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Neue Nadel klingt verzerrt

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ckuckuck
Neuling
#1 erstellt: 22. Feb 2013, 18:51
Hallo zusammen,

ich besitze einen Technics SL-Q2 mit Stanton 500MKIII Tonabnehmer. Den habe ich mir gebraucht gekauft und weiß nicht wie alt er ist. Ich fand, dass der Klang irgendwie "dumpf" ist und habe mir nun eine neue Nadel gekauft.
Der Klang ist nun zwar deutlich klarer aber dafür bei hohen Tönen (z.B. bei Becken, oder bei der Aussprache von "s" oder "sch") verzerrt.
Außerdem ist die Nadel selbst (also ohne Verstärker) deutlich lauter als die Alte.
Kann es sein, dass die Nadel nichts taugt, oder dass ich beim Einbau was kaputt gemacht hab? Oder was kann sonst noch sein? Muss die Nadel erst "einlaufen"?

Die Auflagekraft habe ich auf 1,5g eingestellt, ebenso den Antiskatingwert.
Wenn ich die Auflagekraft erhöhe ändert sich klangmäßig nichts.

Die von mir gekaufte Nadel: http://www.ebay.de/i...id=p3984.m1438.l2649


Danke schonmal für Eure Hilfe,
Thomas
juergen1
Inventar
#2 erstellt: 22. Feb 2013, 19:30
Hallo Thomas,
treten die Verzerrungen bevorzugt in einem Kanal auf?
Oder besonders in einem bestimmten Bereich der Platte? (Innen oder außen)
Gruß
Jürgen
Hörbert
Moderator
#3 erstellt: 22. Feb 2013, 22:11
Hallo!

Das ist eine recht billige Nachbaunadel, selbst wenn sie nicht ganz mies ist sollte man bei der Verwendung solcher Produkte auf alle Fälle das Abtastsystem neu justieren da nicht gewährleistet ist das die Länge des Nadelträgerröhrchens mit der Länge des Röhrchens bei einer Originalnadel übereinstimmt und sich somit schon bei einem Unterschied von 1-2 Millimetern eine nicht mehr korrekte #Justage ergibt, somit steigt die Verzerrungsrate stark an, ein sicheres Zeichen für starke Verzerrungen sind unter anderem die deutlichen Sibilanten. Wenn eine Neujustage und/oder eine Erhöhung der Auflagekraft auf 2 Gramm nichts nutzt ist diese neue Billignadel wohl für die Tonne gekauft.

MFG Günther


[Beitrag von Hörbert am 22. Feb 2013, 22:13 bearbeitet]
Detektordeibel
Inventar
#4 erstellt: 23. Feb 2013, 06:28
Der Tonabnehmer ist nicht original, da hat einer in seiner Grabelkiste gegraben und ne rundnadel war vorher auch wohl drauf.

Ich würd mal den TA komplett runternehmen, alle Kontakte reinigen, auch am SME Anschluss. die reale Auflagekraft mit Waage überprüfen und dann das System ganz pingelig einstellen.

http://www.hobby-bastelecke.de/hifi/plattenspieler_justierung.htm

Also Schablone ausdrucken, den kleinen Taschenspiegel für den Azimuth nicht vergessen und ran an die Arbeit.

http://www.vono.ch/a...ler/SchabloneDIN.pdf
ckuckuck
Neuling
#5 erstellt: 23. Feb 2013, 10:12
Hallo,

erstmal danke für Eure schnellen Antworten!

@ Jürgen: Verzerrungen sind in beiden Kanälen. Außen und innen. Wobei es mir vorkommt wie wenn es innen ein wenig (!) besser ist.

@ Hörbert: Ich habe keine Orginalnadel gefunden. Gibt es die noch irgendwo?
Neu justieren ist was "größeres" oder? Ich kenn mich mit Plattenspielern so gut wie gar nicht aus. Würde mich zwar als handwerklich geschickt bezeichnen, aber irgendwie stell ich mir das nicht so einfach vor, oder? In der Tat sind die Nadeln geometrisch recht unterschiedlich. Ich habe mal ein Bild angehängt. Ich habe versucht die Beiden so auszurichten, wie sie im Tonabnehmer (?) drinsitzen. Da der Nadelträger (heißt das schwarze Kunststoff so?) nicht 100%ig identisch ist, sitzt das Ganze auch nicht so super auf dem Tonabnehmer. Lange Rede kurzer Sinn: Die 1-2 mm die Du ansprichst werden eher überschritten....

