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Beratung(?) im HiFi Laden

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savage
Stammgast
#1 erstellt: 03. Jan 2005, 23:59
Tach zusammen,
da mein Elac TA zerbröselt (und ich ehrlichgesagt nicht so der Feinmechaniker bin) begab ich mich also heute in unseren ortsansässigen (ich wohne in Vechta / zwischen Osnabrück und Bremen) HiFi-Laden, um mir von kompetenter Seite( )eine Beratung angedeihen zu lassen, was sich denn als TA so eignen könnte. Zuerst mal hab' ich dem guten Mann meine Anlage beschrieben, dann Plattendreher und Tonarm genannt und dann, tja und dann wusste er genau _ein_ System für mich ... Ortofon VMS 30 ... alles andere wäre Sünde, Schrott, Frevel usf. (der Fairness halber sei hier angemerkt: ich hatte ein obere Preisgrenze von 100? genannt und der gute Mann gab zu, dass es für vieeel mehr Geld _vielleicht_ etwas besseres als das besagte Ortofon geben könnte. Ich bat ihn dann um Papier und Stift um mir die Umfangreichen Beratungsergebnisse zu notieren ( a) ich unterliess es bei dieser Gelegenheit nicht, nochmal nachzufragen ob er noch was anderes empfehlen könnte und b) das Ortofon sollte witzigerweise genau 100? kosten) ... Soweit so gut, nach dieser tiefschürfenden "Beratung" gab mit mein Berater noch zu verstehen, dass ich das neue System _niemals_ alleine justieren könne, da dazu Testschallplatten und ausgefeiltes Equipment erforderlich seien (bei dieser Gelegenheit erfuhr ich auch, dass der Heifie-Laden seinerzeit 12000 (!) Mark (ach so..) für Nakamichi Messinstrumentarium ausgeben musste, bevor (Achtung Zitat)"... auch nur die erste Nakamichi Schraube in unseren Laden kam". ähhh ja, also zurück zum Thema: Ich wies noch mal darauf hin, dass mein Tonarm der mit dem kleinen und dem Grossen Gewicht am Faden sei (TP 21), und dass da bei sechs vorhandenen Kerben rein rechnerisch nicht sooo viele Möglichkeiten seien, daneben zu liegen, zumal die Bed.Anleitung ja schon recht genau auf die Verwendung von Kerben und Gewichten einginge ... Naja, ich verliess dann schnell die Niederungen solch hochtechnischer Erläuterungen und stellte, um das Thema (endlich) zu wechseln noch die mir ungefährlich erscheinende Frage, ob sich der Hörgenuss durch Verwendung eines externen Phono-Vorverstärkers möglicherweise steigern liesse. Zu meinem Erstaunen riet mir mein ortsansässiger Hoch-Treue Flachmann, ähh Fachmann dazu, das ganze Gewese um externe Phonovorstufen zu ignorieren und bei ihm die Komplettinstallation der benötigten Elektronik innerhalb des Plattendrehers zu ordern (Noch'n Zitat: "Das macht heut praktisch jeder") Ich wagte noch darauf hinzuweisen, dass es einstmals eine Gute Idee schien, soviel Elektronik und Elektrik wie geht aus den Laufwerken _'raus_ zu kriegen, als aber mein Brater, ähhh Berater von einem Erlebnis mit einem Kenwood Vetriebsmenschen anhob zu erzählen, da suchte ich dann doch das Weite ...
So, nun zu meinem Thema: Soll ich da a) noch mal hingehen und dem Menschen sagen, dass er kompletten Blödsinn verzapft hat, oder B) den Laden auf Schmerzensgeld verklagen, oder C) mal ganz still sein, weil das alles stimmt.
schönes Neues,
savage
directdrive
Inventar
#2 erstellt: 04. Jan 2005, 02:22
Moin savage,

sooo daneben lag der wirre Verkäufer mit seinem Tonabnehmertip nicht - das VMS-30 bzw. VMS-30 II in einem leichten Thorensarm wie dem TP-21 ist eine bewährte Kombination, die in den 80ern so verkauft wurde bzw. als Upgrade gehandelt wurde.

Die beiden passen mechanisch fraglos gut zueinander, kein Wunder, stammen sie doch beide aus der gleichen Zeit. Woher diese ganzen alten Ortofons, die von verschiedenen Händlern angeboten werden, stammen, entzieht sich meiner Kenntnis, meines Wissens werden die Dinger jedoch längst nicht mehr produziert - mag aber auch sein, daß ich mich da täusche.

Das VMS-30 II hatte 1980 (!) einen Listenpreis von DM 190,-. Ob es sich bei dem von Deinem Verkäufer aufgerufenen Preis nun um ein inflationsbereinigtes Schnäppchen oder das Verramschen vor Uralt-Lagerbeständen handelt, kann ich nur erraten. Die Konkurrenz nimmt auf jeden Fall das gleiche.

Wenn Dir das Elac gefallen hat, kann das Ortofon tatsächlich der passende Abtaster für Dich sein. Persönlich ist es mir eher etwas zu langweilig. Es besteht bei Altware außerdem natürlich auch ein gewisses Risiko, Alterung der Lagerungsgummis kann dem Abtaster zusetzen und das mechanische Verhalten und damit den Klang verändern.

Zur Justage empfiehlt sich außer einer Schablone und einer Tonarmwaage durchaus eine Testplatte, da hat er ebenfalls recht - daß man weiteres "ausgefeiltes Equipment" benötigt, habe ich bisher noch nicht feststellen können, Ohren sind nach meiner Erfahrung ganz o.k..

Ob die Nakamichi-Story auf Tatsachen beruht, weiß ich - schon wieder - nicht, erscheint mir nicht ganz unwahrscheinlich - viele Hersteller und Vertriebe verlangen von den Händlern gewisse Standards.

