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Phono-Preamp gesucht

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der_skeptiker
Schaut ab und zu mal vorbei
#1 erstellt: 25. Aug 2003, 11:25
Hallo,
habe einen Sansui SR-B200-Plattenspieler erstanden. Der Grund ist einzig der gelegentliche Wunsch, geliehene und sehr wenige eigene Platten abzuspielen. Zu mehr taugt der betagte Plattenspieler u.U. nicht mehr - ich kenne mich mit Analogtechnik wenig aus. Der Spieler wird vom Fachmann neu justiert; der Abtaster ist wahrscheinlich noch original, aber angeblich technisch ok. (Verkäufer war eine Hifi-Werkstatt, über EBay, aber mit Garantie)
Die Fragen: Meine restlichen Komponenten spielen trotz des etwas kühlen Rotel-Amps sehr musikalisch bis mitreißend, dynamisch, ohne zu viel Bass und räumlich packend (dank der genialen Royd-Speaker). Da soll auch der Plattenspieler annähernd reinpassen.
- Welches Abtastsytem ist empfehlenswert?
- Welcher preiswerte Phonovorverstärker kann empfohlen werden? Oder anders gefragt: Kann man mit einer Pro-Ject PhonoBox leben ;-) ? Wie 'billig' darf es sein?
funny1968
Hat sich gelöscht
#2 erstellt: 25. Aug 2003, 14:12
Analogtechnik und billig geht meistens nicht.


Wenn es Spaß machen soll beginnt das Leben etwa bei einem

DENON DL 1XX Tonabnehmer. (MC oder high-Output MC)

Beim Vorvorversärker geht die Welt m.E. bei einem ROTEL los, ohne daß dieser überragend ist.


Die "eingabauten" NAIMs und T+As gefallen mir sehr gut.


Folglich ist unter 700 EURO fast nichts "Audiophiles" zu realisieren.



OK, was ist fürs Geld vernünftig?

Als Tonabnehmer sicher das AT 95E (Audio Technika) mit etwa 50 EUR. Fürs Geld einmalig!

Beim Vorvorversärker kenne ich mich da nicht so aus.
Preiswertes gibt es wohl von CREEK, NAD oder Project.

Erfahrung habe ich mit den genannten nicht.
der_skeptiker
Schaut ab und zu mal vorbei
#3 erstellt: 26. Aug 2003, 08:23
ja, danke. Das dachte ich mir, ist auch vernünftig. Nur ist's bei mir eben so eine Gelegenheitssache, Platten zu hören. Da sind 700EUR schon happig... v.a. im Vergleich zu dem Plattenspieler ;-)
So, gestern hat einer bei Ebay eine Pro-Ject-PhonoBox für sage und schreibe 72EUR ersteigert. Plus Versand! Das Teil kostet neu nur 90! Mit Garantie! Also ist dort auch nix vernünftiges zu holen...
Wird wohl auf einen neuen PP2 von NAD oder die Pro-Ject-Box hinauslaufen.
Den 95E von AT höre ich mir wenn's geht mal bei einem Händler an! Ist sicher sein Geld wert.

Also, danke nochmal!

der_skeptiker bleibt skeptisch, weil Skepsis vor Schlimmerem schützt!
martin
Hat sich gelöscht
#4 erstellt: 26. Aug 2003, 13:48
Hi skeptiker,

vielleicht wäre der Lehmann 'Black Cube' etwas für Dich. Wird in den einschlägigen Foren immer genannt, wenn es um eine Empfehlung im Vernunftbereich mit guter Preis-Leistung und möglichst großer Abdeckung an Eingangsimpedanzen geht.
Kenne aber leider den Preis nicht.

Grüße
martin
der_skeptiker
Schaut ab und zu mal vorbei
#5 erstellt: 26. Aug 2003, 13:57
danke Martin, der Blackcube kostet satte 400 Mäuse, das ist mir zu viel. Er mag aber sein Geld wert sein...
Clearaudio bietete wohl einen PrePreamp für 300EUR an, Creek für 250. Bekannte Namen, ich bin morgen bei einem Händler, mal sehen, was der sagt und zum Hören anbietet.

