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CEC BD 1000 Reanimation

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GKMRico
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 16. Feb 2016, 18:37
Hallo Ihr Soundfanatiker !
Seit etwa 15 Jahren tat mein Plattendreher treu seinen Dienst in meinem Heim.
Nicht allzu oft aber verlässlich. Ich hatte ihn damals vom Trödelmarkt, das richtige Kabel angelötet und ein neues System hatte gereicht.
Nun aber seit einigen Wochen will er nicht mehr gleichmäßig schnell die Platte drehen, es erschien mir notwendig den schlaffen Gummiriemen zu erneuern. Kein Problem im Netz gefunden und bestellt.
Nun mit dem neuen Riemen der deutlich straffer sitzt merke ich das der gar nicht das Problem ist denn der Motor schafft es nicht mehr gleichmäßig zu laufen, selbst ohne last bleibt er nun sogar stehen.
Mit ziemlichen Frust begann ich mich in die Materie einzulesen aber zu meinem Problem mit dem Motor konnte ich nicht viel finden. Nun so sieht es aus:
CEC BD 1000oCEC BD 1000CEC BD 1000

Ich werde alles reinigen und ölen/fetten, ich weiß nur nicht recht wie ich mit dem Motor verfahren soll damit er wieder läuft.
Ich scheue mich davor ihn auseinanderzunehmen (hab keinen Plan) und hoffe auf eure Ratschläge damit ich (hin und) wieder Platten hören kann.

Oder gibt es sogar irgendwo ein Ersatzmotor?

MfG Rico
evilknievel
Inventar
#2 erstellt: 16. Feb 2016, 18:56
Hallo,

So wie der Motor aussieht, brauchst du nur die 2 mittleren Schrauben lösen, den "Deckel" (Sinterlager) abnehmen und kannst dann die Motorspindel herausziehen.
Das Sinterlager ist mit Sicherheit trocken.
Versuch das mal. Läßt sich die Motorspindel nicht ohne Gewalt herausziehen, dann muß man mal nach einer Serviceanleitung suchen, ob da noch irgendwo eine Schraube gesetzt ist, die das Ding festhält.

Wenn du es ausgebaut hast, bitte ein Foto machen und hier reinstellen. Wenn sich dadurch für dich alles erschließt mußt du nur die Sinterlagerbuchsen neu ölen (harzfreies Öl, zB Nähmaschinenöl, da empfiehlt jeder was anderes) und alles mal reinigen.

Netzstecker ziehen nicht vergessen.

Gruß Evil
akem
Inventar
#3 erstellt: 16. Feb 2016, 19:32
Gerade das "Nähmaschinenöl" ausm Supermarkt verharzt am allerschnellsten...
Ich hab gute Erfahrungen gemacht mit Motoröl vom Auto (frisches natürlich...). Vor dem neu ölen empfiehlt es sich auch, das Lager etwas zu reinigen. Z.B. mit Wattestäbchen, die in Öl getaucht sind.

Beim Wiederaufsetzen der Lagerbrücke bitte darauf achten, daß die Achse nicht verkantet. Bei Dual-Motoren ist das Lager ein Stückweit in sich drehbar, so daß man beim Zusammenbauen am besten
- die Schrauben abwechselnd stückweise festzieht und dabei
- immer wieder mal nen kleinen Schlag mit nem Schraubenziehergriff aus Holz oder Plastik auf das Gehäuse gibt (dadurch zieht sich die Achse das Lager in die richtige Position).

Gruß
Andreas
GKMRico
Ist häufiger hier
#4 erstellt: 16. Feb 2016, 19:46
Soweit so gut:
IMG_20160216_193717_531
Die Lager mit Alkohol reinigen bzw. einlegen?

