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Sind Rega Upgrades ihr Geld wert? (NAD 533)

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creideiki
Neuling
#1 erstellt: 21. Nov 2012, 09:59
Hallo Leute,

dies ist mein erster Post hier - ich hab vor ein paar Wochen meinen NAD 533 aus dem Regal gezogen, angeschlossen und seit Jahren zum ersten mal wieder Platten gehört. Das hat erst mal richtig Spaß gemacht, aber im Vergleich zur CD-Wiedergabe (die ich gewöhnt bin) gibt es doch einige Schwachstellen.

Am Spieler ist noch das originale Goldrign Elektra System, und die Hochtonwiedergabe war nicht besonders fein auflösend. Mein erstes "Upgrade" war es dann das sehr billige Cinchkabel (fest am Tonarm angeschlossen) gegen gute Mikrofonleitungen niedriger Kapazität zu tauschen. Das hat die Wiedergabe von Hihats u.ä. wirklich verbessert, vermutlich hatte das alte Kabel eine höhere (zu hohe?) Kapazität.

Das zweite Problem sind Gleichlaufschwankungen. Musik mit Synthieflächen, Klaviermusik u.ä. kann ich kaum anhören, ich werde beinahe Seekrank davon. In einem Anfall von Upgradewahn hab ich dann einen "Delta Dynamics" Acrylteller samt 190g Plattengewicht bestellt, in der Hoffnung auf besseren Gleichlauf (und insgeheim auch auf besseren Klang, Acryl-Voodoo..). Der Teller hat ein bisschen mehr als das doppelte Gewicht des originalen MDF-Tellers, die Gleichlaufschwankungen wurden weniger, am Klang konnte ich aber ehrlich gesagt keine gravierenden Änderungen ausmachen. Immerhin liegen die Platten aber schön flach auf dem Acrylteller, das war mit der originalen Filzmatte nicht immer der Fall.

Da der Riemen so alt ist wie der Spieler (gekauft in 2000 für 750 DM !) war hier ein Tausch ja auch dringend notwendig, und ich hätte das auch vor dem Kauf des neuen Tellers machen sollen.. Ich fand aber die Preise für Originalriemen (teils bis 30€) eine Unverschämtheit. Also hab ich den alten Riemen ausgemessen und günstig zwei NBR O-Ringe 106x2 geordert. Gestern dann ausprobiert und festgestellt dass die Gleichlaufschwankungen damit nicht besser sondern eher schlimmer werden..

Was soll ich als nächstes versuchen? Einen Originalriemen bestellen? Das Tellerlager neu ölen? Einen Metall-Subteller kaufen (mein originaler Kunststoffsubteller läuft nicht ganz konzentrisch, ca. 2/10 mm eiert er hin und her, Lager hat aber kein merkliches Spiel).
Ich traue auch dem Kunststoffriemenrad auf der Motorachse nicht, evtl. lass ich mir da von Bekannten einen Ersatz aus Metall drehen.

Noch eine Sache ganz zum Schluss. Der NAD 533 hat ja einen dieser Rega OEM Arme. Sowohl das horizontale als auch das vertikale Lager haben fühlbares Spiel wenn man den Arm von Hand gegen die Armbasis bewegt - ich hatte vor Jahren auch mal einen Technics 1210, da war kein Spiel zu fühlen. Sind hier schlechte Lager verbaut, oder muss das kein Problem sein?

Lohnt es sich überhaupt weiter an dem NAD rumzubasteln / Geld zu investieren?
Mir gefällt der Klang schon gut, aber die Gleichlaufschwankungen müssen reduziert werden,
und das Goldring Elektra muss auf Dauer auch gegen ein besseres System getauscht werden, auf den inneren Rillen tastet es mir nicht sauber genug ab (Hochtongezischel)..

