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REGA RP40 brummt auf einem Kanal

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sonicman
Stammgast
#1 erstellt: 20. Dez 2013, 14:02
Liebes Forum,
ich habe ein "Brummproblem", vielleicht weiss jemand Rat. Ich habe einen ganz neuen RP40 Plattenspieler gekauft, der ja ab Werk montiert und justiert wurde und stelle einen Brumm auf dem rechten Kanal fest. Die Kette dahinter ist eine Audiolabor FLINK Vorstufe mit Phonomodul sowie zwei Audiolabor FLINK Endstufen, danach SEHRING 700. Drehe ich ohne Platte den Vorverstärker bis zum Anschlag auf, höre ich auf dem rechten Kanal einen 50 Hz Brumm (nicht sehr laut), auf dem linken Kanal "weißes Rauschen". Drehe ich die Phonostecker vom REGA RP40 kommend um, dann brummt es links und rauscht rechts. M. E. kommt der Brumm eindeutig vom REGA. Trenne ich den REGA vom Netz, bleibt der Brumm erhalten. Ich gehe davon aus, dass der Brumm über den Tonabnehmer eingestreut wird, wenn ich das System richtig verstehe, dann ist das ganze ja ohnehin nur eine leitende Verbindung vom TA bis zum Clinch Stecker. Beim RP40 soll das Kabel ja bis zum TA durchgeschleift sein, so dass es dazwischen auch keine Kontakte gibt. Wenn ich die Chinchstecker aufschraube, mehr kann ich wegen der Garantie nicht machen, dann sieht die Lötstelle gut aus, wackeln etc. erhöht den Brumm nicht. Natürlich habe ich die Stromkabel schon wegbewegt und die Anlage auch auf dem Rack um 180 grad gedreht, falls irgendeine Installation einstreut. Keine Änderung. Der Brumm ist nicht sehr laut, beim Platten abspielen höre ich ihn nicht. Aber er ist eindeutig da und das stört mich. Hat jemand eine Idee? Natürlich könnte ich den Plattenspieler wieder zurückschicken oder gar zurückgeben, da über AMAZON bestellt und direkt von TAD geliefert. Ich scheue aber im Moment den Aufwand, falls es eine andere Lösung gibt.
Grüße
Sonicman
volvo740tius
Inventar
#2 erstellt: 20. Dez 2013, 15:51
Hallo,

Du hast sicher die Rezension beim Versandhändler mit A gelesen zwecks schlechter Lötstelle am Stecker. Man sollte das dort Geschriebene allgemein nicht immer für bare Münze nehmen. Er schreibt jedoch etwas wichtiges:

Das könnte ich zwar selbst reparieren, aber dann wäre wohl die Garantie futsch,


Ich würde nicht versuchen zu reparieren, für das Geld sollte man erwarten können, dass das Gerät tip top ist. Umtauschen oder Zuückgeben.

Gruß Thomas
Wuhduh
Inventar
#3 erstellt: 20. Dez 2013, 16:26
TAD hat das Recht Deine Reklamation auf Ihre Berechtigung hin zu überpüfen. Also ist eine Rücksendung erforderlich. Am besten innerhalb der Frist gemäß Fernabsatzgesetz.

MfG,
Erik
akem
Inventar
#4 erstellt: 20. Dez 2013, 18:00
Aber ich denke auch, daß bei "bis zum Anschlag" aufgedrehter Lautstärke keine Phonokette dieser Welt zu 100% brummfrei ist. Das liegt einfach in der Natur der Sache. Da müßtest Du schon ein Low-Output MC-System verwenden, dessen Niederohmigkeit in Quelle und Abschluß in die Verkabelung induzierte Störspannungen kurzschließt. Aber dann hast Du wieder die nochmals höhere Verstärkung hinten dran...

Andererseits ist Rega ja bekannt dafür, daß sie die Tonarmmasse auf die Abschirmung eines der Audiokanäle legen in der Hoffnung, daß da auf der anderen Seite DC- und HF-Masse sein möge... was nicht immer ist. Dazu kommt, daß so eine Masseführung dem Tonabnehmer das Leben kosten kann (wenn Du elektrostatisch geladen bist und einen bzw. im Lauf der Zeit mehrere ESD-Impuls auf das Tonarmrohr gibst). Ich würde das durchaus reklamieren und der Händler soll eine vernünftige Masseführung einbauen. Wenn er fragt, wie er das machen soll, zeig ihm diese Webseite: http://www.aqvox.de/...nen_rega_mod_de.html
Und er soll diese Änderung in Form einer Dummy-Rechnung dokumentieren, damit Du später bei einem weiteren Garantiefall keine Probleme bekommst (auch wenn es ggf. bei einem anderen Händler ist).

Gruß
Andreas


[Beitrag von akem am 20. Dez 2013, 19:38 bearbeitet]
Albus
Inventar
#5 erstellt: 20. Dez 2013, 18:26
Tag,

kurz zur Vergewisserung in der Sache.

