Linn Akito einstellen

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DaX79
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 09. Jan 2019, 23:28
Schönen guten Abend,

Ich bin leider langsam etwas am verzweifeln und hoffe, dass mir hier ein erfahrener Linn Besitzer bei meinem Problem helfen kann.

Ich habe seit heute einen Linn Axis mit Akito Tonarm und einem Goldring 1006 als Tonabnehmer. Ich wollte heute nach dem Transport durch die Post den Tonarm neu einstellen und bin mir nicht ganz im Klaren, wie ich das Gegengewicht für die Auflagekraft des Goldrings richtig einstelle. Ich habe bereits den Akito in die Waage gebracht.

Jetzt ist allerdings die Frage, wie ich das Auflagegewicht des Goldrings genau einstelle. Am Gegengewicht ist ja hinten ein Rädchen mit einer Skala, die man drehen kann. Wo ist aber der Referenzpunkt? Ich erkenne am Gegengewicht keine Markierung, die mir sagt, dass dort der Nullpunkt ist. Am Gegengewicht sind ja links und rechts zwei kleine Einkerbungen im Metall. Welche von den beiden ist nun der Nullpunkt? Oder bin ich komplett auf der falschen Fährte?

Ich finde im Netz leider auch überhaupt keine Anleitung zu dem Tonarm. Bei meinem alten Dual 621 ging das alles ohne Probleme, dort waren für alle Nullpunkte eindeutige Markierungen gesetzt. Ich hoffe, dass mir jemand weiterhelfen kann. Vielen Dank
raindancer
Inventar
#2 erstellt: 10. Jan 2019, 00:49
rtfm: Axis manual

ähem, so richtig schwer zu finden wars ned grad.

aloa raindancer
DaX79
Ist häufiger hier
#3 erstellt: 10. Jan 2019, 01:04
Ääh...Da steh ich ja jetzt wie ein Idiot da.

Ich habe echt gesucht, habe auch andere Broschüren zum Axis gefunden. Aber diese Anleitung nicht. Nun ja, dann werd ich's mir mal durchlesen. Vielen Dank trotzdem


[Beitrag von DaX79 am 10. Jan 2019, 01:36 bearbeitet]
Wuhduh
Gesperrt
#4 erstellt: 10. Jan 2019, 01:40
Nabend !

Wenn der alte Akito bei Nullbalance inkl. TA etwas kräftiger angepustet wird, muß er sich zügig frei in alle Richtungen bewegen können. Und auch nicht gleich bei Nullbalance nach außen ziehen.

M. W. die klassischen Signale für den ebenso klassischen Lagerschaden im Alter.

MfG,
Erik
DaX79
Ist häufiger hier
#5 erstellt: 10. Jan 2019, 01:58
Danke für deine Nachricht, Erik. Ich muss gestehen,dass sich der Arm schon etwas schwerfällig verhält. Als ich ihn in der Balance hatte und dann mal anstupste, schwang er hoch und runter, ging aber eher wieder schwerfällig bis gar nicht in die Balance zurück. Das hatte der Tonarm vom 621er besser drauf. Das mit dem Pusten werde ich morgen mal versuchen.

Sollten es wirklich die altersbedingten Lager sein...Kann man sowas revidieren?

Und wegen der Justierung. Die Referenzlinie war,trotz Anleitung, echt schwer zu finden. Wer vermutet denn das Ding am komplett hinteren Teil des Akito Aber egal, jetzt weiß ich Bescheid
Wuhduh
Gesperrt
#6 erstellt: 10. Jan 2019, 02:04
Lagerschaden JA , Reparatur NEIN bzw. sinnfrei kostenintensiv

Beim Axis verabschiedet sich auch gerne im Alter die Steuerelektronik wegen Überhitzung und Kokelei auffa Platine

