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Neueunstieg mit neuem Plattenspieler

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rocketrider2001
Stammgast
#1 erstellt: 24. Jan 2015, 08:13
Hallo liebe Forumsmitglieder,

bin neu hier und suche seriösen Rat von Fachleuten, die sich ja hier in großer Stückzahl aufhalten...

Ich möchte meine Hifi- und Surroundanlage nun endlich um einen vernünftigen, neuen Plattenspieler erweitern, da ich nun auch mehr Vinyl wieder auflegen möchte. Bin in den 1970er Jahren geboren und als Kind und Teenager mit Vinyl aufgewachsen. Habe aus dieser Zeit auch noch sehr, sehr viele Scheiben. Damals hatte ich aber nur billige Komplettanlagen und bin erst sehr viel späte zu ner vernünftigen Anlage gekommen. Heute werden meine CD-Player und Blu-ray Player von nem Yamaha RX-A810 A/V Receiver angetrieben an den der neue Plattenspieler dann auch soll. Die Töne werden von Nubert's NuVero Speakern wiedergegeben... eine recht solide Grundlage wie ich finde.
Ich möchte nun auch was Geld in die Hand (maximal bis 1.200 EUR) nehmen und mir ein Neugerät zulegen. Ich stehe nicht auf gebrauchte Geräte. Hab leider einfach nicht genug Ahnung von der Materie was denn nun vernünftige Plattenspieler sind. Natürlich habe ich mich auch schon umgeschaut, aber ich habe einfach ein bisserl Angst auf die Nase zu fallen. Von der Fa. Thorens habe ich z.B. ein Modell in Aussicht was mich anspricht - der Thorens TD-295 MK IV. Bei dem Händler meines Vertrauens kostet das Teil 700 EUR. Ist der vernünftig, sprich guter Tonarm und Tonabnehmer (THORENS TP 41 & AT-95E) ? Und macht es Sinn sich auch einen Phono Vorverstärker MM/MC zuzulegen? An dem Yamaha Receiver ist zwar ein Phoneingang aber z:B. kein Anschluß für den Potential (Erdung) Ausgleich - das müßte doch auch sein, oder? Ihr seht, helft bitt einen unwissenden damit ich bald wieder schwarzes Gold genießen kann...

Gruß Rocket,

P.S.: Tipps für gute Reinigungsmittel ür die Scheiben bzw. Pflegehinweise kann ich auch gebrauchen
frank60
Inventar
#2 erstellt: 24. Jan 2015, 08:51
Laut Yamaha Webseite hat Dein Receiver einen GND Anschluß für das Erdungskabel, direkt beim Phono Eingang.

Der TD 295 MK IV ist sehr solide, wenn auch überteuert, wie alle aktuellen Dreher. Ich habe selbst (noch) einen, will ihn aber in der Bucht (oder hier im Forum) verkaufen, weil ich keinen Platz für 3 Dreher habe. Allerdings habe ich nicht den AT-95E dran, der ist wirklich allerunterstes Einsteigersegment, sondern einen um Lichtjahre besseren fast nagelneuen Goldring 1042. Mit dem produziert der Thorens einen hervorragenden Sound.
Das Tellerlager soll laut diversen Verlautbarungen im Web deutlich besser als bei den Drehern eine (Preis) Klasse tiefer sein, kann ich mangels Vergleich nicht sagen, aber es ist sehr gut. Der Teller läuft sehr leicht, ohne jegliches Spiel, ohne Geräusche.
Der TP41 ist ein modifizierter Pro-Ject Model 9 und mit passenden Tonabnehmern bestückt auch sehr gut, die Goldring 10xx Serie harmoniert neben vielen anderen Tonabnehmern hervorragend mit dem Arm.
Gut ist auch das externe Netzteil, dadurch sind keinerlei Brummstörungen vorhanden, weder elektrisch, noch mechanisch (durch vibrierenden Netztrafo).
Gleichlauf ist bei dem Dreher ebenfalls kein Problem. Laut Stroboskopscheibe läuft er sehr stabil.
schmiddi
Inventar
#3 erstellt: 24. Jan 2015, 09:12
Als Alternative zum Thorens würde ich mir auch noch den Reloop 7000 anschauen, oder auch den Pioneer PLX 1000 .

