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Audiokassetten - optimales Aufnehmen?

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pioneer06128
Stammgast
#1 erstellt: 12. Jun 2012, 06:20
Hi Leute.

Bin seit neustem mal wieder auf die Kassette zurück gekommen, bin halt einfach fasziniert von Analogtechnik. Da ich aber im Bereich Kassette noch reltiv unerfahren bin, wollte ich nach ein paar Tips, Hinweisen und Hilfestellungen fragen.
Als Gerät steht mir das Sony TC-K 590 Deck zur Seite.
Beim Aufnehmen an sich gibt es keine Probleme, nur gibt es am Klang manchmal etwas auszusetzen.
Entweder machen ich beim Aufnehmen etwas falsch oder es liegt am verschleiß der Kassetten.
Am Anfang klingen die meisten Kassetten noch recht dumpf und verwaschen, und meistens ist eine der beiden Tonspuren nicht richtig ausgesteuert, also ein Kanal ist dann wechselhaft mal leiser als der andere.
Diese Probleme treten mal stärker und mal weniger auf. Im laufe der Aufnahme, also nach ca. 2 Minuten schon, klingt dann alles recht normal. Doch ab und zu dann während der hörens, treten Stellen auf, an denen sich der Klang wieder verdumpft und alles etwas verwaschen rüberkommt.
Also entweder mache ich wie gesagt bei der Aufnahme etwas falsch, meine Kassetten sind beschissen, oder mein Tonkopf ist hinüber, wovon ich aber mal nicht ausgehen will.

Meist verwendete Kassetten von mir:
-Sony Metal XR ( aus den 90ern)
-TDK SA90
-BASF Chrome Extra II
-BASF Chrome Super II
-EMTEC Chrome Super II

Wäre für ein paar kleine Hinweise etc. wirklich dankbar, da ich mich erst etwas einarbeiten muss in diesem Bereich.

Gruß Florian
8erberg
Inventar
#2 erstellt: 12. Jun 2012, 07:13
Hallo,

Tonköpfe und Capstan hattest Du schon gesäubert?

Wie weit steuerst Du aus?

Nutzt Du ein Rauschunterdrückungssystem?

Peter
pioneer06128
Stammgast
#3 erstellt: 12. Jun 2012, 07:24
Tonkopf und Löschkopf habe ich mit Waschbenzin und nem Wattestäbchen gereinigt. Also Original Kassetten werden auch ohne Probleme abgespielt.
Ich Steure meistens bis zur 0 db Grenze aus, ab und zu auch mal drüber, weil die Aufnahmen im Endeffekt dann doch meistens leiser sind. Rauschunterdrückung benutze ich ab und zu mal, meistens aber nur Dolby B, sonst mach ich auch viele Aufnahmen ohne Rauschunterdrückung. Die Aufnahme ohne Dolby weisen diese Probleme allerdings nicht ganz so stark auf, aber der Höreindruck täuscht, da ist es trotzdem genau so stark, nur das es sich beim abspielen mit Dolby noch schlimmer anhört. Aber wie gesagt, der verwaschene Klang taucht nur sekundenweise an manchen Stellen auf, der größte Teil vom Band klingt okay.

Gruß Flori

Edit: Capstanwelle und auch Andruckrolle wurden gesäubert. Auch der Capstan Motor wurde getauscht.


[Beitrag von pioneer06128 am 12. Jun 2012, 07:25 bearbeitet]
8erberg
Inventar
#4 erstellt: 12. Jun 2012, 11:30
Hallo,

hört sich an, als wenn Dein Gerät in der Wartung war, dann wird der auch wohl sofort eine Entmagnetisierung der Köpfe vorgenommen haben.

Möglich ist natürlich, dass die Bänder aufgrund falscher Lagerung gelitten haben.

Im Zweifelsfall mal (Aufnahme mit gar keiner Aussteuerung) einfach löschen und dann nochmals probieren.

