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Welchen Plattenspieler bis 400 Euro? Auch zum digitalisieren!

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Marvin87
Schaut ab und zu mal vorbei
#1 erstellt: 18. Feb 2013, 13:37
Hallo liebe Hifi-Gemeinde,

ich möchte mir einen neuen, qualitativ etwas besseren Plattenspieler zulegen, bin mir aber nicht sicher was die beste Lösung ist. Zuerst einmal meine finanzielle Höchstgrenze liegt bei 400 Euro.

Bisher hatte ich einen Karcher Plattenspieler den ich über meine Stereoanlage (clinch) laufen lassen habe. Das Gerät war zwar nicht schlecht aber hat für rund 100 Euro natürlich nicht die beste Qualität geliefert.

Ich möchte den Plattenspieler hauptsächlich zum Hören von Platten nutzen, jedoch auch die Platten digitalisieren um sie unterwegs auf dem MP3-Player zu hören. Und ich möchte mir nicht jedes Album auf CD und auf Schallplatte kaufen.

Jetzt ist die Frage gibt es Plattenspieler die man an PC (zum digitalisieren) und Stereoanlage (zum hören) anschließen kann? Hab hier in den Foren gelesen das die USB-Plattenspieler qualitätstechnisch ja ziemlicher Mist sein sollen. Aber was ist die Alternative?

Irgendwelche Kaufvorschläge? Ich bin für jede kompetente Antwort dankbar :-)
silberfux
Inventar
#2 erstellt: 18. Feb 2013, 14:03
Hi, die Alternative ist ein ordentlicher gebrauchter Plattenspieler. Den schließt Du an Deine Stereoanlage an, sofern sie einen Phono-Eingang hat. Sonst brauchst Du noch einen gesonderten Vorverstärker. Vom Record Out der Stereoanlage gehst Du über ein Kabel in den Line In Eingang der Soundkarte des PC.

BG Konrad
Marvin87
Schaut ab und zu mal vorbei
#3 erstellt: 18. Feb 2013, 17:17

Hi, die Alternative ist ein ordentlicher gebrauchter Plattenspieler.


Irgendwelche Vorschläge für gute Plattenspieler unter 400 Euro? Möchte nicht zu viel basteln müssen. Ich mein damit Tonarmgewicht einstellen udn so geht schon aber möchte nicht den ganzen Plattenspieler auseinander nehmen müssen.


om Record Out der Stereoanlage gehst Du über ein Kabel in den Line In Eingang der Soundkarte des PC.


Was meinst du mit Record-Out Ausgang? Die Anlage, eine AIWA NSX-S222, hat einen Klinken Ausgang für Kopfhörer. Meinst du den? Ansonsten gibts halt hinten an der Anlage nur den Clinch-AUX EIngang worüber der Plattenspieler läuft und die Klemmen für die Boxen.
Kap84
Stammgast
#4 erstellt: 18. Feb 2013, 17:29
Ohne Phono Vorverstärker wirst du leider nicht glücklich, es sei denn du kaufst einen Plattenspieler mit integrierten. Also solltest du dies fest mit einkalkulieren.
Ansonsten ist gegen gebraucht Plattenspieler doch nichts einzuwenden, musst ja keinen defekten kaufen (gewartet/generalüberholt).

Evtl. das gesparte Geld in einen richtigen Stereoverstärker investieren? Dann klappt das auch mit dem Recorderausgang.
8erberg
Inventar
#5 erstellt: 18. Feb 2013, 18:23
Hallo,

wenn Du einen Automaten möchtest wäre ein Dual 455-1 zu empfehlen, einen Entzerrer-Vorverstärker mit USB-Ausgang gibt es für ca. 40,- Euro, sodass Du im Rahmen von 400,- Eur mit Neugeräten bleibst.

Gebraucht und generalüberholt bekämst Du Geräte einer anderen Gewichtsklasse...

Peter
uterallindenbaum
Stammgast
#6 erstellt: 18. Feb 2013, 18:23
Es hängt alles was für dich "qualität" ist ?

Wenn du ein maximal an "hörqualität" suchst, dann wirst du um den Gebrauchtmarkt nicht herumkommen. Aktuelle Neuwahre um 400 Euro gibt meines erachtens ein zufriedenstellenden Grundpotential, kann sich auch mit einem guten Gebrauchten soundlich in einer gleichen klasse legen. Aber die Anfassqualität und Langelebigkeit der Alten, sowie, für einige, den guten Ersatzteilenlager, ist ein gutes Argument zu ihren Gunsten.

Wenn du für 400 Euros beabsichtigst eine Eierlegendevollmilsau zu kriegen sieht es düster für dich aus. Probier einfach mal schon einen ordentlichen Plattenspieler samt phonopre zu finden. Und, kümmere dich irgendwann mal ums Verstärker und brennproblem mit einem neuen Budget. Es gibt auch phonopre's mit integrierten analog/digital-Wandlern. Sind noch nicht so weit verbreitet, aber die gibt's.

