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Passender Plattenspieler: MM/MC-Verwirrung

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superfalse
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 21. Feb 2012, 00:18
Hallo,

ich möchte mir einen günstigen (~60€) Plattenspieler der 70er/80er aus der Bucht angeln, habe allerdings noch eine Anfängerfrage, die ich gerne im Vorfeld geklärt hätte. Mich hat das Hifi-Fieber erst vor kurzem gepackt, dementsprechend dürftig sind meine Kenntnisse.

Als Verstärker nutze ich einen Sharp Optonica SM-1616H aus dem Jahre 1978. Ein Handbuch besitze ich nicht, konnte aber eins vom SM-1515 auftreiben, der bis auf wenige kleinere Details mit meinem Modell identisch ist. Laut diesem Handbuch hat der Phono-Eingang des Verstärkers eine Empfindlichkeit von 2,5mV und eine Impedanz von 50kOhm. Wenn ich mich nicht irre, ist das also ein MM-Eingang.

Dass ich hier also nicht ohne weiteres einen Plattenspieler mit MC-Tonabnehmer dranhängen kann, ist klar. Mein Problem ist allerdings: woher weiß ich denn, ob die in der Bucht angebotenen Plattenspieler X, Y oder Z mit einem MM-System ausgestattet sind oder nicht, wenn es nicht explizit erwähnt wird bzw. sich ergooglen lässt? Will sagen, wie kann ich denn sicher gehen, dass ein Gerät an meinem Phono-Eingang auch läuft?

Für MC-Geräte bräuchte ich einen externen Vorverstärker/Entzerrer, richtig? Wenn man einen solchen verwendet, kann man das ganze dann an einen MM-Phono-Eingang anschließen oder gehört das dann an einen Anschluss wie Aux/Tape/Tuner? Bei mir sind bereits sämtliche Eingänge belegt, außer eben Phono.

Google konnte mir mit diesen Fragen nicht so recht weiterhelfen. Meine Vermutung lautet, dass MM das vorherrschende System ist und man MC vornehmlich bei Geräten der Oberklasse findet, ich in meinem Preisbereich also kaum damit in Berührung kommen dürfte. Ist aber eben nur eine Vermutung. Würde mich freuen, wenn mich da jemand aufklären könnte.


[Beitrag von superfalse am 21. Feb 2012, 00:22 bearbeitet]
Detektordeibel
Inventar
#2 erstellt: 21. Feb 2012, 01:59
Die meisten Plattenspieler sind mit MM Systemen ausgeliefert worden, in der Bucht und für wenig Geld wirste also zu 90% einen MM tonabnehmer finden, falls nicht montierst du nach kauf einfach einen. Eine neue Nadel musst du sowieso bei jedem Gebrauchtkauf einplanen die sind fast immer fertig und der Dreher ist deswegen meist irgendwann in die Ecke geflogen.
superfalse
Ist häufiger hier
#3 erstellt: 21. Feb 2012, 02:14
Ja, sowas hatte ich mir gedacht... Stichwort Nadel: kann man hier viel falsch machen?
Detektordeibel
Inventar
#4 erstellt: 21. Feb 2012, 02:42
Da gibts meist gute und schlechtere - manchmal ist es auch ein Glücksspiel von wegen Serienstreuung. Kommt dazu immer auf das einzelne System drauf an im zweifelsfall musste halt bissel was für nen neuen Tonabnehmer einplanen (ca 100er Faustregel).

Pfoten weglassen würd ich von sphärischen Nachbaunadeln unter 20€ - gibt zwar je nach System ausnahmen aber die performance ist meistens recht schwach.

Schick uns mal paar Links von Geräten wie du sie dir vorgestellt hättest. Dann können wir dir evtl mehr dazu sagen.
superfalse
Ist häufiger hier
#5 erstellt: 21. Feb 2012, 03:25
Hier mal zwei meiner Favoriten:

Optonica RP-5100 - damit würde ich "meiner" Marke treu bleiben, Verstärker und Tuner sind ja ebenfalls Optonicas und machen einen sehr guten, hochwertigen Eindruck. Zudem gehen diese Spieler recht günstig weg im Vergleich.

Telefunken S800 - meine Mutter hat einen S900, den sie seit kurzem auf meine Initiative hin wieder benutzt. Funktionierte nach 20 Jahren Keller einwandfei und ich war positiv überrascht, was den Klang anbelangt. Denke nicht, dass ich mit dem S800 viel falsch machen könnte.

