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Hormann SUPA 3.0 - Elko-Sauerei durch kaputtes Netzteil bevorstehend?

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Ey_Yo
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 11. Mai 2016, 19:27
Hallo zusammen,

durch die Untersuchung eines vermeintlichen Problems mit meinem Tonabnehmer habe ich meine SUPA 3.0-Platine auch mal genauer angesehen. Da fiel mir die Wölbung einiger Elkos auf, manche stark, manche weniger. Sie werden ziemlich warm. Klanglich ist keine hörbare Beeinträchtigung feststellbar (möglicherweise bestand der Schaden schon immer!).

DSC01865DSC01866

Hier einer, der noch vernünftig aussieht:

DSC01867

Es waren zuvor Tantal-Kondensatoren verbaut, die früher schon mal verpufft sind (C27 und C28, auf den ersten beiden Bildern mittig zu sehen) und nach Reklamation 2014 durch diese Elkos ersetzt wurden. Jetzt weisen auch die Elkos an diesen zwei Stellen die stärksten Verformungen auf, die schon kritisch sind, wie ich finde.

Nun vermute ich den Fehler im Netzteil. Es sollen 22V DC rauskommen. Ich hab aber 63V gemessen

So sieht das NT von innen aus:

DSC01862DSC01863

Die Schäden / Symptome an den Elkos passen für mein dürftiges elektrotechnisches Verständnis sehr gut mit dieser massiv überhöhten Versorgungsspannung zusammen, oder?

Das NT scheint ja relativ einfach aufgebaut (besonders in Anbetracht dessen, was es gekostet hat). Gibt es hier Elektrotechniker, die einen Tipp geben können, was an dem Netzteil kaputt sein oder was ich genauer prüfen könnte? Optisch ist für mich nichts auffällig.

Statt nur die Elkos auf der Platine zu wechseln, käme ich diesmal auch gern der Ursache für deren offensichtlich regelmäßiges Ableben auf den Grund...

Liebe Grüße

David


[Beitrag von Ey_Yo am 11. Mai 2016, 19:28 bearbeitet]
tomtiger
Moderator
#2 erstellt: 11. Mai 2016, 21:17
Hi,

das ist kein "Netzteil", allenfalls kann man das noch als "moderne Kunst" durchgehen lassen. Ansprechpartner wäre der "Künstler", der das Ding produziert hat bzw. Hormann, bezüglich der möglichen Auswirkungen auf den Supa.

LG Tom
maicox
Stammgast
#3 erstellt: 11. Mai 2016, 21:40
Hallo,

Ich möchte niemanden zu nahe treten oder angreifen, aber selbst ich als "Bastler" kann das "ordentlicher".


Ob das "Netzteil" überhaupt den gesetzlichen Bestimmungen, die für einen Gewerbetreibenden gelten, dort eingehalten werden?

Schutzklasse, EMV, CE, ROHS usw.?


Ich denke es ist nichts gegen einen gut gemachten und gut isolierten "Freiaufbau" einzuwenden, ob das gezeigte allerdings so okay ist, kann und möchte ich auch gar nicht sagen. Ich würde mir so ein "Netzteil" nicht in die Bude holen und schon gar nicht ans Stromnetz nehmen.

Wenn dort auch noch nicht die richtigen Spannungen anliegen, würde ich das Teil nicht eine Minute länger am Netz behalten. Für die von Dir gemessenen 63 Volt sind die von Dir gezeigten Kondensatoren nicht ausgelegt!

Mein persönlicher Tipp für Dich: Stecker raus!!! Das Teil würde ich nicht mehr ans Netz nehmen. Da liegen 230 Volt an! Lebensgefahr!


Da stimmt wohl einiges nicht so richtig. Wende Dich am besten direkt an den Hersteller.