@Detektordeibel: Ist das ein Problem, wenn der Tonabnehmer nicht orginal ist? Sind die nicht "einfach" austauschbar?
Ich habe den Spieler recht günstig auf dem Flohmarkt erstanden. Seine Vorgeschichte kenne ich nicht.

Also: Ich werde die nadel jetzt am besten wohl zurückschicken.

Dann stellt sich die Frage: Was nun?
Meine Ansprüche sind nicht besonders hoch!!! Ich brauch keinen Superklang, nur verzerrt sollte es eben nicht sein. Was schlagt ihr mir als relativ kostengünstige Möglichkeit vor?

Vielen Dank schonmal für Eure Hilfe.
Thomas

Vergleich
juergen1
Inventar
#6 erstellt: 23. Feb 2013, 12:19

ckuckuck (Beitrag #5) schrieb:
@ Jürgen: Verzerrungen sind in beiden Kanälen. Außen und innen. Wobei es mir vorkommt wie wenn es innen ein wenig (!) besser ist.
Hallo, dann wäre das AS wohl annähernd richtig eingestellt. Es kann jetzt noch sein, daß die Geometrische Justage vollkommen daneben ist. Dann kann es sogar passieren, daß es außen stärker verzerrt. Spurwinkelfehler wäre dann außen viel größer als innen.
Gruß
Jürgen
Detektordeibel
Inventar
#7 erstellt: 23. Feb 2013, 19:21

Ich habe mal ein Bild angehängt. Ich habe versucht die Beiden so auszurichten, wie sie im Tonabnehmer (?) drinsitzen. Da der Nadelträger (heißt das schwarze Kunststoff so?) nicht 100%ig identisch ist, sitzt das Ganze auch nicht so super auf dem Tonabnehmer. Lange Rede kurzer Sinn: Die 1-2 mm die Du ansprichst werden eher überschritten....


Die Nadeleinschub schauen ganz unterschiedlich aus. Reinschieben kann man zwar, aber das ist mit Sicherheit nicht der richtige Einschub.

Es gibt Stanton 500 Mk I, MK II, MK III und das "modernste" das V3. V3 und Mk II sind austauschbar... MK I und MK II nicht, MK III und MK II angeblich auch nicht.
(Pickering V15 hängt auch noch dazwischen)

Mach uns mal Bilder vom Korpus vom Tonabnehmer, dann schauen wir mal weiter.

Das "Ur"-500 Mk1 hat ziemlich "hart" aufgehänge Nadeln und keinen besonders guten Ruf, MK II und MK III sind mit ordentlicher Nadel aber brauchbar, hatte selber noch keins aber paar Vinyl Rips die damit augenommen worden - recht bassbetonte Geschichte, deswegen lebt das wohl auch als DJ-Tonabnehmer weiter. Ist wohl am ehesten vergleichbar mit anderen "Arbeitspferden" wie dem Shure M35, so manchner Radiosender hat die Signale von den Schallplatten vor dem Senden mit nem Stanton 500 abgenommen und wenns kein Kurzwellensender war kanns so schlecht net gewesens ein.

Mit ner ordentlichen Nadel lässt sich da klanglich sicher was brauchbares rausholen.

Mach uns mal Fotos wie gesagt, dann können wir mal schauen ob wir irgendwo die richtige Nadel finden.


http://www.bakelit.h...-11/318640_orig0.jpg

Die rechte Nadel auf deinem Foto hat den Einschub wie vom MK II. Links schaut nach MK III aus.


Neu justieren ist was "größeres" oder?


Eigentlich nicht, ließ einfach mal den Link durch. - Allerdings wenn die Nadel wirklich die falsche ist nützt justieren auch nix.

Wenn nen neuen Tonabnehmer kaufst musste den auch richtig justieren, ansonsten haste das mit den S-Lauten genauso.