Daneben noch die üblichen Verdächtigen von Dual, u.a. den 704, CS 627 und den 1246. Wobei es hier etwas schwierig werden könnte, im Preisrahmen zu bleiben.
Meine Auswahlkriterien sind an für sich simpel: das Gerät sollte möglichst schwarz oder auch silber sein; max. 48cm breit / 39cm tief; problemlos funktionieren und ausreichend gut klingen. Und das auch noch in den nächsten 5-10 Jahren.


[Beitrag von superfalse am 21. Feb 2012, 03:32 bearbeitet]
Detektordeibel
Inventar
#6 erstellt: 21. Feb 2012, 04:56
Das sind beides solide Direkttriebler und mindestens obere mittelklasse. Da kannste denke ich wirklich wenig falsch machen.

Dual 1246 ist da vergleichsweise primitiv und kann da nicht wirklich mithalten. Die anderen beiden Dual schon eher.

Der Sharp hatte jetzt nach kurzer Recherche (ich hoffe richtig) ein AT13 als Tonabnehmer, der Telefunken ein Excel QD 700 - Also leichte Vorteile für den Sharp für das AT13 gibts mehr Nadeln noch original lieferbar. - Allerdings sieht es so aus als ob der bei Ebay ein AT95E draufbekommen hätte, aber das kann täuschen, macht aber nix.

Bei beiden Drehern sollte bei Aktuellen Systemen das AT 120E Orange oder das 440mla gut passen. Woebei das AT 120E der nachfolger des AT12 ist das stark mit dem AT13 auf dem Sharp verwandt wäre.

Sowohl nach dem Sharp als auch dem telefunken sollte die Nachfrage nicht enorm sein und werden denke ich kaum über 100€ hinausgehen. - Wenn der Sharp "deine Marke" ist, dann bemühe dich mal drum. Schaut ganz vernünftig aus die Aktion.
superfalse
Ist häufiger hier
#7 erstellt: 21. Feb 2012, 07:30
Gut, danke für die Hilfe. Dann werde ichs erstmal mit dem Optonica versuchen.

Was ist eigentlich mit Fällen wie diesem? Sieht aus, als wäre gar kein Tonabnehmersystem dran. Woher weiß ich denn, welches System an welchen Dreher passt? Allein durch bestimmte Normen?
lini
Inventar
#8 erstellt: 21. Feb 2012, 09:13

Detektordeibel schrieb:
(...) Allerdings sieht es so aus als ob der bei Ebay ein AT95E draufbekommen hätte, aber das kann täuschen, macht aber nix. (...)


Nicht ganz: Das ist ein AT71E - im Grunde schon durchaus ganz ordentlich, aber leider nicht wirklich durch bessere Nadeln aufrüstbar, denn außer der lediglich noch etwas nachgiebigeren und heutzutage schon recht raren ATN72E gab's für diese Serie keine noch hochwertigeren Nadel-Alternativen. Aber immerhin sind, anders als beim AT95E, bei den AT70ern die Nadelträgereinheiten in ihren Plastikträgern noch per Schraube fixiert, sodass man zur Not eine bessere Nadelträgereinheit einsetzen könnte. Allerdings ist das eher eine Spielweise für Experimentierfreudige mit Basteltalent...

Grüße aus München!

Manfred / lini
DUKE_OF_TUBES
Inventar
#9 erstellt: 21. Feb 2012, 09:26

superfalse schrieb:
Gut, danke für die Hilfe. Dann werde ichs erstmal mit dem Optonica versuchen.

Was ist eigentlich mit Fällen wie diesem? Sieht aus, als wäre gar kein Tonabnehmersystem dran. Woher weiß ich denn, welches System an welchen Dreher passt? Allein durch bestimmte Normen?


hallo
bei diesen dreher fehlt das headshell.

kuckst du hier!

ich an deiner stelle würde einen dreher ersteigern, wenn ich ihn habe komplett putzen und dann mal ruhig nach einer ersatznadel oder gar nach einen kompletten system schauen.

ob mm oder mc da mußt du auch schauen ob das dein verstärker bzw der vorverstärker auch kann, die meisten haben nur eingänge für mm

gruss
bo
kölsche_jung
Inventar
#10 erstellt: 21. Feb 2012, 09:56

superfalse schrieb:
...
Für MC-Geräte bräuchte ich einen externen Vorverstärker/Entzerrer, richtig? Wenn man einen solchen verwendet, kann man das ganze dann an einen MM-Phono-Eingang anschließen oder gehört das dann an einen Anschluss wie Aux/Tape/Tuner? Bei mir sind bereits sämtliche Eingänge belegt, außer eben Phono.
...

