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NAD 533 Empfehlungen/Upgrades/Rega P2?

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IljaOblomow
Schaut ab und zu mal vorbei
#1 erstellt: 05. Mrz 2016, 17:32
Hallo,

bin neu hier und es ist für mich ein come back. Habe meinen NAD Verstärker den ich mir noch als Teenager 1992 gekauft habe heraus gegraben und habe mir dazu einen NAD 533 gebraucht bei ebay gekauft. Würde gerne wissen ob jemand noch einen NAD 533 hier benutzt bzw Rega P2 und was man so noch an vernünftigen Upgrades empfehlen würde. Ich habe mich bewusst für den inperfekten NAD entschieden, da ich nicht gleich mit einem High End Gerät anfangen wollte und mir noch gar nicht sicher bin wie lange das Vinyl Abenteuer dauern wird. Habe mir zunächst ein Paar Jazz Platten zugelgt. Meine alte Sammlung ist leider nach vielen Umzügen nicht mehr auffindbar. Bin für alle Vorschläge dankbar.

P.S.
Dachte an ein Upgrade auf ein Keramik Lager und eine Acryl Teller und event. neu Verkablung des Tonarms und dann einen anderen Tonabnehmer. Muss mich aber zunächst mit dem Gerät so wie es ist beschäftigen.
akem
Inventar
#2 erstellt: 05. Mrz 2016, 18:26
Ich kenne den NAD gut, habe aktuell einen und hatte schon mal einen.
Lagerupgrades kannst Du Dir getrost sparen, kostet nen Haufen Geld und bringt herzlich wenig...
Folgendes kann ich empfehlen:

Must-Haves:
- Behebung des Masseführungsfehlers im Tonarm
- Je nach Tonabnehmer eine (stufenlose?) Höhenverstellung, da der Rega-Arm auf die Rega-Tonabnehmer ausgelegt ist und die haben eine ungewöhnlich geringe Bauhöhe - so gut wie alle anderen Arme sind mindestens 2mm höher
- MC-Tonabnehmer weil der Motor ein magnetisches Streufeld erzeugt, was in Verbindung mit den meisten MM und MI Tonabnehmern zu Brummen führt während MCs dagegen relativ immun sind (wenn denn die Lautsprecher 50Hz wiedergeben können...); im bezahlbaren Bereich kann ich das Denon DL110 empfehlen (High-Output-MC und damit MM-kompatibel) oder Audio Technika AT-F7 (braucht aber einen MC-Eingang mit mehreren hundert Ohm Eingangswiderstand)
- Lager gut ölen...

Dringend empfohlen:
- Teller-Upgrade: entweder den Glasteller von Rega oder den Acrylteller von Scheu (Achtung: nicht alle Acrylteller klingen gleich gut - ich hatte mal einen von Phonophono.de, der nasal verfärbt hat); dazu eine Project-Korkmatte oder vergleichbare Korkmatten
- Gegengewicht des Tonarms tauschen da das Gewicht recht locker auf dem Plastikstummel sitzt und recht kräftig mitresoniert; insbesondere in Verbindung mit einem MC empfohlen (Du brauchst dann aber eine Tonarmwaage...)
- Lager des Tonarms zumindest neu einstellen, besser tauschen (wobei es allerdings alles andere als leicht ist, wirklich gute Kugellager aufzutreiben...); bei meinem RB250 waren die seitlichen Einstellschrauben dermaßen festgeknallt, daß sich die Lagergabel beim Lösen der Schrauben verbogen hat, so viel Druck war da drauf (ich hab mich im Nachhinein gewundert, daß sich der Arm überhaupt bewegt hat...)

