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Neue Nadel. Verzerrungen?

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Autor
Beitrag
AdmiralAckbar
Schaut ab und zu mal vorbei
#1 erstellt: 15. Dez 2010, 11:57
Hallo!
Ich habe ja vor einiger Zeit beschlossen mir ne neue Nadel zu gönnen, da ich das Gefühl hatte, dass die alte langsam verzerrt.
Bestellt habe ich mir auf Ratschlag diese hier:
Nadel
ALs ich sie jedoch einbaut habe, musste ich feststellen dass sie bei einigen Passagen Verzerrungen von sich gibt, was bei der alten nicht der Fall war.
Was hat das zu bedeuten? Ist die neue Nadel minderwertig und sollte man sie zurückschicken? Oder soll ich sie erst mal "einspielen" wie es so schön heißt?
Bin gerade etwas verwirrt da ich die alte Nadel für minderwertig gehalten habe. Vielleicht war es ja die Originale, da diese auch einen SuperTrackingplus Aufkleben besitzt.
Ich wäre über Hilfe erfreut
Edit: Mein Plattenspieler ist der Dual 721 mit Shure V15 III


[Beitrag von AdmiralAckbar am 15. Dez 2010, 11:58 bearbeitet]
stbeer
Hat sich gelöscht
#2 erstellt: 15. Dez 2010, 13:15
Admiral ,

ich glaube Du hast Dir da fuer um die 50,- EUR einen "Nachbau" zugelegt.

Beim Nadelwilli kostet die Originale VN35E (NOS) derzeit um die 170,- EUR -> Guck' hier!

Alternativ gibt es aber auch Tonabnehmer neuerem Datums was mE auch sinnvoller waere

Stefan


[Beitrag von stbeer am 15. Dez 2010, 13:21 bearbeitet]
AdmiralAckbar
Schaut ab und zu mal vorbei
#3 erstellt: 15. Dez 2010, 13:17
Nein, also ich meine dass meine alte Nadel eine originale ist, da im Vergleich zu der neuen alles viel homogener scheint und die alte ja den Aufkleber hat.
Kann mir keiner einen Rat geben?
Fhtagn!
Inventar
#4 erstellt: 15. Dez 2010, 13:22
Axel Schürholz anmailen und beklagen, dass der Nachbau nicht richtig abtastet.
Normalerweise ist dein Nachbau gut, kenne die Dinger (von Stylus Company).
Hast wohl eine schlechte erwischt, vielleicht tauscht er dir die ja aus.
AdmiralAckbar
Schaut ab und zu mal vorbei
#5 erstellt: 15. Dez 2010, 13:24
Bei genauerem Vergleich mit klassischer Musik ist mir noch eines aufgefallen. Die neue Nadel verzerrt unglaublich bei lauten/(hohen?) Passagen.
Das wars dann wohl. Soll ich diese sofort zurückschicken? Oder lieber noch einspielen lassen?
Fhtagn!
Inventar
#6 erstellt: 15. Dez 2010, 13:28
Erhöhe mal die Auflagekraft auf 1,3-1,5.
lunatic303
Stammgast
#7 erstellt: 15. Dez 2010, 13:28
Also wenn sie "unglaublich" verzerrt, würde ich die in keinem Fall weiter spielen lassen, damit beschädigst Du am Ende nur Deine Platten..

Grüße,

Patrick
AdmiralAckbar
Schaut ab und zu mal vorbei
#8 erstellt: 15. Dez 2010, 13:32

Fhtagn! schrieb:
Erhöhe mal die Auflagekraft auf 1,3-1,5.