Jein
Es gibt verschiedene MC-Typen. Es gibt HighOutput-MCs, die du am MM-Eingang des Verstärkers betreiben kannst. (Beispielsweise Benz Silber=HighOutput-Variante des Benz Gold, Benz ACE zB gibt es als "L" oder "H"-Version).
LowOutput-MCs kannst du auch am MM-Eingang betreiben, dann benötigst du allerdings einen "MC-Überträger", auch "step up transformer" genannt.
(guckst du hier ... teuer, teuer ...)
Letztlich gibt es natürlich auch externe MC-Verstärker mit Entzerrer, die müssten aber an einen Line-Eingang (Aux/Tape/Tuner/CD ...) kommt für dich nicht in Frage, hast ja alle Eingänge belegt.


superfalse schrieb:
... Woher weiß ich denn, welches System an welchen Dreher passt? Allein durch bestimmte Normen?

Die Nadelnachgiebigkeit sollte zur effektiven Masse des Tonarmes passen ... eine Religion , am einfachsten ist, zu fragen, falls es notwendig wird.

klaus
juergen1
Inventar
#11 erstellt: 21. Feb 2012, 14:46

superfalse schrieb:
Woher weiß ich denn, welches System an welchen Dreher passt? Allein durch bestimmte Normen?

Die Compliance (Nadelnachgiebigigkeit) des Tonabnehmers muß zur effektiven Masse des Tonarms passen. D.h. eine günstige Resonanz ergeben.
Hier kann man es ausrechnen:Resonanzevaluator
Manche Kombinationen funktionieren aber auch sehr gut, obwohl sie rein rechnerisch nicht so gut zusammenpassen. Deswegen würd ich vorher hier nachfragen, ob Erfahrungen vorliegen.
Gruß
Jürgen
Detektordeibel
Inventar
#12 erstellt: 21. Feb 2012, 15:32

Nicht ganz: Das ist ein AT71E - im Grunde schon durchaus ganz ordentlich, aber leider nicht wirklich durch bessere Nadeln aufrüstbar,


Fürs AT70/72 gibts die Nadel 771 aktuell noch lieferbar so ist zumindest für originalen Ersatz damit noch gesorgt. - Ansonsten anderes System drauf falls man nicht basteln will, an sich ne unkritische Geschichte.
Smoke_Screen
Stammgast
#13 erstellt: 21. Feb 2012, 17:11

Detektordeibel schrieb:

Dual 1246 ist da vergleichsweise primitiv und kann da nicht wirklich mithalten. Die anderen beiden Dual schon eher. .


Tsts,da hast jetzt aber BS abgelassen nur weil du anscheinend keine Riemtriebler magst.
Der 1246 hat von den erwähnten Teilen den besten Tonarm und was Langzeitstabilität angeht
würde ich dem zutrauen noch Platten einwandfrei abzuspielen wenn die anderen beiden schon
längst im elektronischen Nirvana gelandet sind,weil der hat genau Null Elekronik an Bord.
Reine Feinmechanik.
Und jetzt stell mich bitte nicht in die Dual-Fanboy Ecke. Ich würde meinen jederzeit gegen einen
DP75 eintauschen.....
superfalse
Ist häufiger hier
#14 erstellt: 21. Feb 2012, 17:44
Danke jedenfalls für die Beratung! Wenn es noch was zu klären gibt, melde ich mich.
Detektordeibel
Inventar
#15 erstellt: 21. Feb 2012, 17:46

Tsts,da hast jetzt aber BS abgelassen nur weil du anscheinend keine Riemtriebler magst.


Nö mich hat die Wechsler-Nummer verwirrt hat. Hatte den jetzt in die 122x Schublade gesteckt, tatsächlich ist der 1246 schon ne Hausnummer da besser. :-) Sorry, bei den ganzen Nummern kommt man schonmal durcheinander.

Das er jetzt theoretisch wegen der fehlenden Regelelektronik minimal schlechteren Gleichlauf hat das fällt da in der Tat nichtmal großartig ins Gewicht.


