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Welche Testschallplatten benutzt Ihr?

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prachtbursch
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 30. Apr 2004, 18:55
Ich habe mir noch keine zugelegt und möchte mal die Frage an Euch stellen, welche Testschallplatten von Euch so verwendet werden? Und wo deren Stärken liegen.

Speziell interessieren mich Platten die derzeit am Markt vertrieben werden, denn ich glaube es wäre nicht schlecht, wenn die noch "frisch" ist.
Ich möchte natürlich anhand der Platte so viel Parameter wie möglich abtesten.
(Vielleicht sollte sie auch der Geldtasche eines armen Studenten passen )

Danke für Eure Tips,
Gruß Clemens
buddha-brot
Ist häufiger hier
#2 erstellt: 26. Mai 2004, 02:12
Wundert mich, daß noch keiner geantwortet hat. Hier sind doch ne Menge Phonospezis. Bin erst seit gestern dabei. (Ich produziere seit 1976 Klassik"platten" (sprich: heute CDs)


SHURE TTR 110 (1973)
Shure TTR 115 (1977)

Viel besser ist die dhfi 2 (ca. 1977?).

Und noch besser ist die DIN 45 543 (1979) vom Beuth-Verlag, der auch die kompletten DIN-Norm-Blätter aus allen möglichen Bereichen herausgibt.

Problematisch ist bei diesen Platten einerseits, daß sie kein externes Medium sind: Die typischen Fehler auf LPs sind praktisch ins "Meßinstrument" eingebaut und laufen immer mit. Da ist schwer zu unterscheiden, wo der Fehler im einzelnen liegt.

Andererseits hörst Du bei reinen Meßtönen, wie erbarmungslos miserabel die Abtastung einer LP klingt! Wir wissen das natürlich schon lange, weil wir originale Analogmaster immer schon mit der Pressung (oder gar der Matrize) vergleichen konnten. Aber Laien sind oft regelrecht erschüttert, weil sie immer nur die LP zum "Vergleichen" (womit eigentlich?) hatten.
applewoi
Stammgast
#3 erstellt: 26. Mai 2004, 11:43


Andererseits hörst Du bei reinen Meßtönen, wie erbarmungslos miserabel die Abtastung einer LP klingt! Wir wissen das natürlich schon lange, weil wir originale Analogmaster immer schon mit der Pressung (oder gar der Matrize) vergleichen konnten. Aber Laien sind oft regelrecht erschüttert, weil sie immer nur die LP zum "Vergleichen" (womit eigentlich?) hatten.


hallo Buddhabrot,

man sollte dann aber auch nicht unerwähnt lassen, dass dies nur für hohe Abtastschnellen zutrifft und (hörbare, nicht messbare) Verzerrungen bei <guten> Abnehmern erst bei Auslenkungen auftreten, die auf kaum einer Musik-LP vorkommen, Disco Maxis mit 45 rpm mal ausgenommen, aber die werden auch mit ganz anderen Auflagekräften gefahren...

So "erbarmungslos miserabel" klingt es nun wirklich nicht, wie du das hier versuchst, darzustellen.
Wenn es so ist wie du sagst, dass sich viele an die Verzerrungen im Lauf der Jahre "gewöhnt" haben, warum gibt es dann immer mehr Leute, die ihren eingemotteten Plattenspieler vom Dachboden holen und wieder LP hören?
Nur Nostalgie? Glaub ich nicht...
Komisch ist nur dass man normalerweise von einem Anlagen-Upgrade nicht mehr zurückgehen möchte, wenn sich das Ohr an die sauberere Widergabe gewöhnt hat.
Bei der scheinbar überlegenen CD und bei Plattenspielern/LP´s scheint der Fall aber anders zu liegen.

gruss frank
Klaus-R.
Inventar
#4 erstellt: 26. Mai 2004, 14:22
Moin prachtbursch,

ich habe zwar einige derartige Platten, aber mehr aus sammlerischen Motiven denn um sie wirklich zu gebrauchen.

1. Hifi-News
rechts-links
Phasentest
Kanalbalance
antiskating
Abtastfähigkeit
Armresonanz lateral - vertikal
Azimuth
Leerille

2. dhfi
rechts-links
Phasentest
Kanalbalance
Rumpeltest
antiskating
Abtastfähigkeit
Übersprechdämpfung

3. Shure TTR117
rechts-links
Phasentest
Kanalbalance
antiskating
Abtastfähigkeit
Beispiele für mistracking

4. Testplatte der Analog Audio Association
Auflagekraft
Phasentest
Ortungstest
Klangbalance
Klangverfärbungen
antiskating
Leerrille
Übersprechdämpfung
Abtastfähigkeit


1 und 3 gibt's noch neu (1 bei www.dienadel.de oder www.phonophono.de, für 3 mal den deutschen Shure-Vetrieb kontaktieren), 4 gibt's als Willkommensgeschenk für neue Mitglieder (www.aaanalog.de). Dann habe ich noch mehrere holländische, die aber alle mehr oder weniger das gleiche enthalten wie 1-4.

