Thorens TD 320 MK III - Hilfe

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twoleftears
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 13. Feb 2019, 14:39
Hallo werte Forianer!

Ich habe kürzlich den oben genannten Dreher mit einem TP50 Tonarm erworben. Habe hier schon echt viel über mögliche
Tuning- und Instandsetzungsoptionen gelesen, von denen ich gerne einige umsetzen würde.
Die Antidröhnmatte beispielsweise ist schon bestellt :-)

Jedoch belastet mich aktuell ein dringenderes Problem, der Tonarm.
Ich wollte die Tonarmhöhe verändern und habe mutig die beiden kleinen Schrauben, die links und rechts am Gehäuse zu finden sind, gelöst.
Nun ist offensichtlich die korrekte Stellung komplett versaut. Der Arm scheint vom Lager gerutscht zu sein und lässt sich nun mit leichtem Spiel
hin un her bewegen. Irgendwie fehlt mir nun die genaue Mittelposition. Ich hoffe ich konnte das Problem trotz meines laienhaften Hintergrundwissen
einigermaßen verständlich darlegen.

Kann mir jemand einen Tipp geben wie ich hier die korrekte Stellung wieder finde?
felixbo
Ist häufiger hier
#2 erstellt: 13. Feb 2019, 14:45
Hi,
kannst Du evtl. Bilder einstellen woran Du gedreht hast? Sonst ist das wie herumstochern im Nebel...

Gruß Felix
twoleftears
Ist häufiger hier
#3 erstellt: 13. Feb 2019, 14:54
Hallo Felix,

selbstverständlich.
Here we go:

20190213_144722[1]

Es ist dieses Schräubchen das einen hier so direkt anlacht. Es ist mit einer Art Kontermutter versehen
und hat einen Zwilling auf der anderen Seite des Gehäuses.

Beste Grüße
Marc
raindancer
Inventar
#4 erstellt: 13. Feb 2019, 15:23
Ich denke du hast das Tonarmlager gelöst, der TP50 hat m.W. keine Höhenverstellung. Hab aber keine eigene Erfahrung mit dem.

aloa raindancer


[Beitrag von raindancer am 13. Feb 2019, 15:24 bearbeitet]
felixbo
Ist häufiger hier
#5 erstellt: 13. Feb 2019, 15:28
Hi Marc,
alles klar. Das sind die Einstellschrauben für das Tonarmlager. Wenn Du die lose drehst ist der Arm ohne Führung, da soll der schon mal wackeln.
Das wieder richtig ein zu stellen ist nicht ganz einfach, da sollte man schon wissen was man tut, sonst ist das Tonarmlager im Eimer. Die beiden Schrauben haben vorne eine Spitze und werden seitlich in offene kleine Mikrolager eingedreht. Zieht man sie zu fest gehen die Lager kaputt, oder die Spitzen werden verdrückt, oder brechen ab. Ist Feinmechanik also immer mit viel Gefühl rangehen. Ich suche mal nach einem Schnittbild dann siehst Du wie sich das verhält.

Gruß Felix
twoleftears
Ist häufiger hier
#6 erstellt: 13. Feb 2019, 15:39
Na großartig... Das war dann wohl nicht besonders smart von mir an dem Ding herumzubasteln

Hört sich für mich jetzt so an, als müsste ich die Spitzen der Einstellschrauben in besagte Mikrolager manövrieren und das blind...welch Freude...
Ein Schnittbild wäre hier sicherlich hilfreich. Ein pdf zum TP50 habe ich bislang vergebens gesucht, gibt es so etwas ggf. hier im Forum?

Und wie sieht es nun mit der Höhenverstellbarkeit so grundsätzlich aus. Geht das oder nicht?
vinylrules
Stammgast
#7 erstellt: 13. Feb 2019, 15:45

Und wie sieht es nun mit der Höhenverstellbarkeit so grundsätzlich aus. Geht das oder nicht?

Nö.
onabudget
Stammgast
#8 erstellt: 13. Feb 2019, 16:43

raindancer (Beitrag #4) schrieb:
Ich denke du hast das Tonarmlager gelöst, der TP50 hat m.W. keine Höhenverstellung.


