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neueinstieg mit DUAL 1226 - bitte um eure einschätzung!

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sommerelch
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 24. Nov 2014, 12:07
guten tag zusammen,

nachdem ich im urlaub im gemieteten ferienhäuschen das vergnügen von plattenspieler + kisten voll platten aus den 60-80er jahren hatte, trage ich mich seit dem sommer verstärkt mit dem gedanken, mir einen plattenspieler zuzulegen. ein paar alte platten hab ich noch, die würde ich gern (entsprechend meines inzwischen etwas weiterentwickelten musikgeschmacks) zu einer kleinen sammlung erweitern.

nachdem ich erst überlegt hatte, einen neuen plattenspieler in der preisklasse 400-500 euro zu kaufen, bin ich nun beim DUAL 1226 gelandet. der stand in der familie als erbstück von oma rum (die auch nur 1-2 x pro jahr die fischerchöre gehört hat oder so) und sieht aus wie neu.
nach ersten tests läuft er auch problem- und geräuschlos, allerdings geht die automatik nicht richtig: er schwenkt den tonarm nicht weit genug und würde neben der platte aufsetzen, auch die rückführung funktioniert nicht, er hebt am ende der platte ab, setzt aber nach kurzem zögern wieder auf.
da ich noch keinen din-chinch adapter und keine phono-vorstufe habe konnte ich noch nicht ausprobieren wie er klingt, tonabnehmer ist jedenfalls ein shure m75 type d / nb 71, vmtl. noch original. keine ahnung ob das noch alles in ordnung ist, es ist aber wie gesagt wenig benutzt und sieht mal nicht verbogen aus oder so.

ich will jetzt (auch mangels vorkenntnis) nicht selber dran rumschrauben, es gibt hier aber 2 läden, die eine durchsicht und reparatur für alte plattenspieler anbieten, der örtliche second-hand hifi und ein fachgeschäft, das eher richtung high-end orientiert ist.
damit ich dort nicht über den tisch gezogen werde hätte ich nun gern ein paar tips, was kaputt sein könnte, was eine durchsicht und reparatur der beschriebenen problematik kosten darf und, falls es sich nicht lohnt, welches neugerät ggf. eine gute alternative darstellt.

vielen dank schon mal im voraus für alle tips!
8erberg
Inventar
#2 erstellt: 24. Nov 2014, 12:16
Hallo,

als erstes: Anleitung: http://dual.pytalhost.eu/1226/

Stell den Tonarm erst einmal korrekt (!) ein, also gemäß der Anleitung.

Verriegel den Tonarm auf der Stütze, starte den Dreher. Dann sortiert sich die Automatik.
Bleiben die Fehler bestehen ist es meist die Rutschenkupplung (der so genannte "Steuerpimpel") der die Jahrzehnte nicht überlebt hat.

Kein großer Akt, da die heutigen Radio-und Fernsehtechniker zum größten Teil noch nicht einmal gelebt haben als dieser Dreher gebaut wurde schlage in dem Fall "selbermachen" vor. Halb so wild..

Das Shure macht mit einer guten Nadel viel Spaß, da Original-Nadeln fast nicht mehr zu bekommen sind bleiben Nachbauten
http://www.ebay.de/i...-G-uva-/380166575705

Fragen? Fragen!

Peter


[Beitrag von 8erberg am 24. Nov 2014, 12:17 bearbeitet]
sommerelch
Ist häufiger hier
#3 erstellt: 24. Nov 2014, 12:40
erstmal danke für die schnelle antwort!

die original-bedienungsanleitung habe ich, die automatik-justierung mit verriegeltem tonarm habe ich 2x gemacht, bevor ich es mit aufgelegter schallplatte und entriegeltem tonarm probiert habe. daran lags also nicht.
ich hab dann die beiden sicherungsschrauben geöffnet und das oberteil abgenommen, das innenleben sieht für mich aber nach uhrmacher-feinmechanik aus (wenn auch eine nummer größer), außerdem hängt das oberteil recht knapp an den kabeln und lässt sich nur ein paar cm vom gehäuse abheben.
bevor ich da mehr kaputt mache hab ich daher alles wieder zusammengesetzt. ich bin wirklich nicht der frickel-freak, daher die devise: ins geschäft tragen zum ganz machen.

