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Thorens TD190 neue Nadel/System ?

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MarkA
Neuling
#1 erstellt: 05. Jan 2015, 13:34
Hallo zusammen,

ich habe mich hier heute angemeldet weil ich nicht weiter weiß.

Vor einiger Zeit habe ich einen Thorens 190TD Plattenspieler gebraucht gekauft (ca. 15 Jahre alt).

== Das Ding wurde mit Hermes verschickt und nicht richtig verpackt. Jetzt habe ich einige Einzelteile bei mir rumliegen, kann den Spieler aber halbwegs nutzen.
Was kaputt gegangen ist, ist die Haube (Kratzer durch herum fliegenden Plattenteller) und die Endabschaltung. Da hatten sich im Gehäuse einige Teile gelöst, die dann darin rumflogen. Ich habe dann die losen Teile entfernt und den Spieler in Betrieb genommen. Das aber nur am Rande ==

Nach dem Einstellen des Tonarmes und überprüfen des Systems (Ortofon OM10) konnte ich loslegen

Zum Vergleich habe ich meinen alten Dual 1234 mit Elac-System D144 genommen.

Verstärker Yamaha A560 / Boxen Magnat All Ribbon 1
Klang Dual: mittlere Tonlage ok, Höhen und Tiefen sind eher verhalten
Klang Thorens siehe Dual, Bässe schwach im unteren Frequenzbereich, dafür eine Dominanz an hohen Tönen.

Verstärker Yamaha A520 / Boxen Magnat All Ribbon 1
Klang bei beiden insgesamt besser.
Der Thorens hat einiges an Klangqualität dazu bekommen.
Die hohen Töne treten immer noch in den Vordergrund, aber nicht mehr so stark.Bässe sind klar und kräftig

Bei dem Titel "Through the barricades" von Spandau Ballet (gleichnamige LP) werden im Hochtonbereich Zischlaute erzeugt.

Da ich kein Mikroskop habe um die Nadel zu prüfen würde ich, einfach auf "Gut Glück", eine neue Nadel kaufen.

Jetzt meine eigentliche Frage:

Welche Nadel (von Ortofon oder andere Hersteller) kann ich zur Klangverbesserung montieren.
Mehr als 80 Euro möchte ich nicht ausgeben. In den Spieler habe ich 100 Euro investiert und die Kosten sollen im Verhältnis zum Anschaffungspreis bleiben.

Vorab schon mal ein Dank an die Spezialisten.
8erberg
Inventar
#2 erstellt: 05. Jan 2015, 14:52
Hallo,

das Problem mit der Endabschaltung kann mehrere Ursachen haben, fangen wir mal mit der ersten dann.

Verriegel den Tonarm auf der Stütze und lass das Automatikprogramm einmal durchlaufen (also Hebel auf "Start", natürlich bei Strom an),

Sollte es das nicht bringen wird wahrscheinlich die Abstellschiene verbogen sein oder die Kugel auf die die Schiene "läuft" ist verschütt.

siehe den ähnlichen http://grundig.pytalhost.com/PS8000s/

sind alles Geräte vom Frehrenbacher nur eben mit unterschiedlichen Namen. Teile Nr. sind 30 (Schiene) und 31 (Kugel).

Am Einfachsten wird der Ersatz der Nadel sein, bringt für das Geld am Meisten und ist am Simpelsten durchzuführen. Mein Ratschlag wäre sofort eine 20er Nadel zu nehmen - liegt zwar über dem Budget aber klingt nicht nur besser sondern hält auch länger (weil kein gebondeter Diamantsplitter sondern ein gefasster ganzer Stein).

Peter
akem
Inventar
#3 erstellt: 05. Jan 2015, 18:23
Auch wenn es zynisch klingt:
ich würde den "Thorens" (das ist kein Thorens...) asap wieder verscheuern, notfalls in Einzelteilen. Und einen ordentlichen Tonabnehmer für den 1235 kaufen. Der ist nämlich der weitaus bessere Dreher, auch wenn Dual bei dem auch schon angefangen hat, etwas zu sparen...
Der "Thorens" ist ein aufgehübschter Dual 4irgendwas. Die gibt es wieder zu kaufen und die gab es Ende der 80er Jahre schon mal zu kaufen, kurz vor der endgültigen Pleite von Dual. Damals für 200-400DM - nur mal so zur qualitativen Einstufung... So ziemlich jeder japanische Plastik-Einstiegsdreher war besser Dual hat das Budget für sinnlose Sachen wie ein wirkungsfreies Alibi-Subchassis und Vollautomatik verdaddelt, aber an den klanglich entscheidenden Stellen gespart

