Kenwood KD-2055 (Fragen & Erfahrungsbericht)

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eStyle
Inventar
#1 erstellt: 24. Mrz 2019, 15:53
Hallo, meine Vinylfreunde!

Nun ist es endlich passiert - ich habe mir einen gebrauchten Vintage-Dreher gekauft, den Kenwood KD-2055. Ich habe diesen heute morgen bei mir auf dem Flohmarkt gesehen und fand das Design klasse (kenne es auch vom Bilderthread hier im Forum). Der Zustand sah gut aus und der Typ wollte 100€ haben. Kurz bei eBay reingeschaut und Preise ab 175€ gesehen, teilweise in schlechterem, vergilbtem Zustand. Somit habe ich auf 80€ runtergehandelt und bin der Meinung, dass ich einen guten Deal gemacht habe.

An den Metallteilen haben sich über die Jahre Flecken gebildet, die wahrscheinlich der langen Keller-Lagerung zu schulden sind; und die Kunststeinzarge hatte einen gelblichen Schleier, aber sonst ist der Dreher echt in einem guten Zustand. Zu Hause direkt zwei Stunden lang ordentlich gesäubert. Die Zarge habe ich mit Scheuermittel bestens sauber bekommen und der gelbe Schleier ist weg. Somit scheint die Zarge nicht komplett vergilbt zu sein, weil sowas bekommt man nicht einfach mit Scheuermittel raus. Die Flecken an den Metallteilen fand ich jetzt nicht so schlimm und weiß auch, dass ich diese nicht rausbekommen werde. Es sei denn ihr habt da ein paar Tipps für mich.

Ich kenne mich mit so alten Plattenspielern echt nicht aus (vor meiner Zeit), aber der Kenwood sieht meiner Meinung nach vom Design klasse aus und im Netz oder auch hier im Forum liest man ja nur Gutes über Kenwood. Vielleicht habt ihr ja noch ein paar hilfreiche Tipps für mich, worauf ich bei dem Dreher noch so achten sollte (zwecks Zustand) und was ich vielleicht über die Jahre beim Nutzen noch beobachten sollte, da es eventuell generalüberholt werden muss. Der Verkäufer meinte zu mir, dass er das Gerät vorher nochmal in einer Fachwerkstatt hat neu schmieren und ölen lassen. Keine Ahnung, ob es stimmt, aber es macht auf mich definitiv nicht den Eindruck, dass es jetzt nicht so wäre. Läuft alles bestens. Er hat mir auch direkt einen neuen Riemen mitgegeben, den er aber vermutlich falsch gekauft hat, da er etwas zu groß ist. Es funktioniert zwar, aber der Plattenteller braucht ca. 10-15 Sekunden, bis er die Geschwindigkeit erreicht und auch dann, läuft er leider etwas zu langsam. Grob mit dem Auge geguckt und gezählt komme ich auf 33 Umdrehungen in 01:01,00 Minuten. Bei meinem Rega komme ich auf 33 Umdrehungen bei 00:59,67 Sekunden. Außerdem wird der Teller deutlich langsamer und stoppt fast, wenn ich die Platte mit der Carbonfaserbürste abstauben möchte. Ok, kein großes Problem - neuen Riemen bereits für 9€ bei Thakker bestellt.

Die Halbautomatik, der Lift und auch die Cut-Taste funktionieren. Anti-Skating greift auch absolut 100% passend zur eingestellten Auflagekraft am Gegengewicht, wo die Skala zu 99% genau zu sein scheint, da das Anti-Skating eben auf dem Wert 1,5 absolut passt. Nachgemessen mit einer Digitalwaage habe ich noch nicht.

Die Originalnadel, die dran war, war leider defekt. Der Nadelträger war deutlich zur Seite verdreht. Ich konnte es vorsichtig mit einer Zarge zurückdrehen, aber das war mir alles zu riskant und ungenau, weshalb ich mein in der Ecke liegendes Ortofon OM10 System montiert habe. Noch fix die 20er Nadel vom Dual CS455-1 aufgeschoben und ersten Klangtest gemacht:
Klingt alles super, absolut null Klopfgeräusche an der Zarge werden an die Lautsprecher übertragen und es funktioniert auch sonst alles tadellos. Nur der Riemen muss halt noch dringend ausgetauscht werden, da man tatsächlich hören konnte, dass die Stimme etwas dunkler klingt, als ich es gewohnt bin. Ein fixer Wechsel zum Rega hat das Ganze auch direkt bestätigt. Ansonsten macht alles einen super wertigen Eindruck und wie gesagt der Klang ist absolut super, obwohl der Riemen zu locker sitzt und nicht die korrekte Geschwindigkeit dreht.

