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Ersatz für Yamaha MC-1000 an TP16 III gesucht!

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Ey_Yo
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 30. Apr 2016, 11:06
Hallo Freunde,

nachdem nun endgültig klar ist, dass mein Yamaha MC-1000 an meinem TD147 Jubilee nen Schuss hat, möchte ich mich auf die Suche nach einem Nachfolger begeben!

Mein Budget betrüge etwa 300 Euro, und ich wünsche mir ein etwas bassstärkeres System als das MC-1000, um für das Extra-Quäntchen Bass endgültig auf Klangregler verzichten und die ganze Klangregelung am Direct-Knopf am Amp am liebsten dauerhaft bypassen zu können.

Höchste Auflösung hat nicht oberste Priorität, es sollte tendenziell wärmer und gutmütiger als analytisch sein.

Ich höre so ziemlich alles gern- am häufigsten aber alle Sorten Rock und Pop.

Wäre mein Arm nicht völlig untauglich dafür, würde ich wohl ein Denon DL-103 probieren, da das wohl ganz gut zu meiner Beschreibung passt und ich mich dank MC weiterhin nicht mit Kapazitätszeug im Signalweg beschäftigen müsste.

Was kommt an meinem leichten TP16 MK III infrage? Phonopre ist ein Hormann SUPA 3.0.

Liebe Grüße

David
akem
Inventar
#2 erstellt: 30. Apr 2016, 11:22
Ein DL103 braucht einen Tonarm, der mindestens doppelt so schwer ist wie der TP16mk3...
Da bist Du leider auf ein MM oder MI festgenagelt. Baßbetonte MMs/MIs sind aber ziemlich rar und nicht billig. Außer Du nimmst so ne DJ-Fräse wie ein Shure M44 oder sowas. Bloß können die Dinger außer Baß halt sonst fast nix...

Gruß
Andreas
Albus
Inventar
#3 erstellt: 30. Apr 2016, 14:04
Tag,
und Tag David,

ja, ich schon wieder - mit einer Frage; der SUPA 3.0 kann doch unter MM mit 47, 100, 220, 330 und 470 pF geladen werden? Ferner unter MC mit 75, 150, 330, 680 und 1200 Ohm, oder? Verstärkung von 28-66 dB möglich? So, wenn ja, dann sollte man etwas Passendes durchaus finden, auch zur Realisierung des Wunsches nach "wärmer und gutmütiger, weniger analytisch" für das gesagte Programmmaterial.
MCs sind gerade wegen der sog. Impulshärte (im Gegensatz zum Wunsch) dann zunächst eher aus dem Vordergrund zu nehmen. Bei der weiten Spanne an möglichen Kapazitätswerten muss man die Klippe nicht fürchten.

Also, SUPA 3.0 so geschmeidig wie oben notiert? Und der Thorens TD-147 mit 150 pF und 7,5 g effektiver Masse des Armes.

Freundlich
Albus
Hörbert
Moderator
#4 erstellt: 30. Apr 2016, 15:14
Hallo!

Am TP-16/III kann sowohl eines der recht schweren MC´s von Ortofon (MC-20S MK-II/MC-30S-MKII sofern sie noch zu haben sind) wie auchj ein leichteres mit höherer Compliance (z.B. Goldring ERroica) Platz finden.

@Aönus


......mit einer Frage; der SUPA 3.0 kann doch unter MM mit 47, 100, 220, 330 und 470 pF geladen werden?.........


Bein Supa 3.0 weiß ich es zwar nicht aber zumindestens das erste Supa hatte eine recht hohe Grundeingangskapazität die bei etwa 160 Pikofarad lag.

Hier einen der kapazitätskritischen MM´s anzupassen war schlicht und ergreifend nicht möglich.

MFG Günther
Wuhduh
Inventar
#5 erstellt: 30. Apr 2016, 21:25
Nabend !

Ein sehr gut erhaltenes Gehäuse für diese Original Ortofonnadel sollte / könnte meßtechnisch eine sehr interessante Kombination zu dem Tonarm sein. Außerdem halte ich das für eine klassische Retro-Kombination, obwohl früher viel lieber die ELAC mit den hohen Nadelnachgiebigkeiten empfohlen wurden. Diese sind auch bekannt für ihre Umenpfindlichkeit ggü. hohen Abschlußkapazitaten.

Die VMS 30 - Nadel hat eine niedrigere Nadelnachgiebigkeit. Paßt aber dennoch in den Toleranzbereich.

MfG,
Erik
Ey_Yo
Ist häufiger hier
#6 erstellt: 01. Mai 2016, 10:10
Hallo zusammen,

danke bis hierher schon mal.

@ akem


Außer Du nimmst so ne DJ-Fräse wie ein Shure M44 oder sowas


Nope, lieber nicht

@ Hörbert


Bein Supa 3.0 weiß ich es zwar nicht aber zumindestens das erste Supa hatte eine recht hohe Grundeingangskapazität die bei etwa 160 Pikofarad lag.


Hat laut Anleitung "Eingangsimpedanz: 100k/100 pF"

@ Albus


der SUPA 3.0 kann doch unter MM mit 47, 100, 220, 330 und 470 pF geladen werden? Ferner unter MC mit 75, 150, 330, 680 und 1200 Ohm, oder?


So hab ich es gerade in der Bedienungsanleitung gelesen, ja. Müsste so stimmen.

@Wuhduh


Ein sehr gut erhaltenes Gehäuse für diese...


Bisher von mir unerwähnt blieb: Ich möchte mir kein System zusammenfrickeln, bei dem mir unklar ist was herauskommt und dazu Gebrauchtes eher meiden. Ich hätte gern etwas "out of the box", was neu und kurzfristig zu beschaffen ist- und sich im Unzufriedenheitsfall auch zurückschicken ließe. Die Anschaffung soll bis Anfang des nächsten Wochenendes getätigt sein.

Liebe Grüße

David
Albus
Inventar
#7 erstellt: 01. Mai 2016, 10:26
Tag,
und Tag David,

bitte einen Moment Aufmerksamkeit für die genaue Bezeichnung des SUPA-Modells! - Handelt es sich um die Version SUPA 3.0 SL oder die Version ohne 'SL'? Nach ausgegrabenen Daten weichen die Anpassungsmöglichkeiten der 3.0-Modelle deutlich voneinander ab. Die Anbieter von Gebrauchtgeräten bzw. die Verwender hinterlassen bei Daten einen zwiespältigen Eindruck.
[Für 3.0 kann man lesen:
- Widerstände 47 Kiloohm und 1200 Ohm
- Kapazitäten 100 pF, 220 pF, 330 pF
Aber für 3.0 SL lauten Listungen
- MM 47 pF, 100 pF, 220 pF, 330 pF, 470 pF
- MC (Widerstände) 75R, 150R, 330R, 680R, 1200R
Da fragt man sich, wo bleiben die Standard-Widerstandswerte für MM 47 Kiloohm, vielleicht noch zusätzlich einstellbar/einsteckbar 68k oder 100k?]