MfG,
Erik
aberlouer
Inventar
#7 erstellt: 10. Jan 2019, 09:58


Wuhduh (Beitrag #6) schrieb:
Lagerschaden JA , Reparatur NEIN bzw. sinnfrei kostenintensiv

Beim Axis verabschiedet sich auch gerne im Alter die Steuerelektronik wegen Überhitzung und Kokelei auffa Platine

MfG,
Erik


Das kann man vermeiden, indem man ihn bei Nichtgebrauch vom Strom nimmt. Zum Beispiel mit Hilfe einer schaltbaren Steckerleiste.
directdrive
Inventar
#8 erstellt: 10. Jan 2019, 13:35

aberlouer (Beitrag #7) schrieb:

Das kann man vermeiden, indem man ihn bei Nichtgebrauch vom Strom nimmt. Zum Beispiel mit Hilfe einer schaltbaren Steckerleiste.


Das mache ich auch so, spart nebenbei etwas Strom.
felixbo
Hat sich gelöscht
#9 erstellt: 10. Jan 2019, 13:38
Hi,
an die horizontal Lager kommt man wohl schwierig ran.
Die vertikal Lager kannst Du mit etwas Geschick reinigen und neu einstellen. Setzt aber schon bißchen feinmechanische Kenntnisse und Fähigkeiten voraus.
Das sind mit Metallscheiben abgedeckte Miniaturlager. Die kann man wenn das Öl verharzt ist durch den Spalt der Deckscheiben mit Bremsenreiniger, oder CRC WL aussprühen und wieder gängig machen. Danach mit einem dünnflüssigen Feinmechaniköl tropfenweise nachölen. Evtl. reicht das ja schon aus.
Einstellen ist schwieriger, würde ich nur machen wenn unbedingt erforderlich. Die seitlichen Konusschrauben sind als Verdrehsicherung zusätzlich eingeklebt. Wenn man sie gelöst bekommt kann man sie so einstellen, dass die Lager gerade spielfrei sitzen, aber noch nicht unter Spannung stehen. Danch wieder mit Gewindesicherung sichern. Geht man da zu forsch vor kann man aber auch den Tonarm ruinieren...
Hier mal ein Thread in dem das Vorgehen beschrieben wird. Bitte bis zum Ende lesen da es wohl nicht ganz so einfach war wie es zunächst erschien!
https://www.analog-f...-auseinander-nehmen/

Gruß Felix
DaX79
Ist häufiger hier
#10 erstellt: 22. Jan 2019, 22:51
Hab mit einem Bekannten jetzt die Einstellungen nochmal durchgeführt...aus meiner Sicht passt alles. Er meinte auch noch, dass die Lager aus seiner Sicht einen soliden Eindruck machen und gut laufen.

Mal eine andere Frage: Momentan habe ich ein Goldring 1006 montiert. Könnte man dem Akito evtl einen besseren Tonabnehmer gönnen? Könnt ihr eine Kombi empfehlen? Habe gelesen, dass das Nagaoka MP200, das Vinylmaster Silver und das Goldring 2200 eine Aufwertung geben können. Evtl kann ja jemand ein paar Erfahrungswerte Posten. Danke
Wuhduh
Gesperrt
#11 erstellt: 22. Jan 2019, 23:34
Nabend !

Und was ist jetzt mit der gemeldeten Schwergängigkeit ? Hat nix mit den Einstellungen und mit dem subjektiven Eindruck einer Zweitperson zu tun, die u. U. nicht zwischen dem theoretisch defekten Akito und einem intakten Arm differenzieren kann.

Di könntest Dir auch einen kompatiblen, höherwertigeren Nadeleinschub fürs Goldring kaufen. Ein Retipping könnte bei dem kurzen Nadelträger ein wenig komplizierter werden.

Das VM silver ( 540 ) ist mit dem Nadelschliff eine ganz andere Liga.

