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In memoriam: QED Phono-Equalizer für MM bzw. MC

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Wuhduh
Inventar
#1 erstellt: 25. Jul 2013, 19:37
Nabend:

Ein Bild von der MM-Version, die genauso zum Probieren einlädt wie die MC-Version, die bei Vinylengine gezeigt wird.

QED Variable Cartridge Equalizer

Würde mich sehr freuen, wenn jemand ergänzende Informationen zu dieser MM-Version hätte.

Danke,
Erik
Michael-Otto
Stammgast
#2 erstellt: 27. Jul 2013, 11:53
HalloErik,

Wohl dem der ein gutsortiertes Archiv sein eigen nennt.
Auszug aus einem Testbericht, STEREO 8/81 aus den Tiefen meines unergründlichen Archivs.

……. Nun bietet die englische Firma QED Audio Products Ltd. zwei ebenso simple wie hilfreiche Kästchen an, die es ermöglichen, durch einfaches Umschalten bei magnetischen oder dynamischen Systemen einen optimalen Frequenzgang zu erhalten. Jedes der Kästchen besitzt die Abmessungen 85x32x32 mm und vergoldete Cinchbuchsen sowie kurze Anschlußkabel mit ebenfalls vergoldeten Cinchsteckern, um bestmöglichen Kontakt zu gewährleisten. Der Equalizer für MM-Systeme mit der Bezeichnung Typ 26/2 hat ein silberfarbe nes Aluminiumgehäuse, das Gerät Typ 26/3 für dynamische Systeme präsentiert sich als „Black Box". Jedes der beiden Gerätchen erlaubt es, den Frequenzgang durch 32 Schaltkombinationen von Widerstand und Kapazität zu entzerren, wobei auch die Schaltkontakte goldplattiert sind. Wir haben die kleinen „Frequenzgang-Saubermänner" auf die Exaktheit der propagierten Widerstands- und Kondensatorwerte untersucht. Der MM-Equalizer bietet einen Kapazitäts-Einstellbereich von 75 bis 395 pF. Bei einem Vergleich der Sollwerte mit unseren Messungen ist zu berücksichtigen, daß das Meßkabel mit einer Eigenkapazität von 32 pF in die Messungen mit einging. Zieht man diese 32 pF von den Meßwerten ab, so ergibt sich eine recht gute Genauigkeit der einstellbaren Werte. Will man nun für sein System (z. B. AKG P 8 ES) die optimale Abschlußkapazität herstellen, so geht man nach folgender Formel vor: Impedanzanpassung - wichtig bei MC-Systemen
Kapazität der Tonarm-Plattenspielerkabel (zum Beispiel 100 pF) + Kapazität des Verstärker-Phonoeingangs (zum Beispiel 120 pF)-empohlene Abschlußkapazität des Systems (300 pF für das P 8 ES) = einzustellende Kapazität (100 + 120 - 300 = 8OpF). Nun stellt man am QED-Kästchen nur noch denjenigen Wert ein, der dem berechneten am nächsten liegt, in unserem Beispiel also 75 pF (eine derart geringe Abweichung bleibt ohne Auswirkungen). Man kann auch ein wenig nach dem Gehör experimentieren und zusätzlich die Abschlußimpedanz verändern (auf 150, 100 oder 60 kOhm); die lmpedanz hat bei MM-Systemen allerdings meist nur geringen klanglichen Einfluß, denn mit ihr wird quasi die „Güte" des Resonanzkreises bestimmt, die sich in diesem Widerstandsbereich aber nur wenig ändert. Bei Moving-Coil-Systemen ist dagegen die korrekte Im pedanz (in Ohm) von Bedeutung (Verschlechterung des Verstärker-Rauschabtands). Auch am Typ 26/3 bestätigten unsere Messungen mit hoher Genauigkeit die angegebenen Werte.

Am besten hält man sich hier an die Formel: R
Rx _= Rges x RE
-----------------------
Rges - RE

mit:
Rx =einzustellender Widerstand
Rges = gesuchter Gesamtwiderstand
RE = Eingangswiderstand des MC-Verstärkers
Beispiel: = 30 Ohm, RE=470 Ohm
Rx =470x30
--------- -=32Ohm
470-30

Diejenige Impedanz, des QED, die der benötigten am nächsten kommt, ist 33 Ohm. Darüber hinaus kann man am ED Typ 26/3 zusätzlich eine kapazitive Angleichung vorehmen; ihre Notwendigkeit ist allerdings nicht ganz einsichtig, da die Kapazitäten bei MC-Systemen keinerlei Einfluß auf den Frequenzgang haben……..

Gruß

Michael-Otto
Wuhduh
Inventar
#3 erstellt: 27. Jul 2013, 12:40
Hallo, Michael-Otto !

Vielen Dank für Deine Bemühungen.

War es in dem Gemäuer Deines Archives wenigstens angenehm kühl und die Druckmanometer Deiner Bierzapfanlage waren alle im grünen Bereich ?


Bei Vinylengine gibt es zur MC-Version namens " 26/3 " gibt es die Möglichkeit des Downloads der Anleitung inkl. technischer Erläuterungen und einer Empfehlungstabelle für diverse MC-Systeme von damals.

Vielleicht mußte halt irgendeine Taste für eine Lastkapazität gedrückt sein, daß das Signal überhaupt durchgeschaltet wird ?

MfG,
Erik
silberfux
Inventar
#4 erstellt: 27. Jul 2013, 16:08
Hallo Erik,

zum Ausprobieren bei MCs habe ich 2x je einen verstellbaren Widerstand (0-1000 Ohm) über je einen Cinchstecker gelötet. Die Stecker kommen in die Load-Buchsen vom Vorverstärker. Man kann so im laufenden Betrieb den Widerstand variieren und die Wirkung klanglich beurteilen. Hat man den idealen Wert ermittelt, kann man entsprechende feste Widerstände nehmen.

BG Konrad
Wuhduh
Inventar
#5 erstellt: 27. Jul 2013, 18:44
Hallo, Konrad !

Ich schreibe hier von diesen 2 verschiedenen Umschalteinheiten mit mechanischen Tasten, wo heutzutage seit längerem halt DIP-Schalter genommen werden.

Wir reden hier nicht von regelbaren oder andersartigen Widerständen.

Thema verfehlt , mein Guhtster, ungenügend > setzen !

MfG,
Erik
termman
Inventar
#6 erstellt: 20. Feb 2014, 22:10
Ich hab heute auch so einen erstanden, wusste bisher gar nicht, dass es sowas als Zwischenschaltteilchen gibt.

Müsste (da silbern) der für MM sein (aber ich werde ihm wohl eine eine Schalterstellung für MC-Anpassung verlöten).

Wuhduh
Inventar
#7 erstellt: 21. Feb 2014, 00:19
Jo, habbisch auch gesehen.

Viel Erfolg damit. Bitte berichte mal, wie nach all den Jahren die Kontakte aussehen.

MfG,
Erik
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