Was ich aber schön finde: Dieses Formum kannte ich bisher nicht, aber hier scheint es echt nette Leute zu geben, die helfen wollen und können. Danke dafür!

der_skeptiker ist glücklich
burki
Hat sich gelöscht
#6 erstellt: 26. Aug 2003, 13:57
Hi,

hmm, kann nicht nachvollziehen, warum man unbedingt 700 EUR fuer einen PhonoPre ausgeben muss, um "vernuenftig" Musik hoeren zu koennen.
Fuer obige Ansprueche reicht IMHO eine Project-Box (es gibt da ja auch eine erweiterte) oder ein NAD voellig aus.
Benutze selbst den Black Cube (noch nicht SE), der damals m.W. um die 800 DM kostete und sowohl MM, als auch MC "verarbeitet".

TA kann ich leider keine anraten, da ich weder den Dreher, noch daran moegliche Tonarme kenne.

Gruss
Burkhardt
drbobo
Inventar
#7 erstellt: 26. Aug 2003, 16:12
mbmn kann man mit der project-box gut leben, liegt vom Niveau deutlich über den meisten eingebauten phono-vorverstärkern. Kenne zwar den Sansui-Player nicht (SR-B 200), wird aber sicherlich kein tausend-Euro Spieler sein...
Falls es ein MC-System sein soll, ist meines wissens der NAD PP2 für 100 Euro das günstigste System,
Habe mal von einem Freak die Regel gehört dass der vor-vorverstärkeer nicht teurer sein sollte als das eingebaute System, insbesondere da du nur ab und zu Platten hören willst ein guter Ratschlag.
Zur Systemfrage müsste man wissen in welche Gewichtsklasse der Tonarm fällt, wenn du das nicht weisst, kannst du deine Frage mal im AAA-Forum posten oder Holger hier im Forum eine PM-schicken.


[Beitrag von drbobo am 26. Aug 2003, 16:25 bearbeitet]
der_skeptiker
Schaut ab und zu mal vorbei
#8 erstellt: 27. Aug 2003, 08:19
Hui! Habe ein Angebot für den PrePreamp Thorens MM001 für 59,-EUR neu! Kennt den jemand? Wie gut ist er?


[Beitrag von der_skeptiker am 27. Aug 2003, 08:20 bearbeitet]
Holger
Inventar
#9 erstellt: 27. Aug 2003, 11:06
Ohne das Gerät zu kennen, würde ich sagen, dass zumindest der Preis sehr gut klingt : normaler UVP 98 Euro, in Großbritannien wird das Teil sogar für knappe 100 Pfund verkauft.

Ach so, ganz vergessen : die Antwort auf Deine PM ist unterwegs.


[Beitrag von Holger am 27. Aug 2003, 11:24 bearbeitet]
Supper's_Ready
Stammgast
#10 erstellt: 27. Aug 2003, 13:17
Also der Thorens MM-001 sieht verdächtig nach der Pro-Ject Phonobox aus. Weiss jemand etwas darüber ???

Bei 59 Euro wäre sie allerdings günstiger als Pro-Ject.
der_skeptiker
Schaut ab und zu mal vorbei
#11 erstellt: 27. Aug 2003, 14:02
na momend emma!
Das Teil ist im Sonderangebot und war auf 1 Stück begrenzt. Es kostet offiziell zwischen 96 und 99EUR in D. Wie Holger schon sagt im Ausland (D ist für Schweizer offenbar kein Ausland :-) ) richtig viel mehr.
Ich finde übrigens, dass es rein optisch zwischen der Pro-Ject PhonoBox (PPB) und dem MM001 sehr viele Unterschiede gibt - es fängt beim Gehäuselook an und das Netzteil bei Thorens besitzt angeblich einen Filter - das der PPB wohl nicht. Außerdem ist der Spannungsanschluss beim Thorens auf der anderen Seite. Das Gehäuse des Thorens ist wohl auch aus Plastik *igit_aber_was_solls*, die PPB ist aus eisenhartem Stahlblech.*gg*
Außerdem bringt der Thorens ein angeblich hochwertiges Cinchkabel mit - bei Pro-Ject muss man sich extra eines kaufen (NAD PP1/2 hat auch ein fest montiertes Cinchkabel).