Frage also:
- Die Liste der MC-Widerstände ist hier gültig, also SUPA 3.0 SL? Weil: Bei MC-Typen geht es eben 'kritisch' um den Abschlusswiderstand, bei MM-Typen gängig um die Lastkapazität.
- Die Liste der MM-Werte lautet richtig nach BDA wie? Ausgangswert bei MM sind die Standard-47 Kiloohm oder die oben schon genannten 100 Kiloohm?

Zum Vorschlag bzw. zur Entscheidung soll es dann kommen können, wenn wenigstens die Abschlussbedingungen fest stehen. Preis, max. € 300, gut.

Freundlich
Albus


[Beitrag von Albus am 01. Mai 2016, 10:53 bearbeitet]
Ey_Yo
Ist häufiger hier
#8 erstellt: 01. Mai 2016, 11:00
Hallo Albus,

es handelt sich bei mir um einen 3.0 ohne "SL", dennoch stehen bei mir die Angaben unter "technische Daten" so da, wie du sie schon aufgelistet hast. Wenn ich mich recht entsinne, war der Unterschied zwischen der normalen und der SL-Variante lediglich die Verwendung besonders selektierter Bauteile.

An verschiedenen Stellen in der BDA ist von den Spezifikationen die Rede, die du für die SL-Variante beschrieben hast. Es würde mich auch wundern, warum ich nicht andere Kapazitäten oder Widerstände hinten dranstecken können sollte.
Ey_Yo
Ist häufiger hier
#9 erstellt: 01. Mai 2016, 11:13
Um (hoffentlich) für endgültige Klarheit zu sorgen. Ich hoffe, ich werde für die auszugsweise Darstellung nicht geköpft

DSC01830
DSC01831
DSC01832
DSC01833

Gruß,

David
Hörbert
Moderator
#10 erstellt: 01. Mai 2016, 12:51
Hallo!

Bei einer Grundeingangskapazität von 100 Pikofarad sind die kapazitätskritischen MM-Abtaster von AT, Nagaoka und Goldring eigentlich scjhon so gut wie aussen vor, -möglicherweise gehen, -je nach Verdrahtungslast-,noch die AT-Abtaster die man gut und gerne bis ca. 220-230 Pikofarad belasten kann ohne das sich hörbare Auswirkungen bemerkbar machen.

MFG Günther
Albus
Inventar
#11 erstellt: 01. Mai 2016, 14:13
Tag,
und Tag David,

ja, ja - vor Jahren hatte ich mit dieser BDA einmal zu tun - und auch heute rutscht mir heraus: "Nichts ist nach dem Text für die Verwendungssituation klar." Beispiel, Textfoto der Seite 11, der vorletzte Absatz:
"Der SUPA 3.0 hat keinen Eingangskondensator auf der Platine!"
Danach folgen an den Nutzer gehaltene Löthinweise, der passende Kondensator, 47 pF...470 pF, sei in den leeren Cinch-Stecker einzusetzen - und man könne dann auch bei der Gelegenheit durch einen 100k Widerstand den Eingangswiderstand auf 50k bringen - wer löten kann oder wer bereits gelötet hatte, selbst oder jemand anders vermochte die Lötarbeit zu realisieren. Und dann ist auch noch von 330k als Fixeinbau auf der Platine die Rede (die BDA-Seiten sollten wohl für allerlei SUPA 2.0, 3.0, 3.0 SL zugleich hilfreich sein können).

Also fragt man sich (ich mich): Was ist denn überhaupt real an Steckanpassungen vorhanden, die MM-Bedingungen betreffend. Lauter leere Stecker oder wie?
Und die Paare für MC-Anpassungen sind komplett vorhanden (75, 150, 330, 680 und 1200 Ohm)?
Einst hieß es, der SUPA 3.0 sei gegenüber dem 2.0 bei MC-Nutzung besser, im Bass vor allem. Um mit den MM-Möglichkeiten gezielt ins Optimum zu kommen sind auch einige Verrenkungen erzwungen. MC macht da weniger Probleme (ob nun 100k oder 330k fix), die 75R...1200R sind eine Vereinfachung, insoweit (fertig gelötet).

Der Wunsch: Ein Abtastsystem für Pop/Rock, wärmer und gutmütiger, weniger analytisch (als das MC-1000), für höchstens € 300. Am SUPA...(?)

Freundlich
Albus
.JC.
Inventar
#12 erstellt: 01. Mai 2016, 14:27
Ey jo,


Ey_Yo (Beitrag #6) schrieb:
Ich hätte gern etwas "out of the box", was neu und kurzfristig zu beschaffen ist- und sich im Unzufriedenheitsfall auch zurückschicken ließe.


wie wär´s mit dem Ortofon VM 540 ?
(wg. der Kapazität in deinem Fall)
Ey_Yo
Ist häufiger hier
#13 erstellt: 01. Mai 2016, 14:42
Hallo,

mit deinem Tipp, Günther, kann ich leider überhuapt nichts anfangen.

Langsam blicke ich hinten und vorne nicht mehr durch. Ich bin nicht so versiert wie ihr, und schon jetzt fängt die Sache an, mich massiv zu frustrieren. Ich habe allein für die nackte SUPA 3.0-Platine 200 Euro bezahlt, weil ich mir durch die zwei Cinch-Steckplätze, in die sich je nach angeschlossenem System entweder Kondensatoren oder Widerstände reinstecken lassen, eine hohe Flexibilität auch im Hinblilck auf einen späteren TA-Wechsel versprach. Ich dachte, ich stecke für MM Kondensatoren von x bis y pF rein, und für MC eben x bis y Ohm. So hab ich das verstanden! Albus, die Paare für MC-Anpassung sind nicht alle vorhanden, aber das sind doch einfache Cinch-Stecker mit reingelöteten Widerständen bzw. Kondensatoren, sodass ich mir alle erdenklichen Paare mit allen erdenklichen Werten selbst zusammenbasteln könnte, die ich mir je erträumte.

Von den übrigen offensichtlich zahlreichen Spezifikationen, die das Teil hat, habe ich keinerlei Vorstellung.