Es sei denn Du hast Dir das Teil von einem Kumpel oder ähnliches "basteln" lassen. Da wäre ich persönlich etwas krasser. Dem würde ich den "Kram" um die Ohren hauen. Sorry wenn ich das so "un-nett" schreibe, aber immerhin geht es hier um Deine Gesundheit.


[Beitrag von maicox am 11. Mai 2016, 21:44 bearbeitet]
Hörbert
Moderator
#4 erstellt: 12. Mai 2016, 07:33
Hallo

@Ey_Yo

Das ist ein wüster Verhau in sogenannter fliegender freier Verdrahtung die ich zwar einem Bastler der sich ein provisorisches Einzelstück angefertigt hat durchgehen lassen würde da bei der Unterbringung in einem isoliertem Kunststoffgehäuse schließlich allenfalls Gefahr für das Netzteil selbst besteht aber sehr Schön ist das trozdem nicht. Zumindstens eine billige Lochrasterpatine hätte man hier spendieren können.

Aber das ist halt High-End und das NT ist wahrscheinlich "erhört"

Die von dir gemessenen 63V ist nichts weiter als die Leerlaufspannung die noch einmal geteilt werden muß da sich die Betriebsspannung auf die Mittenanzapfung des Transformators bezieht und auch auf diesen Punkt bezogen gemessen wird. Das heißt also das du eigentlich +/- 31,5 Volt hast und das ist für eine Leerlaufspannung eines unstabilisierten Netzteiles nicht ungewöhnlich.

Die aufgeblähten Elkos um die Spannungsregler herum sind wohl Spannungsmäßig etwas zu knapp dimensioniert und sollten gegen Typen mit höherer Spannungsfestigkeit ausgetauscht werden, zudem sollte einmal der Stromlauf in der On-Card-Stabilisierung überprüft werden, -hier wäre es ganz nützlich wenn du einen Elektroniker im BK hättest der die Zeit sich das ganze einmal "vor Ort" anzusehen aufbringen könnte.

M.E. sind hier insgesamt eigentlich mehr "abenteuerliche" Lösungen verbaut als ich eigentlich von jemanden "vom Fach" erwarten würde, fraglich ist deshalb für mich ob hier nicht eine semiproffesionelle Konstruktion vorliegt die zwar für den Eigengebrauch genutzt werden könnte so aber nicht in den Verkauf gelangen sollte.

MFG Günther
Ey_Yo
Ist häufiger hier
#5 erstellt: 12. Mai 2016, 15:37
Hallo,

danke schon mal bis hierher.

Ich musste wahrlich auch schon an moderne Kunst denken, als ich dieses Gefrickel entdeckt habe.

So langsam kann ich die damaligen recht guten Töne über Herrn Hormann und seine Produkte, die mich zum Kauf des Gerätes bewogen, gar nicht mehr recht verstehen.

Sich an den Produzenten zu wenden hat sich erledigt, denn den scheint es nicht mehr zu geben. Vieleicht nicht ohne Grund.

Somit scheint die Spannung doch nicht so maßlos überzogen wie befürchtet. Auf den verbauten Elkos steht 50V, ich habe als Ersatz Panasonic mit 63V besorgt. Ob das reicht?

Habe leider keinen Elektroniker parat, der sich das Ding mal ansehen könnte. Schade, ich hatte gedacht, ich kann es mit Gewissheit auf das NT schieben.


Liebe Grüße

David
silberfux
Inventar
#6 erstellt: 12. Mai 2016, 18:06
Hi, soweit ich hörte, hat Hormann sich zur Ruhe gesetzt. Die Vorverstärker sind von guter Qualität. Die Fotos vom Netzteil allerdings in der Tat überzeugen nicht. Eine mir bekannte Schwachstelle war auch immer die Verbindung zwischen Gerät und Netzteil mit einem Klinkenstecker und Buchse.
Als Hormann noch am Markt war, hat er auftretende Probleme entweder auf Garantie oder gegen kleines Geld beseitigt. Die hier geäußerte Kritik scheint mir doch reichlich übertrieben. Und es ist schade, dass solche kleinen alternativen Anbieter mehr und mehr vom Markt verschwinden.
BG Konrad (mit Hormann weder verwandt noch verschwägert)
detegg
Administrator
#7 erstellt: 12. Mai 2016, 20:11
Moin,

der "Supa" von Hormann (eine Neuauflage des älteren "Supra" aus der Elektor) war ja auch gerade für den DIY-Bereich ausgelegt. Erst später gab es von Hormann die erweiterte Fertigvariante.

