Technics SL-1200 MK2L: "Schleif"-geräusch - was tun?

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Mapstar
Neuling
#1 erstellt: 22. Dez 2015, 09:43
Guten Tag allerseits. Ich bin neu hier im Forum und bin auf der Suche nach einer Lösung für ein kürzlich auftretendes Problem. Folgendes: Seit gestern ist bei meinem Technics ein regelmässiges "Schleif"-geräusch zu hören. Dieses tritt bei jeder Umdrehung an der gleichen Stelle auf.

Nun muss ich vorausschicken, dass ich technisch extrem unbedarft bin und daher etwas Mühe habe einzuschätzen, was das Problem sein könnte. Bin nicht sicher ob sich allenfalls unter dem Plattenteller Schmutz abgelagert hat oder ob man da mal schmieren / fetten (?!) müsste, jedenfalls läuft das Ganze nicht mehr rund, bzw reibungslos.

Um das Ganze vielleicht noch etwas besser zu demonstrieren, habe ich ein kleines Video gemacht (hoffe man hört das Geräusch): Youtube: SL-1200: Schleifgeräusch

Kennt jemand das Problem, bzw. die Lösung dazu? Vielen Dank im voraus für jegliche Wortmeldungen.

Liebe Grüsse Martin
akem
Inventar
#2 erstellt: 22. Dez 2015, 12:46
Tritt das Geräusch auch auf, wenn der Motor ausgeschaltet ist und Du den Teller per Hand drehst? Wenn ja, nimm mal den Teller ab und drehe nur die Spindel - tritt das Geräusch dann auch auf?

Gruß
Andreas
Mapstar
Neuling
#3 erstellt: 22. Dez 2015, 13:00
Das Geräusch tritt auch auf, wenn ich den Teller per Hand drehe, ja.

Eine wahrscheinlich blöde Frage: Wie kriege ich den Teller ab? Geht das einfach so, bzw. muss ich dafür Schrauben lösen? Danke schon mal.
volvo740tius
Inventar
#4 erstellt: 22. Dez 2015, 13:06
Hallo,

der Teller lässt sich so nach oben abziehen, am besten mit 2 Händen, die Zeigefinger in die Löcher und die Daumen auf dem Mitteldorn und dann beherzt ziehen. Die Teller sitzen mitunter etwas straff, vor allem wenn sie lange nicht entfernt wurden.

Gruß Thomas
Mapstar
Neuling
#5 erstellt: 22. Dez 2015, 13:10
Hi,

Vielen Dank, das werde ich heute Abend gleichmal versuchen und dann posten, ob das Geräusch auch ohne Teller zu hören ist.

Liebe Grüsse
frank60
Inventar
#6 erstellt: 22. Dez 2015, 14:03
Zum Abziehen des Tellers am Besten, um das Lager zu entlasten, beim Ziehen gleuichzeitig leicht oben auf die Tellerachse schlagen, entweder mit einem kleinen Hammer, oder einer Zange oder ... Durch die konische Form der Achse sitzt der Teller fast immer sehr fest auf der Achse, nur mit Ziehen geht da nicht viel, aber die Gefahr, daß durch seitliches Ziehen das Lager beschädigt wird (oder in seltenen Fällen die Achse) ist recht groß.
Wuhduh
Inventar
#7 erstellt: 22. Dez 2015, 17:03
Heh, bitte nur sehr vorsichtig Klopfen ! Haste einen Gummihammer ?

Evtl. reicht es, vorher etwas Gleitöl / Gleitspay zwischen Achse und Teller zu platzieren und dieses ein wenig durchlaufen zu lassen. Verringert den Reibungswiderstand.

MfG,
Erik
doc_barni
Inventar
#8 erstellt: 22. Dez 2015, 17:22
Hallo,

der Erik schrieb:


Evtl. reicht es, vorher etwas Gleitöl / Gleitspay zwischen Achse und Teller zu platzieren und dieses ein wenig durchlaufen zu lassen


das wäre auch meine erste Maßnahme, wenn der Teller nicht runterwill...mit dem Hammer würde ich lieber Nägel irgendwo reinschlagen.....Was sich auch schon bei mir bewährt hat: ein Abzieher. Hat aber nicht jeder und wenn, passt auch nicht jeder...