Habe ich leider alles schon probiert. Nichts kommt annähernd an die alte Nadel heran.
Was mich interessiert ist, ob die Nachbaunadel normalerweise sich stark von der JICO unterscheidet. Wenn dem so ist, werde ich mein Geld zurückverlangen, aber wenn der Unterschied normalerweise(da ich anscheinend ein defektes erwischt habe) nicht groß ist, werde ich fragen ob er mir die Nadel austauschen kann.
UniversumFan82
Inventar
#9 erstellt: 15. Dez 2010, 13:35
Wenn Dein System justiert ist, Auflagegewicht und Antiscating richtig eingestellt sind und es verzerrt, dann ist die Nadel entweder schief oder schlecht gefertigt - also zurückgeben. Eine neue Nadel muss vom ersten Moment sauber und unverzerrt spielen.
Gruß,
Manfred
AdmiralAckbar
Schaut ab und zu mal vorbei
#10 erstellt: 15. Dez 2010, 14:02
Alles ist richtig justiert, zumindest meiner Meinung nach.
Tonarm habe ich gerade eben neu ausbalanciert.
Manchmal kommts mir so vor als passiert sowas nur mir
Ich warte nun geduldig auf die Antwort von Axel.
Werd mir wohl oder übel eine JICO SAS kaufen müssen. Ob das mein Geldbeutel sponsort..naja
Danke für die Antworten, Leute!
Tolles Forum hier
AdmiralAckbar
Schaut ab und zu mal vorbei
#11 erstellt: 15. Dez 2010, 14:47
Ok, er hat in seiner Mail geschrieben dass ich die Auflagekraft überprüfen sollte.
Für normale Nadeln hieß es von vielen Quellen dass 1-1,25g super wären. Das habe ich auch bei der neuen Nadel probiert.
Nur sagt er dass ich sie auf 1,7-1,9g stellen sollte.
Das habe ich getan und siehe da, schon tausend mal besser.
Ich muss sie nur noch mit der Alten vergleichen.
Vielleicht habe ich sie einfach nur falsch eingestellt und die Nadel ist super.
stbeer
Hat sich gelöscht
#12 erstellt: 15. Dez 2010, 14:48
Ja, hier werden Sie noch richtig geholfen

Allerdings habe ich obigen Post nochmal geaendert; mit einem zusaetzlichen Hinweis, evtl. in einen anderen Tonabnehmer zu investieren als staendig Nachbau- oder NOS sich aergern

Gruss Stefan
rorenoren
Hat sich gelöscht
#13 erstellt: 15. Dez 2010, 15:18
Moin,

das klingt eher so, als sei diese Nadel ein ganz einfacher Billignachbau.

Je nach Händler gibt es die so ab ca. 20 Euro.

Die Jico SAS ist eine hervorragende Nadel, die der Originalnadel DN35E überlegen sein dürfte.
(und preiswerter ist)

Ich habe eine gebrauchte aber gute DN35, die sehr gut klingt.

Der Unterschied zur Jico ist nicht gross und könnte fast unter die Rubrik "Einbildung" fallen.
(minimal mehr Details, minimal strafferer Bass, allerdings ist der Tonarm recht schwer für das V15III)

Der Nadelschliff der Jico ist halt aufwändiger.

Mit Original und Jico Nadel klingt das V15III richtig gut, mit Nachbau tastet es weitaus schlechter ab (Hochtonverzerrungen) und klingt heller und detailarm.

Mit der Nachbaunadel ist das System auch hörbar lauter.
(zumindest mit meinen, auch die Jico ist etwas lauter, aber leiser als die Billigdinger)

Alternativ gibt es wohl auch Shibata Retip Nadeln, die gut sein sollen.
(kenne ich aber nicht)

Wenn die Möglichkeit besteht, würde ich die Nadel zurückschicken und in eine Jico SAS investieren.
(es gibt hier im Forum viele zufriedene Besitzer)

Mache mal ein Foto vom Nadelträger, auf dem man etwas erkennen kann.


Bei meinen Billignachbauten (2x Aswo, 1x unbekannt) ist auch bei ca 1,7-2g das Ergebnis am besten.

Die Hochtonverzerrungen sind aber deutlich grösser als mit fast all meinen Billigsystemen.
(und da sind wirklich üble Dinger dabei, die trotzdem weniger verzerren!)

Das V15III ist schon ein sehr gutes System.

Um da heranzukommen, muss man recht viel Geld ausgeben.
(wobei das natürlich relativ ist, aber für die 119 Euro plus PP (Thakker) der Jico SAS bekommst du kein besseres System, in Japan noch preiswerter)

Solange Jico noch die SAS Nadeln liefert, und die Nachfrage scheint da zu sein, würde ich das Shure in Ehren halten.

Mir ist es seit längerer Zeit das liebste System.
(wobei die "Nächstbesseren" "nur" Denon DL110, DL103, Ortofon MC20 (sehr gut, aber hat mir viel zu wenig Bass), Shure M91ED(nude) usw. sind)

Gruss, Jens
Fhtagn!
Inventar
#14 erstellt: 15. Dez 2010, 15:33
Anstatt der Jico könntest du den Axel fragen, ob er deinen Nachbau gegen den Shibata Retip eintauscht.
Die kommen nämlich von ihm und klingen sehr gut.

Da müsstetst du ca. 40€ drauflegen.

