Sie sind bereits Community-Mitglied? Dann loggen Sie sich hier ein!

Auto-Login
Passwort vergessen?


Metz Mecasound TX 4963, Probleme mit der Elektronik und dem Tonarmlift!

+A -A
Autor
Beitrag
tux_troll
Neuling
#1 erstellt: 08. Nov 2014, 02:44
Hallo HIFI-Forum Gemeinde!

Ich bin neu hier registriert, da ich einen optisch und technisch 1a erhaltenen TX 4963 vor der Schrottpresse bewahrt habe. Glücklicher Zufall, da ich für ein Unternehmen arbeite, welches sich auf hydraulische Anlagen spezialisiert hat und ich bei einem Entsorgungszentrum eine der Pressen instand setzen musste. Jedenfalls schnappte ich den Metz bei einem der Arbeiter vom Hubwagen weg und ab in den Servicewagen.

Nach Feierabend zu Hause angekommen, habe ich das Gerät erst einmal akklimatisieren lassen und mit Druckgas und leicht feuchtem Microfaser Tuch entstaubt. Feuchtigkeit hatte es zum Glück nicht abbekommen, da es zuvor in einer Halle stand und dort frisch rausgefahren wurde. Ein erster Test am Netz verlief gut. Ich war natürlich gespannt, ob das gute Stück noch Töne von sich gibt, sodass ich am nächsten Tag direkt zum Saturn bin und mir einen 5 Pin Dioden auf Chinch Adapter besorgt habe. Erste Ernüchterung: Der hiesige Heimkino Receiver hat keinen Phono Eingang mehr, was mir jetzt erst durch meinen Fang aufgefallen ist, da ich den letzten Plattenspieler vor knappen 15 Jahren in Betrieb hatte. Naja, so habe ich notdürftig am Tape IN Eingang mit fast voller Lautstärke getestet, ob irgendwas an Signal ankommt. Die Freude war groß, als die Musik einer meiner alten Platten spielte. Was den ersten Eindruck betraf, schien augenscheinlich alles tadellos zu funktionieren. Quarzsteuerung läuft super, manuell über Pitch Regler läuft auch alles dufte. Die Vollautomik funktioniert auch flüssig und ohne mechanische Probleme.

Nun sind mir aber doch zwei Macken aufgefallen, zu denen ich Rat von einem Kenner benötige:

1. Wenn ich den Tonarm manuell mit dem Lifthebel anheben möchte, wird dieser nur sehr geringfügig angehoben. Mit der Vollautomatik klappt es jedoch problemlos. Im Inneren des Spielers kann ich nicht erkennen, dass da etwas klemmt oder schwergängig am Lift ist. Auch sonst ist das Innenleben sehr sauber und es sind keine Fremdkörper oder Verschmutzungen wie Staub, Krümeln, Abrieb, Späne usw. zu erkennen gewesen.

2. Nachdem ich den Plattenspieler dann nach den Tests über den Powerschalter abgeschaltet hatte, erloschen das Stroboskop und die Betrieb LEDs, was ja zu erwarten war. Nach kurzem verlassen des Raumes, wunderte ich mich dann, dass plötzlich die Betrieb LEDs wieder leuchteten und das Stroboskop ganz schwach glimmend flackerte, als auch dass man den Teller in Betrieb nehmen komnte und die Platte abspielen konnte. Nachdem ich den Powerschalter dann wieder eingeschaltet hatte, leuchtete auch das Stroboskop wieder normal. Nach erneutem ausschalten des TX blieben die LEDs weiterhin leuchten und das Stroboskop glimmte wieder leicht und flackerte, sowie auch ein Betrieb des Tellers noch möglich war. Ich hatte den Spieler daraufhin vom Netz genommen und ein paar Minuten später nochmal angeschlossen um den Fehler zu reproduzieren, was aber zuerst misslang. Plötzlich konnte ich das Gerät wieder abschalten. Letzteres hielt nicht lange an. Ich saß vor dem Gerät und stellte fest, dass sich nach ca. 1-2 Minuten die Betrieb LEDs wie von Geisterhand einschalteten, das Stroboskop wieder glimmte und der Teller wieder in Betrieb genommen werden konnte. Den Schalter habe ich bereits auf Funktion getestet, da ich davon ausging, dass dieser nicht korrekt trennt und/oder schliesst. Jedoch schien hier kein Fehler vorzuliegen, da dieser einwandfrei trennt und schließt (gemessen). Kondensstoren, Elko's, Widerstände und die anderen Bauteile lassen optisch keinen Aufschluss darauf geben, dass ein Stromlaufproblem oder Kriechstrom vorliegt.

Hat jemand ähnliche Probleme mit dem gleichen Gerät und weiß Abhilfe? Hat jemand das elektronische Know-how, um hier eine mögliche Ursache zu nennen? Bin für jede Hilfestellung dankbar.

Liebe Grüße und ein schönes Wochenende wünscht tux_troll!


[Beitrag von tux_troll am 08. Nov 2014, 02:54 bearbeitet]
sandmann319
Inventar
#2 erstellt: 08. Nov 2014, 12:04
Hallo tux

wie wäre es einmal mit der Suchfunktion,
die spuck zb. dieses aus.
Link

Und du findest noch mehr über deinen Dreher hier im Forum.

Gruß Gerd
Wuhduh
Inventar
#3 erstellt: 08. Nov 2014, 13:40
Hallo, Tux !

Wennde keine ausreichenden Lötkenntnisse zur Elektronikreparatur hast, sollteste vielleicht nervenschonend alle guterhaltenen Teile demontieren und Dir damit ein Taschengeld verdienen. Und den Rest leidenschaftslos endgültig entsorgen.

MfG,
Erik
boozeman1001
Inventar
#4 erstellt: 08. Nov 2014, 17:30
Ich habe den Metz ebenfalls und muss da mal Einspruch einlegen, Erik.
Das ist schon ein recht vernünftiger Dreher, der sich hinter heutigen "Haiend"-Brettchen keinesfalls zu verstecken braucht.
Solide Mittelklasse aus Japan, nicht mehr, aber auch nicht weniger.