Erstens: Bei Volume max. ist der einseitige Brumm nach Aussage "nicht sehr laut"; ich frage, ob es denn etwa so laut ist wie eine übliche Gesprächslautstärke unter Anwesenden, d.h. um die 60 dBA herum, oder deutlich lauter? Wenn nicht lauter, dann ist das ein günstiges Resultat.
Zweitens, zur Berücksichtigung: Der Tonabnehmer Rega Elys40/Elys2 liefert eine hohe Ausgangsspannung (5,3 mV bei Normschnelle von 5 cm/s). Die Verstärkung des FLINK-Phonomoduls ist bei MM untypisch/abweichend hoch, ~43 dB entsprechend >130-fach (üblich sind 35-40 dB max., 50-100-fach).
Drittens: Bei Mittenstellung des Volume-Stellers ist nichts von einem Störgeräusch auch nur zu ahnen, oder etwa doch? Bei üblichem Plattenmaterial steht der Volume-Steller dann auch nur auf ca. der 9:00/10:00 Uhr-Position. Bedeutet: der resultierende Geräuschspannungsabstand ist eher auf der hohen Seite.
Viertens: Ist ein Gerät nicht betriebsfertig angeschlossen, also im Modus Netz AUS, dann ist im Falle von Plattenspielern noch stets das Reststörgeräusch um etwa (typisch) 5-7 dB höher. Einen Unterschied hört man deutlich, schaltet man nach Störgeräuschbeobachtung bei Netz AUS auf Netz EIN. Im Zweifel ist eine Messung empfohlen und aufschlussreich (Sound Level Meter).
Fünftens: Wie auch immer, eine Nachschau, ob denn die Kontakthülse Tonkopfkabel/Tonabnehmer-Pin am Elys40 (rot = Plus, Grün = Minus) wirklich fest sitzt, ist immer drin. "Vormontiert" ist nicht frei von Fehlern.

Summe: Alarmismus muss noch warten, bitte.

Freundlich
Albus


[Beitrag von Albus am 20. Dez 2013, 18:28 bearbeitet]
Hörbert
Moderator
#6 erstellt: 20. Dez 2013, 19:05
Hallo!

@akem



......Aber ich denke auch, daß bei "bis zum Anschlag" aufgedrehter Lautstärke keine Phonokette dieser Welt zu 100% brummfrei ist......


Aber selbstverständlich geht das, wenn die Masseführung der Anlage 100% in Ordnung ist hast du weder bei MC- noch nbei MM-/MI-Systemen den geringsten Brumm. Kein Vorverstärker der Spitzen- oder auch nur der Oberklasse mit gutem integriertem Phonoteil der 80ger Jahre würde einen solchen Brumm produzieren.

Also sollte dein Satz eigenttlich etwas anders formuliert sein:

"Aber ich denke auch, daß bei "bis zum Anschlag" aufgedrehter Lautstärke keine heutige mit zeitgenössischen Geräten aufgebaute Phonokette dieser Welt zu 100% brummfrei ist.

So wird m.E. ein Schuh draus.

MFG Günther


[Beitrag von Hörbert am 20. Dez 2013, 19:06 bearbeitet]
sonicman
Stammgast
#7 erstellt: 20. Dez 2013, 19:28
Hallo zusammen!
Ich danke für die vielen Antworten. Ich habe mich entschieden beim großen Versandhändler mit "A" einen Reparaturfall anzumelden. Die Onlineoption war dann eindeutig: Rücksendung und Geld zurück, anderen Optionen standen nicht zur Verfügung. Ich habe also von der Rücksendeoption gebrauch gemacht, mir allerdings direkt einen neuen RP40 bestellt. Ich denke ein Chinchstecker ist schlecht gelötet. Ich bin zur Prüfung bei angeschlossenem und geöffnetem Steckergehäuse mit dem Schraubenzieher an die Lötstelle des "Pluspols" gegangen, auf dem Brummkanal hat dies zu einer massiven Verstärkung des Brumms geführt, auf dem anderen Kanal ohne Effekt. M. E. ein Zeichen für einen hohen Übergangswiderstand an der Lötstelle. Bei jedem anderen Gerät hätte ich ein anderes Kabel angeschlossen. Bei Rega aber ist das Kabel fest verlötet, und wie hier schon richtig bemerkt wurde, führt ein Eingriff zum Verlust der Garantie, das möchte ich mir nicht antun. Meine Audiolabor Anlage brummt übrigens in der Regel überhaupt nicht. Egal wie weit ich den Lautstärkeregler aufdrehe. Als ich vor zwei/drei Jahren mal einen neu aufgetretenen Brumm hatte, waren die Elkos des Vorverstärkernetzteils defekt. Ich habe mir dann ein komplett neues Netzteil gekauft, welches extra für die FLINK Vorverstärker zum Nachrüsten gebaut wurde. Wenn neuere Anlagen heute brummen, so ist das ein weiterer Grund für mich meine "Schätzchen" zu behalten, die mir seit 1993 treue Dienste leisten. Ich werde berichten, was der Tausch des RP40 ergeben hat, Lieferung soll am 24.12 sein.
Beste Grüsse
Sonicman
Hörbert
Moderator
#8 erstellt: 20. Dez 2013, 21:36
Hallo!