Mit einem guten Tonabnehmer hast du da schon alles was du brauchst.
rocketrider2001
Stammgast
#4 erstellt: 24. Jan 2015, 10:41
@Frank: Vielen Dank schonmal für deine ausführliche Antwort - ich habe den Eindruck das bei den Tonabnehmern immer was vom Hersteller gespart wird, oder!?

@Schmiddi: Die schaue ich mir mal an, vielen Dank für deinen Tipp!

Gruß,
rocket
frank60
Inventar
#5 erstellt: 24. Jan 2015, 10:55
Ja, diverse Hersteller zimmern den billigsten TA dran, den sie bekommen und überlassen die Aufrüstung auf einen anständigen dem User.

Ich hatte meinen TD 295 beim Kauf vor 2 1/2 Jahren auch gleich mit einem Goldring 1006 aufrüsten lassen, seinerzeit gab es die Kombi bei PhonoPhono noch für 800€, mittlerweile ist sie im WWW meist nur noch für über 1000€ zu bekommen. Und im November habe ich den TA mit der D42 Nadel zum 1042 aufgerüstet. Da wußte ich noch nicht, daß ich kurz vor Weihnachten einen schönen alten Yamaha Dreher ergattern kann.


[Beitrag von frank60 am 24. Jan 2015, 10:57 bearbeitet]
akem
Inventar
#6 erstellt: 24. Jan 2015, 11:05
Das sind durch die Bank Einstiegstonabnehmer, die für höhere Ansprüche nicht taugen.
Ich würde mir das mit dem Gebrauchtdreher noch mal überlegen. Für Dein Budget könnte man z.B. einen Thorens TD2001 plus Ortofon Quintet Black haben oder einen Kenwood KD990. Das sind Laufwerke, für deren Performance Du bei Neugeräten mehrere tausend Euros löhnen müßtest...

Gruß
Andreas
frank60
Inventar
#7 erstellt: 24. Jan 2015, 11:11
Oder für 620€ meinen nehmen. ;

(Ich wollte eigentlich nicht so direkt mit dem Zaunpfahl winken :D)
Wuhduh
Inventar
#8 erstellt: 24. Jan 2015, 11:30
Moin !

Ein seriöser FACHhändler wird trotz einem gewissen mentalen - äh - Sättigungsgrades einen Einsteiger-TA demontieren und weglassen oder mit einem höherwertigen TA verrechnen.

Es ist immer eine Sache der Verhandlungstaktik.

Überall gibt es Geräte aus der Vorführung, Ausstellung, als B-Ware oder im Kundenauftrag. So z. B. in Berlin beim EP-Partner Radio-Möller den " Block Audio P-100 " ( ohne + , also nur der einfache Tonarm mittem AT95E ) zum halben Preis als unverkäuflicher Staubfänger. Wer eine Einsteiger-Bohrinsel haben möchte .....

MfG,
Erik
rocketrider2001
Stammgast
#9 erstellt: 24. Jan 2015, 12:53
Nee, gebrauchte Sachen kommen mir nicht ins Haus - hab ich früher mal gemacht und bin mit auf die Schnauze gefallen, jetzt nicht bei nem Plattenspieler o.ä. aber da hab ich einfach meine Prinzipien. Erstens mag ich jungfräuliche Sachen und 2. hat das auch was mit Garantieansprüchen zu tun...
darkphan
Inventar
#10 erstellt: 24. Jan 2015, 16:31
Ich (Jahrgang 1967) habe zwei Plattenspieler: einen 30 Jahre alten Thorens TD 166 MkII mit einem Grado-Forte-Tonabnehmersystem und vor einem Monat neu gekauft ein OEM-Gerät Audio Technica LP 1240 USB (chinesischer Nachbau) für 444 Euro, dazu einen Tonabnehmer Audio Technica 440MLa für 170 Euro.