Zu den Problemen:
Das mit dem Lift ist leider eine häufige Krankheit dieses Drehers. Das Problem liegt an einem kleinen weißen Plastikteil, welches dank ziemlich dämlicher Konstruktion iegendwann bricht.
Ich habe hier etwas zur Reparatur geschrieben.
Mankann das Teil kleben, ich habe bei der ersten Reparatur mit 2-Komponenten-Kleber geklebt, das war aber nicht von Dauer. Beim zweiten mal habe ich einen Industriekleber auf Cyanacrylatbasis ("Schwanheimer Industriekleber"- der beste Kleber, den ich kenne!) verwendet und die Bruchstelle mit dem Füllstoff (vom gleichen Hersteller) verstärkt. Seitdem funktioniert es problemlos.

Zu dem Abschaltproblem: Ich vermute, dass der bzw, die Entstörkondensator(en) durch ist/sind. Da Du das Gerät ja eh öffnen musst, solltest Du den unbedingt austauschen.
Hier mal ein Bild, wo die sitzen:
metz-tx-4963_245797
In dem eingekreisten Kästchen oben links sitzt (soweit ich mich erinnern kann) auch noch ein Kondensator.
Am besten beide tauschen, da es sehr unangenehm ist, wenn die Dinger altersbedingt platzen (stinkt und knallt).
Tywin
Inventar
#5 erstellt: 08. Nov 2014, 17:42
Hallo tux_troll,

lass Dich nicht verunsichern, das ist ein richtig toller Dreher (Micro Seiki DQ44), den ich mir auch am letzten Wochenende erst zugelegt habe.

Mit einem guten Tonabnehmer und einer guten Nadel steht der auch teuersten High-End Drehern bezüglich des Klangergebnisses nicht nach.

Klasse ist der nahezu lautlose Betrieb der Automatik, der SME(Technics)-kompatible Tonarm (Überhanglehre von Technics kann verwendet werden) die solide Haube und der präzise direkt angetriebene quarzgesteuerte Antrieb.

Viel Spaß mit dem Gerät!

LG Tywin
boozeman1001
Inventar
#6 erstellt: 09. Nov 2014, 10:56
Die Mär, dass es sich um einen MS handelt, geistert ja schon länger durchs Netz.
Nur belegen konnte es bislang noch niemand und ich denke auch nicht, dass es stimmt.
Ich tippe eher auf CEC / Chuo Denki.
Letztenendes spielt das aber auch keine Rolle, der Metz ist ein solider Dreher.
Hörbert
Moderator
#7 erstellt: 09. Nov 2014, 12:29
Hallo!

Na ja, auch die günstigen kleinen Serien-Micro Seikis waren nichts weiter als zugekaufte CEC-Geräte die auf Micro-Seiki gelabelt waren. Die Firma Micro-Seiki war viel zu klein um größere Serien selbst zu produzieren.

MFG Günther
Compu-Doc
Inventar
#8 erstellt: 09. Nov 2014, 18:23
Bei der Gelegenheit (geöffneter Dreher) solte man auch gleich die Mechanik um den motorgesteueten Lift entschlacken und neu fetten (säurefrei/Silikonfett).



@ Erik: Deine Gedankengänge verwirren hier nur!
tux_troll
Neuling
#9 erstellt: 09. Nov 2014, 21:23
Guten Abend zusammen!

Mein Wochenende war so voll gepackt, dass ich jetzt erst dazu komme, mich zu bedanken.
Also, vielen Dank für die weniger sinnvollen Ratschläge und einen sehr gewichtigen Dank für die sinnvollen Ratschläge und die Bilder.

@ Tywin

Danke für die Bekräftigung, den Dreher zu behalten. Ausschlachten kommt auch absolut nicht in Frage, da ich seit langem schon im Hinterkopf stecken hatte, mir wieder einen Plattenspieler zu beschaffen. Es sollte schon etwas solides sein, jedoch, wie es im Leben so ist, kommen immer Zwangsanschaffungen und Zwangskosten dazwischen, als dass man einfach aus dem Bauch heraus zuschlagen könnte. Klar hätte ich, einfach nur um die alten Platten mal wieder zu hören, so ein Plastikding mit USB Anschluss zum Digitalisieren für 99 Euro von Medion kaufen können, aber das wäre dann auch nicht Sinn der Sache gewesen. Jedenfalls hatte ich jetzt einfach Glück und war zur richtigen Zeit am richtigen Ort, sodass ich "for nothing" diesen Spieler einsacken konnte. Ich bin zwar kein Radio- und Fernsehtechniker, aber ich denke schon, dass ich mehr elektrotechnisches Verständnis habe, als Otto Meier von nebenan. Elektronische Bauteile auszutauschen, und sei es in SMD Bauart, bekomme ich mit genügend Motivation und etwas Improvisation auch hin. Da sollten ein paar normale Kondensatoren, Transistoren, Dioden und Widerstände kein Hindernis sein.

@boozeman1001

Wow, dein Ratschlag wird wohl ein Volltreffer sein. Tatsächlich ist der weisse Kunststoffclip beim Tonarmheber an der Stelle gebrochen, an der die Klemmschraube sitzt. Quasi wie es bei dir auch war, wie ich deinem Bild im anderen Thread entnommen habe. Was den Entstörkondensator betrifft, wirst du vermutlich auch richtig liegen. Als ich heute bei Tageslicht noch einmal genau alles durchgesehen habe, ist mir aufgefallen, dass dieser aufgebläht und von vielen feinen Rissen durchzogen ist. Unter dem Schutzblech sitzt übrigens kein weiterer Kondensator, sondern zwei End- bzw. Kontaktschalter für den Tonarmmechanismus und eine kleine Platine, wo die dünnen Signalkabel vom Tonabnehmer auf das Audio Kabel über gehen.

Den Entstörkondensator (Rifa PME 271 Y 522 / GPF 40/085/56 250VAC MP) habe ich ausgelötet und direkt in der Bucht Ersatz bestellt. Da es die nur zu 20 Stck. gab, habe ich jetzt einen Schwung davon über. Wer also Bedarf hat, darf sich gerne melden. Versandkosten trage ich nicht, aber den Kondensator verschenke ich für ein Dankeschön.

@Compu-Doc

Richtig, das war auch meine Überlegung. Das alte Fett sieht sehr bräunlich verharzt aus. Frage: In der Betriebsanleitung des TX steht, dass ein Ölen der Motorwelle nicht nötig ist, da es sich um Trockenlagerung handelt. Hast du bzw. habt ihr dennoch geölt? Sollte der Konus auf dem der Teller sitzt etwas gefettet werden?

