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Vinyl klingt Kratzig und Verzerrt

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Beitrag
ManuKassel
Schaut ab und zu mal vorbei
#1 erstellt: 08. Jan 2011, 23:13
Hallo Musikfreunde,
habe seit neuestem endlich einen Plattenspieler, und nur Probleme damit.

Meine Platten klingen eigentlich 1A, bis ca. 1-2 cm vor der auslaufrille, dann klingt alles kratzig und verzerrt, macht echt keinen Spaß mehr weiterzuhören. Habe schon die Nadel gewechselt, aber keine Besserung.

Der Plattenspieler ist ein DJ-Tech Vinyl USB 20

Ich habe nicht viel bis gar keine Ahnung von der Materie und bin auf hilfe angewiesen.

Danke schon mal im voraus
juergen1
Inventar
#2 erstellt: 08. Jan 2011, 23:56
Hallo,
wenn die Verzerrung nur auf einem Kanal auftritt, könnte es an falscher Antiskatingeinstellung liegen.

Tritt sie beidseitig auf, würde ich mal die Tonabnehmerjustage überprüfen.

Leichte Erhöhung der Auflagekraft (innerhalb der zulässigen Grenzen)kann auch die Abtastfähigkeit verbessern.

Der Spieler muß auf jeden Fall exakt im Wasser stehen. Mit Wasserwaage überprüfen.

Gruß
Jürgen
Detektordeibel
Inventar
#3 erstellt: 09. Jan 2011, 04:49
Hier ein informativer Link.

http://www.hobby-bastelecke.de/hifi/plattenspieler_justierung.htm


Habe schon die Nadel gewechselt, aber keine Besserung.


Du hast hoffentlich keine neue gekauft.

Benutzt du den Dreher nur zum Hören daheim oder was ist sein Verwendungszweck?
ManuKassel
Schaut ab und zu mal vorbei
#4 erstellt: 09. Jan 2011, 14:24
Danke für die Schnelle Hilfe,
werde das gleich mal ausprobieren.
ManuKassel
Schaut ab und zu mal vorbei
#5 erstellt: 09. Jan 2011, 14:37
Doch habe eine Neue Nadel gekauft, naja kann ja auch nicht schaden wenn man ersatz da hat. Den "Dreher" nutzt ich nur Zuhause zum anhören.

Das Verzerrern und Kratzen ist auf beiden Kanälen zu hören.
Am meisten verwundert mich ja, das die Platten nicht die ganze Zeit Kratzen, sondern nur am Ende, und bei schweren (180 - 200g) klingt es schlimmer als bei "Normalen".
juergen1
Inventar
#6 erstellt: 09. Jan 2011, 14:47

ManuKassel schrieb:

Das Verzerrern und Kratzen ist auf beiden Kanälen zu hören.
Am meisten verwundert mich ja, das die Platten nicht die ganze Zeit Kratzen, sondern nur am Ende, und bei schweren (180 - 200g) klingt es schlimmer als bei "Normalen".

Dann liegt es also nicht am Antiskating.

Die Innenrillen sind grundsätzlich immer am problematischsten; insbesondere wenn die Tonabnehmerjustage nicht exakt genug ist.

Das Plattengewicht kann aber keinen Einfluß haben; vielleicht sind Deine schweren Platten besonders weit nach innen geschnitten? Das wäre plausibel.

edit: Oder-sie sind besonders alt und somit besonders verdreckt?

Gruß
Jürgen


[Beitrag von juergen1 am 09. Jan 2011, 14:50 bearbeitet]
ManuKassel
Schaut ab und zu mal vorbei
#7 erstellt: 09. Jan 2011, 15:30

vielleicht sind Deine schweren Platten besonders weit nach innen geschnitten?


Habe das gerade mal gemessen. Sind bei meinen Platten 6,5 bis 8 cm zwischen den Loch und dem Ende der Tonrille. Liegt im Normalbereich, oder?


Oder-sie sind besonders alt und somit besonders verdreckt?


Bis auf meine Alte "Vader Abraham im Land der Schlümpfe" sind alle weniger als 1 Jahr alt.

Habe am Tonabnehmer mal die beiden Schrauben gelöst und die Nadel ganz nach vorn verschoben (etwa 4mm). Klingt jetzt tatsächlich etwas besser, aber immer noch nicht optimal.
Bepone
Inventar
#8 erstellt: 09. Jan 2011, 15:39
Hallo,

du solltest sicherstellen, dass deine Nadel absolut sauber ist.
Des weiteren kommst du um eine ordentliche Justage des Tonabnehmerst nicht herum (geometrische Ausrichtung).