Zum Schleifgeräusch:

Ist das Gerät kürzlich transportiert worden?
Waren spielende Kinder im Zimmer unbeaufsichtigt?

freundliche Grüsse

Wolfgang


[Beitrag von doc_barni am 22. Dez 2015, 17:26 bearbeitet]
frank60
Inventar
#9 erstellt: 22. Dez 2015, 18:17
Ich habe ja nicht ohne Grund leicht klopfen geschrieben. Dann geht es selbst mit einem normalen Hammer, ohne Schaden anzurichten. Es soll ja niemand draufschlagen.
Kriechöl und Ähnliches hat dagegen bei mir noch nie geholfen, da durch die formschlüssige Verbindung zwischen Teller und Achse nichts dazwischen laufen kann, zumindest, wenn der Teller halbwegs qualitativ gut gefertigt ist.
Im Übrigen steht diese Methode gar bei manchem Dreher im Manual beschrieben Irgendwoher muß ich die ja auch kennen .


[Beitrag von frank60 am 22. Dez 2015, 18:19 bearbeitet]
Wuhduh
Inventar
#10 erstellt: 22. Dez 2015, 19:29
Hallo, Frank !

Zwischen Leichtklopfing und Hau-dem-Lukas-auf-die-Achse gibt es doch eine " schlimme " Grauzone. Es gibt schleißlich hier im Forum und im realen Leben einige Optimisten, die ohne weiteres ein 8kg-Laufwerk auf die Haube packen, um die Bodenplatte abzuschrauben.

Wer sich angesprochen fühlt und den Ball aufnehmen will, kann jetzt gerne Senfautomat spielen: " Also bei mir ist bisher nichts passiert ! "

Metallhammer auf Metallachse ist immer K**** = bedenklich ( neudeutsch: suboptimal ) und kann nicht pauschal empfohlen werden. Siehe verschiedene Tellerachsen-Lagerkonstruktionen, die ziemlich sensibel sind. Hier sollte keine " analoge Big-Bang-Theory " betrieben werden. Ein Schlag geht immerhin durch bis auf den Lagerspiegel, oder ?

Also bitte nicht " Boing-Bumm-Tschak " ( Zitat: Kraftwerk ) , sondern erstmal nur ein dezenter Schlag ... und dann weitersehen, fluchen, oder so.

Empfehlenswert ist ein Hartgummihammer mit Holzstiel, wie man ihn u. a. zum Montieren von Türrahmendichtungen im KFZ-Gewerbe verwendet.

,
Erik

PS: Hat der Podolski eigentlich schon einmal seine Eltern gefragt, weshalb sie sich für diesen Vornamen entschieden hatten ?
volvo740tius
Inventar
#11 erstellt: 22. Dez 2015, 19:35
Hallo,


Wuhduh (Beitrag #10) schrieb:

Wer sich angesprochen fühlt und den Ball aufnehmen will, kann jetzt gerne Senfautomat spielen: " Also bei mir ist bisher nichts passiert ! "


Was genau soll denn da passieren?

Gruß Thomas
Mapstar
Neuling
#12 erstellt: 22. Dez 2015, 19:42
Hallo zusammen,

Also, dank eurer Anleitung hat das abnehmen des Plattentellers relativ gut funktioniert (ich musste etwas sanften, aber bestimmten Druck mit den Daumen ausüben, das reichte dann auch ohne Klopfen auf die Achse).

Nun, wie gesagt, ich habe von Technik relativ wenig Ahnug, aber als ich die Menge an Staub unter dem Plattenteller gesehen habe, hatte ich so meine Vermutung, was das Problem sein könnte. Kurz und gut: Staub weg - Problem weg, nun läuft das Teil wieder so lautlos wie eh und je.

Ich muss zu meiner Schande noch erwähnen, dass ich den Plattenspieler seit 2004 habe und noch nie auf die Idee gekommen bin, dass man den Plattenteller abnehmen kann und da auch mal entstauben sollte.

Vielen Dank für eure Hilfe. Mein erster Impuls war, hundert Kilometer oder so zu einem Fachmann zu fahren und dafür dann auch noch ziemlich tief in die Taschen zu greifen. Mein zweiter Impuls - mal hier im Forum zu schreiben - war also zeit- und geldsparend ;-).

