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Dual 1219 Din-Stecker Verlängerung Brummen

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Pullet
Schaut ab und zu mal vorbei
#1 erstellt: 07. Jan 2016, 13:25
Hallo liebe Hifi-Profis.

ich bin im Besitz eines alten Dual 1219 mit 5 poligem Dinstecker. Mein Verstärker (Kenwood KA-1500) hat dafür auch einen Eingang, jedoch steht er zu weit weg. Daher habe ich mir folgende Kabel besorgt:

http://www.reichelt....D=5462&ARTICLE=30528
(als Verlängerung)

und

http://www.reichelt....CLE=30577&OFFSET=16&
(um vielleicht doch von DIN auf Cinch umzurüsten)

Wie die meisten sich wahrscheinlich denken können, hat das nicht wie gedacht funktioniert.

Wenn ich das Verlängerungskabel anschließe habe ich ein lautes Brummen (Endungsproblematik schätze ich?)
Mit dem Cinch Adapter habe ich nur Ton auf einem Kanal.
Die Kombination ist noch schlimmer.

Ich habe schon einige Threads zu dem Thema gesehen, blicke aber immer noch nicht ganz durch, welche Möglichkeiten sich mir jetzt bieten:

- Stecker abschneiden und auf Cinch umrüsten -> Würde den Plattenspieler gern im Original belassen
- Verdrahtung im Plattenspieler verändern -> Was genau muss hier gemacht werden? Muss ich ein Erdungskabel zum Verstärker führen?
- Bessere Adapter kaufen -> Wahrscheinlich keine Garantie?
- Wenn ich Plattenspieler und Verstärker näher zusammenstelle (muss ich mal schauen ). wie könnte ich dann auf cinch umrüsten? Denn prinzipiell würde es mir besser gefallen, alle Kabel hinten am Verstärker abzubringen. Der Adapter funktioniert ja auch hier nicht richtig.

Viele Grüße
Pullet
Bertl100
Inventar
#2 erstellt: 07. Jan 2016, 14:29
Hallo zusammen,

generell sind solche China-Billig-Kabel immer für Phono-Anwendung viel zu schlecht abgeschirmt.
Das ist die Ursache für das Brummen mit der DIN-Verlängerung.
Da umschließt in den meisten Fällen das Abschirmgeflecht nicht annäherend den Innenleiter!

Zum Adapter:
Es MÜSSTE funktionieren. Ein Multimeter hast du nicht, um den Adapter mal durchzumessen?
Auch hier hatte ich leider schon welche mit falscher Belegung (Masse und rechts vertauscht ....).

Gruß
Bernhard
akem
Inventar
#3 erstellt: 07. Jan 2016, 15:28
Eine Verlängerung des Phonokabels ist aus zwei Gründen keine gute Idee: erstens ist die Signalspannung winzig und selbst mit einer exzellenten Schirmung fängst Du Dir hier mit 99% Wahrscheinlichkeit Störungen ein. Das kann Brummen sein oder unerwünschter Radioempfang oder auch beides. Zweitens erhöhst Du durch das lange Kabel die Kapazität des Kabels, mit der der Tonabnehmer beaufschlagt wird. Die Kapazität von Kabel plus Phonoeingang tritt in Wechselwirkung mit der Induktionsspule des Tonabnehmers, was direkte Auswirkungen auf den Frequenzgang hat.
Da heutige Phonostufen mit Ausnahme einiger Billigstgeräte allesamt Cinchbuchsen haben ist ein Umbau auf Cinch durchaus legitim. Das hat mit Originalität nichts zu tun sondern mit Funktionalität. Außerdem gab es auch ab Werk Cinchverkabelung, nur leider höchst selten auf dem deutschen Markt. Aber es gab Cinchkabel als Ersatzteil zum Nachrüsten.
Für den Cinch-Umbau müßt Du Cinchstecker am Kabel anlöten (wenn das Kabel denn überhaupt noch in Ordnung ist - ein Kanal ist ja stumm, das könnte durchaus auch am Kabel liegen) und die Masseverbindung am Kurzschließer auftrennen. Der Kurzschließer ist eine Mimik, die gesteuert vom Kurvenrad die Ausgänge des Tonabnehmers kurzschließt, solange die Automatik aktiv ist. Dadurch wird das Ploppgeräusch beim Aufsetzen der Nadel vom Lautsprecher ferngehalten. Und am Kurzschließer gibt es eine Drahtbrücke, die die beiden Signalmassen von links und rechts miteinander und mit der Chassis-Masse verbindet. Diese Drahtbrücke mußt Du durchzwicken und von der Lötfahne, die ans Chassis geschraubt ist, legst Du eine Erdungsleitung zur Phonostufe (ein Querschnitt von 0,35qmm reicht im Prinzip schon).

Gruß
Andreas
Pullet
Schaut ab und zu mal vorbei
#4 erstellt: 07. Jan 2016, 15:30
Hallo Bernhard,

ich habe tatsächlich ein Multimeter da und eben mal durchgemessen:

Wenn man folgendes Bild als Skizze nimmt habe ich bei der DIN-Buchse auf 3 und 5 einen Durchgang.
5 geht auf das rote Kabel.
3 auf das weiße Kabel.
Masse auf den Mantel.
Also alles richtig?
Wenn ich das Kabel Originalkabel verwende, funktioniert alles einwandfrei.