Gruß
Andreas

Edit: für 80€ kriegst Du keine Nadel / keinen Tonabnehmer, was besser wäre, als das OM10, das Du eh schon hast. Dazu kommt, daß der "Thorens" einen ULM-Tonarm hat (Ultra Low Mass - ein Relikt aus den 80ern, wo man ne neue Sau brauchte, die man durch's Dorf jagen konnte; der Markt war ja schließlich gesättigt und man mußte neue "Bedürfnisse" durch "Weiterentwicklungen" schaffen). Für diese Tonarme gibt es so gut wie keine geeigneten Tonabnehmer mehr, die Ortofon OMs und deren Verwandte (VM, 2M) sind so ziemlich die besten Tonabnehmer für diese Arme. Leider hat Ortofon vorsichtig gesagt nicht das beste Preis-Leistungs-Verhältnis...


[Beitrag von akem am 05. Jan 2015, 18:34 bearbeitet]
8erberg
Inventar
#4 erstellt: 05. Jan 2015, 20:51
Hallo,

da sieht man wie unterschiedlich die Meinungen sind...

Ich halte den Tonarm des "Thorens" wegen seiner kardanischen Lagerung für besser.

Der Aufwand das Gerät wieder in Schuß zu kriegen ist recht gering und wenn er läuft dann läuft er.

Peter
lini
Inventar
#5 erstellt: 05. Jan 2015, 21:40
Andreas: Ich finde auch, Du übertreibst - denn gerade die erste CS450/455 war eigentlich so übel nicht. Wirklich nicht so richtig schlau war an den Dingern eigentlich nur die Motor-Position - aber selbst damit waren sie noch recht kokurrenzfähig. Problematisch wurd's hingegen erst, seitdem die gute, schwere Gummimatte einem leichtgewichtigen Ersatz aus Filz weichen musste sowie der Bleiring im Teller einem Netzkabel - aber jene Mankos würden sich auch heute noch etwa mit Original-Ersatzteilen von Dualfred beseitigen lassen. Und dass die Ankopplung des Blech-Chassis' an die Zarge über ein paar Gummi-Elemente sonderlich kostenintensiv gewesen wäre, kann man ja nun wirklich nicht behaupten - und auch die Vollautomatik war nun nicht eben sonderlich teuer in puncto Bauteil- und Entwicklungskosten, erst recht im Vergleich zu Halbautomaten mit Armrückführung.

Grüße aus München!

Manfred / lini
Wuhduh
Inventar
#6 erstellt: 05. Jan 2015, 22:13
Nabend, Markus !

Wenn Du den einem oder anderen Yamaha bis auf weiteres behalten willst, mußte wegen deren hoher Eingangskapazitäten bei der OM-/OMB-Serie bleiben, damit es passabel klingt. Evtl. ein Dual 165E oder höher ?

Sind die Sicken der Magnat-Tiefmitteltöner überhaupt noch okay oder schon klebrig bis zerbröselt ? ( Weiß nicht mehr 100%-tig, ob es Schaumstoffsicken sind. )

MfG,
Erik
MarkA
Neuling
#7 erstellt: 07. Jan 2015, 23:46
Hallo zusammen,

erst mal schönen Dank für die interessanten Antworten.
Ich musste mich im www erst mal über einige Begriffe informieren.

Das der 190TD eigentlich ein Dualspieler ist, habe ich auch erst erfahren, als ich ihn gekauft hatte.

