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Schneider Plattenspieler vom Opa abgezwackt

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Happajoe
Stammgast
#1 erstellt: 25. Jul 2013, 18:44
Hi,
Ich liegäugle schon seit längerer Zeit mit einem Plattenspieler.
Wusste jedoch bisher nicht so recht was ich mir für einen holen soll.
Erstmal was gutes - günstiges Gebrauchtes .. nen günstigen Neuen oder noch sparen und gleich in die Vollen gehen ....

Heute mal wieder den Opa besucht und gefragt ob er denn vielleicht nicht noch nen Plattenspieler hat.

Es ist ein Schneider - Team 6010 P.
Keine Ahnung wie alt das Ding genau ist ...
Opa meinte seit dem er vor ca. 25 Jahren seine Blaupunkt Anlage gekauft hat wollte er den Dreher schon fast wegwerfen
Gelaufen ist dieser nur sehr sehr wenig sagt er.

Optisch eigentlich top in Schuss - bis auf die Haube - da standen jede Menge Sachen drauf.

Meint ihr man kann mit dem Ding noch was anfangen ?
Oder kennt den Drehen jemand ?
Ich bräuchte dann noch ein Adapter Kabel von diesem 5 Poligen Stecker und nen Phono Preamp.
Angeschlossen wird das Ganze dann an meinen 2a3 röhrenverstärker und meine Zu Audio Soul Superfly.

Ich hab hier mal ein Paar Bilder :
image Kopie 3
image Kopie 4
image Kopie 2
image Kopie
image Kopie 6
image Kopie 5
image Kopie 7
Felix176
Stammgast
#2 erstellt: 25. Jul 2013, 19:01
Herzlichen Glückwunsch!
Du bist jetzt im Besitz des besten Plattenspielers, der je unter dem Namen Schneider verkauft wurde. Das Gerät ist riemengetrieben und stammt vom Anfang der achtziger Jahre. Gefertigt wurde es von der japanischen Firma Micro Seiki, die ja eher für direktgetriebenen Spieler bekannt sind (habe auch einen von denen).

Der Tonarm von dem Schneider sieht auch ganz vernünftig aus. Das Ganze Gerät ist nat5ürlich kein High-End aber ein anständiger Plattenspieler, der sich nicht vor heutigen Modellen verstecken muss. Also wenn das Gerät noch geht, gegebenfalls Riemen wechseln und erstmal behalten. Die Nadel würde ich allerdings nicht mehr benutzen, da sie verbogen ist. Ein neues System würde sich bei dem Dreher auf jeden Fall lohnen - jetzt kommt es darauf an was du investieren willst.
Gruß: Felix
Happajoe
Stammgast
#3 erstellt: 25. Jul 2013, 19:21
Ok....
Wie kann ich denn herausfinden was man da für Systeme verbauen kann ?
Ädanke für deine Antwort.... Klingt ja schonmal ganz gut.

Da der Dreher somit für lau ist....
Sag mal für'n Anfang so 200 für Phono Amp. Und System.

Phono Amp. Dachte ich vielleicht die pro ject Phono box 2 für 95 Euro bei amazon mal ordern....

Oder andere Vorschläge ?
Felix176
Stammgast
#4 erstellt: 25. Jul 2013, 19:37
Du kannst da alle Tobabnehmer bzw. Systeme anbauen, die für den Halbzoll Standard ausgelegt sind - also de facto gefühlte 95 Prozent aller am Markt befindlichen Modelle.

Ich denke der Project Phono Amp dürfte ok sein. Alternativ bietet sich auch der NAD PP2 an.

Und was das System betrifft: Dort würde ich erstmal auf ein Nagaoka MP110 oder auf ein Thakker AT 95he zurückgreifen.
Happajoe
Stammgast
#5 erstellt: 25. Jul 2013, 19:42
Werd ich mich mal danach umsehen, danke .

Kann man denn im Netz noch wo Bedienungsanleitungen finden zu solch alten Geräten ?
Ich finde leider nix.