Die Köpfe nur mit Isopropanol reinigen, vor allen Dingen die Capstanwelle kann auf Benzin merkwürdig reagieren!!!

Peter
maddin2
Stammgast
#5 erstellt: 12. Jun 2012, 11:33
Ich hätte zuerst auf ein Problem des Antriebes getippt. Verschlissene Riemen zB. Dann kann es -besonders bei Doppelcapstan- zu momentanen Azimutschwankungen kommen. die die beschriebenen Phänomene erklären könnten. Später "frisst" das Deck dann die Cassetten. Zuerst die 120er, dann auch die anderen...
Habe das besonders bei Sony-Decks erlebt. Die scheinen da empfindlicher zu sein als andere.
Wenn jedoch das LW als Störungsquelle ausfällt weil frisch gewartet, wo kann so etwas elektronisch erklärt werden? Alte Elkos, Transistoren o.ä. im Signalweg???
dual_cs_520
Stammgast
#6 erstellt: 12. Jun 2012, 12:43
Hallo Florian,

Nachdem die technische Komponente für die Soundprobleme anscheinend nicht in Frage kommt, würde ich dir raten, mal deine Tapes genauer unter die Lupe zu nehmen. Da ist in der Mitte, direkt unter dem Band, ein Stück Andruckfilz. Der ist dazu da, das Band sanft gegen den Tonkopf zu drücken. Bei alten Kassetten ist er durch falsche, oftmals zu feuchte Lagerung nicht mehr zu gebrauchen. Wenn dann der Gegendruck fehlt, klingen die Bänder dumpf, so als würde der Sound direkt aus einem Eimer kommen. Du kannst ganz einfach prüfen, ob der Filz noch was taugt. Du musst nur mit dem Finger dagegen drücken. Bleibt er zusammengedrückt und schwingt nicht mehr zum Band zurück, ist er verklebt und muss ausgetauscht werden. Geht problemlos mit Filz aus dem Bastelladen und Uhu! Ich habe das gleiche Problem, das du beschrieben hast, immer mal wieder mit alten Hörspielen. Nach dem Austausch der Filzeinlage klangen die allerdings wieder vollkommen in Ordnung.

Nach meiner Erfahrung kann ein schlechter Sound auch entstehen, wenn die Bänder schlecht aufgerollt waren, Knicke haben, abgerieben oder einfach nur ausgeleiert sind. Auch das kann man prüfen: das Band an einer schlechten Stelle stoppen, rausnehmen, einen Blick draufwerfen und vielleicht noch ein wenig von Hand weiterdrehen. So sind zumindest Schäden wie Falten oder Knicke schnell zu erkennen. Mir wurde auch mal gesagt, dass ausgeleierte Bänder unregelmäßig spulen - mal langsamer, mal erheblich schneller. Mitunter scheinen sie sogar geradezu "durchzurutschen". Da wäre dann auch nichts mehr zu machen.

Letztendlich glaube ich ohnehin, dass eher die Kassetten als der Player für einen schlechten Sound verantwortlich ist. Vor allem, wenn sie einige Jahre auf dem Buckel haben. Warum das so ist? . . . keine Ahnung . . .

Grüße,
Jörg
DOSORDIE
Inventar
#7 erstellt: 12. Jun 2012, 13:39
Das mit dem Andruckfilz kann ich mir bei den genannten Bandsorten nicht vorstellen. Wenn das mal bei Einer vorkommt, aber bei Allen? Ausserdem ist kommt das Problem mit dem zusammengedrückten Andruckfilz normalerweise nur bei Cassetten mit Schaumstoff als Federung unterm Filz vor. Bei einem Blech hab ich das noch nie erlebt, da hat sich wenn dann der Filz gelöst und das Band hatte deshalb keinen Widerstand mehr, das passiert öfter bei BASF Cassetten bis Mitte der 80er, bei den Japanern ist mir das eigentlich noch nie passiert, selbst wenn sie schlecht gelagert waren.