Der 1246 hat von den erwähnten Teilen den besten Tonarm


Jetzt wirds interessant, was kann der denn alles wirklich besser?
Smoke_Screen
Stammgast
#16 erstellt: 21. Feb 2012, 18:28
Geringere Lagerreibung,dadurch bessere Abtastfähigkeit.
Auflagekraft per Federzug,dadurch höhere Abtastsicherheit bei verwellten Platten
und gleichzeitig unempfindlicher gegen nicht genaue Ausrichtung des Gerätes.
Universeller in der Auswahl des Tonbnehmers durch Gegenschwinger im Kontergewicht
der die Eigenrsonanz bedämpft.
Zugegeben,diese Vorzüge fallen kaum ins Gewicht wenn man einen TA der AT95-Klasse
unters Subheadshell schraubt. Aber man denkt ja auch etwas übers nächste Quartal hinaus.
superfalse
Ist häufiger hier
#17 erstellt: 22. Feb 2012, 16:29
Ach ja: ich habe wo gelesen, dass es sich beim Tonabnehmer des o.g. Optonica evtl. um ein VM-System handelt. Passt ein solches zu meinem MM-Anschluss?
kölsche_jung
Inventar
#18 erstellt: 22. Feb 2012, 16:41
womit die Verwirrung komplett wäre ...

eine kleine Erklärung

MM: moving magnet (bewegter Magnet)
MC: moving coil (bewegte Spule)
VM: Vinylmaster (die Verkaufsbezeichnung einer Tonabnehmerserie des Herstellers Ortofon)
guckst du Hier
... ja, die Ortofon VMs sind alles MM-Systeme
Detektordeibel
Inventar
#19 erstellt: 22. Feb 2012, 16:44
VM? Das wäre Vinylmaster von Ortofon? - Ne mit Sicherheit nicht.

Es dürfte sich mit ziemlicher Sicherheit um diesen Tonabnehmer handeln.

http://www.hifi-wiki.de/index.php/Audio_Technica_AT_71_E - Der grüne Nadelträger und das Audio Technica Logo lassen zumindest da keinen zweifel aufkommen.

Das ist auch ein MM-Moving Magnet System.
Smoke_Screen
Stammgast
#20 erstellt: 22. Feb 2012, 17:18
Yep,issn cheapo AT-MM. Ich glaub Audio Technica hält da ein Patent bei der
Anordnung der Magnete im TA. Daher die Bezeichnung "VM". Stammt aus den
Sechzigern wenn ich mich nicht irre.
superfalse
Ist häufiger hier
#21 erstellt: 22. Feb 2012, 17:34
Achso, danke für die Infos.
lini
Inventar
#22 erstellt: 23. Feb 2012, 03:42
Bei AT stand VM für "V magnet", also für ihre typische V-förmige Doppelmagnet-Anordnung.

Bei den Ortofon-VMs steht das VM hingegen für Vinyl Master - so wie das OM für Optimum Match stand. Und beide Serien sollten eigentlich VMS-MIs darstellen (VMS = variable magnetic shunt).

Grüße aus München!

Manfred / lini
superfalse
Ist häufiger hier
#23 erstellt: 24. Feb 2012, 14:35
Noch eine Frage. Bei dieser Auktion hat mich folgendes stutzig gemacht:

Bitte jedoch beachten: es muss ein Masse- bzw. Erdungskabel angebracht werden das dann mit dem Verstärker verbunden wird - es ist nicht mehr vorhanden.

Ich dachte immer, der Masseanschluss wäre bei DIN quasi im Stecker eingebaut und daher nicht als separates Kabel nötig. Oder gibt es da Ausnahmen bzw. war diese Annahme generell falsch?
kölsche_jung
Inventar
#24 erstellt: 24. Feb 2012, 14:52
bei den Duals ist die Masse mit in den Din Stecker gelegt, man kann das jedoch umbauen.
Details dazu kannst du hier nachlesen.
Smoke_Screen
Stammgast
#25 erstellt: 24. Feb 2012, 16:42
Genaus so. Wenn die Massestrippe ab ist bbei Cinch muss ne neue verlegt
werden. Iss aber kein Prob ausser bei Doppellinkshändern.
Der 604 wird aber schätzungsweise satt über deinem genannte Budget liegen.
Detektordeibel
Inventar
#26 erstellt: 24. Feb 2012, 16:44
Der schöne Sharp ist ja leider schon weg. ^^
superfalse
Ist häufiger hier
#27 erstellt: 24. Feb 2012, 17:55

Smoke_Screen schrieb:
Genaus so. Wenn die Massestrippe ab ist bbei Cinch muss ne neue verlegt
werden. Iss aber kein Prob ausser bei Doppellinkshändern.
Der 604 wird aber schätzungsweise satt über deinem genannte Budget liegen.