Ich bin auch davon ausgegangen, dass Thorens Plattenspieler keine Tonarme haben, die dazu gedacht sind, sie in der Höhe zu verstellen. Daher die Distanzplättchen. Einige Tonarme lassen sich zwar in der Höhe verstellen, doch diese Schrauben sind dafür nicht gedacht, da eine Verstellung der Höhe mit der Endabschaltung konfligieren kann.

Ist es tatsächlich ein TP 50 oder doch ein TP 90?
felixbo
Ist häufiger hier
#9 erstellt: 13. Feb 2019, 16:44
Hi,
finde auch gerade nichts brauchbares zum TP 50. Aber im Prinzip ist es so, dass Du den Arm wieder richtig ausrichten musst, auch in der Höhe, und dann vorsichtig eine Spitze wieder in ein Lager fummeln musst. Da fällt mir gerade ein, es kann auch sein, dass das die Vertikallagerschale in der Stellschraube sitzt und die Spitzen am Arm sind, ist aber auch egal wie rum. Hast Du diese Position gefunden drehst Du die Gegenseite etwas rein und suchst auch hier die Spitze ein zu passen. Sind beide Spitzen wieder drin musst Du den Arm durch gegenseitiges Reindrehen der re und li Spitze mittig zentrieren. Nie mit Gewalt arbeiten. Wenn Du am Arm vorsichtig ein wenig wackelst merkst Du wann das Spiel raus ist. Jetzt vorsichtig schauen wann der Arm bei der auf- und ab Pendel-Bewegung "schwergängiger" wird. "Schwergängiger" heisst hier: Er pendelt nicht mehr völlig frei. Dann die Schrauben vielleicht 1/8 Umdr. zurückdrehen, damit er wieder frei pendelt. So, dann vorsichtig die Kontermuttern ein wenig festziehen ohne die Schrauben dabei mit zu verdrehen. Kontrollieren ob der Arm noch völlig frei pendelt. Wenn er jetzt minimal Spiel im Lager hat ist das nicht ganz so dramatisch, zumindest besser als zu fest gedreht.
Hier noch ein link, kann man nicht ganz toll erkennen, aber vielleicht hilft es Dir, ungefähr auf die Hälfte runterscrollen da sind Bilder von den Lagerschrauben und darunter ein ähnliches Vertikallager:
https://www.tnt-audio.com/jpg/sattonearmbearing.jpg
ein anderer Arm evtl. erkennst Du was:
http://www.theanalogdept.com/btd12s.htm
und hier nochmal der BTD 12S zumindest ein paar Bilder von den Innereien:
https://pinkfishmedi...d-12s-tonearm.86673/
Hoffe das hilft Dir ein wenig.
Aus welcher Postleitzahlecke kommst Du denn? Evtl. kann Dir ja ein Forenkollege beim Zusammenbau helfen?

Gruß Felix
twoleftears
Ist häufiger hier
#10 erstellt: 13. Feb 2019, 17:01
Ja, vielen Dank erstmal an die Helfenden.

Felix, vielen Dank für deine Mühen, und ja, das hilft weiter.
In der Zwischenzeit habe ich mir das Ganze auch mal im Detail angesehen und die beiden Mikrolager entdeckt.
Das wird in der Tat ein übles gefummel bis ich das wieder drinn habe. 15 Versuche sind bereits gescheitert.
Und jetzt, zur Erheiterung oder allgemeinem Kopfschütteln...diese beiden Kügelchen sind irgendwo abgefallen und ich habe keine Ahnung wo...
20190213_165310

Soooo, verkaufe defekten TP50...

Vorschläge? Ideen? Schmähungen?


[Beitrag von twoleftears am 13. Feb 2019, 17:02 bearbeitet]
raindancer
Inventar
#11 erstellt: 13. Feb 2019, 17:05

onabudget (Beitrag #8) schrieb:
Ist es tatsächlich ein TP 50 oder doch ein TP 90?

Eindeutig TP50, siehe Foto.
Btw der TP90 ist höhenverstellbar.
T.N.T.´79
Ist häufiger hier
#12 erstellt: 13. Feb 2019, 17:29
Hallo,


diese beiden Kügelchen sind irgendwo abgefallen und ich habe keine Ahnung wo..