Vorschläge für wenig Geld? AT 91 bei Amazon.de für 16€ kaufen + elliptische Nadel ATN 3652E bei Ebay. Ansonsten gleich ein AT120E orange am Q2.

Oder wenn partout nicht justieren willst/kannst ein Ortofon Concorde Arkiv Stecksystem.

Aber ich würds erstmal mit ner passenden Nadel nochmal probieren, das sollte am Q2 auch funktionieren, und wenn Bock auf nen anderen Tonabnehmer hast, dann hast ein Ersatzsystem oder verkaufst das 500er für 20-30€ oder so. Ein MK II kostet als NOS (neu aus altbestand) bei Thakker immernoch 99€ und ein V3 40-50€...


[Beitrag von Detektordeibel am 23. Feb 2013, 19:24 bearbeitet]
ckuckuck
Neuling
#8 erstellt: 23. Feb 2013, 21:02
Hallo,


Detektordeibel (Beitrag #7) schrieb:
Mach uns mal Fotos wie gesagt, dann können wir mal schauen ob wir irgendwo die richtige Nadel finden

Voilà
Stanton 500 MK III


Die rechte Nadel auf deinem Foto hat den Einschub wie vom MK II. Links schaut nach MK III aus.

Genau, die Linke ist die "alte".


Oder wenn partout nicht justieren willst/kannst ein Ortofon Concorde Arkiv Stecksystem.

Was ist das? Sieht zumindest interessant aus. Muss man das nicht justieren? Passt der Anschluss?


Aber ich würds erstmal mit ner passenden Nadel nochmal probieren

Ja, dazu tendiere ich auch, wenn's funktioniert.
Detektordeibel
Inventar
#9 erstellt: 23. Feb 2013, 22:00
Das mit der Nadel ist echt ein Rätsel, diese MKIII wie du es hast scheint es nur kurz gegeben zu haben.

Einschub entspricht von der Form am ehesten der Nadel "D71EE"

Aber da sind gute Nachbaunadeln wohl auch nicht ganz einfach zu bekommen, und ob die dann besser passt ist nicht sicher weil die bei nem anderen System gelistet ist, auf die 500er Familie draufstecken geht.

http://daveyw.edsstu...nton-500-D71EE-1.JPG



Muss man das nicht justieren? Passt der Anschluss?


Joah, schaut dann so aus an der SL-Q Reihe.

http://bilder.hifi-forum.de/medium/230623/q3-11_188595.jpg

Ist SME Standard, im Prinzip also einfach nur dranstecken. Wenn was eingestellt wird höchstens das Antiskating. Ist ein allround-Tonabnehmer der speziell zum digitalisieren entwickelt wurde.
Klingt gar nicht so weit weg vom Technics P207C das auf dem SL-Q2 ab Werk drauf war.

Wär am simpelsten, und die Nadelversorgung ist sichergestellt, da jede Ortofon OM Nadel draufpasst.
ckuckuck
Neuling
#10 erstellt: 23. Feb 2013, 22:51
So jetzt habe ich noch ein paar kurze Fragen. Ich hoff, das wird jetzt nicht zu viel :

- Warum muss man hier nichts justieren?
- Nachteile dieses Systems?

Hab mich gerade bei amazon mal umgeschaut:
- Was hälst Du hiervon:
http://www.amazon.de...id=1361654937&sr=1-1

Hat ja recht gute Bewertungen. Was sind die Hauptunterschiede zu dem von Dir Vorgeschlagenen? (Außer der Justierung)

- Wie ist das denn generell: Kann man sagen ein "guter" Tonabnehmer ist bei jedem Plattenspieler gleich gut, oder gibt es welche die eben eher z.B. bei Technics besser sind und andere wiederum bei Thorens? (Vergleich z.B. Formel1: McLaren kommt mit Bridgestone besser klar und Ferrari mit Pirelli...)

- Ich habe oben schon angedeutet, dass die (neue) Nadel selbst so laut ist. Wenn ich die Anlage leise stelle, höre ich fast nur noch die Nadel. Direkt und nicht über den Lautsprecher. Was hat das zu bedeuten?

