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Neuling mit Problemen beim Tonarm justieren

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Autor
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whatthepug
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 15. Feb 2012, 14:22
Hallo zusammen,

nachdem meine WEGA Concept 51K nun ewig problemlos lief, habe ich letztens beim Umräumen einiges verstellt, so dass sie nicht mehr gescheit lief. Heute habe ich endlich mal Zeit gefunden um den Tonarm neu einzustellen.

Ich bin dabei exakt nach Bedienungsanleitung vorgegangen, aber wenn ich dann eine Platte auflege und den Spieler starte landet Nadel nicht auf der Platte sondern außerhalb des Plattentellers. Stelle ich das Antiskating etwas niedriger als im Handbuch beschrieben, bleibt die Nadel in der Anfangsrille. Auch alle möglichen Veränderungen von Antiskating und des Einstellrings haben zu keinen Ergebnissen außer eines springenden Tonarms geführt. Bin echt ratlos, hoffe dass mir hier jemand helfen kann.

Das System ist ein Sony XL 15. Danke im voraus!
Fhtagn!
Inventar
#2 erstellt: 15. Feb 2012, 17:48
Moin,

links vom Tonarm, fast unter dem Lateralgewicht (das zweite Gewicht, dass links am Tonarm angebracht ist) befindet sich eine Schraube. Mit der kannst du den Aufsetzpunkt der Nadel einstellen.
In kleinen Schritten vorgehen, nicht gleich eine halbe Drehung an der Schraube!

Gruß
Haakon
juergen1
Inventar
#3 erstellt: 16. Feb 2012, 00:21

whatthepug schrieb:

Ich bin dabei exakt nach Bedienungsanleitung vorgegangen, aber wenn ich dann eine Platte auflege und den Spieler starte landet Nadel nicht auf der Platte sondern außerhalb des Plattentellers. Stelle ich das Antiskating etwas niedriger als im Handbuch beschrieben, bleibt die Nadel in der Anfangsrille.
Hallo,
die Nadel bewegt sich also nicht nach innen? Sogar bei reduziertem AS?
Überprüf doch mal, ob der Tonarm nicht auf der Liftbank aufsitzt. Und dann, mittels Pustetest, ob das Lager leichtgängig ist.

Wenn der Tonarm beim Absenken nach außen driftet, ist das grundsätzlich kein Problem. Dann muß eben gegebenenfalls der Aufsetzpunkt justiert werden.
Gruß
Jürgen


[Beitrag von juergen1 am 16. Feb 2012, 00:26 bearbeitet]
max130
Stammgast
#4 erstellt: 20. Feb 2012, 13:08
Servus ,

Wenn Du die Auflagebank des Liftes und die dort aufliegende Unterseite des Tonarm reinigst, sollte es besser sein.

Viele Grüsse
Stefan
whatthepug
Ist häufiger hier
#5 erstellt: 20. Feb 2012, 22:19
Zunächst schonmal vielen Dank für eure Antworten!


Fhtagn! schrieb:

links vom Tonarm, fast unter dem Lateralgewicht (das zweite Gewicht, dass links am Tonarm angebracht ist) befindet sich eine Schraube. Mit der kannst du den Aufsetzpunkt der Nadel einstellen. In kleinen Schritten vorgehen, nicht gleich eine halbe Drehung an der Schraube!


Ehrlich gesagt finde ich da keine Schraube?




juergen1 schrieb:
Hallo, die Nadel bewegt sich also nicht nach innen? Sogar bei reduziertem AS?
Überprüf doch mal, ob der Tonarm nicht auf der Liftbank aufsitzt. Und dann, mittels Pustetest, ob das Lager leichtgängig ist.


Genau, die Nadel bewegt sich nicht nach innen, erst wenn ich das AS stark reduziere und dann springt die Nadel nur noch so über die Platte. Pustetest? Welches Lager?




max130 schrieb:
Wenn Du die Auflagebank des Liftes und die dort aufliegende Unterseite des Tonarm reinigst, sollte es besser sein.


Wie bzw. womit reinige ich die Teile am besten? Einfach mit einem Microfasertuch?
max130
Stammgast
#6 erstellt: 20. Feb 2012, 22:46

whatthepug schrieb:


max130 schrieb:
Wenn Du die Auflagebank des Liftes und die dort aufliegende Unterseite des Tonarm reinigst, sollte es besser sein.


Wie bzw. womit reinige ich die Teile am besten? Einfach mit einem Microfasertuch?


Am besten sanft entfetten, mit Isopropylalkohol oder einem feuchten Brillenputztuch.
Nichts, was den Gummi austrocknen würde.
Der Gummibelag auf der Liftbank ist nicht mehr griffig genug, daher rutscht der Tonarm vom Antiskating gezogen drüber.

