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Plattenspieler für Schellackplatten gesucht

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filuo
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 07. Jan 2015, 16:57
Hallo zusammen,

ich habe vor einiger Zeit diverse Schellackplatten geschenkt bekommen, die ich gerne mir anhören würde.
Aktuell verwende ich den Dual 1226 für meine Vinyl-Platten.

Ich habe jetzt schon im Forum gesucht und bin darauf gestossen, dass die 122X-Reihe aufgrund der Geschwindigkeit keine Schellackplatten abspielen kann.

Das soll nur mit der 121X-Reihe gehen.
Da ich mich in dem Bereich nicht sehr gut auskenne und auch nicht das Händchen für evtl. Reparaturen habe, kann ich mir auch vorstellen entweder hier über das Forum einen gebrauchten funktionierenden Plattenspieler zu kaufen oder ein Neugerät.
Dazu würde ich auch noch die Boxen benötigen. Falls noch was fehlt, mir bitte mitteilen.
Der alte Plattenspieler soll so bestehen bleiben. Wird nur in einen anderen Raum gestellt.

Preislich kann ich mir ca. 300€ für alles vorstellen.

Gruß
Anja
akem
Inventar
#2 erstellt: 07. Jan 2015, 19:15
Für Schellackplatten brauchst Du einen Dreher, der 78 Umdrehungen pro Minute schafft und Du brauchst auch einen Tonabnehmer mit einer speziellen Nadel. Die Rillengeometrie von Schellackplatten und Vinylplatten ist nämlich unterschiedlich, die Schellackrille ist breiter.

Gruß
Andreas
8erberg
Inventar
#3 erstellt: 07. Jan 2015, 19:17
Hallo,

der Dual wird ja irgendwo an einen Verstärker und damit dann an Lautsprechern angeschlossen sein, dieses sollte also nicht mitgenutzt werden?

Das große Problem bei Schellack-Platten ist, dass diese eine "dickere" Nadel brauchen, da die Rille breiter ist - also nicht nur ein anderes Tempo wird benötigt sondern auch ein Abtastsystem für das man eine solche Nadel bekommen kann.

Peter
Wuhduh
Inventar
#4 erstellt: 07. Jan 2015, 20:18
Nabend !

Essentielle Glubschbonbons, die u. U. zur Erkenntnis des einen oder anderen Analogi führen, daß der ganze Einsteigerkram ziemlicher Blödsinn ist, gibt es hier:

Schellack-Präsentation ETF 2014 in Berlin

MfG;
Erik
filuo
Ist häufiger hier
#5 erstellt: 08. Jan 2015, 13:03
Das vorhandene Equipment soll nicht mit verwendet werden. Das bleibt an dem alten Gerät dran, da es noch weiter verwendet werden soll.
Deswegen ein kompletter Neukauf.

Dass ich eine andere Nadel benötige, weiß ich.

@Wuhduh: Damit ich einen Blödsinn kaufe, habe ich ja diesen Thread eröffnet
8erberg
Inventar
#6 erstellt: 08. Jan 2015, 14:16
Hallo,

300 Öcken für nen Dreher incl. Verstärker - und dann noch Lautsprecher dazu?

Ui... frag mal im Dual-Board im Marktplatz nach einer generalüberholten Dual-HS nach. Das sind Plattenspieler mit eingebautem Verstärker.

Das wäre noch das Gescheiteteste.... Ich hab eine im Büro stehen, da "läuft" auch mein PC drüber. So wundern sich dann Leute, dass sie Internetradio über ein 40 Jahre altes Gerät hören...

www.dual-board.de

Peter
Wuhduh
Inventar
#7 erstellt: 09. Jan 2015, 00:45
Grammophon-Salon-Schumacher in Bärlin wird helfen können.

MfG,
Erik
darkphan
Inventar
#8 erstellt: 09. Jan 2015, 01:01
Ich hab mir nen neuen Dreher von Audio Technica bestellt (LP 1240), der auch 70 U/Min kann. Da ich eine Handvoll Schellackplatten habe, dachte ich, ich könnte die jetzt auch mal hören. Können Schellackplatten denn die Nadel eines modernen Tonabnehmersystems (in meinem Fall AT 440 MLa) ruinieren?
Wuhduh
Inventar
#9 erstellt: 09. Jan 2015, 06:17
Nein, denn Du kannst mit der Nadel des Audio-Technica sowieso keine Schellackplatten abspielen.

MfG,
Erik
8erberg
Inventar
#10 erstellt: 09. Jan 2015, 10:00
Hallo,

es gibt nicht mehr viele Systeme für die es Schellacknadeln gibt, so als günstige fallen mir noch AT 91 und Ortofon OM ein.

Wenn Du einen Entzerrer-Vorverstärker nutzt werden die Höhen "komplett weg" sein, als Trick geht dabei dann die Nutzung eines Mikrofonverstärkers.

Obwohl bei Schelllack war eh meist bei 8 - 9 kHz nicht mehr viel da..

