Tonarm Pro-Ject 9 - Montage mit Orientierungshilfe(n)

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Wuhduh
Inventar
#1 erstellt: 04. Apr 2015, 22:58
Nabend !

Wie bekannt, kann dieser Tonarm mithilfe einer Linn-Montageschablone auf einen Abstand zur Tellerachsenmitte von 212mm relativ einfach montiert werden.

Der Pro-Ject hat jedoch ein Gewicht an einem Faden für das Antiskating.

Laut Bedienungsanleitung muß der Umlenkhaken des Bügels parallel zum Endrohr des Tonarmes justiert und mit der Kreuzschlitzschraube fixiert werden.

Auszug aus LINN Montageschablone

Ich habe herausgefunden, daß man sich an der " 25mm-Markierung " auf der Linn-Schablone orientieren kann, wenn man wissen möchte, wo sich letztendlich in der Basisplatte für den Tonarm sich die 3 Schraubenlöcher befinden. Die Endposition des Tonarmes kann befremdlich aussehen und unter Umständen sogar optisch stören, denn es kann passieren, daß der Tonarm in der Basis in Richtung Tellerachse gedreht werden muß, damit die Nadel ungehindert bis zum Ende der Auslaufrille durchläuft.

Pro-Ject Armbasis mit Antiskatingbügel

Soweit ich das beurteilen kann, ist dies ab Werk bei dem Laufwerk Pro-Ject RPM4 nicht optimal gelungen. Einen Fertigungsfehler der Marge kann ich nicht mit Sicherheit ausschließen.

Auch bei zwei Laufwerken anderer Hersteller zeigte sich, daß der Pro-Ject 9 nicht parallel zum rechten Seitenrand des Chassis verläuft, wenn er auf der Ablage festgeklemmt wird.

Es ist empfehlenswert, zur Justage eines Tonabnehmers die Originalschablone des Herstellers zu verwenden, die einem Neugerät immer beiliegt. Es gibt einige merkliche Abweichungen in der Abtastfähigkeit bei Verwendung anderer Überhangschablonen.

Für Korrekturen und ergänzende Hinweise wäre ich dankbar.

MfG,
Erik
DieterK1
Stammgast
#2 erstellt: 05. Apr 2015, 10:38
Zur korrekten Montage eines Tonarmes braucht man halt den richtigen Montageabstand und den richtigen Winkel damit der Tonarm hinterher parallel zur Zarge steht UND die Platte korrekt abtastet.


[Beitrag von DieterK1 am 05. Apr 2015, 11:00 bearbeitet]
Wuhduh
Inventar
#3 erstellt: 05. Apr 2015, 17:11
Es gibt auch Laufwerke, bei denen es bedingt durch den Ausschnitt für die Tonarmbasis und dessen Position nicht möglich ist, den Tonarm parallel auf die Ablage zu platzieren. U. U. gibt es auch Kummer mit der Bauhöhe des Pro-Ject 9, wenn eine Haube verwendet werden soll.

MfG,
Erik
Cpt_Ahab
Stammgast
#4 erstellt: 23. Jan 2017, 17:29

Wuhduh (Beitrag #1) schrieb:
Die Endposition des Tonarmes kann befremdlich aussehen und unter Umständen sogar optisch stören, denn es kann passieren, daß der Tonarm in der Basis in Richtung Tellerachse gedreht werden muß, damit die Nadel ungehindert bis zum Ende der Auslaufrille durchläuft.


Hi Erik und alle die sich sonst noch mit dem Tonarm auskennen :-)

danke für deinen Beitrag. Ich habe das Problem, dass die Nadel nicht bis zur Auslaufrille kommt ohne zu kollidieren. Mit welchen Schrauben kann ich dies nachstellen? Sind es die gleichen mit welchem ich die Tonarmhöhe eingestellt habe? Ich hoffe dieser Winkel wird nicht von den Bohrlöchern definiert.

LG und danke,
Ahab
Wuhduh
Inventar
#5 erstellt: 23. Jan 2017, 21:07
Hallo !

Ich gehe davon aus, daß die Kollision darin besteht, daß das Tonarmrohr an den Bügel der Lagerhaltung anschlägt und die Nadel nicht bis zum Endlosbereich der Auslaufrille durchlaufen kann.

Das Teilzitat bezieht sich auf genau diese Situation, die anscheinend nur eintritt, wenn der Tonarm auf einem Fremdlaufwerk montiert wurde.

1. Nadelschutz herunterklappen oder aufsetzen
2. Beide Hände müssen verwendet werden
3. Liftbank nach oben
4. Tonarm bis zum Anschlag einschwenken

-> jetzt wird tricky:

5. Mit der linken Hand den Tonarm kurz über der Basis festhalten und mit der rechten Hand die 2 Inbusschrauben am Sockel lösen
6. Den Tonarm eine Hauch im Uhrzeigersinn drehen, bis die hoffentlich sichtbare Nadel schon fast das Label erreicht = ca. 2mm über die Auslaufrille hinaus.
7. Inbusschrauben wieder festziehen
8. Im Spielbetrieb kontrollieren, ob die Lage des Armrohres noch stimmt

-> wenn nicht, Prozedur wiederholen

[ Subjektives Manko: Ich finde, daß die Inbusschrauben viel zu kurz geraten sind, um entspannt ohne Pusselei den Inbusschlüssel ansetzen zu können ]

Aaber:

Es kann passieren, daß jetzt das Tonarmrohr nicht mehr richtig sicher am Anfang der Liftbank aufgelegt werden kann, um die Nadel bei 12"-Scheiben perfekt in die Einlaufrille abzusenken.

Das liegt daran, daß die Liftbank zu kurz ist und der Tonarm immer leicht angehoben werden muß, damit er in die Ablage einrasten kann.

Wenn dies nach einer Umverpflanzung leider der Fall sein sollte, muß zusätzlich die gesamte Basis ( entgegen dem Uhrzeigersinn ? ) gedreht werden. Das klappt natürlich nicht, wenn die Löcher gemäß Linn-Vorgabe so eng sind, daß geradeso die metrischen Montageschrauben der Basis hindurchpassen.

Die Basisplatte muß gedreht werden, denn daran befinden sich die Befestigungsteile der Armablage und auch der Umlenkbügel für das Antiskatinggewicht.


Diese Hilfe ist aus dem Gedächtnis geschrieben und evtl. nicht 100%-tig korrekt. Ich werkelte lange an einer Wunsch-Umverpflanzung und hatte nach einer NunJa-Kompromißfindung das Projekt doch wieder auseinandergepflückt.

MfG,
Erik
Cpt_Ahab
Stammgast
#6 erstellt: 27. Jan 2017, 11:09
Hi,

danke für die Anleitung. Hat genau so geklappt! :-)

FG
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