Gruß
Haakon
stbeer
Hat sich gelöscht
#15 erstellt: 15. Dez 2010, 15:53
Haakon,

ein Retip bei MM-Tonabnehmern? Der neue Diamant wird bestimmt eine andere Masse haben; und somit verlagert sich der Schwerpunkt des Nadeltraegers vom Drehpunkt weg.

MCs sind diesbezueglich "unkritischer".

Ich empfehle es nicht zu tun!

Stefan
Fhtagn!
Inventar
#16 erstellt: 15. Dez 2010, 15:56
Ist ein komplett neuer Nadeleinschub, d.h. neuer Nadelträger, neues Gummi, alles neu eben. Bestückt mit einer guten Shibata Nadel.

Achja: Ich habe so eine hier....


[Beitrag von Fhtagn! am 15. Dez 2010, 15:59 bearbeitet]
rorenoren
Hat sich gelöscht
#17 erstellt: 15. Dez 2010, 16:09
Moin,

Hörbert (Günther) hat schon mal positive Dinge über die Shibata Retips geschrieben.

Der Retipp dürfte allerdings in eine Billignachbaunadel eingesetzt sein, aber wer weiss?

Ich würde auch eher die Jico vorziehen, aber kenne halt die Retips nicht.
(wat de Buur nich kennt....)

Ich habe gerade mal Bildchen meiner 3 Nadeln gemacht:



Reihenfolge v.l.n.r.:
Aswo (auf Sockel geklebt, elliptisch), Shure DN35 (nackt, elliptisch), unten Jico SAS (nackt, SAS)

Die Dicke der Nadelröhrchen ist schon unterschiedlich.
(die DN35 ist etwas zu gross abgebildet, die beiden anderen etwa gleich)

Die Beschriftung der Billignadel- Plastikbox ist:

"Art.Nr. 89089"
"Tonnadel 10526"

Sie stammt von Aswo und hat irgendwas um 20 Euro gekostet.
(incl. MwSt.)

Geht zwar einigermassen, aber das Shure klingt damit lange nicht so gut wie es könnte.

Ohne Vergleich erträglich, im Vergleich chancenlos.

Gruss, Jens
silberfux
Inventar
#18 erstellt: 15. Dez 2010, 16:42
Hallo Stefan,

meinst Du das ernst? Die Gewichtsunterschiede der verschieden geschliffenen Diamanten dürften m.E. angesichts des Gewichtes der sonstigen Teile des Systems eigentlich zu vernachlässigen sein...

BG Konrad
AdmiralAckbar
Schaut ab und zu mal vorbei
#19 erstellt: 15. Dez 2010, 20:04

rorenoren schrieb:
Moin,

das klingt eher so, als sei diese Nadel ein ganz einfacher Billignachbau.

Also was jetzt?
Ist diese Nachbaunadel gut oder billig?
Die neue Nadel war lauter als meine alte Originale(Denke ich zumindest). Was hat das zu bedeuten? Und sind nur billignadeln mit hoher Auflagekraft -2g zu betreiben oder wie?
rorenoren
Hat sich gelöscht
#20 erstellt: 15. Dez 2010, 21:06
Moin,

kann beides sein.

Aber für 50 Euro denke ich eher an billig und etwas höheren Gewinn für den Verkäufer.

Ich weiss es aber nicht und will nichts unterstellen.

Foto?

Steht auf deiner Schachtel auch eine Nummer?


Die Originalnadel und die Jico SAS laufen beide mit ca. 1,25g perfekt.

Da zischelt und verzerrt nichts hörbar.
(auch nicht bei 1g oder gar 0,8g)

Bei den Billignadeln die ich habe, zischelt es je nach Musik/Platte bei 1,25g z.T. noch sehr stark,
bei ca 1,7-2g immer noch, aber nicht mehr ganz so stark.
(gilt für schwierige Passagen, bei einfach zu spielenden Platten klingt es auch sauber)

Höhere Auflagekraft bringt keine Verbesserung mehr.

Wenn das bei dir ähnlich ist, würde ich die Nadel zurückgeben.
(wenn das geht)

Nur die höhere Auflagekraft sagt nicht unbedingt viel aus.

Etwas spielt sich auch das Gummi der Aufhängung noch ein.

Damit werden aber eventuelle Verzerrungen kaum weniger, nur die Auflagekraft kann dann etwas zurückgenommen werden.
(und die Resonanzfrequenz sinkt)

Natürlich kann man für 20 Euro keine feinste Qualität verlangen.