Tüpfelchen aufs i:
- Chassis auf Spikes stellen, bringt ein bischen mehr Spielfreude, kann aber je nach Musik auch ins Nervöse kippen
- wenn Du die Kabel tauschst mußt Du den Arm eh zerlegen; wenn Du das machst, bietet es sich an, das Armrohr resonanzdämpfend zu beschichten: ich hab meinen am Massekabel aufgehängt und hab das Armrohr mit Plastikspray eingesprüht (aufpassen, daß sich keine Tröpfchen bilden, das sieht dann sch...lecht aus, also lieber sparsam sprühen und mehrere Schichten machen...)
- ohne Gewähr (und alternativ zum Plastikspray): ein Münchner Hifi-Händler hat mir mal verraten, daß Bauer Audio Papier in das Armrohr einschiebt zwecks Bedämpfung; allerdings ist es mir ein Rätsel, wie er das macht...
- neuer Motor nebst Ansteuerung - die 24V-Antriebe von Rega passen; jedoch ist es nicht einfach, den bestehenden Motor halbwegs zerstörungsfrei aus dem Chassis zu kriegen (doppelseitiges Klebeband, das klebt wie die Hölle...) und auch die 24V-Motoren entwickeln noch ein gewisses magnetisches Streufeld...

Gruß
Andreas
IljaOblomow
Schaut ab und zu mal vorbei
#3 erstellt: 05. Mrz 2016, 18:39
Vielen Dank,

das ist aber eine ausführliche Antwort. Vom Massekabelfehler habe ich schon gelesen. Muss es einfach verlängert und irgendwo hin geführt werden? Ich habe den NAD noch nicht bekommen, aber es soll ein Audio Technica Tonabnehmer von unbekannten Typ eingebaut sein. Viele Grüße Alex

P.S. Meine Verstärker hat eine Phono Eingang ggf. bin ich noch auf der Suche nach meinem damaligen Traumverstärker Musical Fidelity A1.


[Beitrag von IljaOblomow am 05. Mrz 2016, 18:43 bearbeitet]
Wuhduh
Inventar
#4 erstellt: 05. Mrz 2016, 20:30
Nabend !

Keramiklager und Acrylteller sind im Grunde unnütz. Glasteller und Matte nach Wunsch reichen völlig. Überlegenswert sind die aktuellen Rega-Füße.

Motorausbau ist nicht so wild. Im Alter klebt u. U. die eine Seite nicht mehr so fest am nackten Holz des Chassis.

MfG,
Erik
IljaOblomow
Schaut ab und zu mal vorbei
#5 erstellt: 05. Mrz 2016, 20:50
Danke, ich fange mit dem Masseproblem und dann werde ich mir ein Paar Platten anhören und etnscheiden wie es weiter gehen soll :-)

Grüße

Alex
akem
Inventar
#6 erstellt: 05. Mrz 2016, 20:59

IljaOblomow (Beitrag #3) schrieb:
Muss es einfach verlängert und irgendwo hin geführt werden?

Im Grunde genommen ja. Rega kontaktiert das Tonarmrohr mit einer Federklemme kurz vor dem Gegengewichtsstummel und führt das Massekabel in den Sockel. Auf der Innenseite des Plastikstopfens, der seitlich per Madenschraube fixiert ist, ist eine kleine runde Platine, wo alle Kabel angelötet sind. Da wird die Masse mit der Abschirmung eines Cinchkabels verbunden und es gibt noch eine kleine Metallzunge, die seitlich mit eingequetscht wird und den Sockel selbst kontaktiert. Diese Zunge mußt Du entfernen und das schwarze Massekabel ablöten. Dann mittig neben dem Cinchkabel ein Loch durch den Plastikstopfen bohren, das dick genug ist für ein Massekabel, das Du nach außen zum Verstärker legst. Das muß nicht dick sein, 0,35qmm reichen völlig. Intern mit dem schwarzen Kabel verbinden und mit Schrumpfschlauch isolieren. Zugentlastung für das Massekabel nicht vergessen (einfach einen Knoten auf der Innenseite reinmachen...).

Gruß
Andreas
IljaOblomow
Schaut ab und zu mal vorbei
#7 erstellt: 05. Mrz 2016, 21:18
Danke für die ausführliche Anleitung Andreas. Nach der Lektüre klingt das machbar. Werde hoffe ich bald berichten. Bei dem Neuverkabeln des Tonarmes soll man die Isokinetik Kabel Sets von der Bucht nehmen oder gibt es alternativen?

Grüße

Alex
Wuhduh
Inventar
#8 erstellt: 06. Mrz 2016, 00:07
Klaro.

Die von van den Hul , Heiko Wingender und einige mehr.