Du hast m.E. eine 50-50 Chance daß ein gleicher Rega nicht brummt, die originale Tonarmverdrahtung der Rega-Tonarme ist -technisch gesehen- etwa auf dem Stand der 60ger Jahre, hier wird die Tonarmmasse nebst Systemabschirmung über den linken Schirm der Cinchleitung geführt. Bei einem auf getrennte Masseausgleichsleitung vorbereiteten Phono-Entzerrer führt diese Verdrahtungsvariante bei etwa 60% aller Geräte zu einem Massebrumm.

Der Umbau der Rega-Tonarmverdrahtung ist simpel:

http://www.aqvox.de/...nen_rega_mod_de.html

Allerdings solltest du sie bei einem Neugerät trozdem von einer Fachwerkstatt durchführen lassen falls notwendig da ansonsten möglicherweise die Garantie erlischt.


MFG Günther
sonicman
Stammgast
#9 erstellt: 22. Dez 2013, 22:39
Ich habe den Lötkolben an die vermeintlich kalte Lötstelle gesetzt und siehe da, der Brumm ist weg. Die Rückgabe des REGA habe ich gleich storniert, war kein Problem. Jetzt beträgt der "Brummunterschied" auf dem Oszi am Lautsprecher gemessen bei voll aufgedrehtem Verstärker nur noch 110 gegen 132 mV. Bis 12 Uhr Lautstärkeeinstellung am Verstärker ist nichts mehr zu hören. TAD hat mir per Email noch empfohlen das TTPSU zu erden und gleich noch gesagt wie - hinter der vorderen Abdeckung gibt es eine Gehäuseerde, da kann man ran. Auch das hat auf beiden (!) Kanälen den Brumm noch um ein paar mV reduziert. Jetzt bin ich zufrieden. Nun hätte ich noch eine Frage zur Impedanzeinstellung am Phonovorverstärker. Diese steht derzeit auf 100 pF. Auf der Platine kann ich bis 250 pF einstellen, allerdings müsste ich dazu den Vorverstärker wieder "zerlegen". Macht es überhaupt Sinn für das Elys2/40 eine andere Impedanz zu wählen, oder läge der Effekt im Bereich des Voodoo. Natürlich habe ich die Freds darüber gelesen, sofern man Tohnabnemerimpedanz kennt - auf der Homepage des Herstellers finde ich nichts dazu - und die Kabelimpedanz davon subtrahiert - auch dazu finde ich keine Angaben wobei pauschal 100 pF nicht falsch sein sollten, hätte man eine sinnvolle Einstellung. Aber könnte man die Unterschiede auch hören?
Grüsse
Sonicman
volvo740tius
Inventar
#10 erstellt: 23. Dez 2013, 10:57
Hallo,
schön, Du hast Dir also die Aufregung mit dem Umtausch sparen können.
Die 100pF beim Phonovorverstärker geben den Wert für seine Eingangskapazität an. Diese addiert mit den Kapazitäten der Phonokabel und der Tonarmverkabelung ergeben die Abschlusskapazität, die Dein MM Tonabnehmer "gern hätte".
Ohne die empfohlene Abschlusskapazität des Elys 2 zu kennen bzw. zu finden, lass die 100pF am Vorverstärker. Damit bist Du alles in allem bei geschätzten 200 bis 250pF und damit in einem typischen Bereich bei MM- Systemen. Bei einem absoluten mismatch ist das durch einen gedämpften Hochtonbereich wahrnehmbar. Das glaube ich in Deinem Fall nicht.

Gruß Thomas
akem
Inventar
#11 erstellt: 23. Dez 2013, 12:21
Im Zweifelsfall ausprobieren. Kaputt gehen kann dabei nichts.

Gruß
Andreas
sonicman
Stammgast
#12 erstellt: 04. Jan 2014, 20:49
Hier noch ein Nachtrag der vielleicht für andere auch von Interesse ist: REGA TTPSU erdenREGA TTPSU erden
Den Restbrumm auf beiden (!) Kanälen konnte ich durch Erdung der TTPSU deutlich hörbar reduzieren. Danke dem TAD Support für diesen Tipp.
Sonicman
TMS42
Schaut ab und zu mal vorbei
#13 erstellt: 09. Jan 2014, 10:29
Danke für die Infos hier.
Mein RP40 dreht seit Mitte Dezember seine Runden, das Brummen ist zum Glück auf beiden Kanälen gleich und kann daher auch mal "ausgeblendet" werden.
Aber wenn's zu sehr stört, weiß ich jetzt Bescheid.
Hörbert
Moderator
#14 erstellt: 10. Jan 2014, 10:55
Hallo!

Schlimm genug das es überhaupt zu einem Restbrumm kommt, es ist ohne weiteres möglich einen Plattenspieler Brummfrei zu betreiben, -sogar mit einem Rega-Tonarm-.

Die Umbauanleituing des Tonarmes habe ich ja bereits verlinkt.

MFG Günther
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