Peter
darkphan
Inventar
#11 erstellt: 09. Jan 2015, 11:28
@Wuhdu: Erklär das bitte ein bisschen genauer. 8erberg habe ich verstanden. wird dumpf klingen, Trick über Mikrofoneingang. Aber was wäre denn mit meiner Nadel zu hören, nur Rauschen und Rumpeln?
8erberg
Inventar
#12 erstellt: 09. Jan 2015, 11:52
Hallo,

eine Stereonadel kratzt nur am Boden der Platte rum, sie ist einfach zu dünn und kann nicht die Rille abtasten!

Der Durchmesser einer Schellacknadel liegt bei ca. 65 µm, einer Steroschallplatte bei 15 µm!

Daher MUSS man eine geeignete Abtastnadel einsetzen!!

Hier mal ein Set, wo man einfach die jeweils korrekte Nadel (und Auflagekraft) wechselt: http://www.phonophon...echnica/ya10011.html

Peter


[Beitrag von 8erberg am 09. Jan 2015, 11:55 bearbeitet]
darkphan
Inventar
#13 erstellt: 09. Jan 2015, 12:55
Danke!
filuo
Ist häufiger hier
#14 erstellt: 09. Jan 2015, 13:41

Grammophon-Salon-Schumacher in Bärlin wird helfen können.

MfG,
Erik



Gibts das auch im Süden der Republik?
München, Augsburg würde ich bevorzugen.

Die 300€ hab ich erst mal in den Raum gestellt. Wenn es etwas mehr wird, soll das kein Hinderungsgrund sein.


[Beitrag von filuo am 09. Jan 2015, 13:43 bearbeitet]
Hörbert
Moderator
#15 erstellt: 09. Jan 2015, 14:21
Hallo!

@darkphan

Zudem besteht die ernste Gefahr das auf dem erheblich rauherem und härteren Schellack-Rillengrund die Nadel splittern oder abbrechen könnte.

Man hat seinerzeit nicht umsonst Schellack durch das erheblich weichere PVC ersetzt, neben der besseren Formbarkeit spielte auch die Härte des Materials eine Rolle, bei PVC wird im Zweifelfalle ein Teil der Inforationen weggeschliffen bei Schellack wäre es möglicherweise die Nadel die splittern würde.

Wenn es sich nicht um ganz besondere Schellacks mit unwiederbringlichen Aufnahmen handelt würde zumindestens ich mir alleine schon wegen der zu erwartenden "Klangqualität" die Mühe nicht machen.

MFG Günther
darkphan
Inventar
#16 erstellt: 09. Jan 2015, 14:28
Danke für den wichtigen Hinweis! Es wäre ein nettes Extra gewesen. Naja, dann ist das so ...

Ehrlich gesagt: Ich bin den ganzen Tag schon auf der Suche nach den Schellackplatten ... ich hatte die nicht mit archiviert, sondern irgendwo anders aufbewahrt, weiß nur nicht mehr wo ... naja, jetzt ist es eh egal ...
8erberg
Inventar
#17 erstellt: 09. Jan 2015, 14:36
Hallo,

es muss einiges zusammenpassen, was bei Billiggeräten nicht der Fall ist:

neben 78er Tempo muss auch ein System vorhanden sein wo man Schellacknadeln einsetzen kann
dazu braucht man dann einen Verstärker und dann dazu noch Lautsprecher.

Von daher nochmals der Verweis aufs Dual-Board, eine Dual-HS aus Anf. der 70er Jahre mit 3-turigem Dreher und passendem System wird wohl der eine oder andere da zu verkaufen haben. Vor allen Dingen wissen die Leute dort wie man korrekt verpackt und verschickt...

Peter
Holger
Inventar
#18 erstellt: 09. Jan 2015, 14:38
3x1019_0912

Der 1019 rechts spielt gerade eine Schellack mit einem AT95/78 ab, das Bild ist 2 Jahre alt.

War 'ne nette Spielerei, die Klangqualität (und meist auch das Repertoire ;)) der üblichen Schellacks sind aber nicht so der Bringer.

Selbst mit 'nem richtig guten 78er-Grado klang's nicht gerade toll. Ich hab's dann auch schnell wieder gelassen.

Mein Fazit: lohnt auf Dauer nicht.
Hörbert
Moderator
#19 erstellt: 09. Jan 2015, 15:03
Hallo!

Ganz nützlich sind bei Schellacks noch ein Rumpel- und ein Tiefpassfilter bei 7 KHz da bei Schellacks oberhalb von 7 KHz nur noch Rauschanteile vorhanden sind.

Auch wenn ich einige historische Aufnahmen von Schellacks als Umschnitte auf Schallplatte und CD´s besitze die gelegentlich mal auf dem Teller respektive in der Schublade landen -mein Ding ist das bei weitem nicht und meine Schmerzgrenze liegt wenn schon historisch dann eher bei den alten Sachen die zwischen 1950 und 1980 gefertigt wurden und die teilweise für meine Ohren schon recht deftig historisch klingen-, da müssen Schellacks nicht auch noch sein.

MFG Günther
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