Für Kommentare/anregungen bin ich sehr dankbar,
Gruß
Christian
akem
Inventar
#2 erstellt: 21. Nov 2012, 11:16
Zum Thema Gleichlauf würde ich erstmal das Tellerlager neu ölen. Das alte vorher natürlich rausholen... (Küchenrolle, Wattestäbchen). Das Pulley am Motor ist okay, der Motor bis auf sein Streufeld (Brummen) auch. MM-System und MIs sind hier klar im Nachteil, deshalb würde ich ein MC-System kaufen. Gut zum Rega passen das Denon DL110 (mit 1-2g Zusatzgewicht, ein Gewichtsplättchen mit 1g ist schon dabei) oder (wenn's rocken soll) das Ortofon X5-MC. MC-Systeme sind gegen äußere magnetische Streufelder weitgehend immun, weil a) die Induktionsspule sehr klein ist und b) sich die Spule in einem recht starken Magnetfeld befindet, daß von einem Störfeld erstmal durchdrungen werden müßte. Dabei ist es auch egal ob Low- oder High-Output MC.
Beim Neuverkabeln des Tonarms hast Du hoffentlich die Masse über eine extra Leitung herausgeführt und nicht wieder mit dem Minus des linken Audiokanals verbunden. Letzteres kann Dich nämlich den Tonabnehmer kosten...
Die Lager des Rega sind so ein Thema. Bei meinem 250er waren die Lager so fest angeknallt, daß die die Lagergabel aus Gußmaterial beim Aufschrauben um etwa 3mm nachgegeben hat. Ich hab echt gestaunt, daß sich das Ding überhaupt bewegt hat. Also neu einstellen... Seitlich an der Gabel sind so Plastikkappen - die vorsichtig herunterhebel (Achtung: das Material ist sehr weich und hat sehr schnell Verformungen). Die Lager für die Horizontalbewegung lassen sich von unten einstellen, dazu mußt Du aber das Kabel rausnehmen, sonst kommst Du nicht vernünftig hin. Und Denke dran, die Schrauben zu fixieren. Ich hab's mit Klarlack vom Auto gemacht, Nagellack von der besseren Hälfte ist auch sehr beliebt.
Das Gegengewicht ist auch für die Tonne, scheppert hörbar mit. Ich hab mir damals aus optischen Gründen das Scheu-Gegengewicht gekauft und hab nicht schlecht gestaunt, was es klanglich gebracht hat. Es gibt auch genug andere Zubehörteile, die alle mehr oder weniger gleich sind. Das Scheu-Gewicht ist allerdings recht schwer. Vorteil: Du kannst ziemlich schwere Systeme einsetzen. Nachteil: Du kannst keine leichten Systeme einsetzen. Mit dem DL110 geht's ohne Zusatzgewicht vorne auch gar nicht, das Ding richtig einzustellen...
Zum Teller: ich finde den Scheu-Acrylteller klanglich besser als Delta Dingsbums. Ich hatte mal den dickeren der beiden Deltas von Phonophono und der hat nasal verfärbt. Was auch nicht schlecht ist: der Original-Rega Glasteller mit ner Korkmatte von Project.
Gute Erfahrungen hab ich auch mit Spikes unter dem Laufwerk gemacht: genau entgegengesetzt zu den Gummifüßen. Einen hinten beim Motor, einen beim Arm und einen vorne. Bringt noch mehr Spielfreude und Dynamik.
Die Finger lassen kannst Du vom Motor-Upgrade auf den 24V Motor. Der hat zwar kein Streufeld mehr und macht den Dreher deswegen MM- und MI-kompatibel, bringt klanglich aber nüscht. Nur ein anfangs höheres Laufgeräusch. Und: den 110V Originalmotor aus der Zarge zu metzgern ist auch nicht ohne. Wenn Du Pech hast bricht die Platte. Vielleicht geht's besser, wenn man mit Heißluft rangeht, ein Heißluftgebläse hatte ich damas aber noch nicht.

Gruß
Andreas
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