den hinweis auf die jugendlichkeit und unerfahrenheit der heutigen techniker interpretiere ich jetzt mal so, dass ich mit dem dual besser zum second-hand laden gehe?
da war ich mal zum schauen, die jungs dort sitzen immer hinten in der ecke und schrauben an irgendwelchen offenen hifi-komponenten rum, auch plattenspielern, sollten sich also rudimentär auskennen (mehr als ich).
ich denke dort steht sicher auch ein alter verstärker mit din-phono eingang rum, an dem man mal probieren könnte, ob der dual überhaupt musik macht oder nur lärm oder gar nichts.

und wie gesagt, nochmals: was lohnt sich in den dual zu investieren, bevor eine neuanschaffung günstiger kommt? 100 €? 200?
der laden hat übrigens einen thorens td-160 für 275 euro im schaufenster, könnte das ne alternative sein falls die reparatur des dual zu teuer wird?
ein halbwegs tauglicher neuer plattenspieler kostet wohl auch um die 400 euro (dual 455-1 o.ä.)
8erberg
Inventar
#4 erstellt: 24. Nov 2014, 13:42
Hallo,

och, wenns der Steuerpimpel ist und der Reparaturkollege keine hat: man kann ein Stück Isolierung nehmen, sonst hab ich auch immer welche da...

Aufwand ca. 10 Minuten, wenn er dann noch den Motor ein wenig neu ölt, vielleicht ein wenig die Schmierung erneuert (die alten Schmiermittel werden mit den Jahrzehnten wie Honig), den "Knallfrosch" wechselt wirst Du auf jeden Fall unter 100 Euro incl. neuer Nadel kommen - da könnte er auch sofort die Kabel durch RCA-Strippen ersetzen ("Cinch"), dann brauchst keinen Adapter.

Der 1226 ist zwar kein High-End aber ein guter ehrlicher Dreher - hat sich in Millionen Haushalten in Kompaktanlagen von Grundig, Telefunken, Tandberg, Wega und vielen anderen Herstellern aufgehalten - die werden gewusst haben warum sie den nehmen...

Peter


[Beitrag von 8erberg am 24. Nov 2014, 13:43 bearbeitet]
akem
Inventar
#5 erstellt: 24. Nov 2014, 14:27
Ja, zu unterschätzen sind die ollen Duals nicht. Je nach Nadel und deren Zustand auf dem M75 sowie dem klanglichen Anspruch würde sich hier eine Aufrüstung durchaus lohnen. Der Arm sieht zwar nach nix aus, ist aber mit richtig guten Systemen nicht überfordert. Ich hab schon mal auf nem 1224 ein Ortofon Vinylmaster Silver laufen gehabt - hat gespielt wir der Teufel...
Wo kommst Du denn her? Ich fürchte, daß bei einem Radio-Fernseh-Techniker die 100€ schon für's Reinschauen fällig werden. Vielleicht findet sich in Deiner Nähe jemand, der sich das alte Schätzchen mal anschaut?

Gruß
Andreas
sommerelch
Ist häufiger hier
#6 erstellt: 24. Nov 2014, 15:49
ich komme aus ulm.

der fragliche hifi händler hat mir heute in der mittagspause versichert, dass man bei defekter automatik mangels ersatzteilen nix mehr machen könnte und ich mich daher mit dem gedanken anfreunden sollte, ein neugerät zu kaufen. also wie erwartet: weder lust noch kenntnis sich damit zu befassen.

bei dem second hand laden war ich jetzt noch nicht, da schau ich vielleicht heut abend noch kurz vorbei. mal sehen ob ich dort weiter komme, ich denke aber das grundverständnis für alte technik ist dort eher vorhanden.

zum thema selber machen: wie krieg ich denn das teil geöffnet, so dass die kabel nicht stören und ich es komplett aufklappen kann? abschneiden ist ja wohl nicht die lösung. und nehme ich den tonarm und den plattenteller vorher ab oder erst wenn ich das oberteil vom rahmen getrennt hab?