Die dürften tatsächlich aus dem Mikrolager stammen. Das sind sehr kleine Kugellager. Damit dürfte die Tonarmlagerung leider hin sein. Eine Reparatur wird sich da vermutlich nicht mehr lohnen.

Falls doch, korrigiert mich bitte.

Grüße
felixbo
Ist häufiger hier
#13 erstellt: 13. Feb 2019, 18:15
Hallo Marc,
das sind Kuglen aus den Vertikal-Lagern...
So jetzt kommts drauf an: Dreh mal vorsichtig die Einstellschrauben raus. Sind die Mikrolager dort in der Schraube integriert? Mal schauen ob Du die Kugeln wieder rein kriegst. Dann kann man notfalls noch die Schrauben mit den Lagern komplett durch neue ersetzen. Sind die Lager aber im Arm braucht es mehr mechanische Fähigkeiten als ein normal Begabter hat. Ich drück Dir die Daumen.

Gruß Felix
twoleftears
Ist häufiger hier
#14 erstellt: 13. Feb 2019, 18:52
Hier mal ein paar Bilder der Misere:

Lager, rechte Seite
Linke Seite.

20190213_183644
Linke Seite zoom.

IMG-20190213-WA0004
Rechte Seite.

Besser werden die Bilder leider nicht.
Auf der linken Seite sind 2 Kügelchen in der Vertiefung zu sehen, rechts fehlen diese komplett.
Sofern die Kügelchen rechts rausgefallen sind, kann ich die nicht einfach wieder dort hineinfummeln?
Was mich irritiert ist dieses einsame Kügelchen welches auf Bild 1 und 2 zu sehen ist, direkt unter dem Messingblock.
Auf der rechten Seite fehlt dieses auch, habe aber definitiv nur 2 hier zu liegen...
felixbo
Ist häufiger hier
#15 erstellt: 13. Feb 2019, 19:11
Hallo Marc,
wenn ich mich richtig erinnere sind pro Lager 4 Kugeln verbaut. Da haben wohl ein paar der kleinen Biester einen Fluchtversuch unternommen...

Gruß Felix
T.N.T.´79
Ist häufiger hier
#16 erstellt: 13. Feb 2019, 19:19
Kann es sein, dass da das Teil, welches die Kugeln im Lager hält, auf der beschädigten Seite fehlt.
Sie auf den Bildern fast so aus, wenn man beide Seiten vergleicht.

Ich denke, alle Kügelchen werden wohl aus der linken Seite stammen.

Also ich müsste da aufgeben. Habe zwar keine zwei linken Hände, aber das wäre für meine Nerven nix.
Hut ab, wer sowas nochmal hinbekommt.
felixbo
Ist häufiger hier
#17 erstellt: 13. Feb 2019, 19:27
Hallo Marc,
kannst Du nochmal eine Nahaufnahme der rechten Seite machen? In der Vergrößerung kann ich da nichts richtig erkennen.

Gruß Felix
twoleftears
Ist häufiger hier
#18 erstellt: 13. Feb 2019, 19:32
Na das habe ich ja prächtig arrangiert
Meine feinmechanischen Fähigkeiten sind der Reparatur mit Sicherheit nicht gewachsen. Und selbst in dem unwahrscheinlichen Fall,
dass ich die Reparatur doch hinbekommen sollte, ist noch lange nicht gesagt, dass nicht irgendwelche "Begleitschäden" entstanden
sind die alle Mühen quasi wieder torpedieren.

Das bedeutet wohl, dass ich einen neuen Tonarm brauche....ich gehe dann mal eben schnell heulen...

Welchen Tonarm kann man hier nehmen? Einen alten Thorens TP50 oder TP90?
Ein ganz anderes Modell?
Einen Tonarm neueren Datums?
Fragen über Fragen...

An dieser Stelle noch mal vielen Dank an die Helfenden.
Und falls ein Profi doch noch eine Möglichkeit zur Reparatur sieht bin ich ganz Ohr?

@Felix: ja, ich versuche mein Bestes, wird aber erst später was werden.


[Beitrag von twoleftears am 13. Feb 2019, 19:33 bearbeitet]
felixbo
Ist häufiger hier
#19 erstellt: 13. Feb 2019, 20:00
Hi Marc,
sammel mal die Kugeln ein und dann "schaun mer mal".

