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Ortofon 2M Red für Thorens TD 145

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old_firehand
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 03. Dez 2015, 21:41
Guten Abend,
ich würde mir gerne ein neues System für meinen TD 145 (erste Version) zulegen und hatte dabei an das Ortofon 2M Red gedacht, da es etwas preiswerter sein soll. Nun habe ich mir hier im Forum und auf mehreren anderen Seiten einige Informationen und Meinungen dazu durchgelesen, die mich etwas verwirrt haben.
Zum Teil wird das System als kompatibel beschrieben. Jedoch wird in anderen Threads gesagt, dass es nicht passt.
Kann mir vielleicht jemand sicher sagen, ob es passt oder nicht (Falls nicht, hätte ich alternativ an das Ortofon Super OM 10 gedacht)?

Ich bin für jede Antwort dankbar

Gruß
Sebastian
Tywin
Inventar
#2 erstellt: 04. Dez 2015, 07:30
Hallo,

beide System sind einfachste Einsteigersysteme mit gleichem Generator und gleicher einfachster Nadel.

Was für ein Tonabnehmer mit welcher Nadel wird derzeit verwendet?

VG Tywin


[Beitrag von Tywin am 04. Dez 2015, 10:41 bearbeitet]
8erberg
Inventar
#3 erstellt: 04. Dez 2015, 09:09
Hallo,

das OM10 ist die gleiche Technik nur in anderer Optik und - preiswerter....

Es stellt sich nur die Frage warum ein Einsteigersystem an den Dreher soll.

Der Vorteil der 2M und OM-Familie ist das man mit hochwertiger Nadel "ausbauen" kann, was dann aber nicht wirklich billig wird.

Peter
Holger
Inventar
#4 erstellt: 04. Dez 2015, 09:56
Der Thorens TD 145 der ersten Generation hat m. W. den Tonarm TP 16 mit Headshell TP 60 verbaut.

Und das bedeutet, dass man in dieses Headshell die Systeme nur von unten und nur mit den Thorens-eigenen Feingewindeschrauben befestigen kann.

Und das heißt, dass die Ortofon-Baureihe 2m nicht passt, da man diese Systeme nur von oben verschrauben kann (habe mir gerade mal die Anleitung heruntergeladen).
Das 2m Verso passt (höchstwahrscheinlich) auch nicht, denn es hat zwar eingebaute Schrauben zur Befestigung von unten, diese passen aber sehr wahrscheinlich nicht ins Thorens-Headshell (weil keiner heutzutage mehr die Feingewinde-Schrauben benutzt, die Thorens seinerzeit verwendet hat).
Möglicherweise kann man die im 2m Verso verwendeten Schrauben gegen gleichlange Thorens-Feingewindeschrauben austauschen, aber die sitzen dann zu locker im Verso-Gehäuse und bilden so eine Unsicherheit.

Ich würde mir also ein anderes System für den Thorens ausgucken...
Wuhduh
Inventar
#5 erstellt: 04. Dez 2015, 10:52
Headshell TP60 wird bekanntermaßen kompatibel, wenn man das Emblem und den Halbzoll-"Gleiter" entfernt.
Holger
Inventar
#6 erstellt: 04. Dez 2015, 10:56
...was mbMn fast gleichbedeutend mit einem Sakrileg ist.

Letztendlich passen hunderte anderer Systeme problemlos.
kinodehemm
Inventar
#7 erstellt: 04. Dez 2015, 11:07
Moin

ich finde die Stanton (681,881) sehr schön unter diesem Arm..
Wobei ich letztens irgendwo las, das jemand mit einem der neuen 681er sehr unzufrieden war..
akem
Inventar
#8 erstellt: 04. Dez 2015, 12:12
Was hast Du denn im Moment für einen Tonabnehmer auf dem Thorens?

Gruß
Andreas
old_firehand
Ist häufiger hier
#9 erstellt: 04. Dez 2015, 13:30
Erstmal vielen Dank für die Antworten.
Momentan verwende ich ein älteres Stanton 500 System.

Stanton 500Stanton 500

Gruß
Sebastian
Holger
Inventar
#10 erstellt: 04. Dez 2015, 13:44
Ich komme nochmal auf die Schrauben zu sprechen - hast du noch längere Schrauben?

Die, die das Stanton halten, sind nämlich für fast alle anderen Systeme zu kurz, und die mit neuen Systemen mitgelieferten Schrauben passen nicht ins Thorens-Headshell.