Bei 50 Euro hätte ich zumindest den Anspruch, qualitativ (Verzerrungsarmut) ein gleichteures Komplettsystem zu übertreffen.
(oder zumindest ein AT95E oder AT110E)

Tut sie das nicht, ist sie m.E. unbrauchbar und das Geld nicht wert, bzw. ein Billigsystem der bessere Kauf.

Für 75 Euro gibt es schon das Shure M97xE, das schon recht gut ist.

Da hat eine Nachbaunadel "nicht bester Qualität" sicher Schwierigkeiten mitzuhalten.
(selbst wenn der Generator des V15III besser ist)

Übrigens steht auf der Originalnadel Edit: "Supertrackingplus" und
auf meinen Nachbauten (auch Jico) "Special Tracking"

Gruss, Jens


[Beitrag von rorenoren am 15. Dez 2010, 21:09 bearbeitet]
stbeer
Hat sich gelöscht
#21 erstellt: 15. Dez 2010, 21:08
Admiral,

ich wuerde mal sagen weder gut noch preiswert

Aber billig schon

Stefan


[Beitrag von stbeer am 15. Dez 2010, 21:10 bearbeitet]
Albus
Inventar
#22 erstellt: 15. Dez 2010, 21:13
Tag,

eine Nachbaunadel ist typisch daran zu erkennen, bei einem Shure-Nachbau: Von hinten in das Vierkantröhrchen hineingesehen, dort fehlt erstens der Spanndraht mit kleinem Lötpunkt am unteren Ende befestigt, ferner ist der gänzlich ins Nadelträgerende m.o.w. grob eingepresst sichtbare Magnet zu erkennen, gelegentlich gar ein übermässig langer Stab statt vierkantiger Passblock. Von vorn erkennt man dann auch den nicht metallgefassten Nadeldämpferfblock, das Gummi typisch gleichmässig dick (original unten dünner als oben, der vertikalen Abtastung wegen). Usw.

Freundlich
Albus


[Beitrag von Albus am 15. Dez 2010, 21:14 bearbeitet]
stbeer
Hat sich gelöscht
#23 erstellt: 15. Dez 2010, 21:26

silberfux schrieb:
Hallo Stefan,

meinst Du das ernst? Die Gewichtsunterschiede der verschieden geschliffenen Diamanten dürften m.E. angesichts des Gewichtes der sonstigen Teile des Systems eigentlich zu vernachlässigen sein...

BG Konrad


Ich fuerchte Ja: Der Diamant hat mit dem Nadeltraeger - und dem dazugehoerigen Hebel zum Drehpunkt - mE doch eine zu beruecksichtigende Masse; da kommt natuerlich noch der Magnet hinzu, der am anderen Ende des Nadeltraegers sitzt. Ist dieses "System" (das Gewicht es Tonabnehmers spielt hier keine Rolle) nicht exakt austariert (also Drehpunkt = Schwerpunkt), dann kommt es zu Partialschwingungen was zu unsauberer Wiedergabe fuehrt ...

Wenn bei Deinem THORENS das Subchassis nicht austariert ist, taumelt es ja auch wenn Du dieses von Hand "anregst" (dh es schwingt nicht nur vertikal sondern - es "taumelt" halt

Gruss Stefan


[Beitrag von stbeer am 15. Dez 2010, 21:29 bearbeitet]
AdmiralAckbar
Schaut ab und zu mal vorbei
#24 erstellt: 15. Dez 2010, 23:07
Habe mit der alten nun deutlich verglichen.
Kann kaum einen Unterschied feststellen.
Wird sich da was ändern?
Bin jetzt ehrlich gesagt zu faul um diese einzuschicken und eine Jico zu kaufen , was mmir sowieso als Schüler schwerfällt, da ich wenig Geld habe.
rorenoren
Hat sich gelöscht
#25 erstellt: 16. Dez 2010, 06:30
Moin,

wenn du keinen Unterschied feststellst, ist die Nadel entweder doch gut, oder deine alte Nadel verschlissen.

Wenn es bei schwierigen Passagen in den letzten Rillen nicht oder nur sehr wenig verzerrt, ist wahrscheinlich alles ok.

Vielleicht hast du ja doch Glück gehabt.

Gruss, Jens
Fhtagn!
Inventar
#26 erstellt: 16. Dez 2010, 07:24
Lass den Nachbau erstmal ein wenig einspielen.

Die Nadelträger der Nachbauten sind meistens der Schwachpunkt, zu dick.