Ansonsten kauf irgend ein Ion D(r)eck bei Mediamarkt für 100 Euros. So hast du schon 300 Euros vorgespart wenn dir in ein Paar Jahren, der Kram um die Ohren fliegt.
Marvin87
Schaut ab und zu mal vorbei
#7 erstellt: 19. Feb 2013, 15:47
Danke schon mal für die Antworten. Habe mich jetzt für einen Plattenspieler ohne integrierten Vorverstärker entschieden.

Da ich gern ein Neugerät hätte hab ich mich jetzt für den Thorens TD 190-2 entschieden. Damit überschreite ich zwar mein gesetztes Limit aber ich glaub dies ist der richtige Dreher für mich. Hätte aber noch 2 Fragen.

1) Bei "phonophono" gibt es die Möglichkeit andere Tonabnehmer statt den standardmäßig eingebauten OMB 10 zu bekommen. Zum Beispiel "Super OM 10" für 35 Euro mehr oder den "Super OM 20" für 120 Euro mehr. Lohnt sich der Aufpreis für jemanden wie mich, der nur alle 3 Tage ne Platte im Wohnzimmer hören will?

2) Ich dachte an folgenden Phono-Vorverstärker: http://www.amazon.de...id=1361284946&sr=8-1

Wenn ich dann vom Vorverstärker mittels Cinch-zu-Klinke Kabel an den Laptop gehe zum digitalisieren. Reicht das um eine gute Qualität zu haben (also ausreichende Qualität für MP3s für unterwegs mit Kopfhörer hören)? Oder wäre da ein anderer Vorverstärker zu empfehlen?
Zudem, lohnt sich bei dem System die Anschaffung eines teureren Vorverstärkers? Was rechtfertigt z.B. den Preisunterschied von 40 Euro zu folgendem Gerät?

http://www.amazon.de...id=1361285159&sr=8-2
8erberg
Inventar
#8 erstellt: 19. Feb 2013, 16:43
Hallo,

der Thorens kommt aus der gleichen Fabrik (Fehrenbacher in St. Georgen), ist quasi der etwas luxeriösere Kollege des Dual 455, da Du hier den Durchmesser der Platte für die Automatik getrennt einstellen kannst.

Lass mal erst die 10er Nadel, Du kannst auch später eine 20er Nadel dazukaufen, wenn Dir was fehlt (und die 10er Nadel für Fete verwenden).
Ein Unterschied von OMB10 zur "Super OM10" ist m.E. nicht gegeben, an dem werksmässig verbauten System passt problemlos eine 20er Nadel (nackter Diamant, bessere Auflösung).

Wenn Deine Soundkarte einen Stereo-Eingang hat und nicht die übelste Sorte ist ist die Qualität ok.

Der Hama-Vorverstärker ist OK. Der "Teufel" ist umstellbar für MC-Systeme, daher ist er teurer. MC-Systeme geben eine noch geringere Spannung ab und das Signal muß anders "aufgearbeitet" werden, daher die Preisdifferenz.
Du kannst auch Phonopre für etliche tausend Euro kaufen.... nach "oben" ist immer "Ende offen".

Peter
akem
Inventar
#9 erstellt: 19. Feb 2013, 19:25
Schaust Du kein ARD? Verfolgst Du keine Nachrichten?
Davon ab: ein Thorens TD 190-2 wäre jetzt auch nicht unbedingt das Modell meiner Wahl. Billig gemacht, kein wirkliches haptisches Erlebnis, ein ULM-Tonarm in einer Zeit, in der es keine wirklich passenden Tonabnehmer mehr dazu gibt...
Sprich: für das Gebotene zu teuer!

Was könntest Du für 400 Euro gebraucht alles kriegen? Da ist sogar ein Thorens TD320 drin oder sowas. Das ist ne ganz andere Hausnummer, simple Technik, die praktisch unverwüstlich ist (außer man legt's drauf an oder macht ganz grob was verkehrt...). Dazu für's erste vielleicht ein kleines Audio Technika (wenn nichts brauchbares drauf ist) und später bei Gelegenheit ein Denon DL110 und Du brauchst nix mehr. Als Phonopre würde ich einen Musical Fidelity VLP-S holen.
Wenn der TD320 zu teuer ist dann vielleicht einen Technics, da gibt's reichlich Auswahl. Für Halbzolltonabnehmer oder auch T4P-Tonabnehmer.....

Gruß
Andreas
Detektordeibel
Inventar
#10 erstellt: 20. Feb 2013, 08:32
Den hama phonopre gibts auch günstiger baugleich als Dynavox 750.

Dual 455 bzw Thorens wär mir für das Geld zu teuer, das Gerät gibts gebraucht für 50€ nachgeschmissen.

Nur zum digitaliseren würd ich mri den Phonopre für deine zwecke sparen und es mit nem Dual DTJ 301, bzw. nem american Audio 2400 + elliptischer Nadel probieren. Schlechter als ein ein OM 10 klingt das auch net. Ansonsten eher Denon DP-F300, den gibtt günstiger als den 455 und Thorens und muss sich vor beiden nicht verstecken.
Marvin87
Schaut ab und zu mal vorbei
#11 erstellt: 20. Feb 2013, 12:04
@Detektordeibel
Danke für den Tipp mit dem Dynavox 750.