Selbst der Vorschlag, eine Phonovorstufe in den Plattenspieler einzubauen - hab' ich das überhaupt richtig verstanden? - ist nicht ganz unsinnig. In jedem Fall fällt so die Verkabelung ausgesprochen kurz aus und Einstreuungsprobleme sind bei den Thorensen in der Regel nicht zu erwarten. Hängt halt auch davon ab, was er Dir da einbauen will...

Von Deinen Handlungsvarianten A) und B) solltest Du also ruhig Abstand nehmen, eine klare Empfehlung für C) möchte ich aber auch keinesfalls aussprechen.

Viele Grüße sendet

Brent
GandRalf
Inventar
#3 erstellt: 04. Jan 2005, 14:21
Moin auch,

Ich könnte mir vorstellen, daß der Laden 2 grosse "T" im Namen führt!?
Stimmt das etwa?
Kann dazu vielleicht auch ein paar "Eindrücke" schildern.

Da ich beruflich häufiger in Vechta zu tun habe, wurde der Laden auch mehrfach von mir heimgesucht.
Der Grundstock der Ware besteht aus älteren Geräten, die wie im Abverkauf angepriesen werden. (beim ersten Besuch sollten die aktuellen NAD Geräte gerade bestellt gewesen sein; nach einem halben Jahr war die Aussage genau die Gleiche)
Auf Fragen meinerseits wurde zwar immer, aber immer knapp geantwortet. Vorführung etc. wurde nie angeboten.

Sollte vielleicht noch jemand z.B. einen Harman HK 1400 Verstärker suchen, den gibt es noch orig. verpackt.
Weiter wird dort noch die kpl. Serie der "Pentagon" Verstärker angeboten (A-70, A-100, Vor- und Endstufen etc.)

Vielleicht wird daher ein "älteres" TA System angeboten und favorisiert.

Das mit dem Messequipment von Nakamichi stimmt übrigens. Um die großen Tape-Decks verkaufen zu dürfen, mussten die Händler für den entsprechenden Service mit dem Naka- Messplatz ausgestattet sein.

Soweit ich weiß, steht der Messplatz heute im früheren Partnergeschäft hier in der Nähe von Osnabrück.
savage
Stammgast
#4 erstellt: 04. Jan 2005, 17:26
Hallo GandRalf,
tatsächlich kommen zwei grosse T's im Namen des Geschäftes vor , was mich tatsächlich aber am meisten geärgert hat, war, dass der Verkäufer mir ständig das Gefühl gab, ich hätte regelrecht bemitleidenswerte Vorstellungen von Audio-Technik. Ich hab mich einfach wenig "beraten" sondern eher "belehrt" gefühlt. Jedesmal, wenn ich nach einem mir bekannten anderen System gefragt habe, bekam ich zu hören, das sei doch der allerletzte Schrott, sogar als ich ihn nach der Ortofon Vinyl-Master Serie fragte, blieb er bei seinem VMS 30, setzte dieses aber in keinerlei Bezug zu den Vinyl-Master's (da meinte er dann, er müsse erst mal bei "denen von Ortofon" anrufen, ich könnte dann ja nochmal vorbeikommen.

@brent:
du hast wahrscheinlich recht, dass es ganz gut ist, mein erstes genervt-sein etwas zu relativieren. Dennoch werde ich mich mal nach einem anderen Berater, sprich einem anderen Geschäft umsehen ... Bin für Tipps im Raum OS/HB dankbar

savage
icknam
Stammgast
#5 erstellt: 04. Jan 2005, 17:42

Ich wies noch mal darauf hin, dass mein Tonarm der mit dem kleinen und dem Grossen Gewicht am Faden sei (TP 21), und dass da bei sechs vorhandenen Kerben rein rechnerisch nicht sooo viele Möglichkeiten seien, daneben zu liegen, zumal die Bed.Anleitung ja schon recht genau auf die Verwendung von Kerben und Gewichten einginge ...


Mit dem Einstellen der Antiskating-Kraft ist es allerdings nicht getan, denn das System muss noch richtig eingebaut werden (Länge, Höhe, Ausrichtung). Das geht aber mit Spiegel und Millimeterpapier, und die kosten keine 12 Euros.

Meine Meinung zu solchen Typen: Erzählen lassen und zuhören oder schnell gehen. Streiten, belehren, etc. - das bringt nichts, außer: dass du dich u.U. noch mehr ärgerst.
GandRalf
Inventar
#6 erstellt: 04. Jan 2005, 18:49
Moin nochmal,

Wie gesagt, ich hatte immer das Gefühl,daß der Laden nur vom "Abverkauf" der alten Schätzchen lebt.
Der Ortofon Deutschland-Vertrieb sitzt übrigens hier gleich um die Ecke, und ein früherer Arbeitskollege ist dort angestellt.
Ludger
Inventar
#7 erstellt: 04. Jan 2005, 20:22
Hallo Savage,
offensichtlich sind hier noch mehr Teilnehmer aus Vechta.
Dein Verkäufer ist nicht zufällig ca. 50 Jahre alt?
Ich kenne dieses Geschäft nun schon ca. 25 Jahre und war schon häufig genervt; ich meide inzwischen diesen Laden.
Leider findest du kaum noch kompetente Beratung in HiFi-Geschäften, von den Geiz-ist-geil-Läden wollen wir gar nicht esrt reden.
Wenn du Hilfe beim Einbau brauchst, schreib mir ne persönliche Mail.
Meine Meinung zu Systemen der 100 €-Klasse habe ich dir in deinem anderen Thread schon geschrieben.
Gruß
Ludger
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