Hau tu du - Anleitung inkl. Skizzen und Explosionszeichnungen können ergurgelt werden.

MfG,
Erik
IljaOblomow
Schaut ab und zu mal vorbei
#9 erstellt: 06. Mrz 2016, 09:13
Danke, Lötkolben bestellt und sobald alles da geht es an die Arbeit.Wenn ich den Tonarm neu verkabeln würde, dann wäre das mit dem Massekabel automatisch gelöst oder? Und wenn das erledigt ist, dann wirde es nach neuen Tonabnehmer gesucht. Ich hätte mir zwar wahrscheinlich für das gleiche Geld am Ende einfach was gutes kaufen können, aber hätte nicht o viel Spass dabei :-). Aber ich fahre ja auch nur Youngtimer :-)

Viele Grüße

Alex
akem
Inventar
#10 erstellt: 06. Mrz 2016, 12:52

IljaOblomow (Beitrag #9) schrieb:
Danke, Lötkolben bestellt und sobald alles da geht es an die Arbeit.Wenn ich den Tonarm neu verkabeln würde, dann wäre das mit dem Massekabel automatisch gelöst oder?


Dann übe aber erstmal das Löten irgendwo anders. Kauf Dir z.B. bei Conrad oder so irgendeinen Bausatz zum Löten üben. Denn manche Innenkabel für Tonarme sind nicht so ganz ohne - manche Käbelchen lassen sich nicht so ohne weiteres abisolieren, so daß nur ein Wegbraten der Isolierung per Lötkolben in Frage kommt... Da solltest Du ein bischen Erfahrung haben, wie lange das Lötzinn an der Spitze brauchbar bleibt, sonst produzierst Du "kalte Lötstellen" (auch wenn die nicht kalt zustande gekommen sind...).

Zu den Kabeln von van den Hul: da gibt es zweierlei Innenkabel für Tonarme. Das Teurere davon ist überhaupt nicht zu empfehlen! Hatte ich mal, ist extrem leicht gebrochen und ist nur lackisoliert, so daß Du nach dem Einziehen in den Arm mit großer Wahrscheinlichkeit unerwünschte Kontakte zum Armrohr hast. Laß da die Finger weg...
Gute Erfahrungen habe ich mit dem Cardas AWG33, das ist doppelt verdrilltes Kabel, läßt sich noch ganz gut abisolieren (kein Automatik-Abisolierzangen verwenden - die reißen nur das Kabel ab...) und ist noch ausreichend flexibel. So ein Isokinetik-Kabel hatte ich mal, da waren die Innenkabel für den Arm viel zu starr, der hat sich danach kaum noch bewegt. Als Außenkabel kannst Du das von Rega weiterverwenden oder eines der "größeren" Regas dazu kaufen. Ich hab meinen RB250 z.B. mit dem Außenkabel des RB303 ausgestattet. Vorteil: Du hast die Anschlußplatine dran und eine passende Zugentlastung... Nur das Erdungskabel fehlt.

Gruß
Andreas
IljaOblomow
Schaut ab und zu mal vorbei
#11 erstellt: 06. Mrz 2016, 13:12
Danke, ich werde das mit dem Löten tatsächlich mal wieder üben. Ich habe Kabelsätze von SOUND IMPROVEMENTS bei der Bucht gefunden. Sehen passabel aus und der Preis ist zumindest nicht übertrieben. Das es keine audiophilen Kabeln sind ist mir klar, aber so audiophil bin ich noch nicht. Sollte ich dann feststellen, dass ich tatsächlich viel Jazz per Vinyl höre und die Kabel oder Tonabnehmer das Vergnügen limitieren werde ich daran weiter basteln, es bleibt eine Baustelle an der ich mich üben werde. Sollte es sich herausstellen, dass ich zu einem audiophilen Fanatiker werde, werde ich mir einfach einen ordentlicheren Plattenspieler zulegen :-) . Ich nehme an, dass der Tonabneher eher das Problem sein wird, da ich annehme das da was billiges von Audio Technica verbaut wurde.

