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Klang mit neuem Abnehmer dumpf

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DJ-Spacelab
Inventar
#1 erstellt: 17. Nov 2004, 11:34
Hi!

Ich hab auf meinen DJ-Plattendreher (Roadstar TTl-8743DJ) einen neuen Abnehmer (Ortofon Concord DJ mit Eliptischer Nadel) drauf gemacht. Als Pre-Amp benutze ich den "NAD PPA-2". Seit dem Wechsel ist der Ton aber total dumpf! Auflagegewicht ist korrekt eingestellt (3g). Anti-Skating steht auf 1,5 da bei einer höheren Einstellung die Nadel springt. Dennoch ist der Klang zwar sehr kräftig und Dynamisch im Bass, aber extreem dumpf und lustlos in den Höhen. Hat einer eine Idee was ich da machen könnte?
chris75
Stammgast
#2 erstellt: 17. Nov 2004, 11:43
Eine Ferndiagnose ist schwierig. Ich kann nur aus eigener Erfahrung sagen, dass unterschiedliche Tonabnehmer sehr unterschiedlich klingen können (vor allem in den Höhen). Wird dir wohl nicht erspart bleiben, andere Tonabnehmer auszuprobieren.

Gruss,
Chris
GandRalf
Inventar
#3 erstellt: 17. Nov 2004, 11:54
Moin auch,

Beim Einstellen des Tonabnehmers ist auch (vor allem bei eliptischen und "scharf" geschliffenen Nadeln) auf den VTA ( Vertical Tracking Angle) zu achten.
Der wird durch die Höhe des Tonarmlagers eingestellt, damit die Nadel auch wirklich senkrecht in der Rille steht.
Stimmt er nicht, kann es auch zu dumpf klingen.
Ich weiß nicht ob der Roadstar diese Möglichkeit hat, beim Technics 1200Mk2 ist das Standard.
DJ-Spacelab
Inventar
#4 erstellt: 17. Nov 2004, 12:22
Hm, also die höhe kann ich, von oben zumindest, nicht verändern. Der Plattenspieler war ja auch nur gedacht die Demo- und Promoplatten die ich immer bekomme fürs Auto auf CD zu brennen. In der Disco arbeite ich natürlich mit anderen Geräten. Aber wie kann man denn kontrollieren ob die Höhe des Tonarmes stimmt?
Albus
Inventar
#5 erstellt: 17. Nov 2004, 13:48
Tag,

bei abgesenkter Nadel muss der Tonarm in der Waagerechten parallel zur Oberfläche der Platte liegen. Ist der Arm nach vorn geneigt, schiefe Ebene vorwärts, dann ist der vertikale Abtastwinkel zu groß, nach hinten geneigt, dann ist der Winkel zu klein. Genormt ist ein Winkel von 20 Grad plus 5 minus 0 Grad. Die Ortofons haben typisch einen Winkel von 20 Grad, d.h. bei korrekter Einstellung des Armes (in Parallelität) steht die Nadel (von der Seite gesehen) leicht schräg (eben 20 Grad). Sieht man von vorn auf die abgesenkte Nadel, dann hat diese strikt senkrecht in der Rille zu stehen. Man muss sich an diese Dinge nicht sklavisch halten, aber doch annähernd.

Und noch dies: das Ortofon könnte auch nach einer höheren Abschlußkapazität verlangen als mit dem PP2 realisiert (der hat 200 pF). Die Toleranzen bei einfachen Abnehmern sind doch reichlich weitherzig gehalten, herstellerseitig. Das Concorde soll mit 200-600 pF funktionieren. Man sollte einmal 500 pF versuchen. Wie? Nimm ein Coaxkabel, 1 m oder länger, gut länger, so 2 m, auch 3 m - und setzte dies zwischen PL-Kabel und PP2 (bei üblicher Kabelkapazität von 150 pF sollte eine Veränderung merklich sein). Man braucht natürlich ein Kupplungsstück für Coaxkabel mit Cinchsteckern (kostet ca. 2,00 Euro, SATURN oder so). Nach dieser Probe ist man schon schlauer.