Die Gummimatte sieht übrigens fast neuwertig aus und macht mir auch einen sehr guten Eindruck. Statische Aufladung scheint es keine zu geben, aber konnte ja auch noch nicht wirklich lange testen aufgrund des Riemens.

Die Haube ist in einem wohnzimmertauglichen Zustand, aber weist schon mehrere Kratzer und Spuren auf, die aber nicht dolle zu sehen sind. Falls aber jemand Lust hat, für mich die Haube zu polieren, darf sich gerne melden. Ich würde mich sehr darüber freuen und würde das Ganze natürlich auch mit Geld belohnen.

Die intensiven Tests werden also noch folgen und ich werde auch weitere Reinigungsaktionen im Detail demnächst machen, aber für's Erste sollte das genügen.

Und jetzt lasse ich noch die Bilder für sich sprechen:

Kenwood KD-2055

Kenwood KD-2055 2

Kenwood KD-2055 3

Kenwood KD-2055 4

Kenwood KD-2055 5

Ohne Filter, damit man den Zustand besser erkennt:

Kenwood KD-2055 no filter - nach Reinigung

Kenwood KD-2055 no filter 3

Kenwood KD-2055 - Gummimatte

LG
eStyle


[Beitrag von eStyle am 24. Mrz 2019, 18:14 bearbeitet]
#linn-fan#
Inventar
#2 erstellt: 24. Mrz 2019, 19:45
Hallo estyle,

Glückwunsch erstmal zu dem PS zu dem Preis. Kannste erstmal nicht meckern. Da du mit Putzen dem Gilb Herr geworden bist, tippe ich auf Nikotin und nicht Sonneneinstrahlung. Damit lohnt dann auch ein Blick ins Innere, um da weiter zu putzen.

Wenn außer den Riemen keine Auffälligkeiten zu bemerken sind, dann kann man den ansonsten so lassen.

Bzgl. der Verfärbungen des Aluminiums gibt es keinen wirklich guten Tipp. Du könntest zwar mit NeverDull beigehen, aber dann fängst du dir Helligkeitsunterschiede ein, da du im Bereich der Beschriftung nicht mit scharfen Mitteln arbeiten kannst. Wäre also eher eine Verschlimmbesserung.

R.

PS. Der Tonarm hat eine etwas vom Űblichen abweichende Geometrie. Je nach Tonabnehmer kann man mit dem originalen Headshell den TA nicht weit genug nach vorne schieben, um auf der Schön II Schablone die Nullpunkte zu treffen.


[Beitrag von #linn-fan# am 25. Mrz 2019, 01:40 bearbeitet]
Dieser_Benutzername_exi...
Ist häufiger hier
#3 erstellt: 24. Mrz 2019, 19:59
Bei den verfärbten Aluteilen würde ich es im ersten Ansatz mit WD-40 probieren. Das lößt bei angelaufenen Fahrradkomponenten ganz gut die Oxofschicht und versiegelt die Oberfläche.

Gruß,

Holger
eStyle
Inventar
#4 erstellt: 25. Mrz 2019, 02:12
@#linn-fan#:
Nach Nikotin roch es aber überhaupt nicht. Ich glaube das war eher so Kellergeruch, somit wohl die Feuchtigkeit, die sich vielleicht abgesetzt hat. Wer weiß, aber auf jeden Fall ist es zum Glück abgegangen.
Danke, dann werde ich wohl innen auch reinschauen. Ich hoffe mal, dass es nicht voller 100 Kleinteile ist, die mir entgegen kommen. Nicht, dass ich es nicht wieder zusammengeschraubt bekomme.