Die Sache ist allerdings die, dass der DIN-Stecker anscheinend eben nicht ausgetauscht wurde. Der VK schreibt ja auch, ein Adapter für Cinch sei nötig.
Der 604 ging in den etzten Monaten immer wieder mal für 45-70€ raus, mit ein bisschen Glück könnte ich also an einen kommen. Leider...


Detektordeibel schrieb:
Der schöne Sharp ist ja leider schon weg. ^^

...gehen die Geräte aber anscheinend gerade dann überteuert raus, wenn ich mitbieten will.
Das hier war ja mal wieder ein Paradebeispiel, der Optonica ging im Schnitt bisher immer für durchschnittlich 70 weg, von gelegentlichen Ausreißern einmal abgesehen. Aber dass die Preise für alten Hifi-Krempel derzeit arg hoch sind, habe ich ja schon während meiner zweimonatigen Verstärker- und Tuner-Jagd feststellen müssen.


[Beitrag von superfalse am 24. Feb 2012, 17:56 bearbeitet]
Detektordeibel
Inventar
#28 erstellt: 24. Feb 2012, 18:31
Wenn man hier im Forum drüber redet hat das glaube ich auch einen nicht zu unterschätzenden Einfluss bei den stillen Mitlesern die Google benutzen und dann als erstes hier landen. - oder gar von hier auf den Link klicken. "Oh, der schaut ja gut aus. dann nehm ich den denn doch gleich selber"

Naja, der Telefunken ist ja noch da, das Bild wirkt recht abschreckend, ich glaube da haste bessere Chancen. (wird aber ne poliererei glaub ich)


[Beitrag von Detektordeibel am 24. Feb 2012, 18:34 bearbeitet]
superfalse
Ist häufiger hier
#29 erstellt: 24. Feb 2012, 19:37
Ach, so eng sehe ich das nicht. Ist ja nicht so, als hinge mein Leben davon ab, ausgerechnet diese Modelle abzugreifen. Hat alles seine Zeit.
Smoke_Screen
Stammgast
#30 erstellt: 24. Feb 2012, 20:06

Detektordeibel schrieb:
Wenn man hier im Forum drüber redet hat das glaube ich auch einen nicht zu unterschätzenden Einfluss bei den stillen Mitlesern die Google benutzen und dann als erstes hier landen. - oder gar von hier auf den Link klicken. "Oh, der schaut ja gut aus. dann nehm ich den denn doch gleich selber"


Glaub ich auch langsam. Z.B. wenn man sagt das der Siemens RW777 wahrscheinlich ein Sanyo Q ist und der Tonarm sehr
verdächtig nach ADC ausschaut. Und dann wird noch gleich ein Ortofon VMS 20 MK2 mitgeliefert das
sehr gut zu diesem Leichttonarm passt. Imho eine absolut passende,gute Kombination. Zwar nicht
das so vielmißbrauchte High-End aber sicher irgendwo zwischen gehobener Mittelklasse und Spitzen-
klasse der damaligen Zeit anzusiedeln. Z.Z. steht der noch auf ~ 24 Ocken. Mal schauen für wieviel der
weggeht.