Diese Seite hilft weiter: http://www.vono.ch/akustik/ersteHilfe/plattenspieler/

Lies dich dort mal ein, im Forum gibt's auch schon viele Threads zu dem Thema.



Gruß
Benjamin
Detektordeibel
Inventar
#9 erstellt: 09. Jan 2011, 15:40
Das System da drauf ist das Audio Technica 3600L mit sphärischer Nadel.

Welche Auflagekraft hast du denn eingestellt? Wenn die zu niedrig ist fängt die Spitze der "groben" Nadel zu wabbeln an und es verzerrt dann an den Innenrillen.


Auch wenn du dir endlich mal die Zeit nimmst das alles richtig einzustellen.
Ich würde dir vorschlagen mittelfristig einen besseren Tonabnehmer mit eliptischer Nadel zu organisieren.


[Beitrag von Detektordeibel am 09. Jan 2011, 15:42 bearbeitet]
juergen1
Inventar
#10 erstellt: 09. Jan 2011, 15:46

ManuKassel schrieb:

Habe am Tonabnehmer mal die beiden Schrauben gelöst und die Nadel ganz nach vorn verschoben (etwa 4mm). Klingt jetzt tatsächlich etwas besser, aber immer noch nicht optimal.

soo einfach geht das leider nicht.
War bei dem Spieler eine Lehre zum Einstellen dabei? Oder eine Schablone? Oder findest du im Manual Nullpunkte oder Geometriedaten Deines Tonarms?

6,5-8cm Innenrillenradius sind übrigens tatsächlich nicht extrem. Das müßte er schaffen.

Gruß
Jürgen
ManuKassel
Schaut ab und zu mal vorbei
#11 erstellt: 09. Jan 2011, 16:21

War bei dem Spieler eine Lehre zum Einstellen dabei? Oder eine Schablone? Oder findest du im Manual Nullpunkte oder Geometriedaten Deines Tonarms?


In der Anleitung steht nur wie man Auflagegewicht und Antiskating einstellt, das wars.


Welche Auflagekraft hast du denn eingestellt?


Habe 2g eingestellt


Ich würde dir vorschlagen mittelfristig einen besseren Tonabnehmer mit eliptischer Nadel zu organisieren.


Kannst du da einen Empfehlen? Bin auf dem Gebiet absolut unerfahren.

Bin gerade Dabei mit der Schablone, die Bepone empfohlen hat, den Spieler einzustellen.
Detektordeibel
Inventar
#12 erstellt: 09. Jan 2011, 16:31

Kannst du da einen Empfehlen? Bin auf dem Gebiet absolut unerfahren.


Wenn es möglichst günstig sein soll. Das Audio Technica 95E gibts für 19,99 derzeit nachgeschmissen, das sollte schon deutlich besser sein.

Nochmal deutlich besser und auch günstig derzeit ist das Audio Technica 120E ein anderer User hat auf einem ähnlichen Dreher wie deinem mit dem Ortofon 2M Red gute Erfahrungen gemacht.

Mit der Suchfunktion wirst du mehr Beschreibungen hier im Forum dazu finden.
Als Händler kann ich dir William Thakker empfehlen.


Habe 2g eingestellt


Sollte eigentlich die richtige sein. naja, probier es mal mit der Schablone.


[Beitrag von Detektordeibel am 09. Jan 2011, 17:00 bearbeitet]
juergen1
Inventar
#13 erstellt: 09. Jan 2011, 16:33

ManuKassel schrieb:

War bei dem Spieler eine Lehre zum Einstellen dabei? Oder eine Schablone? Oder findest du im Manual Nullpunkte oder Geometriedaten Deines Tonarms?


In der Anleitung steht nur wie man Auflagegewicht und Antiskating einstellt, das wars.

Steht da nichts von effektiver länge, Kröpfungswinkel, Montageabstand etc.?
Dann kannst Du nicht die Originalgeometrie einstellen.
Ist aber nicht tragisch.
Dann nimmst Du eben eine Standardschablone.
Gruß
Jürgen
ManuKassel
Schaut ab und zu mal vorbei
#14 erstellt: 09. Jan 2011, 17:37
Also laut der Schablone ist alles gut eingestellt.
Bleibt wohl nichts anderes übrig als einen anderen Tonabnehmer zu Probieren.
Danke für die schnelle und nette Hilfe.