Mit dem langen Kabel kann ich also nichts anfangen...gibt es Alternativen?

Gruß
Pullet

Din Buchse
RelacksMax
Ist häufiger hier
#5 erstellt: 07. Jan 2016, 15:38
Wenn sich Verstärker und Plattenspieler nicht räumliche umstellen lassen, dann bleibt im Grunde nur noch den PS über einen Phono-Vorverstärker anzuschließen. Dabei wird der Vorverstärker dann mit einem der Hochpegeleingänge des Kenwood verbunden - das Kabel kann lang sein wies will (in Grenzen). Das Kabel vom PS kannst du dann noch n Stück kürzen wenn du auf Cinch umbaust.
Bertl100
Inventar
#6 erstellt: 07. Jan 2016, 16:17
Hallo zusammen,

ich hatte bei Conrad mal als Meterware Diodenkabel (so heißt das historisch!) gekauft. Das war ziemlich gut.
Es bleibt trotzdem das erhebliche Problem, dass das längere Kabel mehr Kapazität hat. Und das verschlechtert fast immer den Klang deutlich. Da kommen gleich mal 100pF zusätzlich dazu!

Der Adapter ist offenbar richtig belegt. Könnte es ein Kontaktproblem sein? Also dass z.b. die Kontaktfedern in der DIN-Buchse aufgeweitet sind? Oder die Pins im Dual-Stecker leicht oxidiert?

Gruß
Bernhard
akem
Inventar
#7 erstellt: 07. Jan 2016, 16:21

Bertl100 (Beitrag #6) schrieb:
Da kommen gleich mal 100pF zusätzlich dazu!


Du meinst 100pF pro Meter!

Gruß
Andreas
Bertl100
Inventar
#8 erstellt: 07. Jan 2016, 16:25

Du meinst 100pF pro Meter!


... jepp. Und pro Kanal
Spaß beiseite. Ich hatte gar nicht gesehen, dass es ja gleich um 5m zusätzlich geht.

Gruß
Bernhard
RelacksMax
Ist häufiger hier
#9 erstellt: 07. Jan 2016, 16:36

Bertl100 (Beitrag #8) schrieb:

Spaß beiseite. Ich hatte gar nicht gesehen, dass es ja gleich um 5m zusätzlich geht.


Na das wissen wir noch nicht sicher. Nur weil ein 5m-Kabel gekauft wurde heißt das ja noch nix ...
Die einzige sinnvolle Lösung wäre mE ein zum Tonabnahmer passender Vorverstärker.
Am besten wäre natürlich eine andere Anordnung der Geräte.
Pullet
Schaut ab und zu mal vorbei
#10 erstellt: 07. Jan 2016, 21:12
Also nachdem ich mir alles hier durchgelesen habe, bin ich zu dem Entschluss gekommen, die beiden Geräte zusammenzustellen.
Gesagt, getan. Scheint mir von allen Optionen doch die sinnvollste zu sein.

Jetzt aber ein "neues" Problem. Ich bekomme über den Din stecker nur auf einem Kanal ein Signal. Ich bin mir zu 99% sicher, dass dieses Problem bei einem vorigen Test nicht bestand

Aux-cinch funktioniert. Kann also nicht an den Lautsprechern und dem Verstärker (?) liegen.

Ich schätze ich werde dann überall mal den Widerstand messen müssen?
Ferndiagnose verrostete Kontakte?

Gruß
Pullet
boozeman1001
Inventar
#11 erstellt: 07. Jan 2016, 22:14
Hast Du mal die Kontakte in der Headshell gereinigt? Also sowohl die kleinen Metallpins am TK (Tonkopfträger), als auch die Kontaktflächen, wo diese in der Headshell anliegen? Die sind i.d.R. Pechschwarz oxidiert und verursachen von Kanalausfällen bis Brummen einen Haufen Probleme.
Ich benutze zum Reinigen immer einen Glasfaserpinsel.
Burkie
Inventar
#12 erstellt: 08. Jan 2016, 11:32

Pullet (Beitrag #4) schrieb:
Hallo Bernhard,

ich habe tatsächlich ein Multimeter da und eben mal durchgemessen:

Wenn man folgendes Bild als Skizze nimmt habe ich bei der DIN-Buchse auf 3 und 5 einen Durchgang.
5 geht auf das rote Kabel.
3 auf das weiße Kabel.
Masse auf den Mantel.
Also alles richtig?
Wenn ich das Kabel Originalkabel verwende, funktioniert alles einwandfrei.
Gruß
Pullet

Din Buchse

Und beim Plattenspieler kommt rechts vieleicht auf Pin 1 raus?