MfG,
Erik
Tendaberry
Stammgast
#12 erstellt: 23. Jan 2019, 16:19
Die neue Audio Technica VM95-Serie würde bestimmt gut passen, die AT-VM95ML wäre meine Wahl für € 169,-
DaX79
Ist häufiger hier
#13 erstellt: 23. Jan 2019, 16:47
Hallo nochmal,

vielen Dank für eure Einschätzungen. Ich bin durchaus bereit, für mein Hobby auch Geld in die Hand zu nehmen. Deswegen wäre das VM Silver momentan auch meine erste Wahl. Zumal ich auch noch ein 2M Bronze abzugeben habe. Habe nämlich gestern leider feststellen müssen, dass dieses nicht unter den Akito-Arm passt (im Netz wurde das schon öfters erwähnt) Das war auf meinem alten Dual drauf. Ergo hätte ich ein bisschen was im Sinne der Refinanzierung. Das VM Silver liegt ja momentan bei ca 360€.

Wenn also jemand ein gut erhaltenes 2M Bronze braucht....

@ Erik

Die Sache mit dem Tonarm ist natürlich auch eine bisschen subjektive Geschichte. Da ich leider nicht weiß, wie sich ein Akito-Arm mit Lagerschaden bewegt, kann ich demzufolge auch nicht zu 100% ausschließen, dass das Verhalten meines Arms evtl. doch normal erscheint.

Wir haben gestern mit Tonarmwaage gearbeitet und es passt alles. Der Arm schwingt ja auch, aber eben (AUS MEINER SICHT IM VERGLEICH ZUM 621er) etwas lahm. Aber evtl ist das ja auch normal.

Im Prinzip ists ja auch egal, da ich momentan den Arm weder austauschen noch revidieren werde. Sollte das Hörergebnis signifikant schlechter werden, dann muss ich freilich was tun. Momentan ist dies aber nicht der Fall.

@Tendaberry

Wo kann man denn das AT-VM95ML vergleichsweise einordnen?

Gruß
Torben


[Beitrag von DaX79 am 23. Jan 2019, 16:50 bearbeitet]
Tendaberry
Stammgast
#14 erstellt: 23. Jan 2019, 17:12

DaX79 (Beitrag #13) schrieb:

@Tendaberry
Wo kann man denn das AT-VM95ML vergleichsweise einordnen?
Gruß, Torben

Das ist wohl eher schwierig, habe weder Vergleichstests gesehen oder selber mit anderen in der Preisklasse (oder drüber) verglichen.
Hier ist eine der wenigen Beschreibungen, die ich gefunden habe. Die Shibata-Variante finde ich auch interessant.
https://theaudiofiles.co.uk/vm95-cartridge-range-review/ Aber vielleicht sind sie doch zu einfach für Dich? Das Rega Exact mit dem Vital-Schliff würde ich auch noch in Erwägung ziehen.
Wuhduh
Gesperrt
#15 erstellt: 23. Jan 2019, 21:09
Nabend !

Es gibt triftige Gründe, weshalb die wenigsten Rega-Tonarmbesitzer ein MM-Produkt des Herstellers - insbesonders das überteuerte Exact - verwenden.

Was wird der Brexit für die Inselaffen im Haiviehbereich an Zoll - Steuern - Preiserhöhungen bringen ? =

MfG,
Erik
aberlouer
Inventar
#16 erstellt: 24. Jan 2019, 14:15

Wuhduh (Beitrag #15) schrieb:
Nabend !

Es gibt triftige Gründe, weshalb die wenigsten Rega-Tonarmbesitzer ein MM-Produkt des Herstellers - ... - verwenden.



Ich hatte mal das Elys 2...das war wirklich der letzte Mist. Selbst auf einem RB300..



Wuhduh (Beitrag #15) schrieb:
Nabend !

Was wird der Brexit ... bringen ? =



Ich denke mal für "British-HiFi" affine Menschen wie mich (Spendor, Roksan, SME) nichts Gutes.
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