Gruß
Manu
Detektordeibel
Inventar
#15 erstellt: 09. Jan 2011, 17:42
Probier mal testweise das Auflagegewicht auf 2,5 bis maximal 3 Gramm hochzusetzen und schau mal ob es besser wird.

Diese sphärischen Systeme brauchen oft etwas mehr und ich habe Angaben gefunden wo für das AT 3600 die 3 Gramm empfohlen werden.
Bepone
Inventar
#16 erstellt: 09. Jan 2011, 17:58
Hallo,

wenn's nur am Ende unsauber klingt und sonst i.O., stimmt die Auflagekraft in der Regel.
Ansonsten würde es immer unsauber klingen.

Ich denke, dass die einfache Rundnadel nicht im Stande ist, schwierigere Passagen am Plattenende abzutasten. Selbst schärfere elliptische Schliffe kommen da noch in Not.


Gruß
Benjamin
Detektordeibel
Inventar
#17 erstellt: 09. Jan 2011, 18:05
Hatte noch nie solche Probleme.
juergen1
Inventar
#18 erstellt: 09. Jan 2011, 18:29

ManuKassel schrieb:
Also laut der Schablone ist alles gut eingestellt.

War es denn von vorneherein richtig eingestellt?
Das wäre ein unglaublicher Zufall. Du hast ja keine Hersteller- sondern eine x-beliebige Schablone genommen.
Und vor allem Du hast ja auch vorher schonmal wahllos den Tonabnehmer verschoben.
Ist der Tonabnehmer jetzt wirklich absolut parallel zu den Hilfslinien?
Man muß bei dieser Sache wirklich ganz penibel vorgehen.
Gruß
Jürgen
Bepone
Inventar
#19 erstellt: 09. Jan 2011, 19:34
Hallo,


Detektordeibel schrieb:
Hatte noch nie solche Probleme. :Y



Dann hast du entweder sehr unanspruchsvolle Platten oder Ohren



Gruß
Benjamin
ManuKassel
Schaut ab und zu mal vorbei
#20 erstellt: 09. Jan 2011, 19:48

War es denn von vorneherein richtig eingestellt?
Das wäre ein unglaublicher Zufall. Du hast ja keine Hersteller- sondern eine x-beliebige Schablone genommen.
Und vor allem Du hast ja auch vorher schonmal wahllos den Tonabnehmer verschoben.
Ist der Tonabnehmer jetzt wirklich absolut parallel zu den Hilfslinien?
Man muß bei dieser Sache wirklich ganz penibel vorgehen.


Als ich den Plattenspieler gekauft habe, waren die beiden Schrauben von Tonabnehmer genau in der Mitte, das sind sie jetzt nach der Schablonen-Einstellung wieder. Die Lateralbalance lässt sich nicht einstellen.

Ich probiere jetzt aber mal weiter.


Hatte noch nie solche Probleme.


Langsam glaube ich echt ich bin der einzige mit dem Problem, hab bei Google auch nicht eine Seite zu dem Thema gefunden.


Probier mal testweise das Auflagegewicht auf 2,5 bis maximal 3 Gramm hochzusetzen und schau mal ob es besser wird.


Alles schon probiert
Detektordeibel
Inventar
#21 erstellt: 09. Jan 2011, 19:58
Jaja, versteh schon Goldi-Ohr und die drei Platten.


Deutlich "kratzig, und verzerrt"? Nö!

Von den technischen Gegebenheiten des Mediums Schallplatte mal abgesehen, solang man jetzt keinen Wabbelgleichlauf-riementriebler hat und da die Sopransängerin oder das ruhige Klavier in der letzten Rille liegt sollte sich der Hörbare Qualitätsverlust in engen Grenzen halten.
Wenn es deutlich kratzt oder leiert ist entweder die Platte nicht gescheit gemastert oder es stimmt schlicht und ergreifend was mit dem Tonabnehmer nicht.

Falsche Justage und/oder einfach ein minderwertiges System.
Fhtagn!
Inventar
#22 erstellt: 09. Jan 2011, 20:06
Wenn System OK ist es zu 99% die Justage.
Obwohl mich bei der Fräse auch sonst nichts überraschen würde. Ein DirectDrive Dreher incl. allem für 139€.
Bepone
Inventar
#23 erstellt: 09. Jan 2011, 20:07
Hallo,


Langsam glaube ich echt ich bin der einzige mit dem Problem, hab bei Google auch nicht eine Seite zu dem Thema gefunden.

