Omnitronic Plattenspieler geschenkt bekommen - Hilfe!

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firefl7
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 02. Jun 2018, 14:33
Hallo Leute!

Ich habe heute von meinen Nachbarn einen "alten" Plattenspieler geschenkt bekommen. Genau genommen ist es ein Omnitronic DD-2520 USB Dreher. Als Tonabnehmer ist ein weißer, unbeschrifteter Audiotechnica drauf (vermutlich AT3600L oder sowas). Ausprobiert hab ich das Teil noch nicht, aber er funktioniert wohl noch. Ich muss den aber erstmal putzen und den Arm einstellen usw.

Im Internet finde ich zu dem Spieler nicht wirklich gute Infos. Hier im Forum finde ich auch bunt gemischt irgendwie alles, von Leuten, die damit zufrieden sind über Leute, die vom Kauf eines Omnitronics sogar prinzipiell abraten.

Ich bin noch neu auf dem Gebiet und versuche derzeit noch, dahinter zu steigen, was wirklich spürbare oder - besser - hörbare Unterschiede ausmacht. Ist es nicht so, dass der wesentliche Punkt eigentlich der ist, dass das Laufwerk ruhig und gleichmäßig den Teller dreht und der Arm genauso ruhig und gleichmäßig und präzise durch die Rille läuft? Was kann also an einem Omnitronic mit Direktantrieb so schlecht sein?

Mein eigenes System besteht aus einem Rega Planar 2 mit Nagaoka MP110 und einer Pro-Ject Tube Box S2. Damit bin ich klanglich für MEINE Begriffe (Vinyl-Rookie eben, aber Musiker seit vielen Jahren und daher leider (!) entsprechend audiophil, ohne es aber zu übertreiben) - schon ziemlich nah am 7. Himmel.
Was macht so ein Omnitronic also so viel schlechter? Wenn man mit dem Spieler einfach nur Platten hören möchte, müsste der doch trotzdem taugen, oder? Guter Tonabnehmer drauf und fertig?

Da ich mein eigenes Setup so liebe, überlege ich, ob ich den Omnitronic einem Freund schenken soll, der sich schon lange einen Drehteller wünscht und nicht weiß, wie er den finanzieren soll, weil er leider krank ist. Der würde sich sicher prinzipiell sehr, sehr darüber freuen aber ich will auch nicht, dass er sich dann nach nem halben Jahr denkt "wow, okay, was hab ich da denn für nen Müllhaufen geschenkt bekommen". Ähm, eigene Ansprüche undso.

Lange Rede, kurzer Sinn - was mach ich denn jetzt mit dem Omnitronic?

Danke und liebe Grüße!


[Beitrag von firefl7 am 02. Jun 2018, 14:42 bearbeitet]
Trabbi1967
Neuling
#2 erstellt: 02. Jun 2018, 15:09
Hallo,


firefl7 (Beitrag #1) schrieb:
Was kann also an einem Omnitronic mit Direktantrieb so schlecht sein?

Was an einem Direktantrieb so schlecht sein kann, hörst Du ggf. nach der ersten Digitalisierung. Da dabei immer Zahnräder im Spiel sind, entsteht ein mehr oder weniger starkes mechanisches Geräusch. Dieses hat man bei Riemenantrieb nicht.


Was macht so ein Omnitronic also so viel schlechter? Wenn man mit dem Spieler einfach nur Platten hören möchte, müsste der doch trotzdem taugen, oder?

Einfach nur Platten hören kann man mit jedem Plattenspieler (auch der Bully der darüber fährt). Aber für nur einfach Platten hören sind mir meine Vinyls inzwischen zu Schade, die kommen nur noch auf den Thorens mit Shure VST-V Tonabnehmer, wenn ich sie genießen will. Für alles andere habe ich CDs bzw. MP3s.


Guter Tonabnehmer drauf und fertig?

Das ist im Zusammenhang mit oben wie Perlen vor die Säue werfen.


Da ich mein eigenes Setup so liebe, überlege ich, ob ich den Omnitronic einem Freund schenken soll, der sich schon lange einen Drehteller wünscht und nicht weiß, wie er den finanzieren soll, weil er leider krank ist. Der würde sich sicher prinzipiell sehr, sehr darüber freuen ...

Das halte ich für ein gute Idee.