Das hier abgebildete "Netzteil" ist das Gefrickel eines Ahnungslosen, aber niemals ein von Hormann geliefertes Original.

@ Daniel
Wann, wo und von wem hast Du das Teil erworben?

Detlef
.JC.
Inventar
#8 erstellt: 12. Mai 2016, 20:20
Hi,


Ey_Yo (Beitrag #1) schrieb:
Optisch ist für mich nichts auffällig.


danke ! für den Lacher des Tages.
Wuhduh
Inventar
#9 erstellt: 12. Mai 2016, 21:51
Nabend !

Die 63V-Kondies werden reichen. Bitte alle wechseln, bevor es hier eine Portion Knallfrösche gibt. Erinnert mich an defekte Mainboards ...

Das Netzteil ist ein Horror. Da sollte eine spannungsstabilisierte Version angeschafft werden. Der Preamp wird sich indirekt bedanken.

MfG,
Erik
Ey_Yo
Ist häufiger hier
#10 erstellt: 12. Mai 2016, 22:37
Hallo zusammen,


silberfux (Beitrag #6) schrieb:
Die hier geäußerte Kritik scheint mir doch reichlich übertrieben.


Vor dem Hintergrund, dass ich seit Kauf 2012 schon zweimal Probleme mit dem Gerät hatte und nun nach aufgeblasenen Elkos auch noch dieses zusammengestoppelte Teilehäufchen unter der NT-Gehäuseabdeckung vorfinde, habe ich durchaus berechtigte Gründe, unzufrieden zu sein und halte meinen Ton für sehr angemessen.


detegg (Beitrag #7) schrieb:
Das hier abgebildete "Netzteil" ist das Gefrickel eines Ahnungslosen, aber niemals ein von Hormann geliefertes Original.

@ Daniel
Wann, wo und von wem hast Du das Teil erworben?
Detlef


Dann wirst du wohl sehr überrascht sein, wenn ich dir mitteile, dass die Position zwar nicht als "Gefrickel eines Ahnungslosen", sondern als "Steckernetzteil PS-6" auf meiner Rechnung von Hormann Audio zu finden ist und dafür stattliche 47,90 Euro geblecht wurden.


.JC. (Beitrag #8) schrieb:
Hi,


Ey_Yo (Beitrag #1) schrieb:
Optisch ist für mich nichts auffällig.


danke ! für den Lacher des Tages.
:X


Sehr gern. Dass das nicht auf das Gewurschtel, sondern auf offensichtliche Schäden bezogen war, wird dir klar sein.


Wuhduh (Beitrag #9) schrieb:
Nabend !

Die 63V-Kondies werden reichen. Bitte alle wechseln, bevor es hier eine Portion Knallfrösche gibt. Erinnert mich an defekte Mainboards ...

Das Netzteil ist ein Horror. Da sollte eine spannungsstabilisierte Version angeschafft werden. Der Preamp wird sich indirekt bedanken.

MfG,
Erik


Hi Erik, vielen Dank. Ja, die werden alle getauscht. Ich kenne geborstene Elkos auch von älteren Mainboards, sonst wäre es mir wohl gar nicht aufgefallen.

Wo bekomme ich denn so ein anständiges Netzteil? Ich habe auch schon von DIY-Netzteilen für Audiozwecke gehört und hätte Lust, sowas selbst zu machen. Weiß da jemand was?