Wünsche euch allen noch schöne Festtage.
Jazzy
Inventar
#13 erstellt: 22. Dez 2015, 19:46
Oder schaff dir mal ne Haube an
Mapstar
Neuling
#14 erstellt: 22. Dez 2015, 20:05
Auf die Idee (und das meine ich leider nicht sarkastisch) bin ich bisher noch gar nicht gekommen... ;-).

Jetzt weiss ich auch, wozu die gut sind. Muss mich mal auf die Suche nach einer Abdeckung machen, die hat wohl schon ihre Existenzberechtigung
akem
Inventar
#15 erstellt: 22. Dez 2015, 20:50
Ja, die Hauben hat man damals nicht spendiert, damit die Dame des Hauses ne Blumenvase draufstellen kann... Beim 12x0 hast Du das große Glück, daß es die Hauben für halbwegs akzeptables Geld noch neu zu kaufen gibt, die Scharniere wahrscheinlich auch.

Gruß
Andreas
frank60
Inventar
#16 erstellt: 22. Dez 2015, 20:54

Wuhduh (Beitrag #10) schrieb:
Ein Schlag geht immerhin durch bis auf den Lagerspiegel, oder ?

Je nachdem, wie man sich anstellt.
Ich fasse mit 2 Fingern der linken Hand in 2 der Löcher im Teller, ziehe ganz leicht an selbigem und währenddessen gibt es den kleinen Klaps auf die Achse. Dann haben sich, zumindest bisher, alle Teller immer ohne Gewalteinwirkung gelöst. Und da ich nur leicht ziehe, kann auch nichts runterplumsen.
Beim Hammer braucht man natürlich viel Gefühl, aber dann geht auch das. Materialproblem ist keines, die Achsen sind in der Regel aus Edelstahl, dem ein Hammer nichts anhaben kann.
Natürlich hast Du, Recht, vom Lagerspiegel sollte man das fernhalten, das verhindert das leichte Ziehen und die Dosierung des Schlags. Und dazu nehme ich, wie gesagt, meist einen Seitenschneider, der reicht vollkommen aus, oder eine Kombizange, da ist die Fläche größer und somit das Risiko geringer, daß man schief draufklopft.

@Mapstar: für Deinen Dreher gibts in der Bucht noch ausreichend originale Hauben + Scharniere, nicht ganz billig, aber in meinen Augen eine lohnende Investition.
Wuhduh
Inventar
#17 erstellt: 22. Dez 2015, 22:04
@ Frank:

Bei einem unwilligen Lenco-Plattenteller wird es erst richtig nett. Analoge Tintenfische ( mehrarmig und Saugnäpfe ) sind recht selten.

@ Mapstar:

2 - 3 Tropfen Öl für die Tellerachse könnten auch nicht schaden nach der langen Zeit.

@ Thomas:

Deine Frage ist in diesem Thread völlig deplatziert und braucht nicht beantwortet werden. Threadkapern izz nich' !

MfG,
Erik
frank60
Inventar
#18 erstellt: 22. Dez 2015, 22:18

Wuhduh (Beitrag #17) schrieb:
Bei einem unwilligen Lenco-Plattenteller wird es erst richtig nett. Analoge Tintenfische ( mehrarmig und Saugnäpfe ) sind recht selten.

Da kannste aber eine Glasplatte draufdrücken, ansaugen lassen und dann ein Zug, plopp, Teller ab. (Oder so) Und natürlich nicht vergessen, vorher ein Loch für die Tellerachse in die Platte vom runden Couchtisch zu schneiden.


[Beitrag von frank60 am 22. Dez 2015, 22:18 bearbeitet]
Wuhduh
Inventar
#19 erstellt: 22. Dez 2015, 22:53
Muskeln anwärmen -> Lenco Kopfstand machen lassen -> schütteln ?
Mapstar
Neuling
#20 erstellt: 23. Dez 2015, 08:35

Wuhduh (Beitrag #17) schrieb:

@ Mapstar:

2 - 3 Tropfen Öl für die Tellerachse könnten auch nicht schaden nach der langen Zeit.