@8erberg
Zu dem Dual CS 455-1, ist der von der Qualität und Bauart gleich dem Thorens TD 190-2 ? Der ist ja gute 100 Euro günstiger. Nur wegen getrennten Einstellbarkeit?

@akem
Was meinst du mit dem UML-Tonarm? Wenn da was kaputt geht hab ich keinen Zugriff auf Ersatzteile oder wie? Also ich möchte ja nicht viel basteln, aber falls da am Tonarm oder Tonabnehmer blöderweise was kaputt geht möchte mir nicht gleich wieder nen neuen Plattenspieler für 400 Euro aufwärts kaufen müssen.

Danke nochmal für die Antworten. Ich glaube ich kauf alles Nötige heut Abend oder Morgen :-)
akem
Inventar
#12 erstellt: 20. Feb 2013, 13:02
Tonarm und Tonabnehmer sind im Normalfall keine Einheit. Nur früher hat jeder Hersteller an der Stelle was eigenes gemacht, so daß Tonabnehmer nicht austauschbar waren. Heute ist das höchstens noch bei Billigstfräsen vom Kafferöster noch der Fall. Aber selbst da hat man meist einen Tonabnehmer mit genormter Halbzoll-Schraubbefestigung (das sind zwei Löcher im Headshell, meistens Langlöcher, die ein halbes Zoll Abstand haben - daher die Bezeichnung...).
Prinzipiell kann man also den Tonabnehmer jederzeit austauschen, wenn er kaputt geht. Außerdem stammen die Tonabnehmer bei heute käuflichen Plattenspielern allesamt aus laufender Produktion, so daß Du in absehbarer Zeit schon noch Ersatznadeln oder gar das ganze System nachkaufen kannst.

Beim Wechsel auf ein anderes Tonabnehmermodell wird es schwieriger. Um hier halbwegs universell zu sein, braucht der Tonarm eine verstellbare Höhe (also der Abstand zur Platte) und das Gegengewicht muß verstellbar sein. Hier mußt Du bei den Duals und den Thorens-Varianten der Duals aufpassen: da gibt es nämlich wirklich welche, bei denen das Gegengewicht nicht verstellbar ist! So einen Dreher würde ich selbst für 1€ nicht kaufen... Eine verstellbare Tonarmhöhe haben die Duals meines Wissens nach allesamt nicht, was die Auswahl an in Frage kommenden Tonabnehmern einschränkt aus Modelle, die genau die gleiche Bauhöhe haben wie das Ortofon OM.

Zur Compliance / deutsch Nadelnachgiebigkeit:
Die Compliance und die effektiv bewegte Masse des Arms bilden ein resonanzfähiges Feder-Masse-System. Die Resonanzfrequenz muß zwischen etwa 8 und 12Hz liegen, um eine störungsfreie Abtastung zu bekommen. Kleinere Abweichungen nach oben oder unten sind noch erlaubt, je nach Tonabnehmer bzw. dessen Resonanzdämpfung.
Dummerweise sind die Dual-Arme sehr leicht. Um nun in den gewünschten Resonanzbereich rein zu kommen, muß die Compliance recht hoch sein. Die damals bei "Erfindung" der ULM-Arme (ULM=Ultra Low Mass) eingeführten Tonabnehmer hatten Compliancedaten von 30 und deutlich mehr. Solche Systeme gibt es heute nicht mehr, weil es lange Zeit keine ULM-Arme mehr gab. Erst vor einigen Jahren hat Sintron die Marke Dual reaktiviert und läßt die letzten Modelle aus den 80ern wieder fertigen. So richtig passende Tonabnehmer gibt's trotzdem nicht mehr... Also nimmt Dual halt die Ortofon OM Systeme, die den damaligen ULM-Systemen noch am nächsten kommen...
Vielleicht kannst Du ja mal überlegen, ob Du eine Nadel aus der ULM-Zeit kaufen willst? Die laufen unter dem Namen Dual oder auch Ortofon (ja, die sind damals auch von Ortofon gebaut worden). Z.B. die hier:
http://www.zum-shop....-13-88_p14530_x2.htm
http://www.zum-shop....0-13-88_p5472_x2.htm

Gruß
Andreas
8erberg
Inventar
#13 erstellt: 20. Feb 2013, 13:28
Hallo,

sagen wir mal so: "Thorens" hat am Markt einen "höheren Ruf", daher kann man mehr Kohle nehmen...

Der Tonarm des 455 bzw. 190 ist eher für leichte bis mittelschwere Tonabnehmer gedacht, ich hatte am baugleichen Tonarm eines 620Q
das OM10 - später auch mit 20er Nadel.
Passt schon.
Der 190er wie auch der 455 haben schon den "guten" Dual-Tonarm, sprich kardanisch gelagert mit dynamischer Auflagekrafteinstellung.
Ein anderes System wäre also kein Problem.

Ein Denon würd ich aber nicht empfehlen...

Peter
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