Liebe Grüße

David
detegg
Administrator
#11 erstellt: 12. Mai 2016, 22:58
Das Original von 1982

Vor dem Hintergrund, dass ich seit Kauf 2012 ....

... mal drüber nachdenken?!

Detlef
tinnitusede
Inventar
#12 erstellt: 12. Mai 2016, 23:25
Hi,

wenn Du die Elko´s sauber aus u. ein löten kannst kannst, kriegst Du ein Netzteil auch zusammen.
Den Trafo kannst Du gleich nehmen, - wie hoch ist eigentlich die Wechselspannung Sekundär? - als Gleichrichter vier UF4007 plus ein schöner dicker Qualität´s Elko, mehr braucht es nicht für eine unsymmetrische Spannung. Die Bauteile zur Erzeugung der +/- Spannung und Stabilisierung sitzen ja auf der Phono-Platine und halten diese auf wohlige Temperatur,

Hans
Hörbert
Moderator
#13 erstellt: 13. Mai 2016, 08:20
Hallo!


.......Das Netzteil ist ein Horror. Da sollte eine spannungsstabilisierte Version angeschafft werden.........


Sas würde ich nicht sagen, das Netzteil ist zwar in freier fliegender Verdrahtung ausgeführt erfüllt aber durchaus seinen Zweck, als Serienprodukt ist diese "Machart" hewutzutage allerdings recht befremdlich, als semiprofessionelle Einzelanfertigung kann man es hingegen durchgehen lassen.

Eis Stabilisiertes NT mit Mittenanzapfung ist in diesem Fall nicht notwendig da sich die Spannungsstabilisierung bei den beiden Platinen "On Card" befindet. Die etwas höhere Leerlaufspannung ist ebenfalls keine allzugroße Abweichung, m.E. besteht gerade hier kein Handlungsbedarf.

Eher schon bei den aufgeblasenen Elkos auf den Platinen selbst und bei den (heillos überdimensionierten) Spannungsreglern die da verbaut sind. Möglicherweise liegt hier ein Schalt- oder Bestückunksfehler vor, Jedenfalls gibt hier bei einem Stromfluss von allenfalls 200-300 Millliampere die Hitzeentwicklung im Bereich der Regelschaltung schon zu denken.

Insgesamt scheint mir diese ganze "Entwicklung" eher das Werk eines engagierten Amateurs zu sein da es elektrisch günstiger gewesen wäre sowohl die Siebung wie auch die Gleichrichtung zusammen mit der zu versorgenden Schaltung unterzubringen und nur einen Niedervolt-Wechselstromtrafo in das Steckergehäuse zu verbauen da man ansonsten höheren Aufwand bei der Brummvermeidung hat. Die überdimensionierte On-Card-Stabilisierung gehört ebenfalls ausgelagert und wenn schon so großen Wert darauf gelegt wird alles hier uberzudimensionieren gleich als Kaskadenregelung ausgelegt.

Na ja, halt High-End, da kümmert sich schon lange niemand mehr wirklich drum was sinnvoll ist und was nicht.


MFG Günther
silberfux
Inventar
#14 erstellt: 13. Mai 2016, 09:44
Naja die älteren Netzteile von Hormann waren in der Tat kein Ruhmesblatt und das hier im Bild gezeigte Teil sieht schon durchaus nach einem Original von Hormann aus. Normalerweise ist halt ein Deckel drauf, so dass das eigenwillige Schaltungsdesign im Verborgenen blühte.
BG Konrad
Ey_Yo
Ist häufiger hier
#15 erstellt: 16. Mai 2016, 18:53
Hallo zusammen,

so, Elkos sind getauscht. Es liegen auch tatsächlich überall 22V an, wie angegeben. Der Teileklumpen von Netzteil bleibt in Betrieb, funktioniert ja eigentlich soweit wie es soll und viel Asche hab ich im Moment sowieso nicht. Mögen die neuen Elkos lange leben

DSC01872

Liebe Grüße

David
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