Du glaubst nicht, wieviele Leute mit diesem Problem bei LP-Wiedergabe zu kämpfen haben.

Ich hatte das Anfangs auch; mittlerweile weiß ich, wo man ansetzen muss.

Essentiell wichtig ist die exakte Tonabnehmer-Justage; die DIN-Schablone bringt gute Ergebnisse für weit nach innen geschnittene Platten. Deshalb nehme ich hauptsächlich diese.

Weiterhin haben einfache Rundnadeln eben die größten Probleme an der Stelle. Einige Amplituden können mit einer Rundnadel im inneren Plattenradius schlicht nicht sauber abgetastet werden. Das ist Fakt und kann z.B. bei Klaviermusik oder Soprangesang richtig fies klingen.
Mich stört es bei manchen Systemen auch schon deutlich bei Rock/Pop, wenn ich mit Kopfhörer abhöre.

Elliptische Nadeln sind dort besser; noch besser kompliziertere Schliffe wie Shibata (sehr gut) oder der SAS-Schliff (noch besser). Da kann mir jemand erzählen, was er will - ich hab' diese Erfahrung mittlerweile über Jahre gemacht.

Sehr wichtig ist aber auch der Zustand der Platten und deren Pressqualität. Verschlissene Platten klingen auch innen am ersten schlecht.

Eine präzise Führung des Tonabnehmers ist natürlich genauso wichtig, also ordentlicher Tonarm, leichtgängige und weitgehend spielfreie Lagerung desselben.


Wenn du ein wenig die Suchfunktion bemühst, wirst du merken, dass dieses Thema öfter angeschnitten wird.




Gruß
Benjamin
Detektordeibel
Inventar
#24 erstellt: 09. Jan 2011, 20:15

Obwohl mich bei der Fräse auch sonst nichts überraschen würde. Ein DirectDrive Dreher incl. allem für 139€.


Immer diese Vorurteile. Laut Angeben gleichlauf unter 0,15%, ist wohl nix anderes drunter wie bei nem Omnitronic/Reloop und konsorten. Solang jetzt nicht der Tonarm aus der Aufhängung gerissen ist sollte der in der Lage sein die Platte mindestens so sauber abzutasten wie die Sprittelholzdreher.
Gelscht
Gelöscht
#25 erstellt: 10. Jan 2011, 14:12
Hi (and Fi)!
Mein Kommentar: Lt. Themensteller tritt dieses Problem bei allen Patten auf. Und das augenscheinlich bereits bei den ca. letzten 2 cmn. Die Stellungnahmen der HiFi-Freunde über die Ursachen sind sehr fundiert und bedürfen auch keiner hilfreicheren Ergänzung!

In Einzelfällen wohlgemerkt, ist die Ursache auch bei der LP zu suchen! Die letzten Stücke sind der Dynamik oder der Lautstärke dieser Tonkonserve ganz einfach nicht mehr gewachsen, was Qualitätsverlust zur Folge hat. Macht sich vor allem durch eine Unsauberkeit des Klanges bemerkbar. Bei einem erfahrenen HiFi-Freund macht sich auch sofort das Gefühl breit, daß die Nadel bei ihrer"Wanderung" sich eventuell mit zu viel Staub umhüllt hat. Wäre bekanntlich auch eine Ursache.

Einige dieser Platten stehen auch in meinem Regal, aber bei einer speziellen lag es an der Platte (vielleicht auch nur an der Pressung) selbst. Ausgerechnet mein Lieblingsstück war das letzte auf der LP! Das hält doch kein HiFi-Fan aus, mußte mich jedoch damit abfinden!

Das ist viele Jahre her. Die CD setzte sich immer mehr durch und plötzlich hat mich ein "HiFi-Engel" darauf gestoßen, daß diese LP jetzt auch als CD veröffentlicht wurde! Als Freunde (nur als Freunde dürft ihr nicht nur 1 x, sonder 3 x raten, was ich am nächsten Tage gemacht habe, um das Problem zu lösen??