Wenn man ganz krasse Auflagen fahren muss, dann hilft oft ein Tröpfchen Glycerin, aufgetragen auf das Trägergummi.
AdmiralAckbar
Schaut ab und zu mal vorbei
#27 erstellt: 16. Dez 2010, 14:41

rorenoren schrieb:
Moin,

wenn du keinen Unterschied feststellst, ist die Nadel entweder doch gut, oder deine alte Nadel verschlissen.

Wenn es bei schwierigen Passagen in den letzten Rillen nicht oder nur sehr wenig verzerrt, ist wahrscheinlich alles ok.

Vielleicht hast du ja doch Glück gehabt.

Gruss, Jens

Also bei meiner alten Sam cooke Platte haben die S-Laute sehr oft gezischt, aber das durchgängig. Jedoch muss man sagen dass ich die Platte für 3 Euro in nem alten Laden bekommen habe und diese aus den 70er stammt (schätze ich).
Bei neuerem Platten wie die 180g Vinyl von Modern Times (bobby D) hör ich auch bei den letzten Lieder kein Zischen oder Verzerren. Nur gelegentliche Anomalien, aber die stammen vom Staub.
Ich bin mir im übrigen auch nicht sicher ob meine alte Nadel verschlissen war oder nicht.
Einen riesigen Unterschied höre ich jetzt nicht, aber es kommt mir so vor als wäre die neue Nadel lauter und hätte mehr Höhen. Zudem zischen die S-Laute gar nicht mehr, was bei der alten ab und zu vorkam.
What do?
BioZelle
Stammgast
#28 erstellt: 16. Dez 2010, 18:49
Ich besitze seit dieser Woche eine JICO SAS VN35E für das Shure V15-III und hab manchmal das Gefühl, dass die S-Laute ein wenig zu scharf sind.
Könnte aber auch daran liegen, dass ich die Nadel meines DN168E gewöhnt bin die schon etwas runter ist und das Klangbild allgemein etwas dumpfer ist...
Ein Bekannter meinte vor ein paar Tagen er höre nichts von wegen scharfen S-Lauten.
Ich glaub meine Ohren müssen sich erst daran gewöhnen.

Einen Vergleich zu einer anderen Nadel habe ich nicht, da ich den 721 mit Shure V15 ebenfalls erst seit zwei Wochen besitze und keine Nadel dabei war.

Gruß
BioZelle
Fhtagn!
Inventar
#29 erstellt: 16. Dez 2010, 18:52
Leute, lasst die Nadeln mal einspielen.
Und ruhig etwas höher als 1,0g stellen.
BioZelle
Stammgast
#30 erstellt: 16. Dez 2010, 18:55
Keine Sorge, das wird gemacht. In meinen Ohren wirds auch immer besser

Läuft mit 1,25g und spielt grad eine Platte nach der anderen ab. Arbeitet also fleißig vor sich hin.

Gruß
BioZelle
rorenoren
Hat sich gelöscht
#31 erstellt: 16. Dez 2010, 19:06
Moin,

beim ersten Hören was meine Jico SAS auch etwas merkwürdig in den Höhen.

Sauber, aber irgendwie, als würden Details übertrieben ausgearbeitet.

Das war nach einigen Platten weg und seitdem klingt sie hervorragend.

Zur Nadel vom AdmiralAckbar:

Wenn sie weniger verzerrt als deine alte Nadel, ist doch alles in Butter.

Die alte Nadel ist vermutlich verschlissen, wenn sie zischelt.

Möglich aber auch, dass sie nur verschmutzt ist.

Gruss, Jens
AdmiralAckbar
Schaut ab und zu mal vorbei
#32 erstellt: 17. Dez 2010, 18:59
Also Leute,
irgendwie konnt ich doch nicht mit dem Zweifel leben, der an mir / der Nadel nagt. Daher werde ich die Nadel wohl zurückgeben.
KOmischerweise hört sich meine alte Nadel doch besser an als diese Neue. Ich werde sie wohl reinigen, da sind anscheinend doch nicht verschlissen ist.
Einer hat mal gesagt: " Bei Hi-Fi keine Kompromisse!!!". Da muss ich ihm zustimmen. Die Jico muss herhalten...
BioZelle
Stammgast
#33 erstellt: 21. Dez 2010, 18:17
Langsam bin ich ein wenig am verzweifeln.
Die JICO spielt jetzt schon eine ganze Weile, allerdings ist der Klang alles andere als zufriedenstellend. Alle möglichen Einstellungen von Auflagekraft/Antiskating/VTA wurden ausprobiert, doch jedesmal klingt es so als würde die Nadel einfach nicht richtig in der Rille laufen, alles unsauber und mitunter nervtötend.
Es handelt sich um ein Shure V15-III LM in einem TK-Adapapter, dieses Klicksystem von Dual. Trotzdem habe ich die Position des Abnehmers mal mit einer DIN-Schablone überprüft und es hat gepasst (warum sollte es auch nicht passen).