Dann gibt's noch eine von Cardas, mal googlen für mehr info.

Zum Testen der Abtastfähigkeit empfehle ich die Telarc DG 10041 "Tschaikowsky 1812 Ouverture, Capriccio Italien, Kosakentanz". Von der 1812 gibt's 3 Versionen, 1 von Stan Ricker (schwierig), 2 weitere (einfach, sehr schwierig) von Bruce Leek geschnitten. Ich habe letztere und mein TA spielt 12 von den 16 Schüssen.


Grüsse

Klaus
buddha-brot
Ist häufiger hier
#5 erstellt: 26. Mai 2004, 22:51
<<< nicht unerwähnt lassen, dass dies nur für hohe Abtastschnellen zutrifft und (hörbare, nicht messbare) Verzerrungen bei <guten> Abnehmern erst bei Auslenkungen auftreten, die auf kaum einer Musik-LP vorkommen

Das stimmt so nicht. Meßtöne mit Spitzenschnellen von 8 cm/s liegen zwar beim Maximalpegel für Klassik, aber nicht in Bereichen, die bei Musik "nicht vorkommen"! Und erst recht nicht in Bereichen, die für Pop Spitzenschnellen sind.

Die quälende Rauheit des Klangs von Meßtönen auf LP (auch bei 6 dB Unterschnitt) erkennt das Ohr sofort als unangenehm. Sie zeigen aber, wie unvollkommen und kompromißbeladen eine LP ist. Bei komplexem Signal hört das Ohr gnädig darüber hinweg, sofern nicht der Bandmaster als unmittelbarer Vergleich im Wechsel gehört wird: Dann erkennt's auch der Laie sofort.

Ich höre auch ohne direkten Wechsel die ganzen "Schmutzparameter" und Kompromisse beim Plattenschnitt heraus, auch wenn ich den Analogbandmaster eine halbe Stunde vorher gehört habe.

Habe ich aber keinen Analogbandmaster zur Hand, wird selbst mein Ohr überlistet: Ich glaube dann z. B., daß eine Gesangsstimme (die ich nur von LP kenne) in natura offenbar leicht belegt oder rauh klingt. Ich weiß es halt nicht besser. Bis mir jemand den Bandmaster schickt, und dann gehen mir die Ohren auf!

Oder ich glaube, daß die Enge der Abbildung und die undifferenzierte Ortbarkeit vom Mastering-Menschen so gewollt war. Bis ich den Analogbandmaster höre: Der hat nämlich nicht dieses verschleiernde Übersprechen, das ja bei LP für schlechte Ortbarkeit sorgt.

<<< warum gibt es dann immer mehr Leute, die ihren eingemotteten Plattenspieler vom Dachboden holen und wieder LP hören?


Warum glauben manche Leute an Homöopathie?

Warum lassen sich manche ihre Schmerzen "wegpendeln"?

Warum werden manche Leute von UFOs entführt?

Warum glauben manche Leute, Ihre Frontscheibe würde von Fremden zerkratzt?

Warum hören in Tests Leute "besseren" Klang, wenn die Kabel dicker sind (obwohl es nur Blindkabel waren, die gar nicht angeschlossen sind)?

Ich weiß es nicht, da mußt Du einen Psychologen fragen.
applewoi
Stammgast
#6 erstellt: 27. Mai 2004, 12:10
[<<< warum gibt es dann immer mehr Leute, die ihren eingemotteten Plattenspieler vom Dachboden holen und wieder LP hören?


Warum glauben manche Leute an Homöopathie?

Warum lassen sich manche ihre Schmerzen "wegpendeln"?

Warum werden manche Leute von UFOs entführt?

Warum glauben manche Leute, Ihre Frontscheibe würde von Fremden zerkratzt?

Warum hören in Tests Leute "besseren" Klang, wenn die Kabel dicker sind (obwohl es nur Blindkabel waren, die gar nicht angeschlossen sind)?

Ich weiß es nicht, da mußt Du einen Psychologen fragen.[/q1]


Alles klar.
Ich dachte mir schon, dass Du einer von der Sorte bist.
Irgendwie drängts sich aber schon die Frage auf, warum Du dich dann berufen fühlst, im Analogforum zu "missionieren".

Was Pendel, UFo´s Autofenster und dergleichen mit Analogwiedergabe zu tun haben, wirst Du sicherlich wieder besser als ich wissen.

Ich hab übrigens auch schon mehrer Tonstudios von innen gesehen, ohne dass ich das bei jeder Gelegenheit extra erwähnen müsste.

frank
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