Einen neuen Satz gibt's z. B. >>> www.dienadel.de
akem
Inventar
#11 erstellt: 04. Dez 2015, 14:43

old_firehand (Beitrag #9) schrieb:

Momentan verwende ich ein älteres Stanton 500 System.


Originale Ersatznadeln gibt es dafür meines Wissens nach nicht mehr. Nur noch DJ-Nadeln...
Trotzdem: das 2M Red sieht zwar schick aus, hat aber ein schlechtes Preis-Leistungsverhältnis. Leg noch ein paar Euro drauf und Du kriegst ein Sumiko Pearl. Das ist dann schon deutlich besser und klingt auch mit Metal ganz okay. Eine "stumpfe" Ellipse wie die von Ortofon verliert da schon mal die Übersicht.

Gruß
Andreas
old_firehand
Ist häufiger hier
#12 erstellt: 04. Dez 2015, 14:46
Hey,
einen Satz längere Schrauben müsste ich noch haben.
Durch einen netten Tipp bezüglich anderer Systeme wurde ich nun u.A. auf das Grado Prestige Green 1 hingewiesen, zu welchem ich nun eher tendieren würde als zu dem Ortofon 2M Red. =)
akem
Inventar
#13 erstellt: 04. Dez 2015, 14:52
Grados klingen halt nach eingeschlafenen Füßen. Außerdem gibt's immer wieder Qualitätsprobleme: verdrehte Nadeln, defekte Generatoren...

Gruß
Andreas
baerchen.aus.hl
Inventar
#14 erstellt: 04. Dez 2015, 20:22

Grados klingen halt nach eingeschlafenen Füßen


Geschmackssache


Außerdem gibt's immer wieder Qualitätsprobleme: verdrehte Nadeln, defekte Generatoren...


In welcher Häufigkeit? 5 auf 1000? 3 auf 100? Ich denke kaum häufiger als bei anderen.......
Wuhduh
Inventar
#15 erstellt: 04. Dez 2015, 23:47

Holger (Beitrag #6) schrieb:
...was mbMn fast gleichbedeutend mit einem Sakrileg ist.

Letztendlich passen hunderte anderer Systeme problemlos.


Nun ja, mir ist die Sucherei nach passenden Schrauben, die ggfs. auch lang genug sind für evtl. Distanzplättchen, zu pusselig.

Das Emblem kann später wieder mit doseitigem Klebeband oder fix-o-gum wieder draufgepappt werden. Auflagegewicht muß korrigiert werden.

Nagaoka MP110 paßt akustisch , die alte Ortofon-F/FF-Serie ebenfalls. Wenn es MM sein soll.

MfG,
Erik
akem
Inventar
#16 erstellt: 05. Dez 2015, 12:25

baerchen.aus.hl (Beitrag #14) schrieb:

In welcher Häufigkeit? 5 auf 1000? 3 auf 100? Ich denke kaum häufiger als bei anderen.......


Naja: ein System mit verdreht montierter Nadel hatte ich selbst und ein willkürlich vom Händler aus dem Regal gezogenes Grado hatte ebenfalls eine verdrehte Nadel. Nur war bei letzterem der Nadelträger verbogen, so daß die Nadel dann wieder halbwegs gerade in der Rille stand... Also zwei von zwei

Gruß
Andreas
baerchen.aus.hl
Inventar
#17 erstellt: 05. Dez 2015, 13:13

Also zwei von zwei


Da hat bei einer Charge wohl die Qualitätskontrolle versagt....... des wegen auf alle Erzeugnisse der Firma zu schließen ist mir etwas zu weit gesprungen....
akem
Inventar
#18 erstellt: 05. Dez 2015, 13:19
Die waren mehrere Jahre auseinander...

Gruß
Andreas
baerchen.aus.hl
Inventar
#19 erstellt: 05. Dez 2015, 14:06
Und? Wie lange hatte der Händler die im Laden liegen? Hatte der Händler die Charge zwischenzeitlich reklamiert?
Holger
Inventar
#20 erstellt: 05. Dez 2015, 14:16
Sorry, aber das ist doch Jacke wie Hose.

Ich hatte drei oder vier innerhalb der letzten 10 oder 15 Jahre und alle waren OK.

Und nun?

akem
Inventar
#21 erstellt: 05. Dez 2015, 14:19
Es waren auch verschiedene Händler...
Mein Exemplar war auf einem Thorens TD2001 beim Kauf montiert. Das System war dabei seltsam verdreht in der Headshell montiert. Ich hab es dann justiert - in Unkenntnis der verdrehten Nadel. Klanglich war das höchst unbefriedigend, verwaschen, der Klang kam von überall und nirgends. Ich hab's dann Pi mal Daumen wieder in die ursprüngliche Lage montiert, der Klang hat sich aber nicht verbessert. Dann lag es jahrelang in der Schublade und ich hab mit einem anderen System gehört. Irgendwann hat ein Kollege nach einem TA gefragt, den er billig haben könne und ich hab ihn dieses System angeboten. Der Zufall wollte es, daß wir nach Feierabend zu einem Hifi-Händler gefahren sind und dort hab ich das System dann unterm Mikroskop gesehen...