Zu 604: Davon sind ja immer einige im Angebot. Mit etwas Geduld kommt man noch recht günstig
dran. Allerdings nicht für 60 Ocken. Und nüchtern betrachtet bietet ein 604 außer der VTA-Einstellung
nicht hörbar weniger als ein 704. Die Arme haben dieselbe Geometrie,effektive Masse und Lagerreibung.
Gleichlauf- und Spannungsabstanddifferenzen liegen auf akademischem Niveau.
Imho diffundiert der Preisanstieg bei Top-Playern - die mittlerweile im Schnitt zu Mondpreisen gehandelt
werden - langsam zu den Modellen der oberen Mittelklasse durch.
Schuld dran sind Abzockpreisverhältnisse bei den Neugeräten und ein im Schnitt - imho - potthäßliches
Gerätedesign. Die Hersteller geben offensichtlich mehr für PR als für Entwicklung aus. Lieber den
Leuten die Hucke vollschwatzen als einmal Ing-mäßig aus der Hose kommen.
superfalse
Ist häufiger hier
#31 erstellt: 25. Feb 2012, 01:22
Ich habe den Telefunken S800 nun doch nicht genommen, da mir zum Glück noch rechtzeitig aufgefallen ist, dass der Spieler absolut gar keine Automatik besitzt. Im Gegensatz zum S900, den ich kenne und der eine autom. Tonarmrückführung /Abschaltung hat. Das sollte mein Spieler auf jeden Fall auch bieten, damit ich nicht jedes mal selbst abschalten muss.
Smoke_Screen
Stammgast
#32 erstellt: 25. Feb 2012, 02:04
Hey,vielleicht wäre das Teil ja was für dich:
Saba P910
superfalse
Ist häufiger hier
#33 erstellt: 25. Feb 2012, 02:16
Ist schon länger auf meiner Liste. Wollte ich nur nicht hier verraten.
Ich denke, ich habe mir nun genügend Informationen zusammengesucht, insbesondere über die Duals und deren individuellen Eigenheiten. Falsch machen werde ich da wohl nichts mehr, ist also nur noch eine Frage der Zeit bis der Drucker von meinem Rack verschwinden muss.


[Beitrag von superfalse am 25. Feb 2012, 02:19 bearbeitet]
Smoke_Screen
Stammgast
#34 erstellt: 25. Feb 2012, 09:56
Oh,shit. Ich alte Babbelklappe...
Falls es dann doch ein Dual werden sollte,im Dual Board
kriegst du noch sehr viel mehr Info und,solte das nötig sein,auch kompetente Hilfe-
stellung. Da gibts einige Leute die kennen jedes Gerät bis zur letzen Schraube und Feder
auswendig.
superfalse
Ist häufiger hier
#35 erstellt: 26. Feb 2012, 21:01
So... und wieder ist ein Sonntag mit vielen möglichen Kandidaten um, und allesamt gehen sie mal wieder zu absolut überdurchschnittlichen Preisen raus. Selbst dieser spartanisch anmutende Akai, zu dem man im Netz nicht viel findet außer ein-zwei Threads bei audiokarma.org, wo er auch nicht gerade über den Klee gelobt wird. Was ist denn da los in der Bucht? Liegt das einfach nur an der Jahreszeit?
Smoke_Screen
Stammgast
#36 erstellt: 26. Feb 2012, 21:09

superfalse schrieb:
.....zu absolut überdurchschnittlichen Preisen......


What ? Der Akai ist für schlappe 32€ weggegangen. Ich weiss ja nicht was du erwartest
aber die Zeiten wo Leute Schlange stehen um Plattenspieler zu "verschenken" sind mindestens
zehn Jahre vorbei,wenn es sie denn überhaupt je gegeben haben soll.
superfalse
Ist häufiger hier
#37 erstellt: 26. Feb 2012, 21:22
Mag ja sein, dass bei diesem Gerät auch 50 angemessen wären - aber wenn ich sehe, dass er in den letzten Monaten mehrmals für 10-20 den Besitzer wechselte, dann kann ich nicht mit gutem Gewissen 32+ dafür zahlen (mein Maximalgebot lag bei 31,10).
Die Zeiten der großen Ebay-Schnäppchen sind mit Sicherheit vorbei, aber wenn ich dort etwas ersteigere, dann möchte ich auch das Gefühl haben, ein gutes Geschäft gemacht zu haben, das ist eben so in mir drin, zumal ich seit der letzten Bafög-Kürzung für jeden gesparten Euro dankbar bin. Dank dieser Haltung hat es auch lange gedauert bis ich an Lautsprecher und Verstärker gekommen bin, aber das hat sich gelohnt.

Ich denke trotzdem, ich sollte mich vermehrt auf Flohmärktebn rumtreiben, anstatt noch große Hoffnungen in die Bucht zu legen. Wie bereits gesagt, es eilt ja nicht.