Woher hast du das säurefreie Silikonfett bezogen? Ich meine auch, dass ich die genaue Bezeichnung für das Schmiermittel hier im Forum auch schon gesehen habe. Bekommt man so etwas auch im Baumarkt um die Ecke, oder muss man da schon zu Conrad etc. schauen?

Ich habe noch Detailbilder vom Innenleben meines TX, dem Kondensator und dem gebrochenen Lift-Teilchen gemacht. Wenn es interessiert, lade ich diese gerne hoch. Wie kann ich diese hier in dem Thread einfügen?

So, ich mache für heute Schluss...Frau wartet im Bett und die Konzentration ist jetzt auch langsam dahin.

Einen schönen Abend zusammen!
boozeman1001
Inventar
#10 erstellt: 09. Nov 2014, 21:49

tux_troll (Beitrag #9) schrieb:


@boozeman1001

Wow, dein Ratschlag wird wohl ein Volltreffer sein. Tatsächlich ist der weisse Kunststoffclip beim Tonarmheber an der Stelle gebrochen, an der die Klemmschraube sitzt. Quasi wie es bei dir auch war, wie ich deinem Bild im anderen Thread entnommen habe. Was den Entstörkondensator betrifft, wirst du vermutlich auch richtig liegen. Als ich heute bei Tageslicht noch einmal genau alles durchgesehen habe, ist mir aufgefallen, dass dieser aufgebläht und von vielen feinen Rissen durchzogen ist. Unter dem Schutzblech sitzt übrigens kein weiterer Kondensator, sondern zwei End- bzw. Kontaktschalter für den Tonarmmechanismus und eine kleine Platine, wo die dünnen Signalkabel vom Tonabnehmer auf das Audio Kabel über gehen.

Den Entstörkondensator (Rifa PME 271 Y 522 / GPF 40/085/56 250VAC MP) habe ich ausgelötet und direkt in der Bucht Ersatz bestellt. Da es die nur zu 20 Stck. gab, habe ich jetzt einen Schwung davon über. Wer also Bedarf hat, darf sich gerne melden. Versandkosten trage ich nicht, aber den Kondensator verschenke ich für ein Dankeschön.



Gern geschehen. :-D
Wie gesagt, ich besitze diesen Dreher auch, hat vorher meinen Eltern gehört, also quasi Erstbesitz. Und dieses blödeLiftteil ist in der Tat eigentlich immer kaputt nach rund 30 Jahren.

Was die Kondensatoren angeht: da hast Du wohl einen Fehler gemacht, den ollen Rifa-Knallfrosch gegen einen neuen Rifa-Knallfrosch zu tauschen.
Die Dinger von ebay sind nämlich wahrscheinlich auch schon uralt und auch demnächst fällig...
Besorg Dir doch von Conrad einfach einen Wima Kondensator mit 0,022yF und ersetze damit den Rifa. Die Wima sind normalerweise unauffällig, was den Hang zum Knallen und Stinken angeht.
tux_troll
Neuling
#11 erstellt: 09. Nov 2014, 22:23
Oh-Ha! Das ist ja scheisse mit den Kondensatoren. Ich habe mir einfach gedacht, alles richtig zu machen, wenn ich möglichst nahe am Original bleibe. :-( Andererseits... lass die Dinger doch knallen, ich habe dann immerhin noch 19 Stck. liegen. :-D Immerhin scheinen die keine 30 Jahre alt zu sein, da der Rifa Schriftzug schon die moderne Druckform hat.

PS. Ich habe mitbekommen, dass hier viel darüber spekuliert wird, ob der Metz nun von Micro Seiki oder CEC bzw. Chuo Denki produziert wurde. Ist schon jemand auf die Idee gekommen, da mal direkt eine Email an die betreffenden Hersteller zu schicken, um dem Rätsel raten ein Ende zu setzen? Ich meine nach 30 Jahren wird das doch wohl keine Verschlusssache mehr sein und die werden sich erbarmen, jemanden mit Interesse an der Historie aufzuklären. Oder wie seht ihr das?

LG und eine angenehme Nacht.
boozeman1001
Inventar
#12 erstellt: 10. Nov 2014, 09:29
Das Problem bei den Knallfröschen ist ja nicht der Austausch dieses Cent-Artikels, sondern der erbärmliche und noch wochenlang bleibende Gestank, wenn die Dinger hochgehen. Den Gestank bekommst Du so schnell nicht aus der Bude! Und wenn Du Pech hast und sich das ausgelaufene Elektrolyt noch im Inneren des Drehers verteilt, stinkt die Kiste dann auch noch monatelang!
Ich würde sowas nie wieder einbauen!
Also schmeiß die ollen Rifas weg und hol' Dir Nicht-Knallfrösche!

Was die Anfrage bei Metz angeht: ich glaube kaum, dass die Willens und in der Lage sein werden, den Hersteller zu nennen. Ist doch eigentlich auch völlig egal. Wenn man den Dreher kennt, sieht und hört man, dass das ordentliche Qualität ist. Immerhin gehörte der damals zur Top-Anlage von Metz, die damals komplett mit Rack und Boxen rund 7.000 DM gekostet hat. Und Anfang der 80er hätte man sich da mit einem minderwertigen Plattenspieler sicher nicht Blöße gegeben.

Edit: dieser hier ist der Richtige: http://www.reichelt....ARCH=WIMA+0%2C022+X2
Wichtig ist, dass Du als kleines "Sicherheitsplus" einen 275VAC nimmst.


[Beitrag von boozeman1001 am 10. Nov 2014, 09:36 bearbeitet]
tux_troll
Neuling
#13 erstellt: 11. Nov 2014, 18:15
Hi boozeman1001!

So eine Scheisse,

wollte mir den WIMA gestern bei Conrad holen, jedoch hatte der gute Mann vom Bauteileservice keinen MP Kondensator mit 0,022 uF vorrätig. Stattdessen hat er mich mit einem WIMA MKS 4, 0,022 uF, 1000V DC/250V AC, 10% Toleranz abgefertigt. Das ist also kein Metall-Papier Kondensator, sondern ein Folienkondensator. Er meinte, den könnte ich bedenkenlos nehmen. Allerdings finde ich, was Entstörkondensatoren betrifft, überwiegend nur Metall-Papier Kondensatoren im www.