Jetzt verstehe ich wahrlich nur noch Bahnhof, fühle mich ehrlich gesagt viel dümmer als zuvor und habe keine Ahnung, mit welchem käuflichen System ich nun ins tiefere Fettnäpfchen steige. Ist der SUPA denn so kacke? ist das Teil mit seiner kinderleichten Steckmöglichkeit denn nicht flexibler als andere Phonopres (besonders in der Preisklasse)?! Suche ich etwa die eierlegende Wollmilchsau?

Zunehmend entmutigte Grüße

David
Ey_Yo
Ist häufiger hier
#14 erstellt: 01. Mai 2016, 14:53

.JC. (Beitrag #12) schrieb:

wie wär´s mit dem Ortofon VM 540 ?


Hi JC,

danke für den Tipp. Ja, das VM Silver hatte ich bereits in Betracht gezogen. Ist ja gut geeignet für meinen Tonarm soweit. Könnte das Teil klanglich tendenziell meine Wünsche treffen?

Jetzt ist meine Verunsicherung wegen des SUPA aber recht groß.


(wg. der Kapazität in deinem Fall)


Ich dachte, ich kann in meinen Pre einfach nach Belieben die notwendige Kapazität hinten reinstecken! Ist das denn nicht so?

Gruß,

David


[Beitrag von Ey_Yo am 01. Mai 2016, 14:53 bearbeitet]
.JC.
Inventar
#15 erstellt: 01. Mai 2016, 15:07
Hi,

das bedeutet, Du kannst die Kapazität erhöhen, aber nicht verringern.
weiteres siehe hier, den Abschnitt Kondensatoren.

kurzum: probieren geht über studieren.
Albus
Inventar
#16 erstellt: 01. Mai 2016, 16:19
Tag,

SUPA heißt das Produkt, nicht SUPER.

Der Blick in die BDA-Seiten macht nicht klar, was hier als gegeben vorausgesetzt werden kann ("100k mit 100 pF" - sind das bloße Bezugswerte für irgend Spezifikationen - oder gilt "hat keinen Eingangskondensator auf der Platine" bei "100k-330k fix auf der Platine"). Und als Lötziel ist mit leeren RCA/Cinch-Steckern zwischen 47pF...470 pF und Zubehör-Kondensatoren allerlei möglich, auch 50k für MM-Tonabnehmer sowie abweichend von den älteren 50k der korrekte IHF-Standardwert von 47k (dann ist es mit 100k zusätzlich nicht getan).
Und 'vor Ort' des Einzelfalles? Was gilt für den Einzelfall?

Sagt man dem Einzelfall für den Einzelfall eines Tonabnehmers die gut tauglichen Einrichtungsbedingungen einfach vor (Abschlusswiderstand, gesamte Lastkapazität, sowohl für MM wie MC [MC Beispiel Goldring Elite, Kapazität 100-500 pF], für ein MM-System [Beispiele sind Shure M97xE, 47k mit 250 pF oder Shure M75 mit 450 pF oder JVC Z-4S mit 47k und 220 pF]) und der Nutzer lötet entsprechend in Steckern die Kondensatoren und Wiederstände ein. Kenntnisreich?

Zielklangcharakteristik nicht vergessen, bitte. - Man ist kurz davor, die einschlägigen Tonabnehmer für das Wunschklangbild einfach zu listen, dem Nutzer bleibt dann die Realisierung mechanisch und elektrisch überlassen? Oder?

Freundlich
Albus


[Beitrag von Albus am 01. Mai 2016, 16:22 bearbeitet]
Ey_Yo
Ist häufiger hier
#17 erstellt: 01. Mai 2016, 19:06
Guten Abend,
hallo Albus,

mehr finde auch ich über den Supa nicht heraus. Im Analogforum schrieb irgendwer über fest eingebaute 100k Ohm. Was würdet ihr an meiner Stelle tun?

Die hormann-audio-Webseite ist überhaupt nicht (mehr?) erreichbar. Gibt es den überhaupt noch...?

Eine mögliche, wohl eher temporäre Lösung zur Umschiffung der Phonopre-Unklarheiten ist die Nutzung des MM-Phonoeingangs meines Yamaha AX-497. Ist das überhaupt angemessen? Weiß jemand um die Qualität des Phonoteils dieses Verstärkers bescheid? Hatte ich noch nie in Betrieb, das Teil. Wäre da die Wahl eines TA einfacher oder ist damit ein hochwertiger TA wie Perlen vor die Säue?

Liebe Grüße

David
Albus
Inventar
#18 erstellt: 01. Mai 2016, 19:50
Guten Abend,
guten Abend David,

Hormann gibt es wohl nicht mehr. Den SUPA muss man sich auch unter der Anleitung der BDA genau ansehen.
Der Phono-Modus des AX-497 bringt 220 pF mit, der Thorens 147 nominell 150 pF, von gut 370 pF könnte man ausgehen. Der Phono-Schaltkreis für MM ist aufgebaut wie seit Jahrzehnten in Vollverstärkern der mittleren Preis-/Anspruchsklasse von Yamaha (guter Geräuschspannungsabstand, gehobene Übersteuerungsfestigkeit, Verstärkungsfaktor 35,5 dB = 60-fach). Absolut tauglich auch für hohe Ansprüche (per Shure Ultra 500 etwa, eines von meinen Abtastsystemen an dieser Art von Phono-EQ-Amp).
Überkommen einen Zweifel, dann kann der Griff zum ART DJ PRE II mit Anpassungsmöglichkeiten bei Kapazitäten 100 pF, 200 pF, Gain von 25-45 dB gleitend, Subsonic-Filter schaltbar, ein Ausweg sein (Preis zuletzt € 50). Mit den 100 + 150 (Thorens 147) = 250 pF oder eben 200 + 150 = 350 pF ist man wieder obenauf (für MM-Tonabnehmer wie gesucht).

Freundlich
Albus


[Beitrag von Albus am 01. Mai 2016, 20:02 bearbeitet]
Hörbert
Moderator
#19 erstellt: 01. Mai 2016, 22:09
Hallo!

@Ey_Yo

Es ist eigentlich ganz einfach, Die Schaltung selbst hat eine Grundkapazität an ihrem Eingang die du nicht unterschreiten kannst, sehr oft wird diese vom Hersteller der Schaltung gar nicht angegeben.

Mit deinen zusätzlichen Anpasskondensatoren kannst du dann diese Grundkapazität legendlich um den Kapazitätsbetrag des jeweiligen Kondensators erhöhen

Wenn also so eine Schaltung eine Grundkapazität von -sagen wir mal 120 Pikofarad hat kannst du sie mit einem Anpasskondensator von noch einmal 100 Pikofarad also auf 220 Pikofarad bringen aber es gibt keine Möglichkeit diese 120 Pikofarad deiner Schaltung zu unterschreiten da diese durch das Schaltdesign vorgegeben ist.