... aber ich will auch nicht, dass er sich dann nach nem halben Jahr denkt "wow, okay, was hab ich da denn für nen Müllhaufen geschenkt bekommen". Ähm, eigene Ansprüche undso.

Das Risiko besteht immer. Und wenn Dein Freund einem geschenkten Gaul ins Maul guckt, dann wäre es Zeit über die Freundschaft nachzudenken.

Gruß

Hans
firefl7
Ist häufiger hier
#3 erstellt: 02. Jun 2018, 15:26
Hey Hans,

erstmal vielen Dank für deine Antwort!

Ich bleibe meinem Rega auf jeden Fall treu, der bleibt hier. Aber ich hatte kurz überlegt, ob es zum Digitalisieren vielleicht sinnvoll wäre, den Omni zu behalten. Vermutlich sind aber die mp3s, die man auf Spotify streamen kann, dann qualitativ eh schon besser. Danke für die Info auf jeden Fall!

Wenn ich jetzt davon ausgehe, dass ich den Dreher besagtem Freund schenke, und es dann also nicht mehr um's Digitalisieren geht, dann taugt das Teil aber doch halbwegs dafür, oder? Halbwegs = Vinyls hören, ohne sich zu ärgern sondern trotzdem mit Freude

Oder macht der eingebaute Vorverstärker dem guten Sound dann nen Strich durch die Rechnung? Könnte man die eingebaute Vorstufe irgendwie umgehen und eine externe, bessere Vorstufe reinschalten? Ich frage, damit ich das Potential dieses Spielers abschätzen kann. Ich hab von solchen Kombi-Direktantrieb-Dingern echt keinen Plan, Verzeihung.

Neuer Tonabnehmer = Perlen vor die Säue: hmmmm...also ich mein jetzt keinen Tonabnehmer, der teurer wäre als der Plattenspieler selbst, aber vielleicht ein Teil für um die 100 Euro oder so, macht auch keinen Sinn? Sind sogar das schon Perlen vor die Säue?

Und nein, mein Freund würde mich das wahrscheinlich niemals wissen lassen oder mir das sagen, aber er solls eben auch nich denken. Ich bin sicher, er würde sich einfach sehr freuen. Aber ich will halt - aus eigenem Anspruch heraus - einfach keinen Schrott verschenken, sondern wenn dann was, womit er auch was anfangen kann und sich nicht vielleicht sogar die Platten ruiniert oder wegen miesem Sound das Ding nicht benutzt.

Nochmal danke und lieben Gruß!
Jess
8erberg
Inventar
#4 erstellt: 02. Jun 2018, 17:02
Hallo,

Zahnräder bei Direktantrieb? Gibt es nicht, das ist völliger Blödsinn.
Bei Direktantrieb ist die Motorwelle gleichzeitig die Plattentellerachse. Da gibts nix an mechanischen Geräuschen ausser es hat jemand völligen Humbug mit dem Gerät betrieben. Grobiane gibt es immer.

Der Omnitronic hat den besseren Tonarm der Hanpin-Directdrive (mit kardanischer Lagerung), wenn der Motor/Netzteil brummfrei sind steht einem netten Plattenabend nix im Wege.

Ein einfaches Upgrade ist eine elliptische Nadel, an dem AT 3600 passen AT 91 kompatible Nadeln, also z.B. https://www.thakker....o-e-original/a-5798/

wenn der Tonarm und der Antrieb einigermassen OK sind bekommt man schon was womit man relativ anständig Musik hören kann.

Wer was anderes behauptet hat wahrscheinlich sich nicht einmal so ein Gerät etwas genauer angeschaut, denn baugleich sind z.B. AT LP 120.
Manchmal frag ich mich wer immer so ein Zeuchs in die Welt setzt.

Peter
vinylrules
Inventar
#5 erstellt: 02. Jun 2018, 17:07

Was an einem Direktantrieb so schlecht sein kann, hörst Du ggf. nach der ersten Digitalisierung. Da dabei immer Zahnräder im Spiel sind, entsteht ein mehr oder weniger starkes mechanisches Geräusch. Dieses hat man bei Riemenantrieb nicht.

Das ist so ein hanebüchener Unsinn, der Spruch ist fast schon wieder gut.