Vielen Dank schonmal!!!!
juergen1
Inventar
#11 erstellt: 24. Feb 2013, 01:54

ckuckuck (Beitrag #10) schrieb:
- Wie ist das denn generell: Kann man sagen ein "guter" Tonabnehmer ist bei jedem Plattenspieler gleich gut, oder gibt es welche die eben eher z.B. bei Technics besser sind und andere wiederum bei Thorens?
Hallo,
die Nadelnachgiebigkeit (Compliance) muß zur effektiven Masse des Tonarms incl. Tonabnehmer passen.
Hohe effektive Masse benötigt steife Nadel und umgekehrt.
Kann man z.b. bei vinylengine mit dem Compliancerechner überprüfen.
Gruß
Jürgen
Detektordeibel
Inventar
#12 erstellt: 24. Feb 2013, 03:40

Hat ja recht gute Bewertungen. Was sind die Hauptunterschiede zu dem von Dir Vorgeschlagenen? (Außer der Justierung)


Das Gehäuse, die Farbe und der höhere Preis. - OM 10, Arkiv und 2M Red sind irre stark miteinander verwandt.


die Nadelnachgiebigkeit (Compliance) muß zur effektiven Masse des Tonarms incl. Tonabnehmer passen.


Und warum? Weil es ansonsten zu störenden Resonanzen kommen kann. Sehr schwerer Tonarm mit sehr "weicher" Nadel und ultraleichttonarm mit nem buchstäblichen Nagelsystem sind da die Extremfälle.

Aber in der Praxis spielt das weniger ne Rolle, Durchschnittstonarm und Durschnittsnadelnachgiebigkeit funzt einfach. (die Papierangaben zur Compliance sind da leider auch nicht viel Wert)

Im großen SL-Q2 Q3 Thread findest du viele als funktionierend bekannte Kombinationen, diese Dreher haben hier auch genug andere Leute.


Ich habe oben schon angedeutet, dass die (neue) Nadel selbst so laut ist. Wenn ich die Anlage leise stelle, höre ich fast nur noch die Nadel. Direkt und nicht über den Lautsprecher. Was hat das zu bedeuten?


Das sind "laufgeräusche", da die Nadel nicht so richtig in das System zu passen scheint kann es da zu lauteren "übertragungen" kommen als mit der anderen Nadel. - Und auch eine Fehljustage kann da ne Rolle spielen.

Womit wir uns wieder in den Schwanz beißen. Sitzt der Nadelträger der neuen Nadel, also das Rohr am Plastik ganz tief im Körper des Systems? Falls ja und da nix sperrt überprüfe ob der Tonabnehmer richtig justiert ist. Siehe Oben, Schablone, Kröpfungswinkel, Azimuth, Auflagekraft mit ner Waage messen und ggf Tonarm neu auspendeln. usw usf. - Wenn nen anderen Tonabnehmer als ein Concorde kaufen willst musst du das dann sowieso alles können, und das lernt man am besten dadurch indem man es tut.
raphael.t
Inventar
#13 erstellt: 24. Feb 2013, 09:52
Hallo!

Haut mich, aber ich habe noch nie ein Stanton 500 gehört, das mir mit Originalnadel gefallen hätte!
Mit der klobigen Nachbaunadel wird es wohl recht grausam klingen, ich kenne solchen Klang zur Genüge.
Habe einmal auf dem Flohmarkt Dutzende von NOS Nachbaunadeln in einer ca. 40 x 25 cm großen Box günstig erworben, aber in den seltensten Fällen war das erreichbare Ergebnis zufriedenstellend.

Den Tonabnehmerzu tauschen ist da grundsätzlich besser.

Grüße Raphael


[Beitrag von raphael.t am 24. Feb 2013, 09:52 bearbeitet]
Hörbert
Moderator
#14 erstellt: 24. Feb 2013, 10:13
Hallo!

Ich würde auch eher zu einem Tonabnehmer-Wechsel tendieren und das Stanton-System erstmal beiseite lassen da hier die Nadelfrage recht problematisch scheint.

Die Technics-Tonarme sind nach dem alten EIA-Standard gebaut, -das heißt Überhang und Spurfehlwinkel sind quasi genormt-, deswegen passen hier die Ortofon-Concordesysteme recht genau und die möglichen Abweichungen halten sich im Rahnen einer durchschnittlich guten Justage, -es geht zwar bei einer Justage von Hand besser wenn man genau weiß was man tut aber es reicht auch so-.