Als Anmerkung möchte ich noch dazu sagen, dass ich das Originalkabel gegen RG-174 Kabel getauscht hab mit Cinchsteckern, da es an einigen Stellen aufgescheuert war.
Kapazität des Kabels betragen 120 pF, also ungefähr die Kapazität des Originalkabels. Eine Anpassung der Kapazität über meinen Phonoverstärker SUPA 2.0 bringt ebenfalls nichts.

Wirkliche Freude will sich beim Hören einfach nicht einstellen.

Hat jemand einen guten Rat für mich? Bin langsam etwas verzweifelt

Gruß
BioZelle
rorenoren
Hat sich gelöscht
#34 erstellt: 21. Dez 2010, 19:00
Moin,

abgesehen von Staub und einer evtl. defekten Nadel fällt mir nichts ein.

Bei mir ist, wie auch Jico schreibt, bei 1,25g alles bestens.

Antiskating ist unkritisch, steht bei mir auch irgendwo um 1-1,5g.
(kann man nicht so genau ablesen)

Die Kapazität ist bei mir nur hörbar , wenn ich extrem hohe Werte einstelle.
(470pF plus Kabel (ca 50-80pF) plus Tonarmkabel (?))
Dann werden die Höhen und oberen Mitten deutlich lauter.
Irgendetwas unsauberes kommt dadurch nicht zustande.

Ich würde die Nadel mal reinigen und falls dann immer noch keine Besserung eintritt, reklamieren.

Vorher vielleicht noch mal mit einer anderen Nadel, bzw. anderem System gegenprüfen.
Nicht dass da etwas anderes im Argen liegt.


Gruss, Jens
BioZelle
Stammgast
#35 erstellt: 21. Dez 2010, 19:04
Hallo rorenoren,

die Nadel habe ich sorgfältig gereinigt, da sich ja hin und wieder doch etwas Dreck an ihr ansammelt.

Das mit dem anderen System kam mir auch schon in den Sinn, allerdings ist die Nadel meines DMS240E leider nicht in bestem Zustand, sollte eig. gewechselt werden, aber dann kam mir der 721 dazwischen ...

Aber ein Versuch ist es trotzdem mal wert.

Gruß
BioZelle
rorenoren
Hat sich gelöscht
#36 erstellt: 21. Dez 2010, 19:09
Moin,

wenn das DMS240E noch halbwegs beisammen ist, verzerrt es vielleicht bei lauten Höhen.

Der von dir beschriebene Effekt dürfte aber damit nicht auftreten.

So gesehen vielleicht trotzdem ein aussagekräftiiger Test.

Besser wäre natürlich ein bekannt gutes System.

Gruss, Jens
Albus
Inventar
#37 erstellt: 21. Dez 2010, 20:00
Tag,

zuviel Kleber an der JICO-Nadel? Die nicht sehr saubere Verklebung des Diamantkegels ist ja "ein Markenzeichen der JICO-Nadeln". Im Falle einer etwa ungünstigen Massierung mit der Folge der gelegentlichen Kontaktierung des Klebers als Gleitreiber lässt einen die geschilderte Unsauberkeit nicht ratlos zurück. - Wie sieht es also unter der starken Lupe aus, wenn die Nadel aufliegt?

Freundlich
Albus
BioZelle
Stammgast
#38 erstellt: 22. Dez 2010, 15:37
Mit den mir zur Verfügung stehenden Mitteln sieht es nicht so aus als wären noch irgendwelche Verklebungen an der Nadel.
Gern würde ich auch die Nadel mal unter dem Mikroskop begutachten, nur weiß ich nicht wo es sich zZ befindet.

Ich habe mal das DMS getestet, da war alles nur total Dumpf, die Nadel muss halt auch erneuert werden. Aber das DMS war in einem TK Adapter aus dem eigenen Haushalt montiert, sprich es war sauber, keine Spuren von Oxidation o.ä.
Jetzt habe ich mal das Shure in den TK Adapter gebaut, da die Kontakte des Shure TK doch recht verschmutzt waren, selbst nach der Reinigung.
Ich bin gespannt ob das in irgendeiner Art und Weise einen Unterschied macht.

