Denon 160 an TP16/TD160

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highfreek
Inventar
#1 erstellt: 05. Jul 2012, 06:05
Hallo,
betreibe seit einiger Zeit den DL 160 am Thorens.

Klanglich könnte ich sehr zufrieden sein, wenn mich nicht etwas nerven würde

Sobald die Nadel etwas staub eingesammelt hat klingen die höhen kratzig.
Trotz Nassabspielen und gründlicher Reinigung vor dem Abspielen ist es so gut wie sicher, das er irgendwan ein kleines Staubfänchen aufsammelt

M.E. ist der Denon besonders empfindlich durch die geringe bewegte Masse des Tonabnehmer -Nadel-Röhrchens. Bei günstigen Abtastern bemerkt man bzw ICH das gar nicht,- dort sieht die Nadel aufnahme auch deutlich "schwerer" aus. Bei meinem Technikcs Abtaster mit BOR Nadel Träger hab ich die erhöhte Empfindlichkeit auch schon bemerkt, dort aber nicht so ausgeprägt.

Das nervt mich so, das ich mir ernsthaft überlege einen günstigen Ortofon oder AT drunterzuschrauben!

Wer hat ähnliches erfahren und eine Lösung gefunden????

Und wer kennt bezugsquelle für ein 2. Headchell,- gibts Nachbauten , oder anderes passendes?

gruß
Hörbert
Moderator
#2 erstellt: 05. Jul 2012, 06:39
Hallo!

Die Headshell für den TP-16 Mk nix dürfte die TP-60 sein, hier auf Holgers Seite gibt es einige Informationeen dazu: http://www.thorens-info.de/html/tonarme.html Eine zweite Headshell bekommst du allenfalls über Ebay.

Wenn du nicht in einer ungewöhnlich staubigen Umgebung fährst und dein Thorens ohne Deckel betreibst gibt es einige mögliche Ursachen für dein Probem und auch Abhilfen dafür:

Am währscheinlichsten ist es wohl das dein DL-160 den alten angesammelten Dreck aus den Rillen holt, das würde allerdings voraussetzen das du die Schallplatten bisher noch nicht mit einen einigermaßen hochwertigen System abgetastet hast und der Dreck von recht groben Nadeln in die Rille gepresst wurde. Hier hilft es erstmal die Platten zu waschen. Das wäre auf lange Sicht wohl die beste Lösung.

Allerdings kann es auch sein das dein Denon durch das Naßabspielen eins Schicht sehr feinen Staub an der Nadelbasis angesammelt hat die dort angebacken ist und die dazu führt daß das System nur noch oberflächlich abtastet und so den ganzen aufgequollenen Schmutz aufsammelt. Hier hilft eine gründliche
Nadelreinigung bei ausgebautem System mit der geraden Kante eines Alkoholgetränken Papierschnipsels, dazu braucht man allerdings gute Nerven und eine sichere Hand.

Das DFenon und andere -auch bedeutend hochwertigere Systeme sind im Grunde bei korrekter Justage, korrekt eingestelltem Antiskating und korrekt eingestellter Auflagekraft nicht anfälliger für Staubablagen als Systeme mit gröberen Nadeln respektive Stricknadeln als Nadelträgerröhrchen/-stäbchen.

MFG Günther
max130
Stammgast
#3 erstellt: 05. Jul 2012, 06:55
Servus,
ich denke, ergänzend zu Günthers Kommentar (Platten waschen ist eine sehr gute Idee) es könnte folgende Ursachen haben:

- welchen Tonarm hast Du genau? Es gibt wohl mehrere verschiedene TP16 mit verschiedenen eff. Massen. Evtl. muss das Gewicht des Tonabnehmers erhöht werden.

- ist die Auflagekraft zu gering? Lt. Datenblatt kannst Du bis auf 1.9 gehen, auf jeden Fall mal nachwiegen. Die Skalen auf den Tonarmen sind nicht immer genau.

- ist die Nadel verschlissen? Wie lange betreibst Du sie schon? Kannst du sie kontrollieren (lassen)?