Ohne den Omnitronik jetzt zu kennen ist davon auszugehen, dass es sich um einen Plattenspieler aus China handelt, genau genommen aus Hanpin. Dort werden fast alle dem Technics 1210 nachempfunden Geräte hergestellt. Diese gibt es in leicht unterschiedlich Varianten.zu sehr unterschiedlichen Preisen. Problematisch oft die lockeren Armlager. In technischer Hinsicht ist dieser Billig-DD Deinem Rega überlegen was Rumpeln und Gleichlauf angeht. Die eingebauten Phonovorverstärker machen teilweise Ärger - hier berichten Nutzer vereinzelt über Brummstörungen. Einfach einen anderen Phonovorverstärker als den eingebauten zu nehmen kann elektrisch auch zu Problemen führen.

Aber.........warum schließt Du ihn nicht einfach mal an und probierst ihn aus? Einfach in einen Hochpgeleingang Deines Verstärkers stöpseln und gucken. Kaputt gehen kann nichts und wenn nichts wackelt und brummt ist das doch ein schönes Geschenk. Das AT91 klingt an sich ganz angenehm, besser geht immer.
firefl7
Ist häufiger hier
#6 erstellt: 02. Jun 2018, 17:18
Jetzt bin ich völlig verwirrt. Der billige Omnitronic ist meinem mehr als doppelt so teuren Rega Planar 2 überlegen???
Holger
Inventar
#7 erstellt: 02. Jun 2018, 17:33
Nun, in engen Gassen ist auch ein Fiat 500 einer Benz S-Klasse überlegen, nicht wahr?

Man sollte eben nicht alle Aussagen für absolut ansehen.

Übrigens: teurer heißt nicht unbedingt besser!
firefl7
Ist häufiger hier
#8 erstellt: 02. Jun 2018, 17:37
Na prima.

Dass teurer nicht gleich besser ist, ist mir auch klar. Aber das meinte ich auch nicht damit.
Stelle gerade fest, dass ich jetzt ziemlich schlechte Laune habe.


[Beitrag von firefl7 am 02. Jun 2018, 17:38 bearbeitet]
8erberg
Inventar
#9 erstellt: 02. Jun 2018, 17:52
Hallo,

Feinmechanik kriegt man nur durch große Mengen günstig.

Hanpin aus Taiwan fertigt für fast alle Anbieter, von AT und Sony über Denon und Pioneer und gilt als Experte für die Herstellung von Dissen-Plattenspielern

Da laufen Mengen vom Band, daher können die günstig fertigen.
Wenn die Endkontrolle mal einen richtig guten Tag hat sind die Dreher tatsächlich vom Gleichlauf und Rumpelverhalten dem Rega überlegen.

Wie gesagt: die Menge machts.

Aber mach Dir nix raus, eine Quartzuhr für 5 Euro aus der Grabbel-Lade ist einem schweizer Automatikwerk auch in Punkto Ganggenauigkeit überlegen.

Peter
Tywin
Inventar
#10 erstellt: 03. Jun 2018, 07:26
Hallo,


Was an einem Direktantrieb so schlecht sein kann, hörst Du ggf. nach der ersten Digitalisierung. Da dabei immer Zahnräder im Spiel sind, entsteht ein mehr oder weniger starkes mechanisches Geräusch. Dieses hat man bei Riemenantrieb nicht.


sind da etwa mahlende Zahnräder im Spiel gewesen als dieser unsinnige Text in die Welt entlassen wurden. Dieter Nuhr hat sich zu solcherart Texten mal sehr treffend geäußert.

VG Tywin


[Beitrag von Tywin am 03. Jun 2018, 07:27 bearbeitet]
.JC.
Inventar
#11 erstellt: 03. Jun 2018, 07:49
Moin,


8erberg (Beitrag #4) schrieb:
Zahnräder bei Direktantrieb? Gibt es nicht, das ist völliger Blödsinn.
...
Ein einfaches Upgrade ist eine elliptische Nadel, an dem AT 3600 passen AT 91 kompatible Nadeln, also z.B. https://www.thakker....o-e-original/a-5798/
...
Manchmal frag ich mich wer immer so ein Zeuchs in die Welt setzt.


daher auch der Name: Direktantrieb.
...
guter Tipp
Wenn diese Nadel montiert ist und Du beide Dreher zuhause hast, dann vergleiche sie doch einfach.
(auch von der Bedienbarkeit her)
...
wie sagte noch A. Einstein ... der Genialität sind Grenzen gesetzt, der Dummheit aber nicht.