Ob ich den nun ohne Nachteile einlöten kann, weiss ich nun immer noch nicht. Die RIFAs waren heute leider noch nicht in der Post und jetzt habe ich die Schnau.. voll und bestelle 2 davon bei Reichelt.

Wenigstens war der Besuch bei Conrad nicht für low....das säurefreie Silikonfett habe ich dort bekommen.
boozeman1001
Inventar
#14 erstellt: 11. Nov 2014, 20:43
Ich denke der Kondensator passt schon.
Bin da zwar nicht der Experte, aber der Wert passt und die Voltzahl auch, wobei 275VAC schon besser wäre langfristig.
Letztenendes ist das ja nur ein Funkenlöscher, um den Signalweg vom Einschaltknacken zu entlasten.
Einlöten, testen und wenn die WIMAs kommen, tauschen.
Oder eben warten. Kannst den Dreher aber auch ohne betreiben.
Compu-Doc
Inventar
#15 erstellt: 11. Nov 2014, 22:53

tux_troll (Beitrag #9) schrieb:

@Compu-Doc,.....das säurefreie Silikonfett bezogen?

Atlantic Brillantfett Teflonfett.
tux_troll
Neuling
#16 erstellt: 23. Nov 2014, 19:37
Hallo zusammen!

Sooo, nun bin ich endlich dazu gekommen, meinem TX 4963 eine Frischzellenkur zu verpassen. Ein neuer WIMA Kondensator ist eingelötet, sämtliche Teile sind gereinigt und neu gefettet, gebrochener Kunstoffclip am Tonarmlift ist bombenfest geflickt (habe hierzu einen dünnen Draht wie eine Schlinge leicht in den Kunststoff eingeschmolzen, abkühlen lassen und dann ordentlich zusammengezwirbelt)....der PS ist quasi wie neu. Hat etwas länger gedauert, da nach der Demontage und dem Fetten der Toarm nicht mehr korrekt zurück gefahren ist. Lag letztendlich daran, dass ich den Plastikpimpel, der als Mitnehmer über den Blech-Halbmond des Tonarmmechanismus "reibt" auch ordentlich eingefettet hatte. Also nochmal auf das Ding und besagte Stellen wieder entfettet.

Jetzt denkt Ihr euch....naaa, was denkt Ihr...? Nein! Ich konnte dieses Wochenende noch nicht in den Genuss meiner Platten kommen. Tonabnehmer samt montierter Nadel lagen noch auf dem Tisch und warteten darauf, abschliessend montiert zu werden. Die Lütte kam ins Wohnzimmer und wollte Platz auf dem Wohnzimmertisch schaffen um zu basteln.....ehe ich etwas sagen konnte nahm sie das System und legte es auf den Stoffuntersetzer am Ende des Tisches....mit der Nadel nach unten, wobei sie sich in den Fasern des Stoffes verfing und rausgerissen ist. .

Ich also, fest entschlossen, am Samstag Nachmittag nach Hannover in die Innenstadt, um eine Nadel zu besorgen. Die kleinen Shops, die so etwas haben, hatten natürlich schon zum Mittag geschlossen. Saturn, MM, Expert etc. besorgen Nadeln und Systeme nur auf Bestellung, aber ich wollte Platte hören. Letzter Ausweg war also Conrad, wo ich mir aus Verlegenheit ein Ortofon OMB 5 E System gekauft habe. Schande über mein Haupt, denn ich hätte vorher hier lesen sollen, dass es sich um ein absolutes Bulk billig System handelt. Das Ende vom Lied war, dass ich mich bis in die späte Nacht damit beschäftigt habe, zwei halbe Kinderzimmer mit neuen Ikea Möbeln auszustatten und aus dem Platte hören eh nichts wurde.

Jetzt zu meinen Fragen:

Da das Ortofon System noch verpackt und unbenutzt ist und ich zum Glück den Bon noch habe, möchte ich von euch wissen, ob das Ortfon System immer noch besser als das originale System vom Metz ist?!

Um welches System handelt es sich bei dem original verbauten? Ich habe die zwei Schrauben vom Träger gelöst, jedoch steht auch von oben keine Bezeichnung drauf.

Auf dem Dreher ist ein Aufkleber, auf dem steht "Als Ersatz Tonabnehmer System MS 496 benutzen".

Hierbei wird es sich sicher um das CEC MS 496 handeln, oder?

Weshalb gibt es aber auch die Bezeichnung MC 496?

In der originalen Betriebsanleitung zum Metz steht "Als Ersatznadel für den mitgelieferten VM.-Tonabnehmer ist eine NEC LP-8000 D Nadel zu verwenden".

Dann habe ich noch die Bezeichnung CEC MC 20 S hier im Forum aufgeschnappt. Irgendwo in der google Bildersuche habe ich dann tatsächlich einen Tonabnehmer ohne Nadel endeckt, auf dem CEC MC 20 Japan steht. Von der Form sieht er mit meinem identisch aus, nur dass auf meinem kein Aufdruck ist und der Teil, auf dem die Nadel steckt nicht metallisch silber sonder bronzefarben aussieht.

Auf radiomuseum.org steht zum TX 4963 "Tonabnehmer System MC 14 D-F"

Was ist jetzt hier was und was ist richtig? Beziehen sich die Bezeichnungen auf Tonabnehmer mit und Tonabnehmer ohne Nadel, sowie nur auf die Nadel?

Wieso kommt in den Bezeichnungen "MC" vor, wenn es sich um MM Systeme handelt?

MC bedeutet doch movin coil und MM moving magnet?!

Ich bin wegen der Informationsfülle ziemlich irritiert! Hilft mir da wer auf die Sprünge?

Soll ich das Ortofon System ruhig nutzen, oder soll ich das originale System beibehalten und nur eine neue Abtastnadel besorgen?

Gibt es ein System, welches ihr als gute Alternative empfehlen könnt? Ich habe überwiegend Platten aus den Bereichen Rock, Pop, Rock'n'Roll, Soul, Blues. In der Bedienungsanleitung zum Metz steht, dass jede Tonabnehmer Art von 5-10 g Gewicht benutzt werden kann. Ich würde bis max. 150 Euro investieren wollen. Findet sich da was brauchbares als komplettes System inkl. Nadel?