Die Schön-Schablone besitze ich zwar, aber laut Recherchen im Internet auf überwiegend englischen Seiten und Foren, habe ich herausgefunden, dass Kenwood damals eine Einstelllehre ähnlich wie beim Technics mitgeliefert hat. Nur, dass hier von der Nadelposition bis zur Gummidichtung am SME Verschluss 50,5mm Abstand sein sollen, statt der 52mm beim Technics. So habe ich den Tonabnehmer dann auch einfach montiert, da viele in den Foren schreiben, dass es auch die beste Variante für den Kenwood sein soll.
Wenn ich die Schön-Schablone verwende, muss ich den Tonabnehmer auch bestimmt in der Headshell total verdrehen oder? Finde das dann auch von der Optik immer ziemlich doof. So sitzt der Tonabnehmer momentan absolut gerade in der Headshell.


@Dieser_Benutzername_existiert:
Danke, ich werde mal danach googeln, aber die Helligkeitsunterschied-Gefahr, die "linn-fan" erwähnt hat, besteht hier doch sicher auch oder?

Danke für eure Tipps!
müllkramer
Stammgast
#5 erstellt: 25. Mrz 2019, 02:32
so einen habe ich vor jahren mal aus der gelben tonne gezogen....

riemen war schnell besorgt und die haube liess sich recht einfach polieren...system drunter und ab dafür.

die metallteile waren genauso angelaufen wie bei deinem und gut gemeinter rat...so lassen...ich habe es mit diversen mitteln versucht und der einzige erfolg war das abreiben der beschriftungen.

wenn ich ehrlich sein soll,ist das beste an dem ding die zarge...ansonsten hat mich die kiste nicht sooo vom hocker gehauen...daher habe ich den eimer im letzten jahr für 'nen fünfziger verscheuert...offenbar zu günstig.

viel vergnügen mit deinem.
#linn-fan#
Inventar
#6 erstellt: 25. Mrz 2019, 09:19

eStyle (Beitrag #4) schrieb:
Die Schön-Schablone besitze ich zwar, aber laut Recherchen im Internet auf überwiegend englischen Seiten und Foren, habe ich herausgefunden, dass Kenwood damals eine Einstelllehre ähnlich wie beim Technics mitgeliefert hat. Nur, dass hier von der Nadelposition bis zur Gummidichtung am SME Verschluss 50,5mm Abstand sein sollen, statt der 52mm beim Technics. So habe ich den Tonabnehmer dann auch einfach montiert, da viele in den Foren schreiben, dass es auch die beste Variante für den Kenwood sein soll.
Wenn ich die Schön-Schablone verwende, muss ich den Tonabnehmer auch bestimmt in der Headshell total verdrehen oder? Finde das dann auch von der Optik immer ziemlich doof. So sitzt der Tonabnehmer momentan absolut gerade in der Headshell.


Da hast du wahr, es ist der beste Kompromiss. Kann man auch so lassen, verzerrt bei meinem auch nicht hörbar. Wenn man allerdings dem Streben nach Perfektion nachgeben möchte, führt an einem längerem Headshell (oder einem mit weiter vorne endenden Langlöcher) kein Weg vorbei.

Muss aber nicht

R.
Dieser_Benutzername_exi...
Ist häufiger hier
#7 erstellt: 25. Mrz 2019, 15:32

eStyle (Beitrag #4) schrieb:
@#linn-fan#:
@Dieser_Benutzername_existiert:
Danke, ich werde mal danach googeln, aber die Helligkeitsunterschied-Gefahr, die "linn-fan" erwähnt hat, besteht hier doch sicher auch oder?

Danke für eure Tipps! :prost


Nein, Never Dull ist ein Poliermittel und somit wird Material abgetragen. Vollflächig angewandt hast Du letztendlich eine vollflächige Aufhellung. Das ist nur bei Eloxierten Teilen schlecht, wenn Du an manchen Stellen die Eloxatschicht durchpolierst und so Flecken erzeugst.
Das alles ist mit WD40 nicht zu befürchten, da es nur die Oxidierten Flecken anlößt.


Gruß,


Holger

PS.: Wieso funktioniert das einkürzen von Zitaten nicht richtig???
eStyle
Inventar
#8 erstellt: 25. Mrz 2019, 20:56

müllkramer (Beitrag #5) schrieb:
die haube liess sich recht einfach polieren...


