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Rega RP1 tuning?

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giacomo_reiser
Neuling
#1 erstellt: 02. Sep 2014, 12:14
Hallo Leute,

ich besitze seit einiger Zeit einen Rega Rp1 und wollte mal fragen, ob ich neben Tonabnehmer,
Antriebsriemen etc. auch den Rega Glasplattenteller nachrüsten kann, oder vielleicht einen Acrylteller?
Hat vielleicht schon jemand Erfahrungen mit dem Glasteller auf dem RP1 gemacht?
Ich denke auch über eine Korkmatte nach... Kann ich bei einer Korkmatte trotzdem den Motor laufen lassen
beim Plattenwechsel? Und die große Frage, machen diese Komponenten zusammen überhaupt Sinn?
Natürlich weiß ich, dass ich es ausprobieren und selbst hören muss, aber vielleicht kann mir ja vorher
jemand sagen, ob es überhaupt funktioniert und/oder Sinn macht.

Vielen Dank schonmal
Beste Grüße

Gunnar


[Beitrag von giacomo_reiser am 02. Sep 2014, 12:19 bearbeitet]
boe_ser
Stammgast
#2 erstellt: 02. Sep 2014, 14:58
Warum solltest Du bei einer anderen Matte den Motor nicht mehr laufen lassen können?

Laut der Webseite von Rega passt der Glasteller auf alle ausser P7 und P9 - sollte also gehen.

Bevor ich an Deiner Stelle aber Unsummen in diesen Dreher investiere (Glasteller 140,- ; Präzisions(?)riemen 50,- ; Tonabnehmer XX(X),-) würde ich den RP1 verkaufen und mich nach einem anderen, gebrauchten Plattenspieler umsehen. Für den Erlös und das Geld für die geplanten Tuning-Massnahmen bekommst Du schon ein Spitzenklasse-Gerät von Dual oder Thorens (die Geräte aus den 80ern, nicht der aktuell unter diesen Namen verkaufte Kram) und einen hochwertigen Tonabnehmer. Da kommen wahrscheinlich nicht mal die teuersten Rega-Teile ran.

Optisch muss man da sicher Abstriche machen oder sich selbst eine schicke Zarge bauen (da gibt es Bausätze oder Fertigteile). Technisch bewegt man sich damit auf dem Höhepunkt des Plattenspielerbaus.

Aus eigener Erfahrung kann ich den Dual CS 714 Q empfehlen oder (wenn es unbedingt ein Vollautomat sein muss) den CS 731 Q.
- Quarzgeregelter Direktantrieb mit automatischer Endabschaltung und Tonarmrückführung (714) oder Vollautomatik (731)
- Dynamisch balancierter ULM-Tonarm mit einstellbarem Anti-Resonator
- Umrüstkit für 1/2"-Tonabnehmer erhältlich
akem
Inventar
#3 erstellt: 02. Sep 2014, 15:22
Hallo Gunnar,

ich besitze seit einiger Zeit einen Rega Rp1 und wollte mal fragen, ob ich neben Tonabnehmer,
-> Kann je nach vorhandenem Tonabnehmer Sinn machen. Was hast Du denn drauf? Problematisch ist halt, daß der Rega-Benjamin den 110V Synchronmotor hat, der ein ziemlich großes magnetisches Streufeld entwickelt, auf das viele MM und MI Tonabnehmer mit Brummen reagieren. MC-Systeme wären dagegen immun, aber ob die auf den Tonarm mit dem Plastikheadshell passen? Die normalen Rega-Arme mit Metallheadshell haben gute 12g effektive Masse, was für MC-Tonabnehmer schon etwas grenzwertig war. Wieviel Masse der RB100 oder wie der heißt hat, weiß ich nicht.

Antriebsriemen
-> Was soll ein anderer Riemen bringen? Man darf nicht alles glauben, was die Werbung so alles sagt... Der normale schwarze Rega-Riemen ist ziemlich gut und erfreulich robust und langlebig.

etc. auch den Rega Glasplattenteller nachrüsten kann, oder vielleicht einen Acrylteller?
-> Der Glasteller ist nicht schlecht aber auch ziemlich teuer. Acrylteller gibt es einige und da kann man auch auf die Nase fallen. Gute Erfahrungen hab ich mit dem Acrylteller von Scheu gemacht. Da gibt es einen speziell für die Regas.

Ich denke auch über eine Korkmatte nach... Kann ich bei einer Korkmatte trotzdem den Motor laufen lassen beim Plattenwechsel?
-> Klar kann man. Den Scheu Acrylteller kannst Du ohne weiteres auch ohne Matte betreiben, auf den Glasteller würde ich aus klanglicher Hinsicht eine Korkmatte legen. Gut und günstig ist die Korkmatte von Project. Es gibt im Netz auch teurere Korkmatten mit Gummieinlagen. Auch gut.

