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Digitalisieren mit digitaler RIAA Entzerrung?

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Beitrag
Ka6E
Hat sich gelöscht
#1 erstellt: 02. Okt 2014, 23:40
Hi - neben der Hochnotpeinlichkeit eines 90er-holzdekorfoliedekorierten Gehäuses treibt mich das Problem um, wie ich eine RIAA-Entzerrung hinbekomme.

Grundsätzlich habe ich diese Idee:

Denon DL103 an DP37F
Selbstbau Vorverstärker +20dB linear nach Leach mit reichlich echten Verbesserungen, asymmetrisch
Symmetrierer in FET-OP
Digitalisierung durch semi-professionelle USB Soundkarte 24bit/96kHz am Mikrophoneingang
RIAA-Entzerrung und Frequenzgangequalizer im Laptop
Weiterleitung digital an die Karte
AVR Receiver Digitaleingang

Es geht "nur" um die Rettung alter Schätzchen, ich erwarte kein HighEnd, aber technisch richtig soll es schon sein.

Hat jemand einen Tipp?

Danke!
T9
Hat sich gelöscht
#2 erstellt: 03. Okt 2014, 08:34
Neben den zu erwartenden späteren Fehlern bestehend aus der Frequenzkurve des Verstärkers, des Abtasters und der Boxen und den ggf, individuellen Hörfähigkeiten deines Innenohres ein höchst bemerkenswerter Denkansatz!
Mich treibt nur die Frage um: Warum dieser Aufwand??!!

Ich greife das Signal des Phono-Pre mit einem Olympus LS 11 ab und bearbeite die Files mit MAGIX MusicCleaning Lab oder Audacity.
Dabei bekommt man ganz nebenbei auch Frequenzgänge und Nebengeräusche in den Griff. Die Ergebnisse sind für mein Hörvermögen absolut hörenswert!

Aber das kann ja jeder machen, wie er will.


[Beitrag von T9 am 04. Okt 2014, 07:10 bearbeitet]
audiophilanthrop
Inventar
#3 erstellt: 03. Okt 2014, 22:57
Also, grundsätzlich machen kann man das schon. Man sollte sich nur darüber im klaren sein, daß das die Anforderungen an die Elektronik in Sachen Rausch- und Verzerrungsarmut doch erheblich steigert. Der RIAA-EQ erstreckt sich immerhin gut und gerne über 40 dB.

Noch so als Tip, dem Leach am besten etwas Tiefpaßfilterung verpassen, ideal 2. Ordnung. So ein Tonabnehmer kann bei schlechtem Tracking doch deutlich Hochfrequenzmüll ausspucken, der einem ja nicht den Mic-Pre ärgern soll.
Ka6E
Hat sich gelöscht
#4 erstellt: 04. Okt 2014, 07:46

audiophilanthrop (Beitrag #3) schrieb:
Also, grundsätzlich machen kann man das schon. Man sollte sich nur darüber im klaren sein, daß das die Anforderungen an die Elektronik in Sachen Rausch- und Verzerrungsarmut doch erheblich steigert. Der RIAA-EQ erstreckt sich immerhin gut und gerne über 40 dB.

Noch so als Tip, dem Leach am besten etwas Tiefpaßfilterung verpassen, ideal 2. Ordnung. So ein Tonabnehmer kann bei schlechtem Tracking doch deutlich Hochfrequenzmüll ausspucken, der einem ja nicht den Mic-Pre ärgern soll.


40dB entsprechen 7bit. Es bleiben von 24bit 17bit übrig, 2..3 bit gehen für Aussteuerungsreserven drauf, bleiben 14bit. Das ist so gesehen schon knapp. Andererseits werden die angehobenen Höhen kaum jemals mit full scale aufgenommen - zumindest nicht abgetastet! Dann entspannt sich die Sache schlagartig. Und ausserdem kann die LP auch keine 60dB Dynamik vom Rauschteppich her. Dafür reichen 12bit.

Das Leach ist noch nicht fertig. Ich wollte es gegen den Winter zusammenbraten. Offen ist eben die Frage, ob ich einen RIAA zusätzlich einplanen soll, wenn ich wegen des digitalen Lautsprechermanagments sowieso auf der Ebene filtere.
juanitolo1
Stammgast
#5 erstellt: 05. Okt 2014, 08:47
Dies hier als VST Plugin sollte es tun:

http://www.kvraudio.com/product/riaa_by_vacuumsound

Da es nur ein Plugin ist, brauchst Du noch eine Audio Software:
http://audacity.sourceforge.net/?lang=de

...und ich würde den Line Eingang benutzen du bist ja nach dem Preamp bereits auf Line Pegel.

Interfaces gibt´s wie Sand am meer, ich finde ein Focusrite Scarlett 2i2 ist ein nettes (und hübsches) Gerät.
Ist Bus powered und mit einem geeigneten Handy und dem passenden Treiber hättest Du ganz nebenbei ein kompaktes mobiles Recording Besteck.

http://focusrite.de/usb-audio-interfaces/scarlett-2i2
Ka6E
Hat sich gelöscht
#6 erstellt: 05. Okt 2014, 09:25

juanitolo1 (Beitrag #5) schrieb:
Dies hier als VST Plugin sollte es tun ..[/url].


Danke, sowas hatte ich gesucht.
soundclass
Neuling
#7 erstellt: 05. Okt 2014, 12:52
Eine Schallplatte enthält eine eingebaute Equalizer Kurve, die Bässe bei 50Hz um 17dB(500Hz:-3dB)absenkt und die Höhen ab 2.120Hz um 3 dB anhebt: die RIAA-Kurve- eine von der Recording Industry Association of America festgelegte EQ-Kurve. Die entspricht einer technischen Notwendigkeit:Die Bassanteile voll abgebildet, bräuchten zu breite Rillen und könnten von der Nadel aufgrund entstehender Vibrationen nicht abgetastet werden. Der Höhenbereich würde ohne zusätzliche Anhebung auf dem Vinyl im Rauschen untergehen.
RIAA Entzerrung ist ja schon auf der Schallplatte drauf, du müsstest im Prinzip nachher im Rechner die Bässe anheben und die Höhen absenken, damit der Frequenzgang wieder Linear verläuft. Versuchs doch mal
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