Gruß Felix
twoleftears
Ist häufiger hier
#20 erstellt: 14. Feb 2019, 00:54
Hall Felix,

ich weiß nicht ob du hierauf mehr erkennen kannst.
Falls nicht versuche ich es nochmal bei Tageslicht.

20190214_004930

Güße!!
Marc
felixbo
Ist häufiger hier
#21 erstellt: 14. Feb 2019, 07:59
Moin Marc,
ja ist besser. Man sieht hier eine dünne Scheibe die die 4 Kugeln im Lager hält. Diese Scheibe fehlt auf der linken Seite. Hast Du iregndwo so eine Scheibe gefunden? Da das re Lager also noch intakt ist, sind alle Kugeln aus dem linken. Ich sehe da 4 Kugeln müsste also passen. Wenn da ein Lagerkäfig =Scheibe) verbaut war und der weg ist, ist es kein Wunder, dass Du das nicht mehr montiert bekommen hast. Da braucht man dann einen Plan B. Wenn alle Stricke reißen kann man so ein Lager auch ersetzen (lassen). Bei dualfred.de gibt es im Zweifel auch noch einen ganzen Tonarm für 190.-€ (vgl. https://www.dualfred...narm-7888xxx-dt.html). Damit wäre der Player wieder wie neu. Es gibt auch andere Arme mit denen man glücklich werden kann, der 320er ist eine gute Basis.
Plan B wäre, wenn Du die Scheibe nicht mehr findest, die 4 Kugeln mit etwas Lager-Fett im linken Lager zu fixieren, dann den Arm neu zu montieren. Gelingt das, wird das Fett mit ein zwei Spritzer Bremsenreiniger (oder Kontakt WL) wieder aus gespülen. Den Rest dabei mit Küchenkrepp abdecken. Dann wäre die Leichgängigkeit wieder hergestellt.

Gruß Felix
twoleftears
Ist häufiger hier
#22 erstellt: 14. Feb 2019, 09:58
Guten Morgen Felix,
ich werde mal nachschauen, ob die Scheibe vielleicht irgendwo im Inneren des Gehäuses klebt. Rausgefallen ist sie definitiv nicht, die Chancen stehen also gut.
Auf dem Bild des TP 50 bei Dualfred sieht man, dass man den Deckel vom Gehäuse nehmen kann. Wenn man hier nicht blind schrauben muss erleichtert das die Montage natürlich erheblich.
Werde auf jeden Fall versuchen, ob mit oder ohne Scheibe, den Tonarm wieder zu montieren. Bericht folgt...

Vielen Dank und beste Grüße!
Marc
twoleftears
Ist häufiger hier
#23 erstellt: 14. Feb 2019, 11:45
Da bin ich wieder... Und muss sagen, ohne Deckel, mit Sicht, war die Operation gar nicht so schwer. Die Kügelchen des Lagers - es waren übrigens fünf - konnte ich überraschend einfach an Ort und Stelle bugsieren.
20190214_110524

Dann flux die Lagerschrauben wieder rein gedreht...
20190214_111334

Soweit so gut.
Es folgt demnach die Zentrierung. Per Auge? Wie sonst. Da frage ich mich aber, wie wurde das im Werk durchgeführt? Mit Laservermessung haben die "damals" bestimmt nicht gearbeitet. Dann wohl mit manuellen Messwerkzeugen?
Naja, für mich erstmal unerheblich, habe weder das eine noch das andere. Also per Auge, Bauch und mit viel Geduld.

Vermutlich eine überflüssige Frage, aber wie genau muss das Zentrum getroffen werden? Ich werde es kaum +/- 0,000 schaffen. Inwieweit machen sich hier Abweichungen bemerkbar?
felixbo
Ist häufiger hier
#24 erstellt: 14. Feb 2019, 12:47
Hi Marc,
na das hört sich doch schon besser an. Der Tonarm muss frei laufen, darf nirgends anschlagen oder schaben. Auf 0,5mm außermittig kommt es nicht an, der Tonarm wird trotzdem funktionieren. Wichtig ist, dass der Arm zwischen den Lagern nicht klemmt. Minimal zu weit ist besser als klemmen.
Das mit dem Deckel ab ist ein guter Hinweis für künftige Schraubereien am TP50.