Und die große Frage, machen diese Komponenten zusammen überhaupt Sinn?
-> Schwer zu sagen. Ich kenne den Plastikteller des RPM1 nicht. Der Spanplattenteller des früheren Einstiegsmodells war nicht gut, da war ein neuer Teller ein sinnvolles Upgrade.

Gruß
Andreas
Wuhduh
Inventar
#4 erstellt: 02. Sep 2014, 15:38
Hallo, Gunnar !

Riemenwechsel ...

... ist Quatsch, weil der Riemen primär nur den Teller antreiben und sekundär für eine Schwingungsisolation zwischen Motor und Teller sorgen soll. Selbst ein schwarzer Noname-Nachbauriemen verrichtet zufriedenstellend seine Arbeit.

Upgrading im 3-stelligen Bereich ...

... das traditionelle Analoghifi-Syndrom: Erst billig anschaffen und dann mit befremdlichen Teilen upgraden wollen !

Beim RP-1 ist ein TA-Upgrade klanglich ergiebiger als jegliche Designspielerei im 3stelligen Bereich. Es ist halt nur ein Einsteiger-Rega.

Das nur mal so pauschal und in grobem Zügen zu Deinen Fragen.

MfG,
Erik
giacomo_reiser
Neuling
#5 erstellt: 02. Sep 2014, 16:33
Hey,

vielen Dank für eure Antworten.

Verkaufen kommt nicht in Frage, da er ein Geschenk war und ich auch soweit zufrieden bin.
Wollte nur wissen was noch so geht und bin auch bereit den einen oder anderen € auszugeben.
Ich denke, ich werde es mal mit dem Glasteller ausprobieren.

Momentan ist ein Rega Carbon MM-Tonabnehmersystem verbaut.
Hab gelesen, dass der Ortofon 2M RED Tonabnehmer sehr gut mit dem RP1 hamonieren soll...
Oder hat jemand ne bessere Idee in dieser Preisklasse? Anderenfalls probier ich es damit.

Bei einer Korkmatte hatte ich bedenken den Motor laufen zu lassen, weil sie härter ist als eine Filzmatte,
aber wenn Ihr sagt, dass es egal ist... Vertrau ich darauf.

Also, vielen Dank nochmal

Gunnar
klnge
Ist häufiger hier
#6 erstellt: 02. Sep 2014, 17:42
Hallo Gunnar,
ich habemeinen RP1 gebraucht eine Glasteller ersteigert, glaube vom Rega p2.
Das Update hat sich gelohnt da der Glasteller erheblich ruhiger läuft als der Plastikteller des RP1
bei mir läuft ein VM Blue aber mit dem VM Red war ich auch ehr zufrieden (Musikrichtung Hardrock Heavy Metal)

viele Grüße
Dietmar


[Beitrag von klnge am 02. Sep 2014, 17:45 bearbeitet]
akem
Inventar
#7 erstellt: 02. Sep 2014, 17:51
Das 2M Red ist de facto ein OM10 mit etwas mehr Plastik drum herum. Das OM 10 gibt es ab 28,85 €. Jetzt kannst Du Dir in etwa vorstellen, was es taugt - auch nicht mehr als das, was Du jetzt hast...
Das billigste System, das ich kenne und das halbwegs was kann, ist das Sumiko Pearl (nicht das Black Pearl). Hat bei www.williamthakker.eu zuletzt 119€ gekostet. Leider hat der seinen Laden seit geraumer Zeit zu und der Termin zur Wiedereröffnung wurde schon wiederholt verschoben. Da weiß keiner so recht, was da los ist... Listenpreis des Systems ist deutlich höher.
Ein in der Summe seiner Eigenschaften recht guter Tonabnehmer wäre ein Ortofon Vinylmaster Silver (oder ein baugleiches 540km2). Kostet aber inzwischen gute 300€. Oder ein Audio Technika AT150 MLX. Hier müßtest Du aber auf sehr geringe Kapazität achten, nicht gerade ein Anfängerthema. Und es zieht womöglich Arbeitsaufwand nach sich (Eingangskapazitäten der Phonostufe tauschen, ggf. Kabel kürzen). Ein anderes gutes System wäre das Denon DL110. Das ist ein High-Output MC zum Anschluß an einen MM Eingang. Hätte den Vorteil, daß es immun ist gegen das Motorbrummen, möglicherweise ist aber der Tonarm zu leicht dafür. Da müßte man dann mit Zusatzgewichten tricksen. Geometrisch justieren muß man natürlich auch jeden Tonabnehmer.
Du siehst, alles nicht so einfach
Aber das Rega Carbon ist doch von der Basis her glaub ich ein Audio Technika AT91. Dafür gibt es irgendwo einen Nadeleinschub mit einer Shibatanadel zu kaufen. Das wäre wahrscheinlich die beste und unkomplizierteste Option. Systemkörper bleibt am Arm, Du mußt nur den Nadeleinschub tauschen. Keine Neujustage, kein nichts.

Gruß
Andreas
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