Dazu kommt natürlich noch die Kapazität deiner Tonarmverdrahtung und deines Phonokabels das ist dann die reale Kapazitätslast die dein Abtastsystem "sieht" und mit der es klarkommen muß.

Wenn also die Grundkapazität deiner Schaltung bei 100 Pikofarad läge und dein Phonokabel nebst Tonarmverdrahtung weitere 120 Pikofarad erbringen würden bräuchstest du z.B. für eines der Audio-Technica MM´s gar keinen Anpasskondensator mehr sondern du hättest eigentlich sogar 20 Pikofarad zu viel was aber eigentlich noch nichts hörbar ausmacht.

Angeblich geht das Supa ja in allen seinen Varianten auf einen alten Elektor-Bauvorschlag zurück was bein Ur-Supa auch zutrifft, das 3er hingegen kenne ich gar nicht also kann keine Aussage darüber treffen ob es immer noch nichts weiter als eine Variante dieses alten Bauvorschlages ist. Sollte das so sein ist es eigentlich für MM-Abtaster nur scxhlecht geeignet da es durch die vielen paralell geschalteten Transistoren der Eingangsstufe eine viel zu hohe Grundkapazität für die allermeisten MM´s aufweist und du dann bei MM praktisch nur noch die Wahl zwischen Ortofon und Ortofon hast.

MFG Günther
Ey_Yo
Ist häufiger hier
#20 erstellt: 02. Mai 2016, 09:13
Hallo!


Albus (Beitrag #18) schrieb:
von gut 370 pF könnte man ausgehen. Der Phono-Schaltkreis für MM ist aufgebaut wie seit Jahrzehnten in Vollverstärkern der mittleren Preis-/Anspruchsklasse von Yamaha (guter Geräuschspannungsabstand, gehobene Übersteuerungsfestigkeit, Verstärkungsfaktor 35,5 dB = 60-fach). Absolut tauglich auch für hohe Ansprüche (per Shure Ultra 500 etwa, eines von meinen Abtastsystemen an dieser Art von Phono-EQ-Amp)
Überkommen einen Zweifel, dann kann der Griff zum ART DJ PRE II mit Anpassungsmöglichkeiten bei Kapazitäten 100 pF, 200 pF, Gain von 25-45 dB gleitend, Subsonic-Filter schaltbar, ein Ausweg sein (Preis zuletzt € 50). Mit den 100 + 150 (Thorens 147) = 250 pF oder eben 200 + 150 = 350 pF ist man wieder obenauf (für MM-Tonabnehmer wie gesucht).


Bin nicht ganz sicher, ob das Kabel am Thorens original ist. Kann ich die Kapazität messen?

Also habe ich mit Yamaha wohl etwa 370 pF und mit dem für meinen Geschmack schlimm aussehenden ART-Gerät wahlweise ca. 250 oder 350 pF. Schafft mir die zweite Lösung einen erheblichen Vorteil, der 50 Euro wert ist?

Angenommen, ich wechsle also auch den Phonopre- die Yamaha-Variante würde ich klar vorziehen- bitte mal ganz konkret: welche Systeme kommen dann für meine Wünsche infrage? 300 Euro sind nicht die absolute Obergrenze, besonders wenn ich ohne zusätzliche Anschaffung den Supa einfach verkaufen kann.

Günther, vielen Dank für die ausführliche Erklärung, das war einfach zu verstehen. Jetzt bleibt als Unklarheit nur noch dieses "47k", 100k", etc. übrig

Liebe Grüße

David


[Beitrag von Ey_Yo am 02. Mai 2016, 09:13 bearbeitet]
Albus
Inventar
#21 erstellt: 02. Mai 2016, 09:41
Tag,
und Tag David,

vorgeschlagen wird hiermit, den AX-497 zu verwenden (Phono-MM 2,5 mV/47 Kiloohm mit 220 pF, Verstärkung 60-fach), als Quelle liefert der Thorens TD-147 die Signale, effektive Masse 7,5 g, nominelle Kabelkapazität 150 pF - wenn nicht mehr original, dann kann das gegebene Kabel (Headshell bis RCA/Cinchstecker) gemessen werden mittels "Digitales Kapazitätsmessgerät KM-20F", Bestellnummer 13-830 511, www.pollin.de, Preis € 17,95. Die gehörige Genauigkeit ist gegeben.
Das Ersatzkabel am 147er, hat das einen Aufdruck der Bezeichnung oder des Herstellers?

Unterbrechung, als Nachschub kommt eine Liste in Betracht zu ziehender Tonabnehmer für die Kombination und das Klangbedürfnis. Resultierende Lastkapazität mit 370 pF (Rahmen 300-400 pF) angenommen.

Forderung: Tonabnehmer für die spezifizierte Kombination TD147/AX497, Musiksparte Pop/Rock, Klangbedarf "wärmer und gutmütiger, weniger analytisch" (als ein Yamaha MC-1000). Also, los geht's, Vorschläge:
1. Excel QD-700E, Anbieter: Thakker, € 59,50 (Nadeleinschub von JICO mit Shibata-Schliff verfügbar, N700XE, Thakker, € 119,50)
2. Excel QD-700D, w.o., € 59,50
3. Grado Prestige-Serie (Black bis Gold), nach Grado Hum-Liste, Vinylengine, ohne Hum an TD147, Anbieter: Phonophono
4. JVC Z-4S, Anbieter: Thakker, € 99,50, Pick-Upnaalden, NL, € 79
5. Ortofon VM Blue, Anbieter: diverse, ca. € 230
6. Shelter 201, Anbieter: Phonophono, € 238, nicht baugleich zu Nr. 8
7. Shure ME75ED, Anbieter: Thakker, € 129,50
8. Sumiko Pearl, Anbieter: diverse im In- und Ausland, Thakker, € 124

Unter der Forderung bzw. dem Anspruch beachtete ich die Nr. 1.-4. in erster Linie (elektrische Hochtonresonanzen bei 14 kHz oder höher), die Nr. 5.-8. in zweiter Linie (elektrische Hochtonresonanzen bei 11 kHz).