Die einzigen Leercassetten von denen ich das mit dem Schaumstoff kenne, sind von Memorex, ansonsten sind das doch eher Kaufcassetten. Die genannten BASF Cassetten heißen erst seit etwa 1989 so, als die Labels diese kursive Schrift, aber noch das alte eckige Gehäuse hatten. Dann kamen die mit den Diagonalen Streben, mit Cassettenfenster in der Mitte, dann komplett Durchsichtig mit schwarzem oder grauem Rahmen und die sahen dann bis auf Änderungen in der Schrift und Verschraubung bis in die EMTEC Zeit so aus, das Band war bis Mitte/Ende 90er echtes - und auch das letzte - Chromdioxidband, was ziemlich früh in die Sättigung kam, dafür war es rauscharmer als die japanischen und es ist wesentlich härter, allerdings hat man da den Nachteil von ziemlich lauten Dopplereffekten. Davor hießen die Chromdioxid Super II und danach CR-S II.

Es gibt Chargen - vor Allem ist mir das bei der Serie, die es so ab etwa 1995 gab (die nach der mit dem Digitalzahlendesign) wo ich Schwierigkeiten habe, die Cassetten neu zu bespielen. Es sind nicht Alle betroffen, aber bei denen wo das so ist, hab ich ständig Aussetzer und es klingt als wäre das Band total verschlissen. Ansonsten habe ich diese Probleme mit den BASF Bändern nicht.

Die Sony Metal XR ist ein ziemlich schwieriges Band. Da hab ich noch nie ne gute Aufnahme mit hinbekommen, auch da wars immer so, dass ich totale Dropouts hatte, bei einer Neuaufnahme, ausserdem klangen die Aufnahmen immer eher dumpf. Man braucht dafür Cassettendecks mit 3 Messtönen, sonst kriegt man die nicht eingemessen, ist bei den BASF Chrome Super eigentlich auch so, aber die sind nicht so problematisch.

Bei den SA hatte ich ein paar Probleme mit denen von Mitte der 90er und den letzten.

Die Frage ist jetzt, ob du die Bänder neu ausgepackt hast oder sie bereits bespielt waren, dann kann das nämlich grundsätzlich vorkommen. Dann kommts auch auf die Lagerung an und in welchen Geräten die jahrelang abgespielt worden sind. Man sieht das normalerweise nicht unbedingt an der Bandoberfläche. gleichmäßige Längsknicke im Band bei älteren Cassetten sind normal, die entstehen durch den Einschliff am Tonkopf - es sei denn du AKAI Tapedecks mit GX Köpfen oder andere Decks mit besonders harten Köpfen. Das sagt aber nix über die noch erreichbare Qualität bei Neuaufnahmen aus.

Läuft das Band sauber durch den Bandlauf, die ersten paar Meter? So wie du das beschreibst, könnte es sein, dass die Andruckrolle "aufgequollen" ist, oder nicht mehr richtig zieht. Dann kommt es vor, dass es die ersten paar Meter immer wieder die Bandführung verlässt, unter der Andruckrolle durchrutscht und sich wieder fängt, das Band ist dann an den Stellen beschädigt, es bekommt starke Knicke und ist eigentlich nicht mehr richtig verwendbar. Erst später, wenn der Bandzug sich verändert läuft es dann normal weiter, das Phänomen tritt bei alten, nicht gewarteten Recordern aber auch manchmal zwischen Vorspann und Magnetband an der Klebestelle auf. Wenn die Andruckrolle nicht mehr richtig funktioniert hat auch jedes Band ne Andere Spurlage, je nachdem wie dick, dünn, rauh, glatt, fest oder weich es ist.