Diese Concord-Ordofone sind zwar eigentlich keine HiFi-Systeme und liefern beileibe nicht das Klangbild eines Spitzensystems sind aber durchaus zum Musikhören geeignet, bei Bedarf lässt sich die etwas grobe Nadel sogar gegen die etwas besseren Nadel (ab der NADEL-20) der OM-Serie von Ortofon tauschen, allerdings sollte dabei die eff. bewegte Masse des Tonarmes und des Concorde-Systems im Auge behalten werden.

MFG Günther
Moosman
Stammgast
#15 erstellt: 24. Feb 2013, 11:36

ckuckuck (Beitrag #10) schrieb:
Warum muss man hier nichts justieren?


Weil du nix zum Justieren hast: bei deinem Stanton stellst du den Überhang und den horizontalen Abtastwinkel durch "Verschieben" des Tonabnehmers in der Headshell ein. Das kannst du bei einem Concorde nicht machen.


ckuckuck (Beitrag #10) schrieb:
Wie ist das denn generell: Kann man sagen ein "guter" Tonabnehmer ist bei jedem Plattenspieler gleich gut, oder gibt es welche die eben eher z.B. bei Technics besser sind und andere wiederum bei Thorens? (Vergleich z.B. Formel1: McLaren kommt mit Bridgestone besser klar und Ferrari mit Pirelli...)


Ja. Das verlinkte Ortofon passt aber gut.


ckuckuck (Beitrag #10) schrieb:
Ich habe oben schon angedeutet, dass die (neue) Nadel selbst so laut ist. Wenn ich die Anlage leise stelle, höre ich fast nur noch die Nadel. Direkt und nicht über den Lautsprecher. Was hat das zu bedeuten?


Hat nix zu bedeuten.


[Beitrag von Moosman am 24. Feb 2013, 11:36 bearbeitet]
directdrive
Inventar
#16 erstellt: 24. Feb 2013, 12:22

Moosman (Beitrag #15) schrieb:


ckuckuck (Beitrag #10) schrieb:
Ich habe oben schon angedeutet, dass die (neue) Nadel selbst so laut ist. Wenn ich die Anlage leise stelle, höre ich fast nur noch die Nadel. Direkt und nicht über den Lautsprecher. Was hat das zu bedeuten?


Hat nix zu bedeuten.


Und ob. Das bedeutet nämlich nichts anderes, als daß die Nadelnachgiebigkeit des neuen Nadeleinschubs nicht zum Tonarm passt. Die Nadelnachgiebigkeit ist in diesem Fall zu gering, entweder ist die Gummilagerung verhärtet, die Nadel falsch am Einschub montiert oder aber die Gummilagerung ist einfach von vornherein zu hart. Für die Stanton 500 Baureihe gibt es Einschübe, die mit 1,0 p (Gramm) Auflagedruck laufen und welche, die bis zu 5,0 p benötigen. Grundsätzlich sind alle Einschübe untereinander kompatibel.

Der von Dir gekaufte Nadeleinschub soll in alle (!) Stanton 500er Bodys passen, das tut er mechanisch sicher auch, nur kann er eben nicht gleichzeitig für Auflagekräfte von 1,0 und 5,0 pond geeignet sein.

Eine Original-Nadel für das Stanton, die tatsächlich mit 1,5 pond betrieben werden kann, ist nur schwer zu finden. Der Tip, ein anderes System zu besorgen ist richtig.

PS: die D71EE Nadel gehört eigentlich zu einem Stanton T4P-System, passt aber ideal auch zu den 1/2-Zoll Versionen.

Grüße, Brent
Detektordeibel
Inventar
#17 erstellt: 24. Feb 2013, 16:41

Die Nadelnachgiebigkeit ist in diesem Fall zu gering, entweder ist die Gummilagerung verhärtet, die Nadel falsch am Einschub montiert oder aber die Gummilagerung ist einfach von vornherein zu hart.