Nochmal ein Danke an alle, für die bisherigen Infos.

Einen schönen Sonntag Abend wünscht tux_troll

PS. Hier noch die Bilder meines Metz, welche ich vor den Reparatur- und Schmierarbeiten gemacht habe (innen), sowie Bilder meines TA Systems und des Metz von aussen (aktuell von heute).

Mein TX 4963Mein TX 4963Mein TX 4963Mein TX 4963Mein TX 4963Mein TX 4963Mein TX 4963Mein TX 4963Mein TX 4963Mein TX 4963Mein TX 4963Mein TX 4963


[Beitrag von tux_troll am 23. Nov 2014, 19:58 bearbeitet]
Tywin
Inventar
#17 erstellt: 23. Nov 2014, 21:36
Hallo,

das CEC System ist ganz sicher auch nicht besser als das Ortofon. Entscheidend ist die Qualität der Nadel und des Schliffes. Die TA Auswahl für den Dreher ist ehedem nicht sonderlich hoch, da nur sehr leichte Systeme passen. Ich habe den Dreher selbst und nutze daran derzeit das folgende System:

PUNTINA ACUTEX 412 STR

http://www.ebay.de/i...-NUOVA-/261663050036?

Das System spielt locker in der 200 Euro Klasse, ist alt aber unbenutzt (NOS=New Old Stock). Wenn Du Pech hast, ist das System bei Lieferung nicht i.O., dann musst Du halt reklamieren und kostenlos Ersatz verlangen. Meine beiden Systeme sind einwandfrei.

Um das Ortofon mindestens auf das Level des Acutex zu bekommen, benötigst Du die Nadel 40, die kostet aber fast 300€.

Mein Acutex am Metz wird in Kürze durch ein gebrauchtes Technics EPC206 (50€) + JICO SAS Nadel (140€) ersetzt. Meine beiden Acutex stehen aber nicht zum Verkauf, da solch gute Systeme für so geringe Preise nicht an den Bäumen wachsen und der Bestand in Italien irgendwann aufgebraucht ist.

VG Tywin


[Beitrag von Tywin am 23. Nov 2014, 22:11 bearbeitet]
boozeman1001
Inventar
#18 erstellt: 23. Nov 2014, 22:48
Erstmal Glückwunsch zur gelungenen Wiederbelebung des Metz.

Jetzt zum TA-System: um das originale System ist es nicht schade, das is nix dolles. Und das OMB5 ist erst recht der letzte Müll, lässt sich aber durch Nadeltausch in ein richtig schickes System verwandeln.
Allerdings dürfte es für den eher deutlich mittelschweren Arm des Metz zu weich aufgehängt sein. Solltest Du das Ortofon behalten wollen, würde ich wenigstens eine 20er Nadel nehmen, darüber gibt es dann noch die 30er und 40er Nadeln, die aber dann schon richtig Geld kosten.
Mein Tipp für ein aktuelles Neusystem wäre da bspw. das AT 440 MLa. Habe mir das gerade zugelegt und bin sehr angetan. Läuft bei mir zwar am Dual 1219, dürfte aber dennoch ganz gut an den Arm des Metz passen.
Preislich liegt es so um die 160-170€, mMn ein best buy für die gebotene Klangqualität.
Das Acutex würde ich auch mit auf die Liste setzen, spielt auch bei mir an zwei Drehern. Ist aber sehr anfällig für Brummeinstrahlungen vom Antrieb, gerade bei Direktantrieblern. Sowohl an meinem Elac PC 900 als auch am Dual 621 kann ich es wegen nervender Brummeinstrahlung nicht benutzen.
Da wäre ich also beim Metz auch vorsichtig.


[Beitrag von boozeman1001 am 23. Nov 2014, 22:54 bearbeitet]
Tywin
Inventar
#19 erstellt: 23. Nov 2014, 22:55
Da das AT13 EAV mit 5,8g zu schwer für den Metz ist, ist das AT440 mit 6,5g womöglich erst recht zu schwer. Das AT13 kann man mit dem vorhandenen Gegengewicht nicht einstellen. Ggf. ist eine sehr leichtes Headshell eine Möglichkeit, wenn das AT440 nicht funktionierten sollte.


[Beitrag von Tywin am 23. Nov 2014, 23:00 bearbeitet]
boozeman1001
Inventar
#20 erstellt: 23. Nov 2014, 22:58
Ist überhaupt kein Problem, ich habe momentan das Shure M44g am Metz und das lässt sich auch mit 6,7g problemlos ausbalancieren, da ist sogar noch deutlich Luft nach oben. Und zur allergrößten Not nimmt man halt ein leichteres Headshell. Ist aber wie gesagt beim AT überhaupt kein Problem.
boozeman1001
Inventar
#21 erstellt: 23. Nov 2014, 23:00
Und die BDA sagt ja, dass Systeme von 5-10g verwendet werden können.
Wie gesagt, bezogen auf die Originalheadshell.
Tywin
Inventar
#22 erstellt: 23. Nov 2014, 23:02

Wie gesagt, bezogen auf die Originalheadshell.


Dann ist meine verwendete Headshell wohl recht schwer und das AT13 EAV recht kopflastig.


Und die BDA sagt ja, dass Systeme von 5-10g verwendet werden können.


Danke für den Hinweis


[Beitrag von Tywin am 23. Nov 2014, 23:03 bearbeitet]
Tywin
Inventar
#23 erstellt: 23. Nov 2014, 23:09
Zwischen dem AT13 + Headshell und dem Original System mit Originalheadshell liegen 2 Gramm, die die Verwendung des AT13 verhindern.


[Beitrag von Tywin am 23. Nov 2014, 23:10 bearbeitet]
boozeman1001
Inventar
#24 erstellt: 23. Nov 2014, 23:12
2g sind 2g... ;-)
Aber wie gesagt, ich habe das M44g dran mit 6,7g (am Originalheadshell) und da ist noch ganz locker Luft nach oben!
Tywin
Inventar
#25 erstellt: 23. Nov 2014, 23:25
Ich muss das AT13 ja nicht auf dem Metz verwenden, daher spare ich mir das Umschrauben auf eine leichtere Headshell.


