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Interessanter neuer Reloop Dreher bei Conrad

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Autor
Beitrag
akem
Inventar
#1 erstellt: 11. Jan 2016, 11:14
Hallo Vinylgemeinde,
(angeblich exklusiv) bei Conrad gibt es einen neuen Reloop-Dreher mit Riemenantrieb für 299€:
https://www.conrad.d...antrieb-1404840.html
Ich würde mal sagen, daß das ziemlich vielversprechend klingt:
- Alu-Guß-Teller mit Gummierung
- abschaltbarer Auto-Stop
- wechselbares Headshell
- abschaltbarer Vorverstärker
- klappbare Haube
Dann ist da noch ein 100€-Tonabnehmer dabei (Ortofon 2M Red), das heißt, der Dreher selbst kostet effektiv 200€. Und für das Geld scheint er echt gut gemacht und sieht auch noch richtig nett aus. Da gibt es für mehr Geld windigere Dreher... Mit dem 2M Red Tonabnehmer kann man für den Anfang oder als Einsteiger durchaus auch leben, auch wenn dieses System sicher kein besonders gutes Preis-Leistungsverhältnis hat (technisch gesehen ein OM10 zum doppelten Preis).
Leider hält sich Conrad mit den relevanten technischen Daten sehr zurück (Gleichlauf, Eingangskapazität Phonostufe). Wer mag ihn kaufen und testen?

Gruß
Andreas
jickmagger
Stammgast
#2 erstellt: 11. Jan 2016, 11:47
Oh...ein High-End Player isses, steht dabei!

humpelhotte
Schaut ab und zu mal vorbei
#3 erstellt: 11. Jan 2016, 13:32
Ich habe mir das gute Stück vor Weihnachten zugelegt und bin aufgrund von ein paar Sachen mittlerweile nicht mehr ganz so begeistert. Die Typenbezeichnung ist übrigens "Turn3". Man findet aber rein garnichts zu dem Dreher im Netz.

Die Verarbeitung ist für den Preis eigentlich super und von den Features hört sich das alles auch nicht schlecht an. Folgende Dinge sind mir jedoch bisher negativ aufgestoßen:

Die Endabschaltung funktioniert nur selten (vielleicht ein Defekt an meinem Modell???)

Der Tonarm hat eine merkwürdige Geometrie, so dass der Tonabnehmereinbau in der Headshell nur verdreht möglich ist. Ausgeliefert wird der 2M Red in der Headshell montiert nach Technics-Vorbild, also 52mm vom Gummiring an der Headshell. So justiert steht der dann aber völlig schräg zur Rille. Das mit dem verdrehten Einbau habe ich aber bereits von anderen Drehern gleicher Machart gelesen.

Was mich derzeit am meisten nervt, ist das Problem mit dem internen Preamp. Wenn man ihn deaktiviert, bleibt die kapazitive Last anscheinend weiterhin vorhanden, wie man es auch von anderen Hanpin-Drehern des Öfteren liest, so dass den Tonabnehmern am externen Preamp einfach die Höhen fehlen. Mit dem internen Preamp hört sich alles garnicht mal schlecht an, sofern der Tonabnehmer korrekt nachjustiert wurde

Ob ich ihn behalten werde, weiß ich noch nicht.


[Beitrag von humpelhotte am 11. Jan 2016, 13:34 bearbeitet]
Albus
Inventar
#4 erstellt: 11. Jan 2016, 20:11
Tag,
und Tag Humpelhotte,

und wie, bitte, lauten die von dir festgestellten Grunddaten der tatsächlichen Tonarmgeometrie? Etwa der Achsabstand und die von dir realisierte Korrektur von Überhang und Kröpfung, wenn abschätzbar? Welche Nullpunkte (innen, außen) konntest du erzielen?

Deine Erfahrungen sind für praktische Folgefälle immer nützlich.

