Tonarm, der Klang des M 97 ist aber Geschmacksache. Wie rorenoren schon schrieb, spielt das Shure sehr "dezent" im Mitteltonbereich" und in den Höhen.

An einen Yamaha Verstärker klang die Kombi mit einen Pro-Ject und dem M 97 hervorragend, an meinen Denons dagegen zu verhalten.

Für schmales Geld empfehle ich deshalb gerne diesen TA:

http://www.audio-markt.de/_markt/item.php?id=5255601600&

Für meine Ohren der beste TA für unter 100 Euro.
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