Gruß Blacky


P.S.: Wer ist an dieser fraglichen LP interessiert. Gebe sie an den Meistbietenden (seeehr, seeeehr ungern) ab .
Habe sie ja jetzt als CD. Das ist auch der Grund, warum ich immer noch "zweigleisig" fahre....LP und CD!
ManuKassel
Schaut ab und zu mal vorbei
#26 erstellt: 12. Jan 2011, 13:46
Also alles Justieren bringt keinen Erfolg, muss mir wohl oder über einen neuen Tonabnehmer zulegen.

Sind die denn alle genormt, also passt jeder Tonabnehmer an jeden Tonarm?
juergen1
Inventar
#27 erstellt: 12. Jan 2011, 14:13

ManuKassel schrieb:
Also alles Justieren bringt keinen Erfolg, muss mir wohl oder über einen neuen Tonabnehmer zulegen.
Sind die denn alle genormt, also passt jeder Tonabnehmer an jeden Tonarm?

Die meisten Tonabnehmer sind Halbzöller. D.h. die Schraublöcher haben einen halben Zoll Abstand.

Die Compliance (Nadelnachgiebigkeit) muß zu der effektiven Masse des Tonarms passen. Je schwerer der Tonarm, desto steifer die Nadel.

Gruß
Jürgen
Yorck
Gesperrt
#28 erstellt: 12. Jan 2011, 19:16
http://cgi.ebay.de/P...&hash=item3a620c0b07

Hallo mit einem erstklassigen Plattenspieler wie dem
PE2020 oder 3060 samt einem sauber justierten
Ortofon M20E ist das Problem gegessen

http://cgi.ebay.de/O...&hash=item4cf44d3357

NADEL Neu original (keine billige China Kopie!!!)

http://cgi.ebay.de/O...&hash=item3cb369e6c0

Vertick Deinen Plastik Kaufhaus Plattenspieler und hol Dir etwas mit nicht zu toppender Qualität , Du wirst Deinen Ohren nicht trauen!

Viele Grüße

Yorck


[Beitrag von Yorck am 12. Jan 2011, 20:04 bearbeitet]
Hörbert
Moderator
#29 erstellt: 12. Jan 2011, 19:19
Hallo!

Oha, York ist zurück. Was macht der Sputnik-Plattenspieler aus der ehemaligen SU?

MFG Günther
Radiolik
Ist häufiger hier
#30 erstellt: 29. Jan 2011, 21:27
Hallo!
Höre auch noch sehr oft Vinylscheiben und habe seit einiger Zeit ein ähnliches Problem mit meinem etwa 20 Jahre alten Fisher-Tagentiallaufwerk MT 345:
3/4 der Platte werden sauber abgespielt und beim letzten viertel wird der Ton leicht kratzig und rauh. Dachte erst die Nadel sei zerschlissen. Die ist laut Fachhändler aber okay. Leider kann ich an dem Gerät überhaupt nix einstellen. (Auflagekraft wird offenbar intern eingestellt und auch das System scheint fest in dem Plastikärmchen installiert zu sein) Kann es sein, dass der Fehler von einem eventuell zerschlissenen Antriebsriemen des Tonarmtransportmechanismus kommt?

Des weiteren habe ich noch einen alten Dual-Dreher 1218 mit Shure-System. Dieser klingt, wenn er richtig justiert wird, auch noch in den Endrillen ganz gut - allerdings hört man stets das Rumpeln vom Reibradantrieb in leisen Passagen. Hat da wer nen Tipp, wie man das abstellen kann? Oder ist das bei diesen Drehern normal? Eine Reinigung des Plattentellerantriebsrandes von Innen mit Alkohol und ein Austausch des Antriebsgummirades brachten jedenfalls kaum Besserung.


Welchen bezahlbaren Plattendreher könntet ihr mir empfehlen, der nach Möglichkeit direkt getrieben ist und evtl. auch tagential abtastet und dabei noch den Einbau eines gewöhnlichen Abnehmers z.b. von shure bietet?
Detektordeibel
Inventar
#31 erstellt: 29. Jan 2011, 21:44

Welchen bezahlbaren Plattendreher könntet ihr mir empfehlen, der nach Möglichkeit direkt getrieben ist und evtl. auch tagential abtastet und dabei noch den Einbau eines gewöhnlichen Abnehmers z.b. von shure bietet?


Für wenig Geld den Technics SL-J1 und seine Verwandten.