Gruß
BioZelle
rorenoren
Hat sich gelöscht
#39 erstellt: 22. Dez 2010, 16:16
Moin,

"total dumpf" hört sich nicht typisch für eine aufgebrauchte Nadel an.
(das wären Verzerrungen oder aggressive Wiedergabe)

Entweder ist sie nur sehr stark verschmutzt, oder etwas anderes ist nicht in Ordnung.
(Eisenspäne am Magneten oder irgendetwas aussergewöhnliches)

Du hast nicht zufällig deinen Phonovorverstärker auf MC geschaltet?
(oder einen eingebauten TVV und trotzdem am Phonoeingang?)

Gruss, Jens
BioZelle
Stammgast
#40 erstellt: 22. Dez 2010, 16:56
Hmm, vielleicht war "total Dumpf" nicht die korrekte Beschreibung. Es Klang im Vergleich zum Shure allerdings recht Dumpf.

Als Vorverstärker benutze ich den Supa 2.0 von Hormann-Audio.

Der Dual CS 721 hat keinen eingebauten VV

Ich glaube aber gerade mir einzubilden, dass der Wechsel des TK Adapters irgendetwas bewirkt hat. Kann es sein, dass verschmutze Kontakte einen unsauberen Klang verursachen?

Vielleicht schaff ich es die Tage ja mal ein paar Passagen mit dem Laptop aufzunehmen...

Gruß
BioZelle
sedum
Stammgast
#41 erstellt: 22. Dez 2010, 19:34
Hallo,
ich denke, wenn man eine sehr konzentrierte Justage gemacht hat, dazu gehören neben der Tonarmhöhe auch die Kröpfung und der Überhang, dann sollten die erzielten ergebisse nach Einsatz einer Tonarmwaage mit einer Messschallplette kontrolliert werden. Zunächst das Skating auf einer Leerille, also glatter Oberfläche, dann ein Abtastest, wobei ich 50 mu für ein Muß halte.
Wenn dann Verzerrungen und Zischlaute zu hören sind: umtauschen.
Ich bin eh der Meinung, das ein preiswertes neues System einem Nachbau überlegen ist.
100 € halte ich allerdings für eine Mindest - Notwendigkeit in der Ausgabe für einen aktzeptablen MM - Tonabnehmer.
Viele Grüße
Hermann
Albus
Inventar
#42 erstellt: 22. Dez 2010, 21:18
Tag,

noch einmal zur JICO-Nadel; VTA war variiert - dabei ergab auch eingestellt auf 91-95°, d.h. ganz leicht nach links geneigt, von der Seite außen gesehen, nichts Positives?! - Frage: Ist denn bei aller Unsauberkeit noch etwas von der korrekten Kanaltrennung da oder davon nichts wirklich mehr zu erkennen? Wenn davon nichts mehr übrig ist, dann wäre auf Diamant verwinkelt-verschoben zu untersuchen. Dicker (zu dicker) Kleberkragen hin oder her.

Freundlich
Albus


[Beitrag von Albus am 22. Dez 2010, 21:19 bearbeitet]
BioZelle
Stammgast
#43 erstellt: 23. Dez 2010, 12:39
Ich hab jetzt mal in der Not das ULM68E mit DN168E meines 505-4 ein einen TK Adapter montiert und in den 721 gesteckt. Nun ja was soll ich sagen, dafür dass es "mal so gschwind" gemacht wurde und sicherlich noch nicht perfekt justiert ist, klingt es dennoch besser als das Shure mit der JICO Nadel. Ich denke ich werde die Nadel mal zurückschicken und überprüfen lassen.

Gruß
BioZelle


[Beitrag von BioZelle am 23. Dez 2010, 12:41 bearbeitet]
Albus
Inventar
#44 erstellt: 23. Dez 2010, 16:53
Tag,

nebenbei, ist denn die Nadelnachgiebigkeit im JICO-Fall überhaupt so hoch wie vergleichsweise beim originalen V15III? Die Bürstchenprobe, mit Nadelbürstchen gegen und über den Nadelträger streichen, zeigt höhere oder geringe Elastizität? Weil, Nadelnachgiebigkeiten bei Spanndrahtkonstrukten sind typisch mit Vorsicht zu nehmen, auch gerade aus Japan (100 Hz-Bezug, statt <20 Hz).