Magst du mir vielleicht meine Haube auch polieren?
(Warum klingt dieser Satz nur so pervers?)



wenn ich ehrlich sein soll,ist das beste an dem ding die zarge...ansonsten hat mich die kiste nicht sooo vom hocker gehauen...


Was genau am Kenwood hat dir denn nicht zugesagt?


#linn-fan# (Beitrag #6) schrieb:
führt an einem längerem Headshell (oder einem mit weiter vorne endenden Langlöcher) kein Weg vorbei.


Welche Headshell genau würdest du da empfehlen und nach welcher Schablone sollte ich dann arbeiten? Die Schön Schablone oder dann einfach die 52mm wie beim Technics einstellen?

________________________________________________


@Dieser_Benutzername_existiert:
Cool, danke für den Tipp! Also habe ich hier definitiv nichts zu befürchten und die Schrift würde ich damit auch nicht runter polieren?
Dieser_Benutzername_exi...
Ist häufiger hier
#9 erstellt: 25. Mrz 2019, 22:19
Mal eine andere Frage. Ist das Aluminium oder Plaste das so tut als ob.

Ich habe keine Ahnung, was WD40 mit Aufdrucken macht. Dem Lack an verschiedenen Rädern war das Zeug ziemlich egal.
eStyle
Inventar
#10 erstellt: 25. Mrz 2019, 22:27
Aluminium
Gomphus_sp.
Inventar
#11 erstellt: 25. Mrz 2019, 23:39
Hallo eStyle, Gratulation zu dem Schallplattenspieler.
eStyle
Inventar
#12 erstellt: 26. Mrz 2019, 11:58
Danke, Gomphus!

Ich kann es kaum erwarten, bis der Riemen endlich ankommt und ich das Teil mal so richtig testen kann.

Gibt es eigentlich spezielle Tonabnehmer, die ihr mir für dieses Gerät empfehlen könnt?
Ich höre an meinem Rega mit dem 2m Black von Ortofon und auch am Dual CS455-1 hatte ich ein Ortofon OM20 laufen und war bisher mit Ortofon immer sehr zufrieden. Am Kenwood habe ich den ja momentan auch dran, aber gäbe es von euch eventuell eine alternative Empfehlung, was sich gut für diesen Dreher eignet? Ich kann ja jetzt mühelos verschiedene Headshells mit verschiedenen Tonabnehmern ausprobieren. Ich höre so Rock, Pop, Nu Metal/Metal, Reggae, R&B, Psychedelic etc. Also eigentlich eine bunte Mischung aus allem.

Und nochmal explizit die Frage - mag mir eventuell im Forum irgendjemand die Haube von dem Ding polieren?
Wäre echt super lieb und ihr würdet natürlich eine Kleinigkeit von mir dafür bekommen.

Vielen Dank im Voraus!
highfreek
Inventar
#13 erstellt: 26. Mrz 2019, 13:50
Hallo, am original Headshell fand ich das Claeraudio Z am Besten. Gibt's natürlich nicht mehr zu kaufen. Eine möglichst gute Rundnadel passt aufgrund der Armgeometrie wohl am Besten am original Head Shell.
Am einem verlängerten Haedshell und einer Einstellung nach Schön Schablone dürfte fast alles an Abnehmer funktionieren.
In der BDA zum Gerät wird die Einstellung nach Kenwood Spezifikation erklärt.


Der Scherz des Monats :

Und nochmal explizit die Frage - mag mir eventuell im Forum irgendjemand die Haube von dem Ding polieren?
Wäre echt super lieb und ihr würdet natürlich eine Kleinigkeit von mir dafür bekommen.


[Beitrag von highfreek am 26. Mrz 2019, 13:52 bearbeitet]
Dieser_Benutzername_exi...
Ist häufiger hier
#14 erstellt: 26. Mrz 2019, 13:54
eStyle
Inventar
#15 erstellt: 26. Mrz 2019, 14:14
@highfreak:

Danke für deine Tipps, werde ich mal beherzigen!
Eine gute Rundnadel, schreibst du. Meinst du echt, dass eine Rundnadel besser ist an dem Ding? Ich werde es wohl mal ausprobieren.


