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Grado Prestige an Lenco L75 Tonarm?

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Sovebamse
Stammgast
#1 erstellt: 13. Jan 2005, 10:23
Ich habe mal bei Phonophono nachgefragt, da mir hier entweder das Denon (etwas zu blass, braucht guten Vorverstärker) oder das Shure (zu basslastig) empfohlen wurde. Ich suche einen weichen, warmen Klang mit vielen Details, der aber nicht zu basslastig ist, da ich auch gerne klare Höhen mag. Ich höre vor allem Country und Pop, wenig Klassig oder sonst Unterhaltungsmusik.

Mir wurde von Phonophono die Grado Prestige Reihe empfohlen. Allerdings hat diese eine Compliance von 20 und wäre daher für den Lenco Tonarm (25g) nicht geeignet. Was meint ihr dazu?
Sovebamse
Stammgast
#2 erstellt: 14. Jan 2005, 01:00
Hat keiner Ahnung?
TubeAmp
Stammgast
#3 erstellt: 14. Jan 2005, 06:07
Hi,
wo siehst du da ein Problem?
Ludger
Inventar
#4 erstellt: 14. Jan 2005, 17:00
Hallo Sovebamse,
das wird schwierig. Die Systeme, die deinen Klangvorstellungen entsprechen, haben fast alle eine hohe Compliance.
Eigentlich harmonieren nur hart aufgehängte MCs mit dem Lenco-Arm. Bei einem Grado würdest du in Sachen Dynamik und Basspräzision Abstriche hinnehmen müssen. Wenn dich das nicht stört, wäre ein Grado sicherlich sehr zu empfehlen.

Eventuell käme ein Shure in Frage, leider kann ich dazu mangels Erfahrung keine Empfehlung geben (Holger?).

Ach ja, Linn K9 ist vielleicht auch halbwegs passend.
Und Dynavector DV-50 X Mk II.
Gruß Ludger
Sovebamse
Stammgast
#5 erstellt: 14. Jan 2005, 19:12
Der Phonophono-Mensch hat sich anscheinend geirrt. Er hat gemeint, die Tonarmmasse de L75 sei doch einiges tiefer. Er hat mir jetzt zum DL 160 von Denon geraten. Aber leider - nach Berichten aus diesem Forum - sind die Denons eher wenig warm. Oder was meint ihr? Von Shure hat er mir grundsätzlich eher abgeraten, warum wohl?
Bernd
Stammgast
#6 erstellt: 16. Jan 2005, 11:15
Shure und Grado sind für den Arm des Lenco zu weich aufgehängt, damit wirst Du nicht glücklich. Warum versuchst Du es nicht mit einem AT (95 oder 110), die sind härter aufgehängt und klingen recht ausgewogen, besonders an schwereren Armen.
Sovebamse
Stammgast
#7 erstellt: 16. Jan 2005, 11:36
Nein, die Shure sind nicht zu weich aufgehängt. Die M35x oder M35s wären optimal und es gibt noch andere.

ATs sind mir zu "billig"... ich möchte etwas, was doch einen deutlichen Schritt über Ortofon OMB 10 liegt.
Bernd
Stammgast
#8 erstellt: 16. Jan 2005, 20:25
sorry, ich dachte an die Shure Hifi-Systeme, nicht an Disco-Abtaster. Die letzten beiden Hifi-Shure sind M 97 und V 15, die effektiv eine sehr hohe Nadelnachgiegigkeit haben.

Wie wäre es denn mit den Ortofon VM, die sich ja angeblich mit fast allen Armen vertragen? Oder einem Goldring? (falls wir weiterhin von Hifi sprechen, nicht von Disco)?
silberfux
Inventar
#9 erstellt: 16. Jan 2005, 23:19
Sovebamse:

Übertreib es mal lieber nicht mit dem L 75 ("AT´s sind mir zu billig"). Nichts gegen den alten Lenco, den ich in den späten 60ern / frühen 70ern auch mal hatte (erst L 75, dann L 78). Sehr solide gebaut. Aber der Dreher war als System schon damals nicht ohne Probleme. Der Tonarm sieht zwar gut aus, ist aber überschwer und fällt heute gern mal auseinander. Und rumpeln tat und tut er auch mal gern. Der Reibradantrieb hat bei weitem nicht die Qualität vom Thorens 124.
Albus
Inventar
#10 erstellt: 17. Jan 2005, 10:14
Morgen,

wenn die Bemerkung erlaubt ist Sovebamse, sie muss es sein, es kommt sonst nicht zu einer Lösung, das Gewünschte will etwas Unmögliches. - Das Dilemma: Bescheidenes Equipment und hohe Ansprüche, dazu Kompromißlosigkeit.