Dass die Aufnahmen meistens leiser sind liegt wahrscheinlich daran, dass du die Bänder wohl vorher nicht korrekt eingemessen hast. Das Gerät hat doch - soweit ich das sehe - eine Einmesshilfe. Wenn du auf Calibration drückst, erscheinen zwei Balken, Level und Bias, du musst dann beide Balken bis zu dem Pfeil ausrichten indem du an den Reglern Rec Level und Bias Fine drehst, bis es stimmt. Die BASF Cassetten lassen sich evtl. gar nicht richtig einmessen, weil die sehr viel Sättigung brauchen. Wenn der Arbeitspunkt dann total verschoben ist kann es auch dadurch zu Dropouts kommen, weil das Band die Vormagnetisierung nicht akzeptiert. Die BASF Bänder kommen auch normalerweise nicht in den roten Bereich ohne zu verzerren. Bei TDK und co. kann man ziemlich weit aussteuern. Bei neueren Aufnahmen, die teilweise starker Dynamikkompression unterliegen verschiebt sich der Peak aber nach unten, da kanns dann passieren, dass die Aufnahme schon früh anfängt zu zerren.

Die ersten 2 Minuten sind kleine Dropouts aber normal, vor Allem wenn das Band lange lag, weil sich die Verdickung der Klebestelle zwischen Vorspann und Magnetband in die Wicklungen darüber presst und dadurch kleine Unebenheiten im Band entstehen.

Mehr fällt mir aber grad nicht ein. Kauf doch mal ne neue Cassette. Am besten TDK SA.

LG, Tobi
dual_cs_520
Stammgast
#8 erstellt: 12. Jun 2012, 14:08

Das mit dem Andruckfilz kann ich mir bei den genannten Bandsorten nicht vorstellen. Wenn das mal bei Einer vorkommt, aber bei Allen? Ausserdem ist kommt das Problem mit dem zusammengedrückten Andruckfilz normalerweise nur bei Cassetten mit Schaumstoff als Federung unterm Filz vor. Bei einem Blech hab ich das noch nie erlebt,


Ich hatte die Probleme bei Kassettentypen unterschiedlicher Machart und Herkunft, ob mit Blech, Andruckfilz oder Schaumstoff, ganz egal! Die Soundverschlechterungen traten dann auch bei unterschiedlichen Playern immer an der gleichen Stelle auf. Durch das Wechseln der Filzauflage, wurde der Ton bisher aber tatsächlich immer besser! Sogar aus einer verschimmelten Kassette konnte ich noch was rausholen.


Die Frage ist jetzt, ob du die Bänder neu ausgepackt hast oder sie bereits bespielt waren, dann kann das nämlich grundsätzlich vorkommen. Dann kommts auch auf die Lagerung an und in welchen Geräten die jahrelang abgespielt worden sind.


Verändert häufiges Überspielen nicht die Aufnahmefähigkeit des Tapes? Ich kann mich erinnern, dass ich Kassetten hatte, die so oft überspielt wurden, dass irgendwann gar nichts mehr ging!


Kauf doch mal ne neue Cassette.


Bevor wir hier lange rumreden, wäre das in der Tat die einfachste Lösung! Vielleicht ist sie ja von Erfolg gekrönt. Wenn nicht, liegt es doch an der Technik.

Grüße,
Jörg
Steffen_Bühler
Stammgast
#9 erstellt: 12. Jun 2012, 14:26
Ein Gedanke aus meiner Tonbanderfahrung: den Effekt, daß der Ton mal dumpfer, mal besser wird, kann auch an der Aufwickelkraft des rechten Dorns liegen. Die konstant zu halten ist nicht ganz trivial. Oft werden hier Rutschkupplungen verwendet (ich weiß nicht, ob das bei Cassettengeräten auch der Fall ist), die abgenutzt sein können. Dann ist die Kraft besonders am Anfang zu schlapp, was eine zu geringe Auflagekraft am Tonkopf bewirkt, die wiederum die Höhen dämpft. Später, wenn mehr Band auf der Spule ist, geht's leichter, setzt aber in Deinem Fall eventuell ab und zu eben doch aus.