Ich hab hält ehrlich gesagt Null plan von dem Gerät.... Wie ich das Gegengewicht hinten einstelle .... Wie ich das antiskating einstelle... Ob ich sonst noch was einstellen muss....
Wie ich den Teller abbekomme um an den Riemen zu kommen usw....
Was ist mit dem Lageröl ?
Verharzt das nicht mit all den Jahren ?

Laufen und drehen tut er sich jedenfalls....
Magister_Verbae
Inventar
#6 erstellt: 25. Jul 2013, 20:13
Hallo!

Wo kommst du denn her? Vielleicht kann dir ja jemand hier aus dem Forum gegen Kaffee und Kuchen oder Bier und Grillfleisch mal an einem Abend/Nachmittag alles notwendige zeigen/erklären.

Tonabnehmermäßig würde ich eher auf nachgiebigere Systeme schauen, der Micro-Arm gehört sicher zu den leichteren Mittelschweren. Also Stichwort (dynamische) Compliance eher hoch.
Die Einstellung ist auch kein Hexenwerk, lediglich die Justage eines neuen Tonabnehmers ist etwas frikkelig. Wenn ein solcher in deinem Besitz verweilt, dann kann man ja nochmal genauer darauf eingehen. Gibt aber schon sehr viele Threads hier, in denen das sehr gut erklärt wird (einfach mal die neuesten 3-4 Seiten dieses Unterforums durchforsten).

Beim Kabel kann man entweder eine Adapterlösung (DIN auf Cinch, aber MIT Cinchseitigem Massekabel!) wählen, oder neue Cinchstecker anlöten.

LG

Martin
Felix176
Stammgast
#7 erstellt: 25. Jul 2013, 20:15
Wenn er dreht ist das erstmal positiv. Um dem den Arm einzustellen musst du ihn in Waage bringen. Das heißt, dass du Auflagekraft und Antiscating auf 0 stellst, und solange am Gewicht drehst bis er frei schwebt. Anschließend stellst du das Gewicht auf 1,5 bis 2 Gramm (je nach System). Wenn das geschehen ist, stellst du das Antiscating auf den selben Wert.

Wie du das Gerät öffnen kannst weiß ich leider auch nicht, da es mir noch nie begegnet ist.
Happajoe
Stammgast
#8 erstellt: 25. Jul 2013, 20:26
Ich bin aus 85049 Ingolstadt in Bayern

Inwiefern meinst du das mit dem " nachgiebigerem " System ?
Felix176
Stammgast
#9 erstellt: 25. Jul 2013, 20:30
Bei nachgiebigeren Systemen ist die Nadel weicher aufgehängt. Das verträgt sich dann besser mit einem leichten Tonarm. Allerdings ist der Tonarm an dem Schneider m. M. n. eher als mittelschwer einzustufen und kommt deswegen auch gut mit "härteren" Systemen.
KaumasseMitFremdenStoff...
Hat sich gelöscht
#10 erstellt: 25. Jul 2013, 21:45

Und was das System betrifft: Dort würde ich erstmal auf ein Nagaoka MP110 oder auf ein Thakker AT 95he zurückgreifen.


Wieso? Es gibt doch erstmal noch Nachbaunadeln fuer's 75-6er Shure:

http://www.schallpla...rischer-Schliff.html

Reicht zum Ausprobieren und Rumspielen erstmal. Alles weitere kommt dann schon ...

Wuhduh
Inventar
#11 erstellt: 25. Jul 2013, 22:00
Unabhängig von dem eigentlich eindeutigen Hinweis auf dem Headshell ist dieser Tonarm von der Firma ADC und als leicht bis mittelschwer einzustufen.

Auch diverse Plattenspieler von Universum und ITT Schaub Lorenz wurden damit - manchmal in abgewandelter Form - bestückt ... gerne spätestens bei Exitus des eigentlichen Laufwerkes demontiert und anderweitig verwendet.

