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Neues NF-Kabel an TA anlöten (Technics SL-1710 MK2)

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Dixielace
Schaut ab und zu mal vorbei
#1 erstellt: 21. Mai 2014, 20:14
Hallo nochmal,

Das NF-Kabel (siehe diesen Thread) ist inzwischen angekommen und nun stellt sich eine weitere Frage, bei der ich auf einen Tipp eurerseits hoffe. In der Anleitung zum Austausch des Kabels steht folgendes:

"Die Metalldrähtchen beider neuen NF-Kabel (Anm: gemeint ist links und rechts) verbinden Sie mit dem Masseanschluss am Plattenspieler. An genau diesem Punkt soll auch das schwarze Kabel von der Erdung des Tonarmes, eventuell zusätzlich vom Metallgehäuse des Plattenspielers und das Massekabel für die Verbindung zum Verstärker angeschlossen werden. Wichtig ist, dass all diese Drähtchen an einem gemeinsamen Punkt angelötet werden."

Der Punkt ist aber, dass das Originalkabel eine solche Verbindung nicht hatte, sondern lediglich die 4 Adern am TA angelötet waren. Auch in einem Youtube-Video zum Austausch des Kabels bei einem SL-1210 wird diese Verbindung nicht erwähnt.

Wie soll ich nun vorgehen? Einfach gleich anlöten wie das Original und obige Anleitung ignorieren? Oder werde ich da ein Problem haben?

Das Kabel ist auch sehr dick, eine Ader hat in etwa den Durchmesser des Originalkabels. Kann ich das in die Gehäusedurchführung trotzdem reinklemmen oder rikiere ich dann gleich wieder einen Kabelbruch?

Danke & Gruss,
Daniel
Wuhduh
Inventar
#2 erstellt: 22. Mai 2014, 01:46
Moin, Daniel !

Wat izz dat'n für ein ulkiges Voodookabel mit einer Anleitung, die sich so befremdlich liest wie das Fehlverhalten etlicher Berliner Händler ?

Dicke Strippen sind im Analogbereich hinderlich bis unnütz. Siehe als Positivbeispiele Sommercable Albedo MKII oder auch van den Hul D502.

Bitte nur die 4 Adern wie beim Original anlöten. Ein dünnes, schwarzes Massekabel müßte woanders angelötet sein, wenn überhaupt. Ein Zugentlastung MUSS sein, wird aber eine kniffelige Sache.

MfG,
Erik
Dixielace
Schaut ab und zu mal vorbei
#3 erstellt: 22. Mai 2014, 07:07
Ich habe lange im Internet gesucht und ich habe nur wenige Angebote gefunden, wobei mir dieses das beste Preis-Leistungsverhältnis zu haben schien (knapp 37 EUR plus Versand). Es sind effektiv zwei Kabel (eins pro Kanal) mit folgendem Aufdruck: SC-The Source - Highflex [OFC] double shielded - 2 x 0,25 mm2 (AWG 24) - by Sommer Cable Germany.

Das Kabel mit einem Durchmesser von ca. 0,6 mm enthält zwei separate Innenleiter (+/-) zum Anlöten an den TA, darum herum liegt, getrennt durch eine silberfarbene Folie, die Abschirmung (feine Metalldrähte). Diese ist gemäss Anleitung des Lieferanten "nicht mit der Metallschirmung der Stecker verbunden. Vielmehr soll die Abschirmung an die Masse des Plattenspielers angeschlossen werden..."

Kann ich das demnach einfach ignorieren und die überschüssige Metallschirmung einfach wegschneiden?

Gruss,
Daniel
volvo740tius
Inventar
#4 erstellt: 22. Mai 2014, 14:32
Hallo,

der Vertreiber des Kabels wünscht sich einen symmetrischen Anschluss, genau das beschreibt die Anleitung. Mit Voodoo hat das imho nichts zu tun. Natürlich kannst Du die zwei Adern fürs Signal +/- nehmen und den Schirm wegschneiden. Der kapazitive Belag des symmetrischen Kabels bleibt jedoch sehr hoch, Du solltest es wirklich sehr kurz halten, wie Andreas es in Deinem Nachbarthread schon erwähnt hat. Besser wären hier unsymmetrische Kabel gewesen(Sommer Cable The Spirit z. B.), zum selbst konfektionieren oder diverse Koax- Kabel(RG 59, 62,63...). Meist als Meterware erhältlich. Hier hast Du nur die Kapazität Ader/Schirm. Ader/Ader entfällt logischer Weise. Neutrik Stecker dran und fertig. Billiger als Dein jetziges Kabel.
Wenn ich alles richtig aus Deinen threads herausgelesen habe, hast Du jetzt ein AT 120E als System? Das ist mit der Eingangskapazität von Deiner Vorstufe (NAD pp2?) schon bedient, dann kommen noch die pF der Phonokabel und der Tonarmkabel dazu. Das kann dazu führen, dass der Tonabnehmer nicht so klingt wie der Hersteller sich das gedacht hat. Das ist aber alles noch Theorie, Du musst erstmal den SL wieder anschlussfertig und hörbar machen.

Gruß Thomas
Wuhduh
Inventar
#5 erstellt: 22. Mai 2014, 19:02
" Voodookabel " bezog sich auf den Hinweis bzgl. der Dicke des neuen Kabels, wie beschrieben. Hat nix mit den Produkten von Sommercable zu tun.