Viele Grüße
Steffen


[Beitrag von Steffen_Bühler am 12. Jun 2012, 14:27 bearbeitet]
pioneer06128
Stammgast
#10 erstellt: 12. Jun 2012, 15:41
Also erstmal danke für die vielen Antworten.
Also die Mechanik würde ich jetzt nicht außer Spiel lassen, denn das Deck wurde nicht gewartet, sondern es wurden nur von mir persönlich kleine Reperaturen vorgenommen. Wie gesagt, habe ich den Capstan Motor getauscht, und die Köpfe gründlich gereinigt. Der Riemen scheint noch original zu sein, macht aber keine Schwierigkeiten und läuft noch gut.

Das mit den Kassetten könnter eher hinhauen. Es sind alles noch halbwegs Junge Kassetten aus den 90ern, aber alle schon mehrmals bespielt gewesen, manche auch nur 1 - 2 mal. Gespielt wurden sie meist in Autoradios oder einfachen Rekordern. Das Problem ist nur, ich habe Massen an Kassetten, aber keine will optimal klingen, bei jeder gibt es solche Stellen. Die neuen (Metal) Kassetten sind ja schweine teuer, wenn man denn mal eine bekommt in der Bucht.

Gelagert wurden die Bänder aber Trocken, nicht immer Kühl, aber die längste Zeit schon.

Gruß Florian
DOSORDIE
Inventar
#11 erstellt: 12. Jun 2012, 17:56
Also das mit den Andruckfilzen kann ich echt nich bestätigen. Vor Allem bei nem Doppelcapstan macht das gar keinen Sinn, weil der Andruckfilz da eigentlich gar keine Funktion hat.
pioneer06128
Stammgast
#12 erstellt: 12. Jun 2012, 18:12
Ich kann dazu auch nicht viel sagen, weil ich leider nicht so viel Ahnung davon habe.
Ich weis nur das ich keinen Doppel Capstan habe, kann nun aber nicht bestätigen das es am Filz liegen könnte. Denn diese sind soweit auch alle in Ordnung.
maddin2
Stammgast
#13 erstellt: 12. Jun 2012, 20:30
Wenn Deine Tapes gebraucht sind, liegt es wohl daran. Das ist normal, Cassettenband nutzt sich schnell ab.
Die Erstbespielung bei einer Cassette kann erstaunlich lange gut halten. Spielt man das Band dann aber oft ab und versucht es dann neu zu bespielen, klingt es oft eher nach murks.
Das würde dein Phänomen erklären.
Kaufe eine neue SA und teste es damit.
DOSORDIE
Inventar
#14 erstellt: 13. Jun 2012, 04:38
Das mit dem Doppelcapstan war auch nicht auf dein Deck bezogen, ich wollte damit nur sagen, dass ich die Probleme trotz Doppelcapstan auch bei vielen Bändern habe und es deshalb eher weniger am Andruckfilz liegt. Wenn dir die neuen Gehäuse nicht gefallen kannst du das Band ja in ältere Cassetten umpflanzen und das Originalband wegschmeissen. Mache ich auch oft. Schön ist es immer wenn jemand zwar Cassetten gesammelt, sie aber nur 1 oder 2 mal bespielt und nie wieder abgespielt hat. Diese Bänder sind dann auch nach 30 oder 40 Jahren noch wie neu und klingen dann auch mit Neuaufnahmen dementsprechend.

Vom Design her werden die Tapes ab spätestens Anfang der 90er ziemlich langweilig, bis Mitte der 80er gabs noch richtige Labels, das macht wesentlich mehr her, vor Allem die goldenen von TDK oder Maxell. Auch sehr gut gefallen mir die ganz alten BASF Cassetten mit den silbergrauen oder roten Labels, orange gabs auch... AGFA hat auch teilweise schöne Labels gehabt, da waren aber die Bänder und Gehäusekonstruktionen teilweise schrottig.