Freundlich
Albus


[Beitrag von Albus am 23. Dez 2010, 16:54 bearbeitet]
BioZelle
Stammgast
#45 erstellt: 23. Dez 2010, 17:19
Die JICO ist sehr viel feiner und sehr nachgiebig.

Gruß
BioZelle
Albus
Inventar
#46 erstellt: 24. Dez 2010, 13:35
Tag,

dann weiter auf der Suche nach etwaigen Imperfektibilitäten am Nadeleinschub: Die vergleichsweise weichere Nadel, taucht der Nadelträger unter Auflagekraft annähernd vollständig in das Gehäuse, die Aussparung, ein? Schon bei 0,75 oder 1,0 g, was unpassend wäre. Und, sitzt der Nadeleinschub fest, d.i. vibrationsfrei oder hat er beim Einsetzen etwa merklich Spiel, was nicht sein darf.

Freundlich
Albus
BioZelle
Stammgast
#47 erstellt: 24. Dez 2010, 14:37
Die Nadel sitzt prima drin.

Ich hab mir jetzt die Nadel mal unterm Mikroskop angeschaut, war eine Heidenarbeit weil das Mikroskop ziemlich bescheiden war ...

Bild kann ich leider keines davon machen, sieht in meinen Augen aber komisch aus, daher werde ich sie zur Überprüfung wieder zurückschicken.

Gruß
BioZelle
Albus
Inventar
#48 erstellt: 24. Dez 2010, 15:09
Tag erneut,

dann darf man gespannt sein; noch gefragt, gibt es zu der Nadel von JICO eigentlich Spezifikationen?

Freundlich
Albus
BioZelle
Stammgast
#49 erstellt: 24. Dez 2010, 15:15
Hallo,

ich bin auch gespannt was da rauskommt.

Infos zur JICO gibts hier.


Gruß
BioZelle
Albus
Inventar
#50 erstellt: 24. Dez 2010, 15:31
Tag erneut,

danke, das sind die weitherum bekannten Aussagen. Ich frage mich seit einigem aber, ob es denn z.B. auch Aussagen als technische Daten zu so etwas wie effektiver Nadelmasse, Nadelnachgiebigkeit vertikal und horizontal, Kanaltrennung 1 kHz/10 kHz/15 kHz gibt, Intermodulation bei empfohlener Auflagekraft, Differenztonverzerrungen, Güte der Tiefenresonanz, etc. - was eben bei höherwertigen Tonabnehmern so von Interesse ist. Von Interesse ist - und bei derartigen Tonabnehmern durchaus verschieden von Modell zu Modell. Ferner könnte man sich bei Unstimmigkeiten auf Spezifikationen argumentierend beziehen.

Die simple Mund-zu-Mund-Propaganda sollte einem nicht genügen, oder eben doch. Hauptsache, es macht Spaß?!

Freundlich
Albus


[Beitrag von Albus am 24. Dez 2010, 15:34 bearbeitet]
rorenoren
Hat sich gelöscht
#51 erstellt: 24. Dez 2010, 17:15
Moin,

also eine intakte Jico SAS dürfte unabhängig von unbekannten technischen Daten keinesfalls die beschriebenen Probleme aufweisen.

Mundpropaganda kann je nach Quelle durchaus eine sehr unzuverlässige Referenz sein.
(ebenso wie technische Daten aus unseriösen Quellen)

Es ist allerdings schade, dass Jico keine Daten herausgibt.
(das lässt Raum für Spekulationen)

Ich habe die Nadel in verschiedenen Tonarmen und Plattenspielern ausprobiert.
(div. Japaner (schwer), Unitra (schwer), Dual (mittelschwer))
Dabei ergab sich im Vergleich mit einer DN35 kein Unterschied in Richtung einer Verschlechterung.
In etwas schwereren Armen war die Jico im Bass minimal präziser als die DN35, könnte also eine etwas festere Einspannung haben.
(oder die DN35 ist etwas "ausgeleiert")

Meine Jico sah neu unter dem Mikroskop so aus:



Und im Ausschnitt:



Hier zur Erinnerung nochmal der Vergleich weiter oben in diesem Thread:

http://www.hifi-foru...d=12121&postID=17#17

Der Kleber doniniert zwar das Bild, es ist aber absolut gesehen sehr wenig.

Die Nadel ist wirklich sehr klein und der Nadelträger sehr dünn.

Ich glaube ja immer noch an einen Defekt irgendwo anders in der Anlage.

Die Nadel schliesse ich natürlich trotzdem nicht ganz aus.
(z.B. Verarbeitungsmangel)


Gruss, Jens
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