Platten knistern nach TA-Wechsel

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jasyr
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 19. Okt 2017, 21:48
Hallo!!

Habe letztens bei meinem Luxman pd 284 den Tonabnehmer getauscht, seit dem ist bei jeder Platte ein knistern zu hören. Mit dem alten System (das billigste von AT) war das nicht der Fall.
Mittlerweile habe ich schon zig mal den Überhang, Auflagfekraft etc.... kontrolliert, das Problem besteht jedoch weiterhin.
Habt ihr da eine Idee, woran es liegen kann??? Bin am Verzweifeln und kurz davor die ganze ............ durchs Fenster zu schmeißen.

Gruß
andreas
Tywin
Hat sich gelöscht
#2 erstellt: 19. Okt 2017, 22:00
Hallo Andreas,

was genau für ein System hast Du vorher verwendet (AT91?) und was genau für ein System verwendest Du nun?

Ich vermute, dass das neue System genauer abtastet als das alte, was natürlich auch bedeutet, dass auch der Schmutz und Beschädigungen in den Plattenrillen besser abgetastet und damit besser hörbar werden.

Bei der Verwendung eines hochwertigen Abtasters sollten Platten 1. mechanisch i.O und 2. sauber /gewaschen) sein.

Knisternde elektrostatische Aufladungen lassen sich z.B. durch Waschen, Verwendung von geeigneten sauberen Innenhüllen und eine genügend hohe Luftfeuchtigkeit verringern.

VG Tywin


[Beitrag von Tywin am 19. Okt 2017, 22:00 bearbeitet]
jasyr
Ist häufiger hier
#3 erstellt: 19. Okt 2017, 22:12
Hallo Tywin,

das alte System war das AT95, jetzt habe das Ortofon 2m red drauf.
Die neuste Platte, die ich habe lief nur 2 mal mit dem alten System (ohne knistern), mit dem Ortofon knisterte sie sofort........., dachte schon, dass die Nadel des Ortofons irgendwie fehlerhaft sein könnte.
ad-mh
Inventar
#4 erstellt: 19. Okt 2017, 22:24
Moin,

beim 2m Red = OM 10 sind Serienstreuungen möglich.
Vielleicht (Postleitzahl) ist jemand aus dem Forum in der Nähe und kann einfach mal seine Nadel aufstecken?
Per Ferndiagnose lässt sich der Fehler nicht eingrenzen.

VG Andreas
jasyr
Ist häufiger hier
#5 erstellt: 19. Okt 2017, 22:31
hallo andreas,

meine PLZ: 46284
glaube langsam auch, dass die nadel irgendwie nicht korrekt ist, sonst aber wie gesagt habe da keine ahnung....

gruß
Tywin
Hat sich gelöscht
#6 erstellt: 19. Okt 2017, 22:32
Hallo,

an einer verbesserten Abtastung kann es nicht liegen, da das 2M Red nominal keine erwähnenswert bessere Abtasteinheit hat als das AT95.

Ich würde dieses aus meiner Sicht überteuerte System wegen eines Mangels beim Verkäufer reklamieren und um Rücknahme bitten.

Ein Sumiko Pearl oder SHURE M97xE sollte wegen des schärferen Schliffs des Abtasters für einen ähnlichen Preis ein besseres Ergebnis bieten und ist dann hoffentlich auch technisch i.O.

VG Tywin


[Beitrag von Tywin am 19. Okt 2017, 22:35 bearbeitet]
ad-mh
Inventar
#7 erstellt: 19. Okt 2017, 22:39
Bei mir ist es das Autokennzeichen MH.

Mal sehen, ob jemand bei Dir in der Nähe ist.
Dorsten/Mülheim ist bei den andauernden Staus mal eben 2 Fahrstunden weit entfernt.

Letzthin haben wir von MH nach Leverkusen 3 Stunden 15 Minuten gebraucht. Da hätte man bei 10km/h auch mit dem Fahrrad fahren können.

Richtig ordentlich ist auch auch ein JVC
https://www.thakker....-tonabnehmer/a-5040/

Omega hat es auf Albus' und meiner Empfehlung hin an meinem alten Technics SL-D 303.
http://www.hifi-forum.de/bild/img-0657_794239.html

Nur eine Rundnadel. Dafür spielt das System aber wirklich gut an mittelschweren Tonarmen.

VG Andreas


[Beitrag von ad-mh am 19. Okt 2017, 22:47 bearbeitet]
jasyr
Ist häufiger hier
#8 erstellt: 19. Okt 2017, 22:49
das wäre schön, wenn einer vorbei kommen könnte oder auch ich mit dem dreher.......

erstmal danke an euch und gruß
ad-mh
Inventar
#9 erstellt: 19. Okt 2017, 23:01
Wenn es zwei Wochen Zeit hätte, gern.
Im Moment beginnen die Herbstferien.
akem
Inventar
#10 erstellt: 20. Okt 2017, 19:50

ad-mh (Beitrag #7) schrieb:
Nur eine Rundnadel. Dafür spielt das System aber wirklich gut an mittelschweren Tonarmen.