Freundlich
Albus
killnoizer
Inventar
#5 erstellt: 11. Jan 2016, 21:01
Ich schau mal bei CONRAD rein ... fummeln.
humpelhotte
Schaut ab und zu mal vorbei
#6 erstellt: 11. Jan 2016, 21:10
Hallo Albus,

habe mein Acutex einfach nach Schön justiert und es klingt super - allerdings mit dem internen Pre. An der MF V90 klingt es mal dumpf oder die Höhen sind extrem.

In der Anleitung steht nicht viel außer "Länge Tonarm = 231,5mm" und natürlich "S-förmig".

Weißt du eigentlich ob beim Denon DP300F, bei deaktiviertem Internen Pre, die Pre-Schaltung komplett umgangen wird und nur die Kabelkapazität greift? Ich frage deshalb, weil auch der Denon an dem V90 irgendwie matt klingt. Sonst glaube ich langsam, dass mein V90 einen Schuss hat.

@ killnoizer

Der Dreher ist ansonsten schon wertig und gut schwer.

Grüße Holger


[Beitrag von humpelhotte am 11. Jan 2016, 21:14 bearbeitet]
humpelhotte
Schaut ab und zu mal vorbei
#7 erstellt: 11. Jan 2016, 21:18
Habe gerade mal oberflächlich nachgemessen..

Tellerachse zu Tonarmlager ca. 213 mm

Gleichlaufschwankungen sind übrigens mit 0,2% angegeben


[Beitrag von humpelhotte am 11. Jan 2016, 21:24 bearbeitet]
Wuhduh
Inventar
#8 erstellt: 11. Jan 2016, 23:04
Nabend !

Haste Garantie-Verlängerung gemacht ? Kann man prima C ärgern, sofern die nicht zwischenzeitlich Insolvenz anmelden.

Und der Thread " Welcher TA paßt zum Conrad Dingsbums ? " ist vorprogrammiert.

Klaro, Ortofon will die 2M Red loswerden.

Es gibt auch Fertigspieler, deren Tonarme falsch eingebaut sind. Sagt Bärlin.

MfG,
Erik
Albus
Inventar
#9 erstellt: 12. Jan 2016, 15:24
Tag,
und Tag Holger,

danke für die Messung. - Nimmt man die 213 als Orientierung an, läuft es mit den 231,5 mm auf einen Überhang von 18,5 mm hinaus, die etwaige Kröpfung wäre dann bei 24° zu suchen, was dann für tauglich in alltagspraktischen Anspruchsfällen durchgehen kann (Nullpunkte 68,8 mm innen und außen bei 119,5 mm). Nur, mit der Technics-Überhanglehre trifft einer diese Geometrie wohl nicht.

Denon DP300F - der Schalter PhonoEQ/Line liegt hinter dem PhonoEQ, das Signalsplitting auf der Eingangsseite wird in Richtung des EQ nur durch einen 470 Ohm Widerstand 'entkoppelt'. Das einmalige Splitting kostet nach Lehrbuch keinen Signalanteil, die Entkopplung ist aber so nach meiner Ansicht nicht perfekt. Der EQ-Ausgang wird per Schalter gegen Masse abgeführt.
Das Service Manual befindet sich in der Library der Vinylengine.

Freundlich
Albus
humpelhotte
Schaut ab und zu mal vorbei
#10 erstellt: 12. Jan 2016, 16:54
Super Albus, vielen Dank für die Informationen.
humpelhotte
Schaut ab und zu mal vorbei
#11 erstellt: 12. Feb 2016, 23:28
Hallo Albus,

wie berechnet man eigentlich diese Nullpunkte? Ich habe hier gerade einen Onkyo CP-1050. Original ist der Tonabnehmer mit 53 mm auf der Headshell befestigt. Nach Schön 2 kann ich den Tonabnehmer nicht jrichtig justieren, da die Headshelllöcher dann nicht ausreichen, um den Überhang korrekt einzustellen. Ich müsste noch weiter nach vorne.