Die neuen SA sind nach wie vor sehr brauchbar, ich würde sie der noch erhältlichen Sony UX-S vorziehen, da hatte ich schon Leiern am Ende und die Aufnahmen klingen auch nicht so richtig sauber, irgendwie nicht so als wäre das Band neu.

LG, Tobi
pioneer06128
Stammgast
#15 erstellt: 13. Jun 2012, 08:56
Ich hatte gestern noch eine unbenutzte Sony UX-S gefunden, und die probeweise mal mit einer CD bespielt. HIer war der Anfang diesmal ganz gut, aber mitten auf dem Tape, muss dann irgendwo ne miese Stelle gewesen sein. Der Klang wurde für ca. 2 Minuten so mieserabel das man es sich garnicht mehr anhören konnte. Die Musik spielte nur noch auf einem Kanal, der Klang war verwaschen, die Höhen klangen viel zu spitz und der Tieftonbereich war garnicht zu hören, oder trat mit grauenhaften Tönen hervor.

Wegschmeißen tu ich das Tape nun nicht, aber das es nicht all zu viel taugt weis ich jetzt auch.
Also werd ich mir mal im Laden neue TDK SA kaufen, am besten erstmal eine, die Packen haben ja manchmal ziemlich utopische Preise.
Wenn ich glück habe gibt es noch im Bekanntekreis welche die noch ein paar unbespielte Kassetten zum loswerden haben.

Also werde ich die Fehlerquelle der schlechten Aufnahmen wohl eindeutig auf das Band beziehen müssen, denn nach euren hilfreichen Antworten ist das die einzig sinnvolle Möglichkeit.

Gruß Florian


Edit: Ich habe noch unbespielte da, würde aber gerne noch wissen was die taugen, sind sicher keine guten.

-TDK SuperCDing 90 (könnten baugleich mit den SA sein, zumindestens optisch)
-FUJI DRII
-SONY HF 90
-Permaton Chrom II 60
-noch ne original verpackte TDK SA90
-Sony FX 60
-Agfa LNX 60
-Philips CD one 60
-TDK D90

Die meistens sind warscheinlich alles alte billige Motten, aber ich frag besser mal nach, ich kenn mich da nicht so gut aus.
Die meisten in der Aufzählung sind Kassetten TYP I .


[Beitrag von pioneer06128 am 13. Jun 2012, 09:13 bearbeitet]
DOSORDIE
Inventar
#16 erstellt: 13. Jun 2012, 13:52
Die Permaton könnte unter Umständen gar nicht mal so schlecht sein, wird sich aber evtl. nicht einmessen lassen. Die AGFA LNX und die Sony FX ist ok, es gibt aber Besseres. TDK D und Sony HF sind sehr gute Ferrobänder. TDK Super CDing ist sowas wie der Nachfolger der TDK SF, die unterscheidet sich kaum von der SA, nur etwa um 2 bis 3 dB Pegel, gabs Jahrelang bei Aldi an der Kasse. An den Philips Cassetten ist eigentlich auch nix auszusetzen, zumindest die aus der Zeit nicht, die älteren sind grottig. TDK SA war immer gut, mir sind keine schlechten bekannt, auch die Neuen sind noch ordentlich, haben zwar kein Abschirmblech unterm Andruckfilz, aber hören tut man das nicht.

Keine Ahnung was da mit deiner UX-S los ist. Was ist es denn für eine? Mit den 80er Jahre Tapes von Sony habe ich durchgehend irgendwelche Probleme. Die lassen sich nie richtig einmessen und wenn sie keine Dropouts machen klingen sie trotzdem irgendwie nicht so wie sie sollen. Die UX-S ab Anfang der 90er mit dem grauen Gehäuse, der Rauchglasoptik und den grünen Spulen (sieht find ich sehr cool aus) funktioniert aber eigentlich immer sehr gut, ihre Nachfolger ebenfalls.