Nur das die Yamahaverstärker eine hohe Eingangskapzität haben sollen, wusste ich bisher nicht. Bei mir war der 1234 (nicht 1235) jahrelang in Betrieb und spielte ganz passabel. Später hatte ich den 1234 an einem Verstärker von Denon angeschlossen. Ebenfalls ohne Probleme oder hörbare Klangbeieinflussung.
Erst als ich vor ein paar Wochen meine alte Plattensammlung wieder hervorkramte und einiges digitalisieren wollte, bin ich vom Klang der alten Komponenten etwas enttäuscht gewesen. Daraufhin wollte ich mir was Gutes tun und habe den Thorens TD190 gebraucht gekauft. Leider ist beim Versand so einiges schief gegangen (siehe oben)
Nun ja, der Thorens lief dann irgendwann, aber war klanglich Meilenweit vom Dual entfernt. Also kurzerhand an meinen Yamaha A520 im Wohnzimmer angeschlossen und höre da..... Alles war gut.
Das Ding zauberte förmlich die Instrumente einzeln aus den Boxen (Teufel T400).
Und wie es der Teufel so wollte kam ich kurze Zeit später an einen Yamaha A560.
Der hat dann den Denon Verstärker ersetzt und wurde (wie auch der Denon) in meinem Arbeitszimmer mit den o.g. Magnat All Ribbon1 (Regallautsprechern) betrieben. Nur klanglich war´s nicht mehr ganz so klar wie mit dem A520.
Also habe ich wieder umgebaut. Diesmal den großen A520 ins Arbeitszimmer und den kleinen A560 ins Wohnzimmer.
Jetzt war im Arbeitszimmer alles paletti.
(Nur im Wohnzimmer habe ich jetzt eine andere Baustelle aufgemacht.
Der A560 harmoniert nämlich überhaupt nicht mit den Teufel T400 Lautsprecherboxen. Ist aber ein anderes Thema.)

Nur am Klang des Thorens würde ich gerne noch etwas verändern.
Bringt der Austausch von Filz- auf Gummimatte soviel ?
Wie kann ich die Einstellungen des Tonarms noch weiter optimieren ?
Lohnt sich eine Waage ? Und welche ?

Vielleicht helfen ja schon kleine Maßnahmen um etwas zu verbessern.

========================================================

@ Peter:

Anbei zwei Bilder der heraus gefallenen Teile.
Die Schiene und Kugel ähneln tatsächlich der Explosionszeichnung aus deiner Antwort.
IMG_2209IMG_2208

@ Erik

Die Sicken der Magnat sind noch alle beide ok. Nur hat sich vor einiger Zeit ein Hochtöner verabschiedet, den ich dann ersetzt habe.
lini
Inventar
#8 erstellt: 08. Jan 2015, 03:12
Mark: Hmja, da ist tatsächlich die Abstellschiene abgegangen. Das andere silbrige Dingelchen ist augenscheinlich ein Single-Puck aus Metall. Und das kleine, schwarze Teil kann ich zwar nicht richtig erkennen - aber für mich sähe das so aus wie eine Art Adapter-Stück. Will meinen: Die Lagerkugel ist ja offenbar kleiner als die Aussparung in der Abstellschiene. Entsprechend wäre anzunehmen, dass dieses schwarze Teil wie ein Hütchen auf die Lagerkugel aufgesetzt wird und dann die Abstellschiene obendrüber käme.

Tja, und die Gummimatte allein bringt noch nicht so arg viel - das Kraut wirklich fett macht erst der Bleiring. Dualfred bietet allerdings unter der Artikelnummer 288576 für 35 Euro noch einen passenden Teller mit Bleiring und einer ganz witzigen Gummimatte mit Filzeinlage an, womit Du Deinen TD190 tunen könntest.

Grüße aus München!

Manfred / lini
8erberg
Inventar
#9 erstellt: 08. Jan 2015, 09:36
Hallo,

der Tonarm ist wirklich gut, eine Waage brauchst Du nur dann, wenn die Feder für die Massenlose Auflagekrafteinstellung defekt sein sollte.
Der Teller sollte eigentlich einen "Massering" haben...

Der Tonarm wird wie bei Dual bei fast allen Geräten üblich in die Waage gebracht (natürlich bei abgesengtem Tonarm) und dann die Auflagekraft durch eine Feder erzeugt. Dadurch kann der Spieler schief stehen bis die Platte runterfällt, es wird aber noch immer sauber abgetastet.

Die Kugel läuft auf dem Kurvenrad und der Abstellhebel ist mit der gekannten Seite in dem Einschnitt auf dem Subchassis.

ich hoffe auf dem Bild kann man es erkennen:

455 ohne Teller



Peter
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