VG
Stefan
juergen1
Inventar
#7 erstellt: 20. Feb 2012, 23:58

whatthepug schrieb:


juergen1 schrieb:
die Nadel bewegt sich also nicht nach innen? Sogar bei reduziertem AS?
Überprüf doch mal, ob der Tonarm nicht auf der Liftbank aufsitzt. Und dann, mittels Pustetest, ob das Lager leichtgängig ist.


Genau, die Nadel bewegt sich nicht nach innen, erst wenn ich das AS stark reduziere und dann springt die Nadel nur noch so über die Platte. Pustetest? Welches Lager?

Hallo, ich weiß nicht, ob dir diese Grundlagen klar sind, deshlab erklär ichs kurz.
Also:beim Abspielen einer Platte wirkt die sog. Skatingkraft. Sie zieht den Arm nach innen, was unerwünscht ist. Die Nadel sollte möglichst neutral in der Rille sitzen, also nicht einseitig an eine der Rillenflanken gedrückt werden.
Also kompensiert man die Skatingkraft mit der Antiskatingvorrichtung (AS). Diese zieht den Arm nach außen.
Wenn also die AS aus irgendeinem Grund extrem stark eingestellt ist, könnte dies theoretisch bewirken, daß der aufgesetzte Tonabnehmer gehindert wird, sich nach innen zu bewegen. Halt ich aber für unwahrscheinlich.

Und der umgekehrte Fall dürfte auch nicht vorkommen, also daß bei ganz schwachem AS der Tonabnehmer nach innen springt. Der Tonarm hat dann zwar deutliche Tendez nach innen, müßte aber trotzdem in der Rille bleiben.

Da dürfte also irgendwas anderes bei Dir nicht in Ordnung sein.

Mit dem Pustetest überprüft man, ob das Tonarmlager leichtgängig ist. Und zwar so: AS ganz ausschalten, dann die Auflagekraft so reduzieren, daß der Tonarm schwebt. Dann den schwebenden Tonarm seitlich anpusten. Er sollte sich so, ohne zu rucken, leicht bis zur Platenmitte bewegen lassen, wenn das Horizontallager in Ordnung ist.
Das Vertikallager überprüft man, indem man (auch bei schwebendem Tonarm) Papierschnipsel auf den Tonabnehmer fallen lässt. Er sollte darauf mit Abwärtsbewegung reagieren.

Bei der Gelegenheit kannst Du dann auch gleich mal überprüfen, ob der Tonarm richtig "genullt" bzw. ausbalanciert ist. Wenn der Tonarm schwebt, muß nämlich die Skala für die Auflagekraft logischerweise auf Null stehen. Falls nicht, muß man das korrigieren durch Verdrehen der Skalenscheibe justieren. Geht bei jedem Tonarm etwas anders.

Wenn der Tonarm nicht genullt ist, stimmt auch die eingestellte Auflagekraft nicht. Gut möglich, daß das bei Dir der Fall ist.
Sieht aus, als wäre sie viel zu niedrig.

Gruß
Jürgen


[Beitrag von juergen1 am 21. Feb 2012, 00:13 bearbeitet]
juergen1
Inventar
#8 erstellt: 21. Feb 2012, 00:02

max130 schrieb:
Am besten sanft entfetten, mit Isopropylalkohol

Oder Brennspiritus.


[Beitrag von juergen1 am 21. Feb 2012, 00:12 bearbeitet]
Fhtagn!
Inventar
#9 erstellt: 21. Feb 2012, 13:52
Wie keine Schraube? Da muss eine sein.
Hier im roten Kreis:


MfG
Haakon
whatthepug
Ist häufiger hier
#10 erstellt: 27. Feb 2012, 13:45
War einige Tage unterwegs, deshalb die späte Antwort. Heute oder morgen werde ich mich dann mal an dem Gerät zu schaffen machen. Danke juergen1, dass du dir Zeit für die ausführliche Erklärung genommen hast!

Hakoon: Doch, stimmt, dieses Teil gibt es natürlich – allerdings habe ich es aufgrund der Gummibeschichtung nicht als Schraube erkannt. Sie lässt sich auch nur mit sehr sehr großem Kraftaufwand drehen.
akem
Inventar
#11 erstellt: 27. Feb 2012, 19:34

juergen1 schrieb:

Bei der Gelegenheit kannst Du dann auch gleich mal überprüfen, ob der Tonarm richtig "genullt" bzw. ausbalanciert ist. Wenn der Tonarm schwebt, muß nämlich die Skala für die Auflagekraft logischerweise auf Null stehen. Falls nicht, muß man das korrigieren durch Verdrehen der Skalenscheibe justieren. Geht bei jedem Tonarm etwas anders.