Gruß
Andreas
old_firehand
Ist häufiger hier
#22 erstellt: 05. Dez 2015, 15:24
Also das Nagaoka MP110 klingt auf jeden Fall auch sehr interessant. Es muss nicht zwangsläufig ein MM-System sein. Nur habe ich bisher nur mit denen Erfahrung. =)
Ich habe das Gefühl, je länger ich mich mit den verschiedenen Systemen beschäftige, desto unentschlossener und unsicherer werde ich bezüglich meiner Entscheidungen
old_firehand
Ist häufiger hier
#23 erstellt: 21. Okt 2016, 09:43
Hallo,
leider kann ich mich aus Gründen erst nach fast einem Jahr wieder mit der Auswahl eines neuen Systems beschäftigen und würde mich, auch wenn das Thema im Vorwege bereits betrachtet wurde, und auch im Forum allgemein bereits viele allgemeine Beiträge zu diesem Thema existieren, über eine kurze Rückmeldung freuen.
Wie bereits in einem älteren Beitrag angemerkt wurde, habe ich einen Thorens Td 145 Mk 1 mit TP 16 Tonarm und TP 60 Headshell.
Ich habe jetzt nach den bisherigen Beiträgen und weiteren Suchen in diesem und anderen Foren und auf Händlerseiten eine Auswahl an Systemen zusammengestellt, die meiner Meinung nach in Frage kommen müssten. Diese sind:
Shure M97xE
Sumiko Pearl
Nagaoka MP110
Zu diesen Systemen habe ich überwiegend Gutes, zum Teil aber auch nicht so Gutes gelesen, und würde sie, nach dem Vergleich mit anderen Systemen in dieser Preisklasse, als verhältnismäßig gut einstufen, habe aber keine "Live-Höhrerfahrung".
Ich würde mich sehr freuen, wenn mir jemand vielleicht seine Meinung bezüglich der Qualität und dem Klang der Systeme sagen würde (vielleicht sogar im Vergleich zueinander), und ob sie technisch an den Spieler passen (das ursprünglich gedachte und inzwischen verworfene 2M Red passt ja zum Beispiel nicht).

Ich bin für jeden Beitrag dankbar.

Gruß
Sebastian
akem
Inventar
#24 erstellt: 21. Okt 2016, 15:44
Ich würde das hier empfehlen: https://www.thakker....-tonabnehmer/a-5011/
Kommt mit einem etwas schwereren Tonarm gut klar und spielt für sein bischen Geld unverschämt gut. Bei Ortofon müßtest Du schon zum 2M Black greifen, um das Dingens zu distanzieren...

Gruß
Andreas
hifrido
Stammgast
#25 erstellt: 21. Okt 2016, 16:18
Es wundert mich dass keiner nach den Anschluss Bedingungen fragt?
Welcher Kapazität dran hängt ist nicht unerheblich.
Was für ein phonopre hast du?
8erberg
Inventar
#26 erstellt: 21. Okt 2016, 16:56
Hallo,

jo, wäre interessant zu wissen in welchem Bereich sich das Excel wohlfühlt.
Das EX 70 ist bei mir mit ca. pi x Daumen 200 Picofaräder sehr zufrieden.

Peter
old_firehand
Ist häufiger hier
#27 erstellt: 23. Okt 2016, 10:16
Hallo,

erstmal vielen Dank für eure Antworten.
Also das genannte System klingt ja mal wirklich interessant. Von dem habe ich bisher noch gar nichts gehört. o.O
In diversen anderen Beiträgen und Foren wird es anscheinend auch recht gut bewertet.
Momentan hängt der Spieler lediglich direkt an einem Pioneer A 616 MK II Vollverstärker dran.

Gruß
Sebastian
Albus
Inventar
#28 erstellt: 23. Okt 2016, 15:43
Tag,

und also, der Verstärker Pioneer A-616 Mk II belastet den Tonabnehmer an Kapazität mit 270 pF (nominell), dazu die Kabelkapazität des TD-145, hier sind es 190 pF (gemessen von dem Forumsmitglied thebosswas, danke dafür). Somit hat ein MM-Tonabnehmer es als Lastkapazität mit insgesamt 460 pF zu tun (270 pF + 190 pF). Was bei der Suche dann zu berücksichtigen wäre - es sei denn, auf elektrische Passung von Tonabnehmer und Phono-Entzerrerverstärker soll es im Einzelfall nicht ankommen.

