Plattenspieler für den Einstieg

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mrbaconade
Neuling
#1 erstellt: 28. Dez 2017, 23:07
Guten Abend.
Ich bin kürzlich in den Genuss von Vinyl Musik gekommen und möchte mir jetzt gern ein eigenes Gerät anschaffen und mir eine Musiksammlung aufbauen.
Nach einigem rumsuchen habe ich soviel Informationen zusammen, dass ich mir vorgenommen habe einen gebrauchten Spieler eines älteren Jahrgang zuzulegen, die wohl den neuen um einiges überlegen sind und mir nicht die Butter vom Brot nehmen.
Hier werden oft Namen wie Technics SL-Q2/Q3 genannt oder Dual,.
Ich würde gern unter 100€ bleiben und die Frage ist, ob das realistisch ist. Welche Preise sind für welche Modelle gerechtfertigt?
Ich habe eine alte HiFi-Anlage, würde aber noch einen Vorverstärker benötigen.

Vielleicht könnt ihr mir ein paar Hinweise geben, auf was ich achten muss.
Vogone
Inventar
#2 erstellt: 28. Dez 2017, 23:16
Hi und willkommen in Forum,

du hast dich ja schon etwas informiert, sehr löblich. 100€ halte ich jedoch für recht wenig. Aber mit Glück bekommt man in der Bucht oder bei hood.de auch etwas für 100€ oder weniger. Da braucht man dann Geduld und Glück. Ich habe mal Lautsprecher von Mission in OVP (neu) extrem günstig bekommen. Soviel Glück hat man aber selten. Nach einem Grundig PS 4500/3500 kannst du auch schauen, oder SABA PSP 244/250/350.
VG Andy

P.S. meist spiegelt der Preis den Zustand des PS wieder, is klar


[Beitrag von Vogone am 28. Dez 2017, 23:20 bearbeitet]
Marsilio
Inventar
#3 erstellt: 28. Dez 2017, 23:26
Die von Andy vorgeschlagenen Modelle sind sicherlich Dreher, die innerhalb Deines Budgets liegen und die auch qualitativ zu überzeugen vermögen.

Plattenspieler auf Ebay zu kaufen ist aber sehr riskant; das Hauptproblem ist, dass viele Verkäufer nicht wissen, wie ein solches Präzisionsgerät verpackt werden muss damit beim Empfänger kein Elektroschrott ankommt. Besser ist der Kauf ab Inserat in Deiner Gegend, wo Du das Gerät persönlich abholen kannst.

Daher mein Tipp: Schau doch ma in Kleinanzeigen in Deiner Gegend nach Plattenspieler und verlinke hier im Forum Angebote mit Geräten, welche Dich (auch optisch) ansprechen. Wir kommentieren dann gerne den Preis und die Qualität des Gerätes.

LG
manuel
Vogone
Inventar
#4 erstellt: 28. Dez 2017, 23:30
Direkt in der Nähe ansehen und kaufen ist natürlich besser. Die Auswahl aber oft je nach Wohnort mehr oder weniger Umfangreich.
höanix
Inventar
#5 erstellt: 29. Dez 2017, 01:55

mrbaconade (Beitrag #1) schrieb:
Ich möchte mir jetzt gern eine Musiksammlung aufbauen.
Ich würde gern unter 100€ (für den Plattenspieler) bleiben.

Moin
Was für eine Musiksammlung möchtest du dir denn aufbauen?
Für 100 € bekommt man gerade mal 5/6 neue Schallplatten.
Ich an deiner Stelle würde die Relationen mal etwas ändern.
100 € für den Plattenspieler und wieviel später für die Platten?
Wenn es sich nicht gut anhört weil du beim PS sparst geh von dem Geld lieber schön essen, da hast du mehr von.

Gruß Jörg


[Beitrag von höanix am 29. Dez 2017, 02:00 bearbeitet]
Detektordeibel
Inventar
#6 erstellt: 29. Dez 2017, 07:00

Ich würde gern unter 100€ bleiben und die Frage ist, ob das realistisch ist. Welche Preise sind für welche Modelle gerechtfertigt?


Lowest Budget würd ich eher nach einfachen Technics T4P ansehen die bewegen sich normal zwischen 30 und 60€

SL-BD20-22
SL-QD 22 33

und noch zig mehr.

Und ja, Platten werden mehr kosten.
#Darkstar#
Inventar
#7 erstellt: 29. Dez 2017, 09:21
In welchem Postleitzahlen Bereich wohnst Du denn? Dann können wir gezielt bei eBay Kleinanzeigen schauen.

Viele Grüße
Christian
CarstenO
Hat sich gelöscht
#8 erstellt: 29. Dez 2017, 10:12

mrbaconade (Beitrag #1) schrieb:
Nach einigem rumsuchen habe ich soviel Informationen zusammen, dass ich mir vorgenommen habe einen gebrauchten Spieler eines älteren Jahrgang zuzulegen, die wohl den neuen um einiges überlegen sind und mir nicht die Butter vom Brot nehmen.