Der Scherz des Monats


Wieso Scherz des Monats?
highfreek
Inventar
#16 erstellt: 26. Mrz 2019, 17:16
ich denke Du Unterschätz den Aufwand einer Haubenpolitur, deshalb Scherz des Monates. Sorry, "für ne Kleinigkeit" macht das niemand nicht.

Zur Armgeometrie : gibt es hier irgendwo einen Beitrag/Frage von mir, wo genau das Besprochen wird. Dort wird anhand der KD 2055 Geometrie errechnet das der Tonabnehmer nicht optimal montiert werden kann . (Fehlwinkel) Das führt (so die allgemeine Ansicht hier im Forum) zu erhöhten Verzerrungen.
Eine Rundnadel (so die allgem. Ansicht) ist da gutmütiger
Mit einem Längeren Haedshell (nicht original) kann man nach Baerwald, Lofgren Einstellen und minimiert so die Verzerrungen. Ich habe mir ein längeres Headshell gefeilt . Funktioniert super. Sieht aber scheiße aus da der TA vorne Übersteht.


[Beitrag von highfreek am 26. Mrz 2019, 17:18 bearbeitet]
highfreek
Inventar
#17 erstellt: 26. Mrz 2019, 17:25
http://www.hifi-forum.de/viewthread-26-24887.html

Hier Anklicken und ab dem vierten Beitrag lesen


[Beitrag von highfreek am 26. Mrz 2019, 17:27 bearbeitet]
eStyle
Inventar
#18 erstellt: 26. Mrz 2019, 17:45

highfreek (Beitrag #16) schrieb:
ich denke Du Unterschätz den Aufwand einer Haubenpolitur, deshalb Scherz des Monates. Sorry, "für ne Kleinigkeit" macht das niemand nicht.


Naja, das mit "Kleinigkeit" war nur so gesagt, nicht unbedingt wortwörtlich gemeint, dass es für die Arbeit dann nur 50 Cent gibt.
Ich würde schon fair entlohnen, nur muss überhaupt irgendwer natürlich Bock haben, das für mich zu machen.

Danke für deine Erklärung und den Link, ich werde einfach mal bisschen rumprobieren, wenn der passende Riemen für den Kenwood da ist.
Welche verlängerte Headshell wäre geeignet?

Falls der TA bei dir so weit rausragt, dann kauf dir doch eine vernünftige Headshell, womit es besser funktioniert.
Dieser_Benutzername_exi...
Ist häufiger hier
#19 erstellt: 26. Mrz 2019, 19:06
Mit der Haube würde ich es mal in einem Kunststoff verarbeitenden Betrieb versuchen, der transparente Kunststoffe verarbeitet. Die haben immer was zu polieren und somit jede Menge Erfahrung.
eStyle
Inventar
#20 erstellt: 28. Mrz 2019, 03:06
So Leute, der neue Riemen ist endlich da und ich habe heute bereits den ersten Test gemacht. Zum einen habe ich 1-2 Songs der Victory Platte von den Jacksons gehört, zum anderen habe ich die komplette Platte von Barış Manço gehört, die ich im "rotierenden Vinyl" Thread gepostet habe.

Der Kenwood funktioniert nun tadellos, die korrekte Geschwindigkeit wird direkt und problemlos erreicht und der Klang ist super. Für eine richtige Klangeinschätzung ist es definitiv noch zu früh, da muss ich noch einige Platten hören. Aber soweit kann ich schon mal sagen, dass ich bisher sehr zufrieden bin.

Die Halbautomatik (anheben und zurückführen des Tonarms) funktioniert auch bestens.