Das Rumpelstilzchen mit dem Knüppelarm (der L 75) legt einen an den Rand der Möglichkeiten. Die Tatsache ist nicht zu überspielen. Freundlich ausgedrückt: es geht nicht ohne Wagnisbereitschaft, wenn man damit, L 75, ein Bestimmtes will.

Aus Erfahrung grüßt
Albus
silberfux
Inventar
#11 erstellt: 17. Jan 2005, 23:31
Albus, ganz so hart wollte ich es nicht ausdrücken, aber in der Grundaussage sind unsere Beiträge ja sehr ähnlich. Man will hier niemandem den Spaß an seinem Dreher verderben, aber gleichwohl deutlich seine begründete Meinung zum aufgeworfenen Thema sagen, und genau das ist geschehen. Sovebamse soll natürlich gern trotzdem alle Systeme, die er nicht für zu billig hält, durchprobieren. Irgendwas deutlich über dem OMB 10 wird sich schon finden lassen. Aber normalerweise taugt ein Grado Prestige mit einer Compliance von 20 nichts an so einem schweren Tonarm, auch wenn der Klang noch so warm ist. Übrigens nochmal zum Thema "billig": Wie ich sehe, ist das Grado Prestige Einstiegsmodell auch nicht teurer als das AT 110 (das ja ohnehin schon wegen seiner Compliance von 20 eher ungeeignet ist). Ich verstehe also überhaupt nicht, was da jetzt für Kategorien gebildet werden. Es geht doch eigentlich nur so, dass man zunächst alle TAs mit einer Compliance von weniger als x auswählt und diese dann detailliert betrachtet.


[Beitrag von silberfux am 18. Jan 2005, 00:12 bearbeitet]
directdrive
Inventar
#12 erstellt: 18. Jan 2005, 00:38
Hallo Sovebamse, Albus und silberfux,

es macht in meinen Augen durchaus einigen Sinn, auch auf einem L-75 "schwerere Geschütze" aufzufahren - ich halte das Laufwerk für ausgesprochen gut.
Nach einer - meist fälligen - Überholung von Tellerlager und Motor sowie einer korrekten Justage der "Reibradfeder" spielt der Lenco mit sehr viel Charme, stimmig und mit beeindruckender (Grob)-Dynamik, dabei sogar recht rumpelarm.
.
Die Crux des Lencos ist der Tonarm, nicht nur die Vertikallagerung, auch verschiedene andere Probleme und Mängel sorgen dafür, daß die Qualitäten des Spielers fast verdeckt werden. Selbst nach dem Ersetzen der üblicherweise defekten Gummilager bleiben ein monströs aufgeblähter Bass und eine unpräzise und unscharfe, dabei überzogene Höhenwiedergabe.

Beim ersten Hören mag das ganz beeindruckend erscheinen, aber nach längerer Auseinandersetzung findet man am Lenco meist wenig Gefallen, allgemein zu unpräzise und überpräsent.

Nach meiner Meinung wäre hier weniger die Investition in einen teuren Tonabnehmer sinnvoll, als vielmehr die Anschaffung eines passenden Tonarms. Das erfordert eigene Bastelinitiative und ist auch nicht preiswert, aber durchaus empfehlenswert. Der derzeitige Hype um die Lencos entspringt auch der Erfahrung der Lenco-Fans, was mit einem L-70/75/78 so alles möglich ist, hat man sich einmal vom Tonarm getrennt.

Am Rande: Das AT-95e ist sicher nicht umwerfend, macht im Lenco aber eine ganz ordentliche Figur - von größeren Ausgaben würde ich vorerst absehen.

Viele Grüße sendet

Brent
Albus
Inventar
#13 erstellt: 18. Jan 2005, 09:45
Morgen,

also Summe: Die ausdrückliche und immer wieder festgehaltene Qualitätsforderung ist unter den Gegebenheiten nicht zu bedienen (Klangbild des Tonabnehmers 'warm und klar', dieser hier und jetzt L 75, evtentuell NAD PP2, Abtaster bis Euro 150).

Klangbild 'warm und klar' (also gewissermaßen den Naheindruck einer Darbietung) kann einer haben, etwa: Shure V15V, V15VxMR, Ortofon MC 20 Supreme, MC 20 Super Mk II etc. - aber nicht für die gesetzten Gegebenheiten.

Der Wunsch, überredet zu werden, ist prinzipiell verständlich, aber irgendwann sollte man angesichts des Gegebenen zu einem Entschluss in der Lage sein. Aufklärung ist inzwischen 'gewährt', nicht wahr.

MfG
Albus
silberfux
Inventar
#14 erstellt: 18. Jan 2005, 11:36
Directdrive, Albus: Da sind wir uns also weitgehend einig!