[Beitrag von superfalse am 26. Feb 2012, 21:25 bearbeitet]
Smoke_Screen
Stammgast
#38 erstellt: 26. Feb 2012, 23:39
Für wieviel ein Gerät versteigert wird hängt neben dem Modell auch von dessen Zustand
der Farbversion und dem Lieferumfang ab. Insofern kann der Preis letztlich ganz erheblich
variieren.
Früher,vor ein paar Jahren,konnte man noch Nicht-Top-Modelle oder solche von
Herstellern die von Sites a la Vintage Knob nicht glorifiziert wurden mehr oder minder fürn
Appel undn Ei abgreifen. Weil sich kein Dödel dafür interessierte und man nur verächtlich
auf diese "MidFi-Fräsen" runtergesehen hat. Mittlerweile hat sich das durch den gestiegenen
Bedarf - Phono ist wieder hip - und der Ignoranz der Industrie ganz erheblich verändert.
Wer keinen Brettchenplayer im britischen achtziger Jahre Frickel-High-End-Design haben
möchte und zudem noch was solides,ästetisch ansprechendes und langlebiges muss halt
den einen oder anderen - immer noch kleinen - Schein locker machen.
Zudem scheint besonders die Bucht von Wiederverkäufern überschwemmt zu sein die hoffen
mit Putzmitteleinsatz und netten Fotos schnelles Geld zu machen.
Ich mein wer setzt den überhaupt sein Altgerät in eine Auktion,wenn nicht der der das Maximum
rausholen will. Der Rest macht das im regionalen Kleinanzeigenmarkt zum FP.
Detektordeibel
Inventar
#39 erstellt: 27. Feb 2012, 02:25
Ich will ja nix sagen, aber die Beträge von denen wir reden sind in Rufweite meiner gestrigen Restaurantrechnung.
superfalse
Ist häufiger hier
#40 erstellt: 27. Feb 2012, 02:43
Aber auch solche kleineren Beträge weiß man doch gerne gut angelegt, oder? Ich muss knausrig sein, anders komme ich als Student nicht über die Runden. Von einer typischen Restaurantrechnung kann ich mir einen Monat lang Toast und Kartoffeln bei Aldi kaufen.
Also nehme ich mir die Zeit, die es braucht, um einen guten Fang zu machen.
Detektordeibel
Inventar
#41 erstellt: 27. Feb 2012, 03:00
Machs doch so, gib bissel mehr für den Plattenspieler aus, und statt Toastbrot kaufste Weizenmehl für 25ct und backst dein Brot selber, kannst dabei Platte hören und schmeckt eh besser. ^^
superfalse
Ist häufiger hier
#42 erstellt: 27. Feb 2012, 03:17
Kein schlechter Gedanke.
Ich muss allerdings auch gestehen, dass ich arg wählerisch bin, was den Dreher (und auch meinen restlichen Krempel) angeht. Die ganzen Duals zB. wollen mir optisch nicht wirklich gefallen. Und für obigen Akai hätte ich vielleicht 50 gezahlt, wäre er schwarz gewesen.
Smoke_Screen
Stammgast
#43 erstellt: 27. Feb 2012, 06:31
Tss,wovon rede ich denn....
Akai`s würd ich dir ja den 306C/307C empfehlen,aber ich tus lieber nicht sonst steigt
der Preis. Imho fand ich die letzten 206Cs die weggegangen sind auch schon ein bisserl
zuuuu teuer. War aber vorherzusehen weil je besser die Fotos,desto teurer das Gerät am
Ende.
Detektordeibel
Inventar
#44 erstellt: 27. Feb 2012, 06:34
Joah, auch der Telefunken ging für jämmerliche 32€ weg...
superfalse
Ist häufiger hier
#45 erstellt: 27. Feb 2012, 13:36
Hat nunmal keinerlei Automatik. Ob er sich immerhin von selbst abschaltet, konnte ich nicht mehr herausfinden, dafür war die Zeit zu knapp am Ende.
superfalse
Ist häufiger hier
#46 erstellt: 01. Mrz 2012, 23:52

superfalse schrieb:
Hat nunmal keinerlei Automatik. Ob er sich immerhin von selbst abschaltet, konnte ich nicht mehr herausfinden, dafür war die Zeit zu knapp am Ende.

Dazu noch eine Frage. Wie ist das denn bei den ganzen 'rein manuellen' Plattenspielern? Ist es bei denen üblich, dass sich zumindest der Motor abschaltet, sobald die Platte komplett durchgelaufen ist? Oder ist das eher die Ausnahme und die Platte dreht so lange weiter, bis man den Dreher abschaltet?
Konkretes Beispiel wäre noch der Micro Seiki Solid 1, leider findet sich selbst im Handbuch keine Antwort auf diese Frage.
Magister_Verbae
Inventar
#47 erstellt: 02. Mrz 2012, 00:31
Ist dann wie ein Käfer. Und er läuft und läuft und läuft...
Manuell heißt eben manuell. Prinzipiell ist dagegen auch nichts einzuwenden (kann ja nichts kaputtgehen), aber da man ja doch oft eher bequem ist...
Vorteil manueller Dreher: An einer Abschaltautomatik, die nicht vorhanden ist, kann auch nichts kaputt gehen. Manche sagen ihnen auch einen irgendwie besser gearteten Klang nach.