Eine Kleinigkeit möchte ich allerdings gerne anmerken, da ich allgemein hier im Forum und auch sonst im Internet so viel über das Eiern des Plattentellers von neueren "Brettchenspielern" lese, insbesondere bei Rega. Auch der Kenwood eiert hier minimal. Klar, die meisten Platten eiern mehr, da sie selten zu 100% plan sind, aber dennoch ist es halt minimal zu sehen. Genauso eierte auch der Plattenteller meines Dual CS455-1, dieser sogar etwas stärker, aber immer noch im harmlosen Bereich. Mein "Brettchenspieler" - Rega P3 allerdings eiert kaum. Man erkennt auf den ersten Blick nicht einmal, ob sich der Plattenteller aus Glas überhaupt dreht, so plan wie der dreht. Wenn man sich ganz stark nur auf den Teller konzentriert, erkennt man vielleicht ein Eiern im 0,3 mm Bereich. Also ein dickes Lob hier an den Rega!

Weitere Klangtests im Detail folgen wie gesagt noch, aber der Kenwood macht bisher einen grandiosen Eindruck.
highfreek
Inventar
#21 erstellt: 28. Mrz 2019, 08:08
Du kannst davon ausgehen, das der Teller in Neuzustand nicht geeiert hat. Das wäre bei Kenwood, wie bei allen Japanern, nie durch die Endkontrolle gekommen. Der Mitarbeiter, der sowas durchgewinkt hätte, hätte sein "Gesicht verloren" und wäre von der Brücke gesprungen.
Wenn der Teller eiert ist er mal runtergefallen, hat einen Stoß abbekommen oder sonstwas ähnliches.

Der Versuch eine Glasteller zum eiern zu bringen führt nur dazu das er zerbricht, da geht nur Plan oder kaputt
eStyle
Inventar
#22 erstellt: 28. Mrz 2019, 10:28
Mag sein, mag auch nicht sein... Ich zweifle an der damaligen Qualität eigentlich nicht, aber das Eiern ist so minimal, dass ich mir durchaus vorstellen kann, dass es doch von Anfang an gewesen ist. Letztendlich ist es eh egal, für mich zumindest.

Dann irrst du dich aber - gibt genug YouTube Videos, die das Eiern eines Rega Plattentellers zeigen. Geht ja auch nicht darum, dass das am Glasteller an sich liegt, sondern wahrscheinlich eher am Subteller darunter, welcher zum Eiern führt.

So, jetzt muss ich erstmal zur Arbeit und heute abend freue ich mich auch schon auf die nächste Platte auf meinem Kenwood.
frank60
Inventar
#23 erstellt: 28. Mrz 2019, 14:34
Einen eiernden Teller habe ich auch bei noch keinem klassischen Nippon Dreher gesehen, selbst bei meinem billigen Technics SL-DD33 nicht.
Da schließe ich mich highfreek an, entweder hat auf den Teller mal Gewalt eingewirkt, oder er sitzt nicht 100% korrekt auf der Achse.
eStyle
Inventar
#24 erstellt: 29. Mrz 2019, 23:41
Hier mal ein Video dazu, damit ihr eine Einschätzung des Ganzen bekommt:
(Und ich meine wirklich den Plattenteller, nicht die Gummimatte)



[Beitrag von eStyle am 29. Mrz 2019, 23:42 bearbeitet]
ad-mh
Inventar
#25 erstellt: 30. Mrz 2019, 02:02
Am besten einfach ignorieren.
eStyle
Inventar
#26 erstellt: 30. Mrz 2019, 10:01
Mache ich auch!
________________________________

Mal was anderes:
Jedes Mal, wenn ich eine Platte in der Hand halte und sie auflegen, die Seite wechseln oder wieder abnehmen möchte, bekomme ich vom Plattenteller eine gewischt. Nicht dolle, aber es knackt immer leicht und die statische Aufladung scheint sich zu entladen. Das kommt bei mir immer dann vor, wenn eine Gummimatte wie beim Kenwood als Plattentellerauflage zum Einsatz kommt. Das war beim Dual ein Problem, als ich die Filzmatte durch die Original-Gummimatte ersetzt habe.
Gestern hat es dann auch in dem linken Lautsprecher geknackt, weil der ja quasi ganz in der Nähe vom Plattenspieler steht und ich denke nicht, dass es auf Dauer gut sein kann.
So krass trocken ist mein Raum nicht, aber momentan habe ich nur 48% Luftfeuchtigkeit. Liegt es daran?
Gomphus_sp.
Inventar
#27 erstellt: 30. Mrz 2019, 10:27
Guten Morgen eStyle, so eine Gummimatte, wie du sie hast, kann sich eigentlich nicht statisch aufladen.
Filzmatten dagegen schon, und zwar so, das sich auch so manche Platte statisch auflädt. Bei mir war es
anders herum: die Matten aus Filz knisterten und die Gummi - und die Kunststoffmatten, die ich derzeitig
im Betrieb habe, knistern nicht, laden sich also nicht auf.