Topmodelle SL-10 und SL-7 und SL-15.
Holg_er
Stammgast
#32 erstellt: 29. Jan 2011, 22:01

Radiolik schrieb:


Des weiteren habe ich noch einen alten Dual-Dreher 1218 mit Shure-System. Dieser klingt, wenn er richtig justiert wird, auch noch in den Endrillen ganz gut - allerdings hört man stets das Rumpeln vom Reibradantrieb in leisen Passagen. Hat da wer nen Tipp, wie man das abstellen kann? Oder ist das bei diesen Drehern normal? Eine Reinigung des Plattentellerantriebsrandes von Innen mit Alkohol und ein Austausch des Antriebsgummirades brachten jedenfalls kaum Besserung.



Der 1218 ist ein sehr anständiger Dreher. Er braucht sicherlich nur etwas Zuneigung. Also: Das Treibrad leicht anschleifen, die Motorwelle säubern, das Tellerlager reinigen und neu fetten, Motor ölen... fettich!Zeitlicher Aufwand ist sehr gering. Finanzieller Aufwand gleich null! Hier bekommst Du alle Unterlagen zu dem Dual. Ich hatte mehrere von den Teilen in den Fingern. Das Rumpeln kann man ihm wirklich einfach (fast) völlig abgewöhnen.

Gruß

Holger


[Beitrag von Holg_er am 29. Jan 2011, 22:01 bearbeitet]
Radiolik
Ist häufiger hier
#33 erstellt: 29. Jan 2011, 22:26
Puhh. Das ging aber schnell hier. Erst mal vielen Dank für die Tipps von Holger zum Dual! Bei dem Dual habe ich dann wohl etwas falsch gemacht oder übersehen... Ich hatte ihn bereits nach Serviceplan komplett revidiert bzw. nachgeschmiert. Vielleicht mit den falschen Mitteln? Habe WD 40, Feinöl und Aralfett benutzt. Die Mechanik funzt seitdem einwandfrei.
Motor hatte sich auch mal festgefresen. Habe ich komplett zerlegt und wieder zusammengebaut und gefettet montiert.
Treibrad wurde erneuert durch eins aus der Bucht, das noch original verpackt war. Also werde ich die von meinem Vorredner angesprochenen Punkte noch mal durchgehen. Das Teil ist wirklich sehr robust und vom Klang noch wärmer als der Fisher mit dem fest eingebauten Sharp/Sanyo-Tonabnehmersystem.


Detektordeibel schrieb:

Welchen bezahlbaren Plattendreher könntet ihr mir empfehlen, der nach Möglichkeit direkt getrieben ist und evtl. auch tagential abtastet und dabei noch den Einbau eines gewöhnlichen Abnehmers z.b. von shure bietet?


Für wenig Geld den Technics SL-J1 und seine Verwandten.

Topmodelle SL-10 und SL-7 und SL-15.



Taugt denn der SL-J1 irklich was? Wenn ich mich erinnere, hat der die gesamte Abtastmechanik in der Haube eingebaut und spielt somit nur bei geschlossener Haube. Auch ein Systemtausch wird da wohl nicht drin sein, da es bestimmt ebenfalls fest montiert sein wird.
Hatte zuvor mal nen Tagentialdreher von Philips (FP..XY weiss nicht mehr). Da konnte man das System mittels 2 Schrauben an den Tonarm anbauen und das Gewicht einstellen. Leider hatte dieser stets Probleme mit der Elektronik, so dass ich ihn um 1991 entsorgte und den Fisher Player kaufte.
Detektordeibel
Inventar
#34 erstellt: 30. Jan 2011, 01:57

Wenn ich mich erinnere, hat der die gesamte Abtastmechanik in der Haube eingebaut und spielt somit nur bei geschlossener Haube.


Richtig, wie bei so ziemlich allen japanischen Tangentialspielern.
Von ausnahmen wie der technics SL-M Reihe mal abgesehen, aber da musste schon in die Tasche greifen wenn es sowas sein soll.
Genau wie bei den Revox Tangentialspielern.



Auch ein Systemtausch wird da wohl nicht drin sein, da es bestimmt ebenfalls fest montiert sein wird.