Freundlich
Albus


[Beitrag von Albus am 02. Mai 2016, 13:07 bearbeitet]
Ey_Yo
Ist häufiger hier
#22 erstellt: 02. Mai 2016, 14:15
Hallo,
hi Albus,


Forderung: Tonabnehmer für die spezifizierte Kombination TD147/AX497, Musiksparte Pop/Rock, Klangbedarf "wärmer und gutmütiger, weniger analytisch" (als ein Yamaha MC-1000)


Ich war mit dem Klang des MC-1000 ziemlich zufrieden. Das Einzige was ich mir daran gewünscht hätte, wäre das "Extra-Quäntchen Bass" gewesen, von dem ich schrieb. Ich wollte durch die allgemeine Beschreibung "wärmer und gutmütiger, weniger analytisch" (jedoch nicht im Vergleich zum MC-1000, sondern als Tendenz!) vermeiden, dass besonders hell klingende TA angeboten werden.
Demzufolge stimmt die Formulierung der "Forderung" so nicht ganz- vielleicht hätte ich meine Erklärung zu Beginn präzisieren müssen.

Ich nehme an, deine Empfehlungen (herzlichen Dank schon mal hierfür!) werden jetzt dadurch nicht völlig ungültig, Albus, oder?
Die erste Variante, das QD-700E in Verbindung mit der Jico-Nadel finde ich sehr interessant. Ich kann mich mangels Erfahrung nur am Preis orientieren, und 60 Euro sind für ein System ja schon in der unteren Preisklasse. Mehr Kohle ist bekanntlich oftmals nicht gleichzusetzen mit gleichermaßen besserer Leistung, aber ist das nach Gewöhnung an ein MC-1000 nicht vielleicht doch eine recht tiefe Schublade? Mal davon abgesehen, dass das Ding scheußlich aussieht

Ist die Jico-Nadel eine dem Preis angemessene Aufwertung? Ich wäre sehr neugierig, das auszuprobieren und wenn, dann die Nadel gleich mitzuordern.

Am Kabel findet sich keinerlei Aufdruck. Die zwei Isolationen haben eine viereckige Querschnittsform- ich nehme nicht an, dass das original ist. Vielleicht lege ich mir dann mal ein Messgerät zu.

Mal ganz allgemein: Wie verhält es sich mit Rücksendungen von Tonabnehmern, wenn sie einem nicht gefallen? Sofern man keine Spuren hinterlässt, sollte doch Ausprobieren kein Problem sein...?

Liebe Grüße

David


[Beitrag von Ey_Yo am 02. Mai 2016, 14:26 bearbeitet]
Hörbert
Moderator
#23 erstellt: 02. Mai 2016, 14:44
Hallo!


....... Jetzt bleibt als Unklarheit nur noch dieses "47k", 100k", etc. übrig ......


Nun auch das ist leicht zu verstehen.

DaMM-Abtaster wegen der relativ hiohen Induktion der verwendeten Generatorspulen einen recht frühen Höhenabfall produzieren und deswegen MM-Abtaster ohne weitere Maßnahmen recht dumpf klingende Gesellen wären kam man in den 50ger Jahren des letzten Jahrhunderts auf die Idee den ohnehin vorhandenen Resonanzschwingkreis dafür zu nutzen dien Hochtonsektor etwas "aufzufüttern.

Da der hier besprochene Resonanzschwingkreis aus drei Komponenten besteht und weil einer der drei ohnehin nicht veränderlich war (die Generatorspule) hat man beschlossen als zweiten festen Punkt den Anpasswiederstand auch etwa 50 Kiloohm festzulegen ( daraus wurde dann 47 Kiloohm da es diesen Widerstand in allen Normreihen gibt) und praktisch mit der übrigbleibenden Kapazität als veränderlichem Wert zu arbeiten.

Sollte also der Eingang deines Entzerrers auf hundert Kiloohm festgelegt sein ist es ein leichtes dazu mit Hilfe des leeren Cinchsteckers einen zweiten 100 Kiloohmwiderstand parallel zu legen und somit auf ca. 50 Kiloohm zu kommen. Du kannst die Sache auch noch feiner auflösen und die einen entsprechenden Widerstand aus einer der höheren Normreihen beschaffen falls du unbedingt auf 47 Kiloohm kommen willst. Notwendig wäre dann ein 90 Kiloohmwiderstand. Da bei einer Parallelschaltung der zwei Widerständen folgendes gilt: 100 Kiloohm mal 90 Kiloohm durch 100 Kiloohm plus 90 Kiloohm. ergibt 47,37 Kiloohm. Noch feiner brauchst du eigentlich den Wert nicht aufzulosen zudem dürfte die einfache Beschaffbarkeit entsprechender Widerstände mit noch genaueren Werten schwierig werden.



MFG Günther
Holz24
Stammgast
#24 erstellt: 02. Mai 2016, 15:49
Hallo,

ich würde versuchen, noch ein AT 150 mlx für 300 zu bekommen, um es dann am Supa
zu betreiben. Das Kabel am Plattenspieler würde ich max. kürzen, somit sollten die 150- 180 pf
über alles realistisch werden. Parallelstecker mit 75 Kiloohm an den Supa stecken, somit sollte
das AT auch nicht mehr auf der hellen Seite spielen und ordentlich Bass können. ( ergibt ca. 40 Kiloohm über Alles )

Markus
Ey_Yo
Ist häufiger hier
#25 erstellt: 02. Mai 2016, 17:58
Hallo ihr,


Hörbert (Beitrag #23) schrieb:
Hallo!

Da bei einer Parallelschaltung der zwei Widerständen folgendes gilt: 100 Kiloohm mal 90 Kiloohm durch 100 Kiloohm plus 90 Kiloohm. ergibt 47,37 Kiloohm.


Danke Günter für die weitere Aufklärung! Jetzt bin ich ein gutes Stück besser informiert. Für MM sind also sowohl Eingangsimpedanz als auch Kapazität von Belang, bei MC ist die Kapazität meist unkritisch. Stimmt das so?

Wie äußert sich klanglich die Abweichung der Eingangsimpedanz von den meist empfohlenen 47 kOhm?


Holz24 (Beitrag #24) schrieb:
Hallo,
ich würde versuchen, noch ein AT 150 mlx für 300 zu bekommen, um es dann am Supa
zu betreiben. Das Kabel am Plattenspieler würde ich max. kürzen, somit sollten die 150- 180 pf
über alles realistisch werden. Parallelstecker mit 75 Kiloohm an den Supa stecken, somit sollte
das AT auch nicht mehr auf der hellen Seite spielen und ordentlich Bass können. ( ergibt ca. 40 Kiloohm über Alles )


Danke auch dir für deine Empfehlung, Markus.
...kann ich daraus schließen, dass eine geringere Impedanz eine gewisse Höhenbedämpfung zur Folge hat?