Das erwähnte Excel QD-700E scheidet von daher aus (neben anderen Angebotsgründen), die Kapazitätslast ist zu hoch (Kapazitätslast-Maximum bei eingeschränkten Wiedergabe-Ansprüchen bei 400 pF).

Freundlich
Albus
.JC.
Inventar
#29 erstellt: 23. Okt 2016, 16:09
Hi,

zu dem genialen Preis des Excel kann man locker den ART DJ pre hinzu addieren
und ist dann zwar leicht über dem Preis für´s Ortofon 2M red hat aber deutlich mehr davon.

Es sieht zwar nicht so gut aus, aber klingt besser.
(was ja auch nicht so schwierig ist)
old_firehand
Ist häufiger hier
#30 erstellt: 23. Okt 2016, 17:26
Guten Abend,

das klingt ja mal wirklich sehr interessant, davon habe ich bisher ja noch gar nichts gehört!
Also könnte ich das "Problem" der zu hohen Kapazitätslast beheben, wenn ich da einen extra Phonovorverstärker zwischen schalte? Wie finde ich denn heraus, mit welcher Kapazität ein Verstärker den Tonabnehmer belastet (Ohne es selbst zu messen) und wieso wird so selten gesagt, dass man darauf auch achten muss, oder habe ich das bisher immer einfach übersehen?
Ich habe mir jetzt mal diverse Modelle angeschaut, aber dazu keine direkten Daten gefunden. Müsste sowas nicht auch eigentlich irgendwie im Datenblatt von Verstärkern oder Tonabnehmern aufgeführt werden? (Wie sieht es zum Beispiel mit einem Musical Fidelity V90 aus?)

Und Albus, was meinst du mit weiteren Angebotsgründen?

Gruß
Sebastian
8erberg
Inventar
#31 erstellt: 24. Okt 2016, 07:55
Hallo,

warum man davon nix "hört"? Die Fachpresse und die Fachverkäufer wollen einen jeweils was teures aufschwatzen weils angeblich besser ist.
Von den technischen Zusammenhängen ist im Handel und bei den Zeitschriften eher erschreckend wenig Ahnung vorhanden oder sie können es verdammt gut verstecken...

Leider verschweigen einige "Hersteller" diese Angaben, Grund genug sie trotz des ganzen Schwurbels und tollen Gelabers sie mit Missachtung zu strafen...
Ich hab schon erlebt, dass Importeure auf direkter Nachfrage mit "keine Ahnung" antworteten. Ähmmmm....

Hier mal ein Bild wie sich das bemerkbar macht:
http://www.abload.de/img/v15iiihyatr.jpg

Und dann machen Leute einen Bohei um 0,1 dB... tze

Peter


[Beitrag von 8erberg am 24. Okt 2016, 08:03 bearbeitet]
Albus
Inventar
#32 erstellt: 24. Okt 2016, 09:35
Tag,
und Tag Sebastian,

mein in den Ausdruck 'Angebotsgründe' verpackter Zwischenruf gilt den derzeitigen Angebotspraktiken dreier Händler, die unter der Bezeichnung 'Excel QD-700E' je eine andere (!) NOS-Kompilation als originales Excel QD-700E ausstellen. Und zwar, ohne das die Objekte gehörig als NOS markiert sind. Was in diesen Fällen dann auch noch die zweite Bedeutungsvariante betrifft, nämlich "Neu als Produkt aus bisher unbenutzten Teilen aus alten Lagerbeständen zusammengestellt". Die erste NOS-Bedeutungsvariante ist "Neues Produkt aus altem Lagerbestand". Wobei für den Interessenten der mehr oder weniger auffällige NOS-Charakter im Einzelfall nicht leicht zu erkennen ist.

Siehe bei Interesse auch meinen Beitrag Nr. 47 im Thread "Geheimtip Tonabnehmer Excel QD-700E".

Und die Musical Fidelity Phono-Vorverstärker der V90-Serie liegen mit der Phono-MM-Eingangskapazität bei 130 pF (128 pF gemessen).

