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Antiskating und Tellerdrehzahl

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HiFi_Addicted
Inventar
#1 erstellt: 25. Mai 2013, 02:16
Hallo Allerseits

Hab mir gerade eine DVD-Audio gebastelt mit 3 um 120° verschobenen 25Hz Sinuswellen (vulgo Drehstrom) und damit die Plattenspielermotoren gefüttert.
Ich stehe gerade von einem kleine Rätsel nachdem ich die glorreiche Idee hatte eine Platte mit halber Geschwindigkeit zu digitalisieren ähnlich dem Halfspeed Mastering der MFSL Platten.
Die RIAA-Kurve spielt ja in meinem Setup bei dem unterfangen keine Rolle nachdem das Problem sowieso mit einem VST-Plugin gelöst wird.

Jedenfalls verzerrt mir der linke Kanal bei S- und F- Lauten merklich obwohl der Diamant eigentlich mehr Zeit hätte der Rille zu folgen. Bei den normalen 33 RPM tritt das nicht auf. Ich vermute dass es mit dem Antiskating zusammen hängen könnte. Insgesamt wird der Klang allerdings klarer sodass diesen Weg weiter verfolgen möchte auch wenn die Datenmenge ins unermessliche steigt. (384kHz/32Bit als Editing Format).

Tonarm: Project 12c
Tonabnehmer: Benz Micro Glider L2 mein Primäres van den Hul Grashopper IV GLA ist gerade beim Service
Auflagekraft: 1,75g
Antiskating: ~0,9g

Nachdem ich keine 45er habe kann ich leider nicht testen ob das Problem bei erhöhter Drehzahl nach rechts wandert. Eine LP möchte ich nicht unbedingt mit 45 abspielen.

LG

Christoph
chrisz78
Hat sich gelöscht
#2 erstellt: 25. Mai 2013, 08:15
Die nötige Antiskatingkraft steigt mit der Drehzahl - je schneller die Platte dreht, desto heftiger zieht die Reibung den Tonarm nach innen, also muß auch mehr korrigiert werden.

Zischeln im linken Kanal bedeutet schlechten Kontakt der Nadel an der inneren Rillenflanke, also Antiskating zu hoch. Für halbe Drehzahl würde ich es mit halbem Antiskatingwert versuchen.

Der eigentliche Haken bei Halfspeed-Überspielungen ist i.d.R., dass selbst ganz geringes Brummen und Rumpeln mit verdoppelter Frequenz deutlich mehr stört - 100 Hz z.B. sind erheblich lästiger als 50. Außerdem dürfte es nicht so einfach sein Tiefbässe mit (bei halbierter Drehzahl) 8-15 Hz noch verläßlich abzutasten, da gerät man doch schon gefährlich nah an die Schüttelresonanz des Arms, und so manche Soundkarte kappt unterhalb ca.15 Hz sowieso die Übertragung um Gleichspannungsanteile (DC) aus dem Digitalisat herauszuhalten.

Bei welligen Platten ist "Halfspeed-Mastering" in der Tat eine sehr erfolgversprechende Methode um ein sauberes Digitalisat ohne Rillenspringer und mit möglichst wenig Rumpeln und Tonschwankungen hinzubekommen; für gut erhaltene Platten lohnt sich der Aufwand m.E. kaum.


[Beitrag von chrisz78 am 25. Mai 2013, 08:19 bearbeitet]
akem
Inventar
#3 erstellt: 25. Mai 2013, 17:54
Wenn er Tonabnehmer mit einer sehr hohen Nadelnachgiebigkeit auf einen schweren Prügel von Tonarm schraubt, dann geht das schon...

Gruß
Andreas
termman
Inventar
#4 erstellt: 25. Mai 2013, 18:13
Bei den (sehr) tiefen Frequenzen befürchte ich eher, dass die Auslenkung der Nadel zu langsam ist, um ausreichend Spannung zu erzeugen, denn wenn das System mit "von 10 Hz bis X HZ" angegeben ist, tastet es bei halber Geschwindigkeit ja erst ab (in die Platte geschnittenen) 20 Hz ab.


...und so manche Soundkarte kappt unterhalb ca.15 Hz sowieso die Übertragung ...
= dann Abtastung erst ab (in die Platte geschnittenen) 30 Hz

Zu den Verzerrungen / Antiskating kann ich allerdings nix beitragen...

HiFi_Addicted
Inventar
#5 erstellt: 26. Mai 2013, 00:00
[quote="akem (Beitrag #3)"]Wenn er Tonabnehmer mit einer sehr hohen Nadelnachgiebigkeit auf einen schweren Prügel von Tonarm schraubt, dann geht das schon...
/quote]

So ist es. Meine Resonanzfrequenz liegt eigentlich eh seit der Schrumpfschlauchaktion zu niedrig. Für Half Speed liegen die 5,8 Hz voll im Rahmen.

[quote="termman (Beitrag #4)"]Bei den (sehr) tiefen Frequenzen befürchte ich eher, dass die Auslenkung der Nadel zu langsam ist, um ausreichend Spannung zu erzeugen, denn wenn das System mit "von 10 Hz bis X HZ" angegeben ist, tastet es bei halber Geschwindigkeit ja erst ab (in die Platte geschnittenen) 20 Hz ab.

[quote]...und so manche Soundkarte kappt unterhalb ca.15 Hz sowieso die Übertragung ...[/quote] = dann Abtastung erst ab (in die Platte geschnittenen) 30 Hz

[/quote]

Die Untere Grenzfrequenz spielt in dem Fall "IEC Zeitkonstante" von daher auch nicht weiter tragisch. Verstärker und A/D Wandler sind DC gekoppelt. Die Ausgangsspannung ist immer noch hoch genug. Bei Normaltempo ist es eh schon fast etwas viel. Knackser können schon mal clippen.

LG
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