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Kaufberatung Plattenspieler

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biaz88
Schaut ab und zu mal vorbei
#1 erstellt: 07. Jun 2015, 13:46
Hallo HIFI-Forum,

nach einigen Recherchen zum Thema Plattenspielerkauf als Einsteiger komme ich einfach nicht weiter und wollte mir ganz gern mal die ein oder andere Empfehlung von fachkundigen Forenmitgliedern einholen:

Ich plane mir (endlich) einen Plattenspieler anzuschaffen und natürlich möchte ich, wie jeder, für mein Geld das bestmögliche Produkt.
Es fängt aber schon damit an, ob ich mir einen modernen neuen Plattenspieler oder einen "guten alten" Technics, Dual...usw. kaufen sollte, welcher noch aufgerüstet wird?
Auch kann ich überhaupt nicht einschätzen, welche "Features" mein künftiger Plattenspieler haben sollte und angesichts des Budgets letzendlich haben kann (Acrylteller, Nadel, Tonabnehmer...)? Ich möchte in der Woche vielleicht 5 Stunden Musik hören und nicht digitalisieren, mein Budget würde ich mit 300€ - 400€ ansetzen, gern günstiger. Große Ansprüche ans Design stelle ich nicht, wäre natürlich aber nicht schlecht. Soweit ich das beurteilen kann, bräuchte ich keinen Vorverstärker - siehe Komponenten, korrekt?

Vor habe ich vorwiegend älteren amerikanischen Hip-Hop der 90`s zu hören. Auch hin und wieder Trip Hop, Turntablism, dnb und moderneren Hip Hop...
In meinen Recherchen bin ich darauf gestoßen, dass die Nadeln von Plattenspielern teils sehr unterschiedliche Bereiche betonen, gibt es auch spezielle Nadeln, welche sich besonders für Hip Hop eignen?

Meine Komponenten:
Verstärker: Yamaha RX 497 (hat Phono und glaube GND - einfach eine Kreuzschraube?)
Boxen: Heco Victa 700
Untergrund: Laminat (allerdings stünde der Plattenspieler auf einem sehr massiven Board aus Teakholz und Stahl welcher ca. < 40kg wiegt...)

Ich wäre neben allgemeinen Antworten auch für direkte Produktempfehlungen die zu mir passen sehr verbunden und bedanke mich vorab.
HiFiKarol
Inventar
#2 erstellt: 07. Jun 2015, 14:02
Grüß Dich,

Die erste Frage: neu oder gebraucht? In meinen Augen kommt das sehr auf die vorhandenen Vorkenntnisse bzww.. Erfahrung mit Plattenspielern an. Wenn Du schon merere Spieler in der Vergangenheit hattest, würde ich einen gebrauchten kaufen, da bekommst Du mehr Qualität für dein Geld, musst aber eine neue NAdel bzw. neuen Tonabnehmer, einplanen, und evtl selbst noch etwas Hand anlegen da evtl diverse Wartungsarbeiten fällig wären. Wenn Du ein Phono-Neuling bist, würde ich eher zu einem neuen Gerät greifen, da Du da eben weniger machen musst (weniger kaputt mache kannst).

Wenn dein Yamaha einen Phono EIngang hat, dann steckt der PhonoPre inn genau diesem Eingang, Du brauchst dann also keinen externen.

Ansonsten solltest Du Dir etwas überlegen, welche Features und Funktionen Du haben willst, und welche eher unnötig sind. (Automatik, integrierter PhonoPre (in deinem Fall wohl kaum...),...), dann kannst Du etwas genauer suchen und auch Erfahrungen erfragen.

Hoffe das war zumindest ein wenigg hilfreich.
Grüße,
Karol
Tywin
Inventar
#3 erstellt: 07. Jun 2015, 16:45
Hallo,

den guten Ton macht ein gutes Tonabnehmersystem mit einer guten Nadel und einem guten Nadelschliff. Allerdings wirst Du mit den Victa ehedem keine Auflösung und keine Brillanz hören können, da diese Lautsprecher - nach meiner Meinung - für "HiFi" ungeeignet sind.

Mit einem guten Kopfhörer wirst Du aber die Unterschiede zwischen einem einfachen und einem guten Tonabnehmer hören, wenn die gehörte Platte das hergibt.