Hallo,

wenn das Budget bei 100 € liegt, bleiben zum Gebrauchtkauf keine Alternativen. Und bei 100 € trifft Deine "Erkenntnis" mit ziemlicher Sicherheit zu. Grundsätzlich hielte ich diese Erkenntnis aber ohne die konkreten Modelle und die Gebrauchtgerät in ihrem Zustand zu betrachten für zu oberflächlich. Zum einen gibt es auch heute einige gute Plattenspieler, die kein Vermögen kosten und zum anderen gab es auch früher schon - vorsichtig gesagt - unterdurchschnittliche Plattenspieler. Davon werden sogar einige Typen in diesem Forum gerne "empfohlen".


mrbaconade (Beitrag #1) schrieb:
Hier werden oft Namen wie Technics SL-Q2/Q3 genannt


Ja, von diesen Modelle hatte ich insgesamt schon sieben Stück. Und die waren alle gut erhalten. Was zu tun ist, wenn Du so einen erstehst:

Nadel tauschen, bei Thakker etwa 25 €
Tonabnehmersystem justieren


mrbaconade (Beitrag #1) schrieb:
Welche Preise sind für welche Modelle gerechtfertigt?


Ich würde mich vorab mit den Neupreisen befassen. Ich habe Technics SL-Q 2/3 zwischen 25 DM und 80 EUR gekauft. Günstiger gibt es die ebenfalls guten, aber älteren SL-D 2/3. Bei diesen wirst Du aber obendrein den Pitchregler reinigen müssen.

Unter den flach bauenden Technics-Plattenspielern möchte ich aus eigener Erfahrung auch den SL-QX 300 empfehlen.

Viele Grüße,

Carsten
#Darkstar#
Inventar
#9 erstellt: 29. Dez 2017, 11:01
Ich hatte gestern einen SL-Q30 von einem Mitforisten hier, um einmal bei den flach bauenden 80ger Jahre Technics zu bleiben. Nach einer Reinigung der Mechanik lief der wieder 1a. Kaufpreis mit kaputter Nadel war 35 Euro.

Dennoch würde ich eher zu dem von Carsten bereits genannten D2/D3 tendieren, da diese aufgrund des 1/2 Zoll Anschlusses mehr Variabilität bei den Tonabnehmern bieten. Wie ebenfalls bereits erwähnt, ist da mit Sicherheit ein Reinigung der Pitch Potis nötig.

SL-Q2/Q3 sind für unter 100 Euro in vernünftigem Zustand kaum noch zu finden.

Anbei mal ein Beispiel

Viele Grüße
Christian


[Beitrag von #Darkstar# am 29. Dez 2017, 11:02 bearbeitet]
.JC.
Inventar
#10 erstellt: 29. Dez 2017, 11:36
Hi,


#Darkstar# (Beitrag #9) schrieb:
SL-Q2/Q3 sind für unter 100 Euro in vernünftigem Zustand kaum noch zu finden.


aktuell hat er Glück sind viele in der Bucht.

der SL-D2 ist auch völlig ok

Du musst wissen, das Erste was bei einem gebraucht gekauften Dreher macht, ist sich die Nadel ansehen
und meistens auch sofort zu erneuern.
Bei den Technics Drehern war original das EPC 270CII oder das EPC 207 C verbaut,
das sind beides Tonabnehmer für die man günstig Nachbaunadeln bekommt.
Marsilio
Inventar
#11 erstellt: 29. Dez 2017, 12:25
Die erwähnten Technics-Dreher sind allesamt empfehlenswert. Ferner finde ich aber auch die SABA PSP250 und PSP350, die Grundig Ps3500 und PS4500 sowie natürlich die meisten Dual-Plattenspieler aus der Steidinger-Ära (Dual 1218, 1219, 1228, 1229, 504, 604, 621, 704 und 721) eine Empfehlung wert. Von den Duals dürfest Du die die weniger gefragten Riementriebler sowie die kleineren Reibradler (1218, 1228) problemlos für einen zweistelligen Betrag bekommen.

Für Dual gibt es zudem ein tolles Fan-Portal: www.dual-board.de
Da tummelt sich eine rührige Szene, die sehr gerne und überaus freundlich mit Rat und gegebenenfalls auch mit Tat weiterhilft. Zudem gibt es dort einen "Biete"-Bereich, in dem immer wieder gute Geräte angeboten werden.

Ich habe explizit auch Reibradler erwähnt. Das sind Oldies, die unter Umständen etwas mehr Zuwendung benötigen als die moderneren (und auch wirklich ausgereiften) Direkttriebler wie die erwähnten Technicse oder auch Dual 604 & Co. EIne kleine Bereitschaft, mal einige Stunden in Reinigung und kleine Bastelei zu investieren, sollte da also vorhanden sein. Auf der anderen Seite sind gerade diese Reibradler aus einer Zeit, in der Materialeinsparung noch ein Fremdwort war - da wurden nur klasse Materialien verarbeitet. Zudem geht diesen Geräten noch jegliche Elektronik ab; ergo lässt sich praktisch alles reparieren.

Zum Spass habe ich meinem Dual 1219 von 1969, der mich etwa so viel wie ein Kino-Abend mit meiner Frau kostete, mal ein Shure Ultra-Tonabnehmersystem runtergeschraubt - also was relativ hochwertiges:

DSC_0245

Für den Dreher und dessen Tonarm durchaus angemessen.

Was ich damit sagen will: Der Dreher muss gut, deswegen aber nicht zwingend teuer sein; und klanglich zahlt es sich aus, unter Umständen auch mal ein Mehrfaches des Plattenspieler-Wertes in ein Tonabnehmer oder eine Nadel zu investieren. Was Dich aber nicht verunsichern soll: Ich besitze auch Low-Budget-Tonabnehmer, mit denen man sehr vergnüglich Platten hören kann.

LG
Manuel


[Beitrag von Marsilio am 29. Dez 2017, 12:27 bearbeitet]
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