Übrigens: finde ich echt nett, dass Du an deinen kranken Freund denkst.
Hörbert
Inventar
#12 erstellt: 03. Jun 2018, 08:03
Hallo!

@Trabbi1967


...........Was an einem Direktantrieb so schlecht sein kann, hörst Du ggf. nach der ersten Digitalisierung. Da dabei immer Zahnräder im Spiel sind, entsteht ein mehr oder weniger starkes mechanisches Geräusch. .............


Wouw, du setzt das Niveau der alleruntersten Schiene der Unwissenheit hier gerade neu fest, bis in diese Niederungen hat sich wahrlich noch niemand hier vorgewagt. Respekt!


........Das ist im Zusammenhang mit oben wie Perlen vor die Säue werfen........


Im Lichte dessen was ich gerade geschrieben habe muss ich dir da zustimmen.

MFG Günther


[Beitrag von Hörbert am 03. Jun 2018, 08:04 bearbeitet]
.JC.
Inventar
#13 erstellt: 03. Jun 2018, 08:23
Hat ein Trabbi Zahnradantrieb ?
evilknievel
Inventar
#14 erstellt: 03. Jun 2018, 08:24
Hallo,

ich würde das Tonarmlager mit dem sogenannten Pustetest durchchecken und dann an deinen Freund weitergeben.
Um dem integrierten Phonovorverstärker genüge zu tun, würde ich mir ein gebrauchtes Shure M75 besorgen und eine elliptische Cleorec Nachbaunadel.
Das passt dann von der Kapazität, sofern man denn Bauchschmerzen bezüglich eines Missmatches hat.

Aber selbst die nominelle Fehlanpassung von ca 270pf im Zusammenspiel mit dem verbauten AT91 ist für jemanden ohne Vergleichsmöglichkeit kaum relevant. Ja ich kenne diese Kombi und höre sie auch des öfteren. Ohrenbluten bekommt man davon nicht. Der Abtastsauberkeit und der Hochtonauflösung sind bei diesem System allerdings Grenzen gesetzt. Irgendwo muß der günstige Preis durchschlagen. Die elliptische Aufrüstmöglichkeit wurde bereits genannt.

Gruß Evil
Marsilio
Inventar
#15 erstellt: 03. Jun 2018, 09:02
Hallo Jess

Ich schliesse mich dem Vorschlag von Evil an - vernünftig, gut klingend und für den Fall, dass Dein Kollege irgendwann doch einen anderen Plattenspieler will kann er den Tonabnehmer einfach mitwechseln.

Als Alternative zum Shure M75 würde ich ev. sogar das Shure M95 vorschlagen - dieses ist klanglich etwas neutraler, die Bühnenabbildung noch etwas breiter und von Cleorec gibt es auch dafür die ausgezeichneten elliptischen Nachbaunadeln für 25 Euro. Sollte also mal die Nadel durch sein kann Dein Freund mit vergleichsweise geringem finanziellem Aufwand guten Ersatz besorgen.

https://www.ebay.de/...6:g:U1MAAOSwgSRbDn6k
https://www.ebay.de/...?hash=item5889fda506

Obacht! Vom Shure M75 schwimmt gerade kein gescheites Angebot in der E-Bucht herum. Ein realistischer Preis für ein M75 ohne Nadel sind 10 Euro. Auch ein Shure M95 sollte ohne Nadel nicht allzuviel mehr kosten. Manchmal werden sie zwar mit Nadel angeboten, mitunter handelt es sich dabei aber um minderwertige Nachbaundeln. Oder um völlig abgenudelte Originalnadeln, deren Wert ich auf 0.- ansetzen würde.

LG
Manuel

PS. Ein Shure M95 mit Cleorec-Nadel kann es durchaus mit Deinem MP-110 aufnehmen - der Nadelschliff bei der Cleorec dürfte sogar noch etwas schärfer sein.


[Beitrag von Marsilio am 03. Jun 2018, 09:04 bearbeitet]
firefl7
Ist häufiger hier
#16 erstellt: 03. Jun 2018, 10:12
Hey Leute,

okay ich danke euch. Die Idee mit dem Shure und der Cleorec klingt gut, ich les mich da mal rein. Es hat ja jetzt auch keine Eile, er weiß ja nix davon, dass ich nen Drehteller für ihn habe. Kommt jetzt also nich aufn Tag an.