Warum neu gekauft? Weil ich bestimmt 20 Jahre keine Platte mehr gehört hab und weil ich schon früher nie zufrieden mit dem Thorens und dem Grado war. Zunächst kaufte ich den neuen Tonabnehmer, doch der passte nicht auf den Thorens (Klang viel zu dumpf, hat irgendwie was mit der alten Kabel-/Tonarm-Kapazität zu tun). Also machte ich Nägel mit Köpfen und kaufte auch einen neuen Dreher, zumal mir das Gewackel des Thorens-Chassis und der Gummibandantrieb auch schon früher auf den Zeiger gingen.

Kurzum: Mit dem neuen Dreher digitalisiere ich nun meine Lieblingsplatten (nicht über den eingebauten Wandler/das ginge sogar auch). Ich kann das OEM-Gerät in Verbindung mit dem Tonabnehmer sehr empfehlen; es macht wieder Spaß, Platten aufzulegen.


[Beitrag von darkphan am 24. Jan 2015, 16:32 bearbeitet]
Wuhduh
Inventar
#11 erstellt: 24. Jan 2015, 23:12
Nabend !

@ rocketrider2001:

Es ist gut, daß Du Dich mit den Definitionen von Ausstellungsstück bzw. Vorführmodell - wie von einem Händler deklariert - nicht auskennst und etwas jungfräuliches haben willst.

Wir Andersdenkenden könn(t)en somit weiterhin u. U. Tausende von Euro / Dollar / whatever sparen.

Danke,
Erik
rocketrider2001
Stammgast
#12 erstellt: 25. Jan 2015, 07:47
@Wuhduh: Ja, Erik, das ist halt der Preis den ich zahlen muß... ich hab halt nicht die Ahnung, sonst würde ich mir das auch alles selber bauen und viel Geld einsparen - obwohl die Komponenten wie v.a. ein neuer ein neuer Tonabnehmer auch sher viel Geld kosten, auch demjenigen der Ahnung von der Materie hat


[Beitrag von rocketrider2001 am 25. Jan 2015, 07:48 bearbeitet]
rocketrider2001
Stammgast
#13 erstellt: 25. Jan 2015, 18:15
Was haltet ihr vom Dual CS 600?
CarstenO
Inventar
#14 erstellt: 26. Jan 2015, 09:13
Hallo,

mich würde auch bei diesem Dual stören, dass weiterhin durch den leichten Tonarm Einschränkungen bei Auswahl des Tonabnehmers bestehen.

Ich finde die Idee mit dem Thorens TD-295 Mk IV ziemlich gut. Dieses Teil habe ich neulich zusammen gebaut und ein System montiert. Der TD-295 Mk IV hat bei mir einen guten Eindruck hinterlassen.

Falls die Phonostufe des RX-V 810 mit der des RX-V 1600 Ähnlichkeit haben sollte (ich weiß, dass das nur wenig hilfreich ist), würde ich als Tonabnehmer einen Goldring 1012 GX (199 bis 299 EUR) vorschlagen. Der bringt genug Pegel (6,5 mV, Eingangsempfindlichkeit des RX-V 810: 3,5 mV), lässt sich gut montieren und bringt bei optimaler Justage S-Laute auch kurz vor der Auslaufrille noch sauber rüber.

Grüße,

Carsten


[Beitrag von CarstenO am 26. Jan 2015, 09:15 bearbeitet]
rocketrider2001
Stammgast
#15 erstellt: 26. Jan 2015, 15:32
@Carsten: Super Auskunft von dir, also halte ich Abstand von Dual... ich hab jetzt noch ein Angebot in der Hinterhand für nen Thorens TD 206 - der gefällt mir noch besser - (den Preis erfahre ich erst noch) was würdest du da für einen TA empfehlen? Ich komme der Sache auf jeden Fall näher...

edit: Ich hab nen RX-A810 (Avantage Serie)... aber du hast dich bestimmt vertippt.