Die SAs kosten eigentlich überall 1,50 oder so, mehr als 2 Euro zahlst du da pro Stück jedenfalls nicht. Im 5er Pack vielleicht auch etwas weniger. Bei uns stehen sämtliche Supermärkte mit Restbeständen voll. Wenn die noch die nächsten 20 Jahre da stehen, dann reicht das noch fast ein Leben lang.

LG, Tobi
pioneer06128
Stammgast
#17 erstellt: 13. Jun 2012, 17:44
Okay, dann werde ich die Permaton noch ausprobieren. Die restlichen Bänder, die davon nicht benutzt werden, werde ich mir dann sicher erstmal auf reserve zurückhalten. Bin zur Zeit wieder oft am Tapen, einerseits macht es Spaß, anderer Seits ist es auch nützlich für mich, dann kann ich nämlich meine Platten, auf Kassette im Walkman unterwegs hören. Außerdem, auch wenns nicht ganz rechtens ist, aber immer noch besser als CD kopiererei, kann ich mir dann ab und zu ne Platte von nem Kumpel auf Kassette ziehen. Geht für mich schneller als am Computer.

Mit meiner letzten Aufnahme auf die TDK SA90 hab ich übrigens ein sehr gutes Ergebniss erzielt. Die Kassette war ja noch neu, und habe die gleich mal mit ner Platte von Dire Straits bespielt. Klingt diesmal sehr schön.

Hab noch ein paar für mich eher unübliche Kassetten in sämtlichen Schubladen hier gefunden. Vieleicht sagen die euch was?! Das wären:
Einmal drei SANYO SERD Kassetten (Chromdioxid) und etwas nicht definierbares (Made in Western -Germany / Compact Cassette HIFI DIN 45500)

Denke ist eher nichts besonderes, aber bei der No Name Kasstte wär vieleicht schon interessant zu wissen was dahinter steckt.

Gruß Florian
DOSORDIE
Inventar
#18 erstellt: 13. Jun 2012, 17:58
Die Sanyo sieht ziemlich alt aus. Die haben aber eigentlich immer recht gute Gerätschaften gebaut, auch wenn sie im HiFi Bereich nicht ernst genommen wurden, sind die Sachen bis Ende der 80er alle sehr solide, schöne Ghettoblaster gabs von denen, also warum sollte die Cassette nicht gut sein?! Kommt halt darauf an, wofür das Band ausgelegt ist. Für Sprache gabs ja von BASF z.B. auch die LH ohne Zusatz - die orangenen und später blau - da kannste Musikaufnahmen drauf vergessen, trotzdem ist das Band haltbar, ist halt nicht für HiFi, aber war dafür sehr günstig zu haben.

Die Made in West Germany Cassette kann Alles sein. Cassetten von Universum, Neckermann und Co waren teilweise umgelabelte BASF Bänder oder irgendwas Anderes. Permaton hat auch viele Klappergestelle gebaut, es gab aber auch gute Bänder von denen. Musste halt ausprobieren, das schlimmste was passieren kann ist, dass der Tonkopf nach ein paar Minuten vollgeschmiert ist oder dass die Aufnahme schlecht klingt, kaputt machst du damit aber nix. Musst dann halt zur Not putzen.