Ich hab also nochmal zusammenfassend folgende Gegebenheiten / Möglichkeiten:

-TD 147 mit (vermutlich) ca. 150 pF. Nach unten veränderlich durch Kabelkürzung. Kabellänge 1,5 Meter, Hälfte würde reichen
-Yamaha AX-497 Phonoteil mit, wie Albus schrieb, 47 kOhm / 220 pF ODER
-SUPA Pre mit 100 kOhm (nach unten veränderlich) / 100 pF (nach oben veränderlich)

Soweit korrekt?

Speziell zum AT150 MLX:
Mal abgesehen davon, dass mir der TA optisch ausgesprochen gut gefällt

Ich zitiere aus dem Analog-Forum, diesen TA betreffend:

Die von AT angegebene Nadelnachgiebigkeit [10] bei 100 Hz muss, um praxisgerecht zu sein, noch mal 1,75 - 2,00 genommen werden. Dann kommt man auf ca. 20er Nadelnachgiebigkeit.


Kann man das so sehen? Wenn ja, ginge das Teil ja mechanisch gesehen sehr gut mit meinem TP16 III.

Liebe Grüße

David
Albus
Inventar
#26 erstellt: 02. Mai 2016, 18:47
Tag,

es gibt noch eine weitere Möglichkeit (MC-Nutzung, wobei offen bleiben kann, ob der Re nun 100 Kiloohm oder 330 Kiloohm beträgt, die Foto-Texte zu SUPA sind nicht unmissverständlich). Für MM-Anpassungen sollte aber geklärt sein, ob Re nun denn 100 Kiloohm oder 330 Kiloohm präsentiert.
Unterstellt wird, es sind Stecker 1200 Ohm vorhanden oder können so hergestellt werden. Berechnungen auf Basis 100k bzw. 330k stelle ich hier nicht ein (zuviel Tipperei).
MC: In Betracht kommen alsdann, Stecker 1200 Ohm, sowohl mittelohmige (Innenwiderstand von mehr als 10 Ohm, aber weniger als 20 Ohm), als auch höherohmige MC-Modelle (mehr als 20 Ohm bis 40 Ohm). Also, für MC-Modelle mit Innenwiderstand >10 Ohm bis 40 Ohm tauglich ist der Stecker 1200 Ohm.

Mittelohmig, beispielsweise AT-F7, 12 Ohm, AT-OC 9 ML II, 11 Ohm, Denon DL-103R, 14 Ohm.
Hochohmig, beispielsweise diverse Yamaha MC, darunter MC-1000, MC-501, MC-505, jeweils 30 Ohm, Denon DL-103, 40 Ohm.
Am TD-147 könnte ein Yamaha MC-501 oder MC-505 perfekt funktionieren (Gewicht 3,4 g, Nadelnachgiebigkeit real 18 bzw. 20 mü/mN), auch gerade im Sinne des Wunsches nach einer gehörigen Grundtonbasis. Auch ein AT-F7 könnte gut passen (€ 219, Thakker).

Freundlich
Albus


[Beitrag von Albus am 02. Mai 2016, 18:48 bearbeitet]
Holz24
Stammgast
#27 erstellt: 02. Mai 2016, 19:09
Hallo David,
alles ist genau so zutreffend - gerade weil das AT perfekt zu dem doch leichteren Arm passt,
hatte ich es empfohlen. Ich betreibe selber einen Supa 3.0.
Mir persönlich gefällt die empfohlene Variante ( AT am Supa ) sogar besser als die immer so hochgelobte
Kombi - AT 150 mlx am Akido - eben weil die Höhen etwas zurückhaltender spielen. Mit dem Stecken
von Widerständen und / oder Kondensatoren kann man den Supa an jedes System anpassen !
Außer die Kapazität von 100 pf ist eben ein Minimum.

Wenn es noch preiswerter sein soll, könnte auch das Shure M 97 xe Spass machen, allerdings spielt
dass an 47 K ( Standart ) etwas verhangen und irgendwie auch langweilig, aber an 70 K oder 100 KOhm,
also ohne Parallelwiderstand am Supa, hat es mir immer richtig gut gefallen und kann auch Bass.

Ansonsten führt eigentlich kein Weg am MC vorbei, nur leider ist dafür der Tonarm zu leicht.

Markus
Hörbert
Moderator
#28 erstellt: 03. Mai 2016, 06:48
Hallo!


........ bei MC ist die Kapazität meist unkritisch. ........


Das "meist" kannst du getrost streichen, sowohl für Low-Output MC´s wie auch für High-Output MC´s sind die Kapazitätswerte bedeutungslos da hier die viel kleineren Spulen die in einem vergleichweise riesigen Permanent-Magnetfeld schwingen ihren Resonanzschewingkreis weit oberhalb des hörbaren Bereiches produzieren. -Ein MC ist praktisch ein auf den Kopf gestelltes MM da hier die Spulen in einem starken Magnetfeld schwingen statt kleine Magnete in großen Spulen-.

Sogar das teileise gewaltige Bohei das um die Anpasswiderstände bei MC´s gemacht werden sind größtenteils makulatur, hier ist es bloß wichtig daß dein Abschlußwiderstand den ca. 10-fachen Wert des Innenwiderstandes des jeweiligen MC´s nicht unterschreiten sollte da sonst die Linearität des Abtasters leiden würde. Ein zu hoher Anpasswiderstand hingegen hat gar keine Auswirkung da es eine "Überanpassung" nicht gibt, -noch spannungsangepasster als spannungsangepasst gibt es halt nicht-.


.......Ansonsten führt eigentlich kein Weg am MC vorbei, nur leider ist dafür der Tonarm zu leicht...........


So kann man das nicht sagen, hier ist simples Rechnen angesagt, zwar ist in einem so leichten Tonarm die Anzahl der nutzbaren MC´s deutlich geringer als bei einem mittelschweren Tonarm aber er ist durchaus möglich.

MFG Günther
akem
Inventar
#29 erstellt: 03. Mai 2016, 09:25

Ey_Yo (Beitrag #25) schrieb:
Ich zitiere aus dem Analog-Forum, diesen TA betreffend:

Die von AT angegebene Nadelnachgiebigkeit [10] bei 100 Hz muss, um praxisgerecht zu sein, noch mal 1,75 - 2,00 genommen werden. Dann kommt man auf ca. 20er Nadelnachgiebigkeit.


Kann man das so sehen? Wenn ja, ginge das Teil ja mechanisch gesehen sehr gut mit meinem TP16 III.