Wenn ich alle Teile zusammen habe und ich den Klang ein paar Stunden beurteilen konnte, berichte ich. Meine Referenz ist übrigens ein älterer aber aufwändigerer Pro-Ject mit irgendeinem Goldring-Abtaster (ich guck mal drauf, welcher es ist) und NAD-Vollverstärker (guck ich auch mal drauf), dazu ein überraschend gutes Abacus-Subwoofersystem und Standardkabel. Ich versuche auch mal einen NAD PP1 (leider nur der 1er) mit einzubeziehen, dann haben wir zwei preisgünstige Kandidaten im Vergleich. Die Kisten stehen bei einem Freund und klingen höllisch gut - so gut, dass auch ich jetzt mehr und mehr Schallplatten mag!

Bis dann!
drbobo
Inventar
#12 erstellt: 27. Aug 2003, 14:30
Viel Spass beim Hören!
ps: der NAD pp2 hat keine fest montierten Kabel sondern (vergoldete) Buchsen, eine kurze "Beipackstrippe" wird mitgeliefert
der_skeptiker
Schaut ab und zu mal vorbei
#13 erstellt: 27. Aug 2003, 19:35
Ah! NAD pflegt seine Modelle gewissenhaft! Prima, dass man jetzt das (früher beim PP1 zumindest offenbar technisch nicht soooo tolle) Kabel selbst aussuchen kann. Auch die Stecker sind bei dem PP1-Kabel nicht massiv, aber schon vergoldet.
Heute ist übrigens meine erste selbst gekaufte Schallplatte eingetroffen! Das ist vielleicht komisch! Ich meine, ich bin jetzt 30, und was ich vor 15 Jahren so an Schallplattentechnik mitbekam, kam mir damals schon ziemlich anachronistisch vor. So kam es auch, dass jetzt 300 CDs einen Teil meines Wohnzimmers dominieren. Mal sehen, wie sich das mit den Platten entwickelt... Ich bin verspannt!

So, dann gute Nacht da draußen!
yellowshark
Stammgast
#14 erstellt: 29. Aug 2003, 13:19
als tipp von mir:
schau mal bei ebay unter http://cgi.ebay.de/ws/eBayISAPI.dll?ViewItem&item=3344691698&category=12050
das teil habe ich soeben angeschlossen und bin von der qualität sehr angetan. kostet als fertiggerät 60 euro. kein rauschen, toller klang, sehr flexibel und einfach anpassbar.

ciao
Stefan
der_skeptiker
Schaut ab und zu mal vorbei
#15 erstellt: 29. Aug 2003, 22:12
Hallo Stefan!
Danke für den Tipp - in meinen stundenlangen Streifzügen durch die Gebirge und Untiefen von EBay bin auch ich auf den SUPA gestoßen. Da mir das Experiment mit einem Teil, dessen Qualität weder von irgend jemandem halbwegs Unabhängigen noch von sog. Fachzeitschriften auch nur annähernd beschrieben werden konnte, es zu dem Teil keine von mir auffindbare Website gibt und ich in Elektronikfragen nicht so bewandert bin, dass ich für mich einschätzen kann, ob die bei EBay beschriebene Technik was taugen könnte, habe ich NICHT gekauft. Aber verlockend war das Angebot! Und fast hätte ich mich überwunden. Nun da Du ja offenbar gute Erfahrungen gemacht hast ärgere ich mich zwar, aber da der Thorens MM001 zufällig auch nur 60EUR (statt 100) kostete, ist es zu verschmerzen. Hoffentlich klingt er auch gut *bibber* Ohne Probehören macht das fein keinen richtigen Spaß! *gg*
Unbekannte Hersteller haben's eben schwer, aber wenn er wirklich gut ist, würde er sich bei ein bißchen Marketing (zumindest Händler, die ihn vorführen könnten) auch gut verkaufen lassen, denke ich. Diese Preisklasse jedenfalls scheint, wie man an den zahlreichen Beiträgen zu dem Thema sieht , interessant zu sein.