[Beitrag von rocketrider2001 am 26. Jan 2015, 15:34 bearbeitet]
CarstenO
Inventar
#16 erstellt: 27. Jan 2015, 13:39

rocketrider2001 (Beitrag #15) schrieb:
Thorens TD 206 ... was würdest du da für einen TA empfehlen?


Hallo,

gerne geschehen. Mit der Bezeichnung Deines Yamaha habe ich mich vertippt.

Der Thorens TD-206 wird doch mit einem Audio Technica AT 91 geliefert. Mit dem Gerät selbst habe ich keine Erfahrungen. Wie sieht es mit dem entsprechenden Händler vor Ort aus?

Hier gibt es Hörproben aus Plattenspielertests, u.a. TD 206 mit Denon DL-103 R.

Grüße, Carsten
rocketrider2001
Stammgast
#17 erstellt: 27. Jan 2015, 17:37

CarstenO (Beitrag #16) schrieb:

rocketrider2001 (Beitrag #15) schrieb:
Thorens TD 206 ... was würdest du da für einen TA empfehlen?


Der Thorens TD-206 wird doch mit einem Audio Technica AT 91 geliefert. Mit dem Gerät selbst habe ich keine Erfahrungen. Wie sieht es mit dem entsprechenden Händler vor Ort aus?

Hier gibt es Hörproben aus Plattenspielertests, u.a. TD 206 mit Denon DL-103 R.

Grüße, Carsten


Laut Datenblatt ist ein Thorens TAS 267 montiert.
CarstenO
Inventar
#18 erstellt: 27. Jan 2015, 18:31
Stimmt, ein Audio Technica AT 95 E.
rocketrider2001
Stammgast
#19 erstellt: 27. Jan 2015, 22:39
@Carsten: Oh Mann, die sind also identisch, für mich als Laie nicht nachvollziehbar... taugt der denn was? Oder lieber gleich durch nen höher wertigen (welchen?) ersetzen?!
CarstenO
Inventar
#20 erstellt: 28. Jan 2015, 08:05

rocketrider2001 (Beitrag #19) schrieb:
@Carsten: Oh Mann, die sind also identisch, für mich als Laie nicht nachvollziehbar... taugt der denn was? Oder lieber gleich durch nen höher wertigen (welchen?) ersetzen?!


Hallo,

zum AT-95 E gibt es - vermutlich wegen gewisser Qualitätsschwankungen bei der Standardnadel - verschiedene negative Kritiken. Ich würde ihn erst einmal betreiben.

Ich halte diesen Tonabnehmer für ganz ordentlich. Ich betreibe derzeit die "Goldnote-Variation" des AT-95 E ("Babele") an meinem Thorens TD-166 Mk V. Ich kenne auch andere Tonabnehmer, wie den Linn K5, die mir gut gefielen und auch auf dem AT-95 E basierten.

Grüße,

Carsten
akem
Inventar
#21 erstellt: 28. Jan 2015, 13:07
Nur daß bei Goldenote oder Linn eine völlig andere Nadel dran ist und damit ist es kein AT95E mehr...
Bei anderen Herstellern ist es ja auch gang und gäbe, einunddenselben Systemkörper mit unterschiedlichen Nadel auszustatten. Und trotz identischem Body ist ein Ortofon VM White eben auch kein VM Silver. Die Nadel macht den Klang...

Gruß
Andreas


[Beitrag von akem am 28. Jan 2015, 13:10 bearbeitet]
CarstenO
Inventar
#22 erstellt: 28. Jan 2015, 14:06
Der Tonabnehmer bleibt ein AT-95. Es ist aber zutreffend, dass das "E" dahinter den elliptischen Schliff der mitgelieferten Nadel ausdrückt.
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