Ja, das kann man so sagen. Zumal das AT150mlx mit über 8g für MM-Verhältnisse auch noch relativ schwer ist. Leider haben die Preise dafür ziemlich angezogen, selbst der Thakker (der sonst eigentlich fast immer einer der günstigsten Anbieter ist) verlangt mittlerweile 399€ dafür. Von daher wäre vielleicht das AT-F7 doch eine Überlegung wert. Das hat für MC-Verhältnisse (wie auch das OC9) eine recht hohe Compliance. Das würde vielleicht auch noch ganz gut gehen, ggf. unter Verwendung eines kleinen Zusatzgewichtes am Headshell (es wiegt nämlich nur 5g...). Die OC9 sind etwas unterschiedlich (Daten und Preise von Thakker):
- mk2: Gewicht 8,0g, Schliff Micro-Line, Compliance 9,0 @ 100Hz (also zwischen 15 und 20 @ 10Hz); Preis 399€
- mk3: Gewicht 8,0g, Schliff Line-Contact, Compliance 18,0 @ 100Hz (also wohl über 30 @ 10Hz, was für ein MC extrem viel wäre!!); Preis 484€
- mk3 LTD: Gewicht 10,5g, Schliff Line-Contact, Compliance 18,0 @ 100Hz (ebenfalls >30 @ 10Hz); Preis 629€
Das mk2 hab ich daheim, klingt sehr sauber und gut aufgelöst, klingt aber etwas gemütlich (man könnte boshafterweise auch sagen langweilig...). Die anderen OC9 kenne ich nicht. Nominell haben sie den schlechteren Nadelschliff und aufgrund der noch höheren Compliance könnte es evtl. sein, daß sie noch "gemütlicher" spielen...

Gruß
Andreas
Ey_Yo
Ist häufiger hier
#30 erstellt: 04. Mai 2016, 11:01
Hallo Leute,

so! Ein MM und ein MC sind in den Startlöchern. Ich habe ein laut Händler neues Yamaha MC-501 erstanden. Die Neugier hat mich aber gerade dazu verleitet, probeweise auch mal ein AT150 MLX zu bestellen. Zum Glück kann man ja sein Konto überziehen...

Für das MC-501:

Vielen Dank Günther für die weitere Erleuchtung! Ich habe für meinen SUPA zwei Stecker mit jew. einem 860- und einem 320-Ohm-Widerstand in Reihe vorbereitet. Somit sollte ja reichlich Abschlusswiderstand verfügbar sein
Mehr ist für MC also nicht nötig, richtig?

Für das AT150:

mit Kapazität reinstecken brauche ich also nicht anzufangen, es wäre höchstens auch so schon zu viel.

@ Markus

Bist du sicher mit den 100k im SUPA? In meiner BDA findet sich noch folgender Abschnitt:

DSC01840

Da mir die Bedeutung dieses Wertes dank dieses Threads inzwischen klar ist, fällt mir auch die unerträgliche Widersprüchlichkeit der BDA des SUPA 3.0 diesbezüglich auf. Was eine Schlamperei!

Habe gerade ein R-Sortiment bestellt, mit dem mir insgesamt möglich sind:

Falls Re = 330k: 41k, 44k, 47k, 56k
Falls Re = 100k: 40k, 47,6k, 50k

Sind zum Ausprobieren solche Stecker geeignet?

Liebe Grüße

David
akem
Inventar
#31 erstellt: 04. Mai 2016, 11:18
Die Stecker sind ja witzig, sowas hab ich noch nie gesehen...
Grundsätzlich gehen die sicher, es könnte aber sein, daß Du die Klemmen nicht fest genug für die dünnen Bauteilbeinchen anziehen kannst. Da könnte es sein, daß Du was frickeln mußt (z.B. das Bauteilbeinchen in eine U-Form biegen und da ne Aderendhülse drüber stülpen). Aber wenn Du mit Lötkolben nicht vertraut bist wäre das sicher eine Option.

Gruß
Andreas
Holz24
Stammgast
#32 erstellt: 04. Mai 2016, 12:41
Hallo David,

wenn ich Dich richtig verstanden habe, hast du nur die Platine ohne Gehäuse.
In Deiner Prinzipskizze ist ein 100k Ohm Widerstand eingezeichnet, im Text
steht dann 330k - was ist nun tatsächlich verbaut ? - ich habe keine Ahnung.
Du wirst es aber klanglich herausfinden, wenn Du 100 k parallel steckst, sollte das
AT 150 gut klingen, hast du 100 K auf der Platine.
Wenn allerdings der 330 k Widerstand auf der Platine ist und du noch 100k parallel
steckst, ergibt das ja 76k Ohm, dann wird es wohl hochtonlastig klingen. Lösung:
Parallelwiderstand verringern, wahrscheinlich 50k Ohm am besten klingend.
Einfach ausprobieren, es geht ja nix kaputt.

Markus
Albus
Inventar
#33 erstellt: 04. Mai 2016, 13:54
Tag,

ja, die Frage, ob 100k/100 pF oder 330k ohne Eingangskondensator (dafür die Auswahl 47...470 pF, siehe BDA-Text) - könnte wenigstens teilweise hinsichtlich des Eingangswiderstandes durch einen Blick auf die Platine geklärt werden. Als Mittel ist hier bereit ein Widerstandsrechner: http://www.dieelektronikerseite.de/Tools/Widerstandsrechner.htm

Und der Kondensator (100 pF, typisch F101J beschriftet) könnte bei der Gelegenheit auch angesehen werden (oder eben das Fehlen bemerkt, bei 330k).

Freundlich
Albus
Ey_Yo
Ist häufiger hier
#34 erstellt: 04. Mai 2016, 15:26
Hallo,

hier mal ein Foto der Platine im Eingangsbereich. Bis auf die zwei 220µF-Elkos kann ich nichts weiter sehen. Im Übrigen sind sonst nur Elkos auf der Platine zu finden mit 47µF.

DSC01841

Wenn es also die 330k-Variante ohne Eingangskondensator ist...muss ich dann auch noch Kondensatoren dranbekommen...? Ich hatte jetzt eigentlich gedacht, diese 100 pF seien auch unveränderlich und durch die Schaltung einfach vorhanden.

Und was ich gerade noch gesehen habe: Was ist von der Wölbung dieses Elkos (und des unscharfen links daneben) zu halten?

DSC01843

Grüße,

David


[Beitrag von Ey_Yo am 04. Mai 2016, 15:30 bearbeitet]
Holz24
Stammgast
#35 erstellt: 04. Mai 2016, 15:59
Hallo David,

die 100 pf sind durch die Schaltung einfach so vorhanden, da brauchst Du nichts machen.
Ich habe den Supa 3.0 als Fertiggerät, dort gibt es noch einen Umschalter wo der Widerstand
wählbar ist, 100k für MM Systeme und 300 ohm oder 1000 Ohm für MC. Ich vermute daher,
dass die 330k fest auf der Platine verbaut sind und durch Parallelschaltung verschiedener
Widerstände die anderen Werte erzielt werden. Diese Widerstände sind am Schalter angelötet.
Ist am Ende auch völlig egal, probier´s einfach aus´, wenns gut klingt - lassen.