Gruß Silberfux
Albus
Inventar
#15 erstellt: 18. Jan 2005, 12:05
Tag Silberfux,

ja, da ist Harmonie.

Freundliche Grüße!
Albus
grasso
Hat sich gelöscht
#16 erstellt: 24. Jan 2005, 08:27
Mein Lenco klingt noch so wie am Tag, als ich ihn vom Sperrmüll holte. Die Gummilager müssen aus echtem Kautschuk gemacht sein, oder der Vorbesitzer war kein Raucher, jedenfalls habe ich bislang keine Probleme. Auch mein Dual besitzt einen Gußteller und Reibradantrieb. Alles, was nicht paßt, läßt sich frickeln, und was sich nicht frickeln läßt, ist auch nach dreißig Jahren noch gut. Keine Angstmache! Selbst gute Nadeln (OMB 10 ist, wenn man nicht gerade ein Montagsexemplar bekommt, nicht schlecht) gibt es auf dem Sperrmüll. Das einzige, was ich bei Plattenspielern noch nicht ganz kapiert habe, ist das Skating/Antiskating. So richtig paßt es nie, spätestens, wenn die Platte springt.
bobileinchen
Hat sich gelöscht
#17 erstellt: 11. Feb 2005, 17:48
Hallihallo,
das mit dem Thema, bloß nicht zuviel in den alten Lenco stecken halte ich schlichtweg für Blödsinn. Ich hoffe das Thema Gummilager bezieht sich auf die Aufhängung der Tonarmverlängerung, also dort wo dann das Gegengewicht angebracht ist. Das lässt sich austauschen! Denn ... ich habe den L 75 nun schon in X Varianten vor mir gehabt, keiner, ich betone nochmals keiner meiner L 75er hatte irgendwelche Gummilager für die horizontale Tonarmaufhängung! Ich finde immer nur ein weißes, teflonähnliches Material für die Schneidelager der horizontalen Aufhängung. Die L 75er Reihe hat wirklich Potential, man muß es nur wecken oder eben entdecken! Ein schönes, neues Gehäuse gezimmert und aus dem subchassiähnlichen Laufwerk ein Masselaufwerk gemacht, das ist der Hit. Auf jeden Fall sollte die Originalgummimatte gegen ein nicht so dickes Exemplar aus Filz getauscht werden. Hier kann man direkten, hörbaren Einfluß auf den Tiefbass nehmen!!! In meinem 75er werkelten schon die schärfsten Abtaster, finger Weg von den Ortofon OMBs! Diese Systeme klingen, egal auf welchem Laufwerk nicht so dolle!
Ab dem AT 95 E geht die Post ab! Also Jungs, keine Angst vor dem Lenco, ausprobieren und genießen ist angesagt.
Greetings
Bobileinchen
Ludger
Inventar
#18 erstellt: 12. Feb 2005, 18:20
Hallo bobileinchen,
da muss ich dir leider widersprechen, aber nur, was das Lager angeht: das gab es tatsächlich aus Gummi. Ich habe 2 L75, einer mit Gummilager, einer mit dieser seltsamen Kunststoffmixtur, die auch bei mir zerbröselt ist. Das Gummilager ist übrigens auch eine einzige Katastrophe.

Davon abgesehen ist der Arm auch nicht so doll, aber das laufwerk selbst ist klasse. Es gehört allerdings schon einiges an Arbeit und Ausprobieren dazu, das Potenzial auszuschöpfen - macht aber auch ne Menge Spaß.
Gruß Ludger


[Beitrag von Ludger am 12. Feb 2005, 18:21 bearbeitet]
audioaficionado
Ist häufiger hier
#19 erstellt: 13. Feb 2005, 00:00
Hallo,
die Tonarmgummilager sind "das" Problem von L75 und L78. Weiß jemand, wo man sie noch bekommt bzw. welcher Tonarm ohne viel Aufwand auf den L75 passt? Beim L70 hat man übrigens diese Probleme nicht, der hat ja einen ganz anderen Tonarm.
SG audioaficionado
Ludger
Inventar
#20 erstellt: 13. Feb 2005, 10:32
Hallo audioaficionado,
deine Frage müßte hier beantwortet werden:
http://www.lencoheaven.com/
Ich habe mir, um die Tonarmmasse ermitteln zu können, Lager aus Alumimium gebaut, funktioniert auch, wobei noch zu klären wäre, inwieweit der Kunststoff oder das Gummi als Bedämpfungselement nötig sind.
Aber der Wechsel auf einen anderen Arm maacht mehr Sinn, z.B. Rega oder Ortofon.
Gruß Ludger
audioaficionado
Ist häufiger hier
#21 erstellt: 18. Feb 2005, 21:39
Herzlichen Dank Ludger! Ein exzellenter Tip!
Gruß audioaficionado
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