zum thema vorverstärker: mir wurde der nad pp2e empfohlen. taugt das was, tuts auch ein günstigerer (hama pa-506 zum beispiel)?

ach ja: das ganze hängt dann bei mir an einer kleinen (aber m.e. feinen) yamaha pianocraft 810, aufgerüstet mit vienna acoustics bach grand lautsprechern.
akem
Inventar
#7 erstellt: 24. Nov 2014, 16:25
Schau mal in und unter der Zarge, da muß irgendwo eine Zugentlastung für die Kabel festgeschraubt sein. Schraube lösen und dann kannst Du den Dreher komplett aus der Zarge heben und umdrehen.
Ersatzteile für die Automatik braucht man normal nicht. Wenn dann höchstens der Steuerpimpel, aber wie weiter oben vom Kollegen schon geschrieben kann man da auch improvisieren. Ansonsten kann sich maximal was verstellt haben oder schwergängig sein. Da braucht nur mal jemand versucht haben, mit nem Ölfläschchen ausm Supermarkt die Mechanik zu "schmieren" und schon war's das mit der Automatikfunktion...
Daß Dir der Händler was Neues verkaufen will, war zu erwarten. Da kommt er auf den gleichen Schnitt und muß sich nicht die Finger dafür dreckig machen Aber Du mußt ja nicht auf ihn hören. Ich selber bin aus dem Münchner Süden, also nicht gerade der nächste Weg. Kommt hier ein Dual-Experte aus Ulm?
Der NAD PP2 wird gerne empfohlen, genießt aber nicht gerade den besten Ruf. Da gibt's Besseres. Schau mal, ob Du einen gebrauchten Musical Fidelity VLPS 1 oder 2 ergattern kannst. Das wäre so ziemlich der Best Buy.
Hama ist halt, naja...

Gruß
Andreas
8erberg
Inventar
#8 erstellt: 24. Nov 2014, 17:03
Hallo,

dein Meister ist ein Laberkopp. "Mangels Ersatzteile" - da braucht man keine E-Teile für ausser den Steuerpimpel.

Melde Dich im Dual-Board an (www.dual-board.de) dort findest Du viele viele Hinweise zur Wartung.

Bestell Deinem "Meister" mal nen schönen Gruß.

Peter
sommerelch
Ist häufiger hier
#9 erstellt: 25. Nov 2014, 22:38
so, hier der aktuelle statusbericht:

dem "meister" vom hifi-fachgeschäft hab ich keinen schönen gruß bestellt, ich kenn ihn ja gar nicht. ist halt ein typ in nem laden der lieber ein neugerät verkaufen will als ein altes reparieren und der davon ausgeht, dass der kunde sich eh nicht auskennt.

dafür war ich heute beim second hand laden. die haben meinen plattenspieler gleich mal angeschlossen, probelaufen lassen und nach gefühlten 3 sekunden unisono "steuerpimpel" gerufen. klingt doch deutlich kompetenter. den plattenspieler hab ich gleich da gelassen, für 50 euro wird jetzt der besagte pimpel ersetzt und alles durchgecheckt und eingestellt und was man da so macht an so einem gerät. der preis klingt für mich vernünftig.

ach ja: es kommt jetzt ein hollywood phono-verstärker dran. der ist günstig und hat einen din eingang, ich spare mir also das adapterkabel. der typ im laden meinte, der tuts in meinem fall und ich könne ja später immer noch aufrüsten, wenn mir danach wäre (das gesparte geld stecke ich erstmal in schöne schallplatten).

freu mich schon drauf das teil dann am wochenende bei mir zu hause endlich in betrieb zu nehmen!

vielen dank jedenfalls für die ganzen tips.
akem
Inventar
#10 erstellt: 25. Nov 2014, 23:43
Also, wenn die wirklich für nen Fuffi nen Komplettservice machen ist das wirklich sehr günstig! Die Identifikation des Steuerpimpels als Übeltäter läßt zwar tatsächlich eine gewisse Kompetenz erhoffen, aber warten wir's erstmal ab...

Gruß
Andreas
8erberg
Inventar
#11 erstellt: 26. Nov 2014, 08:14
Hallo,

schön, das sind eindeutig bessere Nachrichten...

Peter
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