Markus
Albus
Inventar
#36 erstellt: 04. Mai 2016, 16:28
Tag,
und Tag David,

also, nach meinem Leseversuch der Kennzeichnungsringe an den Widerständen sehe ich diese so:
L der blaue Widerstand = 330k, Toleranz 1 % (Orange, Orange, Schwarz, Orange, Braun) - nicht auf der rechten Seite der Platine (Blick auf das Abbild hier), dort befindet sich nur der grüne mit 330 Ohm (nächste Zeile, bitte), dafür zwei Drahtbrücken (die wiederum L nicht vorhanden sind).
L + R der grüne Widerstand = 330 Ohm, Toleranz 5 % (Orange, Orange, Schwarz, Schwarz, Gold)

Freundlich
Albus


[Beitrag von Albus am 04. Mai 2016, 17:52 bearbeitet]
Ey_Yo
Ist häufiger hier
#37 erstellt: 06. Mai 2016, 17:30
Hallo zusammen!

Heute ist das MC-501 eingetroffen. Wie beschrieben sieht das ziemlich unbenutzt aus. Habe mal ein paar Fotos gemacht. Ist der Nadelträger und das Spulenkreuz unzulässig versetzt?

Snap_1Snap_2Snap_4Snap_5Snap_7Snap_8Snap_9

Liebe Grüße,

David
Ey_Yo
Ist häufiger hier
#38 erstellt: 06. Mai 2016, 17:32
Snap_10
Albus
Inventar
#39 erstellt: 06. Mai 2016, 19:17
Tag,
und Tag David,

leider entspricht das nicht dem Ideal sowie meinem Exemplar auch nicht. - Entweder ist der vordere Polschuh mit Abweichung verklebt oder der profilierte Dämpfer mit eingespanntem Spulenkreuz oder der Kleber hat sich gelöst, der den Dämpfer auf dem Trägerblock fixiert und ist für eine geringe seitliche Verschiebung ursächlich. Die Abweichung von der Ideallinie beträgt ca. 0,25 mm (mit meinem MC-501 auch verglichen), was nicht sein soll - vor allem dann nicht, ist die Ursache unbekannt.
Wie reagiert das Nadellager auf Bürstchenimpulse, zügig federnd oder wackelig (womit auch der Spanndraht befragt wird)?

Freundlich
Albus


[Beitrag von Albus am 07. Mai 2016, 10:03 bearbeitet]
Ey_Yo
Ist häufiger hier
#40 erstellt: 11. Mai 2016, 18:44
Hallo zusammen,

@Albus: Ich war nicht wirklich in der Lage, das einzuschätzen... auf jeden Fall kam auch mir das spanisch vor und das Ding wurde gar nicht weiter untersucht, geschweigedenn montiert.

Nach Ausprobieren des AT-150 MLX musste (durfte) ich feststellen, dass das Problem, weswegen ich überhaupt einen neuen TA anschaffen wollte, nun wohl doch nicht bei Selbigem liegt. Es verhielt sich alles wie mit dem alten TA. Somit ist der neue Abnehmer wieder abgebaut, auf dem Rückweg und sobald Ersatz für die gekürzten Schrauben vorhanden ist, wird das ganz offensichtlich intakte MC-1000 wieder in Betrieb genommen.

Das AT150 klang toll, aber recht scharf, auf jeden Fall etwas übermäßig. Hatte am Preamp mit Stecker insgesamt 44 k Eingangswiderstand (für den Fall von integrierten 330k). Ist also davon auszugehen, dass zu wenig Kapazität vorhanden war? Mein Phonokabel ist 1,50 m lang... irgendwie kann ich mir das gar nicht wirklich vorstellen.

Liebe Grüße

David
Albus
Inventar
#41 erstellt: 11. Mai 2016, 19:34
Tag,
und Tag David,

ach ja, es ist, wie es ist, eher liegt die wirksame Lastkapazität oberhalb 250 pF (Phonokabel etc. tatsächlich unbekannt) - und um ein AT150MLX dann zu entschärfen muss man - wiederum eher - auf 33k herunter gehen; dann hätte man es aber immer noch mit der realen mechanischen Hochtonresonanz der 150er zu tun (neben der gebremsten elektrischen Hochtonresonanz).

Und was ist mit dem SUPA 3.0 w/L und R?

Freundlich
Albus
Ey_Yo
Ist häufiger hier
#42 erstellt: 11. Mai 2016, 21:03
Hallo,
hi Albus,

der SUPA fällt, trotz eben eröffneten Threads wegen Elkowölbung, meiner Meinung nach raus, da es sich auch mit dem AT150 MLX am integrierten Phonoteil des AX-497 zwar völlig dumpf, aber balancemäßig exakt gleich verhielt.

Ich hab inzwischen nach so vielen möglichen (und vermeintlich so sicheren) Ursachen gesucht... es tritt aber immer wieder so willkürlich auf, dass ich inzwischen meinen Beyer DT1350 und dessen klangliche Beeinflussung durch nicht vollständiges Aufliegen auf meinen Ohren im Visier habe, was sich nunmal ständig ändert (allein die Polsterverformung durch längeres Tragen). Auch digitale Pendants einiger Titel haben mit dem Kopfhörer auf den Ohren den gleichen "Versatz", was eindeutig den Kopfhörer (oder mein Gehör, was mit 25 schon etwas bitter wäre) in den Fokus rückt.

Liebe Grüße,

David
Albus
Inventar
#43 erstellt: 12. Mai 2016, 09:18
Tag,
und Tag David,

ah ja, die Ungleichheit der Sensibilität der Ohren kennt keine Abhängigkeit des Alters - bis zu 7 dB sind zu erwarten, was ein markanter Unterschied ist. Psychoakustik weiß davon (Daniela Deutsch uam). Mein Unterschied ist zu Ungunsten R (schlechter) deutlich.

Probe auf die Vermutung, es sei uU doch auch der Kopfhörer nicht unbeteiligt oder gar ursächlich, ist der kurze Wechsel der Ohrhörer-Seiten in einem Moment (wiederholbar) der Ungleichheitsempfindung.

Freundlich
Albus


[Beitrag von Albus am 12. Mai 2016, 09:20 bearbeitet]
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