Vielen Dank für die schnelle Hilfe, ihr seid super!
akem
Inventar
#5 erstellt: 16. Feb 2016, 19:50
Wenn Du mit Isopropylalkohol rangehst auf jeden Fall gut trocknen lassen, bevor Du da Öl dazu gibst. Nicht, daß es sonst irgendwelche chemischen Reaktionen im Öl gibt und das Öl dann wieder unbrauchbar wird...

Gruß
Andreas
tBB
Ist häufiger hier
#6 erstellt: 16. Feb 2016, 19:52
Falls es das Lager nicht ist, ich sehe auf den Bildern einen Schwarzen Kondensator. Den würde ich mir dann mal genauer anschauen.

Gruß, Nico
GKMRico
Ist häufiger hier
#7 erstellt: 16. Feb 2016, 21:30
Ich hab gesehen das kleine Risse in dem innen "Dingens" sind:
IMG_20160216_200820_329
Ist das vielleicht ein Problem?
Hoffentlich nicht, der Motor ist wieder zusammengeschraubt.
Nun ist die Frage ob und wie ich die Muttern wieder sichern kann (hab nix spezielles) vielleicht mit Alleskleber?

PS: Das Lager für den Plattenteller hat auch frisches Öl.
evilknievel
Inventar
#8 erstellt: 16. Feb 2016, 21:52
sieht mir nach einem Feature aus.
Einfach die Muttern wieder draufschrauben würde ich sagen.
Wenn der Motor nicht vernünftig läuft ist in der Tat der schwarze Kondensator der nächste Verdächtige.

Danke an Akem für das Wort "Lagerbrücke" ich bin nicht drauf gekommen.

Gruß Evil
maicox
Stammgast
#9 erstellt: 16. Feb 2016, 21:53
Hallo,

Guck mal ob du die Lager öffnen kannst. Meist läßt sich eine eingesetzte Scheibe drehen. Dann kannst Du diese Sicherungsscheibe entnehmen. Meistens sind diese Lager kugelförmig. Du erkennst an den Lagerbrücken nur ein kleines Stückchen der Lager. Solltest Du diese Sicherungsscheibe gedreht bekommen und das Lager somit öffnen können, wird dort (um die Sinterlager herum) eventuell ein Filz- oder Schaumstoff- Ring zu finden sein.

Diesen einfach zwischen Küchenpapier ausdrücken/ abtupfen. Die Lagerkugeln mit Motoröl satt einölen. Den Filz- bzw. Schaumstoffring dann auch mit Öl tränken.

Ebenfalls wird wohl auch ein Plättchen in der unteren Lagerbrücken zu finden sein. Das Teil nennt sich Lagerspiegel. Diesen und auch die anderen Teile reinigen. Sollte sich dort die Welle schon eingeschliffen haben, kannst Du dieses Plättchen meistens einfach umdrehen.

Alles satt mit Motoröl tränken und alles wieder zusammen bauen.

Beim Zusammenbau die Schrauben immer abwechselnd leicht per Hand festschrauben. Zwischendurch kann man mit einem weichen Gummigriff (z.B. Schraubendreher) gegenklopfen. Die Lager "rücken" sich dabei regelrecht in die richtige Position. Dann einfach Handfest festschrauben.

Die Schrauben benötigen nicht unbedingt eine Sicherung. Wenn Du es unbedingt sichern möchtest, gibt es spezielle Lacke für so etwas. Oder Du stibitzt Deiner Frau/ Freundin einfach einen Nagellack. Jeweils ein Tröpfchen ran und gut. Muss aber nicht sein.
GKMRico
Ist häufiger hier
#10 erstellt: 16. Feb 2016, 22:19
Vielen Dank für Eure Hilfe!

CEC BD 1000

Fertig zusammengebaut und läuft vorerst wie soll. Die Lager des Motors hab ich nur mit etlichen Wattestäbchen gesäubert und geölt.
Melde mich wieder wenn es Probleme gibt.

Schöne Nacht und gute Musik sei Euch sicher.
Gruß Rico
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