Gruß Felix
Ingor
Inventar
#25 erstellt: 14. Feb 2019, 12:47
Das sieht schon sehr gut aus. Die kleinen Abweichungen sind unerheblich. Schlimmstenfalls ändert sich ein bisschen der Spurfehlwinkel, aber bei der kleinen Abweichung sicherlich vernachlässigbar.
Viel wichtiger ist, dass du das Spiel der Lager richtig einstellst. Der Arm sollte ganz leicht rauf und runter zu bewegen sein, darf aber nicht wackeln, wenn er um die eigene Achse gedreht wird. Ein bisschen Spiel darf sein, ist in jedem Fall besser als zu fest. Dann gehen die Lager kaputt und der Tonarm kann dem Höhenschlag der Platte nicht sauber folgen.
twoleftears
Ist häufiger hier
#26 erstellt: 14. Feb 2019, 13:50
Hallo ihr Beiden :-)

Es scheint mir geglückt zu sein

Das erste Testhören war erschreckend. Der Bass war extrem verzerrt, mittelstarkes Rauschen und Knacken
war zu hören. Habe die Schrauben dann leicht gelöst und versucht die Mittelposition besser hin zu bekommen.

Das zweite Testhören war schon besser. Bass sauber, nur noch leichtes Rauschen und Knacken. Ganz zufrieden
kann man an dieser Stelle noch nicht sein. Habe dann eure posts gelesen.

Nächster Schritt war, die Lagerschrauben soweit zu lockern bis der Tonarm ganz leicht wackelt. Dann die Schrauben
etwa 1/6 Drehung angezogen. Der Arm schwebt nun locker und flüssig, wie eine Feder.

Drittes Testhören: Rauschen weg, Knacken weg. Alles prima!


Herzlichen Dank für die Unterstützung!

p.s.
Da mich jetzt die Bastelwut gepackt hat...
Habt ihr zufällig auch Erfahrung mit dem Anbringen der Antidröhnmatte?
Kommt die außen drauf oder muss sie nach innen?
Hierbei kann man bestimmt auch einiges kaputt machen, eine Schritt für Schritt Anleitung wäre cool. Vielleicht gibt es hier im Forum schon selbige?


[Beitrag von twoleftears am 14. Feb 2019, 14:05 bearbeitet]
T.N.T.´79
Ist häufiger hier
#27 erstellt: 14. Feb 2019, 15:47
Herzlichen Glückwunsch zur gelungenen Operation und viel Spaß mit dem Plattenspieler.
Echt gut gemacht
Zum Glück konnte man den Deckel entfernen.

Hast du die Scheibe wieder gefunden oder läuft es jetzt auch ohne diese?

Grüße
vinylrules
Stammgast
#28 erstellt: 14. Feb 2019, 15:54
Glückwunsch zur geglückten Instandsetzung Nach den ersten Beiträgen dachte ich nicht, dass das noch was wird.

Habt ihr zufällig auch Erfahrung mit dem Anbringen der Antidröhnmatte?

Davon abgesehen, dass ich sie aus eigener Erfahrung für überflüssig halte, kommt das Ding an sich nach drinnen. Dafür baut man die Bodenwanne ab. Allerdings ist diese die ganze Fixierung für die beiden Zargenblöcke, die dann nur noch über die Blattfedern zueinander Verbindung haben. Wenn man den Spieler so auf die Seite stellt, dass beide Teile entlastet sind, gehts.

Da ich den Effekt aber vernachlässigbar finde würde ich den Spieler erst mal so auf die Matte stellen (ist von der Dämpfung her das Gleiche) und gucken, ob sich wirklich was ändert bzw. ob die Änderung wirklich positiv ist.
twoleftears
Ist häufiger hier
#29 erstellt: 14. Feb 2019, 20:22

T.N.T.´79 (Beitrag #27) schrieb:
Herzlichen Glückwunsch zur gelungenen Operation und viel Spaß mit dem Plattenspieler.
Echt gut gemacht
Hast du die Scheibe wieder gefunden oder läuft es jetzt auch ohne diese?