Good night out there in the wilderness of preamps...and save a prayer for unknown vendors!

By the way and off-topic: Kennt ihr die schon: http://www.hoererlebnis.de
Man lese z.B. den Beitrag über den Geithain RL904 - köstlich! Ich werd' die Zeitschrift sicher abonnieren - klingt lustig, was Herr Dunkel da so rausgibt.


[Beitrag von der_skeptiker am 29. Aug 2003, 22:13 bearbeitet]
yellowshark
Stammgast
#16 erstellt: 30. Aug 2003, 09:03
na ja, blind habe ich das teil ja auch nicht gekauft, sondern mir vorher ratschläge und infos in den einschlägigen foren geholt. deshalb war das risiko eher gering. der große vorteil von dem supa ist halt die einfache anpassung an die diversen mm/mc-systeme. was ich so mitbekommen habe, verkauft sich das gerät aber ziemlich gut.

ciao
Stefan
der_skeptiker
Schaut ab und zu mal vorbei
#17 erstellt: 07. Sep 2003, 18:17
High!
So, nun hab' ich den Plattenspieler und den Thorens MM001 da. Und es geht. Und wie! Wer zum Geier hat eigentlich die CD erfunden? Eines vergaß er: Die Musik. Und die ist lebendig, richtig zum Verlieben :-))
Aber der Reihe nach...
Den Plattenspieler hab' ich genial verpackt von 'Der Werkstatt' in Viersen bekommen. Die Post gab sich sicher keine besondere Mühe ihn zu tranportieren, aber er kam sehr heil an. Die Einstellungen der Abtastwinkel sind so wie ich ihn bekam, auch der Tonabnehmer. Beides wird in den nächsten Tagen erneuert. Werd' ein AT95E nehmen. Der Chef der 'Werkstatt' war am Telefon sehr nett und reit mir aber davon ab, den Tonabnehmer zu wechseln oder gar den Plattenspieler justieren zu lassen. Das wäre übertrieben, aber na ja, ich mach's trotzdem :-) Der Sansui ist sooo schlecht nicht - solide und für meine Begriffe sehr ruhig!
Der Thorens kam auch gut an - allerdings dachte ich erst an einen Joke: Das Paket war federleicht. Das Netzteil sieht von außen aus wie eines für 5 EUR von Conrad. Das Gehäuse des MM001 auch :-( Ebenso wie das 'hochwertige' Cinchkabel (O-Ton Thorens!). Sowohl Gehäuse als auch Kabel bedurften also der Fürsorge. Also Kabel gewechselt - Kimber PBJ, da macht man erst mal nix falsch. Dann hab' ich das erbärmliche Plastegehäuse ohne Schrauben (nix mit reingucken!) in Luftnoppenfolie verpackt; das entkoppelt auch vom Möbelstück und v.a. vom Umgebungsschall. Das alles allerdings nacheinander und erst nach dem ersten Hören, welches gegen den PP1 von NAD eher enttäuschend war: Mehr als die 60 EUR, die ich bezahlte, ist der MM001 nicht wert. Ja, so hart wie das ist, aber der PP1 kann alles besser. Zumindest ohne Gehäusetuning und mit der Beipackstrippe des MM001. Der NAD spielt homogener, mit mehr Farben, räumlich nicht tiefer, aber vertikal besser gestaffelt, und ruhiger, fast gelassen. Dafür treten Details nicht so stark hervor.
MIT Tuning sieht die Sache anders aus: Unentschieden! Plötzlich spielt auch der Thorens ruhig, wenn auch nicht gelassen wie der NAD. Die Räumlichkeit gewinnt dramatisch (v.a. horizontal) und: Der Bass! Er kommt unglaublich viel druckvoller und präziser. Also ihr Leutz bei Thorens, was habt ihr euch nur dabei gedacht, DIESES Billiggehäuse und dieses grauenvolle Kabel beizupacken?! Dann lieber ohne Kabel und 1 EUR billiger - mehr kostet das Teil sicher nicht ;-) Somit war auch der Thorens des Hörens wert.
Eines sollte man allerdings nicht vergessen: Um dieses Ergebnis zu erreichen muss man dem Thorens schon gehörig eins auf die Buchsen klicken: Unter dem PBJ geht sicher wenig, und das ksotet so um die 90 EUR (halber Stereometer). Also kommt man damit auf satte 190 EUR! Und dann lieber noch 50 EUR draufgelegt und einen Creek OBH x oder sowas gekauft. Dann fetzt's richtig.
Fazit: Der Thorens MM001 ist was für mich - als Gelegenheitshörer. Mehr nicht. Aber auch nicht weniger: Er macht getunt schon richtig Spaß und das ganze Ensemble schlägt meinen Marantz CD52 MkIISE schon deutlich in Musikalität und Räumlichkeit und Spielruhe und Luftigkeit. Mit dem NAD PP1 wird's nochmals etwas luftiger und räumlich stabiler und ruhiger. Mit dem Creek OBH x wäre es sicher...suchtfördernd. Aber das wird wohl auch so kommen: Meine Lieblingsplatten von vor vielen Jahren klingen mit der schwarzen Scheibe einfach authentischer. Einfach mehr Musik kommt an.
Eines stört mich allerdings: Stimmen zischeln erheblich mehr als bei meinem CD-Spieler. Fast schon lästig! Woran liegt das? Unterschiede zwischen MM001 und PP1 waren da eher unerheblich, wie ich feststellte. Ist's der Tonabnehmer?