Was mich gestern nur so enttäuscht und mir die Laune bisschen verhagelt hat, war, dass man halt oft liest, dass Omnitronic Spieler quasi mal so gar nich gut sind, und ich wirklich meinen Rega P2 sehr lieb habe. Und das Gefühl hatte, mir was Feines ausgesucht zu haben, vor allem im Verhältnis zwischen Preis und Leistung undso. Und dann heißt es plötzlich, dass das Ding, von dem alle sagen, dass es Käse ist, besser sein soll als mein P2. Das hat mir das Herz gebrochen. Auch wenns hier gar nicht darum geht, aber es ist ja immerhin irgendwie mein Thread und wenn mir die Tränen kommen beim Lesen (nein, so schlimm wars nich, aber fast ), dann dürft ihr das ruhig wissen.

So.

Liebe Grüße,
Jess
Tywin
Inventar
#17 erstellt: 03. Jun 2018, 10:49
Hallo,


oft liest, dass Omnitronic Spieler quasi mal so gar nich gut sind, und ich wirklich meinen Rega P2 ... Und dann heißt es plötzlich, dass das Ding, von dem alle sagen, dass es Käse ist, besser sein soll als mein P2.


der Antrieb/das Laufwerk des Omnitronic-DD ist - wenn alles i.O. ist - dem des Rega aus praktischer/technischer/zweckmäßiger Sicht deutlich überlegen. Wenn Du das mal ausprobiert hast, wirst Du es verstehen.

Der Tonarm des Omnitronic-DD ist wegen der kompatiblen Headshell praktischer und die einstellbare Antiscatingfunktion ist grundsätzlich besser als eine fixe oder keine Antiscatingfunktion wie offenbar bei Deinem Rega.

Der Tonarm des Omnitronic-DD ist ansonsten hinsichtlich einer einwandfreien geeigneten Funktion (Spielfreiheit/Leichtgängigkeit) sehr wahrscheinlich dem Deines Rega unterlegen.

Der im DD eingebaute Pre und die USB-Funktion spricht aus meiner Sicht gegen den DD. Den stabile Stand (das hohe Gewicht) des DD sehe ich als vorteilhaft an.

Unter dem Strich gibt es in diesem Vergleich keinen wirklichen Sieger. Du kannst Dir die Tränen also wieder abwischen

Im Vergleich mit einem guten DD aus der Hoch-Zeit des Plattenspielerbaus sieht es mit der Technik beider Geräte aber nicht gut aus.

VG Tywin


[Beitrag von Tywin am 03. Jun 2018, 11:21 bearbeitet]
Ingor
Inventar
#18 erstellt: 03. Jun 2018, 11:07
Es ist aber gar kein großes Problem, den Vorverstärker im Omnitronic zu umgehen. Einfach die Leitungen vom Tonarm, die jetzt in den integrierten Vorverstärker führen, ablöten und mit den Cinchkabeln, die man ebenfalls vom Verstärkerausgang abgelötet hat verbinden. Dann noch eine Litze an das Chassis zu Masseverbindung und du kannst den Omnitronic ganz normal an einen Phonoeingan anschließen.
Bezüglich der Tonarmlagerung habe ich gelesen, dass man diese nachjustieren kann und sie dadruch spielfreier würde.

Zu dem Zahnradspruch, nur soviel, lasst den Mann leben. Es gibt tatsächlich Direktantriebe mit Zahnrädern, in Grammophonen. Nun gut, etwas länger her.

Es gibt soviele Mythen, gerade bei Plattenspielern. Und ich erinnere mich noch sehr gut, wie lange über die Qualität des Direct Drives gegenüber dem Riemenantrieb gestritten wurde. Es wurde behauptet der Riemenantrieb hätte eine bessere Entkopplung zwischen Antrieb und Plattenteller, daher würde er weniger Rumpeln. Aber noch besser war das Argument, man könne beide Antriebsarten am Klang unterscheiden. Der Riemenantrieb wäre musikalischer. Na und dann gibt es ja noch die Freunde des Reibradantriebes.
Und der Klang ist einfach unbeschreiblich.
Marsilio
Inventar
#19 erstellt: 03. Jun 2018, 11:47
DirectDrive vs. Riemen = unentschieden.
Reibradantrieb: Spezialfall.