Vielen Dank

Die Scheibe war leider nicht mehr auffindbar, was mir ein Rätsel ist. Aber es scheint auch ohne zu funktionieren.
Das Reinfummeln der Kügelchen hat sich auch als recht einfach erwiesen. Scheinbar hat das restliche Lageröl für
ausreichend Oberflächenspannung gesorgt um die Dinger an gewünschter Stelle zu halten. Als die Lagerschrauben
dann letztendlich wieder in Position waren, gabs noch einen Tropfen Öl darauf.
Ich denke, dass ich den Arm künftig weiter beobachten sollte. Wenn er anfängt zu mucken, weiß ich ja woran es liegt.


vinylrules (Beitrag #28) schrieb:

Da ich den Effekt aber vernachlässigbar finde würde ich den Spieler erst mal so auf die Matte stellen (ist von der Dämpfung her das Gleiche) und gucken, ob sich wirklich was ändert bzw. ob die Änderung wirklich positiv ist.


Danke für die Hinweise und deine Einschätzung! Einige Forianer schwören hier jedoch auf einen deutlich positiven Effekt. Da die Matte nun
schon da ist, würde ich es gerne versuchen, zumindest wenn es nicht zu schwer erscheint.
Du schreibst, dass man den Dreher auf die Seite stellen soll, also hochkannt wenn ich das richtig verstehe. Kann man dann die Bodenwanne komplett
vom Rest des Geräts abnehmen? Ist nichts weiter an der Bodenplatte angeschraubt oder verklebt? Will nicht wieder einen Schaden anrichten und
irgendetwas abreißen...

Beste Grüße!
Marc
vinylrules
Stammgast
#30 erstellt: 14. Feb 2019, 20:44

Kann man dann die Bodenwanne komplett
vom Rest des Geräts abnehmen?

War jedenfalls bei meinem 321 so. Beim Zumachen darauf achten, die Buchse für das Stromkabel wieder in die Führung zu setzen.
Ich würde mir das echt überlegen. Dieses Bitumenzeug wieder rauszukratzen ist echt mühselig....
twoleftears
Ist häufiger hier
#31 erstellt: 14. Feb 2019, 21:04
Hmm, ok, das bringt mich auf jeden Fall ins Grübeln.
Werde mir die Sache nochmal durch den Kopf gehen lassen.
hpkreipe
Stammgast
#32 erstellt: 15. Feb 2019, 00:32
Hi,

eine Frage, ist es sicher, dass es sich um einen 320 ??? handelt, die wurden doch nur mit dem TP 90 verkauft. Mit TP50 sollte es sich um einen 318 ?? handeln.

Wie auch immer, viel Spaß mit dem Dreher und nach meiner Meinung muss da auch keine weitere Bedämpfung durch Matten hinein.

Aber wenn Du aber eh schon im Spielmodus bist - ich würde eher eine Platte auflegen.
vinylrules
Stammgast
#33 erstellt: 15. Feb 2019, 07:21

Mit TP50 sollte es sich um einen 318 ?? handeln.

Am Ende hat Thorens aus allem, was noch da war, Plattenspieler zusammengestopselt. Es gab sogar kurzzeitig einen TD 325 alsd Nachfolger des 320. An sich ein 320 mit Innenteller und Lager vom 318, aber mit TP90.
kölsche_jung
Inventar
#34 erstellt: 15. Feb 2019, 09:22

hpkreipe (Beitrag #32) schrieb:
Hi,

eine Frage, ist es sicher, dass es sich um einen 320 ??? handelt, die wurden doch nur mit dem TP 90 verkauft. ...

der 320 wurde anfangs mit TP16III, dann mit TP16IV, dann mit TP90 verkauft ...

als MK3 sollte der 320er den 24poligen Motor und eigentlich denTP90 haben ... den TP50 gab es mW nur auf dem 146, dem 318 und dem 2001 ...
vinylrules
Stammgast
#35 erstellt: 15. Feb 2019, 09:35

den TP50 gab es mW nur auf dem 146, dem 318 und dem 2001 ...

Den gabs auch auf dem 166 - alles schon gesehen. Und obwohl er da nicht drauf gehört, halte ich einen TP50 auf 320 nicht für unrealistisch. Vielleicht bringt der Threadersteller Licht ins Dunkel.
twoleftears
Ist häufiger hier
#36 erstellt: 15. Feb 2019, 11:02

vinylrules (Beitrag #35) schrieb:

den TP50 gab es mW nur auf dem 146, dem 318 und dem 2001 ...