Wenn das AT95 draufsitzt und das Teil justiert ist, schreibe ich die Erfahrungen wieder hierein.

Bis dann!


[Beitrag von der_skeptiker am 07. Sep 2003, 18:18 bearbeitet]
der_skeptiker
Schaut ab und zu mal vorbei
#18 erstellt: 02. Okt 2003, 21:41
Hallihallo,
da bin ich wieder.

Also: Der Plattenspieler läuft prima! Der Thorens ist mittlerweile eingespielt und musiziert ziemlich spritzig, räumlich gut gestaffelt, sehr detailreich und nicht unruhig, wenn auch nicht mit der Gelassenheit des NAD PP1/2. Das alte System war nicht nur völlig falsch eingestellt (Stimmen zischelten), sondern, wie mir jetzt klar wird, auch basslastig und detailarm.
Der Tonabnehmer AT95E ist von der ausgesprochen spritzigen Sorte, was seine Allroundfähigkeiten unterstreicht. Er spielt sehr detailreich, gut auflösend und gestaffelt, homogen, farbenreich, mit leicht untertriebenem Bass, der aber sehr konturiert und präzise ist. Für das Geld (35EUR) sicher nicht zu schlagen, dass glaube ich mittlerweile. Bei Ebay will man gar nur 25EUR...
Die Einstellerei beim Händler lohnte sich offenbar, denn das Sytem arbeitet in Teilbereichen (z.B. Räumlichkeit) besser als mein CD-Spieler, wenn auch minimal bassärmer. Dennoch macht es richtig gut Musik und mittlerweile haben sich bereits etliche Platten bei mir eingefunden...
Den Prepreamp habe ich mit einem einfachen, aber schon besseren NF-Kabel konektiert: Monitor Stargate C-1, welches eigentlich aus der AV-Ecke kommt. Aber: Ein geniales Kabel! Sehr homogen, detailreich ohne Ende, nicht basslastig, musikalisch, wenn auch nicht swingend. Seine Grenzen erkennt man erst bei sehr komplexer Musik - hier könnte es besser auflösen und v.a. ruhiger spielen. Aber dennoch aus meiner Sicht das mit Abstand billigste NF-Kabel am deutschen Markt, welches richtig gut spielt - für 15EUR (0,6 Stereo-Meter fertig konfektioniert)!