Gruß Heiko
eStyle
Inventar
#28 erstellt: 30. Mrz 2019, 22:26
N'abend, Gomphus!
Ja, da stimme ich dir auch absolut zu - bei den Filzmatten passiert genau das, was du beschreibst oder die Filzmatte bleibt sogar an der Platte kleben, weil sich die Platte so sehr aufgeladen hat. Aber bei meiner Zellkautschuk-Auflage, die ich bei dem Rega verwende, passiert sowas gar nicht. Da lädt sich nichts auf und knistert auch nichts. Sobald ich aber eine Gummiauflage verwende, kommt es zu dieser statischen Entladung, sobald ich mit dem Plattenteller in Berührung komme, während ich die Platte auflegen oder abnehmen möchte.
frank60
Inventar
#29 erstellt: 30. Mrz 2019, 23:42
Da das Pendeln des Tellers recht gleichmäßig aussieht, würde ich, wie schon weiter oben geschrieben, erst einmal prüfen, ob der Teller auch wirklich gerade auf der Achse sitzt. Ansonsten sollte ein Höhenschlag des Tellers selbst auch zu sehen sein, wenn der Teller verkehrt herum auf einer absolut glatten Fläche liegt, z.B. Glasplatte oder Spiegel.
Wenn Du ein Multimeter hast, kannst Du mal messen, ob zwischen Teller(Achse) und GND eine Verbindung besteht. Ich habe schon einige verbastelte Dreher gesehen, bei denen Alles, was man für überflüssig hielt, herausgeschnitten war. So eben auch Masseverbindungen, die statische Aufladung ableiten sollen. Auch Korrosion an Schraubverbindungen, ..., kann natürlich dafür sorgen, daß Masseverbindungen unterbrochen sind. Mein Pioneer hatte das gleiche Problem, da waren 2 Verbindungen einfach abgekniffen. Nachdem ich die wieder eingebaut habe, war das Problem mit der elektrostatischen Ladung behoben.
eStyle
Inventar
#30 erstellt: 31. Mrz 2019, 21:33
Vielen Dank für die Tipps!
Sobald ich kommendes Wochenende, durch den freien Montag nächste Woche, mal zwei freie Tage am Stück habe, werde ich mich nochmal ransetzen.

Eine andere Sache - jetzt, wo ich so viele Platten mit dem Kenwood höre, um den Plattenspieler bestmöglich zu testen, hat die automatische Abschaltfunktion angefangen, nur noch sporadisch zu funktionieren.
Woran könnte das liegen? Hat irgendwer Tipps hierfür?
Es stört mich zwar nicht, wenn er den Arm am Ende nicht automatisch anhebt, aber cool wäre es schon, wenn es gehen würde. Außerdem bastelt man ja gerne und hat gerne ein Erfolgserlebnis, wenn man es schafft, etwas zu reparieren.
eStyle
Inventar
#31 erstellt: 16. Apr 2019, 10:41
Hat keiner einen Tipp für mich bezüglich der sporadisch funktionierenden Abschaltautomatik?

Der Kenwood ist bei mir nun im Zimmer nach links, auf meine Anbauwand gewandert, da ich ja nun hauptsächlich den Rega P3 und den Dual CS600 nutze, um hochwertig Musik zu hören. Auf der Anbauwand befindet sich eine kleine günstige Kompaktanlage von SAMSUNG, an den ich den Kenwood gerne per Phono-Vorverstärker anschließen würde, damit ich den Kenwood weiterhin nutzen kann. Vor allem soll der dann für oberflächliches nebenbei mal eben Musik hören sein bzw. auch für gebrauchte Platten, die in einem eher schlechteren Zustand sind.

Jetzt meine Frage dazu: Würde da dieser sehr einfach gehaltene, günstige Vorverstärker reichen?