Nö, ist ein austauschbarer T4P tonabnehmer, verträgt auch ein OMP 20/30/40, und andere verbliebene hochwertige MM-T4P Tonabnehmer.
Man kann im Vergleich zu den deutlich teureren Tangentialspielern halt nich das Auflagegewicht rauf und runter schrauben, aber solange man bei MM Tonabnehmern bleibt kein Problem.
Außerdem hat der SL-J1 sogar die Möglichkeit einzelne Titel auszuwählen und das funktioniert sogar richtig gut. Wenn man einen unter 30€ bekommt auf jeden Fall sein Geld Wert.
Radiolik
Ist häufiger hier
#36 erstellt: 30. Jan 2011, 21:41

Detektordeibel schrieb:

Außerdem hat der SL-J1 sogar die Möglichkeit einzelne Titel auszuwählen und das funktioniert sogar richtig gut. Wenn man einen unter 30€ bekommt auf jeden Fall sein Geld Wert.


Interessant. Wie funktioniert denn das? Woher soll der Plattenspieler wissen, wann das nächste Stück kommt? Tastet der zusätzlich mit einem Laser die Platte auf die Pausenrillen ab? Lässt sich so ein Teil auch wie ein Cd-Player programmieren? (Also erst Track 5, dann Track 1, Track10 usw...

Habe inzwischen mal meinen Fisher auseinandergenommen und die Transportschine des Tonarms gefettet. Scheinbar hatte diese mit dem Problem zu tun, denn momentan klappt es wieder besser. Obwohl so ein direkt angetriebener mit Songauswahl wohl noch besser wäre. Das Einzige was mich halt stört, dass die Klappe zu sein muß. Bei meinem Fisher kann ich sie aufgeklappt lassen. Allerdings hat der keine Songanwahlfunktion.
Detektordeibel
Inventar
#37 erstellt: 30. Jan 2011, 21:50

Interessant. Wie funktioniert denn das? Woher soll der Plattenspieler wissen, wann das nächste Stück kommt? Tastet der zusätzlich mit einem Laser die Platte auf die Pausenrillen ab?


Richtig, so funktioniert das.

Titelprogrammierung hat der J1 nicht, aber der SL-15, SL-L3 und ein paar andere.

Der SL-J1 ist Riementriebler, ein Direkttriebler, mit Titelauswahl und Programmierung war der SL-J300, der ist aber sehr selten.

Bei Ebay läuft die nächsten 23H ein SL-DL5 aus der ganz passabel ausschaut, zwar keine Zusatzfunktionen aber auch Direktantrieb und die möglichkeit die Nagelauflagekraft einzustellen. Falls normaler Automatikspieler reicht und man einen hochwertigen T4P Tonabnehmer nachrüsten möchte geht das damit sicherlich auch. Klappe bleibt halt bei allen zu, die haben sich dabei schon was gedacht. So fuhrwerkt da keiner herum während das Ding läuft.
Tonarmlift haben alle und der Tonarm kann bei geschlossener Haube mit den Tasten gesteuert werden.


[Beitrag von Detektordeibel am 30. Jan 2011, 21:58 bearbeitet]
Radiolik
Ist häufiger hier
#38 erstellt: 30. Jan 2011, 23:09

Detektordeibel schrieb:

Bei Ebay läuft die nächsten 23H ein SL-DL5 aus der ganz passabel ausschaut, zwar keine Zusatzfunktionen aber auch Direktantrieb und die möglichkeit die Nagelauflagekraft einzustellen.

Meinst du die Nummer 370479842127 ? Das ist ja Plastik pur!
Sieht jedenfalls auf dem Foto sehr einfach aus. Nee dann will ich doch lieber warten und evtl. mehr in ein vernünftiges Gerät inverstieren, dass noch einen richtigen Arm mit Gewicht auf einer Laufbahn und Dirketantrieb hat, ähnlich meinem MT-345.
Revox sieht zwar ganz nett aus, aber da geht ja oft der Kunststoff ab und der Player ist wohl nur ein Halbautomat.
(Arm muss von Hand auf die Platte geschwenkt werden...)
Nordmende hatte damals ganz interessante Tagentialdreher im Programm. Kann mich da noch an ein Modell erinnern, das sollte 549 Mark kosten. Da war wohl auch ne Titelanwahl möglich und es hatte einen Tonarmschlitten fast wie der damals und auch heute noch sehr teure Pioneer PL-L1000 (der wohl keine Songauswahl beherrscht).
Mein Fisher MT-345 hat dmals mal 349 Mark gekostet und ist leider auch kein direkt angetriebenes Modell.
Glaube da lohnt sich momentan wohl echt ne weitere Aufbereitung meines uralten Dual 1218. Der ist wenigstens nicht aus Plastik und hat nen Shure-Tonabnehmer, dessen Klang einiges übertrifft, was ich sonst so gehört habe.
Nur wenn ich bei Ebay wirklich nen neuen Tagential schiessen sollte, dann will ich den am besten persönlich abholen, da ich gerade schon mit Hifi so meine Erfahrungen gesammelt habe. So hatte ich vor einigen Monaten nen funktionierenden CD-Recorder ersteigert, der auf dem Postweg wohl geschmissen worden ist und sich dabei im inneren ein Plastiksteg verabschiedet hat, so dasss das Gerät zunächst unbrauchbar war. Auch ein Tapedeck kam bei mir mit einer kaputten Displayröhre an. Letztere hatte wohl durch nen Stoß Luft gezogen und war irreparabel.
Daher werde ich die Suche nach Geräten auf 50 KM begrenzen um selber abholen zu können.