Den Tonarm des Luxman würde ich aber eher als leicht einstufen. Da ist dann wieder ein Stück weit Rätselraten angesagt, wie sich das JVC daran verhält.
Ich denke, mit Audio Technika ist der TE da nicht schlecht beraten. Sie haben ein gesundes Gewicht und eine relativ nachgiebige Nadel. Die 2M-Serie von Ortofon wäre an sich auch nicht so verkehrt wenn sie denn nicht so teuer wäre. Der Preis für das 2M Black ist schon eine Ansage (obwohl es das durchaus wert ist). Für die "kleineren" 2Ms finde ich den Preis aber unverschämt wenn man bedenkt, daß man technisch de facto identische Gegenstücke in den OM und VM Serien zu erheblich niedrigeren Preisen findet... und selbst die sind schon überteuert wenn man einen Blick auf Audio Technika wirft...

Gruß
Andreas
Wuhduh
Gesperrt
#11 erstellt: 20. Okt 2017, 21:57
Nabend !

Mit der besseren Nadel des neuen Systems ggü. dem einfachen AT wird es sich ähnlich verhalten wie mit dem Verköstigen von Kartoffelchips:

Die Abwehr- und Verteidigungsgeräusche in Form von Rascheln und Knistern der verbleibenden Chips werden durch den sich vergrößernden Resonanzraum der sich leerenden Tüte verstärkt.

Mann sollte sich davon aber nicht peeindrucken oder stören lassen.
Zahnlücken wollen befüllt werden.
Cholesterin ? Jo, anwesend !

Wenn so eine TONNE mit Chips als Bonbon mit Geschenkpapier und Schleifchen getarnt wird, macht sie als Gastgeschenk bestimmt Eindruck !?!

Nur eine ANALOGie aus dem realen Leben, reichlich OT, aber mit Basteltipp !

,
Erik

PS @ akem:

Subjektiv sieht ein 2M-Body an dem filigranen Headshell geradezu klumpig aus, oder ?
Hörbert
Inventar
#12 erstellt: 20. Okt 2017, 21:58
Hallo!



....... und selbst die sind schon überteuert wenn man einen Blick auf Audio Technika wirft............


Nö, sind sie nicht, die AT´s haben einige deutliche Nachteile gegenüber den Ortofon-Abtastern aufzuweisen darunter auch ihre erheblich billigere Machart, ihre größere Nichtlinearität und ihre hohe Kapazitätsempfindlichkeit.

Nur weil einige der Abtaster im Low-Cost-Bereich mit einer ML-Nadel ausgestattet sind heißt das doch noch lange nicht das sie automatisch auch gut sind, so macht ein korrekt abgeschlossenes AT-440 MLa in einem gut passendem Tonarm gegen ein OM-40/VM-silver unter gleichen Bedingungen keinen Stich wenn es um tonale Stimmigkeit, präzise Abbildung oder (soweit auf Schallplatten überhaupt vorhanden) um Tiefbass geht und der derzeitige Nachfolger dürfte bloß teuerer aber nicht besser sein.

Mir jedenfalls sind diese Unterschiede die ca. 150 Euro Differenz die zwischen den Listenpreisen des VM-silvers und des AT-440 MLa liegen allemal wert.

MFG Günther
akem
Inventar
#13 erstellt: 21. Okt 2017, 12:28
Naja, Günther, so wirklich unterschreiben würde ich das jetzt nicht, was Du sagst. Ich hab das VM Silver auch schon ziemlich kräftig verfärbt gehört, wenn es sich an einem Tonarm nicht wohlfühlt. Ich hatte es auf verschiedenen Duals: an einem 1224 mit verhältnismäßig einfachem Tonarm spielte es ausgezeichnet, an einem 1229 klang es irgendwie müde und eben tonal verfärbt.

@ Erik: was gut aussieht ist ja immer ein Stück weit Geschmackssache. Dir gefällt das nicht, ich persönlich bin da ein Stück weit schmerzfrei solange es gut klingt. Was dem TE gefällt oder auch nicht kann nur er selbst wissen...

Gruß
Andreas
Hörbert
Inventar
#14 erstellt: 21. Okt 2017, 17:25
Hallo!

@Andreas


......... Ich hab das VM Silver auch schon ziemlich kräftig verfärbt gehört, wenn es sich an einem Tonarm nicht wohlfühlt...........


Das trifft ja wohl auf jedes Abtastsystem der Welt zu.

Obwohl es ganze Gruppen von Usern gibt die auf solche Verfärungen geradezu gierig sind. (Z.B. jene Gruppe die ein DL-103 am liebsten in einen RB-250 mit 11 Gramm eff bewegter Masse hören) ist so etwas eigentlich solange ein No-go wie man es nicht gezielt und um des Effektes willen macht den die Fehlabstimmung produziert. Mit HiFi hat so etwas allerdings nur recht wenig zu tun. Deswegen schrieb ich ja auch:


.......ein OM-40/VM-silver unter gleichen Bedingungen ............


Hier sollte aus dem vorhergehenden eigentlich klar ersichtlich sein das beide Tonabnehmer gleich Optimal untergebracht und abgeschlossen wurden.


......an einem 1229 klang es irgendwie müde und eben tonal verfärbt...........


So etwas kann an vielem liegen unter anderen auch an deiner eigenen "Tagesform", größere Bedeutung würde ich so etwas nur zumessen wenn es durch entsprechende Messergebnisse und durch eine Reihe von unabhängigen Beobachtungen gestützt wurde.

Die einfachste Methode mit so etwas umzugehen ist den Effekt durch ein Dubbing auf den Rechner zu konservieren und später das File noch einmal anhören und im Editor zu untersuchen.


MFG Günther
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