MfG,
Erik
Magister_Verbae
Inventar
#12 erstellt: 25. Jul 2013, 23:20
Unter anderem die Headshell brachte mich auf die Idee, dass der Tonarm ein Vertreter des leichten mittelschweren Typus sein sollte. Auch das montierte Shuresystem weist eher darauf hin.
Die Tonarmmasse steht umgekehrt proportional zur Nadelnachgiebigkeit. Je schwerer der Tonarm (wichtig hier nicht das absolute Gewicht, sondern die effektive Tonarmmasse), desto niedriger die Nachgiebigkeit und umgekehrt. So kann man sich das zumindest als Faustregel merken. Ein System mit 20er bis 30er Compliance sollte also gut an dem Arm gehen, ist er noch leichter als angenommen evt noch höher.
Für den Anfang kann man auch die elliptische Nachbaunadel von cleorec an dem Shuresystem verbauen, wenn man dann Lust am Vinyl bekommen hat, kann man auch höherwertigere Tonabnehmer verbauen.

LG

Martin
Wuhduh
Inventar
#13 erstellt: 26. Jul 2013, 04:58
Moin !

Ähnliche Geldausgabe: AT95E = Shure entsorgen und Sound vergessen !


Äh, unabänderlich heißt es in der Werbung zum Schöffenhofer Weizenbier: " ... DIE Bier, welches 'at so schön geprieckellt in meinem Pauchnapel ! " ...

... aber doch lieber:

DAS ( sächlich ) Headshell oder DER ( männlich ) Tonkopfschlitten !

Resonanztabelle :

Resonanztabelle

MfG,
Erik
Hmeck
Inventar
#14 erstellt: 26. Jul 2013, 06:27
Natürlich heißt es DIE Shell.
doc_barni
Inventar
#15 erstellt: 26. Jul 2013, 07:23
Hallo Happajoe,

man könnte den auch auf Chinchstecker umlöten, für die Restauration der Haube gibt es hier im Forum zahlreiche gute Hinweise. Im Keller habe ich noch eine Schneiderhaube, die könnte evtl. auch passen.....

über die SuFu läßt sich das alles finden, auch wie man was einstellen muß.

freundliche Grüsse
Wolfgang
Magister_Verbae
Inventar
#16 erstellt: 26. Jul 2013, 13:32
Danke, Hmeck, der Meinung bin ich auch.

Das AT95E... naja, ich weiß ja nicht. Da gefällt mir der Sound des Shure doch noch besser, selbst mit der (guten) Nachbaunadel...

LG

Martin
Wuhduh
Inventar
#17 erstellt: 26. Jul 2013, 13:51

Hmeck (Beitrag #14) schrieb:
Natürlich heißt es DIE Shell.


Das ist schwerste Verunglimpfung der deutschen Sprache und schmerzt nun wirklich. Jeder, der erfolgreich ein System an der Shell montiert hat, benötigt zusätzlich eine linguistische Nachhilfestunde.

So früh schon im Rütli-Modus ?
Holger
Inventar
#18 erstellt: 26. Jul 2013, 13:55
Vor allen Dingen, weil "Shell" ja so ein echtes deutsches Wort ist...

Übersetzt heißt es bekanntlich Muschel... und watt jetzt: das Muschel, der Muschel oder was???

KaumasseMitFremdenStoff...
Hat sich gelöscht
#19 erstellt: 26. Jul 2013, 14:20
"shell" heisst Gehaeuse. Kommt wohl von den alten SPU-Tonkistchen.

Aber "das Headshell" klingt wirklich voll bescheuert .
Wuhduh
Inventar
#20 erstellt: 26. Jul 2013, 14:40
Wer jetzt auch noch Off-Topic mit seiner SHELL-Kundenkarte wedelt, MUSS " zur Steinigung den Gang entlang, durch die Tür und sich rechts an der Schlange hinten anstellen ! "

@ Holger:

Kennste noch " Urmel aus dem Eis " vonna Augsburger Puppenkiste: " Mupfel ! "

MfG,
Erik


[Beitrag von Wuhduh am 26. Jul 2013, 14:47 bearbeitet]
Holger
Inventar
#21 erstellt: 26. Jul 2013, 14:45
Klar doch - Wawa wa mir immer der Liebste...
volvo740tius
Inventar
#22 erstellt: 26. Jul 2013, 17:21
Hallo,


Wuhduh (Beitrag #17) schrieb:


Das ist schwerste Verunglimpfung der deutschen Sprache und schmerzt nun wirklich. Jeder, der erfolgreich ein System an der Shell montiert hat, benötigt zusätzlich eine linguistische Nachhilfestunde.


da sich der deutsche Artikel vor einem englischen Wort nach dem deutschen Synonym dafür richtet, könnte es auch "der Headshell" heißen. Klingt komisch, ist aber so.