Bezüglich des Drehers rate ich zu einem gebrauchten direkt angetriebenen, quarzgesteuerten Gerät mit S-förmigem Tonarm und SME-Headshell-Anschluss. Auf eine Automatik würde ich hinsichtlich eines langen problemlosen Betriebs verzichten.

Siehe als "beliebiges" Beispiel Technics Dreher dieser Art. Solche Dreher gibt es aber mit vielen Labeln.

VG Tywin


[Beitrag von Tywin am 08. Jun 2015, 10:57 bearbeitet]
olibar
Stammgast
#4 erstellt: 08. Jun 2015, 09:34
...also mit deinem Equipment, Musikrichtung und avisierte Musikstunden/Woche würde ich zu einem neuen Player tendieren.

Ein Rega RP1 oder Project Debut Carbon mit Ortofon 2Mblue., macht ca 450,- Eur zum Beispiel. Einen Phono-Pre brauchst du ja nicht.

Natürlich kannst du gern auch einen Gebrauchten kaufen, da ist die Seite analogrevival.de für meine Begriff eine gute Anlaufstelle, weil sie eben auch Garantie geben (1 Jahr). Bei ebay würde ich vom Kauf eher absehen, keiner weiss, was du da zu kaufen bekommst.

Wagst du dennoch den Schritt, schau dich ruhig auch nach Universum Studio 6000 oder 6200 Playern um, Toshiba oder Uher haben auch gute Direkttriebler gebaut. Muss ja nicht immer Steuerpimpel-Barock in Vollholz-Zarge sein
biaz88
Schaut ab und zu mal vorbei
#5 erstellt: 08. Jun 2015, 18:11
Vielen Dank erstmal für die Antworten!

Mit dem Project Debut Carbon habe ich auch schon geliebäugelt, allerdings gehen bei diesem die Meinungen ja ziemlich ausseinander.
Sofern die Geschwindigkeit gewechselt werden soll, muss ja irgendwie ein Riemen "umgebaut" werden, richtig?
Aber von den verbauten Komponenten sowie Design finde ich den doch sehr ansprechend.
Korrigiert mich wenn ich falsch liege, aber ich glaube beim Project bekommt man mehr fürs Geld als bei Rega (sagte der Laie...).

Die Idee mit dem Shop von Olibar finde ich gut. Dazu aber noch eine Frage:
Könnte ich denn theoretisch ein älteres Modell von dort beziehen und nach und nach durch beispielsweise ein Ortofon 2M red oder einen Acrylteller
aufrüsten oder lohnt sich das dann nicht? Um ein Ortofon zu installieren wäre die Vorrausetzung besagter SME-Headshell-Anschluss, aye?

Einen günstig gebrauchten in der Bucht zu schießen, käme auch infrage sofern es noch Ersatzteile gibt, da ich einen Techniker in der Familie habe



Gern mehr Vorschläge von "guten alten"
Marsilio
Inventar
#6 erstellt: 08. Jun 2015, 18:33
Wenn gebraucht, dann würde ich aber nicht Pro-Ject o.dgl. nehmen sondern ein Gerät aus der Blütezeit des Plattenspielerbaus, nämlich den späten 70er- und den 80er-Jahren.

Vorschläge:

- Technics SL-Q2, Q3 oder Q33: ca. 100_
http://www.ebay.de/i...&hash=item3cfb217688

- SABA PSP250 oder PSP350: ca. 50-80.-
http://www.ebay.de/i...&hash=item1c5437a6d4

- DENON DP37f: ca. 250.-
http://www.ebay.de/i...&hash=item3aab61d316

Unter Umständen muss bei so einem "Oldie" dann aber noch in eine neue Nadel oder ein neues Tonabnehmersystem investiert werden. Beides kostet schnell mal 150-200 Euro, für den Preis bekommt man dann aber auch Systeme, die besser als das eingangs erwähnte Ortofon 2M Blue sind.

Bitte ausserdem beachten: Plattenspieler sind Präzisionsinstrumente. Versand ist etwas tricky und Ebay-Verkäufer sind da nicht selten nicht unbedingt die Verpackungsspezialisten. Daher: Selber abholen kann von grossem Vorteil sein.