Dazu noch den klassischen Audio Technica AT95E Tonabnehmer und fertig, dachte ich mir.
Sollte doch vollkommen genügen für den Zweck oder?

Vielen Dank im Voraus!

LG
eStyle


[Beitrag von eStyle am 16. Apr 2019, 21:08 bearbeitet]
Albus
Inventar
#32 erstellt: 16. Apr 2019, 15:13
Tag,

nun denn, wenn die Technischen Daten zu Eingangswiderstand und auch Ausgangswiderstand als gegeben angesehen werden, jeweils 100 kOhm/1 kHz, dann wird zunächst der Amplitudenfrequenzgang des generierenden Tonabnehmers kräftig verbogen (ab Mittenregion markant angehoben), sodann durch beliebig niedrige Kabelkapazität und in Verbindung mit einem üblichen nachfolgenden Verstärkereingang von 47 kOhm die Wiedergabebandbreite auf ca. 3 kHz reduziert sowie die Ausgangsspannung dezimiert.
Man stelle sich einen alten Mittelwellen-Rundfunkempfänger vor, so in etwa wird das 'Klangresultat' ausfallen. Es kann Verwendungssituationen mit einem derartigen Bedarfsprofil geben. Ist das hier auch der Fall?

Freundlich
Albus
paule7
Stammgast
#33 erstellt: 16. Apr 2019, 21:33
Moin,
ich kann Albus Ausführungen aus der Praxis bestätigen. Daher ein Hinweis auf die üblichen Verdächtigen in diesem Preissegment.
Behringer PP400 und Dynavox TC 750.
Den TC750 benutze ich selber an meiner Zweitanlage und kann nichts Negatives über das Gerät sagen.

mfg
paule
eStyle
Inventar
#34 erstellt: 17. Apr 2019, 01:10
@Albus & paule7:

Vielen Dank an euch beide, ich war wohl etwas zu schnell.
Da das Wetter schön war, bin ich in die Stadt und habe mir den analogis easy phono Vorverstärker und das Audio Technica AT95E Tonabnehmersystem direkt gekauft. Mit den technischen Werten kenne ich mich nicht so gut aus, deshalb habe ich auf den "Input" nicht geachtet bzw. hätte es eh nicht bemerkt, dass es ungeeignet ist. Jedoch muss ich sagen, dass ich alles angeschlossen habe und alles bestens funktioniert. Ihr dürft nicht vergessen, dass ich den Kenwood einfach nur zu ungern komplett unbenutzt im Regal stehen lassen wollte, weshalb ich hier nichts Hochwertiges gesucht habe. Gut, passen sollten die Geräte von den Werten her natürlich schon zueinander; deshalb habe ich ja auch hier nachgefragt, nur leider war ich dann vom Wetter zu schnell angetan und bin direkt los.
Wie dem auch sei - es ist wie gesagt nur an einer SAMSUNG Mini Kompaktanlage (damals 99€) angeschlossen, dessen kleine Boxen natürlich sehr einfach gehalten sind. Ich glaube kaum, dass ich über diese Boxen irgendwelche Unterschiede von Tonabnehmern, nicht passenden Kapazitäten oder Eingangswiderständen heraushören werde. Tue ich bisher ja auch nicht und im schlimmsten Fall hat die Kompaktanlage ca. 12 verschiedene voreingestellte Equalizer, die ich dann verwenden könnte, um den Klang anzupassen. Zu guter Letzt muss ich auch nochmal erwähnen, dass es wirklich nur für schlechte LPs bzw. nur zum bisschen nebenher trudeln lassen sein soll. Es wird also selten genutzt, somit denke ich wird das schon passen. Falls nicht, kann ich mir immer noch einen von den empfohlenen Vorverstärkern besorgen.

Vielen Dank nochmal, wenigstens weiß ich jetzt, was Eingangswiderstand/Eingangsimpedanz/Input bedeutet und worauf es dabei ankommt.

Gute Nacht!

LG
eStyle


[Beitrag von eStyle am 17. Apr 2019, 01:13 bearbeitet]
eStyle
Inventar
#35 erstellt: 17. Apr 2019, 21:43
So sieht das ganze jetzt übrigens aus:

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