[Beitrag von Tywin am 23. Nov 2014, 23:25 bearbeitet]
Compu-Doc
Inventar
#26 erstellt: 24. Nov 2014, 12:48
OT: Also ich finde es immer wieder klasse wie ihr euch in die Materie TA einfindet/rumschraubt & ausprobiert!!!

Ich hingegen nehme eigentlich immer irgendein TA/headshell und wenn´s für mich gut klingt, bleibt´s drauf.

Die Fuddelei mit den Schräubchen und Käbelchen ist mir eine Last! :.......OT~ENDE
Tywin
Inventar
#27 erstellt: 24. Nov 2014, 17:30
Auf den Nadeleinschub hat mir ein netter Mensch sogar eine Shibatanadel drauf gebaut, die ich noch für ein AT91 hatte. Ich hab das System aber heute Morgen noch auf die leichte Headshell geschraubt, nun klappt es auch mit dem Metz.
boozeman1001
Inventar
#28 erstellt: 24. Nov 2014, 21:41
Siehste!
Freut mich, wenn ich helfen konnte!
tux_troll
Neuling
#29 erstellt: 24. Nov 2014, 21:53
Guten Abend zusammen!

Erst einmal Danke für die Empfehlungen, nur sehr viel weiter bin ich nun auch noch nicht.

@Compu-Doc:

Ja, prinzipiell stimmt dein OT Argument schon, allerdings habe ich hier nicht diverse Systeme liegen, die ich alle testen könnte und einfach mal so ein paar hundert Euronen dafür auszugeben, um dann evtl. bei einem System hängen zu bleiben liegt auch nicht in meinem Budget. Darum halt meine Bitte um Empfehlungen bezüglich eines gescheiten Tonabnehmers für meinen Metz.

@Tywin @boozeman1001:

Also, ich habe vom Forenmitglied sandmann319 mitgeteilt bekommen, dass es irgendwo geläutet hat, dass der italienische Anbieter bei ebay jetzt nur noch seine Rückläufer vertickt, die von vorigen Käufern schon als defekt bzw. als mangelhaft zurück gingen. Da ist mir das Risiko nun auch etwas zu hoch, bei den letzten 7 Stck. zuzuschlagen. Schade eigentlich, da komme ich etwas zu spät.

Wenn jetzt jemand sagen würde: Nimmst du dies und nimmst du das, damit kannst du nicht viel falsch machen, dann wäre mir damit am besten geholfen. Wahrscheinlich habt ihr eh schon ein Gefühl bzw. ein Gehör für verschiedene Systeme entwickelt und wenn man mich nun hinsetzen würde, währe ich bestimmt adhoc nicht in der Lage das eine System vom anderen unterscheiden zu können.

Abgesehen davon ist der Rest meiner derzeitigen Anlage nicht grade auf erstklassigen Hi-Fi Phonogenuss ausgelegt und da werden mit der Zeit noch diverse Verbesserungen folgen. Ich möchte halt nur ein solides TA-System haben, welches passt und gute Klangeigenschaften hat bzw. bei dem es sich lohnt, auch die Anlage entsprechend aufzurüsten.

Um mir mal einen kleinen Crashkurs zu geben:

Die Headshell ist also der Träger des TA Systems mitsamt dem Anschluss an den Tonarm?!

Der TA ist der Tonabnehmer alleine?!

Das System wäre TA + Abtastnadel?!

Was ich noch nicht (als Beispiel das Original System) raffe:

CEC MS 496 ist was? TA mit Nadel?

CEC MC 20 ist nur der TA?

In der originalen Betriebsanleitung zum Metz steht "Als Ersatznadel für den mitgelieferten VM.-Tonabnehmer ist eine NEC LP-8000 D Nadel zu verwenden".

NEC LP-8000 D ist nur die Nadel?

Bei dem ganzen Wirrwarr an Bezeichnungen raucht mir einfach der Kopf.

Es gibt ja bis jetzt nur überschaubare Lösungen:

1. Nadel für die bisherige CEC Geschichte besorgen = nicht optimal, aber geringste Investition.

2. Das Ortofon behalten, so wie es ist = Fehlinvestition, aber nicht besser und schlechter als das Original System.

3. In den sauren Apfel beissen und ACUTEX bei ebay auf gut Glück "schiessen".

4. boozeman1001's Empfehlung, das AT440 nehmen.

5. Ortofon durch andere Nadel aufrüsten. (Ist der TA hier identisch zu denen mit besserer Nadel?)

Ich glaube ich schlafe jetzt mal ne Runde und kümmere mich am Wochenende mit freier Birne wieder um den Dreher.
Gute Nacht zusammen und Danke für Eure Geduld und Glückwünsche zu meinem Dreher.
boozeman1001
Inventar
#30 erstellt: 24. Nov 2014, 22:22
Hier mal ein klein wenig Vinyl-Semantik:

System = TA = Tonabnehmer = Tonabnehmersystem = Das ganze Teil (incl. "Nadel"-> s.u.), das an der Headshell angeschraubt ist. Ohne Nadel spricht man auch vom "Systemkörper" oder kurz vom "Body". Gott, wat kompliziert, wenn ich da so drüber nachdenke...! ;-)

Headshell: wie Du schon richtig vermutet hast, das Teil, das mit der Überwurfmutter am Tonarm vorne befestigt ist und wo das System/TA/... dran befestigt wird.

Nadel (genauer "Nadeleinschub"): Das Plastikteil, das vorne in das System eingeschoben wird. Da guckt vorne das kleine Stäbchen (der Nadelträger oder "Cantilever") raus und an dessen Spitze vorne ist dann die eigentliche Nadel (genauer: ein winziger Diamant).
Da "Nadeleinschub" etwas sperrig ist, spricht man einfach nur von der Nadel, obwohl es fachlich nicht ganz korrekt ist.

Nun zu den Optionen:

Originalsystem: vergiss das ganze Bezeichnungswirrwarr. Das Teil taugt nichts und ist irgendein umgelabeltes Zukaufteil für'n Paarfuffzich. Ich steige da auch nicht durch. Der Hinweis aus der BDA auf die NEC Nadel deutet ja darauf hin, dass es irgendwas umgelabeltes ist, NEC hat m.W. nie Nadeln produziert.