MfG,
Erik
Dixielace
Schaut ab und zu mal vorbei
#6 erstellt: 22. Mai 2014, 22:09
Sowas wäre demnach geeigneter gewesen (44 pF/m):
RG62AU

Gruss,
Daniel
volvo740tius
Inventar
#7 erstellt: 22. Mai 2014, 22:42
Hallo,

Erik, schon verstanden.

Daniel, ja das wäre besser, die Kabel sind aber recht unflexibel. Das ist nicht jedermanns Sache. Als Phonokabel allerdings schwer zu toppen.

Gruß Thomas
Dixielace
Schaut ab und zu mal vorbei
#8 erstellt: 23. Mai 2014, 11:33

volvo740tius (Beitrag #7) schrieb:

Daniel, ja das wäre besser, die Kabel sind aber recht unflexibel. Das ist nicht jedermanns Sache.


Die Frage für mich ist mehr, ob denn der Innenleiter in der Gehäusedurchführung des Drehers nicht gleicht bricht, denn dort wird das Kabel ja relativ stark geknickt. Wäre dann ein Kabel mit Litze aus dieser Hinsicht empfehlenswerter?

Sorry die vielen Fragen, aber ich möchte es vermeiden, den Spieler mehrmals auseinander zu bauen, daher möchte ich von Beginn weg was anlöten, was dann auch funktioniert.

Gruss,
Daniel
Albus
Inventar
#9 erstellt: 23. Mai 2014, 12:15
Tag,

dieses originale Technics High-Fidelity Audio Cord hättest du kaufen sollen, damit gibt es keine Schwierigkeiten oder gar Probleme bei der Montage: http://www.4-dj.de/s...ono-kabel-p-774.html
Es ist das Kabel des Modells 1210M5G, welches einschließlich Tonarmkabel auf 70 pF Kapazität kommt; der Anteil dieses Technics High-Fidelity Audio Cord liegt bei 45-50 pF.
Die Industriekabel mit geringster Kapazität (RG 63, RG 62, RG 71, RG 180, RG 6, auch noch RG 59) sind typisch wenig flexibel infolge solidem Leiter, ausgenommen das RG 180 (Beispiel: Belden 83266, äußerer Durchmesser 3,58 mm, 49,2 pF).

Freundlich
Albus
volvo740tius
Inventar
#10 erstellt: 23. Mai 2014, 12:34
Hallo,

Dixielace (Beitrag #8) schrieb:

Die Frage für mich ist mehr, ob denn der Innenleiter in der Gehäusedurchführung des Drehers nicht gleicht bricht, denn dort wird das Kabel ja relativ stark geknickt.


das Problem hättest Du mit dem Source-Kabel auch, da ich nicht glaube, dass dies ohne Schnitzerei durch die Durchführung passt. Das ist halt immer die Krux bei solchen Umbauten. Den Tipp von Albus würde ich daher als Königsweg bezeichnen.

Gruß Thomas
Dixielace
Schaut ab und zu mal vorbei
#11 erstellt: 23. Mai 2014, 14:08
So soll es sein, ein königliches Kabel für einen königlichen Dreher.

Spricht etwas gegen dieses Kabel, das nur knapp die Hälfte kostet? Scheint auch Original Technics zu sein.

Technics Phono Kabel

Gruss,
Daniel
volvo740tius
Inventar
#12 erstellt: 23. Mai 2014, 14:36
Die vom MK II sind vom Kapazitätswert wieder schlechter, zumindest die werksmäßig verbauten. Die fehlenden Daten zu diesem Ersatzkabel sind da nicht gerade ein positives Zeichen. Da Du die anderen Strippen ja zurückschicken wirst, wärst Du doch mit dem M5G Cord fast bei + - 0?

Gruß Thomas


[Beitrag von volvo740tius am 23. Mai 2014, 14:39 bearbeitet]
Dixielace
Schaut ab und zu mal vorbei
#13 erstellt: 23. Mai 2014, 15:04
Danke, den Unterschied hatte ich übersehen.
Wobei letztere gemäss Titel auch vom MKnix zu sein scheinen, aber die fehlenden Angaben sind halt wenig vertrauenserweckend.

Gruss,
Daniel


[Beitrag von Dixielace am 23. Mai 2014, 15:16 bearbeitet]
Wuhduh
Inventar
#14 erstellt: 23. Mai 2014, 16:45
Auch so ein Spinnerpreis bei der Technics-Strippe.

MfG,
Erik
volvo740tius
Inventar
#15 erstellt: 23. Mai 2014, 16:50
Jo, ähnlich wie beim Sommer Kabel. Umsonst ist nur der Tod.

Gruß Thomas
germi1982
Moderator
#16 erstellt: 25. Mai 2014, 12:44

Dixielace (Beitrag #8) schrieb:

...Wäre dann ein Kabel mit Litze aus dieser Hinsicht empfehlenswerter?

...


Das Kabel das du verlinkt hast ist ein Kabel mit Litze. Der Zusatz A/U heißt Litze statt Massivdraht bei den RG-Kabeln.


[Beitrag von germi1982 am 25. Mai 2014, 12:46 bearbeitet]
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