Preis-Leistung bei Plattenspielern aus aktueller Produktion - das ist so eine Sache. Was in den 70er- und bis Mitte der 80er-Jahre ein Grossserienprodukt war, ist heute ein Nischenprodukt. Dual etwa lieferte Ende der 70er in der Fabrik im Schwarzwald feinmechanische Präzisionsarbeit in ausgesprochen grossen Stückzahlen aus weil jeder einen Plattenspieler wollte. Und wer sich damals für ein Modell der Oberklasse entschied, erhielt etwas, was heute, wo in kleinerer Stückzahl hergestellt wird, in neu einen fetten vierstelligen Betrag kosten würde.

Will heissen: Ein Dual 721 beispielsweise - ein Vollautomat mit allen erdenklichen Komfortmerkmalen wie Tourenwechsel per Drehpoti, Subchassis, genauem Antiskating-Drehrad, höhenverstellbarem Tonarm und Antiresonator beim Gegengewicht - liegt heute auf dem Niveau eines Brinkmanns...

LG
Manuel


[Beitrag von Marsilio am 03. Jun 2018, 11:48 bearbeitet]
Hörbert
Inventar
#20 erstellt: 03. Jun 2018, 12:53
Hallo!

@firefl7


........Und das Gefühl hatte, mir was Feines ausgesucht zu haben, vor allem im Verhältnis zwischen Preis und Leistung undso. Und dann heißt es plötzlich, dass das Ding, von dem alle sagen, dass es Käse ist, besser sein soll als mein P2. Das hat mir das Herz gebrochen. ........


Objektiv gesehen ist dein Rega weder besser noch schlechter als der besagte Omnitronic-DD , da beide schon wesentlich besser sind als es die Schallplatte als Tonträger verlangt.

Hier liegt nämlich der eigentliche Flaschenhals der ganzen Geschichte und man wird sich schwer tun heute noch überhaupt ein aktuelles Gerät zu finden das hier nicht genügt. (Der allerletzte Müll a´la "Digitalisieren sie ihre Plattenschätze mit unserem Komplett-Sonderangebot jetzt einmal außen vor).

Mit dem richtigen, -zum Tonarm passenden und halbwegs linearen Abtaster versehen- wird es dir sehr, sehr, schwerfallen zwei beliebige Plattenspieler deren technische Eckwerte jenseits dessen sind was eine handelsübliche Schallplatte so an Eckwerten mitbringt in einem verblindeten Test auseinanderhalten zu können falls zusätzlich auch noch die Entzerrer-Anschlußwerte gut passen ungeachtet ihres Preises, ihrer haptischen Anmutung, ihrer Optik oder der abenteuerlichen Theorien mit denen die Anbieter der Geräte ihre Produkte schmücken.


MFG Günther
Ingor
Inventar
#21 erstellt: 04. Jun 2018, 09:30
Du bist so gemein.
8erberg
Inventar
#22 erstellt: 04. Jun 2018, 09:43
Hallo,

das einzige Problem bei Hanpin ist die liberale Endkontrolle.

Die lassen Geräte durch die nicht in den Handel kommen düften und den Importeuren kommt es billiger wenn ein Kunde moniert anstatt alle Dreher vor Auslieferung zu prüfen.
Da viele Leute dann NICHT reklamieren und/oder der Händler sich stur/doof stellt ist der Ruf der Hanpins nicht berühmt.

Peter
firefl7
Ist häufiger hier
#23 erstellt: 04. Jun 2018, 10:15

Ingor (Beitrag #21) schrieb:
Du bist so gemein. :D


Meinst du den Hörbert / Günther? Warum ist der gemein? War sein Beitrag pure Ironie oder was? Ich bin noch zu neu auf dem Gebiet hier, um Ironie in Beiträgen zu erkennen, weil mir das Hintergrundwissen noch an vielen Ecken und Enden fehlt... Hm. Gerade seinen Post und den (bislang) letzten von Tywin fand ich hilfreich und tröstend für meine kleine Gefühlsmisere.

Naja, ich muss den Omnitronic wie gesagt eh erstmal putzen, sonst hätt ich ihn längst ausprobiert. Außerdem hab ich nach euren Beiträgen hier nun doch auch Sorge, der Arm an dem Teil könnte hinüber oder zumindest nicht mehr ganz so astrein sein. Der Plattenspieler wurde nämlich eher mittelmäßig gelagert und mir mit einem lose hin und her schlackernden Tonarm (keine Verriegelung dran und war nicht gesichert) überreicht. Muss ich höchstwahrscheinlich auch erstma alles einstellen undso.

