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Noch eine Kaufberatung Plattenspieler/Tonabnehmer

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nw.hifi
Neuling
#1 erstellt: 06. Jun 2014, 12:21
Hallo Experten,

ich bin auf der Suche nach einem Plattenspieler für den Hausgebrauch. Er soll zum Digitalisieren und Abspielen vorhandener Platten dienen, wobei auch Neukäufe geplant sind. Gehört wird in erster Linie klassische Musik, gerne auch mal so etwas wie Weihnachts- und Kinderlieder oder Hörspiele.

Wichtig wären neben einem guten Klang – wobei ich uns nicht unbedingt als audiophil bezeichnen würde – vor allem ein schonender Umgang mit den Platten, eine solide und robuste Technik sowie möglichst flexible Anschlussmöglichkeiten. Das Gerät muss ausdrücklich nicht DJ tauglich sein, sondern soll auch von technisch weniger erfahrenen bedient werden, wünschenswert wären daher eine Halbautomatik oder wenigsten eine Endabschaltung.

Die Anlage dahinter ist noch offen. Was wir bisher haben stammt noch aus Jugendzeiten und wird den nächsten Umzug, der schon auf dem Schirm ist, sicher nicht mehr mitmachen. (Bis dahin muss es aber noch reichen :-)

Ein Gebrauchtgerät scheidet aus, da ich kaum Erfahrung habe und nicht einschätzen kann, wie gut der Zustand eines solchen Gerätes wirklich ist. Preislich habe ich mich auf 200-300€ eingestellt, wobei das nur ein Richtwert ist. Grundsätzlich gilt: so wenig wie möglich, so viel nötig um obige Forderungen zu erfüllen.

Ich würde der Einfachheit und Flexibilität wegen ein Gerät mit eingebauten Entzerr- und Vorverstärker sowie USB-Anschluss bevorzugen. Gibt es da Geräte, die dem Anspruch 'nomaler' Ohren genügen oder geht so etwas gar nichts?

In den Foren werden immer wieder die Neugeräte von Dual und Pro-Ject diskutiert, teilweise hoch gelobt, teilweise aber auch regelrecht verrissen, wobei mir häufig die kritischen Stimmen eher den kompetenteren Eindruck machten, so dass ich diese Hersteller schon mal deutlich zurück gestellt haben.

Das einzige Gerät, zu dem ich bisher nichts negatives finden konnte (was mich dann auch schon wieder stutzig macht) ist der Audio Technica AT-LP120USB(C). Leider handelt es sich dabei um ein DJ-Gerät. Besonders stört mich die Möglichkeit, Platten rückwärts laufen zu lassen, was im Falle einer Fehlbedienung bestimmt nicht gut ist für Platte und Tonabnehmer.

Nun hat diese Gerät noch einen kleinen Bruder, den AT-LP60USB. Zu dem ist eher wenig zu finden. Ist die Technik qualitativ vergleichbar dem AT-LP120 oder ist das etwas ganz anderes und für meine Zwecke eher nicht mehr zu empfehlen? (Direktantrieb muss meiner Ansicht nach nicht unbedingt sein.)

Ferner habe ich mir den Omnitronic DD-2250 und den Reloop RP-2000 MK3 USB angesehen, beide scheinen dem AT-LP120USB ähnlich, haben laut Datenblatt sogar eine etwas geringere Gleichlaufschwankung (0,15% gegenüber 0,2%), werden aber insgesamt meist schlechter bewertet.

Gerne auch mal empfohlen der McCrypt DJ-2650 B/D USB. Auch der scheint zumindest in der Version mit Direktantrieb dem AT-LP120USB von den technischen Parametern her ähnlich, wäre auch günstiger, spricht mich aber von der Optik nicht so an und ich habe auch kaum Testberichte gefunden.

Fazit: Von der Bedienung her wäre mir der AT-LP60USB am liebsten. Ich fürchte aber, dass die Technik dagegen spricht. Der nächste in meiner Liste wäre dann der AT-LP120USB(C), obwohl er als DJ-Gerät nicht wirklich das ist, was ich suche. Für eine gute Technik würde ich den Kompromiss aber eingehen. Der Reloop RP-2000 MK3 USB, der Omnitronic DD-2250 und der McCrypt DJ-2650 B/D USB wären noch Alternativen, haben gegenüber dem AT-LP120USB(C) außer eventuell dem Preis aber keine Vorteile, eher leichte Abstriche, so dass man nach Optik und Bauchgefühl entscheiden kann. Ist das so in etwa richtig? Habe ich einen wichtigen Vertreter übersehen?

Bliebe noch der Tonabnehmer: Er wird zu dem AT-LP120USB(C) nicht mitgeliefert, empfohlen werden die Systeme AT120E/T / AT95 / AT91. Da ich der schonenderen Behandlung der Platten wegen ein sphärische Nadel bevorzugen würde liefe es wohl auf den AT91 hinaus. Kann man der Empfehlung folgen oder wäre ein anderes System besser? Wichtig wäre mir, dass es zum internen Verstärker passt und möglichst wenig brummt. (Angeblich sollen unterschiedliche Systeme unterschiedlich empfindlich auf Einstreuungen des Motors sein.)