Grüße
akem
Inventar
#13 erstellt: 08. Jan 2016, 11:54
Du solltest zwischen Pin 2 und 5 ein paar hundert Ohm Widerstand haben und zwischen Pin 2 und 3. Der Widerstand sollte in etwa gleich groß sein.
Und: nicht lange messen, da der Draht im Inneren eines Tonabnehmers hauchdünn ist und leicht mal durchbrennt, wenn Du zu lange mißt. Wenn Du kein moderne Digital-Multimeter mit Meßstrombegrenzung hast, dann schalte lieber einen Widerstand zur Messung in Reihe (~5kOhm).

Wenn Du da irgendwo einen Widerstand "unendlich" angezeigt bekommst, stimmt was nicht. Dann würde ich erstmal direkt am Tonabnehmer messen, um diesen ausschließen zu können. Wenn der okay ist, dann mußt Du stückchenweise die Kabel durchmessen um festzustellen, wo der Fehler liegt.

Gruß
Andreas
Pullet
Schaut ab und zu mal vorbei
#14 erstellt: 11. Jan 2016, 22:44
Hallo und schon mal ein herzliches Dankeschön an alle Helfer hier!

Ich schätze ich habe den Fehler jetzt weit genug eingegrenzt.

Mit dem Multimeter habe ich durchgemessen und zwischen Pin 2 & 5 etwa 600 - 700 Ohm gemessen.

Zwischen Pin 2 & 3 hingegen bekomme ich Overload. Ich habe dann den Plattenspieler aufgemacht und an der unten abgebildeten Stelle gemessen. Zum Stecker und zu den Kontakten am Tonarm.

Zum Tonarm bekomme ich jeweils einen Durchgang (R und L Kanal)

Zum Stecker hingegen nur bei Pin 5. Daher schätze ich, im Kabel ist irgendwo der linke Kanal flöten gegangen.

Um nun alles richtig zu machen wollte ich hier nochmal nachfragen ob ich vielleicht irgendwas übersehe und was ich beim Ersetzen des Kabels beachten muss. Kann ich es genau an der Stelle kappen, wo das gelbe und rote Kabel angeschlossen sind?
Und muss ich etwas bzgl. Querschnitt oder anderen Spezifikationen beachten bzw. was für ein Kabel benutze ich jetzt am besten?

IMG_20160111_215301

Viele Grüße!


[Beitrag von Pullet am 11. Jan 2016, 22:45 bearbeitet]
evilknievel
Inventar
#15 erstellt: 12. Jan 2016, 10:07
Hallo,

http://www.dual-boar...dualplattenspielern/

Ich denke das Bild sollte dir weiterhelfen.

Ich würde das Originalkabel weiterbenutzen. 2-3cm hinter dem Din Stecker abschneiden, meist ist dort auch der Kabelbruch, Cinch anlöten und erstmal ohne weiter Maßnahme ausprobieren. Oft funktioniert das Kabel dann ohne Brumm. Ansonsten auftrennen wie beschrieben und Massebrücke durchknipsen.

Gruß Evil


[Beitrag von evilknievel am 12. Jan 2016, 10:11 bearbeitet]
Pullet
Schaut ab und zu mal vorbei
#16 erstellt: 12. Jan 2016, 11:26
Hallo Evil,

ich habe mich eben mal fix im Dualbord angemeldet - die Seite kann ich trotzdem nicht öffnen.

Du hast nicht zufällig noch eine zweite Quelle parat?

Gruß
beeble2
Stammgast
#17 erstellt: 12. Jan 2016, 13:12
Der Link geht aber, sollte klappen.

Ulli
volvo740tius
Inventar
#18 erstellt: 12. Jan 2016, 13:57
Hallo,

der Link geht. Nur Geduld. @Pullet: Du musst dort wahrscheinlich erst freigeschalten werden.

Gruß Thomas
Pullet
Schaut ab und zu mal vorbei
#19 erstellt: 14. Jan 2016, 18:12
Fehler gefunden!
War tatsächlich ein abgerissenes Kabel im Din-Stecker.

Ich habe jedoch nur den Stecker ersetzt und keine separate Masse gelegt und die Brücke durchtrennt.

Brummen habe ich dabei keins, jedoch ist die Akustik etwas "dumpf" bzw. basslastiger. Kann das damit zusammenhängen oder ist das eher auf eine verschlissene Nadel zurückzuführen? (Ich habe die noch nicht getauscht..)

Gruß und recht herzlichen Dank!
evilknievel
Inventar
#20 erstellt: 14. Jan 2016, 18:27
Hallo,

mein erster Verdacht wäre auch die Nadel. Von abgenutzt bis verdreckt gibt es viele Möglichkeiten die den Klang negativ beeinflussen.
Wieviel Spielstunden hat die Nadel runter, ist es ein Original oder ein Nachbau und welches System ist es überhaupt? Fragen über Fragen.

Selbst eine mit Nadelbürste regelmäßig gereinigte Nadel muß nicht sauber sein. Mit der Zeit bilden sich Feinstaubverkrustungen, die man mit einer Bürste nicht wegbekommt. Diese Verkrustungen sind mit dem Auge kaum auszumachen, man sieht sieht sie recht gut wenn man eine gute Kamera hat und ein Foto von der Nadel macht und am PC vergrößert.
Ein Schmutzradierer aus der Drogerie ist diesbezüglich sehr effektiv.

Gruß Evil
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