Vielleicht bringt der Threadersteller Licht ins Dunkel.



Hallo,
das will ich gerne versuchen.

Ich habe den Dreher -wahrscheinlich etwas zu teuer, aber es war nun mal Liebe auf den ersten Blick- aus erster Hand erworben.
Ein Kaufbeleg von 1999 weißt ihn als 320 MKIII aus. Es war wohl ein Vorführmodell und wurde mit VMS 20 für 500 DM verkauft.

Laut thorens-Info.de konnte man beim 320 MKIII verschiedene Tonarme wählen. Aber grundsätzlich sollte eigentlich ein TP90
verbaut sein. Der TP 50 hat mich anfangs auch etwas irritiert, aber theoretisch sollte kein Zweifel daran bestehen, dass es sich um den 320 handelt.

Hier noch ein paar Bilder:

20190215_102322

20190215_102316

20190215_102354

20190215_102435


Grüße
Marc


[Beitrag von twoleftears am 15. Feb 2019, 11:03 bearbeitet]
höanix
Inventar
#37 erstellt: 15. Feb 2019, 11:34

twoleftears (Beitrag #29) schrieb:
Als die Lagerschrauben dann letztendlich wieder in Position waren, gabs noch einen Tropfen Öl darauf.

Moin

Tonarmlager werden normalerweise nicht geölt, wurde aber schon erwähnt.

felixbo (Beitrag #21) schrieb:
Plan B wäre, wenn Du die Scheibe nicht mehr findest, die 4 Kugeln mit etwas Lager-Fett im linken Lager zu fixieren, dann den Arm neu zu montieren. Gelingt das, wird das Fett mit ein zwei Spritzer Bremsenreiniger (oder Kontakt WL) wieder ausgespült. Dann wäre die Leichtgängigkeit wieder hergestellt.


Gruß Jörg


[Beitrag von höanix am 15. Feb 2019, 12:36 bearbeitet]
raindancer
Inventar
#38 erstellt: 15. Feb 2019, 11:48
Hinweis: Die Tellermatte liegt falsch rum, die Ringe kommen nach unten.

Des weiteren empfehle ich den üppig vorhandenen Elan in sinnvolle Maßnahmen zu stecken: Tellerlager frisch beölen, Riemen und Laufflächen säubern, Subchassis checken und ggfs nachjustieren, Nadel reinigen, Motor ölen, Das was und wie wurde hier schon zigmal durchgekaut, die Suchfunktion liefert dir alle Infos.
vinylrules
Stammgast
#39 erstellt: 15. Feb 2019, 11:57
Danke für die Bilder. Kannst Du was zum Innenteller sagen? Auf den Fotos sieht der aus, als wenn er aus Alu wäre und nicht aus Zamak, die Bohrungen fehlen auch. Könnte der Teller aus dem 2001 sein und damit ein Stück hochwertiger als das Teil aus dem 320. Dagegen spricht die Ausbuchtung für den Singlepuck. So einen Innenteller habe ich bei Thorens noch nie gesehen. Wer weiß da was?
twoleftears
Ist häufiger hier
#40 erstellt: 15. Feb 2019, 13:07
@ höanix: Ich hoffe das mini Tröpfchen Öl schadet nicht. Sind Kugellager nicht grundsätzlich mit etwas Schmiermittel versehen?
Das ergibt für mich zumindest nur Sinn. Ohne diese würde doch nur unnötige und unerwünschte Reibung entstehen.
Ich bin verwirrt...

@ raindancer: Upps, und danke für den Hinweis! Um die Lager werde ich mich kümmern, die scheinen es nötig zu haben.
Man hört leichte Schleifgeräusche und der Teller läuft mit Sicherheit nicht die angegebene Minute nach.


Zum Teller kann ich wenig sagen.
Gewicht ist laut Küchenwaage 832 g.
Achsdurchmesser 10 mm.

20190215_125712

20190215_125719

20190215_125551


greetz!


[Beitrag von twoleftears am 15. Feb 2019, 17:19 bearbeitet]
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