Viele Grüße

Alex
akem
Inventar
#12 erstellt: 06. Mrz 2016, 13:59
Bei diesem Kabelsatz mußt Du das Kabel von hinten nach vorne einziehen - andersrum geht's aber deutlich einfacher... Ich würde Dir wirklich empfehlen, Dich nicht auf "durchgehende Kabel" zu versteifen. Lötstellen sind nicht so klangfeindlich, wie sie oft dargestellt werden. Was glaubst Du, durch wieviele tausende von Lötstellen das Musiksignal fließt, bevor es überhaupt mal auf einem Tonträger landet??

Gruß
Andreas
IljaOblomow
Schaut ab und zu mal vorbei
#13 erstellt: 06. Mrz 2016, 14:08
Ich schaue es mir noch mal genauer an :-) Aber wenn man sich einen anderen Draht (Blumendraht schrieb einer der Tuner) zur Hilfe nimmt müsste es auch machbar sein, aber ich schaue mir auch die anderen Varianten an. Gute Lötstellen sind wahrscheinlich nicht schlimm, aber ob ich solche produzieren kann :-) ?

Grüße
Alex


[Beitrag von IljaOblomow am 06. Mrz 2016, 14:21 bearbeitet]
akem
Inventar
#14 erstellt: 06. Mrz 2016, 14:54
Kleiner Tip: löse die seitlichen Schrauben, die das Armrohr halten (unter der runden Abdeckkappe - einfach abhebeln und danach wieder aufstecken) und nimm das Armrohr heraus. Dann kannst Du das Kabel zuerst durch die Lagergabel durchführen und danach erst durch das Armrohr. Beides auf einmal ist eher Lotto als Arbeit... Danach mußt Du das Lagerspiel einstellen. Dabei wirst Du feststellen, daß der Grat zwischen zu locker und zu fest sehr, sehr schmal ist... Armrohr ausbalancieren und dann die Lager so einstellen, daß eine minimale Kraft auf das Armrohr (leichtes anpusten oder einen Papierschnipsel auf das Headshell zur Auslenkung führt - wobei letzteres mit den Rega-Lagern kaum möglich sein dürfte...).

Gruß
Andreas
IljaOblomow
Schaut ab und zu mal vorbei
#15 erstellt: 06. Mrz 2016, 15:49
Danke für den Tip! Das werde ich es so versuchen und dabei Mp3s hören :-)


[Beitrag von IljaOblomow am 06. Mrz 2016, 17:44 bearbeitet]
IljaOblomow
Schaut ab und zu mal vorbei
#16 erstellt: 15. Mrz 2016, 16:47
Habe gerade meinen NAD aufgebaut und angeschlossen. Es ist ein Tonabnehmer verbaut, der leider keine sichtbare Bezeichnung trägt, so dass ich daraus noch nicht schlau wurde. Es scheint zu funktionieren. Die Feinabstimmung des Tonarms ist mir auch noch nicht so gut gelungen, aber es scheint nur bei Maximal aufgedrehten Lautstärke eine leichtes Brummen hörbar zu sein. sonst bis 80-90% der Lautstärke keins. Ich werde mich glaube noch an der Feinabstimmung zunächst versuchen und dann an den Tonabnehmer langsam hoch arbeiten, damit ich weiß welche Effekte es mit sich bringt, dann kommen die Kabeln ran und eine Teller aus Acryl. Viele Grüße

Alex
IljaOblomow
Schaut ab und zu mal vorbei
#17 erstellt: 27. Apr 2016, 15:41
Hallo, wollte nur berichten, dass ich mir für den NAD eine Keramik Lagerkugel und neues Öl bestellt habe sowie einen Grado Black Tonabnehmer montiert. Bei dem Lagerwechsel hat sich herausgestellt, dass bei mir gar keine Kugel vorhandne war , was wiederum den "etwas unruhigen Lauf" erklärt hat. Nach diesen "Raparaturen" klingt das ganze deutlich besser als 320Bit Mp3 von einem guten DA Wanlder am gleichen Set up. Meinen NAD verstärker habe ich momentan gegen einen Creek 4040 getuascht, und es ist kein Brummen wahrnehmbar, so dass ich die Kabeln zunächst in Ruhe lasse. Bin zunächst sehr zufrieden.

Viele Grüße

Alex
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