Ich habe auch mal einen anderen Tonabnehmer in eine Ersatz-Headschell genau nach der Originaleinstellung eingebaut, aber das verzerrt dann in der Innenrille.

Bin etwas ratlos...

Gruß
Holger
Albus
Inventar
#12 erstellt: 13. Feb 2016, 11:44
Tag,
und Tag Holger,

die Nullpunkte kann man sich durch diese gründliche Simulation berechnen lassen (eine dankenswerte Bereitstellung): http://www.vinylengi...e=d&submit=calculate

Ich komme nachher auf den Fall Onkyo CP-1050 zurück.

Freundlich
Albus
Albus
Inventar
#13 erstellt: 13. Feb 2016, 15:47
Tag,
und Tag Holger,

also, zum Onkyo CP-1050. - Die erreichbaren Daten zur Tonarmgeometrie sind (Library der Vinylengine, Flyer und BDAs) - wie üblich bei Plattenspielern dieser Sparte (ob AT, Onkyo, Reloop, etc.) - in sich widersprüchlich und unbefragt nur vielleicht auf gute Tauglichkeit angelegt, letztlich auf eine Art von Irgendwie wird's schon funktionieren.

Erster Sprung: Mit 53 mm (im Stile der 52 mm der Technics-Überhanglehre) wird das am CP-1050 vermutlich nichts Gutes.
Der Flyer enthält auch die Ausgangsdaten der Zollabmessungen, die Anwenderdaten der BDA (215 mm, 15 mm Überhang, Kröpfungswinkel nicht genannt) sind gegenüber den Zolldaten 'bereinigt'.
- Zoll effektive Länge 9 1/16 = 230,1875 mm Datum BDA 230 mm
- Zoll Überhang 9/16 = 14,2875 mm Datum BDA 15 mm
- Zoll Achsabstand (gerechnet) 8 1/2 Datum nicht in BDA 215,9 mm
- Die Kröpfung ist nicht genannt, rätseln darf man ob 21.50° (die alten Technics) oder 22° (die neueren Technics).
Der horizontale Spurwinkelfehler soll für das Original bei +3° herauskommen.

Zweiter Sprung:
Der Achsabstand von 215,9 mm wird hingenommen, dazu der Überhang von 15 mm, die Kröpfung wird mit 21.5° unterstellt, daraus ein Spurwinkelfehler von 3.05°, könnte also so gebaut sein. Die Nullpunkte damit bei 63,2/106,0 mm. Das Ergebnis ist brauchbar für den üblichen etwas eingeschränkten Abspielbereich von Vier-Lied-Pop/Rock-Platten mit Ende 65+/-5 mm Radius; ein Nullpunkt bei 63 mm ist insoweit günstig.

Ausgehend vom Achsabstand 215,9 mm kann man die Zollgröße Überhang in mm von 14,2875 mm geglättet zu 14,3 mm auch verwenden (also kürzer, kein Platzproblem auf der HS?!), dazu die Kröpfung (als original) von 21.5°, woraus sich die Nullpunkte nach Stevenson mit 57,2/111,6 mm einstellen. Nicht schlecht für eine Plattenmischung mit auch noch EP (7 Zoll Single) mit Radius innen bis 53.975 mm, aber für bloße LPs mit Ende bei 60-70 mm (siehe oben, die Vier-Lieder-Pop/Rock-Platten) nicht überzeugend.

Wollte man auf die Schön II hinaus, wie war das?, 62,5/117,2 mm?, bleibt einem die Aufgabe, die Kröpfung passend zu finden - uU mit einer nicht mehr zu bewerkstelligenden Schrägstellung des jeweiligen Tonabnehmers. Der Überhang, peilt man auf Schön II, sollte dann bei 16,5 +0,2/-0,1 mm etwa herauskommen, dazu eine geänderte Kröpfung erforderlich, wahrscheinlich knapp an 23° heran (aber: Winkelkleinkram auf Kommastellen zu treffen...).
Auf einer HS dürfte es an Platz nicht mangeln, es sein denn, der Tonabnehmer hat einen stark abweichenden, sehr kurzen Befestigungsabstand von 7,5 mm oder noch kürzer. Mit den DIN-gerechten 9,5 mm zwischen Schraubenmitte und Abtastspitze unter AK sind Platzprobleme nicht zu erwarten (übliche Langlöcher der HS unterstellt).