MfG
Albus


[Beitrag von Albus am 17. Nov 2004, 13:50 bearbeitet]
Chris64
Stammgast
#6 erstellt: 17. Nov 2004, 13:50
Hallo,

die Höhe des Tonarms ist dann richtig, wenn der Tonarm bei in der Rille liegender Nadel parallel zur Plattenoberfläche verläuft. Es soll zwar einige Exoten-Tonabnehmer geben, wo das anders sein soll (mir ist noch keiner unter die Ohren gekommen), aber ich denke für das Ortofon gilt die parallele Ausrichtung.

Gruß

Chris


[Beitrag von Chris64 am 17. Nov 2004, 13:51 bearbeitet]
DJ-Spacelab
Inventar
#7 erstellt: 17. Nov 2004, 14:03
Ich probier das mal mit dem Koaxkabel. Einen Versuch ist es wert.

Was heist das eigentlich mit dem "Gleichstrom Innenwiederstand"? Da steht bei dem Ortofon 750Ohm. Ich hab da aber was mit 47kOhm im Kopf. Oder verwechsel ich da jetzt was?
Albus
Inventar
#8 erstellt: 17. Nov 2004, 14:30
Tag erneut,

der Gleichstrominnenwiderstand ist der der Spule im Tonabnehmer, die Spezifikationen sind auch nicht stets präzis eingehalten. - 47 Kiloohm ist der Wert des genormten Abschlußwiderstands für MM-Tonabnhemer. Die Impedanz des PP2 liegt (Herstellerangaben) bei eben den 47 K und 200 pF für den MM-Zweig.

MfG
Albus
DJ-Spacelab
Inventar
#9 erstellt: 17. Nov 2004, 16:23
Nur damit ihr wisst von was ich rede hab ich euch mal ein Beispiel hochgeladen. An diesem WAV File wurde NICHTS verändert! Das klingt wirklich so beschi****!

http://www.djspacelab.de/mp3/dumpf.wav

Vom Plattenspieler direkt in den NAD PPA-2 und von dort mit Cinch > Klinke Kabel direkt in die Soundkarte (Soundblaster Audigy 2).


[Beitrag von DJ-Spacelab am 17. Nov 2004, 16:25 bearbeitet]
DJ-Spacelab
Inventar
#10 erstellt: 19. Nov 2004, 16:26
Also jetzt hab ich die Schnautze gestrichen voll von dem Mistgerät hier! Mit dem Originalsystem sprigt das Teil beim kleinsten Staubkorn auf der Platte, und mit meinem Ortofon Concorde DJ klingt der Kasten so dumpf wie Omas Dampfradio. Mein Nachbar hat mal nur so zum Scherz seinen alten Denon Plattenspieler rübergebracht. Da hab ich mal an meiner Anlage das Ortofon Concorde DJ auf dem Denon Plattenspieler gehört und das System hat absolut herrvorragend geklungen. Und das beste ist, an dem Denon haben wir weder Auflagegewicht, noch Antiskating noch sonstwas eingestellt. Einfach nur mal Stecker rein, System drauf und eingeschaltet.

Jetzt schau ich mich nach nem neuen Plattenspieler um. Kann mir jemand einen Plattenspieler empfehlen der möglichst billig, oder besser gesagt "günstig" ist und auf den man das Ortofon Concorde DJ System montieren kann? An erster Stelle sollte wirklich der Preis stehen. Denn ich brauch das Teil nicht zum Auflegen in Discos, sondern nur um Demos und Promoplatten auf CD zu kopieren um sie im Auto mal "vorzuhören".


[Beitrag von DJ-Spacelab am 19. Nov 2004, 16:28 bearbeitet]
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