Ich würde bei den Acutex-Systemen auch mittlerweile vorsichtig sein, die Rückläufer werden sicher nicht alle in die Tonne gewandert sein...

Das Ortofon OMB5 ist Kernschrott, ein Billigstsystem (bzw. eine Billigstnadel) für OEM-Dreher, wo kein Geld mehr für was anständiges über war. Wenn schon, dann wenigstens mit ner 20er Nadel zum OM 20 aufrüsten, aber da bist Du preislich dann schon im Bereich eines AT 440 MLa.
Ich bleibe bei meiner Empfehlung. Wichtig: wenn Du dich für das AT entscheidest, das 440 MLa ist das aktuelle System und klanglich deutlich besser, als das klanglich oft als "schlank" oder "spitz" bezeichnete 440 (ohne "MLa").

Wenn Dir das zu viel Investition ist, könnte noch das Sumiko Pearl (in UK derzeit für rund 100 EUR zu bekommen) oder das Shure M97xE eine Alternative sein. Beim Shure gibt es allerdings eine eher lasche Endkontrolle, sodass auch öfter schlechte Exemplare ausgeliefert werden (hatte ich 2x).


[Beitrag von boozeman1001 am 24. Nov 2014, 22:24 bearbeitet]
tux_troll
Neuling
#31 erstellt: 29. Nov 2014, 12:49
Hallo zusammen!

Nun ist wieder Wochenende, Gehalt ist frisch drauf und ich habe es endlich geschafft, mir das AT440MLa zu bestellen.

Ich habe einfach mal, wie vorher schon erwähnt, eine Anfrage bzgl. des PS Herstellers an Metz gestellt und siehe da....Hersteller Metz TX 4963... Die Antwort kam tatsächlich.

Ob es so stimmt, bleibt dahingestellt.

LG tux_troll
Compu-Doc
Inventar
#32 erstellt: 29. Nov 2014, 14:36
Na das ist doch mal eine handfeste Info! .......gut gemacht!
boozeman1001
Inventar
#33 erstellt: 30. Nov 2014, 00:43
Allerdings, damit dürften die Spekulationen um Micro Seiki als Hersteller auch mal ein Ende finden.
Und NEC ist ja nun auch nicht der schlechteste Stall.
Tywin
Inventar
#34 erstellt: 30. Nov 2014, 10:17

Allerdings, damit dürften die Spekulationen um Micro Seiki als Hersteller auch mal ein Ende finden.
Und NEC ist ja nun auch nicht der schlechteste Stall.


MS hat nach dem was ich im Netz gefunden habe auch bei NEC zugekauft, daher passt das schon, wenn sich Geräte ähneln.
tux_troll
Neuling
#35 erstellt: 30. Nov 2014, 13:21
Dankeschön @Compu-Doc!


Ich habe jetzt ein neues Problem, was mit Glück im Unglück oder besser Unglück im Glück zu tun hat:

Ich hatte gestern zufällig Glück und von meinem Nachbarn (ein netter Rentner an die 70), resultierend durch einen Smalltalk über Plattenspieler und dass ich wieder auf den Geschmack gekommen bin, ein unbenutztes TA System in OVP geschenkt bekommen. Er hatte es sich, laut seiner Aussage, vor 1 Jahr für seinen Plattenspieler in einem Hi-Fi Shop gekauft und niemals ausgepackt, da sein PS durch ein Missgeschick seines Sohnes vor dem Austausch des TAs das Zeitliche gesegnet hatte. Naja, ich erklärte ihm dass ich einen PS vor dem Schrott retten konnte und die Lütte die Nadel geschrottet hat, sodass ich noch nicht in den Hörgenuss kommen konnte, ich nun aber einen TA bestellt habe...laber Rhabarber usw.! Da sagte er doch glatt, dass er da noch was liegen hat, ging kurz rein und kam mir einer Schachtel in der Hand wieder, worin ein Plastikdöschen war in dem ein TA System verschraubt war. Es handelt sich um ein Nagaoka MP-100. Sah edel verpackt aus und ich habe mich natürlich gefreut und dachte ich habe jetzt was wirklich gutes for nothing bekommen. Gab dann Nachmittags erstmal selbst gebackenen Kuchen und Kaffee als Dankeschön bei uns. Später habe ich gleich Google gefragt und war dann etwas ernüchtert, als ich las, dass es sich "nur" um ein Einsteigersystem handelt. Aber einem geschenkten 70 Euro Gaul schaut man halt auch nicht ins Maul. Immerhin kann ich nun bis zur Lieferung des AT Systems die Zeit mit Musik überbrücken.

Jetzt zu dem Unglück:

Ich habe das System so gut ich konnte angebaut, wozu ich eine Schablone aus dem Internet genutzt habe. Die Kabel sitzen alle fest, der Überhang sollte korrekt eingestellt sein (laut Anleitung Tonarm über den Achsdorn bewegen und Abstand von Mitte Achsdorn bis Nadelspitze 13mm einstellen). Das System sitzt parallel zur Headshell und zu den Ausrichtlinien der Schablone. Laut Anleitung des TA Systems (Auflagegewicht 1,8 - 2,3 g) habe ich den Mittelwert 2,0 g eingestellt und Anti Skating auch auf 2,0 eingestellt. Zuvor natürlich den Arm in Waage gebracht und genullt.

Also Platte aufgelegt und los ging es. Läuft soweit alles super.
Aber: Der linke Kanal klingt dumpfer als der rechte Kanal. Der rechte Kanal klingt nahezu Kristallklar, während der linke sich irgendwie anhört, als würde vor der Box ein Dämmstoff stehen oder als würde man durch ein Taschentuch singen (übertrieben gesagt). Die Lautstärke ist nach meinem Empfinden aber auf beiden Kanälen gleich und es wirkt eher so als wenn sich links die Höhen und Mitten etwas vermischen/verwaschen und nicht so klar getrennt zur Geltung kommen wie rechts.

Was kann das für Gründe haben? Ich habe ca. 10 Platten gehört und dabei etwas mit Anti Skating experimentiert, jedoch konnte ich keine Lösung finden. Ist übrigens egal ob am Anfang, zur Mitte oder zum Ende der Platte hin.