LG
Manuel
Tywin
Inventar
#7 erstellt: 08. Jun 2015, 18:38
Hallo,


Könnte ich denn theoretisch ein älteres Modell von dort beziehen und nach und nach durch beispielsweise ein Ortofon 2M red oder einen Acrylteller
aufrüsten oder lohnt sich das dann nicht?


was meinst du mit aufrüsten? Gefällt Dir ein Plattenteller aus Acryl? Du kannst auch einen Teller aus Gold kaufen, nur damit gibt es wie mit Tellern aus Holz, Glas oder Acryl keinen besseren Klang.

Der Klang entsteht dadurch, das die Platte mit der richtigen Geschwindigkeit gedreht wird, störende Einflüsse durch Schall und Erschütterungen vom Tonabnehmer ferngehalten werden und die Nadel mit einem geeigneten scharfen Schliff in der Schallplattenrille den dort links und rechts befindlichen Auslenkungen möglichst genau folgen kann.

Das Ortofon 2M red ist ein billiges Einsteigersystem. Nämlich ein OM-10 mit einfacher Nadel (geklebter Diamantsplitter mit einfachem elliptischen Schliff) im hübscheren Kleid.

VG Tywin
Marsilio
Inventar
#8 erstellt: 08. Jun 2015, 18:43
Und noch ein Nachtrag zu den von mir erwähnten Drehern aus der Blütezeit. Nachrüsten musst du da nichts, da war die Qualität nämlich ausgezeichnet. Ev. eine neue Nadel oder ein gutes Tonabnehmersystem. Das darf übrigens auch eines aus der 300-Euro-Liga sein.

LG
Manuel
doc_barni
Inventar
#9 erstellt: 08. Jun 2015, 18:43
Hallo,

du schreibst:


Selber abholen kann von grossem Vorteil sein.


das ist eigentlich richtig....

aber dann sollte der Sebstabholer auch wissen, wie ein solches Gerät transportiert werden muss...

Teller ab, Gegengwicht ab , Arm festmachen und System ab, Haube extra verstauen....

wenn das nicht beachtet wird, ist ein Vekäufer mit Erfahrung im Verpacken eher zu empfehlen...

freundliche Grüsse

Wolfgang
olibar
Stammgast
#10 erstellt: 09. Jun 2015, 07:28

biaz88 (Beitrag #5) schrieb:
Vielen Dank erstmal für die Antworten!

Mit dem Project Debut Carbon habe ich auch schon geliebäugelt, allerdings gehen bei diesem die Meinungen ja ziemlich ausseinander.
Sofern die Geschwindigkeit gewechselt werden soll, muss ja irgendwie ein Riemen "umgebaut" werden, richtig?
Aber von den verbauten Komponenten sowie Design finde ich den doch sehr ansprechend.
Korrigiert mich wenn ich falsch liege, aber ich glaube beim Project bekommt man mehr fürs Geld als bei Rega (sagte der Laie...).

Die Idee mit dem Shop von Olibar finde ich gut. Dazu aber noch eine Frage:
Könnte ich denn theoretisch ein älteres Modell von dort beziehen und nach und nach durch beispielsweise ein Ortofon 2M red oder einen Acrylteller
aufrüsten oder lohnt sich das dann nicht? Um ein Ortofon zu installieren wäre die Vorrausetzung besagter SME-Headshell-Anschluss, aye?

Einen günstig gebrauchten in der Bucht zu schießen, käme auch infrage sofern es noch Ersatzteile gibt, da ich einen Techniker in der Familie habe



Gern mehr Vorschläge von "guten alten" :)


...also Rega und ProJect liegen wohl auf der gleichen Wellenlänge, wobei ich vom Gefühl her (ohne ihn direkt zu kennen), dem Project-Tonarm mehr trauen würde. Der RB101 hat schon arg viel Kunststoff verbaut.

Wenn du einen Bekannten hast, der sich mit dem Thema auskennt und du das Ganze auch lernen willst, dann steht einem Gebrauchten nichts im Wege. Allerdings hast du halt keine Garantie (es sei denn, du kaufst vom Händler). Ein neues Ortofon 2Mblue kostet um die 180,- Eur. In dem Preisrahmen solltest du an ein neues TA-System denken. Wenn du den Preis für einen guten Player berücksichtigst, wirst du immer bei 300 - 450 Eur liegen.
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