Gruß Thomas
Hmeck
Inventar
#23 erstellt: 26. Jul 2013, 18:03


[Beitrag von Hmeck am 26. Jul 2013, 18:04 bearbeitet]
germi1982
Moderator
#24 erstellt: 26. Jul 2013, 20:17
Und auf deutsch:

Tondose, die

Wobei eine Tondose eine Headshell mit fest integriertem Tonabnehmer ist. Das ist bei einer Headshell ja nicht der Fall, da ist der Tonabnehmer frei auswechselbar.

Und "die Shell" ist auch richtig, auch wenn das mehr aus dem Zusammenhang der Benutzeroberfläche bei Software kommt. Ich kann mich noch an die alte DOS Shell erinnern....

http://de.wikipedia.org/wiki/DOS_Shell

Der Teil ist jetzt auch erledigt.

Das M75 ist kein schlechtes System, besser als ein billiges AT 95 allemal...es gab doch hier schon öfters mal den Tip mit den Cleorec-Nadeln fürs M75, oder täusche ich mich da? Die wurden immer in hohen Tönen gelobt.


[Beitrag von germi1982 am 26. Jul 2013, 20:20 bearbeitet]
Felix176
Stammgast
#25 erstellt: 26. Jul 2013, 20:21
Ich glaube nicht, dass solche Grundsatz Grammatik Diskussionen dem TE in irgendeiner Hinsicht weiterhelfen.
KaumasseMitFremdenStoff...
Hat sich gelöscht
#26 erstellt: 26. Jul 2013, 20:29

Ich glaube nicht, dass solche Grundsatz Grammatik Diskussionen dem TE in irgendeiner Hinsicht weiterhelfen.


Aha. Aber Dein Einwand, der reisst es jetzt heraus, Du Oberblockwart?
Felix176
Stammgast
#27 erstellt: 26. Jul 2013, 21:43
Werd mal nicht ausfallend hier, mit deinen schlechten Nazivergleichen. Diskussionen sind schon ok, aber so etwas führt einfach zu nichts.

By the Way: m. M. n. ist es die Shell.
KaumasseMitFremdenStoff...
Hat sich gelöscht
#28 erstellt: 26. Jul 2013, 21:54
... so, Kleiner, Zeit fuer die Zwerge:
Mimi001
Hat sich gelöscht
#29 erstellt: 26. Jul 2013, 21:55
Hallo,
wenn Ihr die Deutschstunde dann bitte mal beenden würdet.
Wir wissen wohl alle was gemeint ist und dem TE ist damit tatsächlich nicht geholfen!
Danke.



novocaine
Ist häufiger hier
#30 erstellt: 26. Jul 2013, 22:12
Hallo,

Infos zu dem Teil sind Mangelware, er sieht aber noch ganz ordentlich aus. Als Anfang ein neuer Riemen (wenns ein Riemenläufer ist) und neue Nadel (da hab ich gute Erfahrungen mit Cleorec-Nachbauten gemacht) - wobei man mal überprüfen sollte, ob der Tonabnehmer wirklich ein Shure M75 ist, der sieht etwas komisch aus. DIN-Cinch-Adapter können gerne mal zu Brummeinstreuungen führen, das muss man ausprobieren.

Als Phonopre würde ich zwar niemals ein Gerät nehmen, dass nicht anpassbar ist, hier dürfte allerdings der recht ordentlich beleumundete TC-750 ausreichend sein. Ein SUPA 1.9 oder 2.0 (gebraucht) wär dann aber schon was universelleres, wenn auch recht fragil, was die Anschlussbuchsen anbelangt.

Die erforderlichen Grundkenntnisse zur Plattenspielereinstellung kann man sich anlesen und als Übungsobjekt ist der Dreher sicherlich gut geeignet.

Gruß
Thomas


[Beitrag von novocaine am 26. Jul 2013, 22:23 bearbeitet]
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