Hoffe, es hilft.
Viele Grüsse
Stefan
highfreek
Inventar
#4 erstellt: 05. Jul 2012, 07:11
Danke für die Antworten

nun den Denon habe ich gebraucht, aber mit frisch erneuerter Nadel vom Händler gekauft. 119€
refurbished,- oder so ähnlich nannte er das.
Er sollte also als neu zu bez. sein. Kontrollieren kan ICH das aber nicht.

Das mit staub tief in den Rillen klingt plausiebel, da es erst mein 2 höherwertiger Abtaster ist.
Plattenwäsche gibts bei mir nur mit knosti, sollte wohl nochmal ran.....
Bei der Auflagekraft bin ich mir sicher = tomofol waage.
Der Tonarm ist der beim ersten 160 (MK- nix) originale TP 16.


[Beitrag von highfreek am 05. Jul 2012, 07:13 bearbeitet]
highfreek
Inventar
#5 erstellt: 05. Jul 2012, 07:19
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..so sah er am Anfang aus,

Mittlerweile hat er ein MPX Boden, Neue Kabel, Bitumen am chassis, DL 160, höhenverstellbare Spiks,
ca 5 std subchassis schraubereien und leider KEINEN DECKEL

gruß
Hörbert
Moderator
#6 erstellt: 05. Jul 2012, 08:45
Hallo!

Neben dem Schmutz in den Rillen tut wohl der fehlende Deckel das übrige, aber auf jeden Fall solltest du mit einer Lupe noch die Nadelbasis am Trägerröhrchen kontrollieren.
Gerade beim Naßabspieles setzt sich hier gerne ein Kranz von Feinstaub ab der nur schwaer mit den üblichen Nadelbürsten zu beseitigen ist.

Inwieweit das runderneuerte Tonabnehmersystem selbst in Ordnung ist (schief eingesetzter Stein, o ä) lässt sich eigentlich ganz einfach mit einer mehrmals gewaschenen oder ganz neuen Schallplatte testen. Kommt hier ebenfalls ungewöhnlich viel Material aus der Rille ist Vorsicht geboten, unter Umständen schleift der Stein dann Vinyl aus der Rille, das wäre für die betroffenen Schallplatten recht fatal.

MFG Günther


[Beitrag von Hörbert am 05. Jul 2012, 08:45 bearbeitet]
tek_san
Ist häufiger hier
#7 erstellt: 05. Jul 2012, 08:55
Ich hatte das selbe Problem.
Die Nadel ist trotz gereinigter Platten, die antistatisch waren, auf halber Länge "aufgeschwommen"
Nass spielen ist so eine finale Lösung, die würde ich nur im Notfall wählen.
Also eigentlich eher nicht.
Ich hab mir nen gebrauchten Canton Discostat gekauft.
Das hat rund 10 Euro gekostet.
Staub kenne ich seitdem nicht mehr.
Mein Dual 701 hatte keine Haube und dank Discostat war das Hörvergnügen wieder da.
Also, ich würd mich danach umsehen und gut aussehen tut das Teil auch noch ;-)
Grüße
Oliver
cptfrank
Hat sich gelöscht
#8 erstellt: 05. Jul 2012, 09:20

tek_san schrieb:
Nass spielen ist so eine finale Lösung, die würde ich nur im Notfall wählen.
Also eigentlich eher nicht.
Grüße
Oliver

Nassabspielen ist die schonendste Lösung für Platten und Nadeln.
Funktioniert bei mir seit über 40 Jahren und an diversen Plattenspielern völlig problemlos.
Übrigens kann man mit der gleichen Flüssigkeit, vielleicht in etwas höherer Konzentration, auch wunderbar die Diamanten reinigen.
Gruß
Frank
Archibald
Inventar
#9 erstellt: 05. Jul 2012, 10:37
Hallo Highfreek,

was das Nassabspielen angeht, so kann ich Frank nur zustimmen. Ich spiele seit Anfang 1976 alle meine Platten nass ab. Es gibt nichts Schonenderes für Nadel und Platte, allerdings muss das System auch naßabspielfest sein ! Mein Thorens TMC 63 (EMT TSD-Ableitung) war es leider nicht.

Gruß Archibald
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