LG

Martin
superfalse
Ist häufiger hier
#48 erstellt: 02. Mrz 2012, 00:46
Automatische Abschaltung ist also ein Feature, das in Specs/Handbüchern definitiv Erwähnung finden wüde, wenn vorhanden?
und, nutzt sich denn nicht die Nadel ab wenn eine Platte stundenlang sinnlos ihre Runden dreht?

Der Nachteil, den ich für mich sehe, ist, dass ich nicht guten Gewissens eine Platte auflegen und dann schlafen gehen kann. Gefällt mir nicht, dass diese dann stundenlang weiterdreht, auch wenn dies lautlos geschieht. Ansonsten fände ich ein manuelles Gerät einfach reizvoller - bin kein Fan von verzichtbaren Features.
Smoke_Screen
Stammgast
#49 erstellt: 02. Mrz 2012, 01:21
In den Bedienungsanleitungen wird es spätestens erwähnt.
Persönlich teile ich da deine Ansicht völlig. Endabschaltung des
Antriebs mit Lift hoch sollte schon sein. Alle weiteren Funktionen
sind verzichtbarer Luxus und eine zusätzliche Fehlerquelle langfristig.
Das rein manuelle Laufwerke mit Tonarm besser klingen sollen
ist einerseits Quark,andererseits gibts die Creme de la Creme sowieso
nur separat,sprich Laufwerk + Tonarm nach Wahl. Und insofern mag die
Aussage aus diesem Blickwinkel durchaus ihre Berechtigung haben.
Der DP60L und der TD320 die ich hatte,besaßen beide eine optoelektronisch
also mechanisch kontaktfreie Endabschaltungsinitialisierung, Imho eine
optimale Sache.
superfalse
Ist häufiger hier
#50 erstellt: 05. Mrz 2012, 04:59
Da ich mittlerweile auch einige interessante Dreher gefunden habe, die keinen TA installiert haben: ist es grundsätzlich sinnvoll, einen soliden Mittelklasse-Spieler ohne TA für kleines Geld (<40€) zu kaufen und dann noch 60-100 in einen (neuen?) TA zu investieren? Oder sollte man bei einem solchen Budget eher zusehen, alles in einem zu bekommen?
Unabhängig davon stehen bei mir die Zeichen doch erstmal noch auf Sparen.
Magister_Verbae
Inventar
#51 erstellt: 05. Mrz 2012, 15:28
Man kann nur selten sicher sein, inwiefern die installierte Nadel auf einem gebraucht erworbenen Spieler noch funktionsfähig bzw. unramponiert ist. Daher ist der Neukauf eines Systems sowieso (fast) obligatorisch.
Wenn du natürlich richtig Glück hast, dann ist auf einem preislich deinem Budget angepassten Dreher schon ein gutes System verbaut und du machst einfach einen Schnapp.

LG

M.
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Sharp Optonica 5100 + ?Verstärker?
elchupacabre am 30.08.2012  –  Letzte Antwort am 31.08.2012  –  4 Beiträge
Plattenspieler und Verstärker der 70er
muffi67 am 03.09.2009  –  Letzte Antwort am 05.09.2009  –  6 Beiträge
Plattenspieler 70er bis 80er Jahre bis ca. 400 ?
maxschiffer am 05.03.2016  –  Letzte Antwort am 05.03.2016  –  11 Beiträge
Ich möchte einen Plattenspieler; Kenne mich aber nicht mit der Technik aus.
Andy4u am 24.03.2016  –  Letzte Antwort am 04.04.2016  –  51 Beiträge
Passender Plattenspieler gesucht
Feinklang am 12.02.2012  –  Letzte Antwort am 13.03.2012  –  33 Beiträge
Plattenspieler?
Norderstädter am 18.09.2007  –  Letzte Antwort am 19.09.2007  –  10 Beiträge
Sharp Optonica RP 5100 HB vom Flohmarkt
Toniton78 am 12.02.2012  –  Letzte Antwort am 16.02.2012  –  4 Beiträge
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