Kann es sein, dass ich die Justage des TA Systems doch nicht so sauber hinbekommen habe?

Ich muss dazu sagen, dass ich zum ersten Test des Drehers eine Single (Crimson and Clover von Tommy James and the Shondells) aufgelegt habe und gleich Pech hatte. Die Automatik hat die Nadel zwar auf die Einleitrille/Einführrille der Single gesetzt, allerdings wurde diese nicht mitgenommen sondern ist von der Single auf die Gummimatte des Tellers gerutscht. Grzzzz...Flupp...Grzzzz...Flupp...Grzzzz....Flupp...die Nadel schön über das Gummi und durch die Vertiefungen. So schnell konnte ich gar nicht reagieren. Können aber nur sehr wenige Sekunden gewesen sein. Also gleich von der Lütten die Insektenlupe aus dem Kosmoskasten geholt und den Diamanten begutachtet. Kann da mit meinen optischen Mitteln keine Beschädigung erkennen und verbogen/verdreht ist der Nadelträger auch nicht. Muss das schon zwingend die Ursache für den leicht dumpfen
linken Kanal sein? Es sei noch gesagt, dass bei allen anderen Platten die Nadel korrekt mitgenommen wird. Nur bei der genannten Single rutscht sie nach aussen ab. Habe das mehrmals getestet, aber gleich schnell den Lifthebel nach oben gestellt, sobald die Nadel abrutschen wollte. Die Single ist nicht weniger groß als die anderen, allerdings fängt anscheinend die Einlauf-Rille später an. Insgesamt sieht es aber auch so aus (sowohl bei Singles als auch bei LPs) als wenn die Automatik den Arm 1-2 mm zu dicht am äusseren Plattenrand absenkt. Gibt es beim Metz eine Möglichkeit das einzustellen? In der unteren Abdeckung ist ein Loch, welches Zugang zu einer Einstellschraube am Tonarmmechanismus bietet (mit +- gekennzeichnet). Als ich den Dreher offen hatte, habe ich mich aber nicht weiter um diese gekümmert und entsprechend nicht darauf geachtet, welche Funktion diese hat. Will da auf gut Glück aber auch nicht dran rumdrehen, da diese mit Sicherungslack gesichert war.

Hat jemand eine oder mehrere hilfreiche Idee/Ideen?

Wünsche allen hier einen schönen 1. Advent!

tux_troll


[Beitrag von tux_troll am 30. Nov 2014, 13:53 bearbeitet]
Tywin
Inventar
#36 erstellt: 30. Nov 2014, 14:55
Hallo,

das MP100 hat einen einfachen gefassten konischen Diamanten und ist somit bezüglich der Justage nicht sonderlich kritisch.

Ich habe gestern noch an meinem Metz und am Technics Dreher Systeme justiert. Es passiert sehr leicht, dass man bei einer Einstellung des Auflagegewichts ohne eine Waage etwas falsch macht. Dann passt natürlich auch eine an das womöglich falsche Gewicht angepasste Antiscating-Einstellung nicht, welche das genannte Problem verursachen könnte.

Dann zickt bei meinem Metz schon mal die Aufnahme für die Headshell. Ist die Headshell fest mit dem Arm verbunden, haben die vier Kontakte der Headshell sicheren/festen Kontakt mit den Kontakten im Tonarm?

VG Tywin
Compu-Doc
Inventar
#37 erstellt: 30. Nov 2014, 17:49
Steck doch mal die Cinchstecker im Verstärker von rechts nach links. Ist dann das Problem auf dem anderen Kanal?

Weiter die Steckkontakte am TA umstecken, wenn das Problem "Wandert", ist der TA defekt.

...und ja, zuerst alle Kontaktstellen überprüfen!


[Beitrag von Compu-Doc am 30. Nov 2014, 17:50 bearbeitet]
chancenvergeber
Stammgast
#38 erstellt: 31. Aug 2016, 21:46
Hallo,

kann mir jemand die Bedienungsanleitung des TX 4963 zukommen lassen?
Danke.

Gruß
chancenvergeber
Suche:
Das könnte Dich auch interessieren:
Metz Mecasound TX 4963 Elektronik Problem
Helmut24 am 11.07.2015  –  Letzte Antwort am 11.07.2015  –  2 Beiträge
Tonarmlift / Automatik - Metz TX 4963 Mecasound
mc_vinyl am 15.02.2014  –  Letzte Antwort am 15.02.2014  –  3 Beiträge
Metz Mecasound TX 4963 Justage (dreherspezifisch)
denontobby am 05.11.2013  –  Letzte Antwort am 05.11.2013  –  2 Beiträge
Metz Mecasound TX-4963 Tonarm Mechanik
Helmut24 am 28.04.2015  –  Letzte Antwort am 29.04.2015  –  3 Beiträge
Metz Mecasound TX 4963. Gutes Gerät ?
wischi81 am 05.03.2012  –  Letzte Antwort am 31.08.2016  –  50 Beiträge
Metz Mecasound TX 4963: besserer Tonabnehmer gesucht
doc_relax am 08.12.2008  –  Letzte Antwort am 10.12.2008  –  7 Beiträge
Metz Mecasound TX 4984 Fett und Tonarm
NonesensE am 07.12.2009  –  Letzte Antwort am 22.12.2009  –  11 Beiträge
NRW/EN - Metz Plattenspieler TX 4963 - Umrüstung auf Cinch
Tywin am 04.04.2016  –  Letzte Antwort am 04.04.2016  –  3 Beiträge
Metz Mecasound TX 4983 viel zu leise
Geert81 am 16.03.2016  –  Letzte Antwort am 24.04.2016  –  8 Beiträge
Metz Mecasound-Plattenspieler Automatik ist defekt!
Tmm:M am 06.06.2011  –  Letzte Antwort am 10.06.2011  –  11 Beiträge

Anzeige

Produkte in diesem Thread Widget schließen

Aktuelle Aktion

Hersteller in diesem Thread Widget schließen

  • Advance Acoustic
  • Vibe

Forumsstatistik Widget schließen

  • Registrierte Mitglieder807.883 ( Heute: 54 )
  • Neuestes MitgliedKlappstuuhl_
  • Gesamtzahl an Themen1.346.123
  • Gesamtzahl an Beiträgen17.678.121