Fakt ist - mein Rega bleibt bei mir und ich hab ihn lieb! Klingt wirklich sehr, sehr gut. Glaubt mir keiner, ich weiß.
hoehne
Stammgast
#24 erstellt: 04. Jun 2018, 11:53

Ingor (Beitrag #18) schrieb:

Bezüglich der Tonarmlagerung habe ich gelesen, dass man diese nachjustieren kann und sie dadruch spielfreier würde.

Eher nicht. Das vielbesprochene Problem des Lagerspiels der Tonarme der Hanpin-Dreher bekommt man durch vorsichtiges Anziehen der oberen Schraube auf der Tonarmhalterung weg. Ob die Lager ausreichend leichtgängig sind, kann man tatsächlich nur durch den Pustetest raus. Aber grundsätzlich sind die kardanischen Arme i.O.
Die Hanpin neigen aber zum mechanischen Brumm, weil die Netztrafos für'n Ar... sind. Das überträgt sich dann über das Chassis zum Tonabnehmer.
Ansonsten denke ich, dass der Omnitronic mit einem System á la Ortofon OM 20 (und dessen Derivate) oder Sumiko Pearl nicht das Schlechteste ist.
hoehne
Stammgast
#25 erstellt: 04. Jun 2018, 12:00

firefl7 (Beitrag #23) schrieb:
Fakt ist - mein Rega bleibt bei mir und ich hab ihn lieb! Klingt wirklich sehr, sehr gut. Glaubt mir keiner, ich weiß. :L

Doch. Ich glaube dir. Und wenn du mit deinem Rega glücklich bist, dann lasse das auch so.
Ingor
Inventar
#26 erstellt: 04. Jun 2018, 12:09
@hoehne, du schreibst "eher nicht" zu meinem Hinweis, und schreibst dann selber, dass man die obere Lagerschraube anziehen kann. Wo ist denn da der Widerspruch zu meiner Aussage?

@firefl7 Das Gemein bezog sich auf Günthers Aussage. "Gemein", weil seine Aussage so desillusionierend ist.
hoehne
Stammgast
#27 erstellt: 04. Jun 2018, 12:26
...

EDIT: Jetzt habe ich es geschnallt. spielfrei = ohne Lagerspiel...
Naja, das ist den ganzen blumigen Beschreibungen immer geschuldet (er spielt so frei!) ...
Nichts für ungut. Ich hab wohl Montag.


[Beitrag von hoehne am 04. Jun 2018, 12:28 bearbeitet]
Ingor
Inventar
#28 erstellt: 06. Jun 2018, 12:12
Ach so, Haha, da wäre ich gar nicht drauf gekommen. War wohl missverständlich formuliert.
Burkie
Inventar
#29 erstellt: 12. Jun 2018, 18:12

firefl7 (Beitrag #1) schrieb:
Hallo Leute!

Ich habe heute von meinen Nachbarn einen "alten" Plattenspieler geschenkt bekommen(...)
Mein eigenes System besteht aus einem Rega Planar 2 mit Nagaoka MP110 und einer Pro-Ject Tube Box S2. Damit bin ich (...) schon ziemlich nah am 7. Himmel.
(...)

Lange Rede, kurzer Sinn - was mach ich denn jetzt mit dem Omnitronic?


Den stellst du neben den Rega, und hörst mal eine Platte mit diesem, sodann mit jenem Geräte.
Evtl. besorgst du einen besseren Nadeleinschub vom Thakker, um das AT 3600L aufzuwerten.

Dann wirst du ja schon selber hören, wie gut das Omnitronic unter realen Bedingungen klingt.

Gruss
Burkie
Inventar
#30 erstellt: 12. Jun 2018, 18:21
P.S.: die Wikipedia schreibt unter Schallplattenspieler, "Wird die Motordrehung über ein Zahnrad auf die Plattentellerachse übertragen, z. B. um einen Motor mit höherer Drehzahl einzusetzen, wird ebenfalls von Direktantrieb gesprochen."
So ganz abwegig ist der Gedanke mit den Zahnrädern also nicht, obwohl Zahnräder bei Plattenspielern meines Wissens heute völlig unüblich sind, wenn überhaupt anzutreffen.

Gruss
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