Was meine 'Referenz' (Pro-Ject 6.3 glaube ich, Goldring-Abtaster (konnte nicht erfahren, welcher), NAD-Vollamp (ehemals unter 1TDM), Monitor Black&White-NF-Kabel, Abacus-Subwoofersystem) anbelangt, so musiziert sie mittlerweile mit einem Creek OBH8 Prepreamp. Und das Teil ist eine Wucht! Wir haben ihn bei 'Die Nadel' für nur 165EUR gekauft und er spielt alles bisherige an die Wand. Extrem detailreich, sehr homogen, präzise, genau richtig im Bass, sehr ruhig und einfach schön. Musik, sonst nix. Wer also ein bischen mehr Kohle hat und nicht mit einem Billig-Laufwerk wie ich antritt, ist mit ihm auf jeden Fall dem 7. Himmel sehr viel näher als mit dem PP2, der Pro-Jet-PB oder dem Thorens MM001. Dieser Michael Creek ist schon ein Genie - seine Verstärker liebe ich und einer von ihnen wird auf jeden Fall demnächst meinen unterkühlten Rotel ablösen.

So, das war's und danke an alle, die mir halfen!


[Beitrag von der_skeptiker am 02. Okt 2003, 21:44 bearbeitet]
az
Stammgast
#19 erstellt: 09. Okt 2003, 09:21
Ist wahrscheinlich nichts audiophiles, aber in der c't war vor einiger Zeit mal ein Entzerrer/Vorverstärker als selbstbau-Projekt. Da hätte man neben einem (hoffentlich) günstigen Preis noch den Spaß des Bastelns

Friedrich
der_skeptiker
Schaut ab und zu mal vorbei
#20 erstellt: 10. Okt 2003, 07:53
na ja, das mit dem 'audiophil' sein ist so eine Sache. Da gehen die Meinungen doch erheblich auseinander.
Für mich bedeutet audiophil in erster Näherung, dass ich das, was der Künstler bei der Aufnahme fühlte und in seine Musik transportierte, so gut wie möglich nachempfinden kann.

Bei der Suche nach einem dafür geeigneten Wiedergabesystem (primär CD) bin ich bisher nur bei zwei Lautsprecherherstellern fündig geworden und bei ebenso wenigen Elektronikherstellern. 'Royd' und 'Shahinian' LS und 'Creek' und 'Naim' Elektronik. Das bis auf die LS bisher keiner der Hersteller mein Lieferant war, hat einzig monetäre Gründe

Das von mir beschriebene System ist wirklich nur für Gelegenheitshörer empfehlenswert, keinesfalls für Vinyler, die mehr als 10% ihrer Hörzeit schwarze Scheiben vor sich drehen sehen. Dementsprechend niedrig war meine Investition - und für weniger ist nichts zu bekommen, womit man halbwegs ernsthaft Musik hören kann. Denn eines kann die Kombi Sansui/AT/Thorens ganz gut: 'Gänsehaut' produzieren. Und das ist doch was - für insgesamt 170EUR, oder?
Für sagen wir ca. das Doppelte ist dann schon der Himmel wesentlich näher gerückt - der kleinste Pro-Ject mit dem standardmäßig montierten System zusammen mit dem Creek OBH8. Aber das werde ich wohl überspringen...
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