Die japanischen Geräte laufen halt Alle nach der IEC Norm. Die DIN Cassetten erzielen auf DIN Tapedecks auch bessere Ergebnisse, weil die DIN Norm nen anderen Arbeitspunkt hat, als IEC, wenn man die DIN Bänder auf einem IEC Tapedeck scheinbar richtig einmisst ist der Arbeitspunkt teilweise so verschoben, dass die Aufnahmen am Ende schrottig werden. Ich habe alte BASF Chromdioxid Cassetten aus den 70ern, die mit einem DIN Recorder bespielt wurden, die gehen auf meinem AKAI Deck immer in den roten Bereich und klingen sehr gut, wenn ich die mit dem AKAI einmesse werden die Aufnahmen zwar gut, aber ich kann nur bis -6 oder -4 dB aussteuern, sonst zerrt es, vor etwa 1981 gab es zudem auch die IEC I Norm und um den Frequenzgang anzuheben und auch billigere Decks den HiFi Bestimmungen anzupassen hat man danach auf IEC II Norm umgestellt wo die Entzerrung die Höhen stärker anhebt um weiter nach oben zu kommen, dadurch verschiebt sich der Arbeitspunkt auch wieder. DIN und IEC I Bänder machen in moderneren IEC II Decks also öfter Schwierigkeiten oder klingen nicht ganz so gut wie sie sollten, trotzdem bleibt die Wiedergabe der ursprünglichen Aufnahme gut, durch die unterschiedlichen Kurven arbeitet aber das Dolby dann oftmals nicht richtig, aber da gibts von Hersteller zu Hersteller sowieso schon Schwierigkeiten mit der Kompatibilität.

Die Bänder hatten alle ihren Sinn und ihren Anwendungsbereich und man muss da halt rumexperimentieren, was für Cassetten dein Deck mehr oder weniger mag.

TDK SA klingt immer gut und die kommt auch mit jedem Deck zurrecht, allerdings sind in den letzten 20 Jahren auch Großteile aller Cassettendecks auf dieses Band eingemessen gewesen. Bei Sony sieht das evtl. anders aus, weil die eben ihre eigenen Bänder hatten, kannst ja mal gucken, welches Band im Calibration Modus, wenn beide Regler auf 0 stehen richtig kalibriert sind.

LG, Tobi
pioneer06128
Stammgast
#19 erstellt: 14. Jun 2012, 09:21
Gerade mal die Permaton Kassette mit Pink Floyd - the final cut bespielt. Klingt unglaublich, hätte ich nicht gedacht, die hat sich diesmal auch ordentlich einmessen lassen. Durch das alter und das mehrfache bespielen gibt es hier auch ab und zu mal ein paar dropouts, aber nicht so heftig das es stört, ansonsten ist der Klang sehr gut.

Das Sanyo Tape hab ich auch getestet aus reiner Neugier.....das war aber nicht zu gebrauchen....grauenhaft.

Aber jetzt ist schonmal klar das die Fehler meistens am falschen einmessen und an schlechten Kassetten liegen. Problem wäre für mich erstmal geklärt. Danke für die Hilfe.

Gruß Florian
powershopper66
Schaut ab und zu mal vorbei
#20 erstellt: 31. Jan 2013, 11:57
Hallo Pioneer 06128,

falls es noch interessant ist und das Deck noch da ist: Das könnte auch eine verhärtete Andruckrolle sein (Falls das noch keiner geschrieben hat). Dann kann das Band auch mal leicht seitlich rutschen, was gleich den Azimut verändert und beim Abspielen die Cassette dumpf klingen läßt. Das könnte bei der neuen Cassette passiert sein. Test: an einer dumpf abgepielten Stelle stoppen und wieder laufen lassen. Wenn dann kurz der Klang besser ist und wieder dumpf wird zieht wohl die Andruckrolle schräg. (Oder wer sie hat: Bandlaufkontrollcassette).

Entweder mal mit Walzenreiniger versuchen, der erstaunlich gut wieder Grip gibt oder bei Pollin den 10er-Pack Andruckrollen für 95 Cent bestellen, von denen habe ich auch eine im 590 eingebaut. Dann nur noch den Azimut kontrollieren / korrigieren, da eine neue Rolle das Band leicht anders ziehen kann als die alte eventuell eingelaufene.

Nette Grüße aus Reutlingen

Oliver
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