Muss denn Schön II unbedingt sein?

Freundlich
Albus


[Beitrag von Albus am 13. Feb 2016, 16:01 bearbeitet]
humpelhotte
Schaut ab und zu mal vorbei
#14 erstellt: 13. Feb 2016, 16:08
Hallo Albus,

vielen Dank für deine sehr detaillierten Ausführungen. Wahnsinn, wie du im Thema steckst.

Nein Schön II muss nicht unbedingt sein. Ich hatte bloß an dem hier genannten Reloop ein super Klangresultat damit, zwar mit ziemlich verdrehtem Tonabnehmer, aber das war mir dann ehrlich gesagt egal.

Ich frag mich bloß, warum Onkyo den Tonabnehmer mit 53cm ausliefert, wenn das doch eigentlich ungünstig ist.

Was wären denn aus deiner Sicht geeignete Nullpunkte für den Onkyo? Deine berechneten oder doch andere?

Vielen Dank für deine Unterstützung.
Albus
Inventar
#15 erstellt: 13. Feb 2016, 18:01
Tag,
und Tag Holger,

die unabhängige Größe ist der in Rechnung zu stellende Abspielbereich, den ich mit 57.5 mm für den inneren Radius annehme, für den äußeren Radius mit 146.05 mm, die abhängigen Größen sind die Nullpunkte sowie das durch den Verlauf des Fehlwinkel aufgespannte Verzerrungsniveau. Das durchschnittliche Verzerrungsniveau liegt dann unterhalb des beim Technics mit originaler Einstellung zu erreichendem Klirrgrad (0.472% gegen 0.542% - ist aber nur rechnerisch ein Unterschied, akustisch nicht).

Kurz: Unter Beibehaltung der durch die Form des Tonarmes vorgegebenen Kröpfung (unterstellt sind 21.5°) stellte ich den Abtaster auf den Überhang von 15 mm - 15 mm als Datum nach BDA im CP-1050 - ein. Der Verlauf ist außen gehörig niedrig, innen gar sehr günstig noch bei weit nach innen geschnittenen Platten (bis 57.5 mm). Nullpunkte damit 63,2 mm und 106.0 mm, eine klare Ansage (sozusagen, hätte Onkyo auch gut in die BDA schreiben sollen).

Auf der Schön-Schablone kann man den Überhang doch direkt ablesen. Daran hielte ich mich.

Freundlich
Albus


[Beitrag von Albus am 13. Feb 2016, 18:07 bearbeitet]
humpelhotte
Schaut ab und zu mal vorbei
#16 erstellt: 13. Feb 2016, 18:37
Perfekt - danke Albus. Hab jetzt mal ein Acutex 412 nach Schön 2 (Schablone aus dem Netz) justiert. Da komme ich auch mit der Headshell hin. Das Acutex hängt ziemlich weit vorne. Passt schon mal ganz gut. Zischelt zum Ende nur minimal

Deine Nullpunkte werde ich die nächsten Tage mal testen. Hört sich gut an.

Danke nochmals für deine tolle Unterstützung

Holger

Edit: das 2M Red habe ich gerade mal auf deine Werte justiert. So sauber hat das noch nie bis zum Plattenende gespielt. Zwar etwas dumpf, aber ich bin ja auch das Acutex mit seinen Höhen gewohnt Das werde ich dann die nächsten Tage auch mal justieren.


[Beitrag von humpelhotte am 13. Feb 2016, 18:44 bearbeitet]
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