Hab mir gestern noch gedacht, dass ölen vielleicht auch mal angesagt wäre. Muss ich da ein spezielles Öl nehmen oder kann ich zur Allzweckwaffe WD-40 greifen?

Danke für den Tipp.
müllkramer
Stammgast
#21 erstellt: 23. Dez 2015, 09:16
wd-40 kann vieles und nichts so richtig gut...gilt auch für diese verfluchten silikonhaltigen öle...

sollte sich am ende der tellerachse eine art ölsumpf befinden,dann muss der natürlich vorher raus..aufsaugen mit was auch immer.

ballistol ist recht brauchbar.

ich nehme wd-40 mittlerweile nur bei festgegammelten schrauben und wenn die glöst sind wird mit mit fett die schmierung erzeugt.allerdings nun nicht bei plattenspielern.
volvo740tius
Inventar
#22 erstellt: 23. Dez 2015, 09:36

Mapstar (Beitrag #20) schrieb:
Muss ich da ein spezielles Öl nehmen...?


Da gehen die Meinungen auseinander, es gab von Technics spezielles Öl für die Tellerachse, mittlerweile scheint dies allerdings vergriffen und es wird anderes, aber wohl ebenfalls geeignetes Öl angeboten.
http://www.ebay.de/itm/Lubricating-Oil-Schmier-u-Wartungsoel-Technics-1210-/221841759015?hash=item33a6cc9b27:g:AzoAAOSw3ydVvOAz

Leute denen das zu teuer ist, nehmen 2-3 Tropfen Motoröl. Das musst Du letztendlich mit Deinem Gewissen vereinbaren.

In dem verlinkten Shop gibt es übrigens auch Haube + Scharniere für 70€.


Wuhduh (Beitrag #17) schrieb:

Deine Frage ist in diesem Thread völlig deplatziert und braucht nicht beantwortet werden. Threadkapern izz nich' !


Du hast doch mit dem Schwachsinn angefangen.

Gruß Thomas


[Beitrag von volvo740tius am 23. Dez 2015, 09:37 bearbeitet]
Wuhduh
Inventar
#23 erstellt: 23. Dez 2015, 22:52
Nabend !

[OT @ Thomas ON]

Ich produziere niemals Schwachsinn, da ich immer mit eingeschaltetem Kleinhirn unterwegs bin. Deine Anmache ist geradezu billisch und signalisiert mir, daß man Dich einmal wieder - mit Verlaub - " beim Popeln " erwischt hat.

( Altberliner Spruch: " Hör' uff zu popeln inna Öffentlichen ! " )

H-A-U-B-E, mein Guhtzter,
hat nur fünf Buchstaben
und izz immer oben !

Also nich': EGALO-Basis aus kratz- und bruchempfindlichen PVC für Fräsen in reparaturfreundlicher Kopfstandposition

Jetzt verstanden ? Nö ?

[ OT @ Thomas OFF]

@ Mapstar:

Bitte kein WD40 oder ähnlich anlösende Flüssigkeiten !

MbG,
Erik
volvo740tius
Inventar
#24 erstellt: 23. Dez 2015, 23:30
Moin Erik,


Wuhduh (Beitrag #23) schrieb:

Jetzt verstanden ? Nö ?


Nee, hilf mir mal.


Wuhduh (Beitrag #23) schrieb:

H-A-U-B-E, mein Guhtzter,
hat nur fünf Buchstaben
und izz immer oben !


Dafür ist die Haube nicht gedacht, immer oben zu sein. Im Mansfelder Land sagt man: " Mach doch nisch immar son Offriss, Junge!" Das könnte man auch in Sachsen so sagen. Die Haube ist beim Abspielen natürlich zu und einen Kopfstand auf einer gefalteten Huscheldecke hält 4mm dickes Acryl ebenfalls aus, es sei denn, die Haube besteht nur noch aus Fragmenten.

Nix für ungut

Gruß Thomas
Jazzy
Inventar
#25 erstellt: 25. Dez 2015, 19:05

Nee, hilf mir mal
Mach dir nichts draus,mein Vater war Berliner,die sogenannte" Berliner Schnauze" ist mir somit wohlbekannt
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