Bei ner neuen Elliptischen Nadel das das zu "hart" ist glaub ich eigentlich nicht, wenn Thakker da nicht ne 30 jahre alte Pfeiffernadel oder sowas versendet hat. Ich vermute eher sie passt wegen dem anderen Plastik nicht so 100% in den Korpus, kann ich mir anhand der Bilder kaum vorstellen das des gehen soll zumindest. Dieses MK III das er hat gab es nur ne kurze Zeit wie es ausschaut und scheint ne gewisse Sonderrolle unter den 500 Systemen einzunehmen.

@ckuckuck
Organisier dir einfach das Concorde Arkiv, bei Thomann oder amazon etc, ist in deinem fall die stressfreiste lösung und klanglich bringt dich das auf jeden Fall weiter.
Klingen tuts dann ungefähr so.
http://www.youtube.com/watch?v=ADYE_tpXLnE
directdrive
Inventar
#18 erstellt: 24. Feb 2013, 18:05

Detektordeibel (Beitrag #17) schrieb:
Ich vermute eher sie passt wegen dem anderen Plastik nicht so 100% in den Korpus, kann ich mir anhand der Bilder kaum vorstellen das des gehen soll zumindest. Dieses MK III das er hat gab es nur ne kurze Zeit wie es ausschaut und scheint ne gewisse Sonderrolle unter den 500 Systemen einzunehmen.


Das darfst Du gerne vermuten, ich versichere Dir aber, daß es nicht so ist. Síehe z.B. hier: Record Collectors Guild Bitte etwas runterscrollen!
Moosman
Stammgast
#19 erstellt: 24. Feb 2013, 19:21

directdrive (Beitrag #16) schrieb:
Das bedeutet nämlich nichts anderes, als daß die Nadelnachgiebigkeit des neuen Nadeleinschubs nicht zum Tonarm passt. Die Nadelnachgiebigkeit ist in diesem Fall zu gering, entweder ist die Gummilagerung verhärtet, die Nadel falsch am Einschub montiert oder aber die Gummilagerung ist einfach von vornherein zu hart.


hmm, ja hast wahrscheinlich recht: Wenn es wirklich soo laut ist wie beschrieben.
Detektordeibel
Inventar
#20 erstellt: 24. Feb 2013, 19:31

Síehe z.B. hier: Record Collectors Guild Bitte etwas runterscrollen!


Was soll ich da sehen? Ne MK II Nadel auf nem MK II Corpus?

Bin ich grad doof oder du?


[Beitrag von Detektordeibel am 24. Feb 2013, 19:34 bearbeitet]
directdrive
Inventar
#21 erstellt: 24. Feb 2013, 20:16

Detektordeibel (Beitrag #20) schrieb:

Bin ich grad doof oder du? :Y


Lies doch 'mal den Thread und sieh Dir das von Thomas gepostete Bild an.
Alle Stanton 500 Einschübe sind untereinander austauschbar. Wenn das System verzerrt, liegt das nicht an irgendwelchen mechanischen Inkompatibilitäten, sondern an der falschen Compliance und an der abweichenden Nadelposition beim neuen Nadeleinschub.

Brent
Detektordeibel
Inventar
#22 erstellt: 24. Feb 2013, 20:35

und an der abweichenden Nadelposition beim neuen Nadeleinschub.


Er hat seinen TA nur mit alter Nadel fotografiert, nicht mit neuer. Bevor ich nicht den MK III mit der MK 2 Nadel seh glaub ichs mal einfach nicht.

Aber das jetzt mal Außen vor...

Mit Nadelposition sagste was.

Es sieht tatsächlich auf dem Vergleichsbild der Nadeleinschübe so aus als wäre die eine Nadel kürzer/länger wie die Andere. Die Überhangeinstellung kann folglich gar nicht mehr stimmen. Zischende Höhen kein Wunder.

Womit wir wieder bei Punkt 1 landen. - Schablone ausdrucken und System neu justieren.
ckuckuck
Neuling
#23 erstellt: 26. Feb 2013, 20:49
Hallo nochmal,

vielen Dank Euch allen für Eure Hilfe! Jetzt hab ich einiges gelernt!

@ckuckuck
Organisier dir einfach das Concorde Arkiv, bei Thomann oder amazon etc, ist in deinem fall die stressfreiste lösung und klanglich bringt dich das auf jeden Fall weiter.

Ja, so werd ich's vermutlich machen.