Freundlich
Albus
old_firehand
Ist häufiger hier
#33 erstellt: 24. Okt 2016, 19:15
Hallo und erstmal vielen Dank an Peter und Albus,

das Thema ist ja mal wirklich interessant. Ich bin jetzt schon echt lange am Recherchieren und Nachlesen und auch der Beitrag von dir, Albus, im Thread "Geheimtip Tonabnehmer Excel QD-700E" war wirklich interessant!
Also vermutlich werde ich das Excel einmal ausprobieren, mit einem zusätzlichen Phono-Vorverstärker. Interessant finde ich nun zusätzlich den ART DJ Pre 2, da er mir preislich etwas besser passt, man die Kapazität zwischen 100 pF und 200 pF switchen kann und er nach meinen Recherchen auch ganz gute Bewertungen bekommen hat. Hoffentlich hat er auch einen klanglichen Vorteil gegenüber den im Pionner intergrierten.
Um nochmal auf das Bild von Peter zu sprechen zu kommen:
Also wenn ich das richtig verstehe, entsteht, wenn die Kapazität zu sehr nach oben oder unten abweicht, mit (tendenziell eher) steigender Frequenz eine Abweichung von mehreren dB, also in dem Bild unter und über 10kHz (ist das ne logarithmische Skala im Hertz-Bereich? Das wäre doch normal eher bei dB?)?
Wie äußert sich diese Abweichung denn effektiv im Klang?

Ich weiß, das sind wieder viele Fragen, aber ich wäre wirklich weiterhin sehr Dankbar für Rückmeldungen.

Gruß
Sebastian
8erberg
Inventar
#34 erstellt: 25. Okt 2016, 09:50
Hallo,

das mit der log. Skala bei Frequenzen hat einen logischen Zusammenhang: wir hören ja in Okataven, C und c unterscheiden sich darin das die Frequenz des Grundtons verdoppelt ist, von c zu c´ eine weitere Verdopplung usw.

Man spiele am Klavier die Taste "ganz rechts", das ist das fünfgestrichene C mit 4196 Hz als Grundton. Noch "höher" kommen vom Grundton noch Piccoloflöte, Glockenspiel, ein paar Register bei Kirchenorgeln und elektronische Instrumente.

Es fehlen also bei starker Absenkung im Höhenbereich die Obertöne, hör Dir Mittelwellenradio an, das ist so ein Vergleich mit dem Holzhammer ... oder die Obertöne werden zu stark wiedergegeben, was "spitz" und "unnatürlich" wirkt.
Mehr dazu http://www.klangwahr...uende-und-links.html

Daher sollte man darauf achten, dass die Kapazitätslast schon zum System passt.

Die Wichtigkeit der Hochtonwiedergabe ist sonne Sache: die Raumakustik geht wie der Ohrenarzt beim 08/15-Hörtest bis 8 kHz... da hohe Töne aufgrund der geringen Energie auch nicht besonders weit gehen.

Peter
Albus
Inventar
#35 erstellt: 25. Okt 2016, 12:12
Tag,

hier ist zur Veranschaulichung der Effekte verschiedener Kapazitätslasten ein weiteres Beispiel: http://www.tnt-audio.com/sorgenti/shure_m97xe_e.html
Zur Orientierung noch die jeweiligen Herstellerempfehlungen zu den Fällen (Yamaha C-4 BDA: Shure V15III an Plattenspieler Yamaha YP-D8 sowie TNT: Shure M97xE ).
1. Fall. Herstellerempfehlung Shure V15III lautet 400-500 pF, optimal 450 pF, an 47 Kiloohm, die Kapazitätslast des YP-D8 beträgt 220pF. Die Systemimpedanz-Daten für Empfehlung lauten DC-Innenwiderstand 1350 Ohm mit Induktivität von 500 mH (was einst in der Fertigung gut eingehalten wurde). Die gehörig passende Einstellung am Wahlschalter des Vorverstärkers Yamaha C-4 wäre also 220 pF im BDA-Beispiel. Somit also 440 pF aus 220 pF YP-D8 plus 220 pF C-4.
Mit den 220 pF des Plattenspielers und zusätzlich die schaltbaren 470 pF des C-4, höchster Wert, kommt es dann wie ablesbar zum breiteren Anstieg bis 8-9 kHz, Spitze ca. 1 dB, mit steilem Abfall.
2. Fall. Herstellerempfehlung (im Text) lautet auf 250 pF mit 47 kOhm, die Systemdaten: Innenwiderstand 1390 Ohm mit Induktivität 570 mH. Ablesbar ist ein Gewinn Prägnanz im Bereich der oberen Mitten bei geringfügig höherer Lastkapazität von 300 pF.

Freundlich
Albus


[Beitrag von Albus am 25. Okt 2016, 12:14 bearbeitet]
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