PS:
Was ist von einem Saba PSP 480 zu halten? http://www.special-hifi.de/product_info.php?products_id=4643


[Beitrag von Radiolik am 30. Jan 2011, 23:17 bearbeitet]
Detektordeibel
Inventar
#39 erstellt: 31. Jan 2011, 01:43

Das ist ja Plastik pur!


Darf ja nix kosten oder wie war das vorhin?
Mit schwerem Alugehäuse gab es SL 7/10/15 wie gesagt und die SL-M Reihe. Für die oben genannten werden Preise 80-150€ verlangt, SL-M geht da meistens überhaupt erst los.
Das sind Geräte die damals 800-1000 DM gekostet haben.

Viel Glück noch bei der Tangentialdrehersuche. Aber wenn die "Schlosshauben" und T4P nicht erwünscht und sogar ein Revox verschmäht wird da bleibt nicht mehr viel übrig.
Aber klar, bisschen was gibts noch.

Der Saba dürfte wie Nordmende ein umgelabeltes anderes Gerät aus Fernost sein. (Thomson kaufte die glaub ich bei Sony)
Meistens war ein AT-55 oder 51 auf denen montiert. (Yamaha PX-3, SONY PS-LX520 um verwandte geräte zu nennen)

ich glaub den Nordmende haben hier ein oder 2 Leute sogar. Benutz mal die Suchfunktion.


[Beitrag von Detektordeibel am 31. Jan 2011, 02:08 bearbeitet]
Radiolik
Ist häufiger hier
#40 erstellt: 31. Jan 2011, 11:06

Detektordeibel schrieb:

Darf ja nix kosten oder wie war das vorhin?



Na gut, werde wohl etwas mehr investieren müssen, denn bei der Analogtechnik wird schließlich Aufwand durch besseren Klang belohnt. Will halt nur nen schönen Player, der einfach zu bedienen ist, nen guten Klang hat und nicht rumkrächzt in den Höhen. Erst mal habe ich jetzt meinen Dual angeworfen und ihn an die Stelle des Tangentials gestellt. Kling jedenfalls viel wärmer. Auch wenn es rumpelt. Aber dem werde ich auch noch auf die Schliche kommen. Mein Fisher hat tatsächlich Probleme mit dem Armtransport. Sind wohl die beiden Antriebsriemen auf, denn zumindest einer rutscht. Somit kann der Arm nicht mehr richtig der Spur folgen und es kommt zu den Zerrern am Ende...
Werde in der Bucht auch mal nach defekten Drehern schauen. So lange es die Elektronik ist, kann ich ja meistens aktiv werden...(bin Elektroniker).
Danke noch mal für die Tipps mit den "umgelabelten" Geräten. Gehören die Marken denn schon so lange zur Thompson-Gruppe? Dachte in den 80ern wäre Nordmende noch Nordmende gewesen und z.b. Telefunken Telefunken.
Suche:
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westrich-08 am 17.02.2007  –  Letzte Antwort am 17.02.2007  –  5 Beiträge
Scheppern/Kratzen trotz sauberem Vinyl
ich-bin-ein-benutzer am 26.01.2009  –  Letzte Antwort am 26.01.2009  –  3 Beiträge
Vinyl Wiedereinsteig
Richard3108 am 06.01.2015  –  Letzte Antwort am 09.01.2015  –  57 Beiträge
Vinyl klingt nicht sauber
chris0871 am 15.09.2007  –  Letzte Antwort am 15.09.2007  –  3 Beiträge
Tapedeck zischt/verzerrt
blauescabrio am 02.03.2011  –  Letzte Antwort am 05.05.2012  –  4 Beiträge
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