Wenn der Tonarm nicht genullt ist, stimmt auch die eingestellte Auflagekraft nicht. Gut möglich, daß das bei Dir der Fall ist.
Sieht aus, als wäre sie viel zu niedrig.

Gruß
Jürgen


DAS halte ich eher für die eigentliche Ursache...

Gruß
Andreas
whatthepug
Ist häufiger hier
#12 erstellt: 02. Mrz 2012, 12:53

juergen1 schrieb:

Bei der Gelegenheit kannst Du dann auch gleich mal überprüfen, ob der Tonarm richtig "genullt" bzw. ausbalanciert ist. Wenn der Tonarm schwebt, muß nämlich die Skala für die Auflagekraft logischerweise auf Null stehen. Falls nicht, muß man das korrigieren durch Verdrehen der Skalenscheibe justieren. Geht bei jedem Tonarm etwas anders.

Wenn der Tonarm nicht genullt ist, stimmt auch die eingestellte Auflagekraft nicht. Gut möglich, daß das bei Dir der Fall ist. Sieht aus, als wäre sie viel zu niedrig.


Hierzu habe ich eine Frage, das kam mir nämlich in der Bedienungsanleitung so seltsam vor. Dort steht:
" … Zum Einstellen des korrekten Auflagedruckes halten Sie das Tonarm-Balancegwicht, ohne es zu verändern, mit der einen Hand und drehen mit der anderen Hand den davor befindlichen Einstellring so, dass die mit "0" bezeichnete Marke mit der Mittellinie auf dem Tonarm zur Deckung kommt. Anschließend drehen Sie das Tonarm-Balancegewicht gegen den Uhrzeigersinn, bis die Skala des Einstellringes auf 1,7 steht. …"

Das "Einstellen auf 0" erscheint mir irgendwie so beliebig und die Drehrichtung wird gar nicht angegeben (wird wohl im Uhrzeigersinn sein, wenn die nachfolgende Aktion gegen den Uhrzeigersinn verläuft).
max130
Stammgast
#13 erstellt: 02. Mrz 2012, 13:19
Der Ring mit der 0 ist eigentlich nur eine "Merkscheibe".
Du balancierst also den Tonarm aus, dann stellst Du die "Merkscheibe" auf 0 ohne das Gewicht zu drehen und dann siehst Du an der Skala, wie weit Du das Gewicht Richtung Tonarm reindrehst: eben bis 1,7.

VG
Stefan
akem
Inventar
#14 erstellt: 02. Mrz 2012, 18:58
Zur Klarstellung, ist ja vielleicht nur ein Mißverständnis:
Auflagekraft 0 bedeutet, daß die Nadel unmittelbar die Platte berührt, aber die Nadel nicht von der Rille mitgenommen wird. So wird es vielleicht bildlich und klarer. Und genau damit ist auch der Begriff "ausbalancieren" gleichzusetzen.
Damit ist dann auch hoffentlich klar, warum die Skala (und nur die Skala - nicht das gesamte Gegengewicht!) in dieser Einstellung auf "0" gedreht werden muß. Eben weil da die Auflagekraft ja gleich null ist, die Nadel wird nicht von der Rille gefangen.

Gruß
Andreas
whatthepug
Ist häufiger hier
#15 erstellt: 02. Mrz 2012, 20:02
Jetzt habe ich es verstanden, danke euch beiden. So lerne ich hier also gerade die Grundlagen

Gut, dass jetzt Wochenende ist. Da kann ich mich dann morgen wirklich Mal dem Problem widmen, statt euch hier mit Fragen zum bombardieren! Ob erfolgreich oder -los, ich lasse es euch wissen.
whatthepug
Ist häufiger hier
#16 erstellt: 05. Mrz 2012, 13:56
So, das Teil läuft wieder einwandfrei. Habe eure Tipps allesamt berücksichtigt und nach einem Test ob alles in Ordnung ist habe ich dann nochmal sorgältig neu justiert und mit der Einstellschraube den Aufsetzpunkt etwas verändert (die Schraube verbirgt sich unter der Gummikappe ).

Danke nochmal! Das einzige was mir noch komisch vorkommt ist die "Wucht" mit der die Nadel auf die Platte aufsetzt, wenn ich die Nadel nicht manuell aufsetze sondern über die Automatik laufen lassen. Aber das ist im Grunde auch zu vernachlässigen, da ich die Nadel i.d.R. ohnehin manuell aufsetze.
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