Danke schon mal für Eure Hinweise.
Tauern
Hat sich gelöscht
#2 erstellt: 06. Jun 2014, 12:35
Hallo,

grundsätzlich bestehen folgende Alternativen bei der Signalzuspielung an den Rechner via USB:

1. Plattenspieler mit eingebautem USB-Anschluss
2. Plattenspieler ohne eingebauten USB-Anschluss mit Phono-Vorverstärker mit eingebautem USB-Anschluss

Daraus ergeben sich folgende Möglichkeiten:

zu 1. aktuelle klassische Hifi-Modelle z.B. Project Essential oder Debut mit eingebauten Vorverstärker und USB-Anschluss oder die genannten DJ-Geräte. Alle diese Geräte werden hier sehr kontrovers diskutiert. Wer die Qualität und Haptik vergangener Zeiten sucht, kann - muss aber nicht grundsätzlich - enttäuscht werden. Habe selbst einen Omnitronic DD-2550 allerdings mit einem besseren Tonabnehmer als dem Originalsystem und bin mit dem Gerät zufrieden. Es kann mit meinen anderen Geräten (Technics und Dual-Direkttriebler aus den frühen 80er Jahren) konkurrieren. Hat aber keine Endabschaltung.

zu 2. hier besteht eine große Auswahl. Die Neugeräte sind aus meiner Sicht aber teilweise klapprig. Gebrauchtkauf ist sicherlich risikoreich, kann aber durchaus von Erfolg gekrönt sein. Meine Empfehlung: Privatkauf (z.B. Ebay Kleinanzeigen). Gerät beim Verkäufer ausprobieren. Ist es Ersthand, oder Ebay-Wanderpokal, Raucher oder Nichtraucher, was macht der Verkäufer für einen Eindruck,...

Grüße
Tauern
akem
Inventar
#3 erstellt: 06. Jun 2014, 17:43
Der AT120USB dürfte schon zum Besten gehören, was man für das Geld so kriegen kann. Ich kenne den aber nur mit Tonabnehmer ab Werk, nämlich dem AT95. Es gibt nicht wenige Leute, die das AT91 als besser erachten, insbesondere, wenn man die Rundnadel gegen eine einzeln erhältliche elliptische Nadel tauscht. Das AT95 hat eine (schlechte) elliptische Nadel. Auf's erste Reinhören klingt das ganz ordentlich, spielt quietschlebendig. Aber das "quietsch" dabei geht halt in Form von Verzerrungen schnell auf die Nerven. Es gibt aber z.B. bei www.williamthakker.eu unter dem Namen Thakker bessere Nadeln für das AT95. Die Shibataversion klingt dann schon sehr anständig, kostet aber auch >100€.
Daß Rundnadeln die Platte am meisten schonen ist ein Gerücht. Das Gegenteil ist eher richtig. Die Rundnadel hat an der Rillenfläche die kleinste Kontaktfläche von allen Schliffen, was im höchsten Flächendruck und damit in der größten Abnutzung resultiert. Die oft in dieser Hinsicht verschrieenen "scharfen" Schliffe gehen bei korrekter Justage am schonendsten mit den Platten um, weil hier der Flächendruck am niedrigsten ist. Aber man muß so ein System halt justieren, einfach mal irgendwo und irgendwie dranschrauben ist nicht.
Das AT120 würde ich nicht empfehlen. Für das, was es kann ist es zu teuer. Man kann es zwar mit besseren Nadeln klanglich deutlich aufwerten, aber dann landest Du preislich schnell in der gleichen Region wie der ganze Dreher. Außerdem neigt es gerne mal zum Brummen.
Zum Knopf für den Rückwärtslauf: ich würde schaun, ob man den Knopf irgendwie abziehen kann. Ansonsten vielleicht Klebeband drüber oder so. Das sticht dann ins Auge, wenn man mit dem Finger zu nahe kommt und man denkt wieder dran, daß der Knopf tabu ist...

Gruß
Andreas
Tauern
Hat sich gelöscht
#4 erstellt: 06. Jun 2014, 18:05
Ich stimme dir zu akem. Ich denke der Themensteller kauft mit AT-LP120 Zusatzfunktionen, die er offensichtlich nicht braucht. Es gibt bei den Technics SL-1200 optisch ähnlichen Nachbauten günstigere, die bei der Grundfunktion Schallplatte abspielen auf gleichem Niveau spielen. Wenn man 78 UPM, Rückwärtslauf und m.E. Tonarmhöhenverstellung verzichten kann, gibt es preiswertere Alternativen. Deshalb habe ich mich auch für den Omnitronic entschieden. Dieser hat mit dem AT3600L ein System, dass dem AT-91 ähnlich ist. Die Nadeln können m.E. ausgetauscht werden. Hier hat vor Kurzem ein Themensteller eine bessere Nadel mit elliptischem Schliff erstanden und darüber berichtet (Thread ist noch ziemlich aktuell). Ich habe auf ein Ortofon OM Nightclub gewechselt. Der Klang in meiner Kette ist aus meiner Sicht sehr gut.

Grüße

Tauern
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