Es sieht tatsächlich auf dem Vergleichsbild der Nadeleinschübe so aus als wäre die eine Nadel kürzer/länger wie die Andere. Die Überhangeinstellung kann folglich gar nicht mehr stimmen. Zischende Höhen kein Wunder.

Ja, das ist definitiv so. Die Nadel sitzt ca. 2-3mm weiter vorne am Tonarm. Kann daher auch die Lautstärke der Nadel kommen, oder nur die verzerrten Höhen? Wenn das so wäre würde ich's vielleicht doch mal mit justieren versuchen...


Bevor ich nicht den MK III mit der MK 2 Nadel seh glaub ichs mal einfach nicht.

Ich habe nochmal beide Nadeln zum Vergleich fotografiert. Ich würde das Ganze mal so beschreiben: Die Nadel kann montiert werden, aber passen tut sie nicht... Bei der orginalen liegt der Plastikhalter sauber am Tonarm an. Bei der neuen ist die Form zwar ähnlich, aber es passt halt nicht so richtig.
Vergleich
Grüße,
Thomas
Detektordeibel
Inventar
#24 erstellt: 26. Feb 2013, 21:13

Ja, das ist definitiv so. Die Nadel sitzt ca. 2-3mm weiter vorne am Tonarm. Kann daher auch die Lautstärke der Nadel kommen, oder nur die verzerrten Höhen? .


Beides, die Geometrie ist einfach ne andere, das ist wie Schlagseite nach vorne dann. -

Probier mal das justieren und den Überhang richtig einzustellen, vielleicht bekommt man klanglich dann doch noch akzeptabel hin obwohl der Nadeleinschub nicht so richtig passt.

Man könnte ansonsten noch versuchen das was stört abzuklipsen das man kein Spaltmaß mehr dran hat und das alles sauber anliegt.
ckuckuck
Neuling
#25 erstellt: 26. Feb 2013, 21:20

Detektordeibel (Beitrag #24) schrieb:
Man könnte ansonsten noch versuchen das was stört abzuklipsen das man kein Spaltmaß mehr dran hat und das alles sauber anliegt.

Das funktioniert nicht. Da stört nicht nur die "Lasche" oben, sondern auch die Form stimmt nicht.
Detektordeibel
Inventar
#26 erstellt: 27. Feb 2013, 01:49
http://www.schallpla...isco-Nadel-Orig.html

Da haben wir ja endlich den richtigen Einschub - Ob der auch lieferbar ist?. Soviel zum Thema "passt alles gleich" " Stanton 500 alles untereinander austauschbar. Auf die Verweis und Referenzlisten kann man manchmal nix geben.


[Beitrag von Detektordeibel am 27. Feb 2013, 01:52 bearbeitet]
directdrive
Inventar
#27 erstellt: 27. Feb 2013, 10:56

Detektordeibel (Beitrag #26) schrieb:
http://www.schallpla...isco-Nadel-Orig.html

Da haben wir ja endlich den richtigen Einschub - Ob der auch lieferbar ist?. Soviel zum Thema "passt alles gleich" " Stanton 500 alles untereinander austauschbar. Auf die Verweis und Referenzlisten kann man manchmal nix geben.


Ich benutze seit 30 Jahren Stanton Tonabnehmer - alle 500er Einschübe sind untereinander kompatibel, genau wie es übereinstimmend in Literatur und allen denkbaren Nadelvergleichslisten angegeben ist.

Ein Händler, der nicht weiss, was er verkauft, dürfte wenig Erfolg haben - und "williamthakker" ist in Deutschland der erfolgreichste Online-Händler für Ersatznadeln.

Das Problem ist vielmehr die schlechte Fertigungsqualität der Nachbaunadeln: der Nadelträger ist zu lang und der Winkel des Aluröhrchens ist nicht korrekt. Thomas' System ist kein Einzelfall, vielmehr die Regel.

Beim von Dir verlinkten Nadeleinschub handelt es sich übrigens um einen "AL"-Einschub mit sphärischer Nadel und einer Auflagekraft von 30 mN. Der passt aufgrund seiner geringer Compliance auch nicht, lediglich das Bildchen suggeriert dies, es ist nämlich ein 500 E III Einschub abgebildet.
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